Title:
Spritzvorrichtung zum druckluftzerstäubten Spritzen in einem automatischen Betrieb
Kind Code:
U1


Abstract:

Spritzvorrichtung zum druckluftzerstäubten Spritzen einer Spritzflüssigkeit, insbesondere eines Beschichtungsmaterials, vorzugsweise einer Farbe, eines Lacks, eines Klebstoffmaterials oder ähnlichem, in einem automatischen Betrieb, wobei Spritzvorrichtung ein Automatik-Spritzmodul und ein Versorgungsmodul aufweist, und wobei das Automatik-Spritzmodul wenigstens einen Spritzmodulkörper, eine Spritzdüse, eine Spritzflüssigkeitsleitung zum Zuführen von Spritzflüssigkeit zu der Spritzdüse und eine Zerstäubungsdruckluftleitung zum Zuführen von Zerstäubungsdruckluft zur Spritzdüse aufweist, wobei der Spritzmodulkörper mit einer Anschlussfläche versehen ist, welche zum Versorgen des Automatik-Spritzmoduls mit der Spritzflüssigkeit und der Zerstäubungsdruckluft lösbar an einer Anschlussfläche des Versorgungsmoduls befestigbar ist, wobei die Zerstäubungsdruckluft- und Spritzflüssigkeitsleitung in der Anschlussfläche münden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (59; 51) des Automatik-Spritzmoduls (1) und/oder des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b) gegenüber angrenzenden Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers (3) bzw. des Versorgungsmodulkörpers (2, 2a, 2b) rückversetzt ist.




Application Number:
DE202016005516U
Publication Date:
12/14/2017
Filing Date:
09/12/2016
Assignee:
SATA GmbH & Co. KG, 70806 (DE)
International Classes:



Foreign References:
64607872002-10-08
EP23892552017-01-11
EP23936062016-04-20
EP02045771986-12-10
WO2003024608A22003-03-27
Claims:
1. Spritzvorrichtung zum druckluftzerstäubten Spritzen einer Spritzflüssigkeit, insbesondere eines Beschichtungsmaterials, vorzugsweise einer Farbe, eines Lacks, eines Klebstoffmaterials oder ähnlichem, in einem automatischen Betrieb, wobei Spritzvorrichtung ein Automatik-Spritzmodul und ein Versorgungsmodul aufweist, und wobei das Automatik-Spritzmodul wenigstens einen Spritzmodulkörper, eine Spritzdüse, eine Spritzflüssigkeitsleitung zum Zuführen von Spritzflüssigkeit zu der Spritzdüse und eine Zerstäubungsdruckluftleitung zum Zuführen von Zerstäubungsdruckluft zur Spritzdüse aufweist, wobei der Spritzmodulkörper mit einer Anschlussfläche versehen ist, welche zum Versorgen des Automatik-Spritzmoduls mit der Spritzflüssigkeit und der Zerstäubungsdruckluft lösbar an einer Anschlussfläche des Versorgungsmoduls befestigbar ist, wobei die Zerstäubungsdruckluft- und Spritzflüssigkeitsleitung in der Anschlussfläche münden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (59; 51) des Automatik-Spritzmoduls (1) und/oder des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b) gegenüber angrenzenden Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers (3) bzw. des Versorgungsmodulkörpers (2, 2a, 2b) rückversetzt ist.

2. Spritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Automatik-Spritzmodul (1) eine Düsennadel (64) zum steuerbaren Öffnen und Verschließen einer Spritzdüsenöffnung (68), eine pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit (90) zum Betätigen der Düsennadel (64) zwischen einer Offen- und Schließstellung sowie eine Steuerdruckluftleitung (25) für die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit aufweist, wobei die Steuerdruckluftleitung (25) ebenfalls in der Anschlussfläche (51) des Automatik-Spritzmoduls (1) mündet.

3. Spritzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungsmodul (2, 2a, 2b) als Steuermodul mit einer Rund-/Breitstrahleinstelleinrichtung (27) ausgebildet ist.

4. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Fluidanschlüsse des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b), welche nicht in der Anschlussfläche (50) angeordnet sind, an einer einzigen Seite des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b) angeordnet sind, wobei diese Seite vorzugsweise gegenüber oder angrenzend zur Anschlussfläche (50) angeordnet ist.

5. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anschlussfläche des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b) über eine gesamte Seite des Versorgungsmoduls (2, 2a, 2b) erstreckt.

6. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungsmodul (2, 2a, 2b), kürzer als Automatik-Spritzmodul (1) ist.

7. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Automatik-Spritzmodul (1) und dem Versorgungsmodul (2, 2a, 2b), eine Formdichtung (30) zur Abdichtung der Fluidleitungen (22 bis 26) vorgesehen ist, wobei die Formdichtung (30) vorzugsweise mehrere mit Verbindungsstegen (36 bis 40) einstückig verbundene Dichtungsringe (31 bis 35) aufweist und/oder die Formdichtung (30) vorzugsweise in Aufnahmenuten (30a) in einer der Anschlussflächen eingelegt ist.

8. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Mündung einer Fluidleitung (22 bis 26; 80, 81) erweitert ist, vorzugsweise indem die Leitung (22 bis 26; 80, 81) schräg gebohrt ist.

9. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Modulen (1; (2, 2a, 2b) wenigstens eine Nutverbindung, eine Zapfenverbindung oder dergleichen (18; 17, 56) vorgesehen ist.

10. Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Automatik-Spritzmodul (1) und das Versorgungsmodul (2) durch wenigstens eine Bolzenverbindung (17, 56) lösbar miteinander verbindbar sind, welche vorzugsweise mittels einer Handhabe (57), insbesondere einem Handrad, betätigbar ist.

11. Automatik-Spritzmodul einer Spritzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche.

12. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzmodulkörper (3) als entlang der Düsennadelachse langestreckter, insbesondere zylindrischer Körper (3) ausgebildet ist, welcher vorzugsweise mit einem runden, insbesondere einem kreisrunden, Querschnitt versehen ist.

13. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Automatik-Spritzmodul (1) eine Spritzflüssigkeitsrückführleitung (23) ausweist, welche vorzugsweise ebenfalls in der Anschlussfläche (51) des Automatik-Spritzmoduls (1) mündet.

14. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzmodulkörper (1) ein Spritzkopfteil (4) und ein Betätigungsteil (3) umfasst, wobei vorzugsweise der Spritzkopfteil (4) im Wesentlichen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff hergestellt ist und/oder vorzugsweise der Betätigungsteil (3) im Wesentlichen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff hergestellt ist.

15. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (52) der Anschlussfläche (51) an dem Spritzkopfteil (4) und ein Abschnitt (53) an dem Betätigungsteil (3) ausgebildet sind.

16. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzflüssigkeitsleitung (12) und gegebenenfalls die Spritzflüssigkeitsrücklaufleitung (13) in dem Abschnitt der Anschlussflächen münden, der an dem Spritzkopfteil (4) gebildet ist.

17. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (51) des Automatik-Spritzmoduls (1) gegenüber Umfangsflächenabschnitten (41, 42) des Spritzmodulkörpers (3) rückversetzt ist, die in Längsrichtung des Spritzmodulkörpers (3) gegenüberliegen.

18. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (51) des Spritzmodulkörpers (3) gegenüber einer Außenumfangsfläche der Spritzdüse (68), insbesondere eines Luftdüsenrings (7) der Spritzdüse (68), rückversetzt ist.

19. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Fluidanschlüsse (12 bis 16) des Spritzmoduls (3) in der Anschlussfläche (51) angeordnet sind.

20. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (51) eben ist.

21. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfläche (51) schmaler und/oder kürzer ist als der Spritzmodulkörper (3).

22. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsbolzen in der Anschlussfläche (51) angeordnet ist und gegenüber dieser vorragt.

23. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verdrehzapfen in der Anschlussfläche (51) angeordnet ist und gegenüber dieser vorragt.

24. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsteil (3) an dem kopffernen Ende mit einem Gewindedeckel (8) verschlossen ist, der in ein Innengewinde (71) am Betätigungsteil (3) eingreift, wobei die Anschlussfläche zumindest nahezu fluchtend zu dem Innengewinde (71) rückversetzt ist.

25. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsteil (3) neben der Anschlussfläche eine Dichtheitskontrollbohrung aufweist.

26. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 11 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Spritzkopfteil (4) und dem Betätigungsteil (3) eine Formdichtung (30) zur Abdichtung der Fluidleitungen vorgesehen ist, wobei die Formdichtung (30) vorzugsweise mehrere mit Verbindungsstegen (36 bis 40) einstückig verbundene Dichtungsringe (31 bis 35) aufweist.

27. Automatik-Spritzmodul einer Spritzvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, vorzugsweise nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Automatik-Spritzmodul (1) eine Düsennadel (64) zum steuerbaren Öffnen und Verschließen einer Spritzdüsenöffnung (68), eine pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit (90) zum Betätigen der Düsennadel (64) zwischen einer Offen- und Schließstellung sowie eine Steuerdruckluftleitung (25) für die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit (90) aufweist, wobei die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit (90) einen durch die Steuerdruckluft bestätigbaren Kolben (72) aufweist, der die Düsennadel (64) bei einer Öffnungsbewegung mitnimmt, wobei der Kolben (72) und die Düsennadel (64) separat jeweils durch ein Federelement an einer Innenwand des Spritzmoduls (1) abgestützt sind, und wobei die Öffnungsbewegung durch einen auf den Kolben (72) wirkenden Anschlag begrenzt ist.

28. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (66) an einem Gewindedeckel (8) des Automatik-Spritzmoduls (1) ausgebildet ist.

29. Automatik-Spritzmodul nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (72) durch eine einstückige Kolbenscheibe (73) mit einer umlaufenden Nut zur Aufnahme einer Kolbendichtung (74) gebildet ist.

30. Automatik-Spritzmodul nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbendichtung (74) einen inneren O-Ring, vorzugsweise aus Nitril-Butadien-Kautschuk, und einen äußeren Dichtring, vorzugsweise aus Teflon, aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Spritzvorrichtung zum druckluftzerstäubten Spritzen einer Spritzflüssigkeit, insbesondere eines Beschichtungsmaterials, vorzugsweise einer Farbe, eines Lacks, eines Klebstoffmaterials oder ähnlichem, in einem automatischen Betrieb, wobei die Spritzvorrichtung ein Automatik-Spritzmodul und ein Versorgungsmodul aufweist, und wobei das Automatik-Spritzmodul wenigstens einen Spritzmodulkörper, eine Spritzdüse, eine Spritzflüssigkeitsleitung zum Zuführen von Spritzflüssigkeit zu der Spritzdüse und eine Zerstäubungsdruckluftleitung zum Zuführen von Zerstäubungsdruckluft zur Spritzdüse aufweist, wobei der Spritzmodulkörper mit einer Anschlussfläche versehen ist, welche zum Versorgen des Automatik-Spritzmoduls mit der Spritzflüssigkeit und der Zerstäubungsdruckluft lösbar an einer Anschlussfläche des Versorgungsmoduls befestigbar ist und wobei die Zerstäubungsdruckluft- und Spritzflüssigkeitsleitung in der Anschlussfläche münden, für die industrielle Anwendung, bei der eine oder mehrere dieser Spritzvorrichtungen in einer Linie oder Strecke angeordnet und zum automatischen Betrieb, d. h. für die automatische Beschichtung von gleichartigen Werkstücken, wie z. B. Autokarosserieteilen, in Serie vorgesehen sind.

Die automatische Beschichtung kann z. B. mit dem Einsatz von Robotern oder Bewegungsautomaten erfolgen, wobei die Materialzuführung mittels einer externen Druckerzeugung wie bei den Anlagen- bzw. Kesselpistolen erfolgt. Die Automatik-Spritzmodule bzw. Automatikpistolen werden in außengesteuerte Roboterpistolen und in innengesteuerte Automatikpistolen eingeteilt. Bei den außengesteuerten Roboterpistolen werden alle Strahleinstellungen bzw. Materialmengeneinstellungen an externen Ventilen, die z. B. im Schaltschrank angeordnet sein können, vorgenommen. Bei den Automatikpistolen selber können alle Einstellungen direkt an der Pistole vorgenommen werden. In automatischen Anlagen kommen Automatikpistolen mit interner oder externer Strahlsteuerung zum Einsatz.

Eine gattungsgemäße Spritzvorrichtung ist beispielsweise aus dem EP 2 393 606 B1 bekannt. Der modulare Aufbau der Spritzvorrichtung ermöglicht, dass die Ausgestaltung der einzelnen Bauteile entsprechend den individuellen Anforderungen erfolgen kann. Die gegenseitige Befestigung der beiden Module erfolgt in der Regel über Bolzen und Gewindeelemente. Das wird manchmal als umständlich und unsicher angesehen. Schwierigkeiten macht oftmals auch eine sichere Lagepostionierung der Farbnadel im Spritzmodul.

Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Spritzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Automatik-Spritzmodul zu schaffen.

Die erste Aufgabe wird von einer Spritzvorrichtung mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass die Anschlussfläche des Automatik-Spritzmoduls und/oder des Versorgungsmoduls gegenüber angrenzenden Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers bzw. des Versorgungsmodulkörpers rückversetzt ist, wird ein lagesicheres gegenseitiges Positionieren der beiden Bauteile als Stück und Gegenstück zueinander ermöglicht.

Besonders vorteilhaft ist, wenn sämtliche Fluidanschlüsse des Versorgungsmoduls, welche nicht in der Anschlussfläche angeordnet sind, an einer einzigen Seite des Versorgungsmoduls angeordnet sind, wobei diese Seite vorzugsweise gegenüber oder angrenzend zur Anschlussfläche angeordnet ist.

In weiterer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass sich die Anschlussfläche des Versorgungsmoduls über eine gesamte Seite des Versorgungsmoduls erstreckt. Vorteilhaft ist, wenn das Versorgungsmodul kürzer als Automatik-Spritzmodul ist.

Die Spritzvorrichtung kann besonders gut an individuelle Anforderungen angepasst werden, wenn das Spritzmodul zweiteilig aufgebaut ist und aus einem Pistolenkörper bzw. Betätigungsteil und einem Spritzkopfteil bzw. Düsenkopf zusammengesetzt ist. Die beiden Bauteile können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden können. Der ggf. mit aggressivem Material belastete Düsenkopf kann zum Beispiel aus einem korrosionsbeständigen Edelstahl hergestellt sein, während der Pistolenkörper aus Aluminium gefertigt worden ist. Dann ist das Spritzmodul langfristig nicht nur für das Verspritzen von lösemittelbasierten Lacken, sondern auch für das Verspritzen von relativ aggressiven Wasserlacken und dergleichen oder von anderen aggressiven Flüssigkeiten geeignet.

Eine vollständige oder teilweise Ausbildung der Bauteile als Kunststoffbauteile ist jedoch ebenfalls möglich.

Das Versorgungs- bzw. Steuermodul kann je nach individuellen Anforderungen aus den gleichen Materialien wie der Pistolenkörper bestehen.

Vorteilhaft ist, wenn die im Spritzmodul und im Versorgungs- bzw. Steuermodul vorgesehenen Kanäle, die zum Materialtransport bzw. zum Lufttransport dienen, gut miteinander fluchten und deren Enden fluiddicht miteinander verbindbar sind.

Dazu wird vorgeschlagen, dass zwischen dem Automatik-Spritzmodul und dem Versorgungsmodul eine Formdichtung zur Abdichtung der Fluidleitungen vorgesehen ist, wobei die Formdichtung vorzugsweise mehrere mit Verbindungsstegen einstückig verbundene Dichtungsringe ausweist und/oder die Formdichtung vorzugsweise in Aufnahmenuten in einer der Anschlussflächen eingelegt ist.

Insbesondere wird eine Formdichtung vorgeschlagen, welche die Enden der Kanäle mit Ringen umgibt, die durch Stege miteinander verbunden sind. Eine solche Ausführungsform ist sehr materialsparend.

Weiterhin wird vorgeschlagen, das Ende wenigstens eines Kanals zu erweitern, weil dann eine besonders sichere Positionierung zum Anschluss an das andere Modul ermöglicht wird. Eine solche Erweiterung kann auf einfache Weise durch Schrägbohren erzielt werden. Zur Verbindung des Spritzmoduls und des Versorgungs- bzw. Steuermodul wird vorgeschlagen, diese Bauteile durch wenigstens eine Nutverbindung, eine Zapfenverbindung, eine Bolzenverbindung lösbar miteinander zu verbinden.

Eine Handhabe kann zum leichten Feststellen/Lösen der Verbindung vorgesehen werden. Eine Bolzenverbindung in Kombination mit einem Handrad wird besonders empfohlen.

Feine Materialeien können besonders passgenau verspritzt werden, wenn das Automatik-Spritzmodul eine Düsennadel zum steuerbaren Öffnen und Verschließen einer Spritzdüsenöffnung, eine pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit zum Betätigen der Düsennadel zwischen einer Offen- und Schließstellung sowie eine Steuerdruckluftleitung für die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit aufweist, wobei die Steuerdruckluftleitung ebenfalls in der Anschlussfläche des Automatik-Spritzmoduls mündet.

In weiterer Ausgestaltung dieser Bauart wird vorgeschlagen, dass das Versorgungsmodul als Versorgungs- bzw. Steuermodul mit einer Rund-/Breitstrahleinstelleinrichtung ausgebildet ist.

Die zweite Aufgabe der Erfindung wird von einem Automatik-Spritzmodul gemäß Anspruch 11 oder 27 gelöst.

In weiterer Ausgestaltung des Automatik-Spritzmoduls wird vorgeschlagen, dass der Spritzmodulkörper als entlang der Düsennadelachse langestreckter, insbesondere zylindrischer Körper ausgebildet ist, welcher vorzugsweise mit einem runden, insbesondere einem kreisrunden, Querschnitt versehen ist.

Vorteilhaft ist, wenn das Automatik-Spritzmodul eine Spritzflüssigkeitsrückführleitung ausweist, welche vorzugsweise ebenfalls in der Anschlussfläche des Automatik-Spritzmoduls mündet.

Wie bereits erwähnt, umfasst der Spritzmodulkörper vorzugsweise ein Spritzkopfteil bzw. einen Düsenkopf und ein Betätigungsteil bzw. einen Pistolenkörper, wobei vorzugsweise der Spritzkopfteil im Wesentlichen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff hergestellt ist und/oder vorzugsweise der Betätigungsteil im Wesentlichen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff hergestellt ist.

In weiterer Ausgestaltung ist ein Abschnitt der Anschlussfläche an dem Spritzkopfteil und ein Abschnitt an dem Betätigungsteil ausgebildet.

In weiteren Varianten kann die Spritzflüssigkeitsleitung und gegebenenfalls die Spritzflüssigkeitsrücklaufleitung in denjenigen Abschnitt der Anschlussflächen münden, der an dem Spritzkopfteil gebildet ist.

Eine besonders vorteilhafte konstruktive Lösung ist, dass die Anschlussfläche des Automatik-Spritzmoduls gegenüber Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers rückversetzt ist, die in Längsrichtung des Spritzmodulkörpers gegenüberliegen.

Weiter wird vorgeschlagen, dass die Anschlussfläche des Spritzmodulkörpers gegenüber Außenumfangsfläche der Spritzdüse, insbesondere eines Luftdüsenrings der Spritzdüse, rückversetzt ist.

Sämtliche Fluidanschlüsse des Spritzmoduls in der Anschlussfläche anzuordnen, bringt große Montagevorteile, zudem wenn die Anschlussfläche schmaler und/oder kürzer ist als der Spritzmodulkörper.

Eine ebene Anschlussfläche erleichtert ebenfalls die Montage und lässt sich leicht säubern. Große Vorteile hinsichtlich einer jederzeit einwandfreien Funktion werden erreicht, wenn das Automatik-Spritzmodul eine Düsennadel zum steuerbaren Öffnen und Verschließen einer Spritzdüsenöffnung, eine pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit zum Betätigen der Düsennadel zwischen einer Offen- und Schließstellung sowie eine Steuerdruckluftleitung für die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit aufweist, wobei die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit einen durch die Steuerdruckluft bestätigbaren Kolben aufweist, der die Düsennadel bei einer Öffnungsbewegung mitnimmt, wobei der Kolben und die Düsennadel separat jeweils durch ein Federelement an einer Innenwand des Spritzmoduls abgestützt sind, und wobei die Öffnungsbewegung durch einen auf den Kolben wirkenden Anschlag begrenzt ist.

Die in weiterer Ausgestaltung vorgeschlagene Kolbenscheibe trägt ebenfalls zur Verbesserung der Nadelführung bei.

Weitere vorteilhafte Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Ansprüchen zu entnehmen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:

1 eine erste Spritzvorrichtung in perspektivischer Ansicht von vorne,

1a die erste Spritzvorrichtung in konstruktiver Ausgestaltung in Seitenansicht, ohne Luftdüsenring,

1b eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von 1a,

2 die gleiche Spritzvorrichtung in perspektivischer Ansicht von hinten,

3 den Pistolenkörper bzw. das Automatik-Spritzmodul der Spritzvorrichtung nach 1 in perspektivischer Ansicht von unten,

4 das Versorgungs- bzw. Steuermodul der Spritzvorrichtung nach 1a in perspektivischer Ansicht von oben,

4a einen Schnitt durch ein anderes Versorgungs- bzw. Steuermodul einer Spritzvorrichtung,

5 den Pistolenkörper bzw. das Automatik-Spritzmodul einer zweiten Spritzvorrichtung in perspektivischer Ansicht von unten,

6 das Versorgungs- bzw. Steuermodul der zweiten Spritzvorrichtung in perspektivischer Ansicht von oben,

7 eine Variante der ersten Spritzvorrichtung in perspektivischer Ansicht von vorne,

8 einen Querschnitt durch die Variante nach 7,

9 einen Teilschnitt durch die Spritzvorrichtung nach 1a, und

10 ein weiteres Versorgungs- bzw. Steuermodul einer anderen Spritzvorrichtung in Ansicht und

11 einen Schnitt durch das in 10 dargestellte Versorgungs- bzw. Steuermodul.

Bei der in 1 bis 4 gezeigten ersten Ausführungsform besitzt die Spritzvorrichtung ein Spritzmodul 1 und ein Versorgungs- bzw. Steuermodul 2. Das Spritzmodul 1 setzt sich im Wesentlichen aus einem Betätigungsteil, nämlich einem Pistolenkörper 3, und einem Spritzkopfteil, nämlich einem Düsenkopf 4 mit einer Spritzdüse 4a, zusammen. Der Pistolenkörper 3 und der Düsenkopf 4 sind als hohlzylindrische Bauteile mit kreisrundem Querschnitt ausgebildet und in Längsrichtung in der gleichen Ebene hintereinander angeordnet. In ihrem Anschlussbereich 5 ist eine Dichtung vorgesehen. In dem Spritzmodul 1 ist ein herkömmlicher Düsensatz mit Farbnadelpackung (nicht dargestellt) und Luftdüse mit Luftkappe 6 untergebracht. Die Luftkappe 6 besitzt wie allgemein üblich zwei gelochte Hörner 6a zur Breitstrahlerzeugung. Der Düsensatz und die Luftkappe 6 sind über einen sogenannten Luftdüsenring 7 lösbar am Düsenkopf 4 des Spritzmoduls 1 befestigt. An seinem dem Düsenkopf 4 abgewandten Ende ist der Pistolenkörper 3 mit einem auf- und abschraubbaren Abschlussdeckel 8 versehen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Abschlussdeckel 8 aus Aluminium gefertigt. Anstatt des Abschlussdeckels 8 kann auf individuelle Anforderung als Option ein Verstellelement zur Mengenregulierung der Farbe bzw. des Lackes vorgesehen werden.

Der Luftdüsenring 7 ist entlang seines Umfangs in bekannter Weise mit einer Vielzahl von schmalen Längsrillen 9 versehen. Das erleichtert seine Griffigkeit. An seinem vorderen Ende ist der Luftdüsenring 7 mit einem relativ dünnen Farbring 10 ausgestattet. Der Farbring 10 dient als Kennzeichnungsmittel. So können für RP-Pistolen wie allgemein üblich ein blauer Farbring 10 und für HVLP-Pistolen ein grüner Farbring 10 vorgesehen werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Farbring 10 an einer anderen Stelle, beispielsweise am hinteren Ende des Luftdüsenrings 7 anzuordnen.

Der Abschlussdeckel 8 besitzt ebenfalls entlang seines Umfangs Längsrillen 11. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzt der der Abschlussdeckel 8 weniger Längsrillen 11 als der Luftdüsenring 7, die auch weniger breit sind als die Längsrillen 9 am Luftdüsenring 7. Das reicht für eine gute Griffigkeit des Abschlussdeckels 8 aus. Auf Kundenwunsch kann der Luftdüsenring 7 mit den gleichen Längsrillen 11a versehen werden wie der Abschlussdeckel 8. Eine solche Variante ist in 9 gezeigt.

Ebenfalls ist es möglich, den Pistolenkörper 3 und den Düsenkopf 4 nicht als zwei Bauteile, sondern einstückig auszubilden. Die zuvor vorgeschlagene und beschriebene zweiteilige Ausführungsform bietet vor allem den Vorteil, dass die beiden Bauteile 3 und 4 aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden können. Der ggf. mit aggressivem Material belastete Düsenkörper 4 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem korrosionsbeständigen Edelstahl hergestellt, während der Pistolenkörper 3 aus Aluminium gefertigt worden ist. Daher ist das Spritzmodul 1 langfristig nicht nur für das Verspritzen von lösemittelbasierten Lacken, sondern auch für das Verspritzen von relativ aggressiven Wasserlacken und dergleichen oder von anderen aggressiven Flüssigkeiten geeignet. Da der Düsenkörper 4 etwa nur ein Drittel so lang ist wie der Pistolenkörper 3, ist auch das Kosten-/Nutzenverhältnis gut. Selbstverständlich können bei entsprechendem Kundenwunsch sowohl der Düsenkörper 4, als auch der Pistolenkörper 3 aus Edelstahl oder einem anderen korrosionsbeständigen Metall hergestellt werden. Andererseits können bei entsprechendem Kundenwunsch sowohl der Düsenkörper 4, als auch der Pistolenkörper 3 aus Aluminium oder einem anderen unedlen Metall hergestellt werden.

Das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 ist in einstückig in Blockform gestaltet und weist einen quaderförmigen unteren Bereich 20 auf, an den sich ein im Querschnitt trapezblockförmiger oberer Bereich 21 anschließt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind der quaderförmige unteren Bereich 20 und der trapezblockförmige obere Bereich 21 etwa gleich hoch. Das Trapez 21 besitzt einen Winkel γ von etwa 45 Grad (s. 8). Diese Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 ist aus Edelstahl gefertigt; könnte aber auf Kundenwunsch auch aus Aluminium gefertigt werden.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sämtliche Oberflächen eloxiert. Selbstverständlich könnten alle Oberflächen oder aber nur ein Teil der Oberflächen auf andere Weise veredelt sein.

Ebenso ist es möglich, das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 und/oder den Pistolenkörper 3 und/oder den Düsenkörper 4 vollständig oder teilweise aus Kunststoffen zu fertigen.

Das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 wird in Längsrichtung von fünf Kanälen 22 bis 26 durchzogen. Die zwei Kanäle 22 und 23 verlaufen durch den quaderförmigen unteren Bereich 20 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2. Dabei ist der Kanal 22 für den Materialvorlauf (Spritzflüssigkeitsleitung) und der Kanal 23 ist für den Materialrücklauf (Spritzflüssigkeitsrücklaufleitung) vorgesehen. Die drei Kanäle 24 bis 26 verlaufen durch den trapezblockförmigen oberen Bereich 21 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2. Der Kanal 24 dient zur Spritzluftversorgung und der Kanal 25 zur Steuerluftversorgung. Der Kanal 26 ist zur Regulierung des Spritzstrahls in einen Rundstrahl bzw. Breitstrahl vorgesehen. Dazu ist in sein Einlassende ein Verstellelement 27 eingesetzt. Die Einlassenden der anderen vier Kanäle 22 bis 25 können mit Anschlusselementen für Schlauchleitungen versehen werden (nicht dargestellt).

Der Kanal 24 für die Spritzluft ist mittels einer Querbohrung 28 mit dem Kanal 26 zur Regulierung des Spritzstrahls verbunden. Die beiden Enden der Querbohrung 28 können mittels einer Kugel oder dergleichen verschlossen werden. Die Ausstattung der Querbohrung 28 oder einer anderen Querbohrung mit einer Drossel oder mit einem Ventil ist ebenfalls möglich.

Alle fünf Kanäle 22 bis 26 und damit alle Fluidanschlüsse enden auf der planen, rechteckigen oberen Außenfläche 50 des trapezblockförmigen oberen Bereichs 21 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2. An den Auslassenden ist der Querschnitt der Kanäle 22 bis 26 im Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 auf den Idealzustand erweitert, d. h. sie sind hier geringfügig größer als der Querschnitt der Einlassenden der Kanäle 12 bis 16 im Pistolenkörper 1. Dadurch wird das Erreichen des Fluchtens der Kanäle 22 bis 26 im Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 mit den Kanälen 12 bis 16 im Pistolenkörper 1 erleichtert. Die Querschnittserweiterung der Kanäle ist durch Schrägbohren und damit auf eine fertigungstechnisch besonders einfache Weise erreicht worden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind nur zwei der Kanäle, nämlich die mittigen Kanäle mit den Bezugsnummern 24 und 26, schräg gebohrt. Das reicht in der Regel aus. Selbstverständlich könnten auch die anderen Kanäle schräg gebohrt sein.

In 1a ist eine Schnittdarstellung des Spritzmoduls 1 gezeigt, jedoch ohne Luftdüse, Düsennadel, Dichtungen und Federn. Wie 1a insbesondere zeigt, ist die Anschlussfläche 51 des Automatik-Spritzmoduls 1 gegenüber den Umfangsflächenabschnitten 42, 43 des Spritzmodulkörpers 3 rückversetzt, die in Längsrichtung des Spritzmodulkörpers 3 gegenüberliegen. Und sie ist gegenüber einer Außenumfangsfläche der Spritzdüse 68, nämlich des Luftdüsenrings 7 der Spritzdüse rückversetzt, so dass keine Montageprobleme beim Luftdüsenring 7 auftreten, welcher hier allerdings nicht gezeigt ist.

Die Spritzflüssigkeitsleitung 12 und die Spritzflüssigkeitsrücklaufleitung 13 enden in dem Abschnitt der Anschlussfläche 51 münden, der an dem Spritzkopfteil bzw. Düsenkopf 4 gebildet ist.

Ein Verdrehzapfen (nicht dargestellt) ist in der Anschlussfläche 51 angeordnet und ragt gegenüber dieser vor.

Aus 4a ist ersichtlich, wie zwei Kanäle 80, 81 in einem anderen, im Querschnitt rechteckförmigen Versorgungs- bzw. Steuermodul 2a konstruktiv vorteilhaft schräg gebohrt sind. Die Mittelachse 82 des Kanals 80 verläuft in einem Winkel α von ca. 12 Grad zur Mittelachse 2b des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2a, während die Mittelachse 83 des Kanals 83 in einem Winkel β von ca. 16 Grad zur Mittelachse 2b des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2a verläuft.

Eine spezielle Formdichtung 30 sorgt für einen fluiddichten Anschluss der Einlassenden der Kanäle 12 bis 16 im Pistolenkörper 1 mit den Auslassenden der Kanälen 22 bis 26 im Versorgungs- bzw. Steuermodul 2. Die Enden der Kanäle 12 bis 16 und die Enden Kanäle 22 bis 26 liegen auf den Umrisslinien eines Rechtecks, wobei die Enden der Kanäle 15 und 25 in der Mitte einer kurzen Rechteckseite angeordnet sind, die Enden der Kanäle 24 und 26 jeweils mittig auf einer der beiden langen Seiten des Rechtecks und die Kanäle 22 und 23 an den Eckpunkten der anderen kurzen Seite des Rechtecks. Die Formdichtung 30 besitzt dementsprechend fünf ringförmige Bereiche 31 bis 35, von denen jeweils einer einen der fünf Kanäle 22 bis 26 eng anliegend umgibt. Die fünf ringförmige Bereiche 31 bis 35 sind über schmale Einzelstege miteinander verbunden; und zwar ist ein Steg 36 vorgesehen, welcher sich in einem rechtwinkligen Knick von dem ringförmigen Bereich 31 zu dem ringförmigen Bereich 32 erstreckt. Ein weiterer Steg 37 erstreckt sich mit geradem Verlauf vom ringförmigen Bereich 32 zum ringförmigen Bereich 33 und ein kurzer gerader Steg 38 vom ringförmigen Bereich 33 zum ringförmigen Bereich 34. Der Steg 39 erstreckt sich mit geradem Verlauf vom ringförmigen Bereich 34 zum ringförmigen Bereich 35 und der Steg 40 vom ringförmigen Bereich 35 in einem rechtwinkligen Knick zu dem ringförmigen Bereich 31. Das gesamte Formdichtungs-Gebilde 30 ist einstückig aus einem elastischen Material, nämlich aus einem Kunst-Kautschuk gefertigt. Eine Fertigung aus Teflon wäre ebenfalls möglich.

Die Formdichtung 30 liegt jedenfalls nach dem Zusammenbau des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2 mit dem Spritzmodul 1 mit ihren ringförmigen Bereichen 31 bis 35 dicht an den Einlassenden der Kanäle 12 bis 16 des Spritzmoduls 1 an. Eine solche Abdichtung hat gegenüber einer herkömmlichen Abdichtung mit einzelnen O-Ringen den Vorteil, dass wegen der zuvor beschriebenen Stegverbindungen an der Formdichtung 30 kein Verrutschen der Ringe 31 bis 35 möglich ist. Außerdem macht die Gestaltung der Formdichtung 30 mit Ringen 31 bis 35 und Stegen 36 bis 40 preiswert, da wenig Material zum Herstellen der Formdichtung 30 benötigt wird.

Andererseits könnte die Formdichtung aber auch aus einer Fläche hergestellt werden, aus der Löcher entsprechend der Größe der Kanalenden ausgespart sind. Wesentlich ist, dass die Formdichtung die Enden der Kanäle eng bzw. passend umgibt. Das Spritzmodul 1 ist in seinem Anschlussbereich 5 vorzugsweise mit einer Formdichtung ausgestattet, wie sie zuvor beschrieben wurde. In anderer Ausgestaltung könnten jedoch auch eine Flachdichtung oder mehrere O-Ringe vorgesehen werden.

Die Außenseite des Spritzmoduls 1 ist im Bereich der Einlasskanäle 12 bis 16 mit einer planen Rechteckfläche 51 gestaltet. Diese Rechteckfläche 51 ist durch Fräsen des Außenmantels des Zylinders, den das Spritzmodul 1 darstellt, hergestellt worden. Sie ist demgemäß gegenüber den anderen Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers 3 rückversetzt.

Ihre Breite b entspricht dem Außendurchmesser des Zylinders 3. Zudem entspricht die Breite b der Breite b1 der rechteckigen oberen Außenfläche 50 des trapezblockförmigen oberen Bereichs 21 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2.

In Längsrichtung beginnt die Rechteckfläche 51 kurz hinter dem vorderen Ende des Düsenkopfes 4 und endet relativ weit entfernt vom hinteren Ende Pistolenkörpers 3 des Spritzmoduls 1. Dementsprechend steht über den beiden Längsenden der Rechteckfläche und damit senkrecht zur Längsrichtung des Pistolenkörpers 51 jeweils ein Profil in Form einer Kreisabschnittsfläche 52, 53 ab. Eine erste Kreisabschnittsfläche 52 befindet sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel am Düsenkopf 4 und eine zweite Kreisabschnittsfläche 53 am Pistolenkörper 1. Die Länge l der Rechteckfläche 51 und damit der Abstand der Kreisabschnittsflächen 52 und 53 sind auf die Länge l1 der planen, rechteckigen oberen Außenfläche 50 des trapezblockförmigen oberen Bereichs 21 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2 abgestimmt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Länge l beim Spritzmodul 1 um etwa einen halben Millimeter und damit geringfügig größer als die Länge l1 der Rechteckfläche 51 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2 gewählt worden. Dadurch ergibt sich eine ausgezeichnete Positionierhilfe für die beiden seitlichen Endflächen 54 und 55 des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2 beim Zusammenbau mit dem Spritzmodul 1. Selbstverständlich kann die zuvor beschriebene Bemaßung auch bei einem Spritzmodul 1 vorgesehen werden, das nicht aus zwei Teilen 3 und 4 zusammengesetzt ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Höhe H1 (s. 8) des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2 ca. 3 cm. Der Gesamtzusammenbau, nämlich eine Spritzvorrichtung aus Automatik-Spritzmodul 1 und Versorgungs- bzw. Steuermodul 2, ist deswegen hervorragend zur Verwendung in einer Linie oder Strecke geeignet, die für die automatische Beschichtung von gleichartigen Werkstücken eine Vielzahl von Spritzvorrichtungen besitzt. Mit dem erfindungsgemäß maßlich gestalteten Gesamtzusammenbau können einzelne oder alle Spritzvorrichtungen problemlos ersetzt werden.

Bei der in den 11 und 12 dargestellten Variante eines Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2b ist dessen Körper im Wesentlichen quaderförmig und besitzt nur ein sehr kleines trapezblockförmiges Oberteil 51. An dessen Oberseite, die dem hier nicht dargestellten Spritzmodul zugewandt ist, ist auch hier eine Anschlussfläche 50 für das (nicht dargestellte) Spritzmodul vorgesehen, deren Breite b dem Außendurchmesser des zumindest bereichsweise zylindrischen Spritzmoduls entspricht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Breite b lediglich ca. 24 mm, die Höhe H des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2b beträgt etwa 25 mm und die Breite B des Versorgungs- bzw. Steuermoduls 2b beträgt etwa 46 mm. Das Trapez 51 besitzt hier einen Winkel 6 von etwa 80 Grad. Das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2b ist demgemäß sehr kompakt gestaltet.

Aus 12 ist ersichtlich, dass das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2b mehrere Aufnahmenuten 30a für eine Formdichtung besitzt.

Selbstverständlich könnte auch ein im Umriss/Querschnitt völlig anders gestaltetes Versorgungs- bzw. Steuermodul in Einsatz kommen. Wesentlich ist stets, dass die Anschlussfläche des Automatik-Spritzmoduls 1 und/oder des Steuer bzw. Versorgungsmoduls 2 gegenüber angrenzenden Umfangsflächenabschnitten des Spritzmodulkörpers 1 bzw. des Versorgungsmodulkörpers 2 rückversetzt sind.

Etwa im Bereich der Hälfte seiner Längserstreckung ist das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 mit einem Loch 29 für einen in 4 nicht dargestellten Befestigungsbolzen versehen, welcher in einem in der Anschlussfläche 51 vorgesehenen Loch 17 des Pistolenkörpers 3 untergebracht ist und davon hervorragt. Weiterhin ist ein Loch 29a zur Aufnahme eines am Pistolenkörper 3 befestigten Verdrehzapfens (nicht dargestellt) vorgesehen, der in dessen Anschlussfläche 51 angeordnet ist und gegenüber dieser vorragt.

In den 7 und 8 ist angedeutet, wie das Spritzmodul 1 und das Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 besonders schnell miteinander verbunden und bei Bedarf schnell wieder voneinander gelöst werden können. Wie zuvor erwähnt, sind im Spritzmodul 1, und zwar im Pistolenkörper 3, ein Loch 17 eingelassen und im Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 ein Loch 29. Das Loch 17 im Pistolenkörper 1 besitzt einen etwas kleineren Durchmesser als das Loch 29 im Versorgungs- bzw. Steuermodul. In das Loch 17 ist ein Befestigungsbolzen 18 eingeschraubt. Der Bolzen 18 besitzt etwa mittig eine umlaufende Ringnut 19. In die Ringnut 19 greift ein Bolzen 56 ein, an welchem ein Handrad 57 befestigt ist. Das Handrad 57 besitzt einen gewellten Griffbereich 58. Durch Drehen des Handrads 57 kann das Spritzmodul 1 vom Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 an- und abgehoben werden. Beim Drehen des Handrads 57 in eine Richtung wird das Spritzmodul 1 zum Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 hin bewegt und Druck auf die zuvor beschriebene Formdichtung 30 ausgeübt, was ihre Dichtwirkung verstärkt. Beim Drehen des Handrads 57 in die entgegengesetzte Richtung wird das Spritzmodul 1 vom Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 weg bewegt und vom Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 abgenommen werden, wobei der Bolzen 18 im Pistolenkörper verbleibt.

Bei der in den 5 und 6 angedeuteten zweiten Ausführungsform sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie bei der zuvor beschriebenen ersten Ausführungsform und werden deswegen hier nicht nochmals beschrieben. Wesentlich bei der zweiten Ausführungsform ist, dass der Pistolenkörper 3 des Spritzmoduls 1 einen abgewandelten unrunden Außenmantel ausweist, wobei die plane Rechteckfläche 51 außerhalb der Kreisbahn liegt, die ansonsten vom Außenmantels des Zylinders, den der Pistolenkörper 3 darstellt, vorsteht. Entlang beider Längsseiten der planen Rechteckfläche 51 schließt sich jeweils eine plane Rechteckfläche 59 bzw. 60 an. Die Rechteckflächen 59 und 60 sind etwa ein Fünftel so breit wie die Rechteckfläche 51 und jeweils in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Rechteckfläche 51 angeordnet.

Das Versorgungs- bzw. Steuermodul 61 nach 6 ist im Wesentlichen quaderförmig. Es besitzt eine vertieft, d. h. rückversetzt liegende plane rechteckige obere Außenfläche 50. Beidseitig entlang der Außenfläche 50 schließen sich plane Rechteckflächen 62 und 63 an, die entsprechend der planen Rechteckflächen 59 bzw. 60 am Pistolenkörper 3 gestaltet sind. Dadurch ergibt sich eine ausgezeichnete Positionierhilfe, Führungs- und Anlagefläche für die beiden planen Rechteckflächen 59 bzw. 60 am Pistolenkörper 3 bei dessen Zusammenbau mit dem Versorgungs- bzw. Steuermodul 1.

Beide Module 2 und 3 sind aus Metallen hergestellt, die sich spanabhebend bearbeiten lassen. Dadurch können die zuvor beschriebenen Flächen problemlos hergestellt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Rechteckflächen 62 und 63 an ihren oberen Enden aus Sicherheitsgründen sowie zur Verbesserung der optischen Erscheinung der Spritzvorrichtung 1 abgefast.

Das Versorgungs- bzw. Steuermodul 61 ist auch mit einer Formdichtung 30 ausgestattet, welche die Enden der Kanäle 22 bis 25 mit Ringen 31 bis 35 umgibt, die durch Stege 36 miteinander verbunden sind.

Im Unterschied zum Versorgungs- bzw. Steuermodul 2 nach 4 ist beim Versorgungs- bzw. Steuermodul 61 nach 6 kein Kanal für den Materialrücklauf vorgesehen.

Bei der in 9 dargestellten Ausführungsform ist ersichtlich, wie eine hervorragende Führung und Verstellung der Farbnadel bzw. Düsennadel 64 im Pistolenkörper 3 der Spritzvorrichtung erfolgen kann.

Der Betätigungsteil bzw. Pistolenkörper 3 an dem Düsenkopf 4 fernen Ende mit einem Abschlussdeckel 8 verschlossen ist. Der Abschlussdeckel 8 besitzt hierzu einen relativ dicken kreisscheibenförmigen Abschnitt 65, von dessen dem Pistoleninneren zugewandten Fläche 66 ein zylindrisches Zäpfchen 67 absteht, welcher auf Abstand zum freien Ende der Farbnadelführung 64 verläuft. Der Durchmesser des Zäpfchens 67 ist auf den Durchmesser des freien Endes einer Farbnadelführung 64 abgestimmt.

Wie die 9 weiter zeigt, ist am Abschlussdeckel 8 ein zylindrischer Fortsatz 69 einstückig angeformt, welcher mit einem Außengewinde 70 versehen ist, das mit einem Innengewinde 71 im Pistolenkörper 3 zusammenwirkt. Der Abschlussdeckel 8 ist damit als Gewindedeckel gestaltet und sehr sicher am Pistolenkörper 3 befestigt.

Die hier nicht dargestellt Anschlussfläche 51 des Betätigungsteils (3; s. 3) ist dabei zumindest nahezu fluchtend zu dem Innengewinde 71 rückversetzt.

Im Bereich, vorzugsweise neben der Anschlussfläche 51, ist eine Dichtheitskontrollbohrung (nicht dargestellt) vorgesehen. Diese Bohrung dient zur Kontrolle, ob Spritzflüssigkeit in den Betätigungsteil gelangt ist.

Das Automatik-Spritzmodul 1 besitzt eine Führung für die Düsennadel 64 zum steuerbaren Öffnen und Verschließen der Spritzdüsenöffnung 68, eine pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit 90 zum Betätigen der Düsennadel 64 zwischen einer Offen- und Schließstellung sowie eine Steuerdruckluftleitung 15 für die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit 90. Die pneumatische Nadel-Bestätigungseinheit 90 weist einen durch die Steuerdruckluft betätigbaren Kolben 72 auf, der die Düsennadel 64 bei einer Öffnungsbewegung mitnimmt, wobei der Kolben 72 und die Düsennadel 64 separat jeweils durch ein nicht dargestelltes Federelement an einer Innenwand des Spritzmoduls abgestützt sind. Die Öffnungsbewegung der Düsennadel 64 ist durch einen auf den Kolben 72 wirkenden Anschlag 66 begrenzt, welcher von der Endfläche 66 des Gewindes des Gewindedeckels 8 des Automatik-Spritzmoduls 1 ausgebildet ist.

Der Kolben 72 ist dabei durch eine einstückige Kolbenscheibe 73 mit einer umlaufenden Nut zur Aufnahme einer Kolbendichtung 74 gebildet ist. Die Kolbendichtung 74 weist einem inneren O-Ring, vorzugsweise aus Nitril-Butadien-Kautschuk, und einen äußeren Dichtring, vorzugsweise aus Teflon, auf.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass das vorstehend geschilderte nur bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschreibt, aber die vorliegende Erfindung nicht darauf eingeschränkt ist. Für den Fachmann auf dem Gebiet kann die vorliegende Erfindung verschiedene Abwandlungen und Änderungen haben. Alle Änderungen, äquivalente Substitutionen, Verbesserungen, die in die Bandbreite und das Prinzip der vorliegenden Erfindung fallen, sollen vom Schutzumfang abgedeckt werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 2393606 B1 [0003]