Title:
Leuchtendes Seil
Kind Code:
U1
Abstract:

Seil, das durch Einbringung eines elektroluminizierenden Kabels zum Leuchten gebracht wird.



Application Number:
DE202016006313
Publication Date:
10/24/2016
Filing Date:
10/10/2016
Assignee:
Renz, Fritz, 72461 (DE)
International Classes:
Claims:
1. Seil, das durch Einbringung eines elektroluminizierenden Kabels zum Leuchten gebracht wird.

2. Leuchtseil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Seil innen hohl ist, sodaß das Leuchtkabel in diesem Hohlraum innenliegend über die Seillänge hindurch geführt werden kann.

3. Leuchtseil nach Anspruch 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Befestigungsende des Seils kein Leuchtkabel beinhaltet, sodass das Leuchtkabel im Seil nicht fixiert ist. Dadurch kann das Leuchtkabel im Seil verrutschen und die Zugkräfte wirken so nicht das innenliegende Leuchtkabel.

4. Leuchtseil nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtkabel an jeder belieben Stelle aus dem Seil hinein- und herausgeführt werden kann.

5. Leuchtseil nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass als Energiequelle Akkuspeicher zum Einsatz kommen.

6. Leuchtseil nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass Akkuspeicher, die mit Solarenergie geladen werden, zum Einsatz kommen (Solar-Akkuspeicher).

Description:

Seile werden vielfach eingesetzt. Sie dienen zum halten, befestigen und sichern. Seile stellen aber auch eine Gefahr dar, wenn Sie z. B. zwischen Gegenständen gespannt sind, von Personen übersehen werden, die dann darüber stolpern und sich daran verletzen. Dies passiert vor allem in der Dunkelheit. Damit Seile nicht zur Gefahr werden, werden gespannte Seile oft besser sichtbar gemacht, indem z. B. Fähnchen angehängt werden. Diese sind jedoch in der Dunkelheit auch nicht sichtbar. Eine begrenzte Lösung ergibt sich, wenn Seile, die aus phosphorisierenden Materalien gefertigt wurden, zum Einsatz kommen. Diese haben dann nachleuchtende Eigenschaften. Der Nachteil ist, dass die Leuchtwirkung dieser Seile nach Einbruch der Dunkelheit zunehmend abnimmt und somit in der Nacht keine dauerhafte Sicherheit bieten.

Aufgabe der Erfindung ist Seile bereitzustellen, die während der ganzen Nacht gleichmäßig leuchten.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erfüllt, dass in das Seil, das vorteilhafter Weise einen hohlen Kern hat (wie z. B. Hohlgeflechtsseile), ein Elektroluminiszens-Kabel (auch Leuchtkabel oder Leuchtschnur genannt) eingeführt wird. Dieses Kabel wird durch Anlegen einer elektrischen Spannung zum Leuchten gebracht. Die Leuchtkraft des Elektroluminiszens-Kabels beleuchtet das Innere der Leine und durchdringt die Struktur des Seils, sodaß das Seil leuchtet. Dies wird auch durch lichtleitende Eigenschaften des Seilmaterials begünstigt. Elektroluminiszens-Kabel gibt es am Markt in vielen Farben, sodaß unterschiedlich leuchtende Seile hergestellt werden können. Ein leuchtendes Seil ist sehr dekorativ und kann z. B. eine Yacht schmücken. Elektroluminiszens-Kabel haben einen sehr geringen Engergieverbrauch. Als Energiequelle können Stromnetz-Transformatoren, Batterien oder auch Solar-Akkuspeicher dienen.

Da ein Seil eine gewisse Elastizität hat, und die ganze Zugkraft bei Dehnung des Seils in der Regel von dem innenliegenden Kern, also in diesem Fall vom Leuchtkabel, aufgenommen wird, könnte das Leuchtkabel überdehnt und somit zerstört werden. Dies wird erfindungsgemäß gelöst, indem das Leuchtseil zumindest an einem Seilende, eine für die Verknotung benötigte Länge kein Leuchtkabel beinhaltet. Das Leuchtkabel endet also z. B. 0,5 m vor dem Seilende bzw. wird vor dem Seilende aus dem Seil herausgeführt. Dies bedeutet, dass zumindest in einem der zwei Endbefestigungsknoten kein Leuchtkabel im Seil ist. Dadurch ist gewährleistet, dass das Leuchtkabel im Innern des Seils nicht fixiert ist und etwas rutschen kann und so die Zugkräfte vom Seil aufgenommen werden und nicht vom Leuchtkabel. Vorteilhaft ist, dass Hohlseil-Konstruktionen erlauben, das Leuchtkabel an jeder Stelle aus dem Hohlseil hinein- und herauszuführen. Dadurch können auch nur Teilbereiche eines Seils beleuchtet werden.

Die Erfindung wird beispielhaft anhand der nachfolgenden Figuren beschrieben.

1 zeigt ein Leuchtkabel (1) mit der Stromkabel (3) und der Hohlgeflechtsleine (2). Der Engergiespeicher ist in der Zeichnung als Akkuspeicher (4) dargestellt, der über Solarzellen (5) geladen wird.

1a zeigt das Leuchtseil im Schnitt mit dem Leuchtkabel 1 und der Hohlgeflechtsleine 2

2 zeigt eine Hohlgeflechtsleine (2) in die das Leuchtkabel (1) seitlich eingeführt ist (6) und das vor dem Befestigungsschlaufe (7) endet (8). Somit werden Längszugkräfte die zwischen den beiden Befestigungspunkten (7) und (7a) auf das Seil (2) wirken nicht von vom Leuchtkabel (1) aufgenommen.