Title:
Türanordnung mit Einbaumechanik
Kind Code:
U1


Abstract:

Türanordnung, umfassend ein Türblatt (12) und eine Türzarge (14), die eine Zargenhauptebene (Z) definiert und die zwei vertikal angeordnete Schenkel (18, 20) und einen Querschenkel (22) umfasst und an der das Türblatt (12) über eine Einbaumechanik (16) schwenkbar gelagert ist, die einen Schlitten (26) umfasst, der beim Verschwenken des Türblatts (12) gegenüber der Türzarge (14) eine Bewegung in dem Querschenkel (22) der Türzarge (14) ausübt und an dem eine erste Schwenkachse (A) definiert ist, um die das Türblatt (12) verschwenkbar ist, an welches über ein Gelenk (34A, 34B) ein Steuerhebel (32A, 32B) angelenkt ist, das eine zweite Schwenkachse (B) definiert, wobei der Steuerhebel (32A, 32B) im Bereich eines vertikalen Schenkels (18) der Türzarge (14) um eine dritte Schwenkachse (C) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich einer der Schwenkachsen (A, B, C) eine Halte- und/oder Betätigungseinrichtung zum Halten des Türblatts (12) in einer vorgegebenen Schwenkstellung und/oder zum Verstellen des Türblatts (12) gegenüber der Türzarge (14) angeordnet ist.




Application Number:
DE202016103018U
Publication Date:
06/30/2016
Filing Date:
06/07/2016
Assignee:
Jeld-Wen Türen GmbH (Spital am Pyhrn, AT)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
advotec. Patent- und Rechtsanwälte, 80538, München, DE
Claims:
1. Türanordnung, umfassend ein Türblatt (12) und eine Türzarge (14), die eine Zargenhauptebene (Z) definiert und die zwei vertikal angeordnete Schenkel (18, 20) und einen Querschenkel (22) umfasst und an der das Türblatt (12) über eine Einbaumechanik (16) schwenkbar gelagert ist, die einen Schlitten (26) umfasst, der beim Verschwenken des Türblatts (12) gegenüber der Türzarge (14) eine Bewegung in dem Querschenkel (22) der Türzarge (14) ausübt und an dem eine erste Schwenkachse (A) definiert ist, um die das Türblatt (12) verschwenkbar ist, an welches über ein Gelenk (34A, 34B) ein Steuerhebel (32A, 32B) angelenkt ist, das eine zweite Schwenkachse (B) definiert, wobei der Steuerhebel (32A, 32B) im Bereich eines vertikalen Schenkels (18) der Türzarge (14) um eine dritte Schwenkachse (C) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich einer der Schwenkachsen (A, B, C) eine Halte- und/oder Betätigungseinrichtung zum Halten des Türblatts (12) in einer vorgegebenen Schwenkstellung und/oder zum Verstellen des Türblatts (12) gegenüber der Türzarge (14) angeordnet ist.

2. Türanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Betätigungsrichtung eine Stelleinrichtung und einen Nocken (38) umfasst, der mit der Stelleinrichtung zusammenwirkt.

3. Türanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinrichtung einen federbelasteten Kolben und insbesondere eine Gasdruckfeder (40) umfasst.

4. Türanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinrichtung an ihrer Stirnseite eine gekrümmte Wirkfläche (42) hat, die vorzugsweise einer Kugelfläche oder einer Zylinderfläche folgt, oder eine Rolle trägt, die an dem Nocken abrollt.

5. Türanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (38) mindestens eine Rast (46A, 46B) aufweist, die einer Öffnungsstellung des Türblatts (12) zugeordnet ist.

6. Türanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (38) eine Rast (44) aufweist, die eine Schließstellung des Türblatts (12) definiert, in der das Türblatt (12) in der Zargenhauptebene (Z) liegt.

7. Türanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Rasten (44, 46A, 46B) ein einer Kurvenbahn folgender Umfangsbereich des Nockens (38) ausgebildet ist.

8. Türanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsbereich bezüglich einer Drehachse des Nockens (38) zentrisch ausgebildet ist.

9. Türanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasten (44, 46A, 46B) jeweils eine Einlaufbahn für die Stelleinrichtungen aufweisen, so dass das Türblatt (12) bei Anordnung der Stelleinrichtung auf der Einlaufbahn mit einem Verstellmoment beaufschlagt ist.

10. Türanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Steuerhebel (32B) vorgesehen ist, der mit dem ersten Steuerhebel (32A) über eine an der Türzarge (14) drehbar gelagerte Synchronstange (36) verbunden ist und der in vertikaler Richtung fluchtend zu dem ersten Steuerhebel (32A) an das Türblatt (12) angelenkt ist.

11. Türanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Dämpfungseinrichtung, die eine Verstellbewegung des Türblatts (12) dämpft.

12. Türanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung mit einem nasenartigen Vorsprung des Nockens zusammenwirkt.

13. Türanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung einen ölgedämpften Kolben umfasst und/oder eine Dämpfungsrolle aufweist.

14. Türanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (26), an dem die erste Schwenkachse (A) ausgebildet ist, über Rollen in einer zargenfesten Laufschiene (28) geführt ist.

15. Türanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Betätigungseinrichtung an der zweiten Schwenkachse (B) oder an der dritten Schwenkachse (C) angeordnet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Türanordnung, umfassend ein Türblatt und eine Türzarge, die eine Zargenhauptebene definiert und die zwei vertikal angeordnete Schenkel und einen Querschenkel umfasst und an der das Türblatt schwenkbar gelagert ist, sowie eine Einbaumechanik, über die die Lagerung des Türblatts an der Türzarge erfolgt.

Eine derartige Türanordnung ist aus der Praxis bekannt und umfasst eine Einbaumechanik, die drei Schwenkachsen definiert, so dass das Türblatt bei seinem Verstellen zwischen einer Schließstellung, in der das Türblatt in der Zargenhauptebene liegt, und einer Öffnungsstellung neben einer Schwenkbewegung auch eine Translation ausübt. Hierzu ist das Türblatt zumindest an seiner oberen Kante schwenkbar an einem Schlitten gelagert, der in einer Führungsbahn des oberen Querschenkels der Türzarge verfahrbar ist. An die obere Kante des Türblatts ist des Weiteren ein Steuerhebel angelenkt, der so über den resultierenden Gelenkpunkt eine zweite Schwenkachse an dem Türblatt definiert. Mit seinem, dem Türblatt abgewandten Ende ist der Steuerhebel im Bereich eines Längsschenkels der Türzarge um eine dritte Schwenkachse schwenkbar. Bei einem Betätigen führt damit das Türblatt eine Schwenkbewegung um die an dem Schlitten definierte Schwenkachse aus. Durch den Steuerlenker, der in Verbindung mit dem Türblatt nach Art eines Kniehebels wirkt, wird das Türblatt parallel zur Zargenhauptebene verlagert. Die griffseitige vertikale Kante des Türblatts folgt bei der Verstellbewegung damit einer Ellipsenbahn.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Türanordnung der vorstehend beschriebenen Art den Bedienkomfort zu erhöhen.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Türanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird also eine Türanordnung vorgeschlagen, die ein Türblatt und eine Türzarge umfasst, die eine Zargenhauptebene definiert und die zwei vertikal angeordnete Schenkel und einen Querschenkel umfasst und an der das Türblatt schwenkbar gelagert ist. Des Weiteren umfasst die Türanordnung eine Einbaumechanik, die einen Schlitten umfasst, an dem eine erste Schwenkachse des Türblatts definiert ist, die sich beim Betätigen des Türblatts in der Zargenhauptebene verlagert, wobei an das Türblatt über ein Gelenk ein Steuerhebel angelenkt ist, der eine zweite Schwenkebene definiert, und der Steuerhebel im Bereich eines Längshebels der Türzarge um eine dritte Schwenkachse schwenkbar ist. An zumindest einer der Schwenkachsen ist eine Halte- und/oder Betätigungseinrichtung zum Halten des Türblatts in einer vorgegebenen. Schwenkstellung und/oder zum Verstellen des Türblatts gegenüber der Türzarge angeordnet. Bei der Türanordnung nach der Erfindung, die ein Türblatt aufweist, das bei seiner Betätigung neben einer Schwenkbewegung auch eine Translation ausübt, ist also zur Erhöhung des Bedienkomforts in Form der Halte- und/oder Betätigungseinrichtung ein Mittel bereitgestellt, das definierte Schwenkstellungen des Türblatts gegenüber der Türzarge halten kann und/oder das das Türblatt ausgehend von einer ersten, insbesondere beliebigen Schwenkstellung in eine definierte und vorzugsweise gehaltene Schwenkstellung bringen kann. Die Türanordnung nach der Erfindung umfasst also eine mechanische Halte- und/oder Bewegungsunterstützung.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Türanordnung nach der Erfindung umfasst die Halte- und/oder Betätigungseinrichtung eine Stelleinrichtung und einen Nocken, der mit der Stelleinrichtung zusammenwirkt. Der Nocken hat eine Drehachse, die mit der Schwenkachse zusammenfällt, an der die Halte- und/oder Betätigungseinrichtung angeordnet ist. Die Stelleinrichtung übt auf den Nocken eine Kraft aus, die diesen entweder in Position hält oder diesen in eine Rotation versetzt. Das Verhalten des Nockens ist abhängig von der Nockenkontur.

Die Stelleinrichtung, die auf den Nocken wirkt, umfasst beispielsweise einen federbelasteten Kolben und insbesondere eine Gasdruckfeder.

Um die Reibung der Stelleinrichtung an dem Nocken gering zu halten, kann die Stelleinrichtung an ihrer Stirnseite eine Rolle tragen, die an dem Nocken abrollt, oder eine gekrümmte Gleitfläche haben, die beispielsweise im Wesentlichen einer Kugelfläche oder einer Zylinderfläche folgt.

Wie bereits oben ausgeführt, kann der Nocken je nach gewünschter Funktion eine spezifische Nockenkontur aufweisen. Beispielsweise weist der Nocken mindestens eine Rast auf, die einer Öffnungsstellung des Türblatts zugeordnet ist. Vorzugsweise weist der Nocken zwei Rasten auf, die jeweils einer Öffnungsstellung zugeordnet sind, so dass das Türblatt der Türanordnung nach der Erfindung aus der Schließstellung in beide Richtungen geschwenkt und dann jeweils in einer Öffnungsstellung gehalten werden kann.

Um zu verhindern, dass das Türblatt aus der Schließstellung in ungewollter Weise verschwenkt, weist der Nocken vorzugsweise mindestens eine Rast auf, die eine Schließstellung des Türblatts definiert, in der das Türblatt in der Zargenhauptebene liegt.

Die Rasten des Nockens sind beispielsweise so angeordnet, dass sie die Schließstellung des Türblatts und zwei Öffnungsstellungen des Türblatts definieren, bei denen das Türblatt jeweils rechtwinkelig zur Zargenhauptebene angeordnet ist.

Der Nocken kann auch so ausgebildet sein, dass er eine Umfangsfläche hat, an der die Stelleinrichtung angreift und die einer Spirallinie folgt, so dass stets eine Schließkraft auf das Türblatt ausgeübt wird.

Bei einer speziellen Ausführungsform der Türanordnung nach der Erfindung ist zwischen zwei Rasten aber ein einer Kurvenlinie folgender Umfangsbereich des Nockens ausgebildet. Wenn dieser Umfangsbereich bezüglich der Drehachse des Nockens zentrisch ausgebildet ist, wirkt keine Stellkraft bzw. kein Verstellmoment, wenn die Stelleinrichtung in diesem Umfangsbereich angreift.

Die Rasten, die an dem Nocken ausgebildet sind, weisen vorzugsweise jeweils eine Einlaufbahn für die Stelleinrichtung auf, so dass das Türblatt bei Anordnung der Stelleinrichtung an der Einlaufbahn mit einem Verstellmoment beaufschlagt ist und selbsttätig die von der jeweiligen Rast definierte Schwenkstellung einnimmt.

Um das Türblatt nach der Erfindung beim Verstellen sauber führen zu können, weist eine zweckmäßige Ausführungsform der Türanordnung nach der Erfindung einen zweiten Steuerhebel auf, der mit dem ersten Steuerhebel über eine an der Türzarge drehbar gelagerte Synchronstange verbunden ist und der fluchtend zu dem ersten Steuerhebel an das Türblatt angelenkt ist.

Denkbar ist es auch, dass das Türblatt selbst von einer Synchronstange durchgriffen ist, die die erste Schwenkachse oder auch die zweite Schwenkachse definiert.

Die Synchronstange, die die zweite oder die dritte Schwenkachse definiert, ist vorzugsweise drehfest mit dem Nocken verbunden, der mit der Stelleinrichtung zusammenwirkt. Über die Synchronstange kann das Verstellmoment von der ersten horizontalen Kante an die zweite horizontale Kante des Türblatts übertragen werden.

Um zu gewährleisten, dass das Türblatt nicht mit hoher Geschwindigkeit in seine Schließstellung oder seine Öffnungsstellung geworfen werden kann, weist eine spezielle Ausführungsform der Türanordnung nach der Erfindung eine Dämpfungseinrichtung auf, die insbesondere mit dem Nocken zusammenwirkt und deren Wirkrichtung vorzugsweise der Wirkrichtung der Stelleinrichtung entgegengerichtet ist. Die Dämpfungseinrichtung ist beispielsweise als Dämpfungsrolle ausgebildet, die an einem ölgedämpften Kolben gelagert ist.

Die Dämpfungseinrichtung kann bei einer speziellen Ausführungsform mit einem nasenartigen Vorsprung des Nockens zusammenwirken.

Um die Verstellbewegung des Türblatts leichtgängig zu halten, kann der Schlitten, an dem die erste Schwenkachse ausgebildet ist, über Rollen in einer zargenfesten Schiene geführt sein.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.

Ausführungsbeispiele einer Türanordnung nach der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

1 eine schematische Seitenansicht einer Türanordnung nach der Erfindung;

2 einen senkrechten Schnitt durch die Türanordnung nach 1 entlang der Linie II-II in 1;

3a bis e einen Schnitt durch die Türanordnung nach 1 entlang der Linie III-III in 1 für verschiedene Stellungen des Türblatts;

4a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 3a in der Schließstellung des Türblatts;

4b eine Halte- und Betätigungseinrichtung der Türanordnung nach 1 in der Schließstellung des Türblatts;

5a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 3e in einer Öffnungsstellung des Türblatts;

5b die Halte- und Betätigungseinrichtung in der Öffnungsstellung des Türblatts;

6a bis g die Halte- und Betätigungseinrichtung zusammen mit einem Steuerhebel einer Einbaumechanik der Türanordnung;

7a bis e Schnittdarstellungen einer alternativen Ausführungsform einer Türanordnung nach der Erfindung, die den Schnittdarstellungen nach den 3a bis e entsprechen;

8a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 7a in der Schließstellung des Türblatts;

8b eine Halte- und Betätigungseinrichtung der Türanordnung nach

7a in der Schließstellung des Türblatts;

9a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 7e in einer Öffnungsstellung des Türblatts;

9b die Halte- und Betätigungseinrichtung in der Öffnungsstellung des Türblatts;

10a bis e Schnittdarstellungen einer weiteren Ausführungsform einer Türanordnung nach der Erfindung, die ebenfalls den Schnittdarstellungen nach den 3a bis e entsprechen;

11a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 10a in der Schließstellung des Türblatts;

11b eine Halte- und Betätigungseinrichtung der Türanordnung nach 10a in der Schließstellung des Türblatts;

12a eine vergrößerte Darstellung des Schnitts nach 10e in einer Öffnungsstellung des Türblatts; und

12b die Halte- und Betätigungseinrichtung in der Öffnungsstellung des Türblatts.

In den 1 bis 6 ist eine Türanordnung 10 dargestellt, welche ein Türblatt 12 umfasst, das über eine Einbaumechanik 16 an einer Türzarge 14 schwenkbar gelagert ist. Die Türzarge 14 umfasst zwei vertikale, das Türblatt 12 in Schließstellung seitlich begrenzende Schenkel 18 und 20 sowie einen horizontalen, das Türblatt 12 in dessen Schließstellung oben begrenzenden Querschenkel 22. Zur manuellen Betätigung weist das Türblatt beidseits jeweils einen Türgriff 24 auf. Die Türzarge 14 ist falzfrei ausgebildet und die Einbaumechanik 16 ist derart ausgelegt, dass das Türblatt 12 aus der in den 1, 2 und 3a dargestellten Schließstellung nach Art einer Schwingtür in beide Schwenkrichtungen in eine Öffnungsstellung gebracht werden kann, in der es gegenüber einer Zargenhauptebene Z rechtwinkelig ausgerichtet ist (vgl. 3e).

Die Einbaumechanik 16 umfasst einen Schlitten 26, der als Laufwagen mit Rollen ausgebildet ist und in einer Laufschiene 28 verfahrbar ist, die in dem Querschenkel 22 der Türzarge 14 angeordnet ist. Die Laufschiene 28 hat unten einen Schlitz, der beidseits jeweils von einem Tragflansch für den Schlitten 26 begrenzt ist und von einem Lagerzapfen 30 durchgriffen ist, der drehbar an dem Schlitten 26 gelagert ist. Der Lagerzapfen 30 definiert damit eine erste Schwenkachse A der Türanordnung 10, Die Einbaumechanik 16 umfasst des Weiteren am oberen Rand bzw. der oberen Kante des Türblatts 12 einen ersten Steuerhebel 32A und am unteren Rand bzw. der unteren Kante des Türblatts 12 einen zweiten Steuerhebel 32B. Die Steuerhebel 32A und 32B sind jeweils über ein Gelenk 34A bzw. 34B mit der jeweiligen horizontalen Kante des Türblatts 12 verbunden, wobei die Gelenke 34A und 34B eine zweite Schwenkachse B der Türanordnung 10 definieren. Die beiden Steuerhebel 32A und 32B sind drehfest mit einer Synchronstange 36 verbunden, die drehbar an dem vertikalen Schenkel 18 der Türzarge 14 gelagert ist und die beiden Steuerhebel 32A und 32B miteinander verbindet. Die Synchronstange 36 definiert eine dritte Schwenkachse C der Türanordnung 10.

Die Synchronstange 36 trägt im Bereich ihres oberen Endes einen Nocken 38, der mit einer Gasdruckfeder 40 zusammenwirkt, die an dem vertikalen Schenkel 18 der Türzarge 14 befestigt ist und über eine halbkugelförmige Wirkfläche 42 mit dem Nocken 38 zusammenwirkt. Alternativ kann der Nocken 38 auch an jeder anderen Position der Synchronstange 36 angeordnet sein.

Der Nocken 38, der drehfest mit den Steuerhebeln 32A und 32B verbunden ist, hat, wie insbesondere 4 zu entnehmen ist, eine Nockenkontur, die eine erste Rast 44 aufweist, die einer Schließstellung (3a, 4a, 4b, 6a) des Türblatts 12 zugeordnet ist, und zwei Rasten 46A und 46B, die jeweils einer Öffnungsstellung des Türblatts 12 zugeordnet sind, in der dieses rechtwinkelig zur Zargenhauptebene Z ausgerichtet ist (vgl. 3e, 5a, 5b, 6g).

Die Rasten 44, 46A und 46B haben jeweils Einlaufbahnen, so dass die Wirkfläche 42 der Gasdruckfeder 40 ausgehend von Scheitelpunkten S der Nockenkontur in die jeweilige Rast 44, 46A bzw. 46B einläuft und damit den Nocken 38 um die Schwenkachse C dreht. Somit wird durch die aus der Gasdruckfeder 40 und dem Nocken 38 gebildete Halte- und Betätigungseinrichtung ein Verstellmoment in das Türblatt 12 eingeleitet, und zwar dadurch, dass aufgrund der erzwungenen Rotation des Nockens 38 die Steuerhebel 32A und 32B verschwenkt werden, was wiederum zu einem Verschwenken des Türblatts 12 um die Schwenkachse A und einer Verlagerung der Schwenkachse A in der Zargenhauptebene Z führt, so dass auch der Schlitten 26 in der Laufschiene 28 verfahren wird.

Durch die vorstehend beschriebene Einbaumechanik hat das Türblatt 12 also drei definierte Stellungen gegenüber der Türzarge 14, die durch die Rasten 44, 46A und 46B definiert sind. Beim Öffnen in eine der Schwenkrichtungen muss das Türblatt 12 soweit bewegt werden, dass die Wirkfläche 42 der Gasdruckfeder 40 den jeweiligen Scheitelpunkt S der Nockenkontur erreicht. Der weitere Verstellvorgang wird durch die Wirkung der Gasdruckfeder 40 unterstützt, bis die Wirkfläche 42 in der jeweiligen Rast 46A bzw. 46B zu liegen kommt, die die jeweilige Öffnungsstellung des Türblatts 12 definiert. Die Anordnung der Gasdruckfeder 40 in Bezug auf den Nocken 38 im Verlauf eines Öffnungsvorgangs ist der in den 6a bis g dargestellten Bewegungsfolge zu entnehmen.

In den 7 bis 9b ist eine alternative Ausführungsform einer Türanordnung 10' dargestellt, die weitgehend der Türanordnung nach den 1 bis 5 entspricht, sich von dieser aber dadurch unterscheidet, dass sie eine Halte- und Betätigungseinrichtung aufweist, die an der oberen Kante des Türblatts 12 angeordnet ist und aus einem Nocken 38' gebildet ist, der an dem oberen Steuerhebel 32A drehfest angeordnet ist und mit einer Gasdruckfeder 40' zusammenwirkt, die entsprechend der in 4 dargestellten Gasdruckfeder ausgebildet ist und in das Türblatt 12 integriert ist. Entsprechend der oben beschriebenen Ausführungsform hat der Nocken 38' drei Rasten, von denen eine einer Schließstellung (7a, 8a, 8b) und zwei jeweils einer Öffnungsstellung des Türblatts 12 zugeordnet sind, in der das Türblatt rechtwinkelig zur Zargenhauptebene Z ausgerichtet ist (7e, 9a, 9b). Der Nocken 38' weist eine Rast 44, in die die Wirkfläche 42 der Gasdruckfeder 40' in der Schließstellung des Türblatts 12 eingreift, und eine Rast 46 auf, in die die Wirkfläche 42 der Gasdruckfeder 40' in den beiden einander abgewandten Öffnungsstellungen des Türblatts 12 eingreift. Die Halte- und Betätigungskraft wird also in der Achse B eingeleitet.

Im Übrigen entspricht die Türanordnung 10' der Türanordnung nach den 1 bis 5.

In den 10 bis 12b ist eine dritte Ausführungsform einer Türanordnung 10'' dargestellt, die ebenfalls weitgehend der Türanordnung nach 1 entspricht, sich von dieser aber dadurch unterscheidet, dass sie eine Halte- und Betätigungseinrichtung aufweist, die im Bereich der ersten Schwenkachse A angeordnet ist und einen Nocken 38'' aufweist, der drehfest mit dem Schlitten 26 verbunden ist und dessen Achse mit der Schwenkachse A zusammenfällt. In das Türblatt 12 ist eine Gasdruckfeder 40'' integriert, die auf die Nockenkontur des Nockens 38'' wirkt und so ein Drehmoment in das Türblatt 12 einträgt, wenn die Wirkfläche 42 der Gasdruckfeder 40'' außerhalb der Rasten des Nockens 38'' angeordnet ist. Durch das Verschwenken des Türblatts 12 um die Schwenkachse A wird der Schlitten 26 aufgrund des Steuerhebels 32A bzw. 32B in der Laufschiene 28 verfahren, so dass das Türblatt 12 neben der Schwenkbewegung auch eine Translation ausführt. Der Nocken 38'' entspricht im Wesentlichen dem Nocken gemäß 4b und umfasst eine Rast 44, in die die Gasdruckfeder 40'' mit ihrer Wirkfläche 42 in der Schließstellung des Türblatts 12 eingreift, und zwei Rasten 46A und 46B. Die Gasdruckfeder 40'' greift mit ihrer Wirkfläche 42 in einer ersten Öffnungsstellung des Türblatts 12 in die Rast 46A ein und in einer zweiten Öffnungsstellung des Türblatts 12, die der ersten Öffnungsstellung abgewandt ist, in die Rast 46B ein. Die Halte- und Betätigungskraft wird bei dieser Ausführungsform also in der Achse A eingeleitet.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen der Türanordnung nach der Erfindung folgen die vertikalen Kanten des Türblatts 12 beim Verstellen jeweils einer Ellipsenbahn.

Bezugszeichenliste

10
Türanordnung
12
Türblatt
14
Türzarge
16
Einbaumechanik
18
Schenkel
20
Schenkel
22
Querschenkel
24
Türgriff
26
Schlitten
28
Laufschiene
30
Lagerzapfen
32A, B
Steuerhebel
34A, B
Gelenk
36
Synchronstange
38
Nocken
40
Gasdruckfeder
42
Wirkfläche
44
Rast
46A, B
Rast