Title:
Elastisches Anschlagdichtungsprofil und dieses umfassende(s) Fenster oder Tür
Kind Code:
U1


Abstract:

Elastisches Anschlagdichtungsprofil (10), insbesondere zur Abdichtung von Fenstern und Türen, umfassend
– ein Fußelement (20) zur Festlegung des Anschlagdichtungsprofils (10) in einer Aufnahmenut eines Profils, insbesondere eines Rahmenprofils eines Blendrahmens oder Flügels eines Fensters oder einer Tür;
– einen sich an das Fußelement (20) anschließenden Stützabschnitt (30); und
– einen sich an den Stützabschnitt (30) anschließenden Dichtungsabschnitt (40)
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dichtungsabschnitt (40) als Dichtungsfahne ausgebildet ist und der Stützabschnitt (30) an seiner dem Fußelement (20) abgewandten Seite mindestens eine Erhöhung (33, 33´) aufweist, die derart am Stützabschnitt (30) positioniert ist/sind, dass das vom Stützabschnitt (30) entfernte Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) in Richtung einer Erhöhung (33, 33´) oder zwischen zwei Erhöhungen (33, 33´) schwenkbar ist.




Application Number:
DE202016104415U
Publication Date:
11/14/2017
Filing Date:
08/11/2016
Assignee:
REHAU AG + Co, 95111 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202010004368U1N/A2011-08-11
DE29507847U1N/A1995-07-27
DE9418038U1N/A1995-02-16



Foreign References:
FR2906294A12008-03-28
FR2906833A12008-04-11
EP00662661982-12-08
Other References:
Normen DIN 53505
DIN 7868
Claims:
1. Elastisches Anschlagdichtungsprofil (10), insbesondere zur Abdichtung von Fenstern und Türen, umfassend
– ein Fußelement (20) zur Festlegung des Anschlagdichtungsprofils (10) in einer Aufnahmenut eines Profils, insbesondere eines Rahmenprofils eines Blendrahmens oder Flügels eines Fensters oder einer Tür;
– einen sich an das Fußelement (20) anschließenden Stützabschnitt (30); und
– einen sich an den Stützabschnitt (30) anschließenden Dichtungsabschnitt (40)
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dichtungsabschnitt (40) als Dichtungsfahne ausgebildet ist und der Stützabschnitt (30) an seiner dem Fußelement (20) abgewandten Seite mindestens eine Erhöhung (33, 33´) aufweist, die derart am Stützabschnitt (30) positioniert ist/sind, dass das vom Stützabschnitt (30) entfernte Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) in Richtung einer Erhöhung (33, 33´) oder zwischen zwei Erhöhungen (33, 33´) schwenkbar ist.

2. Elastisches Anschlagdichtungsprofil (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Stützabschnitt (30) entfernte Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) bogenförmig ausgebildet ist.

3. Elastisches Anschlagdichtungsprofil (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagdichtungsprofil (10) im Dichtungsabschnitts (40) oder zwischen dem Stützabschnitt (30) und dem Dichtungsabschnitt (40) mindestens eine Einkerbung (42) aufweist.

4. Elastisches Anschlagdichtungsprofil (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (30) mindestens eine in Richtung des Dichtungsabschnitts (40) weisende Fahne oder mindestens einen in Richtung des Dichtungsabschnitts (40) weisenden Steg (34) und/oder der Dichtungsabschnitt (40) mindestens einen in Richtung des Stützabschnitts (30) weisende Fahne oder mindestens einen in Richtung des Stützabschnitts (30) weisenden Steg (34) umfasst.

5. Fenster oder Tür, das/die einen Blendrahmen, mindestens einen schwenkbar an den Blendrahmen angelegten Flügel und mindestens ein elastisches Anschlagdichtungsprofil (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 umfasst.

6. Fenster oder Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schließen des Fensters oder der Tür der Dichtungsabschnitt (40) des Anschlagdichtungsprofils (10) in Richtung des Stützabschnitts (30) verschwenkbar ist.

7. Fenster oder Tür nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im geschlossenen Zustand des Fensters oder der Tür das vom Stützabschnitt (30) entfernte Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) in Richtung einer Erhöhung (33, 33´) oder zwischen zwei Erhöhungen (33, 33´) weist.

8. Fenster oder Tür nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem vom Stützabschnitt (30) entfernten Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) und einer Erhöhung (33, 33´) oder zwei Erhöhungen (33, 33´) ein Spalt (50) gebildet wird.

9. Fenster oder Tür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (50) eine Breite im Bereich von 1 mm bis 4 mm aufweist.

10. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 5 bis 78, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Stützabschnitt (30) entfernte Ende (41) des Dichtungsabschnitts (40) zumindest abschnittsweise an einer Erhöhung (33, 33´) oder zwei Erhöhungen (33, 33´) anliegt.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein elastisches Anschlagdichtungsprofil, insbesondere zur Abdichtung von Fenstern und Türen, das ein Fußelement zur Festlegung des Anschlagdichtungsprofils in einer Aufnahmenut eines Profils, insbesondere eines Rahmenprofils eines Rahmens oder Flügels eines Fensters oder einer Tür, einen sich an das Fußelement anschließenden Stützabschnitt und einen sich an den Stützabschnitt anschließenden Dichtungsabschnitt umfasst. Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Fenster oder eine Tür, das/die einen Blendrahmen, mindestens einen schwenkbar an den Blendrahmen angelegten Flügel und mindestens ein erfindungsgemäßes elastisches Anschlagdichtungsprofil umfasst.

Üblicherweise werden elastische Anschlagdichtungsprofile als Stränge beispielsweise durch Extrusion hergestellt oder durch ein Post-Coextrusionsverfahren (PCE-Verfahren) an das entsprechende Blend- oder Flügelrahmenprofil aus Hart-PVC (PVC-U) anextrudiert. Solche Anschlagdichtungsprofile werden nicht zur Abdichtung zwischen zwei zueinander statischen Komponenten, sondern zur Abdichtung von beispielsweise Fenstern und Türen eingesetzt, wenn der Flügel des Fensters oder der Tür im jeweils geschlossenen Zustand in Anlage bzw. Anschlag an einen entsprechenden Blendrahmen gelangen. Ein derartiges elastisches Anschlagdichtungsprofil ist beispielsweise aus der DE 20 2010 004 368 U1 bekannt.

Aufgrund einer zunehmend strengeren Gesetzgebung zu Energieeinsparverordnung, zu deren Erfüllung immer bessere Gebäudeisolierungen erforderlich werden, diese Gesetze zu erfüllen, besteht ein Bedarf nach hinsichtlich der Isolierungseigenschaften verbesserten elastischen Anschlagdichtungsprofilen insbesondere für Fenster oder Türen.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes elastisches Anschlagdichtungsprofil zur Verfügung zu stellen, das insbesondere zur Abdichtung von Fenstern und Türen geeignet ist und die Nachteile des Stands der Technik überwindet. Insbesondere soll das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil für eine verbesserte Wärmedämmung sorgen. Darüber hinaus liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines entsprechenden Fensters oder einer entsprechenden Tür.

Diese und andere Aufgaben werden durch ein elastisches Anschlagdichtungsprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch eine Fenster oder eine Tür mit den Merkmalen des Anspruchs 5 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils bzw. des erfindungsgemäßen Fensters oder der erfindungsgemäßen Tür sind in den davon jeweils abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde überraschenderweise erkannt, dass die durch die Verwendung eines elastischen Anschlagdichtungsprofils erzielte Wärmedämmung verbessert werden kann, wenn der Dichtungsabschnitt im geschlossenen Zustand des Fensters oder der Tür mit einer oder mehreren Erhöhungen am Stützabschnitt des erfindungsgemäßen Anschlagdichtungsprofils einen unter Dämmungsgesichtspunkten thermisch abgetrennten Bereich bildet. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff „thermisch abgetrennter Bereich“, dass der Bereich unter dem Gesichtspunkt der Wärmeisolation so behandelt werden kann, als wäre er tatsächlich räumlich abgetrennt. Erfindungsgemäß ist dies dadurch erzielt, dass der Dichtungsabschnitt als Dichtungsfahne ausgebildet ist und der Stützabschnitt an seiner dem Fußelement abgewandten Seite mindestens eine Erhöhung aufweist, die derart am Stützabschnitt positioniert ist/sind, dass das vom Stützabschnitt entfernte Ende des Dichtungsabschnitts in Richtung einer Erhöhung oder zwischen zwei Erhöhungen schwenkbar ist.

Dementsprechend liegt die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung eines elastischen Anschlagdichtungsprofils, insbesondere zur Abdichtung von Fenstern und Türen, das ein Fußelement zur Festlegung des Anschlagdichtungsprofils in einer Aufnahmenut eines Profils, insbesondere eines Rahmenprofils eines Blendrahmens oder Flügels eines Fensters oder einer Tür, einen sich an das Fußelement anschließenden Stützabschnitt und einen sich an den Stützabschnitt anschließenden Dichtungsabschnitt umfasst, wobei der Dichtungsabschnitt als Dichtungsfahne ausgebildet ist und der Stützabschnitt an seiner dem Fußelement abgewandten Seite mindestens eine Erhöhung aufweist, die derart am Stützabschnitt positioniert ist/sind, dass das vom Stützabschnitt entfernte Ende des Dichtungsabschnitts in Richtung einer Erhöhung oder zwischen zwei Erhöhungen schwenkbar ist. Darüber hinaus liegt die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung eines Fensters oder einer Tür, das/die einen Blendrahmen, mindestens einen schwenkbar an den Blendrahmen angelegten Flügel und mindestens ein erfindungsgemäßes elastisches Anschlagdichtungsprofil umfasst.

Hinsichtlich des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils kann es von Vorteil sein, wenn das vom Stützabschnitt entfernte Ende des Dichtungsabschnitts bogenförmig ausgebildet ist. Ein derartiges bogenförmiges Ende des Dichtungsabschnitts bewirkt eine höhere Stabilität des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils im eingebauten Zustand.

Darüber hinaus kann es sich als hilfreich erweisen, wenn das Anschlagdichtungsprofil im Dichtungsabschnitt oder zwischen dem Stützabschnitt und dem Dichtungsabschnitt mindestens eine Einkerbung aufweist. Eine oder mehrere derartige Einkerbungen erleichtern das Verschwenken des Dichtungsabschnitts relativ zum Stützabschnitt des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils und ermöglicht durch die Wahl der Tiefe der Einkerbung eine Variation der Rückstellkraft des Dichtungsabschnitts.

Ebenso kann es günstig sein, wenn der Stützabschnitt mindestens eine in Richtung des Dichtungsabschnitts weisende Fahne oder mindestens einen in Richtung des Dichtungsabschnitts weisenden Steg und/oder der Dichtungsabschnitt mindestens einen in Richtung des Stützabschnitts weisende Fahne oder mindestens einen in Richtung des Stützabschnitts weisenden Steg umfasst. Auf diese Weise wird im geschlossenen Zustand des Fensters oder der Tür ein weiterer unter Dämmungsgesichtspunkten thermisch abgetrennter Bereich gebildet, wodurch die durch das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil erzielte Wärmedämmung weiter verbessert wird.

Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen Tür kann es von Vorteil sein, wenn beim Schließen des Fensters oder der Tür der Dichtungsabschnitt des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils in Richtung des Stützabschnitts verschwenkbar ist. Dies erleichtert das Schließen des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen Tür.

Es kann sich auch als günstig erweisen, wenn im geschlossenen Zustand des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen Tür das vom Stützabschnitt entfernte Ende des Dichtungsabschnitts in Richtung einer Erhöhung oder zwischen zwei Erhöhungen weist. Dabei ist es bevorzugt, wenn zwischen dem vom Stützabschnitt entfernten Ende des Dichtungsabschnitts und einer Erhöhung oder zwei Erhöhungen ein Spalt gebildet wird. Auf diese Weise wird im geschlossenen Zustand des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen Tür zwischen dem Stützabschnitt und dem Dichtungsabschnitt des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofil ein thermisch abgetrennten Bereich gebildet, wodurch eine verbesserte Wärmedämmung erzielt wird. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn der Spalt eine Breite im Bereich von 1 mm bis 4 mm aufweist. Ein derartiger Abstand zwischen dem vom Stützabschnitt entfernten Ende des Dichtungsabschnitts und der Erhöhung bzw. zwei Erhöhungen sorgt für eine ausreichende thermische Abtrennung des Bereiches. In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Breite des Spalts zwischen dem vom Stützabschnitt entfernten Ende des Dichtungsabschnitts und der Erhöhung bzw. zwei Erhöhungen im Bereich von 1,5 mm bis 2,5 mm liegt, insbesondere höchstens 2 mm beträgt. Eine derartige Breite des Spalts bietet eine ausreichende Wärmeisolierung.

Es kann auch günstig sein, wenn das vom Stützabschnitt entfernte Ende des Dichtungsabschnitts zumindest abschnittsweise an einer Erhöhung oder zwei Erhöhungen anliegt. Dadurch werden die Wärmedämmeigenschaften des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils weiter verbessert.

Es kann es hilfreich sein, wenn ein thermoplastisches Polymermaterial das Material des Blendrahmens oder des Flügels des erfindungsgemäßen Fensters der der erfindungsgemäßen Tür bildet. Dabei ist Hart-PVC (PVC-U) oder glasfaserverstärktes PVC besonders bevorzugt. Ferner ist es bevorzugt, wenn das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil zusammen mit dem Blendrahmenprofil in den Eckbereichen des Blendrahmens oder mit dem Flügelprofil in den Eckbereichen des Flügels verschweißt ist. Dies ermöglicht es, die Blendrahmenprofilstangen und/oder die Flügelprofilstangen mit der elastischen Anschlagdichtung fertig zu konfektionieren und bei der Verarbeitung zum Blendrahmen/Flügel in den Eckbereichen beide zu verschweißen.

Ebenso oder zusätzlich kann es von Vorteil sein, wenn ein thermoplastisches Polymermaterial mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 50 Shore A bis 80 Shore A das Material des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils darstellt, wobei thermoplastische Polymermaterialien mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 60 Shore A bis 80 Shore A und insbesondere im Bereich von 65 Shore A bis 75 Shore A bevorzugt sind. Ein ganz besonders bevorzugtes Material besitzt eine Härte von etwa 70 Shore A (im Bereich von 68 Shore A bis 72 Shore A). Thermoplastische Elastomere mit einer Shore-Härte in diesen Bereichen haben sich als besonders geeignet erweisen. Dabei sind thermoplastische Elastomere auf Basis von PVC, PP/EPDM sowie TPS und SBS besonders bevorzugt. Derartige Materialien ermöglichen ein Verschweißen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils in den Eckbereichen des Blendrahmens oder des Flügels des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen Tür. Die angegeben Werte der Shore-Härte beziehen sich dabei auf die Normen DIN 53505 und DIN 7868.

Das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil kann beispielsweise in Form von Strängen mittels Extrusion hergestellt oder durch ein Post-Coextrusionsverfahren (PCE-Verfahren) an das entsprechende Blend- oder Flügelrahmenprofil aus Hart-PVC (PVC-U) anextrudiert werden.

Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich exemplarisch auf ein Kunststofffenster aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Hart-PVC. Es versteht sich, dass diese Ausführungen auch für eine Kunststofftür entsprechend gelten.

Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen im Detail erläutert werden. Darin zeigen

1 eine Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

2 eine Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In 1 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 für ein erfindungsgemäßes Fenster in einer Querschnittsdarstellung dargestellt. Das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 umfasst ein Fußelement 20, einen Stützabschnitt 30 sowie einen Dichtungsabschnitt 40. Das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 ist insbesondere aus einem thermoplastischem Polymermaterial mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 50 Shore A bis 80 Shore A hergestellt, wobei thermoplastische Polymermaterialien mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 60 Shore A bis 80 Shore A und insbesondere im Bereich von 65 Shore A bis 75 Shore A bevorzugt sind. Thermoplastische Elastomere auf Basis von PVC, PP/EPDM sowie TPS und SBS sind speziell bevorzugt. In der in 1 dargestellten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 aus EPDM mit einer Härte von etwa 70 Shore A (im Bereich von 68 Shore A bis 72 Shore A) ausgebildet. Das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 kann beispielsweise in Form von Strängen mittels Extrusion hergestellt oder durch ein Post-Coextrusionsverfahren (PCE-Verfahren) an das entsprechende Blend- oder Flügelrahmenprofil aus Hart-PVC (PVC-U) anextrudiert werden.

Das Fußelement 20 des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 umfasst zwei vom Stützbereich 30 weg verlaufende Stege 21, 21´, die miteinander über einen bogenförmigen Verbindungsabschnitt 22 verbunden sind. Zwischen dem Stützbereich 30, den Stegen 21, 21´ und dem Verbindungsabschnitt 22 ist ein Hohlraum 23 ausgebildet, der das Fußelement 20 insbesondere zum Einrollen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 in eine Dichtungsaufnahmenut eines entsprechenden Blendrahmen- oder Flügelprofils komprimierbar macht. Im Bereich zwischen dem jeweiligen Steg 21, 21´ und dem bogenförmigen Verbindungsabschnitt 22 weist das Fußelement 20 jeweils einen Rastvorsprung 24, 24´ auf. Die Rastvorsprünge 24, 24´ dienen dazu, zur Befestigung des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 an einem entsprechenden Blendrahmen- oder Flügelprofil eine hinterschnittene Dichtungsaufnahmenut des Blendrahmen- oder Flügelprofils zu hintergreifen.

Der Stützabschnitt 30 ist geradlinig ausgebildet. An einem Bereich des Stützabschnitts 30 sind die Stege 21, 21´ des Fußelements 20 angeformt. Dieser Bereich weist ein abgerundetes Ende 31 auf. Das andere Ende des Stützabschnitts bildet einen gebogenen Übergangsbereich 32 zum Dichtungsabschnitt 40. An der den Stegen 21, 21´ gegenüberliegenden Seite umfasst der Stützabschnitt 30 eine Erhöhung 33.

Der Dichtungsabschnitt 40 ist als Dichtungsfahne ausgebildet, wobei das vom Stützabschnitt 30 entfernte Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 bogenförmig ausgebildet ist und in der in 1 gezeigten Ausführungsform eine kopfförmige Verdickung des Dichtungsabschnitts 40 darstellt. An seiner Innenseite weist der Dichtungsabschnitt 40 eine Einkerbung 42 auf. Die Einkerbung 42, die alternativ oder zusätzlich auch zwischen dem Stützabschnitt 30 und dem Dichtungsabschnitt 40 angeordnet sein kann, erleichtert ein Verschwenken des Dichtungsabschnitts 40 relativ zum Stützabschnitt 10 des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10. Durch eine gezielte Wahl der Tiefe der Einkerbung 42 kann die Rückstellkraft des Dichtungsabschnitts 40 eingestellt werden.

In 1 ist durch eine gestrichelte Linie die Position des Dichtungsabschnitts 40 im geschlossenen Zustand des erfindungsgemäßen Fensters dargestellt. Dabei ist der dichtungsabschnitt 40 in Richtung des Stützabschnitts 30 gedrückt. Die Erhöhung 33 am Stützabschnitt 30 ist so angeordnet, dass das vom Stützabschnitt 30 entfernte, bogenförmig ausgebildete Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 in Richtung der Erhöhung 33 weist. Dadurch wird zwischen dem Ende 41 und der Erhöhung 33 ein Spalt 50 gebildet, der in der in 1 gezeigten Ausführungsform an der engsten Stelle eine Breite von 1,1 mm aufweist. Dadurch wird zwischen dem Dichtungsabschnitt 40 und dem Stützabschnitt 30 in nur geringfügig geöffnete Hohlkammer 60 gebildet. Der Abstand zwischen dem Ende 41 und der Erhöhung 31 ist dabei so gering, dass ein unter Dämmungsgesichtspunkten thermisch abgetrennter Bereich entsteht, wodurch eine verbesserte Wärmedämmung erzielt wird. In alternativen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 kann das vom Stützabschnitt 30 entfernte, bogenförmig ausgebildete Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 auch zumindest abschnittsweise an der Erhöhung 33 anliegen. Die Hohlkammer 60 ist dann geschlossen.

Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 für ein erfindungsgemäßes Fenster ist in 2 in einer Querschnittsdarstellung dargestellt.

Auch in der in 2 dargestellten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 aus einem Fußelement 20, einem Stützabschnitt 30 und einem Dichtungsabschnitt 40 aufgebaut. Als Material dient wiederum bevorzugt ein thermoplastisches Polymermaterial mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 50 Shore A bis 80 Shore A. In der in 1 dargestellten Ausführungsform dient EPDM mit einer Härte von etwa 60 Shore A (im Bereich von 56 Shore A bis 64 Shore A) als Material des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10. Das erfindungsgemäße elastische Anschlagdichtungsprofil 10 kann beispielsweise in Form von Strängen mittels Extrusion hergestellt oder bevorzugt durch ein Post-Coextrusionsverfahren (PCE-Verfahren) an das entsprechende Blend- oder Flügelrahmenprofil aus Hart-PVC (PVC-U) anextrudiert werden.

Das Fußelement 20 des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 ist aus zwei vom Stützbereich 30 weg verlaufenden Stegen 21, 21´, die miteinander über einen bogenförmigen Verbindungsabschnitt 22 verbunden sind, gebildet. Zwischen dem Stützbereich 30, den Stegen 21, 21´ und dem Verbindungsabschnitt 22 ist ein Hohlraum 23 ausgebildet, der das Fußelement 20 insbesondere zum Einrollen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 in eine Dichtungsaufnahmenut eines entsprechenden Blendrahmen- oder Flügelprofils komprimierbar macht. Im Bereich zwischen dem jeweiligen Steg 21, 21´ und dem bogenförmigen Verbindungsabschnitt 22 umfasst das Fußelement 20 wiederum jeweils einen Rastvorsprung 24, 24´, die zur Befestigung des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 an einem entsprechenden Blendrahmen- oder Flügelprofil eine hinterschnittene Dichtungsaufnahmenut des Blendrahmen- oder Flügelprofils durch Hintergreifen bestimmt sind.

Der Stützabschnitt 30 ist geradlinig ausgebildet. An einem Bereich des Stützabschnitts 30 sind die Stege 21, 21´ des Fußelements 20 angeformt. Dieser Bereich weist ein abgerundetes Ende 31 auf. Das andere Ende des Stützabschnitts 30 bildet einen gebogenen Übergangsbereich 32 zum Dichtungsabschnitt 40. An der den Stegen 21, 21´ gegenüberliegenden Seite verfügt der Stützabschnitt 30 über zwei Erhöhungen 33, 33´. In alternativen Ausführungsformen können auch mehr als zwei Erhöhungen 33, 33´ am Stützabschnitt 30 vorhanden sein.

Der Dichtungsabschnitt 40 ist auch in der in 2 gezeigten Ausführungsform als Dichtungsfahne ausgebildet, wobei das vom Stützabschnitt 30 entfernte Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 bogenförmig ausgebildet ist und in der in 2 gezeigten Ausführungsform als kopfförmige Verdickung des Dichtungsabschnitts 40 ausgebildet ist. An seiner Innenseite weist der Dichtungsabschnitt 40 eine Einkerbung 42 auf. Die Einkerbung 42, die alternativ oder zusätzlich auch zwischen dem Stützabschnitt 30 und dem Dichtungsabschnitt 40 angeordnet sein kann, erleichtert ein Verschwenken des Dichtungsabschnitts 40 relativ zum Stützabschnitt 10 des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10, wodurch eine gezielte Wahl der Tiefe der Einkerbung 42 die Rückstellkraft des Dichtungsabschnitts 40 eingestellt werden kann.

In 2 ist durch eine gestrichelte Linie die Position des Dichtungsabschnitts 40 im geschlossenen Zustand des erfindungsgemäßen Fensters dargestellt. Dabei ist der dichtungsabschnitt 40 in Richtung des Stützabschnitts 30 gedrückt. Die Erhöhungen 33, 33´ am Stützabschnitt 30 sind so angeordnet, dass das vom Stützabschnitt 30 entfernte, bogenförmig ausgebildete Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 zwischen die beiden Erhöhungen 33, 33´ weist. Dadurch wird zwischen dem Ende 41 und den Erhöhungen 33, 33´ ein gebogener Spalt 50 gebildet. In der in 2 gezeigten Ausführungsform besitzt der Spalt an seiner engsten Stelle eine Breite von 1,5 mm. Dadurch wird zwischen dem Dichtungsabschnitt 40 und dem Stützabschnitt 30 in nur geringfügig geöffnete Hohlkammer 60 gebildet. Der Abstand zwischen dem Ende 41 und der Erhöhung 31 ist dabei so gering, dass ein unter Dämmungsgesichtspunkten thermisch abgetrennter Bereich entsteht, wodurch eine verbesserte Wärmedämmung erzielt wird. In alternativen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen elastischen Anschlagdichtungsprofils 10 kann das vom Stützabschnitt 30 entfernte, bogenförmig ausgebildete Ende 41 des Dichtungsabschnitts 40 auch zumindest abschnittsweise an den beiden Erhöhungen 33, 33´ anliegen.

Darüber hinaus ist am Stützabschnitt 30 weiter ein in Richtung des Dichtungsabschnitts 40 weisender Steg 34 angeformt. Im geschlossenen Zustand des erfindungsgemäßen Fensters ist das vom Stützabschnitt 30 wegweisende Ende des Stegs 34 beabstandet vom Dichtungsabschnitts 40 angeordnet, wodurch eine weitere Hohlkammer 60´ ausgebildet wird. Die Länge des Stegs 34 ist dabei so gewählt, das der Abstand zwischen dem vom Stützabschnitt 30 wegweisenden Ende des Stegs 34 und dem Dichtungsabschnitt 40 derart gering ist, dass die Hohlkammer 60´ einen unter Dämmungsgesichtspunkten thermisch abgetrennten Bereich bildet. Daher ist der Abstand zwischen dem vom Stützabschnitt 30 wegweisenden Ende des Stegs 34 und dem Dichtungsabschnitt 40 vorzugsweise kleiner als 3 mm, besonders bevorzugt kleiner als 2 mm. Dadurch wird die Wärmedämmung weiter verbessert.

Die vorliegende Erfindung wurde vorstehend in Bezug auf ein Kunststofffenster aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Hart-PVC erläutert. Für den Fachmann ist jedoch ersichtlich, dass diese Ausführungen auch für eine Kunststofftür entsprechend übertragen werden können.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202010004368 U1 [0002]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • Normen DIN 53505 [0015]
  • DIN 7868 [0015]