Title:
Stromzufuhrvorrichtung für Schiebetür eines Möbels
Kind Code:
U1
Abstract:

Vorrichtung zur Stromzufuhr zu einem Türblatt (12) einer Schiebetür eines Möbels, mit einer Führungsschiene (32) und einem auf der Führungsschiene verschiebbar gehaltenem Wagen (36),
wobei die Führungsschiene (32) wenigstens eine Stromschiene (34) aufweist,
wobei der Wagen (36) wenigstens ein Kontaktelement (60) aufweist, das in Kontakt mit der Stromschiene (34) ist,
wobei der Wagen (36) einen Haltevorsprung (56) aufweist, der eine Unterkante einer Halteleiste (50) der Führungsschiene (32) hintergreift, und
wobei die Vorrichtung eine Mitnehmeranordnung (40; 42, 44, 46) zum losen Koppeln des Wagens (36) mit dem Türblatt (12) aufweist.



Application Number:
DE202016103240U
Publication Date:
09/21/2017
Filing Date:
06/20/2016
Assignee:
Halemeier GmbH & Co. KG, 49326 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011057022A1N/A2013-06-27
DE202006002584U1N/A2007-06-28
Attorney, Agent or Firm:
TER MEER STEINMEISTER & PARTNER PATENTANWÄLTE mbB, 33617, Bielefeld, DE
Claims:
1. Vorrichtung zur Stromzufuhr zu einem Türblatt (12) einer Schiebetür eines Möbels, mit einer Führungsschiene (32) und einem auf der Führungsschiene verschiebbar gehaltenem Wagen (36),
wobei die Führungsschiene (32) wenigstens eine Stromschiene (34) aufweist,
wobei der Wagen (36) wenigstens ein Kontaktelement (60) aufweist, das in Kontakt mit der Stromschiene (34) ist,
wobei der Wagen (36) einen Haltevorsprung (56) aufweist, der eine Unterkante einer Halteleiste (50) der Führungsschiene (32) hintergreift, und
wobei die Vorrichtung eine Mitnehmeranordnung (40; 42, 44, 46) zum losen Koppeln des Wagens (36) mit dem Türblatt (12) aufweist.

2. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Mitnehmeranordnung (40) eine Kopplungseinrichtung (42, 44, 46) mit zwei Kopplungselementen (42, 44) umfasst und einen zwischen die Kopplungselemente lose einführbares Mitnehmerelement (46) umfasst.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
wobei die Vorrichtung einen Ausleger (48) zur Montage an dem Türblatt aufweist, welcher Ausleger eines von dem Mitnehmerelement (46) oder der Kopplungseinrichtung aufweist,
wobei der Wagen (36) das andere von dem Mitnehmerelement oder der Kopplungseinrichtung (42, 44) aufweist, und
wobei die Kopplungselemente (42; 44) in Führungsrichtung des Wagens hintereinander beabstandet angeordnet sind und jeweilige, einander gegenüberliegende Stützwände (42a, 44a) für das quer zur Führungsrichtung des Wagens anzuordnende Mitnehmerelement (46) bilden, wobei die Stützwände einen Eingriffsbereich der Mitnehmeranordnung begrenzen und der Eingriffsbereich seitlich offen ist, um ein Einführen des sich quer zur Führungsrichtung des Wagens (36) erstreckenden Mitnehmerelements (46) zu gestatten.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der der Eingriffsbereich beidseitig seitlich offen und nach oben offen ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Führungsschiene (32) seitliche Halteleisten (50) aufweist, die jeweils von einer Unterseite der Führungsschiene vertikal beabstandet sind, wobei der Wagen (36) Haltevorsprünge (56) aufweist, die auf beiden Seiten der Führungsschiene jeweils eine Unterkante der jeweiligen Halteleiste hintergreifen, und wobei die wenigstens eine Stromschiene (34) auf einer Oberseite der Führungsschiene angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das wenigstens eine Kontaktelement ein Rotationselement (60; 64) ist, das drehbar an dem Wagen gelagert ist.

7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das wenigstens eine Kontaktelement (60; 64) federnd an dem Wagen gelagert ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Wagen (36) einen Halteeinsatz (56) für das wenigstens eine Kontaktelement (60; 64) aufweist, wobei der Halteeinsatz federnd an dem Wagen gelagert ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Wagen wenigstens einen Staubabstreifer (63) aufweist, der in Bewegungsrichtung des Wagens vor oder hinter dem wenigstens einen Kontaktelement (60; 64) angeordnet ist und die wenigstens eine Stromschiene (34) berührt.

10. Schiebetür für Möbel, mit einem Türblatt (12), das an einem Möbelkorpus (22) geführt ist und eine integrierte Leuchte (30) aufweist, und mit einer Vorrichtung zur Stromzufuhr zu dem Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Führungsschiene (32) mit dem darauf angeordneten Wagen (36) auf dem Möbelkorpus (22) angeordnet ist und das Türblatt (12) über die Mitnehmeranordnung (40) lose mit dem Wagen gekoppelt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stromzufuhr zu einer Schiebetür eines Möbels, sowie eine Schiebetür für Möbel mit einer solchen Vorrichtung.

DE 20 2006 002 584 U1 beschreibt eine Schiebetür für Möbel mit einer in ein Türblatt der Schiebetür integrierten Leuchte. Das Türblatt ist an einer Führungsschiene geführt, welche eine Leiterbahn aufweist. An dem Türblatt ist ein die Leiterbahn kontaktierender Stromabgriff angeordnet.

DE 10 2011 057 022 A1 beschreibt eine Stromzuführung für eine Schiebetür, bei der eine Koppelung zwischen einem Kontaktwagen einer Stromführungsschiene und einer am beweglichen Möbelteil angeordneten Kabelkonsole über eine Verbindungsstange mit sphärischen Gelenkstellen erfolgt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Stromzufuhr zu einer Schiebetür eines Möbels zu schaffen, die vielseitige Montagemöglichkeiten bei zugleich zuverlässigem Stromabgriff bietet.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Stromzufuhr zu einem Türblatt einer Schiebetür eines Möbels, mit einer Führungsschiene und einem auf der Führungsschiene verschiebbar gehaltenem Wagen, wobei die Führungsschiene wenigstens eine Stromschiene aufweist, wobei der Wagen wenigstens ein Kontaktelement aufweist, das in Kontakt mit der Stromschiene ist, wobei der Wagen einen Haltevorsprung aufweist, der eine Unterkante einer Halteleiste der Führungsschiene hintergreift, und wobei die Vorrichtung eine Mitnehmeranordnung zum losen Koppeln des Wagens mit dem Türblatt aufweist.

Die Führungsschiene wird beispielsweise auf einer Oberseite eines Möbelkorpus angeordnet. Der Wagen kann dann oben auf der Führungsschiene und in Bezug auf das Türblatt nach hinten zurückversetzt angeordnet sein.

Eine Mitnehmeranordnung, die zur losen Koppelung eingerichtet ist, kann in vorteilhafter Weise einen Toleranzausgleich für die Lage des Türblatts relativ zum Möbelkorpus gestatten. Dabei kann durch den auf der Führungsschiene hintergreifend gehaltenen Wagen ein guter Kontakt mit der Stromschiene gesichert werden. Somit wird es ermöglicht, die elektrische Kontaktierung (Stromzufuhr-Kontaktierung) mechanisch zu entkoppeln von einer Führung des Türblatts an einem Möbelkorpus. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn sich beispielsweise das Türblatt während der Nutzungsdauer des Möbels absenken sollte. Die elektrische Kontaktierung erfolgt zwischen Stromschiene und Kontaktelement und ist beispielsweise eine schleifende oder abrollende elektrische Kontaktierung.

Ferner ermöglicht eine Mitnehmeranordnung eine einfache Montage, da ein Eingriff der Mitnehmeranordnung durch geeignete relative Anordnung der Komponenten leicht herzustellen ist, ohne dass dadurch die Montage der Schiebetür am Möbelkorpus erschwert würde.

Vorteilhaft ist weiter, dass ein Aufbau mit einer sehr flachen Führungsschiene ermöglicht wird, wodurch ein Raumkonflikt mit Führungs- und andere Funktionsbeschlägen für Schiebetüren vermieden werden kann.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorzugsweise umfasst die Mitnehmeranordnung eine Kopplungseinrichtung mit zwei Kopplungselementen und einen zwischen die Kopplungselemente lose einführbares Mitnehmerelement (Mitnehmerfinger). Dies ermöglicht einen besonders einfachen und funktionssicheren Aufbau der Mitnehmeranordnung. Das Mitnehmerelement wird in dem Weg der Kopplungselemente angeordnet. Beispielsweise kann der Wagen die Kopplungselemente aufweisen, und das Mitnehmerelement kann an dem Türblatt montiert sein. Es ist aber auch eine umgekehrte Anordnung denkbar, bei dem der Wagen das Mitnehmerelement aufweist.

Der Weg der Kopplungselemente verläuft parallel zur Führungsschiene, da der Wagen an der Führungsschiene geführt ist. Der Weg des Mitnehmerelements verläuft parallel zur Bewegungsrichtung der Schiebetür. Die Längsrichtung des Mitnehmerelements erstreckt sich in horizontaler Richtung quer zur Bewegungsrichtung der Schiebetür. Vorzugsweise bilden die Kopplungselemente einander gegenüberliegende Stützwände für das Mitnehmerelement, an denen sich, je nach Richtung der Bewegung der Schiebetür, das Mitnehmerelement abstützt und den Wagen mitschleppt.

Vorzugsweise weist die Vorrichtung einen Ausleger zur Montage an dem Türblatt auf, welcher Ausleger eines von dem Mitnehmerelement oder der Kopplungseinrichtung aufweist, wobei der Wagen das andere von dem Mitnehmerelement oder der Kopplungseinrichtung aufweist, und wobei die Kopplungselemente in Führungsrichtung des Wagens hintereinander beabstandet angeordnet sind und jeweilige, einander gegenüberliegende Stützwände für das quer zur Führungsrichtung des Wagens anzuordnende Mitnehmerelement bilden, wobei die Stützwände einen Eingriffsbereich der Mitnehmeranordnung begrenzen und der Eingriffsbereich seitlich offen ist, um ein Einführen des sich quer zur Führungsrichtung des Wagens erstreckenden Mitnehmerelements zu gestatten. Dies ermöglicht eine besonders einfache Montage und erlaubt einen großen Toleranzausgleich. Besonders bevorzugt ist der Eingriffsbereich beidseitig seitlich offen und nach oben offen. Dies ermöglicht ein besonders einfaches und funktionssicheres Zusammenwirken und eine einfache Montage.

Vorzugsweise weist die Führungsschiene seitliche Halteleisten auf, die jeweils von einer Unterseite der Führungsschiene vertikal beabstandet sind, wobei der Wagen Haltevorsprünge aufweist, die auf beiden Seiten der Führungsschiene jeweils eine Unterkante der jeweiligen Halteleiste hintergreifen, und wobei die wenigstens eine Stromschiene auf einer Oberseite der Führungsschiene angeordnet ist. Dies ermöglicht einen besonders flachen Aufbau der Führungsschiene.

Vorzugsweise ist das wenigstens eine Kontaktelement ein Rotationselement, das drehbar an dem Wagen gelagert ist. Als Rotationselemente können beispielsweise Rollen oder Kugeln verwendet werden. Vorteilhaft ist, dass durch ein Rotationselement Bürstenfeuer oder Funkenflug vermieden werden kann. Dies ist besonders wichtig, wenn eine hohe elektrische Leistung übertragen werden soll, beispielsweise bis zu 60 W, entsprechend einem Strom von 12 A bei einer Gleichspannung von 5 V.

Vorzugsweise ist das das wenigstens eine Kontaktelement federnd an dem Wagen gelagert, insbesondere um das wenigstens eine Halteelement gegen eine zugeordnete Stromschiene zu pressen. Beispielsweise kann es sich um eine federnd gelagertes kolbenartiges Kontaktelement handeln.

Vorzugsweise weist der Wagen einen Halteeinsatz für das wenigstens eine Kontaktelement auf, wobei der Halteeinsatz federnd an dem Wagen gelagert ist, insbesondere um das wenigstens eine Halteelement gegen eine zugeordnete Stromschiene zu pressen. Dadurch kann insbesondere bei einem rotierenden Kontaktelement ein ausreichender Anpressdruck des Kontaktelements an die zugeordnete Stromschiene auf zuverlässige Weise erzielt werden. Es können mehrere Kontaktelemente an einem Halteeinsatz angeordnet sein. Der Wagen kann mehrere Halteeinsätze für jeweils wenigstens ein Kontaktelement aufweisen.

Wenn das Kontaktelement gegen die Stromschiene gepresst wird, dann sich der Wagen über den Haltevorsprung an der Halteleiste von unten abstützen, wobei der Haltevorsprung an der Halteleiste gleitend beweglich ist. Dies ermöglicht eine leichtgängige Führung an der Führungsschiene.

Das wenigstens eine Rotationselement ist beispielsweise drehbar an dem Halteeinsatz gelagert. Dies ermöglicht eine besonders gute, leichtgängige und sichere elektrische Kontaktierung.

Vorzugsweise weist der Wagen wenigstens einen Staubabstreifer auf, der in Bewegungsrichtung des Wagens vor oder hinter dem wenigstens einen Kontaktelement angeordnet ist und die wenigstens eine Stromschiene berührt. Staub, der sich etwa auf der Stromschiene angesammelt hat, kann dadurch geräumt werden. Dies verbessert die Zuverlässigkeit der elektrischen Kontaktierung. Als Staubabstreifer können z.B. Staubleisten oder Staubbürsten verwendet werden.

Die Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Schiebetür für Möbel, mit einem Türblatt, das an einem Möbelkorpus geführt ist und eine integrierte Leuchte aufweist, und mit einer Vorrichtung zur Stromzufuhr zu dem Türblatt der beschriebenen Art, wobei die Führungsschiene mit dem darauf angeordneten Wagen auf dem Möbelkorpus angeordnet ist und das Türblatt über die Mitnehmeranordnung lose mit dem Wagen gekoppelt ist.

Die Leuchte kann eine rein dekorative Funktion haben und/oder zum Ausleuchten des Raumes vor der Schiebetür oder ggf. auch des Innenraums des Möbels hinter der Schiebetür dienen.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen vertikalen Teilschnitt durch ein Schrankmöbel mit einer Schiebetür mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Stromzufuhr;

2 eine Vorderansicht eines Wagens und einer Führungsschiene der Stromzufuhrvorrichtung;

3 einen Schnitt durch die Führungsschiene und den Wagen;

4 eine schematische Ansicht der Unterseite des Wagens;

5 ein anderes Ausführungsbeispiel des Wagens;

6 eine schematische Ansicht von drei Türblättern des Schrankmöbels von oben, mit Stromzufuhrvorrichtungen für die drei Türblätter; und

7 eine Ansicht entsprechend 6, mit geöffneter Schiebetür.

In 1 ist in einer Teilansicht ein Schrankmöbel 10 dargestellt, das eine Schiebetür mit einem ersten Türblatt 12 und einem zweiten Türblatt 14 aufweist. In der gezeigten Position ist das erste Türblatt 12 vor dem zweiten Türblatt 14 angeordnet. Das erste Türblatt 12 ist mit Führungselementen, umfassend eine Schiene 16, Rollen 18 und einen Tragausleger 20 an dem Möbelkorpus 22 geführt. Das zweite Türblatt 14 ist mit Führungselementen, umfassend die Schiene 16 oder eine weitere Schiene, sowie Rollen 24 an dem Möbelkorpus 22 geführt. Der Tragausleger 20 des ersten, äußeren Türblatts 12 umgreift den oberen Rand des zweiten, inneren Türblatts 14, so dass die mit dem ersten Türblatt 12 und dem zweiten Türblatt 14 jeweils mitgeführten Führungselemente 18, 20 bzw. 24 außerhalb des Wegs des jeweils anderen Türblatts und der davon mitgeführten Führungselemente sind.

Ein Funktionsbeschlag in Form einer Fangeinrichtung 26 für das erste Türblatt 12 ist oberhalb der Schiene 16 angeordnet. Insbesondere verläuft ein Fangarm 28 der Fangeinrichtung 26 quer oberhalb der Schiene 16. Die Fangeinrichtung 26 ist in bekannter Weise dazu eingerichtet, das erste Türblatt 12 bei Erreichen einer vorbestimmten Verschiebeposition zu fangen und in der Position zu halten.

An seiner Vorderseite weist das Türblatt 12 eine integrierte Leuchte 30 auf, beispielsweise in der Form einer LED-Zeile. Eine Stromversorgung der Leuchte 30 erfolgt über eine auf der Oberseite des Möbelkorpus 22 montierte Führungsschiene 32 mit integrierten Stromschienen 34. Die Stromschienen 34 sind elektrisch mit einem außerhalb der Bewegungsbahn der Führungselemente 18, 20, 24 angeordneten Einspeiser verbunden. Eine Stromzufuhr von den Stromschienen 34 zu dem Türblatt 12 erfolgt über einen auf der Führungsschiene 32 gleitend geführten Wagen 36 und wenigstens eine elektrische Zuleitung 38, die den Wagen 36 mit der Leuchte 30 verbindet.

Der Wagen 36 wird von dem ersten Türblatt 12 beim Verschieben des Türblatts mittels einer Mitnehmeranordnung 40 mitgeschleppt.

Wie die 2 und 3 deutlicher zeigen, umfasst die Mitnehmeranordnung 40 einen Kopplungsbügel 42, der zusammen mit einem Körper 44 des Wagens 36 eine Kopplungseinrichtung mit zwei einander gegenüberliegenden Stützwänden 42a, 44a bildet. Der Kopplungsbügel 42 und der Körper 44 bilden Kopplungselemente der Kopplungseinrichtung. Zwischen den Stützwänden 42a, 44a ist seitlich ein Mitnehmerelement 46 eingeführt in Form eines Mitnehmerfingers, der über einen Ausleger 48 fest am ersten Türblatt 12 montiert ist. Beispielsweise bildet ein vorderer Endabschnitt des Auslegers 48 den Mitnehmerfinger. Die Stützwände 42a, 44a begrenzen einen Eingriffsbereich des Mitnehmerelements 46, der ansonsten nach oben sowie in seitlicher Richtung, d. h. quer zur Führungsrichtung des Wagens 36 auf der Führungsschiene 32, offen ist. Das Mitnehmerelement 46 ist in 2 im Schnitt dargestellt.

Wie deutlicher in 3 zu sehen ist, hat die Führungsschiene 32 seitliche Halteleisten 50, die beispielsweise seitliche Nuten 52 nach oben begrenzen. An der Oberseite der Führungsschiene 32 sind parallel zueinander zwei Stromschienen 34 angeordnet, beispielsweise in einer Vertiefung 54 der Führungsschiene 32. Die Führungsschiene 32 ist beispielsweise aus Kunststoff. Die Stromschienen 34 sind beispielsweise aus Kupfer und versilbert.

Die Führungsschiene 32 hat einen sehr flachen Aufbau, mit einer Höhe von vorzugsweise weniger als 3 mm. Zu diesem Zweck sind die Halteleisten 50 sowie der unterhalb der Halteleisten 50 nach einwärts zurückspringende Teil der jeweiligen Seitenwand der Führungsschiene 32 (d.h. im gezeigten Beispiel der Nutboden der Nut 52) seitlich außerhalb des Bereichs der Stromschienen 34 angeordnet. Insbesondere ist die Führungsschiene 32 außerhalb der Bewegungsbahn der Führungselemente 18, 20, 24 der Schiebetür und außerhalb der Bewegungsbahn des Fangarms 28 der Fangeinrichtung 26 angeordnet, nämlich mit Abstand unterhalb des Fangarms 28.

Wie 3 weiter zeigt, sind am Körper 44 des Wagens 36 am unteren Ende Haltevorsprünge 56 ausgebildet, die die Unterkanten der Halteleiste 50 hintergreifen. Der Wagen 36 umfasst einen Halteeinsatz für Kontaktelemente in Form von Kontaktkugeln 60 zur Kontaktierung einer ihnen jeweils zugeordneten Stromschiene 34. Der Halteeinsatz 58 ist durch eine Feder 62 nach unten vorgespannt, so dass die Kontaktkugeln 60 an die Stromschienen 34 angepresst werden. Die in Eingriff mit den Halteleisten 50 stehenden Haltevorsprünge 56 führen den Wagen 36 gleitend an der Führungsschiene 32.

Wie in 4 genau zu sehen ist, umfasst der Wagen 36 zwei Halteeinsätze 58, in denen jeweils zwei Kontaktkugeln 60 drehbar gelagert sind. An der Unterseite des Wagens 36 sind Staubabstreifer 63 in Form von Staubbürsten oder Staubleisten angeordnet. Bei der Bewegung des Wagens 36 entlang der Führungsschiene 32 wischen die Staubabstreifer 63 über die Stromschienen 34.

5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel mit Kontaktrollen 64 anstelle der Kontaktkugeln 60. In diesem Beispiel sind die Kontaktelemente in Form der Kontaktrollen 64 federnd an dem Körper 44 des Wagens 36 gelagert, ohne einen separaten Halteeinsatz.

Die jeweiligen Kontaktelemente 60, 64 sind über die elektrischen Zuleitungen 38, beispielsweise in Form einer flexiblen Kabelzuleitung, mit der Leuchte 30 verbunden. Während im gezeigten Beispiel zwei parallele Leiterbahnen 34 an der Führungsschiene 32 vorgesehen sind, ist es auch denkbar, lediglich eine Leiterbahn 34 an der Führungsschiene 32 vorzusehen, und einen zweiten Kontakt durch eine zweite, an anderer Stelle angeordnete Stromschiene herzustellen. Eine Anordnung an der Oberseite des Möbels hat jedoch den Vorteil, dass, etwa bei einem Schrankmöbel, ein Berührungsschutz bereits durch die Lage der Stromschiene gegeben ist.

Die Führungsschiene 32 erstreckt sich mit den Stromschienen 34 mit ihrer Längsrichtung in der Bewegungsrichtung des Türblatts 12, wobei über die Kontaktelemente des Wagens 36 in jeder Position der Schiebetür die Stromschienen 34 kontaktiert werden können.

Wenn das Türblatt 12 bei der Montage in bekannter Weise mit Hilfe der Rollen 18 in die Schiene 16 eingehängt wird, kann bei geeignet positioniertem Wagen 36 automatisch der Ausleger 48 mit dem Mitnehmerelement 46 in die Kopplungseinrichtung 42, 44 eingreifen. Es ist jedoch auch denkbar, den Ausleger 48, beispielsweise aus Kunststoff, mit einer gewissen Flexibilität auszustatten, so dass das Mitnehmerelement 46 nachträglich in den Eingriffsbereich der Mitnehmeranordnung 40 eingehoben werden kann. Der Montageaufwand ist dann am geringsten.

In gleicher Weise wie beschrieben kann auch eine Stromzufuhr zum zweiten, inneren Türblatt 14 erfolgen.

6 zeigt schematisch ein Möbel mit dem ersten, äußeren Türblatt 12 und zwei zweiten, inneren Türblättern 14. So kann beispielsweise durch einen Anschlag 66 die Bewegung des ersten Türblatts 12 relativ zum zweiten Türblatt 14 begrenzt werden, so dass der Tragausleger 20 des ersten Türblatts 12 in Abstand von dem Ausleger 46 des zweiten Türblatts 14 gehalten wird, wie in 7 deutlicher gezeigt ist. Die jeweiligen Leuchten 30 der Türblätter 12, 14 können über die gemeinsame Führungsschiene 32 mit Strom versorgt werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202006002584 U1 [0002]
  • DE 102011057022 A1 [0003]