Title:
Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug
Kind Code:
U1
Abstract:

Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug mit einem Türhalter (1) zur Befestigung an einer Schiebetür, mit einer Schiene (2) zur Führung des Türhalters (1) und mit einer an dem Türhalter (1) befestigten Rollenanordnung (3), wobei die Rollenanordnung (3) eine Rolle (4a–d) mit einer Rollenkontur (5) zum Abrollen auf einer Schienenkontur (6) der Schiene (2) aufweist, sodass die Rollenanordnung (3) entlang der Schiene (2) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenkontur (5) derart in die Schienenkontur (6) eingreift, dass zwei winklig zueinander angeordnete Eingriffsflächen (7a, b) entstehen.



Application Number:
DE202016101919U
Publication Date:
07/13/2017
Filing Date:
04/12/2016
Assignee:
Gebr. Bode GmbH & Co. KG, 34123 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE29819076U1N/A1999-02-25
Foreign References:
EP05776691996-10-16
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Bauer Vorberg Kayser Partnerschaft mbB, 50968, Köln, DE
Claims:
1. Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug mit einem Türhalter (1) zur Befestigung an einer Schiebetür, mit einer Schiene (2) zur Führung des Türhalters (1) und mit einer an dem Türhalter (1) befestigten Rollenanordnung (3), wobei die Rollenanordnung (3) eine Rolle (4a–d) mit einer Rollenkontur (5) zum Abrollen auf einer Schienenkontur (6) der Schiene (2) aufweist, sodass die Rollenanordnung (3) entlang der Schiene (2) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenkontur (5) derart in die Schienenkontur (6) eingreift, dass zwei winklig zueinander angeordnete Eingriffsflächen (7a, b) entstehen.

2. Schiebetürführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, durch den Eingriff der Rollenkontur (5) in die Schienenkontur (6) ein Formschluss in einer Vertikalrichtung (8), in welche Vertikalrichtung (8) eine Gewichtskraft wirft, zwischen der Rollenkontur (5) und der Schienenkontur (6) besteht.

3. Schiebetürführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsflächen (7a, b) im Wesentlichen aneinander angrenzen, vorzugsweise, dass die Eingriffsflächen (7a, b) einen Winkel zueinander zwischen 45° und 135° bilden, insbesondere, dass eine Übergangsfläche (9) zwischen den Eingriffsflächen (7a, b) kleiner als beide Eingriffsflächen (7a, b) ist, weiter insbesondere, dass die Übergangsfläche (9) kleiner als jeweils ein Drittel der Eingriffsflächen (7a, b) ist.

4. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenanordnung (3) eine Vielzahl von Rollen (4a–d) mit der Rollenkontur (5) aufweist, vorzugsweise, dass zwei Rollen (4a–d) der Rollenanordnung (3) ein Rollenpaar (10a, b) bilden, welches Rollenpaar (10a, b) an einer gemeinsamen Verbindungsplatte (11a, b) der Rollenanordnung (3) drehbar befestigt ist, insbesondere, dass die Rollenanordnung (3) zwei Verbindungsplatten (11a, b) mit jeweils einem an ihm befestigten Rollenpaar (10a, b) aufweist.

5. Schiebetürführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsplatten (11a, b) insbesondere schwenkbar an einer Grundplatte (12) der Rollenanordnung (3) befestigt sind, vorzugsweise, dass die beiden Verbindungsplatten (11a, b) an der Grundplatte (12) in einer Längsrichtung (14) der Schiene (2) zueinander versetzt angeordnet sind.

6. Schiebetürführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenanordnung (3) eine Federanordnung (15) zum Ausüben einer Zugkraft auf die Verbindungsplatten (11a, b) aufweist, vorzugsweise, dass die Federanordnung (15) eine an beiden Verbindungsplatten (11a, b) befestigte Zugfeder (16) aufweist.

7. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Eingriff der Rollenpaare (10a, b) mit der Schiene (2) die Verbindungsplatten (11a, b), an denen das jeweilige Rollenpaar (10a, b) befestigt ist, winklig zueinander ausgerichtet sind, vorzugsweise, dass die Federanordnung (15) durch die Zugkraft die Verbindungsplatten (11a, b) derart vorspannt, dass ein zwischen den Rollenkonturen (5) und den Schienenkonturen (6) bestehendes Spiel durch ein Verschwenken der Verbindungsplatten (11a, b) aufgehoben wird.

8. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenanordnung (3) über die Grundplatte (12) schwenkbar an dem Türhalter (1) befestigt ist, vorzugsweise, dass die Grundplatte (12) zwischen den beiden Verbindungsplatten (11a, b) an dem Türhalter (1) befestigt ist.

9. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Türhalter (1) zwei miteinander verbundene Haltearme (17a, b) aufweist, welche zur Veränderung des Abstands zwischen der Schiebetür und der Schiene (2) zueinander verschiebbar angeordnet sind.

10. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenkontur (6) an der Schiene (2) nach außen weisend angeordnet ist, vorzugsweise, dass die Schiene (2) zwei gegenüberliegende und nach außen weisende, insbesondere identische, Schienenkonturen (6) aufweist.

11. Schiebetürführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsplatten (11a, b) im Wesentlichen quer zu der Schiene (2) ausgerichtet sind, sodass die jeweilige Rollenkontur (5) der beiden Rollen (4a–d) des an der jeweiligen Verbindungsplatte (11a, b) befestigten Rollenpaars (10a, b) im Eingriff mit der jeweiligen Schienenkontur (6) auf gegenüberliegenden Seiten der Schiene (2) stehen.

12. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (2) eine Öffnung (18) zur Aufnahme der Rolle (4a–d) aufweist und die Schienenkontur (6) eine in der Öffnung angeordnete Innenkontur ist.

13. Schiebetürführung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (2) zwei gegenüberliegende und in der Öffnung (18) angeordnete, insbesondere identische, Schienenkonturen (6) aufweist, vorzugsweise, dass die Verbindungsplatte (11a, b) im Wesentlichen kollinear zu einer Längsrichtung (14) der Schiene (2) angeordnet ist, sodass beide Rollen (4a–d) des an der Verbindungsplatte (11a, b) befestigten Rollenpaars (10a–b) von der Öffnung (18) aufgenommen sind.

14. Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (2) einen Schienenabschnitt (19) mit einem Radius aufweist und die Rollenanordnung (3) entlang des Schienenabschnitts (19) mit dem Radius verschiebbar ist, vorzugsweise, dass die Federanordnung (15) versetzt zu der Schiene (2) in Richtung einer Innenseite des Radius angeordnet ist.

15. Kraftfahrzeug mit einer Schiebetür und mindestens zwei entlang einer Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs verlaufenden und vertikal zueinander versetzten Schiebetürführungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere der mindestens zwei Schiebetürführungen eine Schiebetürführung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 sowie ein Kraftfahrzeug mit einer Schiebetür mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 15.

Schiebetüren an Kraftfahrzeugen werden regelmäßig an zwei oder drei Schienen geführt, welche seitlich an dem Kraftfahrzeug angeordnet sind und in Längsrichtung entsprechend der Fahrtrichtung verlaufen. Dabei kommt den verschiedenen Schienen regelmäßig die Funktion zu, unterschiedliche Belastungen der Schiebetür aufzunehmen. So sieht eine Reihe von herkömmlichen Konstruktionen vor, das Gewicht der Schiebetür im Wesentlichen vollständig durch eine mittlere – bezogen auf eine Vertikalrichtung – von drei Schienen aufzunehmen und die beiden anderen Schienen – insbesondere die vertikal oben angeordnete Schiene – lediglich Zugkräfte in einer Querrichtung zu der obigen Längsrichtung aufnehmen zu lassen.

Gemäß diesem Ansatz sind Schiebetürführungen für ein Kraftfahrzeug aus dem Stand der Technik bekannt, bei denen ein an der Schiebetür befestigter Türhalter eine herkömmliche Rolle aufweist, welche innerhalb eines von einer oberen Führungsschiene gebildeten U-Profils läuft. Diese Konstruktion ist zwar einfach sowie in Herstellung und Montage grundsätzlich unproblematisch, doch ist die entsprechende Schiebetürführung wie oben festgestellt nur für eine Zugbelastung durch den Türhalter ausgelegt. Folglich müssen weitere Kräfte oder Drehmomente durch die anderen Teile der Schiebetürführung oder durch sonstige Konstruktionen aufgenommen werden.

Ausgehend von dem Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung folglich darin, eine Schiebetürführung bereitzustellen, welche in ihren Dimensionen kompakt und in der Herstellung preisgünstig ist und welche zusätzlich zur Aufnahme von Belastungen in weiteren Richtungen geeignet ist.

Bezogen auf eine Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 und bezogen auf ein Kraftfahrzeug mit einer Schiebetür mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 15 wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 15 gelöst.

Die vorschlagsgemäße Schiebetürführung für ein Kraftfahrzeug weist einen Türhalter zur Befestigung an einer Schiebetür, eine Schiene zur Führung des Türhalters und eine an dem Türhalter befestigte Rollenanordnung auf, wobei die Rollenanordnung eine Rolle mit einer Rollenkontur zum Abrollen auf einer Schienenkontur der Schiene aufweist, sodass die Rollenanordnung entlang der Schiene verschiebbar ist. Unter der Rollenkontur und der Schienenkontur ist vorliegend jeweils ein Profil der Rolle bzw. der Schiene in einem Querschnitt zu verstehen, wobei es sich speziell um denjenigen Teil des Profils der Rolle bzw. der Schiene handelt, über den das Abrollen erfolgt. Teile des Profils der Rolle bzw. der Schiene, welche ggf. nur eine Gleitbewegung zueinander ausführen – also eine Relativbewegung unter Auftritt einer Gleitreibung – zählen nicht zu der Rollenkontur bzw. der Schienenkontur in diesem Sinne.

Der obige Querschnitt wird durch die Längsrichtung der Schiene definiert, welche wiederum derjenigen Richtung entspricht, in der die Rollenanordnung entlang der Schiene verschiebbar ist. Diese Längsrichtung kann sich auch abschnittsweise entlang der Schiene verändern indem etwa die Schiene einen kurvigen Verlauf einnimmt.

Die vorschlagsgemäße Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenkontur derart in die Schienenkontur eingreift, dass zwei winklig zueinander angeordnete Eingriffsflächen entstehen. Im streng mathematischen Sinne würde zwar nur eine eindimensionale Eingriffsstrecke zwischen der Rollenkontur und der Schienenkontur vorliegen, in der Praxis liegt aber stets ein zweidimensionaler Kontakt zwischen der Rolle und der Schiene vor, weswegen vorliegend der Begriff der Eingriffsfläche verwendet wird. Winklig bedeutet hier und nachfolgend, dass die beiden Eingriffsflächen einen Winkel zueinander größer als 0° und kleiner als 180° bilden. Die Eingriffsflächen sind dabei für sich nicht notwendigerweise gerade sondern können auch einen insbesondere abschnittsweise kurvigen Verlauf aufweisen.

Bei einer herkömmlichen Rolle aus dem Stand der Technik mit nur einer einzelnen ebenen – gemäß einer Schnittansicht durch die Drehachse der Rolle – Lauffläche, welche in einer Führungsschiene mit einem herkömmlichen U-Profil angeordnet ist, entsteht entsprechend nur eine einzelne, ebene Eingriffsfläche. Diese einzelne Eingriffsfläche verläuft dann regelmäßig vertikal, sodass die Anordnung lediglich für eine Zugbelastung senkrecht zu dieser einzelnen Eingriffsfläche ausgelegt. Diese Richtung für eine Zugbelastung entspricht dann regelmäßig einer seitlichen Querrichtung zu der Längsrichtung des Kraftfahrzeugs.

Indem nun zwei winklig zueinander angeordnete Eingriffsflächen zwischen der Rollenkontur und der Schienenkontur entstehen, können auch Kräfte in weiteren Richtungen aufgenommen werden. Insgesamt kann die vorschlagsgemäße Schiebetürführung also zusätzliche Stützaufgaben übernehmen, sodass die übrigen Führungsschienen des Kraftfahrzeugs für die Schiebetür entsprechend entlastet werden können.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass durch den Eingriff der Rollenkontur in die Schienenkontur ein Formschluss in einer Vertikalrichtung, in welche Vertikalrichtung eine Gewichtskraft wirkt, zwischen der Rollenkontur und der Schienenkontur besteht. Diese Gewichtskraft kann dabei von der Schiebetür, von dem Türhalter und/oder von der Rollenanordnung selbst herrühren. Die Gewichtskraft insbesondere der Schiebetür stellt regelmäßig den wichtigsten Anteil der von einer Schiebetürführung aufzunehmenden Belastungen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist vorgesehen, dass die Eingriffsflächen im Wesentlichen aneinander angrenzen. Vorzugsweise bilden die Eingriffsflächen einen Winkel zueinander zwischen 45° und 135° bilden wobei dieser Winkel insbesondere zwischen 60° und 120°, weiter insbesondere zwischen 60° und 90° betragen kann. Auch wenn eine kleine Übergangsfläche zwischen den Eingriffsflächen vorhanden ist, kann festgestellt werden, dass die Eingriffsflächen im Wesentlichen aneinander angrenzen. Hier ist es dann bevorzugt, dass eine Übergangsfläche zwischen den Eingriffsflächen kleiner als beide Eingriffsflächen ist. Zur Bestimmung der Größe der Fläche kann dabei die eindimensionale Ausdehnung in einer Schnittansicht quer zur Längsrichtung der Schiene angesetzt werden. Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Übergangsfläche in diesem Sinne kleiner als jeweils ein Drittel der Eingriffsflächen ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenanordnung eine Vielzahl von Rollen mit der Rollenkontur aufweist. Hier ist es weiter bevorzugt, dass zwei Rollen der Rollenanordnung ein Rollenpaar bilden, welches Rollenpaar an einer gemeinsamen Verbindungsplatte der Rollenanordnung drehbar befestigt ist. Die Rollenanordnung kann auch mehr als zwei Rollen aufweisen, welche dann entsprechend mehr als ein Rollenpaar bilden können. Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Rollenanordnung zwei Verbindungsplatten mit jeweils einem an ihm befestigten Rollenpaar aufweist.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsplatten insbesondere schwenkbar an einer Grundplatte der Rollenanordnung befestigt sind. Die Art der Anordnung erlaubt es der Rollenanordnung, einem ggf. kurvigen Verlauf der Schiene zu folgen. Hier kann es vor allem sein, dass die beiden Verbindungsplatten an der Grundplatte in einer Längsrichtung der Schiene zueinander versetzt angeordnet sind. Dieser Versatz erlaubt es dann der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung, auch Drehmomente um eine von der Längserstreckung des Türhalters definierte Achse aufzunehmen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist vorgesehen, dass die Rollenanordnung eine Federanordnung zum Ausüben einer Zugspannung auf die Verbindungsplatten aufweist. Hier sieht eine bevorzugte Variante vor, dass die Federanordnung eine an beiden Verbindungsplatten befestigte Zugfeder aufweist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass im Eingriff der Rollenpaare mit der Schiene die Verbindungsplatten, an denen das jeweilige Rollenpaar befestigt ist, winklig zueinander ausgerichtet sind. Mit anderen Worten ist der Abstand der beiden Rollen des Rollenpaares etwas größer, als es für eine exakte Passung an die Schiene erforderlich wäre. Dies ermöglicht es, sowohl bei der Tolerierung der Schiene als auch bei der Tolerierung der Verbindungsplatten bzw. der Anordnung des Rollenpaares auf der Verbindungsplatte großzügiger sein, was Herstellungskosten spart. Speziell um diese winklige Anordnung herzustellen ist weiter bevorzugt, dass die Federanordnung durch die Zugkraft die Verbindungsplatten derart vorspannt, dass ein zwischen den Rollenkonturen und den Schienenkonturen bestehendes Spiel durch ein Verschwenken der Verbindungsplatten aufgehoben wird. Mit anderen Worten kompensiert das durch die Federanordnung bewirkte Verschwenken der Verbindungsplatten die grundsätzlich vorhandene Spielpassung zwischen den Rollenkonturen und den Schienenkonturen. Die Ausrichtung der Verbindungsplatten ergibt sich hier und nachfolgend aus derjenigen Richtung, welche durch den Versatz der an der Verbindungsplatte befestigen Rollen definiert wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenanordnung über die Grundplatte schwenkbar an dem Türhalter befestigt ist. Mit anderen Worten ist die Grundplatte schwenkbar mit dem Türhalter verbunden, sodass die Rollenanordnung insgesamt über die Grundplatte gegenüber dem Türhalter verschwenkt werden kann. In Kombination mit der oben bereits beschriebenen schwenkbaren Anordnung der Verbindungsplatte oder der Verbindungsplatten an der Grundplatte wird so eine Verschiebbarkeit der Rollenanordnung auch auf einer kurvigen Schiene ermöglicht.

Weiter ist es bevorzugt, dass die Grundplatte zwischen den beiden Verbindungsplatten an dem Türhalter befestigt ist. Auf diese Weise wird eine geeignete Verteilung der Belastung auf beide Verbindungsplatten und damit auf die Rollenpaare der Verbindungsplatten erreicht.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist vorgesehen, dass der Türhalter zwei miteinander verbundene Haltearme aufweist, welche zur Veränderung des Abstands zwischen der Schiebetür und der Schiene zueinander verschiebbar angeordnet sind.

Es ist bevorzugt, dass die vorschlagsgemäße Schiene zwei Schienenkonturen aufweist. Insbesondere können diese – bezogen auf die Längsrichtung der Schiene – spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sein. Dann kann es entsprechend bevorzugt sein, dass die beiden Rollen des Rollenpaares ebenfalls auf die Längsrichtung der Schiene bezogen spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung sieht vor, dass die Schienenkontur an der Schiene nach außen weisend angeordnet ist. Weiter ist es bevorzugt, dass die Schiene zwei gegenüberliegende und nach außen weisende Schienenkonturen aufweist, welche insbesondere identisch sein können. Mit der Identität in diesem Sinne ist auch der obige Fall einer Spiegelsymmetrie gemeint. Diese Variante erlaubt es, die Schiene beidseitig von der Rollenanordnung umfassen zu lassen, wodurch die Aufnahme eines Drehmoments um die Längsrichtung der Schiene erleichtert wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsplatten im Wesentlichen quer zu der Schiene ausgerichtet sind, sodass die jeweilige Rollenkontur der beiden Rollen des an der jeweiligen Verbindungsplatte befestigten Rollenpaars im Eingriff mit der jeweiligen Schienenkontur auf gegenüberliegenden Seiten der Schiene stehen. Eine Ausrichtung quer zu der Schiene ist gleichbedeutend mit einer Ausrichtung quer zu einer Längsrichtung der Schiene.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist vorgesehen, dass die Schiene eine Öffnung zur Aufnahme der Rolle aufweist und die Schienenkontur eine in der Öffnung angeordnete Innenkontur ist. Auf diese Weise kann die Rolle – oder die Vielzahl an Rollen – innerhalb der Schiene geführt werden, was die Schiebetürführung insgesamt besonders kompakt macht.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung ist vorgesehen, dass die Schiene zwei gegenüberliegende und in der Öffnung angeordnete, insbesondere identische, Schienenkonturen aufweist. Bezüglich einer Ausrichtung der Verbindungsplatte bzw. der Verbindungsplatten ist hier bevorzugt, dass die Verbindungsplatte im Wesentlichen kollinear zu einer Längsrichtung der Schiene angeordnet ist, sodass beide Rollen des an der Verbindungsplatte befestigten Rollenpaars von der Öffnung aufgenommen sind.

Grundsätzlich kann die Schiene gerade verlaufen. Eine bevorzugte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung sieht aber vor, dass die Schiene einen Schienenabschnitt mit einem Radius aufweist und die Rollenanordnung entlang des Schienenabschnitts mit dem Radius verschiebbar ist. Dies erlaubt eine größere Flexibilität hinsichtlich der Bewegung der Schiebetür. Bezüglich der Federanordnung ist dann bevorzugt, dass die Federanordnung versetzt zu der Schiene in Richtung einer Innenseite des Radius angeordnet ist.

Das vorschlagsgemäße Kraftfahrzeug weist eine Schiebetür und mindestens zwei entlang einer Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs verlaufende und vertikal zueinander versetzte Schiebetürführungen auf. Das vorschlagsgemäße Kraftfahrzeug ist dadurch gekennzeichnet, dass eine obere der mindestens zwei Schiebetürführungen eine vorschlagsgemäße Schiebetürführung ist.

Bevorzugte Merkmale und Ausgestaltungen des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugs ergeben sich aus den bevorzugten Merkmalen und Ausgestaltungen der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung.

Weitere Einzelheiten, Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergebenden Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigt

1 eine Perspektivansicht einer vorschlagsgemäßen Schiebetürführung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

2 eine Querschnittsansicht der Schiebetürführung der 1,

3 eine Draufsicht der Rollenanordnung der Schiebetürführung der 1,

4 eine Perspektivansicht einer vorschlagsgemäßen Schiebetürführung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,

5 eine Querschnittsansicht der Schiebetürführung der 4 und

6 eine Perspektivansicht der Rollenanordnung der Schiebetürführung der 4.

Das jeweils in der 1 und der 4 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Schiebetürführung dient dazu, eine hier nicht dargestellte Schiebetür eines hier ebenfalls nicht dargestellten Kraftfahrzeugs zu führen. Zunächst werden dabei die gemeinsamen Merkmale des ersten Ausführungsbeispiels der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung der 1 bis 3 und des zweiten Ausführungsbeispiels der vorschlagsgemäßen Schiebetürführung der 4 bis 6 beschrieben.

An der besagten Schiebetür wird der Türhalter 1 befestigt. Der Türhalter 1 wiederum wird durch die Schiene 2 geführt, wodurch mittelbar auch die Schiebetür geführt wird. Wiederum an dem Türhalter 1 befestigt ist eine Rollenanordnung 3. Diese Rollenanordnung weist insgesamt vier Rollen 4a–d mit einer jeweiligen Rollenkontur 5 auf, wobei die – für beide Ausführungsbeispiele im Wesentlichen identische – Rollenkontur 5 in der 2 und in der 5 deutlich zu erkennen ist. Die Rollen 4a–d rollen sich jeweils mit der Rollenkontur 5 auf der entsprechenden Schienenkontur 6 der Schiene 2 ab. Vorliegend wird der Begriff des Abrollens synonym zu dem des Abwälzens verwendet, d.h. es kommt auf das Vorhandensein oder Fehlen einer Verformung der Rolle 4a–d nicht an. Durch dieses Abrollen bzw. Abwälzen lässt sich die Rollenanordnung 3 – und damit mittelbar auch der Türhalter 1 und die Schiebetür – entlang der Schiene 2 verschieben. Ebenfalls in der 2 und in der 5 sind die durch den Eingriff entstehenden Eingriffsflächen 7a, b zu erkennen, welche erkennbar winklig zueinander stehen.

In der dargestellten Vertikalrichtung 8 besteht somit ein Formschluss zwischen der Rollenkontur 5 und der Schienenkontur 6, sodass die Schienenkontur 6 einer Bewegung der Rolle 4a–d und damit der Rollenkontur 5 in der Vertikalrichtung 8 im Weg steht. Die Rollenkontur 5 und die Schienenkontur 6 sind also im Wesentlichen komplementär zueinander.

Zwischen den Eingriffsflächen 7a, b ist eine gegenüber diesen deutlich kleinere Übergangsfläche 9 zu erkennen, sodass trotz des Vorhandenseins dieser Übergangsfläche 9 die Eingriffsflächen 7a, b im Wesentlichen aneinander angrenzen.

In der 3 und der 6 sind die beiden Verbindungsplatten 11a, b der Rollenanordnung 3 zu erkennen, welche jeweils schwenkbar an einer gemeinsamen Grundplatte 12 der Rollenanordnung 3 befestigt sind. Dabei weisen sie hinsichtlich ihrer Befestigung einen Versatz in einer Längsrichtung 14 der Schiene 2 auf, wobei diese Längsrichtung 14 der Erstreckungsrichtung der Schiene 2 und damit derjenigen Richtung entspricht, in die die Rollenanordnung 3 entlang der Schiene 2 verschiebbar ist. Auf jeder Verbindungsplatte 11a, b ist ein Rollenpaar 10a, b aus jeweils zwei Rollen 4a–d drehbar befestigt. Die Grundplatte 12 ihrerseits ist über einen Verbindungsbolzen 13 schwenkbar an dem Türhalter 1 befestigt. In diesen beiden Figuren ist ebenso die Federanordnung 15 – bestehend aus einer Zugfeder 16 – der Rollenanordnung 3 zu erkennen, welche Federanordnung 15 eine Zugkraft auf die Verbindungsplatten 11a, b ausübt.

Jeweils in der 1 und in der 4 ist für beide Ausführungsbeispiele dargestellt, dass der Türhalter 1 zwei Haltearme 17a, b aufweist, welche zur Abstandseinstellung der Schiebetür zu der Schiene 2 zueinander und speziell ineinander verschiebbar sind.

Für das erste Ausführungsbeispiel der 1 bis 3 lässt sich aus der 1 erkennen, dass die durch die Federanordnung 15 bewirkte Vorspannung auf die Verbindungsplatten 11a, b dazu führt, dass diese winklig – und damit nicht parallel – zueinander ausgerichtet sind. Es ist also der Abstand zwischen den Rollen 4a–d eines Rollenpaares 10a, b etwas größer, als er für eine genaue Passung gemäß der Querausdehnung der Schiene 2 erforderlich wäre. Das damit entstehende Spiel wird durch das Verschwenken der Verbindungsplatten 11a, b, welches Verschwenken zu der obigen winkligen Ausrichtung führt, ausgeglichen bzw. aufgehoben.

Ebenso zeigt insbesondere die 2 für das erste Ausführungsbeispiel, dass auf beiden nach außen weisenden Seiten der Schiene 2 eine identische Schienenkontur 6 angeordnet ist. Der Begriff „nach außen weisend“ bezieht sich dabei hier auf diejenige Querrichtung zur Längsrichtung 14 der Schiene 2, welche durch die Längserstreckung des Türhalters 1 definiert ist. Entsprechend sind die Verbindungsplatten 11a, b – ungeachtet der oben beschriebenen Abweichung von dem rechten Winkel, welche sich aus ihrer winkligen Ausrichtung zueinander ergibt – im Wesentlichen quer zu der Schiene 2 angeordnet und erlauben es, dass die Rollen 4a–d eines Rollenpaars 10a, b bzw. deren Rollenkonturen 5 in diese nach außen weisenden Schienenkonturen 6 auf gegenüberliegenden Seiten der Schiene 2 eingreifen.

Demgegenüber ist für das zweite Ausführungsbeispiel der 4 bis 6 mit einem im Grunde C-förmigen Querschnitt der Schiene 2 vorgesehen, dass die Rollen 4a–d in einer Öffnung 18 der Schiene 2 aufgenommen sind, wobei die Schienenkontur 6 ebenfalls innerhalb der Öffnung 18 zu beiden Querseiten der Rolle 4a–d jeweils als identische Innenkontur angeordnet ist. Folglich sind die Verbindungsplatten 11a, b im Wesentlichen kollinear zu der Längsrichtung 14 der Schiene 2 ausgerichtet.

Wie wiederum anhand der 1 und der 4 für beide Ausführungsbeispiele gezeigt ist, weist die Schiene 2 einen gekrümmten Schienenabschnitt 19 auf, welcher also als Schienenabschnitt 19 mit einem Radius beschrieben werden kann. Dabei ist die Rollenanordnung 3 entlang der Schiene 3 nicht nur an den geraden Abschnitten der Schiene 2 verschiebbar, sondern auch entlang dieses Schienenabschnitts 19 mit dem Radius.