Title:
Trocknungsdüse
Kind Code:
U1
Abstract:

Trocknungsdüse zum Begasen einer laufenden Bedruckstoffbahn (30) in einer Rotationsdruckmaschine, mit einem hohlen Düsenkörper (10; 10', 10''), der einen sich quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn (30) erstreckenden Düsenschlitz (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (10; 10; 10'') ein Innenrohr (16) und ein das Innenrohr umschließendes Außenrohr (14) aufweist, die jeweils in ihrer Umfangswand mindestens eine Austrittsöffnung (24, 26) aufweisen, und dass der Düsenschlitz (12) durch eine Überlappungszone der Austrittsöffnungen (24, 26) des Innenrohres und des Außenrohres gebildet wird und durch Ändern der Winkelstellung des Innenrohres relativ zum Außenrohr verstellbar ist.



Application Number:
DE202016102780U
Publication Date:
08/28/2017
Filing Date:
05/25/2016
Assignee:
Bobst Bielefeld GmbH, 33609 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102004003899A1N/A2004-09-02
DE3313874C2N/A1989-11-30
DE1813334A1N/A1970-06-25
Attorney, Agent or Firm:
Prinz & Partner mbB Patentanwälte Rechtsanwälte, 80335, München, DE
Claims:
1. Trocknungsdüse zum Begasen einer laufenden Bedruckstoffbahn (30) in einer Rotationsdruckmaschine, mit einem hohlen Düsenkörper (10; 10', 10''), der einen sich quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn (30) erstreckenden Düsenschlitz (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (10; 10; 10'') ein Innenrohr (16) und ein das Innenrohr umschließendes Außenrohr (14) aufweist, die jeweils in ihrer Umfangswand mindestens eine Austrittsöffnung (24, 26) aufweisen, und dass der Düsenschlitz (12) durch eine Überlappungszone der Austrittsöffnungen (24, 26) des Innenrohres und des Außenrohres gebildet wird und durch Ändern der Winkelstellung des Innenrohres relativ zum Außenrohr verstellbar ist.

2. Trocknungsdüse nach Anspruch 1, bei der das Innenrohr (16) und das Außenrohr (14) zylindrisch sind und das Innenrohr drehbar in dem Außenrohr gelagert ist.

3. Trocknungsdüse nach Anspruch 1 oder 2, bei der ein erstes der beiden Rohre, Innenrohr (16) und Außenrohr (14), eine schlitzförmige Austrittsöffnung (26) aufweist und das zweite der beiden Rohre eine Austrittsöffnung (24) aufweist, die sich über einen größeren Umfangswinkel erstreckt als die schlitzförmige Austrittsöffnung (26) und die sich in Umfangsrichtung in einer Richtung verjüngt.

4. Trocknungsdüse nach Anspruch 3, bei der die schlitzförmige Austrittsöffnung (26) im Außenrohr (14) gebildet ist.

5. Trocknungsdüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der mindestens eines der beiden Rohre, Innenrohr (16) und Außenrohr (14), mehrere getrennte, über den Umfang verteilte Austrittsöffnungen (26) aufweist, die sich in ihrer Breite unterscheiden.

6. Trocknungsdüse nach Anspruch 2, bei der das Innenrohr (16) und das Außenrohr (14) jeweils eine schlitzförmige Austrittsöffnung (24, 26) aufweisen.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Trocknungsdüse zum Begasen einer laufenden Bedruckstoffbahn in einer Rotationsdruckmaschine, mit einem hohlen Düsenkörper, der einen sich quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn erstreckenden Düsenschlitz aufweist.

In Rotationsdruckmaschinen werden Trocknungsdüsen dazu eingesetzt, die Druckfarbe der auf die Bedruckstoffbahn aufgedruckten Bilder zu trocknen. Dazu wird ein Trocknungsgas, beispielsweise Luft, in den hohlen Düsenkörper eingeleitet, dessen Düsenschlitz auf die Bedruckstoffbahn gerichtet ist, so dass die Bedruckstoffbahn auf ganzer Breite gleichmäßig mit dem Trocknungsgas begast und dadurch getrocknet wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Trocknungsdüse zu schaffen, die sich einfach an unterschiedliche Einsatzfälle anpassen lässt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Düsenkörper ein Innenrohr und ein das Innenrohr umschließendes Außenrohr aufweist, die jeweils in ihrer Umfangswand mindestens eine Austrittsöffnung aufweisen, und dass der Düsenschlitz durch eine Überlappungszone der Austrittsöffnungen des Innenrohres und des Außenrohres gebildet wird und durch Ändern der Winkelstellung des Innenrohres relativ zum Außenrohr verstellbar ist.

Die Erfindung erlaubt es somit, die Konfiguration des Düsenschlitzes an den jeweiligen Bedarf anzupassen, indem durch Verändern der relativen Winkelstellung des Innenrohres und des Außenrohres die Größe der Überlappungszone verändert wird.

Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Länge des Düsenschlitzes in der Richtung quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn an unterschiedliche Bahnbreiten bzw. unterschiedliche Breiten der aufgedruckten Bilder anpassen. Ebenso ist es möglich, die Breite des Düsenschlitzes zu variieren, um den Durchsatz und die Ausströmgeschwindigkeit des Trocknungsgases zu optimieren.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

In einer Ausführungsform ist die Austrittsöffnung des Außenrohres oder des Innenrohres schlitzförmig, während sich die Austrittsöffnung des jeweils anderen Rohres über einen größeren Umfangswinkel erstreckt und sich in Umfangsrichtung in einer Richtung verjüngt. Aufgrund dieser Verjüngung ändert sich die Länge des Düsenschlitzes in Abhängigkeit vom Drehwinkel der beiden Rohre.

In einer anderen Ausführungsform kann das Innenrohr oder das Außenrohr mehrere parallele schlitzförmige Austrittsöffnungen mit unterschiedlicher Breite aufweisen, während das andere dieser beiden Rohre eine schlitzförmige Austrittsöffnung aufweist, deren Breite mindestens der größten Schlitzbreite der Austrittsöffnungen des ersteren Rohres entspricht. Die Breite des Düsenschlitzes lässt sich dann dadurch einstellen, dass einer der mehreren unterschiedlichen breiten Austrittsschlitze des einen Rohres mit dem Austrittsschlitz des anderen Rohres zur Deckung gebracht wird.

Die beiden oben genannten Ausführungsformen lassen sich auch miteinander kombinieren.

In noch einer weiteren Ausführungsform weist jedes der beiden Rohre eine schlitzförmige Austrittsöffnung auf, und die Breite des Düsenschlitzes wird dadurch eingestellt, dass diese beiden schlitzförmigen Austrittsöffnungen mehr oder weniger weit gegeneinander verdreht werden.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Trocknungsdüse gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 eine perspektivische Ansicht eines Innenrohres der Trocknungsdüse nach 1;

3 eine perspektivische Ansicht entsprechend 1, jedoch für eine andere Einstellposition der Trocknungsdüse;

4 einen Querschnitt einer Trocknungsdüse gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel zusammen mit einer über einen Zylinder der Druckmaschine geführten Bedruckstoffbahn; und

5 einen Querschnitt einer Trocknungsdüse gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.

Die in 1 gezeigte Trocknungsdüse weist einen zylindrischen Düsenkörper 10 auf, in dessen Umfangswand ein Düsenschlitz 12 gebildet ist, der sich in Axialrichtung des Düsenkörpers erstreckt. Der Düsenkörper 10 weist ein zylindrisches Außenrohr 14 und ein gleichfalls zylindrisches Innenrohr 16 auf, das von dem Außenrohr 14 eng umschlossen wird.

Im gezeigten Beispiel ist das Außenrohr 14 an beiden Enden offen, während das Innenrohr 16 an den Enden durch Stirnwände 18 abgeschlossen ist. Eine der Stirnwände 18 trägt einen Achsstummel 20, der aus dem offenen Ende des Außenrohres 14 herausragt und es so erlaubt, das Innenrohr 16 in dem Außenrohr 14 zu verdrehen. Die andere, in 1 vom Betrachter abgewandte Stirnwand des Innenrohres 16 weist einen Einlassstutzen 22 auf, über den ein Trocknungsgas, beispielsweise getrocknete oder temperierte Luft, in das hohle Innere des Innenrohres 16 eingeleitet werden kann.

In der Umfangswand des Innenrohres 16 ist eine in der Abwicklung trapezförmige Austrittsöffnung 24 gebildet, die sich an der Basis nahezu über die gesamte Länge des Innenrohres 16 erstreckt, sich jedoch in Umfangsrichtung verjüngt. In der Umfangswand des Außenrohres 14 ist eine schlitzförmige Austrittsöffnung 26 gebildet, deren Länge etwa der Länge der trapezförmigen Austrittsöffnung 24 an deren Basis entspricht und deren Breite die Breite des Düsenschlitzes 12 definiert. Dieser Düsenschlitz wird durch die Überlappungszone zwischen den Austrittsöffnungen 24 und 26 gebildet und lässt sich somit in seiner Länge (in Axialrichtung des Düsenkörpers 10) variieren, indem das Innenrohr 16 relativ zu dem Außenrohr 14 verdreht wird. Dabei kann der Achsstummel 20 als Drehhandhabe dienen, an dem wahlweise auch ein motorischer Drehantrieb angreifen kann, so dass eine automatische Verstellung der Breite des Düsenschlitzes 12 ermöglicht wird.

Die äußere Umfangsfläche des Innenrohres 16 kann vollflächig an der inneren Umfangsfläche des Außenrohres 14 anliegen, so dass praktisch keine Trocknungsluft durch einen zwischen Innen- und Außenrohr gebildeten Spalt entweichen kann. In einer anderen Ausführungsform können das Innenrohr und das Außenrohr auch durch nicht gezeigte Abstandshalter getrennt sein, so dass der Reibungswiderstand bei einer Drehung des Innenrohres gemindert wird. Die Breite des durch die Abstandshalter gebildeten Spaltes zwischen Innenrohr und Außenrohr sollte jedoch so dimensioniert sein, dass die durch diesen Spalt entweichende Leckströmung vernachlässigbar ist.

In 2 ist das Innenrohr 16 gesondert dargestellt, so dass die Austrittsöffnung 24 deutlicher zu erkennen ist. Diese Austrittsöffnung erstreckt sich über einen Umfangswinkel des Innenrohres 16, der deutlich größer ist als der Umfangswinkel, über den sich die schlitzförmige Austrittsöffnung 26 des Außenrohres erstreckt. Im Extremfall kann sich die Austrittsöffnung 24 über einen Umfangswinkel von bis zum 360° erstrecken.

3 zeigt wieder den kompletten Düsenkörper 10, jedoch in einem Zustand, in dem das Innenrohr 16 gegenüber dem Außenrohr 14 so verdreht ist, dass die Überlappungszone zwischen den Austrittsöffnungen 24 und 26, die den Düsenschlitz 12 bildet, eine größere Länge hat. Auf diese Weise lässt sich die Länge des Düsenschlitzes an die jeweilige Breite einer zu trocknenden Bedruckstoffbahn anpassen.

4 zeigt im Querschnitt einen Düsenkörper 10' einer Trocknungsdüse gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel. Diese Trocknungsdüse ist mit Hilfe nicht gezeigter Halter am Umfang eines Zylinders 28 einer Druckmaschine angeordnet, über den eine Bedruckstoffbahn 30 läuft. Der Düsenkörper 10' erstreckt sich parallel zur Achse des Zylinders 28 mindestens über die gesamte Breite der Bedruckstoffbahn 30 und ist so orientiert, dass sein Austrittsschlitz 12 auf die Bedruckstoffbahn gerichtet ist.

In diesem Beispiel erstreckt sich die Austrittsöffnung 24 des Innenrohres 16 über einen Umfangswinkel von knapp 90° und sie kann etwa die gleiche Form haben wie in 1 bis 3. Das Außenrohr 14 weist dagegen mehrere auf dem Umfang verteilte schlitzförmige Austrittsöffnungen 26, die sich in ihrer Breite unterscheiden.

Die Breite des Düsenschlitzes 12 lässt sich somit variieren, indem das Außenrohr 14 (motorisch oder von Hand) so gedreht wird, dass eine andere der Austrittsöffnungen 26 auf die Bedruckstoffbahn 30 gerichtet ist, Zusätzlich kann durch Drehen des Innenrohres 16 die Länge des Düsenschlitzes 12 in der Richtung quer zur Bedruckstoffbahn variiert werden.

5 zeigt, wiederum im Querschnitt, einen Düsenkörper 10'' gemäß einer weiteren Ausführungsform. In diesem Beispiel hat das Außenrohr 14 nur eine einzige schlitzförmige Austrittsöffnung 26, die auf die Bedruckstoffbahn gerichtet ist, und auch das Innenrohr 16 hat nur eine einzige schlitzförmige Austrittsöffnung 24, die etwa die gleiche Länge und die gleiche Breite hat wie die Austrittsöffnung 26. Durch Verdrehen des Innenrohres 16 kann hier die Breite der Überlappungszone zwischen den Austrittsöffnungen 24 und 26 und damit die effektive Breite des Düsenschlitzes 12 stufenlos variiert werden.