Title:
Schiebetür, insbesondere Insektenschutztür, und System mit einer Schiebetür
Kind Code:
U1


Abstract:

Schiebetür, insbesondere Insektenschutztür, mit einer Laufschiene, einer dazu parallelen Führungsschiene und einem Türblatt, wobei das Türblatt mittels mindestens zweier Rollen längs der Laufschiene und mittels mindestens eines Zapfens längs der Führungsschiene bewegbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (6) eine Längsöffnung (6.1) für den Eingriff des Zapfens (12) aufweist und im Wesentlichen senkrecht zur Eingriffsebene des Zapfens (12) eine die Längsöffnung (6.1) abdeckende Bürste (14) an der Führungsschiene (6) angeordnet ist.




Application Number:
DE202016103098U
Publication Date:
09/06/2016
Filing Date:
06/10/2016
Assignee:
m & s Sprossenelemente GmbH, 33142 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011085044A1N/A2013-04-25



Attorney, Agent or Firm:
Tarvenkorn & Wickord Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, 33100, Paderborn, DE
Claims:
1. Schiebetür, insbesondere Insektenschutztür, mit einer Laufschiene, einer dazu parallelen Führungsschiene und einem Türblatt, wobei das Türblatt mittels mindestens zweier Rollen längs der Laufschiene und mittels mindestens eines Zapfens längs der Führungsschiene bewegbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (6) eine Längsöffnung (6.1) für den Eingriff des Zapfens (12) aufweist und im Wesentlichen senkrecht zur Eingriffsebene des Zapfens (12) eine die Längsöffnung (6.1) abdeckende Bürste (14) an der Führungsschiene (6) angeordnet ist.

2. Schiebetür (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufflächen (4.1) für die Rollen (10) im Inneren der Laufschiene (4) angeordnet sind.

3. Schiebetür (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (14) lösbar an der Führungsschiene (6) angeordnet ist und die Führungsschiene (6) eine Längsnut (6.2) zur Aufnahme der Bürste (14) aufweist.

4. Schiebetür (2) nach einem der Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (6) einen der Längsnut (6.2) gegenüberliegenden Anschlag (6.4) für die Bürste (14) aufweist, wobei sich der Anschlag (6.4) senkrecht zur Eingriffsebene des Zapfens (12) erstreckt.

5. Schiebetür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (6) eine Durchstecköffnung (6.6) für ein Werkzeug aufweist.

6. System, das eine Schiebetür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und mindestens ein Bodenteil (16, 20) aufweist, wobei die Führungsschiene (6) lösbar an dem Bodenteil (16, 20) befestigbar ist.

7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (16) und die Führungsschiene (6) zueinander korrespondierende erste Formschlussmittel (6.7, 16.1) aufweisen.

8. System nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (20) als Türschwellenverlängerung (20) ausgebildet ist und derart an einer Türschwelle (18) lösbar angeordnet ist, dass die Türschwelle (18) in Richtung Schiebetür (2) verlängert ist.

9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (20) und die Türschwelle (18) an einer ersten Kante einer Verbindungsebene zueinander korrespondierende Gelenkteile (18.1, 20.1) eines Gelenks und an einer zweiten Kante der Verbindungsebene, die der ersten gegenüberliegt, zueinander korrespondierende Rastmittel (18.2, 20.2) aufweisen.

10. System nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Türschwelle (18) einen Absatz (18.3) aufweist und das Bodenteil (16) zur rollstuhltauglichen Gestaltung der Türschwelle (18) als ein Ausgleichselement (16) ausgebildet ist, wobei das Ausgleichselement (16) und die Türschwelle (18) oder die Türschwellenverlängerung (20) zueinander korrespondierende zweite Formschlussmittel (16.2, 20.3) aufweisen.

11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das an dem Ausgleichselement (16) ausgebildete zweite Formschlussmittel (16.2) ein Gleichteil zu dem an der Führungsschiene (6) ausgebildeten ersten Formschlussmittel (6.7) ist.

12. System nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (6) und/oder die Laufschiene (4) und/oder das mindestens eine Bodenteil (16, 20) und/oder die Türschwelle (18) aus einem Konstruktionsprofil hergestellt ist/sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Schiebetür, insbesondere eine Insektenschutztür, mit einer Laufschiene, einer dazu parallelen Führungsschiene und einem Türblatt, wobei das Türblatt mittels mindestens zweier Rollen längs der Laufschiene und mittels mindestens eines Zapfens längs der Führungsschiene bewegbar angeordnet ist.

Gattungsgemäße Schiebetüren sind bereits bekannt. Beispielsweise zeigt die DE 10 2011 085 044 A1 eine als Insektenschutz-Schiebeanlage ausgebildete Schiebetür der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art. In der DE 10 2011 085 044 A1 geht es im Wesentlichen um die Verbesserung einer Sicherungsvorrichtung, die insbesondere dazu dient, die bekannte Schiebetür in deren Endlagen zu sichern.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schiebetür, insbesondere Insektenschutztür, anzugeben, bei der die Funktionssicherheit weiter verbessert ist.

Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene eine Längsöffnung für den Eingriff des Zapfens aufweist und im Wesentlichen senkrecht zur Eingriffsebene des Zapfens eine die Längsöffnung abdeckende Bürste an der Führungsschiene angeordnet ist.

Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Schiebetür besteht darin, dass durch die Bürste die Längsöffnung in der Führungsschiene, bis auf den Eingriffsbereich des mindestens einen Zapfens, sicher abgedeckt ist. Dies gewährleistet eine einwandfreie Funktion der Schiebetür, auch über einen langen Zeitraum. Ein ungewünschtes Eindringen von Schmutz und anderen Fremdgegenständen ist somit wirksam verhindert. Dies ist besonders von Vorteil, wenn die erfindungsgemäße Schiebetür im Außenbereich zum Einsatz kommt.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schiebetür sieht vor, dass die Laufflächen für die Rollen im Inneren der Laufschiene angeordnet sind. Auf diese Weise sind auch die Laufflächen für die Rollen und die Rollen besser vor Schmutz und dergleichen geschützt. Auch ist dadurch die Ästhetik der Schiebetür verbessert.

Grundsätzlich ist die an der Führungsschiene angeordnete Bürste nach Art, Aufbau, Dimensionierung, Material und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Beispielsweise kann die Bürste aus Kunst- oder Naturhaaren hergestellt sein. Andere Materialien sind jedoch ebenfalls denkbar. Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Bürste lösbar an der Führungsschiene angeordnet ist und die Führungsschiene eine Längsnut zur Aufnahme der Bürste aufweist. Im Gegensatz zu einer nicht lösbaren Verbindung von Bürste und Führungsschiene ist dann ein späterer Austausch der Bürste, beispielsweise bei abgenutzten oder beschädigten Bürsten, ermöglicht.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass die Führungsschiene einen der Längsnut gegenüberliegenden Anschlag für die Bürste aufweist, wobei sich der Anschlag senkrecht zur Eingriffsebene des Zapfens erstreckt. Hierdurch ist eine bessere Führung der Bürstenhaare oder Bürstenelemente gewährleistet. Die Bürste bleibt so längere Zeit in der gewünschten Form, so dass dadurch die Standzeit der Bürste verlängert ist.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Führungsschiene eine Durchstecköffnung für ein Werkzeug aufweist. Auf diese Weise lassen sich sonst schwer zugängliche Befestigungselemente, beispielsweise Schrauben oder dergleichen, leichter erreichen. Zum anderen ist dadurch die Ästhetik weiter verbessert.

Neben der erfindungsgemäßen Schiebetür betrifft die Erfindung auch ein System mit einer Schiebetür nach Anspruch 6.

Insbesondere vorteilhaft ist, dass das erfindungsgemäße System eine hohe Flexibilität hinsichtlich sehr unterschiedlicher Einbausituationen aufweist. Darüber hinaus ist der Austausch einzelner Bestandteile des erfindungsgemäßen Systems leicht vornehmbar. Dies gilt vor allem für die Führungsschiene.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass das Bodenteil und die Führungsschiene zueinander korrespondierende erste Formschlussmittel aufweisen. Hierdurch ist zum einen eine sichere Fixierung in mindestens einer Raumrichtung ermöglicht. Zum anderen ist dadurch auch eine verbesserte Positionierung der Führungsschiene zu dem Bodenteil erreichbar.

Grundsätzlich ist das Bodenteil in Anordnung, Form, Dimensionierung, Material und Konstruktionsprinzip in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Besonders vorteilhaft ist, dass das Bodenteil als Türschwellenverlängerung ausgebildet ist und derart an einer Türschwelle lösbar angeordnet ist, dass die Türschwelle in Richtung Schiebetür verlängert ist. Auf diese Weise lässt sich die Türschwelle mittels des Bodenteils, je nach den Gegebenheiten des Einzelfalls, verlängern. Beispielsweise lassen sich so durch das Vorhalten voneinander verschiedener Bodenteile Türschwellen unterschiedlicher Länge realisieren. Dies erlaubt eine höhere Flexibilität bei gleichzeitiger Reduzierung der Bauteilevielfalt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass das Bodenteil und die Türschwelle an einer ersten Kante einer Verbindungsebene zueinander korrespondierende Gelenkteile eines Gelenks und an einer zweiten Kante der Verbindungsebene, die der ersten gegenüberliegt, zueinander korrespondierende Rastmittel aufweisen. Hierdurch ist eine Montage und Demontage des Bodenteils und der Türschwelle ohne Werkzeugeinsatz ermöglicht. Die Montage und Demontage ist dadurch auch kraftsparender durchführbar.

Üblicherweise sind Türschwellen mit einem Absatz ausgeführt. Dieser Absatz ist in vieler Hinsicht hinderlich. Beispielsweise stellt der Absatz für Rollstuhlfahrer ein schwer oder aus eigener Kraft nicht überwindbares Hindernis dar. Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der beiden letztgenannten Ausführungsformen sieht deshalb vor, dass bei derartigen Türschwellen mit Absatz das Bodenteil zur rollstuhltauglichen Gestaltung der Türschwelle als ein Ausgleichselement ausgebildet ist, wobei das Ausgleichselement und die Türschwelle oder die Türschwellenverlängerung zueinander korrespondierende zweite Formschlussmittel aufweisen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Ausführungsform sieht vor, dass das an dem Ausgleichselement ausgebildete zweite Formschlussmittel ein Gleichteil zu dem an der Führungsschiene ausgebildeten ersten Formschlussmittel ist. Damit ist gemeint, dass die vorgenannten Formschlussmittel insoweit die gleiche Form aufweisen, um wechselweise mit den jeweils korrespondierenden Formschlussmitteln in gewünschter Weise zusammenzuwirken. Entsprechend ist es möglich, dass das an dem Ausgleichselement ausgebildete zweite Formschlussmittel mit dem zu dem an der Führungsschiene ausgebildeten ersten Formschlussmittel korrespondierenden Formschlussmittel eines anderen Bodenteils zusammenwirken kann und umgekehrt.

Grundsätzlich ist/sind die Führungsschiene und/oder die Laufschiene und/oder das mindestens eine Bodenteil und/oder die Türschwelle nach Art, Form, Anordnung, Dimensionierung, Material und Herstellungsverfahren in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Vorteilhafterweise ist/sind die Führungsschiene und/oder die Laufschiene und/oder das mindestens eine Bodenteil und/oder die Türschwelle aus einem Konstruktionsprofil hergestellt. Konstruktionsprofile, beispielsweise im Strangpressverfahren hergestellte Stangenprofile aus Aluminium oder im Extrusionsverfahren hergestellte Stangenprofile aus Kunststoff, sind kostengünstig herstellbar und leicht weiter zu verarbeiten.

Aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung zu entnehmen. Dort erwähnte Merkmale können jeweils einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Erfindungsgemäß beschriebene Merkmale und Details der Schiebetür gelten selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System und umgekehrt. So kann auf die Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen werden.

Die Zeichnungen dienen lediglich beispielhaft der Klarstellung der Erfindung und haben keinen einschränkenden Charakter. Gleiche oder gleichwirkende Bauteile sind in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems mit einer erfindungsgemäßen Schiebetür in einer teilweisen Schnittdarstellung,

2 das Ausführungsbeispiel in einer weiter reduzierten Ansicht analog zur 1,

3 die Führungsschiene des Ausführungsbeispiels in einer Schnittdarstellung und

4 eine Detailansicht des Ausführungsbeispiels im Bereich der Führungsschiene.

1 bis 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems mit einer erfindungsgemäßen Schiebetür. Die als Insektenschutztür ausgebildete Schiebetür 2 weist eine Laufschiene 4, eine dazu parallel angeordnete Führungsschiene 6 und ein Türblatt 8 auf. Das Türblatt 8 besteht aus einem umlaufenden Rahmen 8.1 und einer Füllung 8.2, wobei die Füllung 8.2 hier als ein Insektenschutznetz ausgebildet ist; siehe 2.

In 1 und 2 ist der Übersichtlichkeit wegen lediglich der obere und der untere Schenkel des umlaufenden Rahmens 8.1 dargestellt. Aus gleichem Grund ist die Füllung 8.2 nur teilweise sichtbar. Die Laufschiene 4, die Führungsschiene 6 und der Rahmen 8.1 sind jeweils aus stranggepressten Aluminiumprofilen hergestellt.

Das Türblatt 8 ist mittels zweier Doppelrollen 10, von denen in 2 lediglich eine Doppelrolle 10 dargestellt ist, beweglich an der in Einbaulage der Schiebetür 2 oben angeordneten Laufschiene 4 aufgehängt. Die Doppelrollen 10 sind auf dem Fachmann bekannte Weise an dem Rahmen 8.1 des Türblatts 8 befestigt. Entsprechend wurde in den Fig. auf eine detaillierte Darstellung verzichtet. Die Laufflächen 4.1 für die Doppelrollen 10 sind hier im Inneren der Laufschiene 4 angeordnet, so dass die Laufschiene 4 eine ansprechende Ästhetik aufweist. Zum anderen sind dadurch sowohl die Laufflächen 4.1 wie auch die Doppelrollen 10 wirksam vor Verschmutzung geschützt.

In dem unteren Schenkel des Rahmens 8.1 sind zwei voneinander in Längsrichtung des unteren Schenkels des Rahmens 8.1 beabstandete Zapfen 12 auf dem Fachmann ebenfalls bekannte Weise befestigt. Von den Zapfen 12 ist in 2 lediglich ein Zapfen 12 sichtbar. In der in 1, 2 und 4 dargestellten Einbaulage der Schiebetür 2 befinden sich die Zapfen 12 in Eingriff mit einer in der Führungsschiene 6 ausgebildeten Längsöffnung 6.1; siehe 4. Die Hauptausdehnungsrichtung der Längsöffnung 6.1 erstreckt sich dabei entlang der Längsseite der Führungsschiene 6, also in der Schiebeebene der Schiebetür 2. Die Schiebeebene verläuft in 1 bis 4 senkrecht zur Blattebene.

Um die Führungsschiene 6 wirksam vor Schmutz, ungewünschten Fremdgegenständen und dergleichen zu schützen, ist in der Führungsschiene 6 eine Bürste 14 lösbar angeordnet; siehe insbesondere 4. 4 ist das mit einem Kreis markierte Detail aus 1 und 2 in vergrößerter Darstellung.

Die Hauptausdehnungsrichtung der Bürste 14 verläuft senkrecht zur Blattebene und deckt dabei die Längsöffnung 6.1, bis auf die Eingriffsstellen der Zapfen 12, vollständig ab. Die in den 1, 2 und 4 nur grob schematisch dargestellte Bürste 14 besteht aus Kunststofffasern, die in mehreren Reihen hintereinander angeordnet sind. Die Kunststofffasern der Bürste 14 sind auf dem Fachmann bekannte Weise an einem Ende der Bürste 14, in 1, 2 und 4 links dargestellt, eingefasst.

In der dargestellten Einbaulage der Bürste 14 ist diese mit deren eingefassten Ende in eine Längsnut 6.2 der Führungsschiene 6 eingeschoben und durch Haltenasen 6.3 und nicht dargestellte Profilendstücke, welche die Führungsschiene 6 jeweils parallel zur Blattebene abschließen, in deren Lage fixiert.

Der Längsnut 6.2 gegenüberliegend weist die Führungsschiene 6 einen sich senkrecht zur Eingriffsebene der Zapfen 12 erstreckenden Anschlag 6.4 auf. Die Hauptausdehnungsrichtung des Anschlags 6.4 verläuft dabei wiederum in Längsrichtung der Führungsschiene 6, so dass die Bürste 14 über deren gesamte Länge und in der Blattebene nach unten durch den Anschlag 6.4 abgestützt ist.

Die Führungsschiene 6 ist hier lösbar an einem Bodenteil 16 befestigt, wobei das Bodenteil 16 als ein Ausgleichselement ausgebildet ist. Die Befestigung der Führungsschiene 6 an dem Ausgleichselement 16 erfolgt hier unter anderem mittels Schraubverbindung, die in den Fig. nicht näher dargestellt ist. Für die nicht dargestellte Schraube weist die Führungsschiene 6 ein Schraubloch 6.5 auf; siehe insbesondere 3 und 4. Um die in das Schraubloch 6.5 eingesteckte Schraube leichter mit einem nicht dargestellten Schraubendreher erreichen zu können, weist die Führungsschiene 6 zusätzlich eine dem Schraubloch 6.5 gegenüberliegende Durchstecköffnung 6.6 auf.

Zur besseren Positionierung und Befestigung weisen die Führungsschiene 6 und das Ausgleichselement 16 zueinander korrespondierende erste Formschlussmittel 6.7 und 16.1 auf; siehe insbesondere 3 und 4. Das erste Formschlussmittel 6.7 ist dabei ein an der Führungsschiene 6 ausgebildeter Vorsprung, der in der dargestellten Einbaulage des Systems in das als Öffnung ausgebildete erste Formschlussmittel 16.1 des Ausgleichselementes 16 eingreift. Zum einen ist dadurch eine genaue Positionierung und Ausrichtung der Führungsschiene 6 zum Ausgleichselement 16 erleichtert. Zum anderen dient diese formschlüssige Verbindung der Befestigung der Führungsschiene 6 an dem Ausgleichselement 16, so dass die Schraubverbindung entsprechend geringer dimensioniert werden kann.

Zusätzlich weist das erfindungsgemäße System hier eine Türschwelle 18 auf, die mit einem weiteren Bodenteil 20 lösbar verbunden ist. Das Bodenteil 20 ist als Türschwellenverlängerung ausgebildet und verlängert die Türschwelle 18 in Richtung der Schiebetür 2. Zwecks lösbarer Verbindung weisen die Türschwelle 18 und die Türschwellenverlängerung 20 zueinander korrespondierende Gelenkteile 18.1 und 20.1 auf, die während der Montage und in der dargestellten Einbaulage der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20 ein Gelenk bilden. Das an der Türschwelle 18 ausgebildete Gelenkteil 18.1 ist als Pfanne und dass an der Türschwellenverlängerung 20 ausgebildete Gelenkteil 20.1 ist als Längswulst ausgebildet. Die Hauptausdehnungsrichtung von Pfanne 18.1 und Längswulst 20.1 verläuft jeweils in Längsrichtung der Türschwelle 18 und Türschwellenverlängerung 20, also senkrecht zur Blattebene.

Bei der Montage der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20 wird die Längswulst 20.1 der Türschwellenverlängerung 20 in die Pfanne 18.1 der Türschwelle 18 eingesetzt und die Türschwellenverlängerung 20 um das so gebildete Gelenk im Gegenuhrzeigersinn senkrecht zur Blattebene gedreht, bis die zueinander korrespondierenden Rastmittel 18.2, 20.2 der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20 miteinander verrasten. Hier ist das Rastmittel 18.2 als Vorsprung an der Türschwelle 18 und das Rastmittel 20.2 als Vorsprung an der Türschwellenverlängerung 20 ausgebildet, wobei die beiden Rastmittel 18.2 und 20.2 derart ausgeformt sind, dass diese in der dargestellten Einbaulage der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20 einander hintergreifen und dadurch miteinander verrasten.

Die Türschwelle 18 des Ausführungsbeispiels weist einen Absatz 18.3 auf. Um die durch die Türschwellenverlängerung 20 verlängerte Türschwelle 18 auch für Rollstuhlfahrer leichter passierbar zu gestalten, ist der Absatz 18.3 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiels mittels des Ausgleichselements 16 im Wesentlichen ausgeglichen. In der dargestellten Einbaulage des hier exemplarisch erläuterten erfindungsgemäßen Systems bilden Führungsschiene 6, Ausgleichselement 16, Türschwelle 18 und Türschwellenverlängerung 20 eine im Wesentlichen stetig verlaufende, leicht schräge Ebene, die von einem Rollstuhlfahrer leicht überfahren werden kann.

Der an der Führungsschiene 6 ausgebildete Anschlussarm 6.8 übergreift ein in den Fig. nicht dargestelltes benachbartes Umgebungsteil, beispielsweise eine Terassendiele oder dergleichen.

Um das Ausgleichselement 16 mit der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20 lösbar zu verbinden, weisen das Ausgleichselement 16 und die Türschwellenverlängerung 20 zueinander korrespondierende zweite Formschlussmittel 16.2 und 20.3 auf. Das an dem Ausgleichselement 16 ausgebildete zweite Formschlussmittel 16.2 ist ein Vorsprung, der in das als Öffnung in der Türschwellenverlängerung 20 ausgebildete zweite Formschlussmittel 20.3 eingreift. Die Funktionsweise und die damit verbundenen Vorteile sind analog zu den beiden ersten Formschlussmitteln 6.7 und 16.1.

Zusätzliche weitere Verbindungselemente zur Verbindung des Ausgleichselementes 16, der Türschwelle 18 und der Türschwellenverlängerung 20, die in den 1, 2 und 4 dargestellt sind, werden hier mangels Relevanz für das erfindungsgemäße System nicht näher erläutert.

Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das an dem Ausgleichselement 16 ausgebildete zweite Formschlussmittel 16.2 als Gleichteil zu dem an der Führungsschiene 6 ausgebildeten ersten Formschlussmittel 6.7 ausgebildet. Dies hat den großen Vorteil, dass das erfindungsgemäße System in sich sehr variabel ist. Beispielsweise könnte die Führungsschiene 6 mittels des ersten Formschlussmittels 6.7 und des zweiten Formschlussmittels 20.3 auch mit der Türschwellenverlängerung 20 formschlüssig verbunden werden. Entsprechend ist eine Mehrzahl von Einbausituationen durch das erfindungsgemäße System beherrschbar.

Bei Türschwellen ohne Absatz wäre beispielsweise ein Ausgleichselement entbehrlich. Stattdessen könnte eine Führungsschiene dann an einem als Türschwellenverlängerung ausgebildeten Bodenteil befestigt sein. Mehrere in der Länge voneinander verschiedene als Türschwellenverlängerungen ausgebildete Bodenteile ermöglichen eine flexible Anpassung der Türschwellenlänge, ohne dabei von dem erfindungsgemäßen System abweichen zu müssen. Auch ist es denkbar, dass das Bodenteil selbst als Türschwelle ausgebildet ist. Damit entfiele ein zusätzliches als Türschwellenverlängerung ausgebildetes Bodenteil.

Unter dem Begriff „Tür“, also beispielsweise „Schiebetür“, sind auch Tore und Fenster zu verstehen. Bei der erfindungsgemäßen Schiebetür wie auch bei dem erfindungsgemäßen System kann es sich also auch um ein Schiebetor oder Schiebefenster und ein System, das ein Schiebetor oder Schiebefenster aufweist, handeln.

Abweichend von dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kann eine erfindungsgemäße Schiebetür auch einen in der Schiebeebene gekrümmten Verlauf haben, Entsprechend wären die Laufschiene, die Führungsschiene und das Türblatt ebenfalls gekrümmt ausgebildet.

Die Zuordnung der Rollen und Zapfen ist nicht auf die in dem Ausführungsbeispiel gezeigte Zuordnung zu dem Türblatt beschränkt. Auch ist es denkbar, die Rollen und/oder den mindestens einen Zapfen an der Laufschiene und/oder der Führungsschiene anzuordnen.

Gleiches gilt für die räumliche Anordnung der Lauf- und der Führungsschiene. Abweichend von dem Ausführungsbeispiel kann in der Einbaulage einer erfindungsgemäßen Schiebetür die Laufschiene unterhalb und die Führungsschiene oberhalb des Türblattes angeordnet sein.

Auch ist die Schiebetür nicht auf eine Insektenschutztür beschränkt. Vielmehr sind alle Arten von Schiebetüren von der Erfindung umfasst. Beispielsweise kann die Füllung einer erfindungsgemäßen Schiebetür auch als Pollenschutzvlies ausgebildet sein. Jede andere Füllung ist ebenfalls denkbar.

Bezugszeichenliste

2
Schiebetür
4
Laufschiene
4.1
Laufflächen
6
Führungsschiene
6.1
Längsöffnung
6.2
Längsnut
6.3
Haltenasen
6.4
Anschlag
6.5
Schraubloch
6.6
Durchstecköffnung
6.7
erstes Formschlussmittel, als Vorsprung ausgebildet
6.8
Anschlussarm
8
Türblatt
8.1
Rahmen des Türblattes
8.2
Füllung des Türblattes
10
Doppelrollen
12
Zapfen
14
Bürste
16
Bodenteil, als Ausgleichselement ausgebildet
16.1
Erstes Formschlussmittel, als Öffnung ausgebildet
16.2
Zweites Formschlussmittel, als Vorsprung ausgebildet
18
Türschwelle
18.1
Gelenkteil, als Pfanne ausgebildet
18.2
Rastmittel, das an der Türschwelle ausgebildet ist
18.3
Absatz der Türschwelle
20
Bodenteil, als Türschwellenverlängerung ausgebildet
20.1
Gelenkteil, als Längswulst ausgebildet
20.2
Rastmittel, das an der Türschwellenverlängerung ausgebildet ist
20.3
zweites Formschlussmittel, als Öffnung ausgebildet

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011085044 A1 [0002, 0002]