Title:
System mit einem Beschlagteil und mit einem Profil
Kind Code:
U1


Abstract:

System (100) mit einem Beschlagteil (1) und mit einem Profil (2), das eine Längsrichtung (L) aufweist und eine Längsnut (3) umfasst, mit einer eine Ebene (E) definierenden Nutöffnung (4) und mit zwei gegenüberliegenden Hinterschneidungen (5, 5‘), wobei das System (100) zur Befestigung des Beschlagteils (1) an dem Profil (2) mindesten zwei Klemmelemente (8) aufweist, die zwischen einer Montierposition (M) und einer Befestigungsposition (H) verdrehbar sind, wobei die Klemmelemente (8) in Befestigungsposition (H) jeweils mit genau einer Hinterschneidung (5, 5‘) zusammenwirken.




Application Number:
DE202016104904U
Publication Date:
12/07/2017
Filing Date:
09/06/2016
Assignee:
Dr. Hahn GmbH & Co. KG, 41189 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202005004095U1N/A2006-07-27



Attorney, Agent or Firm:
Kluin, Jörg-Eden, Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 40597, Düsseldorf, DE
Claims:
1. System (100) mit einem Beschlagteil (1) und mit einem Profil (2), das eine Längsrichtung (L) aufweist und eine Längsnut (3) umfasst, mit einer eine Ebene (E) definierenden Nutöffnung (4) und mit zwei gegenüberliegenden Hinterschneidungen (5, 5‘), wobei das System (100) zur Befestigung des Beschlagteils (1) an dem Profil (2) mindesten zwei Klemmelemente (8) aufweist, die zwischen einer Montierposition (M) und einer Befestigungsposition (H) verdrehbar sind, wobei die Klemmelemente (8) in Befestigungsposition (H) jeweils mit genau einer Hinterschneidung (5, 5‘) zusammenwirken.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung (L) des Profils (2) betrachtet auf einer Höhe zwei Klemmelemente (8) vorgesehen sind.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (8) einen rotationssymmetrischen Basiskörper (8a) aufweisen, sowie von diesem radial überstehende Fortsätze (9) und mit einer Klemmschraube (10) an dem Beschlagteil (1) befestigt sind und die Durchmesser der Basiskörper (8a) und die Erstreckung der Fortsätze (9) so gewählt ist, dass die aus Klemmelement (8), Klemmschraube (10) und Beschlagteil (1) bestehende Baugruppe (15) senkrecht zur Ebene (E) der Nutöffnung (4) derart verlagerbar ist, dass die Klemmelemente (8) mit ihren Fortsätzen (9) in die Nut (3) einführbar sind, wenn die Fortsätze (9) zweier Klemmelemente (8) nicht nach außen gerichtet sind und über die Klemmelemente (8) Haltekräfte übertragbar sind, wenn die Fortsätze nach außen gerichtet sind.

4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagteil (1) mit einer rein translatorischen Montagebewegung (B) an dem Profil (2) in Montagelage (O) bringbar ist.

5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (2) mindestens einen Vorsprung (13, 13‘) aufweist und das Beschlagteil (1) mindestens eine Nut (14, 14‘) aufweist und der Vorsprung (13, 13‘) in Montagelage (O) des Beschlagteils (2) in die Nut (14, 14‘) des Beschlagteils (1) greift.

6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (8) eine Gewindebohrung (18) aufweisen und mit einer Klemmschraube (10) zusammenwirken, die eine Bohrung des Beschlagteils (1) durchsetzt und durch eine Drehbewegung der jeweiligen Klemmschraube (10) das jeweilige Klemmelement (8) durch Reibschluss des Gewindes der Klemmschraube (10) mit der Gewindebohrung (18) von der Montierposition (M) in die Befestigungsposition (H) drehbar ist.

7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidungen (5, 5‘) jeweils zwei Begrenzungsflächen (6, 7) aufweisen und zwar eine Haltefläche (6a) und eine Anschlagsfläche (7a) und die Klemmelemente (8) in Befestigungsposition (H) an der Haltefläche (6a) anliegen und an der Anschlagsfläche (7a) anschlagen.

8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (8) Randbereiche aufweisen, die während der Montagebewegung (B) der Ebene (E) der Nutöffnung (4) zugewandt sind und nach außen gerichtet sind und diese Randbereiche mit einer Schrägfläche (12) versehen sind, um das Einführen der Klemmelemente (8) in die Nut (3) zu erleichtern.

9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (8) zwei gegenüberliegende Fortsätze (9) aufweisen und das Beschlagteil (1) ein Gegenlager (11) aufweist, mit dem einer der beiden Fortsätze (9) in Befestigungsposition (H) der Klemmelemente (8) zusammenwirkt.

10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Klemmelemente (8) mindestens einen Fortsatz (9) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortsätze (9) eine Verzahnung (16) aufweisen, die sich in Befestigungsposition (H) der Klemmelemente im Profil (2) und/oder im Beschlagteil (1) eingräbt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein System mit einem Beschlagteil und mit einem Profil, wobei das System zur Befestigung des Beschlagteils an dem Profil mindestens zwei Klemmelemente aufweist.

Ein derartiges System ist beispielsweise aus der EP 2 347 073 B1 bereits bekannt. Nachteilig bei bekannten Systemen ist, dass sie nicht unter allen Umständen, etwa bei Profilen mit besonders breiter Nut, eine wünschenswerte Kombination aus hoher Belastbarkeit, einfacher Montierbarkeit und kostengünstiger Herstellbarkeit gewährleisten.

Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein System zu schaffen, welches zumindest hinsichtlich eines der genannten Nachteile verbessert ist.

Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 wiedergegebene System gelöst.

Das erfindungsgemäße System umfasst ein Beschlagteil und ein Profil. Bei dem Beschlagteil kann es sich um das Bandteil eines Bandes zur schwenkbaren Verbindung eines Flügels mit einem Rahmen handeln. Bei dem Beschlagteil kann es sich um ein Bandteil eines Bandes für Türen, Fenster und dergleichen handeln.

Das Profil weist eine Längsrichtung auf und umfasst eine Längsnut, mit einer eine Ebene definierenden Nutöffnung. Die Nut weist zwei gegenüberliegende Hinterschneidungen auf. Zur Befestigung des Beschlagteils an dem Profil weist das System mindestens zwei Klemmelemente auf, die zwischen einer Montierposition und einer Befestigungsposition verdrehbar sind. Die Klemmelemente wirken in Befestigungsposition jeweils mit genau einer Hinterschneidung zusammen. Bevorzugt hintergreifen die Klemmelemente in ihrer Befestigungsposition mit einem Fortsatz bevorzugt jeweils genau eine Hinterschneidung der Nut.

Die Klemmelemente wirken in Montierposition bevorzugt nicht mit dem Profil zusammen. Die Nut kann aufgrund der Hinterschneidungen bevorzugt auch als hinterschnittene Nut oder hinterschnittene Längsnut bezeichnet werden. Indem jedes Klemmelement lediglich mit genau einer Hinterschneidung zusammenwirkt, ist eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Befestigung besonders belastbar ist, auch bei besonders breiten Nuten, also besonders weit auseinanderliegenden Hinterschneidungen.

Die Befestigungsposition der Klemmelemente unterscheidet sich von der Montierposition bevorzugt durch eine 90° Drehung der Klemmelemente. Die Klemmschrauben können im Rahmen dieser Druckschrift bevorzugt auch als Befestigungsschrauben bezeichnet werden. Die Klemmelemente können im Rahmen dieser Druckschrift bevorzugt auch als Klemmsteine bezeichnet werden.

Mit Vorteil sind in Längsrichtung des Profils betrachtet auf einer Höhe zwei Klemmelemente vorgesehen. Hierdurch kann eine gleichmäßige Krafteinleitung in das Profil über beide Seiten erfolgen.

Die Achse, um die die Klemmelemente verdrehbar sind, verläuft bevorzugt senkrecht zu der Ebene der Nutöffnung.

Die Klemmelemente weisen mit Vorteil einen Basiskörper auf, der besonders bevorzugt rotationssymmetrisch ist.

Die Klemmelemente weisen bevorzugt einen Fortsatz auf, der weiter bevorzugt radialüberstehend ausgebildet ist.

Mit Vorteil weist jedes Klemmelement zwei radial überstehende Fortsätze auf. Die beiden Fortsätze sind mit Vorteil gegenüberliegend angeordnet. Die Klemmelemente können jeweils genau einen Fortsatz aufweisen. Der Fortsatz kann sich über einen Winkel von mehr als 180° erstrecken.

Mit Vorteil sind die Klemmelemente mit einer Klemmschraube an dem Beschlagteil befestigt. Mit Vorteil weisen die Klemmelemente eine Gewindebohrung auf in die die Klemmschraube eingreift. Die Klemmschraube durchgreift bevorzugt jeweils eine Bohrung in dem Beschlagteil. Diese Bohrung ist mit Vorteil als Stufenbohrung ausgeführt.

Die Durchmesser der Basiskörper und/oder die Erstreckung der Fortsätze und/oder die Lage der Bohrungen in dem Beschlagteil sind mit Vorteil so gewählt, dass die aus Klemmelement, Klemmschraube und Beschlagteil bestehende Baugruppe senkrecht zur Ebene der Nutöffnung derart verlagerbar ist, dass die Klemmelemente mit ihren Fortsätzen in die Nut einführbar sind – bevorzugt wenn die Fortsätze der Klemmelemente nicht nach außen gerichtet sind – und über die Klemmelemente Haltekräfte übertragbar sind – bevorzugt wenn die Fortsätze nach außen gerichtet sind. Die Fortsätze sind mit Vorteil auf der dem Beschlagteil entfernten Seite der Klemmelemente angeordnet.

Mit Vorteil ist das Beschlagteil mit einer rein translatorischen Montagebewegung an dem Profil in Montagelage bringbar. Dies hat den Vorteil, dass, anders als etwa bei einer schwenkenden Montagebewegung, auf besonders einfache Weise weitere Befestigungsmittel vorgesehen sein können, die die Belastbarkeit der Befestigung des Beschlagteils an dem Profil erhöhen. Die Montierposition der Klemmelemente kann, insbesondere in der Ausführungsform, in der das Beschlagteil mit einer rein translatorischen Montagebewegung an dem Profil in Montagelage bringbar ist, bevorzugt auch als Einschubposition bezeichnet werden.

Die weiteren Befestigungsmittel umfassen mit Vorteil mindestens einen Vorsprung an dem Profil und mindestens eine Nut an dem Beschlagteil, wobei der Vorsprung in Montagelage des Beschlagteils in die Nut des Beschlagteils eingreift. Mit Vorteil sind zwei hinsichtlich der Nutöffnung gegenüberliegende Vorsprünge vorgesehen und zwei mit diesen Vorsprüngen zusammenwirkenden Nuten des Beschlagteils. Auf diese Weise ist eine besonders belastbare Verbindung des Beschlagteils an dem Profil, insbesondere gegen Verkippen des Beschlagteils, erreichbar.

Der Vorsprung an dem Profil kann eine Rastvertiefung aufweisen. An der Nut des Beschlagteils kann eine Rastnase vorgesehen sein, die in die Rastausnehmung eingreift. Somit kann eine Positionierung des Beschlagteils bereits möglich sein, bevor die Fortsätze der Klemmelemente die Hinterschneidungen der Nut hintergreifen.

Grundsätzlich ist denkbar, dass der bzw. die Vorsprünge nicht an dem Profil, sondern an dem Beschlagteil angeordnet sind und die Nut bzw. die Nuten nicht an dem Beschlagteil, sondern am Profil.

Bevorzugt ist durch eine Drehbetätigung der jeweiligen Klemmschraube das jeweilige Klemmelement, vorzugsweise durch Reibschluss des Gewindes der Klemmschraube mit der Gewindebohrung, von der Montierposition in die Befestigungsposition drehbar.

Bevorzugt sind Mittel vorgesehen, zur Erhöhung der Gewindereibung, vorzugsweise zwischen Klemmschraube und Klemmelement. Diese Mittel können es umfassen, dass die Gewinde von Klemmschraube und Klemmelement nicht, wie bei einer gewöhnlichen Schraubverbindung, vollständig komplementär zueinander ausgebildet sind, sondern beispielsweise entweder das Gewinde der Klemmschraube oder das Gewinde des Klemmelements einen Steigungsfehler aufweisen. Hierdurch ist bevorzugt sichergestellt, dass sich durch die Drehbetätigung der jeweiligen Klemmschraube das jeweilige Klemmelement von der Montierposition in die Befestigungsposition dreht. Durch den mit der Erhöhung der Gewindereibung verbundenen Anstieg des Anzugsmoments erhält der Monteur auf diese Weise bevorzugt eine Rückmeldung über die Lage des jeweiligen Klemmelements. Bevorzugt wird durch die Erhöhung der Gewindereibung ein Anstieg des Anzugsmoments erreicht, sobald das Klemmelement in der Befestigungsposition ist. Dieser Anstieg des Anzugsmoments signalisiert dem Monteur bevorzugt, dass die Drehung des Klemmelements in die Befestigungsposition abgeschlossen ist.

Grundsätzlich ist denkbar, dass die Klemmelemente nicht mit einer Klemmschraube an dem Beschlagteil befestigt sind, sondern mit einer Klemmmutter und dass die Klemmelemente keine Gewindebohrung aufweisen, sondern ein Außengewinde. Die oben beschriebenen Mittel zur Erhöhung der Gewindereibung können dann zwischen dem Klemmelement und der Klemmmutter vorgesehen sein.

Die Hinterschneidungen weisen mit Vorteil jeweils zwei Begrenzungsflächen auf und zwar vorzugsweise eine Haltefläche und weiter bevorzugt eine Anschlagsfläche. Die Klemmelemente liegen in ihrer Befestigungsposition mit Vorteil an der Haltefläche an und schlagen weiter bevorzugt in dieser Position an der Anschlagsfläche an. Über die Haltefläche werden mit Vorteil Klemmkräfte eingeleitet, die das Beschlagteil an dem Profil halten. Die Anschlagsflächen verhindern bevorzugt ein zu weites Mitdrehen der Klemmelemente. Anstelle oder zusätzlich zu den Anschlagsflächen an dem Profil können Anschlagsflächen an dem Beschlagteil zu dem gleichen Zweck vorgesehen sein.

Mit Vorteil weisen die Klemmelemente Randbereiche auf, die während der Montagebewegung der Ebene der Nutöffnung zugewandt sind und weiter bevorzugt nach außen gerichtet sind und diese Randbereiche sind weiter bevorzugt mit einer Schrägfläche versehen, um das Einführen der Klemmelemente in die Nut während der Montagebewegung zu erleichtern. In diesen Randbereichen erstreckt sich mit Vorteil kein Fortsatz.

Bevorzugt wirken die Klemmkräfte zwischen dem Profil und den Klemmelementen auf ein Klemmelement lediglich auf einer Seite seiner Rotationsachse. Um eine Biegebelastung der Klemmschraube zu vermeiden oder zu reduzieren weisen die Klemmelemente mit Vorteil zwei gegenüberliegende Fortsätze auf oder einen sich über mehr als 180° erstreckenden Fortsatz und das Beschlagteil weist mit Vorteil ein Gegenlager auf, mit dem einer der beiden Fortsätze oder ein Bereich des Fortsatzes in Befestigungsposition der Klemmelemente zusammenwirkt. Mit Vorteil wirkt der nicht mit dem Profil zusammenwirkende Fortsatz bzw. Bereich des Fortsatzes mit dem Gegenlager zusammen. Hierdurch wird eine Biegebelastung bzw. ein Abkippen der Klemmschraube vermieden. Es hat sich gezeigt, dass, obwohl hierdurch ein Teil der Schraubenkraft nicht zum Klemmen zur Verfügen steht, sondern im Inneren des Beschlagteils wirkt, genügend Klemmkraft aufbringbar ist.

Die Fortsätze der Klemmelemente können eine Verzahnung aufweisen, die sich in Befestigungsposition der Klemmelemente im Profil und/oder im Beschlagteil eingräbt.

Die Erfindung soll nun anhand eines in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine Seitendarstellung des Ausführungsbeispiels des Systems, bei dem das Beschlagteil noch nicht in Montagelage gebracht ist;

2 eine Darstellung wie in 1, jedoch als perspektivische Darstellung;

3 eine Darstellung wie in 1, bei der jedoch das Beschlagteil in Montagelage gebracht ist;

4 eine Darstellung wie 3 jedoch als perspektivische Darstellung;

5 das Detail V aus 3 im größeren Maßstab;

6 bis 9 eine perspektivische Darstellung des Systems mit Beschlagteil in Montagelage und Verdrehung der Klemmelemente von ihrer Montierposition in ihre Befestigungsposition;

10 das Detail V aus 3, wobei jedoch das Klemmelement in die Befestigungsposition verdreht ist;

11 eine Ansicht wie in 3, jedoch in größerem Maßstab und mit in die Befestigungsposition verdrehten Klemmelementen;

12 eine Ansicht wie in 11, jedoch Detailgeschnitten und mit Blick in Richtung des Pfeils XII in 11;

13 eine perspektivische Darstellung des Systems mit Beschlagteil in Montagelage;

14 eine Seitendarstellung entlang der Längsrichtung des Profils, mit Beschlagteil in Montagelage und Klemmsteinen in Befestigungsposition, bei noch nicht angezogenen Klemmschrauben;

15 eine Darstellung wie in 14, mit bereits etwas angezogenen Klemmschrauben;

16 eine Darstellung wie in 14, mit vollständig angezogenen Klemmschrauben;

17 eine Darstellung eines Klemmelements mit Blickrichtung entlang des Pfeils XVII in 16 in größerem Maßstab.

Wie etwa 1 zeigt, umfasst das als Ganzes mit 100 bezeichnete System des gezeigten Ausführungsbeispiels ein Beschlagteil 1 und ein Profil 2, das eine Längsrichtung L aufweist. In 1 verläuft die Längsrichtung L senkrecht zur Bildebene, wie es durch den Kreis mit dem Kreuz symbolisiert ist. Das Profil 2 weist eine Längsnut 3 auf, mit einer eine Ebene E definierenden Nutöffnung 4 und zwei gegenüberliegenden Hinterschneidungen 5, 5‘. Zur Befestigung des Beschlagteils 1 an dem Profil 2 sind mindestens zwei Klemmelemente 8 (im gezeigten Ausführungsbeispiel genau vier, siehe etwa 2) vorgesehen, die zwischen einer Montierposition M und einer Befestigungsposition H verdrehbar sind. In ihrer Befestigungsposition H wirkt jedes Klemmelement 8 mit genau einer Hinterschneidung 5, 5‘ zusammen, siehe etwa 11. Wie etwa aus den 4 und 12 hervorgeht, sind in Längsrichtung L des Profils 2 betrachtet auf einer Höhe zwei Klemmelemente 8 vorgesehen. Die Klemmelemente sind um eine Achse A drehbar, die senkrecht zur Ebene E der Nutöffnung 4 verläuft. Wie etwa 17 zeigt, weist jedes Klemmelement 8 einen rotationssymmetrischen Basiskörper 8a auf, von dem, auf der dem Beschlagteil 1 abgewandten Seite genau ein sich über den Winkel α von mehr als 180° erstreckenden Fortsatz 9 radial hervor steht. Lediglich an genau einer Seite 17 weist das Klemmelement keinen von dem Basiskörper 8a hervorspringenden Fortsatz 9 auf.

Die Durchmesser der Basiskörper 8a und die Erstreckung der Fortsätze 9, 9‘ sind so gewählt, dass die aus Klemmelement 8, Klemmschraube 10 und Beschlagteil 1 bestehende Baugruppe 15 senkrecht zur Ebene E der Nutöffnung 4 derart verlagerbar ist, dass die Klemmelemente 8 mit ihren Fortsätzen 9 in die Nut 3 einführbar sind, wenn die Fortsätze 9 zwei Klemmelemente nicht nach außen gerichtet sind, beziehungsweise wenn die Seite 17, auf der das Klemmelement 8 keinen von dem Basiskörper 8a hervorstehenden Fortsatz 9 aufweist, nach außen gerichtet sind (siehe etwa 1). 1 zeigt auch, dass das Beschlagteil 1 mit einer rein translatorischen Montagebewegung B an dem Profil 2 in Montagelage bringbar ist. Etwa die 5 und 17 zeigen, dass die Klemmelemente 8 eine Gewindebohrung 18 aufweisen und mit einer Klemmschraube 10 zusammenwirken, die eine Bohrung des Beschlagteils 1 durchsetzt.

17 zeigt auch, dass die beiden Fortsätze 9 zu einem Fortsatz, der sich über einen Winkel α von mehr als 180° erstreckt, zusammengefasst sind.

Etwa die Zusammenschau der 5 und 10, sowie 12 lässt erkennen, dass durch eine Drehbetätigung der jeweiligen Klemmschraube 10 das jeweilige Klemmelement 8 durch Reibschluss des Gewindes der Klemmschraube 10 mit der Gewindebohrung 18 von der Einschubposition M in die Befestigungsposition H drehbar ist. Beispielsweise aus den 10 und 12 geht hervor, dass die Hinterschneidungen 5, 5‘ jeweils zwei Begrenzungsflächen 6, 7 aufweisen und zwar eine Haltefläche 6a und eine Anschlagfläche 7a und die Klemmelemente 8 in Befestigungsposition H an der Haltefläche 6a anliegen und an der Anschlagsfläche 7a anschlagen. An dem Beschlagteil 1 sind weitere Anschlagsfläche 20 vorgesehen, an denen die Klemmelement 8 in Befestigungsposition H ebenfalls anschlagen.

Wie etwa aus einer Zusammenschau der 1 und 5 erkennbar ist, weisen die Klemmelemente 8 Randbereiche auf, die während der Montagebewegung B der Ebene E der Nutöffnung zugewandt sind und nach außen gerichtet sind und diese Randbereiche sind mit einer Schrägfläche 12 versehen, um das Einführen der Klemmelement 8 in die Nut 4 zu erleichtern.

Etwa aus den 14 bis 16 geht hervor, dass die Klemmelemente 8 einen sich über einen Winkel α von mehr als 180° erstreckenden Fortsatz 9 aufweisen und das Beschlagteil 1 ein Gegenlager 11 aufweist, mit dem ein Bereich des Fortsatzes 9 in Befestigungsposition H der Klemmelemente 8 zusammenwirkt.

1 zeigt auch, dass das Profil zwei Vorsprünge 13, 13‘ aufweist und das Beschlagteil 1 zwei Nuten 14, 14‘ aufweist und beide Vorsprünge 13, 13‘ in Montagelage O des Beschlagteils 1 jeweils in eine Nut 14, 14‘ des Beschlagteils 1 greifen.

Aus 5 geht hervor, dass die Fortsätze 9 der Klemmelemente 8 eine Verzahnung 16 aufweisen, die sich in Halteposition in das Profil 2 eingräbt (siehe 10). Auch die Bohrung 19 des Beschlagteils 1 ist in dieser Figur erkennbar und es ist gezeigt, dass sie als Stufenbohrung ausgeführt ist.

Die 6 bis 9 verdeutlichen das Drehen der Klemmelemente 8 von der Einschubposition M (in 6 gezeigt) in die Befestigungsposition H (in 9 gezeigt). In 7 sind die Klemmelemente gegenüber der Einschubposition M um 22,5° gedreht, in 8 um 66° und die in 9 gezeigte Befestigungsposition H unterscheidet sich von der Einschubposition M durch eine 90° Drehung der Klemmelemente 8. Das Drehen der Klemmelemente erfolgt durch das Drehen der etwa in 13 gezeigten Befestigungsschrauben 10.

Die Flächen an dem Beschlagteil 1 und dem Profil 2, anders ausgedrückt die Anschlagsfläche 7a an dem Profil 2 und weitere Anschlagflächen 20 an dem Beschlagteil 1 verhindern, dass die Klemmteile weiter als 90° drehbar sind.

14 zeigt die Situation, in der die Klemmelemente durch Drehen der Klemmschrauben 10 in die Befestigungsposition H gedreht sind, jedoch die Klemmschrauben 10 noch nicht weiter angezogen sind. Durch weiteres Drehen der Befestigungsschrauben 10 bewegt sich das Klemmelement in Achsrichtung A der Schrauben, wodurch die Verzahnung 16 der Klemmelemente 8 zum ersten Mal an dem Profil 2 zur Anlage kommt (in 15 gezeigt). Durch noch weiteres Drehen der Klemmschrauben 10 bewegen sich die Klemmelemente 8 noch weiter in Achsrichtung A der Schrauben. Die Klemmelemente 8 kommen dann zum ersten Mal am Beschlagteil 1 zur Anlage. Dadurch wird ein Abkippen der Klemmelemente 8 verhindert. Die Verzahnung 16 gräbt sich in das Profil 2.

Etwa 3 zeigt, dass die Baugruppe 15 mit in Einschubposition M befindlichen Klemmelementen 8 ungehindert in die Nut 3 einschiebbar ist.

Bezugszeichenliste

100
System
1
Beschlagteil
2
Profil
3
Längsnut, hinterschnitten
4
Nutöffnung
5, 5‘
Hinterschneidungen
6
Begrenzungsfläche
6a
Haltefläche
7
Begrenzungsfläche
7a
Anschlagfläche
8
Klemmelemente
8a
Basiskörper
9
Fortsatz
10
Klemmschraube
11
Gegenlager
12
Schrägfläche
13, 13‘
Vorsprung des Profils
14, 14‘
Nut des Beschlagteils
15
Baugruppe aus Klemmelement, Klemmschraube und Beschlagteil
16
Verzahnung
17
Seite des Klemmelements ohne vom Basiskörper vorstehenden Fortsatz
18
Gewindebohrung
19
Bohrung des Beschlagteils
20
Anschlagfläche des Beschlagteils
A
Drehachse Klemmelement
B
Montagebewegung
E
Ebene der Nutöffnung
H
Befestigungsposition des Klemmelements
L
Längsrichtung des Profils
M
Montierposition des Klemmelements
O
Montagelage des Beschlagteils
α
Winkel

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 2347073 B1 [0002]