Title:
Steckbrettaufnahme
Kind Code:
U1


Abstract:

Steckbrettaufnahme, insbesondere Aufnahmegabel, für ein Steckbrett (26) zum Auslegen eines Kabelbaums eines Fahrzeugs, mit
zumindest einem Sockel (10) zur Befestigung am Steckbrett (26),
wenigstens einem an dem Sockel (10) angeordneten Schenkel (12, 12‘), der relativ zum Sockel (10) zwischen einer geöffneten Aufnahmeposition zur Aufnahme wenigstens eines Kabels (24) und einer geschlossenen Halteposition zum Halten des Kabels (24) beweglich ist, und
zumindest einem Zugelement (18), das dazu ausgebildet ist, den Schenkel (12, 12‘) in der Halteposition zu halten und/oder von der Aufnahmeposition in die Halteposition zu überführen.




Application Number:
DE202016104414U
Publication Date:
11/04/2016
Filing Date:
08/11/2016
Assignee:
Lisa Dräxlmaier GmbH, 84137 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102007024476A1N/A2008-11-27



Claims:
1. Steckbrettaufnahme, insbesondere Aufnahmegabel, für ein Steckbrett (26) zum Auslegen eines Kabelbaums eines Fahrzeugs, mit
zumindest einem Sockel (10) zur Befestigung am Steckbrett (26),
wenigstens einem an dem Sockel (10) angeordneten Schenkel (12, 12‘), der relativ zum Sockel (10) zwischen einer geöffneten Aufnahmeposition zur Aufnahme wenigstens eines Kabels (24) und einer geschlossenen Halteposition zum Halten des Kabels (24) beweglich ist, und
zumindest einem Zugelement (18), das dazu ausgebildet ist, den Schenkel (12, 12‘) in der Halteposition zu halten und/oder von der Aufnahmeposition in die Halteposition zu überführen.

2. Steckbrettaufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel (12, 12‘) um eine Schwenkachse (16) relativ zum Sockel (10) verschwenkbar ist.

3. Steckbrettaufnahme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement als Gummiband (18) ausgebildet ist.

4. Steckbrettaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (18) derart angeordnet ist, dass es das aufgenommene Kabel (24) aus Richtung des Sockels (10) stützt.

5. Steckbrettaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (18) zumindest im Bereich des dem Sockel (10) abgewandten Schenkelendes (20, 20‘) angeordnet ist und/oder sich in den Bereich des dem Schenkel (10) abgewandten Schenkelendes (20, 20‘) erstreckt.

6. Steckbrettaufnahme nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zugelement (18) und dem Sockel (10) eine Schwenkachse (16) des Schenkels (12, 12') angeordnet ist

7. Steckbrettaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Zugelement (18) bis in einen zum Sockel (10) benachbarten Bereich des Schenkels (12, 12‘), insbesondere in die Nähe einer Schwenkachse (16), erstreckt.

8. Steckbrettaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei bewegliche, insbesondere baugleiche, Schenkel (12, 12‘) vorgesehen sind, die um eine gemeinsame Schwenkachse (16) verschwenkbar sind.

9. Steckbrettaufnahme nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (18) zumindest bereichsweise zwischen den Schenkeln (12, 12‘) angeordnet ist und die Schenkel (12, 12‘) aufeinander zu vorspannt.

10. Bausatz für eine Steckbrettaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit zumindest zwei Schenkelpaaren (12, 12‘) unterschiedlicher Größe und/oder wenigstens zwei Sockeln (10) mit unterschiedlichen Befestigungsmitteln (23) zur Befestigung am Steckbrett (26).

11. Steckbrett (26) mit zumindest einer Steckbrettaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 9.

Description:
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckbrettaufnahme eines Steckbretts zum Auslegen eines Kabelbaums eines Fahrzeugs. Bei dem Fahrzeug kann es sich insbesondere um ein Kraftfahrzeug, beispielsweise einen PKW, ein Wohnmobil, einen Bus oder einen LKW handeln.

Ein Kabelbaum umfasst mehrere Einzelleitungen, welche verschiedene Fahrzeugkomponenten miteinander verbinden. So können im Kabelbaum beispielsweise Anschlüsse für die Lichtmaschine, die Beleuchtung, die Blinkanlage, den Motor, das Armaturenbrett und/oder die Heckklappe enthalten sein.

Die Einzelleitungen werden zusammengefasst und miteinander verbunden. Der sich ergebende Kabelbaum kann anschließend verpackt bzw. im Fahrzeug verbaut werden.

Um Gewicht und Material einzusparen, kann für jedes Fahrzeug ein individueller Kabelbaum erstellt werden, abhängig von der jeweiligen Fahrzeugausstattung. Im Kabelbaum sind somit nur die Einzelleitungen enthalten, welche auch benötigt werden. Ein Kabelbaum eines Fahrzeugs ohne Anhängerkupplung enthält beispielsweise auch keine Leitung von und zu einer möglichen Anhängerkupplung.

Die Erstellung fahrzeugindividueller Kabelbäume gestaltet sich jedoch aufwändig und kostenintensiv. So wird nach und nach eine Einzelleitung aus einem Ständersystem herausgenommen und manuell in Halterungen eines sogenannten Steckbretts oder Baubretts eingelegt. Im Steckbrett sind die Halterungen entsprechend einer bestimmten Topologie angeordnet. Die Einzelleitungen werden gemäß den fahrzeugspezifischen Vorgaben ausgelegt und so in eine Montagestruktur umgeformt. Ist dies für alle Einzelleitungen eines Kabelbaums geschehen, werden die Einzelleitungen miteinander verbunden, z.B. gewickelt oder mit Halteteilen fixiert. Der Kabelbaum kann dann manuell von den Halterungen abgenommen und z.B. verpackt werden.

Stand der Technik

Die Einzelleitungen können auch automatisiert, z.B. mittels eines Verlegeroboters, in die Halterungen eingelegt werden. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Einzelleitungen wieder aus der Halterung lösen und beispielsweise herausspringen. Auch können die Einzelleitungen durchhängen, wenn diese nicht sicher in den Halterungen fixiert sind. Dies resultiert schließlich in unordentlich zusammengefassten Kabelbäumen.

DE 20 2007 024 476 A1 offenbart ein Kabelbaumherstellungssystem, mit dem z.B. überprüft werden kann, ob ein Kabel in eine Halterung eingelegt ist. Der Prüfsensor kann durch das Einlegen des Kabels aktiviert werden.

Beschreibung der Erfindung

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, unter Einsatz konstruktiv möglichst einfacher Mittel eine Steckbrettaufnahme sowie ein Steckbrett zu schaffen, mit der bzw. mit dem Kabelbäume zuverlässig gefertigt werden können.

Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den begleitenden Figuren angegeben.

Die erfindungsgemäße Steckbrettaufnahme eines Steckbretts umfasst zumindest einen Sockel zur Befestigung am Steckbrett. Der Sockel kann z.B. eine Bohrung aufweisen, über die die Steckbrettaufnahme auf den Sockel bzw. das Steckbrett aufgesteckt wird. Auch kann ein Gewinde vorgesehen sein, um den Sockel am Steckbrett zu befestigen. Vorzugsweise kann hierbei eine Gewindestange mit einem Innengewinde der Bohrung verschraubt werden. Alternativ kann auch der Sockel eine Gewindestange aufweisen, welche unmittelbar mit dem Steckbrett verschraubt wird. Ferner kann der Sockel z.B. mittels Schrauben am Steckbrett befestigt werden.

Die Steckbrettaufnahme kann insbesondere als Aufnahmegabel ausgebildet sein. Die Aufnahmegabel kann zwei gegensinnig oder komplementär ausgeformte, insbesondere U- oder O-förmig angeordnete, Schenkel umfassen. Das heißt, dass die Schenkel in einem von dem Sockel abgewandten Bereich auch aufeinander zu laufen können, um die O-Form zu bilden. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zumindest ein Schenkel eine L-Form aufweist. Die Schenkel müssen sich also nicht geradlinig von dem Sockel wegerstrecken, sondern können gewölbt oder gebogen sein.

Wenigstens ein Schenkel ist relativ zum Sockel zwischen einer geöffneten Aufnahmeposition zur Aufnahme wenigstens eines Kabels und einer geschlossenen Halteposition zum Halten des Kabels beweglich. Der Schenkel führt insbesondere eine Schwenkbewegung aus. Bei zwei beweglichen Schenkeln führen die Schenkel eine zueinander gegensinnige Bewegung aus.

Die Schenkel bilden zwischen sich einen Aufnahmeraum für das oder die Kabel aus, der in der geöffneten Aufnahmeposition durch die voneinander beabstandeten Schenkelenden zugänglich und in der geschlossenen Halteposition durch die enger zusammengeführten Schenkelenden zumindest verengt oder gar geschlossen ist. Wenn nur ein Schenkel beweglich gelagert ist, kann sich dieser sowohl relativ zu dem Sockel als auch relativ zu dem anderen Schenkel bewegen.

Der Begriff Kabel umfasst u.a. sämtliche, insbesondere mit einer Isolierung ummantelte Drähte aus Metall, z.B. Kupfer oder Aluminium, sowie Koaxialkabel, Lichtleiter, z.B. Glasfaserkabel, und Hohlwellenleiter. Vorzugsweise werden mehrere Kabel in einer gemeinsamen Steckbrettaufnahme aufgenommen.

Bei zumindest zwei Schenkeln kann ein Schenkel beweglich und der andere Schenkel starr sein. Alternativ können auch beide Schenkel relativ zum Sockel beweglich sein.

Das dem Sockel abgewandte Schenkelende kann insbesondere abgeschrägt bzw. abgerundet sein, um das Einführen und Aufnehmen des Kabels zu erleichtern bzw. Beschädigungen des Kabels zu vermeiden.

Die Steckbrettaufnahme umfasst zumindest ein Zugelement, das dazu ausgebildet ist, den Schenkel in der Halteposition zu halten und/oder von der Aufnahmeposition in die Halteposition zu überführen. Das heißt, dass das Zugelement den beweglichen Schenkel auf den anderen Schenkel zu spannt.

Das Zugelement sorgt dafür, dass das Kabel sicher in der Steckbrettaufnahme gehalten wird und sich nicht ungewollt löst, da das Zugelement die Schenkel aufeinander zu spannt.

Vorzugsweise kann das Zugelement getauscht werden, ohne die Steckbrettaufnahme zu demontieren. Dies wird z.B. dadurch ermöglicht, dass jeweils ein Längsende des Zugelements mit einem Schenkel, insbesondere einem dem Sockel zugewandten Ende, in lösbaren Eingriff steht, z.B. eingehängt ist, und aus diesem Eingriff gelöst werden kann. Die Führung des Zugelements entlang der Schenkel erfolgt auf einer dem Aufnahmeraum abgewandten Seite, also einer Außenseite der Schenkel. Der Wechsel gestaltet sich auf diese Weise besonders einfach.

Beim Einbringen des Kabels öffnet sich zumindest ein Schenkel, um das Kabel aufnehmen zu können. Das Öffnen kann insbesondere dadurch erfolgen, dass das Kabel auf die Steckbrettaufnahme gedrückt wird, wobei die Eindrückkraft des Kabels die Vorspannkraft des Zugelements übersteigen sollte. Während des Eindrückens kann das Zugelement also gegenüber der Halteposition gedehnt werden. Sobald das Kabel eingeführt ist, überführt das Zugelement den Schenkel durch seine Vorspannkraft automatisch wieder zurück in die Halteposition und hält das Kabel fest. Der Schenkel verriegelt sich somit gewissermaßen selbst.

Individuelle Kabelbäume können daher zuverlässig erstellt werden, insbesondere auch beim Einsatz von Verlegerobotern. Bei dem automatischen Verlegen gibt es klar definierte Punkte, welche der Roboter nacheinander abfährt. Auf diese Weise wird das Zugelement nicht gerieben und scheuert nicht durch. Der Verschleiß des Zugelements ist beim automatischen Verlegen geringer als beim manuellen Verlegen.

Nach einer ersten Ausführungsform ist der Schenkel um eine Schwenkachse relativ zum Sockel verschwenkbar. Die Schwenkachse kann insbesondere zentral im Sockel angeordnet sein. Vorzugsweise kann der Sockel die Schwenkbewegung begrenzen. Insbesondere kann der Schenkel aus einer senkrechten Position bis etwa 45° verschwenkt werden.

An der Schwenkachse kann eine Kunststoffnabe angeordnet sein. Der Schenkel dann somit an der Kunststoffnabe befestigt und um diese verschwenkt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Zugelement als Gummiband ausgebildet. Insbesondere kann es sich hierbei um einen Gummiring, also ein Endloszugelement, handeln. Dieser kann im Aufnahmebereich doppelt gespannt sein, d.h. das Kabel tritt mit zwei parallelen Abschnitten des Gummibands in Kontakt.

Durch die Elastizität des Gummibands wird sichergestellt, dass für das Kabel genügend Raum zwischen dem Gummiband und dem Schenkel zur Verfügung gestellt wird. Dennoch wird das Kabel sicher gehalten und hängt beispielsweise nicht durch.

Das Gummiband weist insbesondere genügend Haftreibung, also Grip, auf, sodass das Kabel nicht wegrutscht, verrutscht bzw. sich verschiebt.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Zugelement derart angeordnet, dass es das aufgenommene Kabel aus einer Richtung des Sockels stützt. Das Zugelement erfüllt eine Doppelfunktion, da es einerseits dafür sorgt, dass der Schenkel in der Halteposition gehalten bzw. von der Aufnahmeposition in die Halteposition überführt wird. Andererseits sorgt das Zugelement dafür, dass das Kabel abgestützt wird, wenn es sich in der Steckbrettaufnahme befindet.

Das Kabel wird straff gehalten und hängt nicht durch. Das Zugelement stützt das Kabel aus einer dem Sockel zugewandten Richtung ab, sodass sich das Kabel auf dem Zugelement abstützt.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Zugelement zumindest benachbart zu einem dem Sockel abgewandten Schenkelende angeordnet, also vom Steckbrett aus betrachtet im Bereich oberhalb einer Schwenkachse.

Dadurch, dass die Schwenkachse zwischen dem Zugmittel und dem Sockel angeordnet ist, ist die Steckbrettaufnahme insgesamt stabil und das Zugelement wirkt zuverlässig. Der Schenkel strebt stets in die Halteposition.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Zugelement zumindest im Bereich des dem Sockel abgewandten Schenkelendes angeordnet und/oder erstreckt sich in den Bereich des dem Sockel abgewandten Schenkelendes. Im Bereich des oberen Schenkelendes ist die Hebelwirkung besonders groß, d.h. der Schenkel wird durch vergleichsweise wenig Kraftaufwand in die Halteposition überführt bzw. dort gehalten. Durch die Schrägen bzw. Rundungen wird ein erleichtertes Einführen ermöglicht, welches ohne die Schrägen bzw. Rundungen kaum bzw. nicht machbar wäre.

Es ist hierbei ausreichend, dass das Zugelement lediglich im Bereich des oberen Schenkelendes angeordnet ist.

Nach einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich das Zugelement in Richtung des Sockels zu einem zu diesem benachbarten Bereich des Schenkels, insbesondere in die Nähe einer Schwenkachse. Das Zugelement wird in diesem Fall über eine längere Wegstrecke geführt. Das Zugelement kann sich folglich besser dehnen als ein kürzeres, lediglich im Bereich des oberen Schenkelendes angeordnetes Zugelement. Auch ist im unteren Bereich des Schenkels genügend Platz vorhanden, um das Zugelement sicher zu fixieren bzw. umzulenken. Zum Fixieren bzw. Umlenken können im unteren Bereich des Schenkels Haken oder dergleichen vorgesehen sein. Ein Wechsel des Zugelements gestaltet sich dadurch besonders einfach, da die Steckbrettaufnahme insbesondere nicht auseinandergebaut werden muss.

Das Zugelement wird vorzugsweise größtenteils innerhalb des Schenkels, z.B. in einer Führungsnut des Schenkels, geführt und liegt somit im innerhalb des Umrisses des Schenkels verborgen oder zumindest durch den Umriss geschützt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind zwei bewegliche, insbesondere baugleiche, Schenkel vorgesehen, die um eine gemeinsame Schwenkachse verschwenkbar sind. Es können somit zwei Schenkel aufeinander zu verschwenkt werden. Die Schenkel können als Gleichteile ausgebildet sein. Auch kann ein Versatz vorgesehen sein, damit sich die oberen Schenkelenden bündig treffen. In der geschlossenen Halteposition sind die Schenkel insbesondere vertikal orientiert.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Zugelement zumindest bereichsweise zwischen den Schenkeln angeordnet. Das Zugelement spannt die Schenkel aufeinander zu vor. Wirkt keine externe Kraft auf die Steckbrettaufnahme, so ist diese folglich geschlossen. Dies ist konstruktiv deutlich einfacher, als beispielsweise die Verwendung von Druckfedern. Auch ist die Steckbrettaufnahme sowohl in der Aufnahmeposition als auch in der Halteposition äußerst stabil, da alle Bauteile sicher miteinander verbunden sind.

Die Erfindung betrifft auch einen Bausatz für eine erfindungsgemäße Steckbrettaufnahme mit zumindest zwei verschiedenen Schenkelpaaren unterschiedlicher Größe und/oder wenigstens zwei Sockeln mit unterschiedlichen Befestigungsmitteln zur Befestigung am Steckbrett. Die Steckbrettaufnahme lässt sich somit beliebig zusammenstellen und an die jeweiligen Gegebenheiten und Anforderungen anpassen.

Es kann ein Satz mit verschiedenen Schenkel- und/oder Sockelgrößen vorgesehen sein, welche miteinander kombiniert werden können. Vorzugsweise sind auch unterschiedliche Schenkelpaare mit demselben Sockel bzw. unterschiedliche Sockel mit denselben Schenkelpaaren kompatibel.

Als Befestigungsmittel können Bohrungen im Sockel vorgesehen sein. Die Bohrungen können unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Die Durchmesser können zwischen 5 mm und 15 mm, insbesondere etwa die Normgrößen 8 mm, 10 mm oder 12 mm, betragen.

Als Befestigungsmittel kann auch eine Gewindestange am Sockel vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann der Sockel z.B. mittels Schrauben am Steckbrett befestigt werden. Die Steckbrettaufnahme kann dabei direkt mit dem Steckbrett verschraubt werden.

Durch die modulartige Bauweise kann die Steckbrettaufnahme individuell an die Größe des Kabelbaums bzw. die Anzahl der Kabel angepasst werden.

Die Erfindung betrifft auch ein Steckbrett mit zumindest einer erfindungsgemäßen Steckbrettaufnahme. Auch unterschiedliche Steckbrettaufnahmen können am Steckbrett vorgesehen sein.

Je nach Ausgestaltung und Topologie des Kabelbaums können die Anzahl und Positionen der Steckbrettaufnahmen variiert werden. Individuelle Kabelbäume können auf diese Weise erstellt werden. Die Kabel werden dabei stets sicher in den Steckbrettaufnahmen gehalten.

Alle hier beschriebenen Aspekte, Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung können, insbesondere auch losgelöst von der konkreten Ausgestaltung, in deren Zusammenhang sie erwähnt werden, jeweils miteinander kombiniert werden. Insbesondere können alle Gegenstände der abhängigen Ansprüche untereinander und mit jedem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche kombiniert werden.

Figurenbeschreibung

Nachfolgend werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren erläutert. Es zeigen:

1 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Steckbrettaufnahme in der Halteposition,

2 eine Innenansicht der Steckbrettaufnahme gemäß 1,

3 eine Perspektivansicht der Steckbrettaufnahme gemäß 1 in der Aufnahmeposition,

4 eine Perspektivansicht der Steckbrettaufnahme gemäß 1 bei der Aufnahme eines Kabels, und

5 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Steckbretts.

Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen und dienen nur der Erläuterung der Erfindung. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind durchgängig mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt eine Steckbrettaufnahme mit einem Sockel 10 und zwei Schenkeln 12, 12‘, welche relativ zum Sockel 10 bewegbar sind.

Die Schenkel 12, 12‘ sind an einer gemeinsamen Nabe 14 angeordnet. Die Nabe 14 definiert eine Schwenkachse 16, um welche die Schenkel 12, 12‘ zueinander gegensinnig verschwenkt werden können.

Die Steckbrettaufnahme umfasst ferner ein als Gummiband 18 ausgebildetes Zugelement.

Wie in 2 zu sehen ist, erstreckt sich das Gummiband 18 von einem (in 2 unteren) zu dem Sockel 10 benachbarten Bereich eines Schenkels 12 in einen Bereich des (in 2 oberen) Schenkelendes 20, das dem Sockel 10 abgewandt ist. Dort wird das Gummiband 18 zum (in 2 oberen) dem Sockel 10 abgewandten Schenkelende 20‘ des anderen Schenkels 12‘ geführt. Schließlich erstreckt sich das Gummiband 18 in den (in 2 unteren) zu dem Sockel 10 benachbarten Bereich des Schenkels 12‘.

Die zu dem Sockel 10 benachbarten (in 2 unteren) Bereiche der Schenkel 12, 12‘ weisen jeweils als Haken 22 ausgebildete Befestigungsvorrichtungen für das Gummiband 18 auf. Das Gummiband 18 wird an den Haken 22 eingehängt bzw. umgelenkt. Auf diese Weise wird das Gummiband 18 doppelt geführt.

Der Sockel 10 umfasst ein als Bohrung 23 ausgebildetes Befestigungsmittel, über welches die Steckbrettaufnahme an einem Steckbrett befestigt werden kann.

In 3 ist die Steckbrettaufnahme im geöffneten Zustand dargestellt. Die parallelen Abschnitte des Gummibands 18 erstrecken sich hierbei über die Öffnung zwischen den Schenkeln 12, 12‘.

In 4 ist ein Kabel 24 gezeigt, welches in die Steckbrettaufnahme eingeführt wird.

Die oberen Schenkelenden 20, 20‘ sind abgeflacht bzw. abgerundet und um einen Winkel geneigt. Die Aufnahme des Kabels 24 wird auf diese Weise erleichtert.

Durch den Druck des Kabels 24 auf die oberen Schenkelenden 20, 20‘ wird die Vorspannkraft des Gummibandes 18 überwunden und die Schenkelenden 20 werden vorübergehend in eine geöffnete Aufnahmeposition überführt.

Wenn das Kabel 24 aufgenommen ist, werden die Schenkel 12, 12‘ automatisch wieder in die geschlossene Halteposition überführt. Das Gummiband 18 zieht dabei die Schenkel 12, 12‘ wieder zusammen.

Das Kabel 24 ist dadurch sicher zwischen dem Gummiband 18 und den oberen Schenkelenden 20, 20‘ aufgenommen und löst sich nicht ungewollt.

Durch das Gummiband 18 wird das Kabel 24 zudem von unten abgestützt.

Zur Entnahme des Kabels 24 reicht ein Druck von unten auf die oberen Schenkelenden 20, 20‘ aus, um diese wieder zu öffnen. Die Schenkel 12, 12‘ öffnen sich somit automatisch, ohne dass ein manuelles Öffnen erforderlich ist.

5 zeigt einen Ausschnitt eines Steckbretts 26 mit mehreren Steckbrettaufnahmen. Die Schenkel 12, 12‘ befinden sich in der geschlossenen Halteposition. Das Kabel 24 wird somit sicher gehalten. Auch bei einem automatisierten Auslegen des Kabelbaums lösen sich die Kabel 24 auf diese Weise nicht vorzeitig.

Bezugszeichenliste

10
Sockel
12, 12‘
Schenkel
14
Nabe
16
Schwenkachse
18
Gummiband, Zugelement
20, 20‘
Schenkelende
22
Haken, Befestigungsvorrichtung
23
Bohrung, Befestigungsmittel
24
Kabel
26
Steckbrett

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202007024476 A1 [0007]