Title:
Vorrichtung zur Fernbedienung einer Spraydose
Kind Code:
U1


Abstract:

Vorrichtung (1) zur Fernbedienung einer Spraydose (2) umfassend:
– eine erste Aufnahme (4) für die Spraydose (2), wobei die Höhe der ersten Aufnahme (4) kleiner ist als die Höhe der Spraydose (2), so dass ein Spraykopf (3) der Spraydose (2) aus der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) hinausragt;
– eine zweite Aufnahme (5) für eine Verlängerung (8), wobei die zweite Aufnahme (5) mit der ersten Aufnahme (4) verbunden ist;
– ein relativ zu der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) beweglichen Aktuator (6) zur Betätigung des Spraykopfs (3) der Spraydose (2), wobei der Aktuator (6) von einem entfernten Ort betätigt werden kann; und
– Führungsmittel (7) zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator (6) und der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2);
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsmittel (7) zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator (6) und der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) mindestens zwei Führungselemente (7) umfassen, wobei die mindestens zwei Führungselemente (7) an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) derart angeordnet sind, dass der Aktuator (6) mittels der mindestens zwei Führungselemente (7) über den Spraykopf (3) der Spraydose (2) geführt wird.




Application Number:
DE202016105261U
Publication Date:
12/22/2017
Filing Date:
09/21/2016
Assignee:
Hohendorf, Werner, 46117 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE20320845U1N/A2005-07-07
DE3731156A1N/A1988-06-30



Foreign References:
72522102007-08-07
40920001978-05-30
40246691977-05-24
JPH9118378A
JP2003128168A2003-05-08
JPH09118378A1997-05-06
Attorney, Agent or Firm:
Ring & Weisbrodt Patentanwaltsgesellschaft mbH, 40213, Düsseldorf, DE
Claims:
1. Vorrichtung (1) zur Fernbedienung einer Spraydose (2) umfassend:
– eine erste Aufnahme (4) für die Spraydose (2), wobei die Höhe der ersten Aufnahme (4) kleiner ist als die Höhe der Spraydose (2), so dass ein Spraykopf (3) der Spraydose (2) aus der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) hinausragt;
– eine zweite Aufnahme (5) für eine Verlängerung (8), wobei die zweite Aufnahme (5) mit der ersten Aufnahme (4) verbunden ist;
– ein relativ zu der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) beweglichen Aktuator (6) zur Betätigung des Spraykopfs (3) der Spraydose (2), wobei der Aktuator (6) von einem entfernten Ort betätigt werden kann; und
– Führungsmittel (7) zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator (6) und der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2);
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsmittel (7) zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator (6) und der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) mindestens zwei Führungselemente (7) umfassen, wobei die mindestens zwei Führungselemente (7) an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) derart angeordnet sind, dass der Aktuator (6) mittels der mindestens zwei Führungselemente (7) über den Spraykopf (3) der Spraydose (2) geführt wird.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahme (4) für die Spraydose (2) zylindrisch ausgebildet ist, wobei der Durchmesser der ersten zylindrischen Aufnahme (4) vorzugsweise im Wesentlichen dem Durchmesser der aufzunehmenden Spraydose (2) entspricht.

3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die erste Aufnahme (4) am in der Gebrauchslage unteren Ende geschlossen ausgebildet ist.

4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, weiterhin umfassend Fixierungsmittel, zur Fixierung der Spraydose (2) in der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2).

5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei die Fixierungsmittel durch eine Klemmschraube oder durch separate Klemmmittel wie beispielsweise Keile ausgebildet sind, wobei die Fixierungsmittel an der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) angeordnet sind oder zwischen der ersten Aufnahme (4) für die Spraydose (2) und der Spraydose (2) angeordnet werden.

6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (6) seilförmig ausgebildet ist, wobei der seilförmige Aktuator (6) durch ein erstes Führungselement (7), nachfolgend über den Spraykopf (3) der Spraydose (2), und nachfolgend durch ein zweites dem ersten Führungselement (7) gegenüberliegendes Führungselement (7) geführt ist.

7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der seilförmige Aktuator (6) ringförmig geschlossen ausgebildet ist.

8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Aktuator (6) im Bereich des Spraykopfs (3) der Spraydose (2) eine Aufnahme für den Spraykopf (3) oder eine Verbreiterung aufweist.

9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, weiterhin umfassend ein Klebeelement zur Verbindung des Aktuators (6) mit dem Spraykopf (3) der Spraydose (2).

10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Führungsmittel (7) insgesamt vier Führungselemente (7) umfassen, zwei am oberen Ende der ersten Aufnahme (4) und an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme (4) angeordnete Führungselemente (7) und zwei am unteren Ende der ersten Aufnahme (4) und an gegenüberliegenden Seiten der Aufnahme (4) angeordnete Führungselemente (7).

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fernbedienung einer Spraydose.

Spraydosen werden für eine Vielzahl von möglichen Anwendungen verwendet, wobei sich die Spraydosen meist nur durch die Inhaltstoffe unterscheiden. Ein Anwendungsgebiet für Spraydosen ist das Versprühen von Insektiziden zur Bekämpfung von Insekten, insbesondere von Insektennestern.

Häufig befinden sich derartige Insektennester an schwerzugänglichen Stellen in größeren Höhen. Ferner ist eine Bekämpfung von Insektennestern vorteilhafterweise aus einer größeren Entfernung vorzunehmen, da die Insekten in dem Insektennest aggressiv auf Angriffe reagieren. Insbesondere ohne eine entsprechende Schutzkleidung sollte eine Bekämpfung von Insektennestern aus mehreren Metern Entfernung vorgenommen werden.

Aus dem Stand der Technik sind dazu beispielsweise spezielle Sprühköpfe für Spraydosen bekannt, welche das Mittel über mehrere Meter, üblicherweise bis zu 4 m, versprühen. Befindet sich jedoch das Insektennest beispielsweise unter einem Dach eines mehrstöckigen Gebäudes, so ist die Reichweite derartiger spezieller Sprühköpfe von Spraydosen nicht ausreichend.

Aus der DE 37 31 156 A1 ist ein Werkzeug zum Erleichtern von Sprüharbeiten in großen Höhen bekannt. Bei dem Werkzeug wird die Sprühdose am Ende eines Mastes in eine spezielle Halterung eingeklemmt, so dass der Sprühkopf der Spraydose an einem beweglichen Hebel angeordnet ist, welcher mittels eines Auslösemechanismus derart bewegt werden kann, dass der Hebel den Spraykopf der Spraydose betätigt.

Eine vergleichbare Vorrichtung ist ebenfalls aus der JP-PS 09-118 378 bekannt.

Ferner offenbart die DE 203 20 845 U1 eine Einrichtung zur Fernbedienung von Spraydosen. Dabei wird die Spraydose mittels einer beweglichen Grundplatte gegen eine Halterung gedrückt, so dass der Spraykopf der Spraydose an einem Betätigungselement anliegt. Das Betätigungselement kann aus einer größeren Entfernung derart bewegt werden, dass das Betätigungselement den Sprühkopf der Spraydose betätigt. Die Vorrichtung weist ein Haltemittel auf, mittels welcher die Vorrichtung an einer Stabverlängerung befestigt werden kann.

Die vorgenannten Vorrichtungen zur Fernbedienung einer Spraydose weisen allesamt einen komplexen Betätigungsmechanismus zur Betätigung des Sprühkopfes der Spraydose auf.

Bei der Betätigung des Spraykopfes einer Sprühdose ist darauf zu achten, dass die auf dem Spraykopf übertragene Kraft nur in der vorgegebenen Betätigungsvorrichtung ausgeübt wird, da ansonsten der Spraykopf der Spraydose sehr schnell beschädigt werden kann.

Ferner werden derartige Vorrichtungen zur Fernbedienung einer Spraydose, insbesondere zum Versprühen eines Insektizids, nur sehr selten benötigt, so dass ein potenzieller Anwender nach einer besonders kostengünstigen Ausführungsform ausschauhalten wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur Fernbedienung einer Spraydose bereitzustellen, welche besonders einfach aufgebaut ist und sich daher kostengünstig herstellen lässt und gleichzeitig sicherstellt, dass der Spraykopf der Spraydose nur in der vorgegebenen Bewegungsrichtung betätigt wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zur Fernbedienung einer Spraydose umfassend:

  • – eine erste Aufnahme für die Spraydose, wobei die Höhe der ersten Aufnahme kleiner ist als die Höhe der Spraydose, so dass ein Spraykopf der Spraydose aus der ersten Aufnahme für die Spraydose hinausragt;
  • – eine zweite Aufnahme für eine Verlängerung, wobei die zweite Aufnahme mit der ersten Aufnahme verbunden ist;
  • – ein relativ zu der ersten Aufnahme für die Spraydose beweglichen Aktuator zur Betätigung des Spraykopfs der Spraydose, wobei der Aktuator von einem entfernten Ort betätigt werden kann; und
  • – Führungsmittel zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator und der ersten Aufnahme für die Spraydose;
wobei sich die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch auszeichnet, dass
die Führungsmittel zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator und der ersten Aufnahme für die Spraydose mindestens zwei Führungselemente umfassen, wobei die mindestens zwei Führungselemente an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme für die Spraydose derart angeordnet sind, dass der Aktuator mittels der mindestens zwei Führungselemente über den Spraykopf der Spraydose geführt wird.

Der Spraykopf der Spraydose ragt aus der ersten Aufnahme für die Spraydose hinaus, damit der Spraykopf der Spraydose mittels des Aktuators betätigt werden kann.

Die zweite Aufnahme für eine Verlängerung ist derart ausgebildet, dass in der zweiten Aufnahme beispielsweise eine Stabverlängerung aufgenommen werden kann. Vorzugsweise ist die Verlängerung in der zweiten Aufnahme fixierbar. Mittels der Verlängerung lässt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Fernbedienung der Spraydose in die Nähe eines Insektennestes positionieren, so dass nachdem Auslösen des Spraykopfs der Spraydose der Inhalt der Spraydose unmittelbar auf das Insektennest appliziert wird. Dazu kann der Aktuator der erfindungsgemäßen Vorrichtung von einem entfernten Ort, nämlich dem der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüberliegenden Ende der Verlängerung betätigt werden.

Erfindungsgemäß umfassen die Führungsmittel zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator und der ersten Aufnahme für die Spraydose mindestens zwei Führungselemente. Vorzugsweise sind die zwei Führungselemente an dem Ende der ersten Aufnahme für die Spraydose angeordnet, aus welchem der Spraykopf der Spraydose hinausragt. Die mindestens zwei Führungselemente sind dabei an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme für die Spraydose derart angeordnet, dass der Aktuator mittels der mindestens zwei Führungselemente über den Spraykopf der Spraydose geführt wird. Dadurch wird auf einfacher Art und Weise sichergestellt, dass der Spraykopf der Spraydose nur in der vorgesehenen Betätigungsrichtung mittels des Aktuators betätigt werden kann.

Nach einer bevorzugten Variante der Erfindung ist die erste Aufnahme für die Spraydose zylindrisch ausgebildet, wobei der Durchmesser der ersten zylindrischen Aufnahme vorzugsweise im Wesentlichen dem Durchmesser der aufzunehmenden Spraydose entspricht. Da Spraydosen üblicherweise ebenfalls eine zylindrische Form aufweisen, lässt sich durch eine zylindrische Ausbildung der ersten Aufnahme für die Spraydose eine gute Fixierung der Spraydose in der ersten Aufnahme für die Spraydose realisieren.

Zweckmäßigerweise ist die erste Aufnahme am in der Gebrauchslage unteren Ende geschlossen ausgebildet, so dass die Spraydose nicht aus der ersten Aufnahme für die Spraydose rausfallen kann.

Nach einer bevorzugten Variante der Erfindung umfasst die Vorrichtung weiterhin Fixierungsmittel zur Fixierung der Spraydose in der ersten Aufnahme für die Spraydose. Die Fixierungsmittel können beispielsweise durch eine Klemmschraube oder durch separate Klemmmittel, wie beispielsweise Keile, ausgebildet sein, wobei die Fixierungsmittel an der ersten Aufnahme für die Spraydose angeordnet sind oder zwischen der ersten Aufnahme für die Spraydose und der Spraydose angeordnet werden. Durch die Fixierungsmittel lässt sich die Spraydose sicher in der ersten Aufnahme für die Spraydose fixieren. Dadurch wird beispielsweise verhindert, dass sich die Spraydose innerhalb der ersten Aufnahme für die Spraydose dreht. Eine Drehung der Spraydose innerhalb der ersten Aufnahme für die Spraydose ist nachteilig, da von dem entfernten Ort nach einer Drehung nicht abgeschätzt werden kann, in welche Richtung der Sprühstrahl aus dem Spraykopf der Spraydose austritt.

Nach einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung ist der Aktuator seilförmig ausgebildet, wobei der seilförmige Aktuator durch ein erstes Führungselement, nachfolgend über den Spraykopf der Spraydose und nachfolgend durch ein zweites dem ersten Führungselement gegenüberliegendes Führungselement geführt ist. Durch den seilförmigen Aktuator werden die komplizierten Betätigungsmechanismen aus dem Stand der Technik ersetzt, so dass die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders einfach und kostengünstig herstellbar ist. Mittels der mindestens zwei Führungselemente der Führungsmittel wird der seilförmige Aktuator derart über dem Spraykopf der Spraydose geführt, dass der Spraykopf in der vorgesehenen Betätigungsrichtung bewegt wird, so dass eine Beschädigung des Spraykopfs der Spraydose ausgeschlossen ist.

Nach einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung ist der seilförmige Aktuator ringförmig geschlossen ausgebildet. Ein ringförmig geschlossener seilförmiger Aktuator hat den Vorteil, dass bei einer Betätigung des Aktuators am entfernten Ort eine gleichmäßige Kraft auf den Spraykopf der Spraydose an gegenüberliegendem Ende ausgeübt wird. Im Gegensatz dazu kann bei zwei losen Enden eines seilförmigen Aktuators eine ungleichmäßige Kräfteverteilung auf den seilförmigen Aktuator nicht ausgeschlossen werden.

In einer weiteren Variante der Erfindung weist der Aktuator im Bereich des Spraykopfs der Spraydose eine Aufnahme für den Spraykopf oder eine Verbreiterung auf. Alternativ oder zusätzlich kann ein Klebeelement zur Verbindung des Aktuators mit dem Spraykopf der Spraydose vorgesehen sein. Durch die vorgenannten Ausgestaltungen lässt sich sicherstellen, dass sich der Aktuator nicht vom Spraykopf der Spraydose löst, bevor der Spraykopf der Spraydose an dem entfernten Ort betätigt wird.

Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung umfassen die Führungsmittel insgesamt vier Führungselemente, zwei am oberen Ende der ersten Aufnahme und an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme angeordnete Führungselemente und zwei am unteren Ende der ersten Aufnahme und an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme angeordnete Führungselemente.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Fernbedienung einer Spraydose, und

2 die Vorrichtung aus 1 mit einer Verlängerung.

1 zeig eine Vorrichtung 1 zur Fernbedienung einer Spraydose 2. Die Vorrichtung 1 umfasst eine erste Aufnahme 4 für die Spraydose 2, wobei die Höhe der ersten Aufnahme 4 kleiner ist als die Höhe der Spraydose 2, so dass ein Spraykopf 3 der Spraydose 2 aus der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 hinausragt. Die Vorrichtung 1 umfasst weiterhin eine zweite Aufnahme 5 für eine Verlängerung 8, wobei die zweite Aufnahme 5 mit der ersten Aufnahme 4 verbunden ist. Ferner umfasst die Vorrichtung 1 einen relativ zu der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 beweglichen Aktuator 6 zur Betätigung des Spraykopfs 3 der Spraydose 2, wobei der Aktuator 6 von einem entfernten Ort betätigt werden kann. Zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator 6 und der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 umfasst die Vorrichtung 1 die Führungsmittel 7.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Führungsmittel 7 zur Führung der Relativbewegung zwischen dem Aktuator 6 und der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 mindestens zwei Führungselemente 7 umfassen, wobei die mindestens zwei Führungselemente 7 an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 derart angeordnet sind, dass der Aktuator 6 mittels der mindestens zwei Führungselemente 7 über den Spraykopf 3 der Spraydose 2 geführt wird.

An gegenüberliegenden Seiten im Sinne der Erfindung bedeutet in der Gebrauchslage ungefähr auf der gleichen Höhe jedoch an gegenüberliegenden Seitenwänden der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 angeordnet.

Die erste Aufnahme 4 für die Spraydose 2 ist vorzugsweise zylindrisch ausgebildet, wobei der Durchmesser der ersten zylindrischen Aufnahme 4 im Wesentlichen dem Durchmesser der aufzunehmenden Spraydose 2 entspricht.

Die erste Aufnahme 4 ist am in der Gebrauchslage unteren Ende geschlossen ausgebildet, so dass die Spraydose 2 sicher in der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 gelagert ist.

Zweckmäßigerweise umfasst die Vorrichtung 1 (in den Figuren nicht näher dargestellte) Fixierungsmittel, zur Fixierung der Spraydose 2 in der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2. Die Fixierungsmittel sind beispielsweise durch eine Klemmschraube oder durch separate Klemmmittel wie beispielsweise Keile ausgebildet, wobei die Fixierungsmittel an der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 angeordnet sind oder zwischen der ersten Aufnahme 4 für die Spraydose 2 und der Spraydose 2 angeordnet werden.

Nach einer bevorzugten Variante der Erfindung ist der Aktuator 6 seilförmig ausgebildet, wobei der seilförmige Aktuator 6 durch ein erstes Führungselement 7, nachfolgend über den Spraykopf 3 der Spraydose 2, und nachfolgend durch ein zweites dem ersten Führungselement 7 gegenüberliegendes Führungselement 7 geführt ist. Dadurch ist gewährleistet, dass der Aktuator 6 den Spraykopf 3 der Spraydose 2 nur in der vorgesehenen Betätigungsrichtung bewegt, wodurch eine Beschädigung des Spraykopfs 3 der Spraydose 2 verhindert wird.

Nach einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung ist der seilförmige Aktuator 6 ringförmig geschlossen ausgebildet, wodurch eine gleichmäßige Krafteinwirkung auf den Spraykopf 3 der Spraydose 2 erzielt wird.

Zweckmäßigerweise weist der Aktuator 6 im Bereich des Spraykopfs 3 der Spraydose 2 eine Aufnahme für den Spraykopf 3 oder eine Verbreiterung auf. Alternativ oder zusätzlich ist ein Klebeelement zur Verbindung des Aktuators 6 mit dem Spraykopf 3 der Spraydose 2 vorgesehen. Durch die vorgenannten Mittel wird der Aktuator 6 sicher mit dem Spraykopf 3 der Spraydose 2 verbunden.

Zweckmäßigerweise umfassen die Führungsmittel 7 insgesamt vier Führungselemente 7, zwei am oberen Ende der ersten Aufnahme 4 und an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme 4 angeordnete Führungselemente 7 und zwei am unteren Ende der ersten Aufnahme 4 und an gegenüberliegenden Seiten der ersten Aufnahme 4 angeordnete Führungselemente 7.

Die in 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführungsform aus 1 dadurch, dass in der zweiten Aufnahme 5 eine Verlängerung 8 angeordnet ist. Mittels der Verlängerung 8 lässt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 an einem entfernten Ort positionieren. Mittels des Aktuators 6, welcher bis zu dem der Vorrichtung 1 gegenüberliegenden Ende der Verlängerung 8 reicht, lässt sich der Spraykopf 3 der Spraydose 2 innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 betätigen, wodurch sich beispielsweise an dem entfernten Ort befindliche Insektennester bekämpfen lassen.

Bezugszeichenliste

1
Vorrichtung
2
Spraydose
3
Spraykopf
4
erste Aufnahme
5
zweite Aufnahme
6
Aktuator
7
Führungsmittel/Führungselement
8
Verlängerung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 3731156 A1 [0005]
  • JP 09-118378 [0006]
  • DE 20320845 U1 [0007]