Title:
Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub
Kind Code:
U1


Abstract:

Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub, der während des Bohrens mit einer Bohrmaschine mittels eines Bohrers, einer Bohrkrone (7) oder eines Dosensenkers in ein Mauerwerk (10) oder dergleichen anfallt, mit einem haubenförmigen Auffangbehälter (2), der die Schale einer Bohrkrone (7) oder eines Dosensenkers vollständig umfasst, und an dessen Seitenwand ein Saugstutzen (3) zum Einführen von Saugluft (11) angeformt ist und dessen Boden ein Loch (4) zum Durchführen des Schaftes (9) des Bohrers, der Bohrkrone (7) oder des Dosensenkers besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Boden gegenüberliegende Seite des Auffangbehälters (2) vollständig offen ist und auf der Seitenwand mehrere Abstandsstücke (5) aufgesetzt sind, die einen definierten Luftdurchlass zwischen Mauerwerk (10) und Auffangbehälter (2) bilden.




Application Number:
DE202016007530U
Publication Date:
01/23/2017
Filing Date:
12/10/2016
Assignee:
Lokietz, Klaus, 33154 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102006018976B3N/A2007-11-29
DE102004022366B3N/A2005-12-01
DE29703689U1N/A1997-05-22
DE9006555U1N/A1990-08-16
DE2603330C2N/A1986-09-04



Claims:
1. Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub, der während des Bohrens mit einer Bohrmaschine mittels eines Bohrers, einer Bohrkrone (7) oder eines Dosensenkers in ein Mauerwerk (10) oder dergleichen anfallt, mit einem haubenförmigen Auffangbehälter (2), der die Schale einer Bohrkrone (7) oder eines Dosensenkers vollständig umfasst, und an dessen Seitenwand ein Saugstutzen (3) zum Einführen von Saugluft (11) angeformt ist und dessen Boden ein Loch (4) zum Durchführen des Schaftes (9) des Bohrers, der Bohrkrone (7) oder des Dosensenkers besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Boden gegenüberliegende Seite des Auffangbehälters (2) vollständig offen ist und auf der Seitenwand mehrere Abstandsstücke (5) aufgesetzt sind, die einen definierten Luftdurchlass zwischen Mauerwerk (10) und Auffangbehälter (2) bilden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsstücke (5) 5–10 mm hohe angeformte Bögen sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (4) im Boden des Auffangbehälters (2) einen größeren Durchmesser als der Durchmesser eines Spannfutters (8) für eine Bohrkrone (7) oder für einen Dosensenker besitzt.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (4) im Boden des Auffangbehälters (2) durch eine Adapterplatte (6) verkleinerbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Durchmesser des Auffangbehälters (2) etwa 130 mm beträgt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugstutzen (3) für die Befestigung eines Staubsaugerschlauches ausgebildet ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einstückig aus Kunststoff hergestellt ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugstutzen (3) für unterschiedliche Saugschläuche austauschbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub, der während des Bohrens mit einer Bohrmaschine mittels eines Bohrers, einer Bohrkrone oder eines Dosensenkers in ein Mauerwerk oder dergleichen anfällt, mit einem haubenförmigen Auffangbehälter, der die Schale einer Bohrkrone oder eines Dosensenkers vollständig umfasst, und an dessen Seitenwand ein Saugstutzen angeformt ist und dessen Boden ein Loch zum Durchführen des Bohrerschaftes, der Bohrkrone oder des Dosensenkers besitzt.

Beim Bohren von Löchern in Mauerwerk, Gipskartonplatten oder dergleichen mit einer Bohrmaschine fällt viel Bohrstaub an, der aufwendig beseitigt werden muss.

Insbesondere beim Bohren von Topfbohrungen mit einem Dosensenker, etwa für Unterputzdosen für die Elektrik, fällt sehr viel Bohrstaub an. Zum Auffangen des Bohrstaubes wird typischerweise ein Helfer benötigt, der das Ende eines Staubsaugrohres in die Nähe der Bohrung hält. Auch in dem Fall wird nicht der gesamte Bohrstaub von dem Staubsauger erfasst.

Es sind Vorrichtungen bekannt geworden, die den Bohrer umfassen und an das Saugrohr eines Staubsaugers angeschlossen werden und darüber den austretenden Bohrstaub aufnehmen.

Die meisten bekannten Vorrichtungen werden auf den Hals der Bohrmaschine gespannt und besitzen dann einen zusammenschiebbaren Tubus, in dem sich der Bohrstaub sammelt und mit einem Staubsauger abgesaugt wird.

Ein typisches Schutzrecht zu dieser Art ist das Gebrauchsmuster DE 900 65 55 U1. Eine solche Auffangvorrichtung ist nicht für das Bohren mit einer Bohrkrone geeignet, da deren Durchmesser größer ist als der Hals der Bohrmaschine. Auch ist die Luftführung nicht berücksichtigt, so dass ein sauberes Anliegen der Auffangvorrichtung an der Wand nicht gewährleistet ist.

In einer anderen Variante wird ein Auffanggefäß mit Staubsaugeranschluss an die Wand gedrückt und ein Spiralbohrer durch ein Loch des Gefäßes zum Bohren an die Wand geführt. Ein solches Gefäß ist in dem Patent DE 10 2006 018 976 B3 beschrieben. Bei diesem Gefäß wird das Loch an den verwendeten Spiralbohrer mittels Einsätzen angepasst, so dass der Luftzug an dem Bohrer vorbeiführt.

Dieses Gerät ist nur für Spiralbohrer geeignet und kann nicht für Bohrkronen oder Dosensenker benutzt werden. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet das Gefäß gemäß dem Patent DE 26 03 330 C2. Dieses Gefäß ist auch nur für Spiralbohrer geeignet. Auch hier wird die Luft durch den Spalt neben dem Spiralbohrer eingesaugt.

Für Dosensenker sind speziell konstruierte Staubabsaughauben bekannt. So ist in der Patentschrift DE 10 2004 022 366 B3 eine Staubabsaughaube für Dosensenker beschrieben.

Die Staubabsaughaube besitzt in ihrem Inneren eine Gleitdichtung mit Kugellager, durch die der Schaft des Dosensenkers geführt ist. In dem Schaft ist eine Bohrung für die Luftzufuhr vorgesehen. Diese Staubabsaughaube ist sehr aufwendig gestaltet und nur für speziell angepasste Dosensenker brauchbar. Auch das Gebrauchsmuster DE 297 03 689 U1 beschreibt eine Auffangvorrichtung für das Bohrmehl einer Bohrkrone. Hier muss die Bohrkrone einen Schaft besitzen, der exakt in das Kugellager der Haube passt. Diese Staubabsaughaube ist sehr kompliziert gestaltet.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub zu offenbaren, die sowohl für Spiralbohrer als auch für Bohrkronen geeignet ist und über die der Bohrstaub mittels eines Staubsaugers abgesaugt werden kann.

Diese Aufgabe wird über eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Vorrichtung zum Auffangen und Abführen von Bohrstaub, der während des Bohrens mit einer Bohrmaschine mittels eines Bohrers, einer Bohrkrone oder eines Dosensenkers in ein Mauerwerk oder dergleichen anfällt, besitzt einen haubenförmigen Auffangbehälter, der die Schale einer Bohrkrone oder eines Dosensenkers vollständig umfasst. An der Seitenwand des Auffangbehälters ist ein Saugstutzen zum Einführen von Saugluft angeformt und in seinem Boden ist ein Loch zum Durchführen des Schaftes des Bohrers, der Bohrkrone oder des Dosensenkers vorgesehen.

Die Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die dem Boden gegenüberliegende Seite des Auffangbehälters vollständig offen ist und auf der Seitenwand mehrere Abstandsstücke aufgesetzt sind, die einen definierten Luftdurchlass zwischen Mauerwerk und Auffangbehälter bilden. Auf diese Weise wird die Saugluft definiert durch die Spalten neben den Abstandsstücken des Auffanggefäßes geführt und nimmt den Bohrstaub mit. Die Saugluft üblicher Staubsauger ist stark genug, um allen anfallenden Bohrstaub und auch gröbere Partikel abzuführen. Damit bleibt der Ort des Bohrens staubfrei.

Die Abstandsstücke sind 5–10 mm hohe angeformte Bögen auf dem Rand der Seitenwand des Auffangbehälters. Damit ergeben sich entsprechend breite Spalten zum Mauerwerk, die eine definierte Luftführung der Saugluft bieten.

Der innere Durchmesser des Auffangbehälters beträgt etwa 130 mm. Damit besitzt er genügend Raum, um auch große, handelsübliche Bohrkronen und Dosensenker aufzunehmen.

Das Loch im Boden des Auffangbehälters besitzt einen größeren Durchmesser als der Durchmesser des Spannfutters einer Bohrmaschine für eine Bohrkrone oder einen Dosensenkern. Die Bohrmaschine kann somit weit in die Vorrichtung eingeführt werden.

Bei der Nutzung von Spiralbohrern kann das Loch im Boden des Auffangbehälters durch eine Adapterplatte verkleinert werden. Dann wird nur ein geringer Teil der Saugluft neben dem Spiralbohrer hergeführt und der größte Teil der Saugluft wird weiter durch die Spalten neben den Abstandsstücken des Auffanggefäßes geführt.

Der Saugstutzen ist für die Befestigung eines Staubsaugerschlauches ausgebildet. Es können somit handelsübliche Staubsauger genutzt werden.

Die Vorrichtung ist vorteilhaft einstückig aus Kunststoff hergestellt. Sie kann damit preisgünstig gespritzt oder gegossen werden.

Es ist aber auch möglich, dass der Auffangbehälter und der Saugstutzen separat hergestellt und diese miteinander verbunden werden. Der Saugstutzen ist dann für unterschiedliche Saugschläuche austauschbar.

In den Figuren ist die Erfindung schematisch dargestellt.

1 zeigt eine Schrägansicht der Vorrichtung.

2 zeigt eine Schrägansicht der Vorrichtung mit Adapterplatte.

3 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung.

4 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung.

5 zeigt den Einsatz der Vorrichtung beim Bohren mit einer Bohrkrone.

In den 1 und 2 ist die Vorrichtung 1 in einer Schrägansicht dargestellt. An den Auffangbehälter 2 ist der Saugstutzen 3 seitlich angebracht. Im Boden des Auffangbehälters 2 ist das Loch 4 für den Durchtritt eines Bohrers vorhanden. Auf der Seitenwand des Auffangbehälters 2 sind die Abstandsstücke 5 aufgesetzt, die den Abstand zum Mauerwerk definieren.

Gemäß 2 ist in das Loch 4 im Boden des Auffangbehälters 2 eine Adapterplatte 6 eingesetzt, mit der das Loch 4 im Boden entsprechen verkleinert wird.

3 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung 1. Der Auffangbehälter 2 ist kreisrund und an seiner Seitenwand ist der Saugstutzen 3 angebracht. Diese Position des Ansaugstutzens 3 bewirkt eine kreisförmige Luftströmung im Auffangbehälter 2, die aus den Spalten zwischen den Abstandsstücken 5 und durch das Loch 4 zuströmt.

4 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung 1 mit Auffangbehälter 2 und Saugstutzen 3. Der Auffangbehälter 2 ist kreisrund und auf seiner Seitenwand sind die Abstandsstücke 5 aufgesetzt.

In 5 ist der Einsatz der Vorrichtung 1 beim Bohren mit einer Bohrkrone 7 an einem Mauerwerk 10 gezeigt. Der Auffangbehälter 2 umfasst die Bohrkrone 7, die mit ihrem Schaft 9 in das Spannfutter 8 einer Bohrmaschine eingespannt ist.

Die Luftführung der Saugluft 11 ist nun so, dass sie durch die Spalten zwischen den Abstandsstücken 5 und dem Zwischenraum zwischen dem Schaft 9 und dem Loch 4 in dem Auffangbehälter 2 angesaugt und durch den Saugstutzen 3 abgeführt wird.

Bezugszeichenliste

1
Vorrichtung
2
Auffangbehälter
3
Saugstutzen
4
Loch im Boden
5
Abstandsstücke
6
Adapterplatte
7
Bohrkrone
8
Spannfutter einer Bohrmaschine
9
Schaft des Bohrers
10
Mauerwerk
11
Saugluft

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 9006555 U1 [0006]
  • DE 102006018976 B3 [0007]
  • DE 2603330 C2 [0008]
  • DE 102004022366 B3 [0009]
  • DE 29703689 U1 [0010]