Title:
Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere im Rahmen von Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen
Kind Code:
U1
Abstract:

Tageslicht-Handleuchte (1) zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere im Rahmen von der Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen, wobei die Tageslicht-Handleuchte (1) eine Einstelleinrichtung (10) zum Einstellen der Lichtstärke aufweist, wobei die Einstelleinrichtung (10) ein Bedienelement (9) umfasst, das zwischen einer Minimal- und einer Maximalstellung verstellbar ist, wobei in der Minimalstellung des Bedienelements (9) die Lichtstärke minimal eingestellt ist und in der Maximalstellung die Lichtstärke maximal eingestellt ist, wobei das Bedienelement (9), wenn es in der Nähe der Minimal- oder Maximalstellung angeordnet ist, aufgrund einer Federrückstellkraft selbstständig in die zugehörige Minimal- oder Maximalstellung zurückkehrt, wobei das Bedienelement (9) in zumindest einem Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Maximalstellung stufenlos anordenbar ist, ohne dass das Bedienelement (9) selbstständig in die Minimal- oder Maximalstellung zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke mittels des Bedienelements (9) stufenlos einstellbar ist.



Application Number:
DE202016005025U
Publication Date:
10/14/2016
Filing Date:
08/19/2016
Assignee:
SATA GmbH & Co. KG, 70806 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014018940A1N/A2016-06-23
Claims:
1. Tageslicht-Handleuchte (1) zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere im Rahmen von der Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen, wobei die Tageslicht-Handleuchte (1) eine Einstelleinrichtung (10) zum Einstellen der Lichtstärke aufweist, wobei die Einstelleinrichtung (10) ein Bedienelement (9) umfasst, das zwischen einer Minimal- und einer Maximalstellung verstellbar ist, wobei in der Minimalstellung des Bedienelements (9) die Lichtstärke minimal eingestellt ist und in der Maximalstellung die Lichtstärke maximal eingestellt ist, wobei das Bedienelement (9), wenn es in der Nähe der Minimal- oder Maximalstellung angeordnet ist, aufgrund einer Federrückstellkraft selbstständig in die zugehörige Minimal- oder Maximalstellung zurückkehrt, wobei das Bedienelement (9) in zumindest einem Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Maximalstellung stufenlos anordenbar ist, ohne dass das Bedienelement (9) selbstständig in die Minimal- oder Maximalstellung zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke mittels des Bedienelements (9) stufenlos einstellbar ist.

2. Tageslicht-Handleuchte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) zwischen der Minimal- und der Maximalstellung in einer Mittelstellung anordenbar ist, wobei das Bedienelement (9), wenn es in der Nähe der Mittelstellung angeordnet ist, ebenfalls aufgrund der Federrückstellkraft selbstständig in die Mittelstellung zurückkehrt.

3. Tageslicht-Handleuchte (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Mittelstellung oder zwischen der Mittel- und Maximalstellung ausgebildet ist.

4. Tageslicht-Handleuchte (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Mittel- oder Maximalstellung bzw. zwischen Minimal- und Mittelstellung ein weiterer Übergangsverstellbereich ausgebildet ist, in welchem das Bedienelement (9) stufenlos anordenbar ist, ohne dass das Bedienelement (9) selbstständig in die Minimal-, Maximal- oder Mittelstellung zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke mittels des Bedienelements (9) stufenlos einstellbar ist.

5. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Einstelleinrichtung (10) die Lichtstärke nur bis zu einer minimalen Lichtstärke reduzierbar ist, die größer 40%, insbesondere größer 50%, der maximalen Lichtstärke ist.

6. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tageslicht-Handleuchte (1) zumindest ein Kopfteil (2), das eine Lichtaustritts-Öffnung (5) aufweist, und ein Griffteil (3) umfasst, an welchem ein Bediener die Tageslicht-Handleuchte (1) zur Prüfung von lackierten Oberflächen greifen kann.

7. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (7) des Griffteils (3) im Wesentlichen senkrecht zur Richtung (8) verläuft, in welcher das erzeugbare Licht das Kopfteil (2) durch die Lichtaustritts-Öffnung (5) verlässt.

8. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) in bzw. an dem Kopfteil (2) angeordnet, insbesondere in dem Kopfteil (2) drehgelagert ist, und wobei das Bedienelement (9) vorzugsweise seitens der Rückseite des Kopfteils (2), welche der Lichtaustritts-Öffnung (5) gegenüberliegt, verstellbar ist.

9. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) zur Einstellung der Lichtstärke um eine Dreheinstellachse (14) drehbar gelagert ist.

10. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreheinstellachse (14) im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse (7) des Griffteils (3) der Tageslicht-Handleuchte (1) verläuft.

11. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tageslicht-Handleuchte (1) zusätzlich zu dem Bedienelement (9) einen Ein-/Ausschalter (11) aufweist, mittels dessen die Tageslicht-Handleuchte (1) ein- und ausschaltbar ist.

12. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ein-/Ausschalter (11) als Kippschalter ausgebildet ist.

13. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) und der Ein-/Ausschalter (11) derart an der Tageslicht-Handleuchte (1) angeordnet sind, dass ein Bediener, der die Tageslicht-Handleuchte (1) zur Prüfung von lackierten Oberflächen an dem Griffteil (3) mit einer Hand greift, mit dem Daumen derselben Hand das Bedienelement (9) verstellen kann und mit dem Zeigefinger derselben Hand den Ein-/Ausschalter (11) betätigen kann.

14. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ein-/Ausschalter (11) gegenüberliegend zu dem Bedienelement (9) angeordnet ist.

15. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ein-/Ausschalter (11) an einem kopfteilseitigen Endbereich des Griffteils (3) angeordnet ist.

16. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) zur Erzeugung der Federrückstellkraft, aufgrund derer das Bedienelement (9) in der Nähe der Minimal-, der Maximal- und gegebenenfalls der Mittelstellung selbstständig in die zugehörige Stellung zurückkehrt, eine Kulisse (18) und ein die Kulisse (18) beaufschlagendes Federelement (19) aufweist, wobei bei Verstellung des Bedienelements (9) das Federelement (19) entlang der Kulisse gleitet, und wobei die Minimal-, die Maximal- und gegebenenfalls die Mittelstellung durch zugehörige Mulden (24) in der Kulisse (18) ausgebildet sind.

17. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (18) an dem Bedienelement (9) angeordnet ist, vorzugsweise an einem um eine Dreheinstellachse (14) des Bedienelements (9) umlaufenden Kragen (17).

18. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Kulisse (18) bildende Kragen (17) einstückig mit dem Bedienelement (9) ausgebildet ist.

19. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) im Wesentlichen scheibenförmig ausgebildet ist.

20. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) eine abstehende Betätigungsnase (12) aufweist.

21. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) drehfest auf einer Verstellwelle (23) eines Potentiometers (22) befestigt ist, und gemeinsam mit der Verstellwelle (23) um die Dreheinstellachse (14) drehbar ist.

22. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (18) auf der Seite des Bedienelements (9) angeordnet ist, welche der Verstellwelle (23) des Potentiometers (22) abgewandt ist.

23. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite des Bedienelements (9), welche der Verstellwelle (23) abgewandt ist, eine Drehlagerung für das Bedienelement (9) um die Dreheinstellachse (14) ausgebildet ist.

24. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (19) als Federarm ausgebildet ist, der an der Innenseite eines Gehäuseteils der Tageslicht-Handleuchte (1) befestigt ist, vorzugsweise einstückig mit diesem ausgebildet ist.

25. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur ersten Federelement-/Kulissen-Paarung eine zweite redundante Federelement-/Kulissen-Paarung vorgesehen ist.

26. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tagelicht-Handleuchte (1) einen Leuchtkörper (6) zur Erzeugung des Lichts aufweist, der eine oder mehrere Leuchtdioden umfasst.

27. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung impulsgesteuert die Lichtstärke einstellt.

28. Tageslicht-Handleuchte (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tageslichtleuchte (1) als Akkumulator (4) betriebene, kabellose Handleuchte (1) ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere im Rahmen von Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen, wobei die Tageslicht-Handleuchte eine Einstelleinrichtung zum Einstellen der Lichtstärke aufweist.

Stand der Technik

Bei einer Reihe von Lackierarbeiten ist eine visuelle Prüfung von lackierten Oberflächen erforderlich. Dies gilt insbesondere bei der Reparaturlackierung von Kraftfahrzeugen. So ist ein visueller Farbabgleich der neu lackierten Bereiche mit dem ursprünglichen Oberflächenbereichen notwendig, denn trotz detaillierte Mischvorgaben von Farblacken durch die Lackindustrie können in der Praxis Farbabweichungen auftreten. Des Weiteren erfolgt häufig vor dem Lackiervorgang ein visueller Abgleich von Farbtonkarten, Farbtonblechen oder Vergleichsblechen mit bereits lackierten Oberflächen, um den richtigen Farbton für die Neulackierung zu bestimmen.

Neben der Prüfung von Farbtönen dient eine visuelle Prüfung aber auch der Ermittlung weiterer Eigenschaften oder Mängel einer lackierten Oberfläche. Beispielhaft sind eine unerwünschte Wolkigkeit, Kraterbildung, Pinholes, Organgenhaut, Fischaugen, Sparklings, Metallics oder Schwankungen der Schichtdicke usw. zu nennen.

Im Falle von Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen ist zudem zu beachten, dass das lackierte Fahrzeug später vom Kunden im Freien unter natürlichem Licht bewertet bzw. abgenommen wird. Daher wird gefordert, dass eine Prüfung von lackierten Oberflächen an Kraftfahrzeugen durch den Lackierer im Freien unter natürlichem Tageslicht erfolgt. Da Lackierarbeiten insbesondere an Kraftfahrzeugen aber aus Umweltschutzgründen und zur Abschirmung des Lackiervorgangs in geschlossenen Räumen (Lackierkabinen) erfolgen, besteht der Bedarf einer zumindest vorläufigen Prüfung der lackierten Oberfläche unmittelbar im Lackier- oder Werkstattarbeitsbereich. Eine Prüfung in geschlossenen Räumen unter künstlichem Licht hat zudem den Vorteil, dass sie unter konstanten, reproduzierbaren (Licht-)Verhältnissen erfolgen kann. Dahingegen variieren die Lichtverhältnisse im Freien durch verschiedene Einflussfaktoren (Witterung, Tageszeit, Jahreszeit usw.).

Aus diesem Grunde wurden Tageslicht-Handleuchten entwickelt, die ein dem Tageslicht möglichst ähnliches Licht mit einer relativ hohen Lichtstärke erzeugen können, so dass eine aussagekräftige Bewertung von lackierten Oberflächen durchgeführt werden kann. Nach Abschluss des Lackiervorgangs kann der Lackierer die lackierte Fläche mit der Handleuchte beleuchten, das Ergebnis seiner Arbeit überprüfen und gegebenenfalls Nachbesserungen bzw. Korrekturen durchführen.

DE 10 2014 018 940 A1 ist eine solche Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen im Kraftfahrzeugreparaturbereich bekannt, die sich durch ein tageslichtähnliches Lichtspektrum bei hoher Lichtstärke auszeichnet. Im Falle der vorbekannten Tageslicht-Handleuchte kann, die erzeugbare Lichtstärke eingestellt werden. Die Dimmbarkeit des Lichts ist beispielsweise bei gewissen Anwendungen wie der visuellen Prüfung stark reflektierender oder sehr heller Oberflächen von Vorteil.

Aufgabe der Erfindung

Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen bereitzustellen, die sich durch eine robuste Handhabung bei erweiterten Einstellmöglichkeiten auszeichnet.

Beschreibung der Erfindung

Gelöst wird die Aufgabe durch eine Tageslicht-Handleuchte mit den Merkmalen von Anspruch 1.

Die erfindungsgemäße Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere im Bereich der Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen, weist eine Einstelleinrichtung zum Einstellen der Lichtstärke auf, wobei die Einstelleinrichtung ein Bedienelement umfasst, das zwischen einer Minimal- und einer Maximalstellung verstellbar ist, wobei in der Minimalstellung des Bedienelements die Lichtstärke minimal und in der Maximalstellung die Lichtstärke maximal eingestellt ist.

Bei einer Vielzahl von Anwendungen der Handleuchte ist es für den Bediener ausreichend, wenn er zwischen zwei Einstellungen wählen kann. In vielen Fällen wird er die Handleuchte bei der maximalen Lichtstärke einsetzen wollen. Die Minimalstellung deckt zudem einen großen Teil von Anwendungen ab, bei welchen die maximale Lichtstärke zu Störeffekten, wie z. B. starke Reflektionen, führen würde.

Damit sich das Bedienelement, wenn es in diesen häufig verwendeten „Standardstellungen” angeordnet ist, nicht bereits durch leichte Berührungen versehentlich verstellt, begibt es sich vorteilhafterweise bei einer geringfügigen Auslenkung aus diesen Standardstellungen selbstständig wieder in die jeweilige Standardstellung zurück. Wenn das Bedienelement folglich in der Nähe der Minimal- oder Maximalstellung angeordnet ist, kehrt es aufgrund einer Federrückstellkraft selbstständig in die zugehörige Minimal- oder Maximalstellung zurück. Zudem bewirkt die Federkraftbeaufschlagung des Bedienelementes in den Standardstellungen, dass es nur mit einem erhöhten Kraftaufwand aus den Standardstellungen verstellt werden kann.

Es gibt aber Anwendungen, bei welchen der Bediener die Lichtstärke auf Werte zwischen der minimalen und der maximalen Lichtstärke genau nach seinen Bedürfnissen einstellen möchte. Eventuell besteht auch der Bedarf, die Lichtstärke bei einer Prüfung ein- und derselben lackierten Stelle geringfügig zu variieren, um bestimmte Oberflächeneffekte bzw. -defekte besser erkennen zu können. Aus diesem Grunde ist es bei der erfindungsgemäßen Handleuchte möglich, das Bedienelement in zumindest einem Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Maximalstellung stufenlos anzuordnen, ohne dass das Bedienelement selbstständig in die Minimal- oder Maximalstellung zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke durch das Bedienelement stufenlos – zumindest in einem kleinen Lichtstärkenbereich – einstellbar ist.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Bedienelement zwischen der Minimal- und der Maximalstellung in einer Mittelstellung anordenbar, wobei das Bedienelement, wenn es in der Nähe der Mittelstellung angeordnet ist, ebenfalls aufgrund der Federrückstellkraft selbstständig in die Mittelstellung zurückkehrt. Aufgrund der Federbeaufschlagung ist das Bedienelement auch aus der Mittelstellung nur mit erhöhtem Kraftaufwand verstellbar. Dank der Mittelstellung kann eine dritte „Standardstellung” definiert werden, bei welcher die Lichtstärke auf einen mittleren Wert eingestellt ist.

Vorzugsweise ist der zumindest eine Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Mittelstellung oder zwischen der Mittel- und Maximalstellung ausgebildet.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zwischen der Mittel- oder Maximalstellung bzw. zwischen Minimal- und Mittelstellung ein weiterer Übergangsverstellbereich ausgebildet, in welchem das Bedienelement stufenlos anordenbar ist, ohne dass das Bedienelement selbstständig in die Minimal-, Maximal- oder Mittelstellung zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke durch das Bedienelement stufenlos einstellbar ist. Insgesamt sind folglich zumindest drei „Standardstellungen” und dazwischen zumindest zwei Übergangsverstellbereiche vorgesehen, in welchen die Lichtstärke jeweils in einem kleinen Lichtstärkenbereich stufenlos einstellbar ist.

Generell ist es denkbar, dass die Lichtstärke durch die Einstelleinrichtung von 0% bis 100% der maximalen Lichtstärke einstellbar ist, d. h. z. B. in der Minimalstellung ist die Handleuchte aus.

Um eine kompakt bauende Einstelleinrichtung mit relativ kleinen Verstellwegen des Bedienelements bereitstellen zu können, aber zugleich eine präzise Änderung der Lichtstärke zu ermöglichen, ist bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung die Lichtstärke mittels der Einstelleinrichtung nur bis zu einer minimalen Lichtstärke reduzierbar, die größer 40%, insbesondere größer 50% (im Speziellen auch größer 75%) der maximalen Lichtstärke ist. Durch die Beschränkung des Bereichs, in welchem die Lichtstärke durch die Einstelleinrichtung dimmbar ist, kann in dem verbleibenden kleineren Lichtstärkenbereich eine genauere Einstellung der Lichtstärke erfolgen.

Vorzugsweise umfasst die Tageslicht-Handleuchte zumindest ein Kopfteil, das eine Lichtaustritts-Öffnung aufweist, und ein Griffteil, an welchem ein Bediener die Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen greifen kann.

Im Falle eines ergonomisch bevorzugten Ausführungsbeispiels verläuft die Längsachse des Griffteils im Wesentlichen senkrecht zu der Richtung, in welcher das erzeugbare Licht das Kopfteil durch die Lichtaustritts-Öffnung verlässt. Wenn der Bediener das Griffteil umgreift, hält er es in etwa senkrecht zu seinem Unterarm (Handgelenk nicht geknickt). Die Richtung, in welcher das Licht die Handleuchte verlässt, ist nun im Wesentlichen parallel zum Unterarm gerichtet. Es ergibt sich eine angenehme Haltung für den Bediener bei der Prüfung von Oberflächen.

Vorzugsweise ist das Bedienelement in der Nähe des Leuchtköpers untergebracht. Aus diesem Grunde ist es von Vorteil, wenn das Bedienelement in bzw. an dem Kopfteil angeordnet ist. Eine besonders vorteilhafte Handhabung ergibt sich, indem das Bedienelement seitens der Rückseite des Kopfteils, welche der Lichtaustritts-Öffnung gegenüberliegt, verstellbar ist.

Das Bedienelement kann beispielsweise durch eine lineare Bewegung verstellt werden.

Durch eine besonders kompakte und robuste Bauweise zeichnet sich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung aus, bei welchem das Bedienelement zur Einstellung der Lichtstärke um eine Dreheinstellachse drehbar gelagert ist, insbesondere in dem Kopfteil drehgelagert ist.

Aus Gründen der besseren Handhabung ist eine Variante zu bevorzugen, bei welcher die Dreheinstellachse im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse des Griffteils der Tageslicht-Handleuchte verläuft.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Tageslicht-Handleuchte zusätzlich zu dem Bedienelement einen Ein-/Ausschalter auf, mittels dessen die Tageslicht-Handleuchte ein- und ausschaltbar ist. Die Aufteilung der Funktionen „Ein-/Ausschalten” und „Dimmen” auf zwei separate Baugruppen, vereinfacht deren Aufbau und führt zudem zu einer einfachen Handhabung der Handleuchte. Des Weiteren kann die Handleuchte ausgeschaltet werden, ohne dass die Einstellung der Lichtstärke verändert werden muss.

In der Praxis bewährt hat sich eine Erfindungsvariante, bei welcher der Ein-/Ausschalter als Kippschalter ausgebildet ist. Vorzugsweise kehrt der Kippschalter aufgrund einer Federbeaufschlagung selbstständig von der Ein-Stellung in der Aus-Stellung zurück. Er kann aber auch so ausgebildet sein, der in in der jeweiligen Stellung verbleibt.

Durch ein besonders vorteilhaftes Bedienkonzept zeichnet sich ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Tageslicht-Handleuchte aus, bei welcher das Bedienelement und der Ein-/Ausschalter derart an der Tageslicht-Handleuchte angeordnet sind, dass ein Bediener, der die Tageslicht-Handleuchte zur Prüfung von lackierten Oberflächen an dem Griffteil mit einer Hand greift, mit dem Daumen derselben Hand das Bedienelement verstellen kann und mit dem Zeigefinger derselben Hand den Ein-/Ausschalter betätigen kann. Es ergibt eine Handleuchte, die für den Einhandbetrieb geeignet ist.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Einhandbetrieb u. a. durch die Anordnung des Ein-/Ausschalter gegenüberliegend zu dem Bedienelement der Einstelleinrichtung erzielt. Des Weiteren ist vorzugsweise der Ein-/Ausschalter an einem kopfteilseitigen Endbereich des Griffteils angeordnet.

Im Falle eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels weist die Einstelleinrichtung zur Erzeugung der Federrückstellkraft, aufgrund derer das Bedienelement in der Nähe der Minimal-, der Maximal- und gegebenenfalls der Mittelstellung selbstständig in die zugehörige Stellung zurückkehrt, eine Kulisse und ein die Kulisse beaufschlagendes Federelement auf. Die Kulisse und das zugehörige Federelement sind derart angeordnet, dass bei einer Verstellung des Bedienelements das Federelement entlang der Kulisse gleitet. Die Minimal-, die Maximal- und gegebenenfalls die Mittelstellung sind durch zugehörige Mulden in der Kulisse ausgebildet. Es ergibt sich eine robuste Bauform der Einstelleinrichtung.

Durch eine kompakte Ausführung der Einstelleinrichtung zeichnet sich eine bevorzugte Erfindungsvariante aus, bei welcher die Kulisse an dem Bedienelement angeordnet ist, vorzugsweise an einem um eine Dreheinstellachse des Bedienelements umlaufenden Kragen.

Durch eine kostengünstige Herstellung zeichnet sich eine Variante aus, bei welcher der Kragen, der die Kulisse bildet, einstückig mit dem Bedienelement ausgebildet ist.

Durch bauliche Vorteile zeichnet sich auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel aus, bei welchen das Bedienelement im Wesentlichen scheibenförmig ausgebildet ist und/oder das Bedienelement eine abstehende Betätigungsnase aufweist.

Zum Zwecke einer kompakten Bauform ist das Bedienelement drehfest, insbesondere unmittelbar, auf einer Verstellwelle eines Potentiometers befestigt, und gemeinsam mit der Verstellwelle um die Dreheinstellachse drehbar.

Vorzugsweise ist in diesem Fall die Kulisse auf der Seite des Bedienelements angeordnet ist, welche der Verstellwelle des Potentiometers abgewandt ist. Alternativ oder ergänzend ist auf derjenigen Seite des Bedienelements, welche der Verstellwelle abgewandt ist, eine Drehlagerung für das Bedienelement um die Dreheinstellachse vorgesehen.

Im Falle eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels, welches sich durch eine einfache und platzsparende Ausbildung des Federelements auszeichnet, ist das Federelement als Federarm ausgebildet, der an der Innenseite eines Gehäuseteils der Tageslicht-Handleuchte befestigt ist. Vorzugsweise ist der Federarm einstückig mit dem Gehäuseteil ausgebildet.

Eine erhöhte Funktionssicherheit der Einstelleinrichtung ergibt sich, indem zusätzlich zur ersten Federelement-/Kulissen-Paarung eine zweite redundante Federelement-/Kulissen-Paarung vorgesehen ist. Vorzugweise sind die beiden Federelement-/Kulissen-Paarungen baugleich ausgebildet.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Tagelicht-Handleuchte einen Leuchtkörper zur Erzeugung des Lichts auf, der eine oder mehrere Leuchtdioden umfasst. Leuchtdioden zeichnen sich durch einen niedrigen Stromverbrauch, geringe Anlaufzeiten und eine lange Lebensdauer aus.

Insbesondere im Falle einer Verwendung von Leuchtdioden als Leuchtmittel zeichnet sich ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die Einstelleinrichtung impulsgesteuert die Lichtstärke einstellt, durch eine längere Lebensdauer der Leuchtmittel aus.

Für die Handhabung der erfindungsgemäßen Tageslicht-Handleuchte ist es von Vorteil, wenn die Tageslicht-Handleuchte als kabellose, Akkumulator betriebene Leuchte ausgebildet ist. Ein Lackierer kann die Handleuchte ungehindert durch Anschlusskabel entlang der zu untersuchenden Oberfläche führen.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:

1 bis 3 verschiedene perspektivische Ansichten der Tageslicht-Handleuchte,

4 eine Ansicht von oben auf das teilweise geschnittene Kopfteil der Tageslicht-Handleuchte,

5 der geschnittene Teilbereich des Kopfteils aus 4 in einer vergrößerten Darstellung,

6 eine Seitenansicht der Tageslicht-Handleuchte, welche im Bereich des Kopfteils teilweise geschnitten dargestellt ist,

7 der geschnittene Teilbereich des Kopfteils aus 6 in einer vergrößerten Darstellung und

8 und 9 perspektivische Ansichten eines Bedienelements der Einstelleinrichtung der Tageslicht-Handleuchte.

In den 1 bis 3 ist eine Tageslicht-Handleuchte 1 zur Prüfung von lackierten Oberflächen, insbesondere von Lackreparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen aus verschiedenen Blickrichtungen gezeigt. Die Handleuchte 1 weist ein Kopfteil 2, ein Griffteil 3 und am unteren Ende des Griffteils 3 einen lösbar befestigten Li-Ion-Akkumulator 4 auf. Das Kopfteil 2 besitzt an seiner Vorderseite eine Lichtauslass-Öffnung 5, durch welche das erzeugbare tageslichtähnliche Licht austreten kann. Zur Erzeugung des Lichts ist in dem Kopfteil 2 ein Leuchtkörper 6 angeordnet, der mehrere Leuchtdioden aufweist.

Die Längsachse 7 des Griffteils 3 verläuft im Wesentlichen senkrecht zur Richtung 8, in welcher das Licht das Kopfteil 2 durch die Lichtaustritts-Öffnung 5 verlässt.

An der Rückseite des Kopfteils 2 ist ein Bedienelement 9 einer Einstelleinrichtung 10 angeordnet, mittels derer die Lichtstärke des erzeugten Lichts in einem Bereich von 50 bis 100% der maximalen Lichtstärke einstellbar ist. Auf der dem Bedienelement 9 abgewandten Seite, unterhalb des Kopfteils 2 an einem kopfteilseitigen Endbereich des Griffteils 3 ist ein Kippschalter 11 zum Ein- und Ausschalten der Handleuchte 1 angeordnet.

Das Bedienelement 9 und der Ein-/Ausschalter 11 sind derart an der Tageslicht-Handleuchte 1 angeordnet, dass ein Bediener, der die Tageslicht-Handleuchte 1 zur Prüfung von lackierten Oberflächen an dem Griffteil 3 mit einer Hand greift, mit dem Daumen derselben Hand das Bedienelement 9 verstellen kann und mit dem Zeigefinger derselben Hand den Ein-/Ausschalter 11 betätigen kann.

Im Folgenden wird der Aufbau und die Funktionsweise der Einstelleinrichtung 10 zum Einstellen der Lichtstärke anhand der 4 bis 9 näher erläutert.

In 4 ist eine Ansicht von oben auf das teilweise geschnittene Kopfteil 2 der Handleuchte 1 gezeigt. In 5 ist der geschnittene Teilbereich des Kopfteils 2 aus 4 in einer vergrößerten Darstellung dargestellt.

Das im Wesentlichen scheibenförmig ausgebildete Bedienelement 9 weist eine abstehende Betätigungsnase 12 auf. Das Bedienelement 9 ist größtenteils in dem Kopfteil 2 angeordnet und drehgelagert. Die Betätigungsnase 12 ragt an der Rückseite des Kopfteils 2 aus dem Gehäuse 13 der Handleuchte 1 hervor, so dass das Bedienelement 9 seitens der Rückseite des Kopfteils 2 durch einen Bediener verstellbar ist. Zur Einstellung der Lichtstärke ist das Bedienelement 9 um eine Dreheinstellachse 14 drehbar gelagert, die senkrecht zu Zeichenebene der 5 verläuft.

Das Bedienelement 9 ist in den 4 und 5 in einer Drehstellung gezeigt, welche die Maximalstellung des Bedienelements 9 darstellt. Des Weiteren sind in 5 weitere Positionen der Betätigungsnase 12 angedeutet, in welchen die Betätigungsnase 12 verstellt ist, wenn das Bedienelement 9 in Drehstellungen angeordnet ist, die einer Mittelstellung und einer Minimalstellung entsprechen. In der Minimalstellung des Bedienelements 9 die Lichtstärke auf den Minimalwert von ca. 50% der maximalen Lichtstärke reduziert. In der Maximalstellung ist die Lichtstärke maximal eingestellt. In der Mittelstellung ist die Lichtstärke beispielsweise auf 75% der maximalen Lichtstärke eingestellt. Wenn das Bedienelement 9 in der Nähe der Minimal-, Maximal- oder Mittelstellung angeordnet ist, kehrt es aufgrund einer Federrückstellkraft selbstständig in die zugehörige Standardstellung zurück.

An der Rückseite des Kopfteils 2 oberhalb der herausragenden Betätigungsnase 12 sind Kennzeichnungen 15 für die drei Standardstellungen vorgesehen (2). Beispielsweise können römische Ziffern (I, II, III) verwendet werden.

Des Weiteren ist das Bedienelement 9 in einem Übergangsverstellbereich zwischen der Minimal- und Mittelstellung und einem Übergangsverstellbereich zwischen der Mittel- und der Maximalstellung stufenlos anordenbar, ohne dass das Bedienelement 9 selbstständig in eine der Standardstellungen zurückkehrt, so dass in dem Übergangsverstellbereich die Lichtstärke durch das Bedienelement 9 stufenlos einstellbar ist. In 5 sind die Übergangsverstellbereiche durch gestrichelte Kreisbogenabschnitte 16 angedeutet.

Die Federrückstellkraft, aufgrund derer das Bedienelement 9 in der Nähe der Minimal-, der Maximal- und der Mittelstellung selbstständig in die zugehörige Stellung zurückkehrt, wird wie folgt erzeugt.

An einem um die Dreheinstellachse 14 umlaufenden Kragen 17, der einstückig an dem Bedienelement 9 ausgebildet ist, sind zwei redundante Kulissen 18 ausgebildet. Den Kulissen 18 ist jeweils ein Federelement in Form eines Federarms 19 zugeordnet, der die jeweilige Kulisse 18 federbeaufschlagt (parallel gerichtet zur Dreheinstellachse 14) und bei Drehung des Bedienelements 9 um die Dreheinstellachse 14 entlang der zugeordneten Kulisse 18 gleitet. Die Minimal-, Maximal- und die Mittelstellung sind durch zugehörige Mulden in den Kulissen ausgebildet. Der Verlauf der Kulissen wird anhand der später erläuterten 8 besser ersichtlich.

Die Federarme 19 sind an der Innenseite des Gehäuses 13 der Handleuchte 1 befestigt ist. Im Speziellen sind die Federarme 19 einstückig mit einem Gehäuseteil der Handleuchte 1 ausgebildet.

Das Bedienelement 9 ist mittels einer Lagerplatte 20, die vorzugweise ebenfalls einstückig mit einem Gehäuseteil der Handleuchte 1 ausgebildet ist, in dem Kopfteil 2 um die Dreheinstellachse 14 drehgelagert. Zu diesem Zweck ragt ein einstückig mit dem Bedienelement 9 ausgebildeter Lagerzapfen 21 durch eine Öffnung in der Lagerplatte 20.

Aus den 6 und 7, welche eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Tageslicht-Handleuchte 1 bzw. in vergrößerter Darstellung den geschnittenen Teilausschnitt zeigen, ist ersichtlich, dass die Dreheinstellachse 14 im Wesentlichen parallel zu der Längsachse 7 des Griffteils der Tageslicht-Handleuchte 1 verläuft.

Des Weiteren ist der 7 zu entnehmen, dass unterhalb des Bedienelements 9 ein Potentiometer 22 angeordnet ist, mittels dessen die Spannung, welche den Leuchtkörper 6 anliegt, eingestellt werden kann, wodurch wiederum die durch den Leuchtkörper 6 erzeugten Lichtstärke eingestellt werden kann.

Das Potentiometer 22 ist vorteilhafterweise als Drehpotentiometer ausgebildet. Das Bedienelement 9 ist auf der Seite, welche dem Lagerzapfen 21 und dem Kragen 17 abgewandt ist, unmittelbar drehfest auf einer Verstellwelle 23 des Potentiometers 22 befestigt ist und gemeinsam mit der Verstellwelle 23 um die Dreheinstellachse 14 drehbar. Die Wellenachse fällt folglich kompakt bauend mit der Dreheinstellachse 14 zusammen. Die Drehung der Verstellwelle 23 des Potentiometers 22 bewirkt eine impulsgesteuerte Einstellung der durch den Leuchtkörper 6 erzeugten Lichtstärke.

In den 8 und 9 sind perspektivische Ansichten des Bedienelements 9 gezeigt. In 8 ist die Seite des Bedienelements 9 dargestellt, an welcher der umlaufende Kragen 17 mit den Kulissen 18 und der Lagerzapfen 21 angeordnet sind. Jede Kulisse 18 weist drei Mulden 24 auf, die jeweils einer der Standardstellungen zugeordnet sind. In 9 ist die gegenüberliegende Seite des Bedienelements 9 gezeigt. Neben Versteifungsstreben 25 ist mittig eine Ausnahme 26 für die drehfeste Befestigung der Verstellwelle 23 vorgesehen.

Des Weiteren weist das Bedienelement 9 gegenüberliegend zur Betätigungsnase 12 eine Ausbuchtung 27. Die Seitenflächen 28 der Ausbuchtung 27 treffen in der Minimal- bzw. Maximalstellung des Bedienelements 9 auf gehäuseseitige Anschlagflächen und verhindern somit ein Überdrehen des Bedienelements 9 über die Minimal- und die Maximalstellung hinaus.

Beispielhaft sei erwähnt, dass ein Leuchtkörper vorgesehen sein kann, der zusätzlich zu einer Abdeckscheibe noch ein oder mehrere weitere optische Elemente (Farbfilter, Blenden, Linsen) aufweist, die vorzugsweise auswechselbar sind. Die optischen Effekte können aber auch durch eine Abdeckscheibe, die zusätzlich zum Schutze des Kopfinneren dient realisiert werden.

Bei einem nicht gezeigten Anwendungsfall kann die Handleuchte auch als stationäres Beleuchtungsmittel genutzt werden. Beispielsweise kann die Handleuchte an einen Ständer, einen Halter an der Lackierkabinendecke oder -wand, ein Stativ, einer Handlingsvorrichtung (Roboter) oder einem ähnlichen Befestigungssystem angebracht werden. Anstelle der Stromversorgung mittels eines Akkumulators kann die Handleuchte auch mittels eines Adapters an das Stromnetz angeschlossen werden, der beispielsweise anstelle des Akkumulators an die Handleuchte angeschlossen wird.

Generell kann die Handleuchte auch mit einem Steuerungssystem kabelgebunden oder kabellos (z. B. über Bluetooth) verbunden werden. Mittels des Steuerungssystems kann die Handleuchte z. B. ein- und ausgeschaltet werden oder die Lichtstärke eingestellt werden. In diesem Fall kann die Betätigung des Ein-/Ausschalters und der Einstelleinrichtung für die Lichtstärke ferngesteuert durch geeignete Vorrichtungen erfolgen. Der Ein-/Ausschalter kann auch in der eingestellten Stellung (Ein oder Aus) verbleiben, wobei die Lichtstärke von 0% bis 100% ferngesteuert bzw. -geregelt werden kann.

Es können auch Sensoren (z. B. Farb- Oberflächen- oder Abstandssensoren) vorhanden sein. Auf Basis der Messdaten der Sensoren werden die Einstellungen der Handleuchte vorgenommen bzw. geregelt (z. B. Lichtstärke abstandsabhängig).

Ein separates Steuersystem kann auch Vorschläge z. B. für die Verwendung von Farbfiltern oder anderen optischen Elemente, für die Lichtstärke usw. liefern, mit welchen die Handleuchte versehen bzw. eingestellt werden sollte, um optimale Prüfungsergebnisse zu erzielen. Auch dieser Vorschlag kann basierend auf Sensordaten, z. B. einer Farb-, Glanzgrad-, Abstands- oder Oberflächenrauigkeitserkennung der lackierten Oberfläche, erfolgen.

Im Falle einer weiteren nicht gezeigten Variante kann ein Kopfteil der Handleuchte auch in einem Winkel von 104° gegenüber der Längsachse eines Griffteils angeordnet sein. Dieser Winkel hat sich als besonders ergonomisch bei Lackierpistolen erwiesen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102014018940 A1 [0006]