Title:
Freilaufführung für vertikal fahrende Türen
Kind Code:
U1


Abstract:

Feilaufführung für vertikal fahrende Türen dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe einer Kombination aus Rollenführung, laufend am/im beweglichen Türblatt, fixiert am starren Türrahmen und mit Hilfe einer Gleitführung, mitlaufend am beweglichen Türblatt, eine kostengünstige, zuverlässige Linearführung für Hubtüren geschaffen wird, welche einen Toleranzausgleich zulässt, ein Verkanten/Verspannen des Türblatts verhindert und einen maximalen Freilauf des Türblatts über den starren Türrahmen hinaus ermöglicht.




Application Number:
DE202016005117U
Publication Date:
09/19/2016
Filing Date:
08/20/2016
Assignee:
Hellmann, Damian, 58515 (DE)
International Classes:



Claims:
1. Feilaufführung für vertikal fahrende Türen dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe einer Kombination aus Rollenführung, laufend am/im beweglichen Türblatt, fixiert am starren Türrahmen und mit Hilfe einer Gleitführung, mitlaufend am beweglichen Türblatt, eine kostengünstige, zuverlässige Linearführung für Hubtüren geschaffen wird, welche einen Toleranzausgleich zulässt, ein Verkanten/Verspannen des Türblatts verhindert und einen maximalen Freilauf des Türblatts über den starren Türrahmen hinaus ermöglicht.

2. Feilaufführung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenführung in einer Profilnut, auf einer Welle oder auf einer Feder am fahrenden Türblatt laufend ist.

3. Feilaufführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenführung als Kreuzrollenführung, Kugellager, Gleitlager oder Kugelumlaufführung ausgeführt sein kann.

4. Feilaufführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenführung federnd nachgiebig mit dem starren Türrahmen aufgehängt sein kann, um einen zusätzlichen Toleranzausgleich zu schaffen/zu minimieren

5. Feilaufführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung federn nachgiebig mit dem fahrenden Türblatt aufgehängt sein kann, um einen zusätzlichen Toleranzausgleich zu schaffen/zu minimieren.

6. Feilaufführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung in einer Profilnut, auf einer Welle oder auf einer Feder am starren Türrahmen gleitend ist.

7. Feilaufführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Positionen von Rollenführung und Gleitführung vertauscht werden können – Rollenführung mitfahrend am beweglichen Türblatt, Gleitführung fixiert am starren Türrahmen.

Description:

Vertikal fahrende Türen (sogenannte Hubtüren) besitzen meist einen starren Teil, den Türrahmen und einen beweglichen Teil, das Türblatt. Das Türblatt wird in den meisten Fällen mit Hilfe einer Linearführung über die gesamte Länge des Hubs am starren Teil, dem Türrahmen geführt. Bei den meisten Hubtüranwendungen ist seitens der Präzision der Linearführungen keine hohe Genauigkeit erforderlich. Diese Führungen können als Gleit-, Rollen-, oder auch Kugellager und Kugelumlaufführungen ausgestaltet sein. Im Zusammenspiel mit dem Antrieb ist es teilweise sogar erforderlich in einem sehr großen Toleranzbereich bei der Führung des Türblatts zu bleiben, so dass ein ungenauer Lauf z. B. der Antriebselemente ausgeglichen werden kann um einen möglichst geringen Verschließ, eine hohe Lebensdauer, sowie geringe Wartungs- und Anschaffungskosten zu gewährleisten. Es fallen somit für die meisten Anwendungen Kugellager- und Kugelumlaufführungen weg. Gleitführungen sind für diese Fälle meist genau zutreffend, bieten doch einen entscheidenden Nachteil: Die Führung muss über den gesamten Hub bzw. mind. 2/3 des Hubs (Abhängig von der Breite der Tür) erfolgen um ein ungewolltes Verkannten/Verspannen zu verhindern. Ein daraus resultierender hoher Rahmen und ggf. ein starres Türblatt – dienend zur Abdeckung des fahrenden Türblatts – sind hierbei erforderlich.

Der in Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass die oben genannten Hubtüren oft weit über die zu sichernde Arbeitsstelle/Maschine hinausragen und viel Raumplatz benötigten. Auch das ansprechende Design der Gesamtkonstruktion (z. B. Hubtür verbaut an Maschine) wird oftmals durch die Höhe der Hubtür stark beeinträchtigt.

Dieses Problem wird mit dem im Schutzanspruch 1 ausgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird mit Hilfe einer Kombination aus am Türblatt mitfahrender Gleitführung und am Rahmen montierter Rollenführung, eine Möglichkeit geschaffen, ein Hubtürblatt so zu führen, dass es frei über den eigentlichen Türrahmen hinausfahren kann (Führung min. 1/8 des Gesamthubs), ohne dass eine Gefahr des Verkantens/Verspannens besteht.

Funktionsbeschreibung am Beispiel einer angetrieben, vertikal fahrenden Hubtür mit festem, einteiligem Türblatt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 erläutert. Es zeigt:

1 die Gesamtkonstruktion der Hubtür mit der beispielhaften Führungsmechanik, insbesondere des mitfahrenden Gleitelements (5) und der am Türrahmen (6) angebrachten Führungsrolle (1)

In 1 ist eine Hubtür dargestellt, welche ein vertikal verfahrendes Türblatt (7) besitzt und dieses durch die Erfindung so geführt wird, dass ein überfahren des starren Türrahmens (6) möglich ist, ohne die Gefahr des Verkanntens/Verspannens des vertikal fahrenden Türblatts (7). Durch die Führungsrolle (1), welche fest durch die Befestigungselemente (2) mit dem starren Türrahmen verbunden ist und in der Profilnut (3) des vertikal fahrenden Türblattprofils (4) eine Rollenführung darstellt, wird eine im oberen Bereich verschleißarme und zuverlässige Führung des vertikal fahrenden Türblatts (7) gewährleistet. Das vertikal fahrende Türblatt (7) wird außerdem an einem weiteren Punkt mit Hilfe eines fest am vertikal fahrenden Türblatt montierten Gleitelements (5) über die Gegenschiene (starrer Türrahmen) (6) geführt. Ein Verkannten/Verspannen ist bei einer intakten Rollenführung (1; 2; 3) einerseits und der Gleitführung (5; 6) andererseits nicht möglich. Zudem gewährt die Gleitführung im unteren Bereich das notwendige Spiel für den Ausgleich evtl. ungenau laufender Antriebselemente (nicht dargestellt).

Bezugszeichenliste

1
Führungsrolle
2
Befestigungselement der Führungsrolle
3
Nut für den Eingriff der Führungsrolle
4
Führungsprofil
5
Gleitelement
6
Gegenschiene für das Gleitelement (starrer Türrahmen)
7
vertikal fahrendes Türblatt