Title:
Schnellklemmstativ
Kind Code:
U1


Abstract:

Schnellklemmstativ (1) mit einer Stativstange (2), an deren einem Ende ein Aufnahmeadapter (4) zur Aufnahme eines zu haltenden Gegenstandes (6), insbesondere einer Kamera, eines optischen Instruments oder einer Gewehrhalterung angeordnet ist, sowie mit einer mit der Stativstange (2) gekoppelten Klemmeinrichtung (8), mittels welcher sich die Stativstange (2) durch Betätigen der Klemmeinrichtung (8) an einem Klemmobjekt (10) befestigen lässt, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung eine durch einen Handhebelmechanismus (22) betätigbare Schnellspannzwinge (8) ist, an der eine hülsenartige Führung (12) mit einer Arretiereinrichtung (14) aufgenommen ist, in welcher die Stativstange (2) verschiebbar und in unterschiedlichen Positionen arretierbar geführt wird.




Application Number:
DE202016000066U
Publication Date:
04/10/2017
Filing Date:
01/07/2016
Assignee:
Schertel, Wilfried, 91180 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE8324394U1N/A1984-01-05
DE39171473AN/A
DE69569CN/A1893-07-08



Attorney, Agent or Firm:
Reble & Kesselhut Partnerschaftsgesellschaft von Rechts- und Patentanwälten mbB, 68163, Mannheim, DE
Claims:
1. Schnellklemmstativ (1) mit einer Stativstange (2), an deren einem Ende ein Aufnahmeadapter (4) zur Aufnahme eines zu haltenden Gegenstandes (6), insbesondere einer Kamera, eines optischen Instruments oder einer Gewehrhalterung angeordnet ist, sowie mit einer mit der Stativstange (2) gekoppelten Klemmeinrichtung (8), mittels welcher sich die Stativstange (2) durch Betätigen der Klemmeinrichtung (8) an einem Klemmobjekt (10) befestigen lässt, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung eine durch einen Handhebelmechanismus (22) betätigbare Schnellspannzwinge (8) ist, an der eine hülsenartige Führung (12) mit einer Arretiereinrichtung (14) aufgenommen ist, in welcher die Stativstange (2) verschiebbar und in unterschiedlichen Positionen arretierbar geführt wird.

2. Schnellklemmstativ nach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellspannzwinge (8) ein in einem Griffelement (16) linear verschiebbar geführtes stabförmiges Zugelement (18) umfasst, an dessen einem Ende ein am stabförmigen Zugelement (18) befestigter und mit diesem verschiebbarer beweglicher Spannarm (20) befestigt ist, wobei das stabförmige Zugelement (18) mittels eines im Griffelement (16) wirkenden Handhebelmechanismus (22) mit einer Vorschubkraft beaufschlagbar ist, welche den beweglichen Spannarm (20) auf einen am Griffelement (16) angeordneten Haltearm (24) zu bewegt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhebelmechanismus (22) einen am Griffelement (16) verschwenkbar gelagerten Handhebel (32) umfasst, der ein an diesem angeordnetes und mit diesem verschwenkbares Eingriffselement (34) umfasst, welches reib- und/oder formschlüssig in die Außenseite des stabförmigen Zugelements (18) eingreift.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselment (34) mit einem Bremselement (35) zusammenwirkt, welches eine Zurückbewegung des stabförmigen Zugelements (18) nach einer Vorschubbewegung verhindert.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Eingriffselement (34) oder dem Bremselement (35) Entriegelungsmittel (36) zugeordnet sind, welche zur Aufhebung der zwischen dem Griffelement (16) und dem beweglichen Spannarm (20) wirkenden Klemmkraft auf das Eingriffselement (34) oder Bremselement (35) wirken und dieses entgegen der vom Zugelement (18) ausgeübten Zugkraft verdrehen.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Haltearm (24) und/oder im beweglichen Spannarm (20) eine Klemmsicke (26) geformt ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Klemmsicke (26) ein dornartiges Eingriffselement (27) angeordnet ist, insbesondere eine in eine Gewindebohrung der Klemmsicke (26) eindrehbare Madenschraube.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hülsenartige Führung (12) verschwenkbar an der Schnellspannzwinge (8) befestigt und durch eine Arretiereinrichtung in unterschiedlichen Winkelpositionen arretierbar ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stativstange (2) wenigstens einen ersten und einen zweiten teleskopartig ineinander einschiebbaren und durch eine Klemmeinrichtung (30) relativ zueinander arretierbaren Stangenabschnitt (2a, 2b) umfasst.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich das stabförmige Zugelement (18) prallel zur Stativstange (2) erstreckt.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Griffelement (16) zusätzlich zu der hülsenartigen Führung (12) eine um einen Winkel von insbesondere 45° oder 90° zu dieser gedrehte weitere hülsenartige Führung (38) aufgenommen ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Schnellklemmstativ gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Um beim Einsatz von optischen Instrumenten wie Objektiven, Ferngläsern und Kameras bei hohen Vergrößerungen ein Verwackeln des Bildes aufgrund der menschlichen Muskelbewegungen der Hand oder des Arms zu verhindern, werden bekanntermaßen Stative eingesetzt, an denen das jeweilige optische Insturment befestigt wird.

Neben Stativen, die beispielsweise mittels eines Dreibeins auf ebenen Flächen abgestellt werden, sind in diesem Zusammenhang ebenfalls Stative bekannt, die mithilfe einer Klemmeinrichtung an ortsfesten Klemmobjekten, wie beispielsweise Stangen oder Tischplatten, befestigt werden können.

So beschreibt die DE 69569 ein Kamerastativ, das eine Stativstange besitzt, die mittels einer Schraubzwinge an einer Tischplatte festgeschraubt werden kann.

Weiterhin offenbart die DE 8324394 U1 ein Klemmstativ, bei dem an der Stativstange verschiebbare Klemmbacken aufgenommen sind, die parallel zur Stativstange verschoben und gleichzeitig relativ zu dieser verschwenkt werden können, um den vom Stativ benötigten Raumbedarf im zusamengeklappten Zustand zu verringern. An einer der beiden verschiebbaren Klemmbacken ist eine Spannschraube befestigt, mit der die Stativstange an einem Klemmobjekt, wie beispielsweise einem Baum, befestigt werden kann. Die zuvor geannten Dokumente geben keinen Hinweis darauf, die Klemmbacken an einem parallel zur Stativstange verlaufenden stabförmigen Zugelement zu befestigen und die Stativstange in einer hülsenartigen Führung mit einer Arretiereinrichtung aufzunehmen, in welcher die Stativstange verschiebbar und in unterschiedlichen Positionen arretierbar geführt ist. Aufgrund der Konstruktion ist die Handhabung der Stative beim Befestigen aufwendig und die Einstellbarkeit des Stativs eingeschränkt.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schnellklemmstativ zu schaffen, welches einen gegenüber der Länge der Stativstange vergrößerten Ausziehbereich besitzt und mit welchem sich optische Instrumente sowie auch Halterungen zum Halten von Gewehren in kürzester Zeit und in ergonomischer Weise an Gegenständen mit unterschiedlichsten Durchmessern befestigen lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Schnellklemmstativ mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.

Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß der Erfindung umfasst ein Schnellklemmstativ eine Stativstange, an deren einem Ende ein Aufnahmeadapter zur Aufnahme eines optischen Instruments oder eines sonstigen zu haltenden Gegenstandes angeordnet ist. Das erfindungsgemäße Schnellklemmstativ weist weiterhin eine mit der Stativstange gekoppelte Klemmeinrichtung auf, mit der sich die Stativstange an einem ortsfesten Klemmobjekt, wie insbesondere einem Baum oder einer Tischplatte oder einem Pfahl befestigen lässt.

Das erfindungsgemäße Stativ zeichnet sich dadurch aus, dass die Klemmeinrichtung eine durch einen Handhebelmechanismus betätigbare Schnellspannzwinge ist, an der eine hülsenartige Führung mit einer Arretiereinrichtung aufgenommen ist, in welcher die Stativstange linear verschiebbar geführt wird und mithilfe der Arretiereinrichtung in unterschiedlichen Positionen arretierbar werden kann.

Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass das Stativ mit dem daran befestigten Aufnahmeadapter für ein zu haltendes optisches Instrument oder auch für eine Gewehrshalterung oder Lichtquelle nach einem groben Einstellen der Schnellspannzwinge auf die Dicke des betreffenden ortsfesten Klemmobjekts mit lediglich einer Hand und nahezu lautlos mit einer überaus hohen Klemmkraft geklemmt werden kann. Hierbei stellt es einen besonderen Vorteil dar, dass das optische Instrument, bzw. der Aufnahmeadapter, an dem dieses befestigt wird, während des Klemmvorgangs mit der anderen Hand lediglich in der gewünschten Position gehalten werden muss, um den Handhebelmechanismus zu betätigen. Dadurch entfällt das bei Schraubzwingen, die mit einer rotierbaren Spindel versehen sind, auftretende Problem, dass die Klemmeinrichtung mit beiden Händen gehalten werden muss, um ein Verdrehen derselben – und damit des gehaltenden optischen Instruments bzw. Gegenstandes – durch die von der Spindel übertragenen Drehmomente zu verhindern.

Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Schnellspangzwinge ein Griffelement und ein im Griffelement linear verschiebbar geführtes stabförmiges Zugelement auf. Am einen Ende des stangen- oder stabförmigen Zugelements ist ein beweglicher Spannarm befestigt, der drehsteif mit dem stabförmigen Zugelement verbunden ist und sich zusammen mit diesem relativ zum Griffelement bewegt, wenn das stabförmige Zugelement durch das Griffelement hindurch geschoben wird. Das stabförmige Zugelement ist mittels des im Griffelement wirkenden Handhebelmechanismus mit einer Vorschubkraft beaufschlagbar, welche den beweglichen Spannarm auf einen Haltearm zu bewegt, der dem beweglichen Spannarm gegenüberliegend am Griffelement befestigt ist. Diese Ausführungsform der Erfindung besitzt den Vorteil, dass das Griffelement für den Klemmvorgang mit einer Hand am Griffelement, bzw. am Handhebel des Handhebelmechanismus ergriffen und in kürzester Zeit geräuschlos in Richtung auf den beweglichen Spannarm zu verschoben werden kann, um den Spannarm und den Haltearm an die einander gegenüberliegenden Oberflächen eines ortsfesten Klemmobjekts anzulegen.

Bevorzugter Weise umfasst der Handhebelmechanismus, der beispielsweise ähnlich dem Betätigungsmechanismus der in der DE 39171473 beschriebenen Schnellspannzwinge ausgeführt sein kann, einen am Griffelement verschwenkbar gelagerten Handhebel, der auf ein verschwenkbar angeordnetes Eingriffselement wirkt, welches reib- und/oder formschlüssig in die Außenseite des stabförmigen Zugelements eingreift. Durch Verschwenkten des nach Art eines Bremsgriffs bei einem Zweirad ausgestalteten, am Griffelement verschwenkbar gelagerten Handhebels lässt sich das Eingriffselement verschwenken und dadurch ein Vorschub des Zugelements mit einer hohen Zugkraftkraft erzeugen, die wiederum zu einer entsprechend hohen Klemmkraft führt, mit der die beiden Spann- und Haltearme gegeneinander gezogen werden, um das erfindungsgemäße Stativ mit einer hohen Positionsgenauigkeit an dem Klemmobjekt zu befestigen. Die Ausführungsform besitzt den weiteren Vorteil, dass sich die Größe der Zugkraft – und dadurch die Größe der Klemmkraft – durch eine geeignete Wahl der Länge des Handhebels mit geringem Aufwand verändern und dadurch an die jeweiligen Anwendungen anpassen lässt.

Um nach dem Einsatz des erfindungsgemäßen Schnellklemmstativs dieses in kürzester Zeit wieder von dem jeweiligen ortsfesten Klemmobjekt zu lösen, sind dem Eingriffselement, bzw. dem mit diesem zusammen arbeitenden Bremselement in vorteilhafter Weise Entriegelungsmittel zugeordnet, welche zur Aufhebung der zwischen dem Griffelement und dem beweglichen Spannarm wirkenden Klemmkraft auf das Eingriffselement oder das Bremselement wirken und dieses insbesondere durch Verdrehen entgegen der über das Zugelement übertragenen Kräfte aus ihrer aktuellen Klemmposition heraus verdrehen.

Nach einem weiteren der Erfindung zu Grunde liegenden Gedanken ist am Haltearm und/oder am beweglichen Spannarm eine Klemmsicke geformt die beispielsweise eine Erstreckung in Längsrichtung des Arms von 1 cm bis 5 cm und eine Tiefe von 0,5 cm–3 cm besitzen kann. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass sich das erfindungsgemäße Stativ sowohl an Klemmobjekten wie Stangen, als auch an Klemmobjekten wie Baumstämmen befestigen lässt, deren Durchmesser sich erheblich unterscheiden. Zudem gestattet das Vorsehen einer Klemmsicke im Haltearm oder im Spannarm, dass sich diese in gleicher Weise an runden Objekten wie auch an ebenen Flächen, wie beispielsweise Tischplatten, befestigen lassen. In der Klemmsicke ist vorzugsweise ein dornartiges Eingriffselement angeordnet, welches z. B. als eine in eine Gewindebohrung in der Klemmsicke eindrehbare, vorzusweise mit einer Spitze versehene Madenschraube ausgeführt sein kann, welche beim Anziehen der Klemmeinrichtung formschlüssig in das Material des Klemmobejekts eindringt und dadurch eine zusätzliche Verdrehsicherung erzeugt.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die hülsenartige Führung insbesondere über einen Kugelkopf verschwenkbar an der Schnellspannzwinge befestigt ist und durch eine Arretiereinrichtung, beispielsweise eine Klemmschraube, in unterschiedlichen Winkelpositionen arretierbar werden kann. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, dass sich der Neigungswinkel der Stativstange gegenüber dem Griffelement verändern lässt, so das sich die Adapterplatte mit dem optischen Instrument, bzw. Gegenstand, nach dem Festklemmen der Klemmeinrichtung in einem Abstand entfernt von dem ortsfesten Klemmobjekt positionieren lässt. Beispielsweise lässt sich hierdurch die Stativstange in einem Winkel von 45° oder 90° gegenüber einem vertikalen Pfahl positionieren, um das optische Instrument oder auch die Auflage-Halterung für ein Jagdgewehr, seitlich dicht neben dem Pfahl zu positionieren.

Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken ist die hülsenartigen Führung vorzugsweise so an dem Griffelement befestigt, dass sich das stabförmige Zugelement prallel zur Stativstange erstreckt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer besonders kompakten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schnellklemmstativs bei gleichzeitiger maximaler Ausziehlänge.

Um die Ausziehlänge des Stativs bei geringen Transportabmessungen noch weiter zu vergrößern, besteht die Stativstange vorzugsweise aus wenigstens einem ersten und einem zweiten Stangenabschnitt, die teleskopartig ineinander einschiebbar sind und durch eine Klemmeinrichtung in einer gewünschten Auszugsposition relativ zueinander arretierbar werden können, ähnlich, wie dies z. B. von Skistöcken her bekannt ist.

Gleichzeitig oder auch alternativ hierzu kann zusätzlich zu der zuvor beschriebenen hülsenartigen Führung, die sich vorzugsweise parallel zum Zugelement erstreckt, eine weitere hülsenartige Führung drehfest am Griffelement befestigt sein, die um einen festen Winkel von insbesondere 45° oder 90° relativ zum Zugelement, bzw. zur ersten hülsenartigen Führung, verdreht ist. In dieser weiteren hülsenartigen Führung ist die Stativstange in der gleichen Weise wie zuvor im Zusammenhang mit der ersten hülsenartigen Führung beschrieben ebenfalls verschiebbar aufgenommen und mittels einer weiteren Arretiereinrichtung in einer beliebigen Position arretierbar.

Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass sich das erfindungsgemäße Stativ durch ein einfaches Umstecken der Stativstange bei Bedarf in kürzester Zeit so umkonfigurieren lässt, dass die Stativstange sich nicht mehr parallel zum Zugelement, sondern in einem Winkel von vorzugsweise 45° oder auch 90° zu diesem erstreckt, was die Einstellmöglichkeiten und die Flexibilität zusätzliche erhöht.

Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Schnellklemmstativs mit geöffneter Schnellspannzwinge und Aufsicht auf die seitlich an dieser angeordnete hülsenartige Führung mit eingesetzter Stativstange, und daran montierter Kamera,

2 das Schnellklemmstativ von 1 nach dem Schließen der Schnellspannzwinge, und

3 eine schematische, gegenüber der Darstellung von 1 und 2 um 90° gedrehte Seitenansicht des erfindungsgemäßen Schnellklemmstativs.

Wie in 1 gezeigt ist, umfasst ein Schnellklemmstativ 1 eine Stativstange 2, an deren einem Ende ein Aufnahmeadapter 4 zur Aufnahme eines zu haltenden Gegenstandes angeordnet ist, welcher durch die angedeutete Kamera 6 symbolisiert wird. Die Stativstange 2 ist mit einer Klemmeinrichtung in Form einer Schnellspannzwinge 8 gekoppelt, mittels welcher sich die Stativstange 2 an einem ortsfesten Klemmobjekt 10 befestigen lässt. Die Verbindung zwischen der Schnellspannzwinge 8 und der Stativstange 2 erfolgt über eine hülsenartige Führung 12, in welcher die Stativstange 2, wie durch den Doppelpfeil 13 in 1 und 2 angedeutet, verschiebbar und in unterschiedlichen Positionen arretierbar geführt wird. Das Arretieren der Stativstange 2 in der hülsenartigen Führung 12 erfolgt durch eine Arretiereinrichtung, welche beispielsweise als dargestellte Klemmschraube 14 oder auch als Exzenter-Spanner ausgeführt sein kann.

Gemäß der Darstellung der 2 und 3 umfasst die Schnellspannzwinge 8 ein Griffelement 16 mit einem Gehäuse 16a, in welchem ein stabförmiges Zugelement 18 mit einem vorzugsweise rechteckigen Querschnitt linear verschiebbar geführt ist. An dem einen, dem Griffelement 16 gegenüberliegenden Ende des stabförmigen Zugelements 18 ist ein mit diesem verschiebbarer beweglicher Spannarm 20 befestigt, der sich mit dem Zugelement 18 mit bewegt, wenn dieses mittels eines im Griffelement 16 wirkenden Handhebelmechanismus 22 mit einer Vorschubkraft beaufschlagt wird, welche das Griffelement 16 mit einem daran befestigten oder geformten Haltearm 24 in Richtung des in 3 gezeigten Pfeils 17 auf den beweglichen Spannarm 20 zu bewegt.

Wie der Darstellung der 1 und 2 hierbei weiterhin entnommen werden kann, ist die hülsenartige Führung 12 über ein nicht näher bezeichnetes Zwischenelement in einem Abstand von beispielsweise 1 bis 2 cm oder mehr direkt seitlich am Gehäuse 16a des Griffelements 16 in der Weise befestigt, dass sich die Längsrichtung der Stativstange 2 parallel zu dem stabförmigen Zugelement 18 erstreckt.

Der Handhebelmechanismus 22, welcher in 3 im Detail gezeigt ist, umfasst einen am Griffelement 16 verschwenkbar gelagerten Handhebel 32, der ein an diesem angeordnetes und mit diesem verschwenkbares Eingriffselement 34 besitzt, welches reib- und/oder formschlüssig in die Außenseite des stabförmigen Zugelements 18 eingreift. Das Eingriffselement ist vorzugsweise als Plättchen 34 ausgeführt, dass eine scharfkantige Öffnung besitzt, durch die das Zugelement 18 mit Spiel hindurch geführt ist. Wie in 3 angedeutet ist, ist das Plättchen 34 mit seinem einen Ende in einer taschenförmigen Aufnahme verschwenkbar aufgenommen und wird durch eine Feder 33 in Richtung auf den beweglichen Spannarm 20 zu mit einer federelastischen Kraft beaufschlagt. Durch Verschwenken des Handhebels 32 in Richtung des nicht näher bezeichneten Pfeils in 3 wirkt dieses über einen nockenartigen Abschnitt 32a des Handhebels 32 auf das Eingriffslelement/Plättchen, was dazu führt, dass sich das Plättchen 34 in der Aufnahme entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und auf dem Zugelement 18 verkantet, wodurch dieses bei einer Weiterbewegung des Handhebel 32 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils 17 verschoben wird. Hierdurch bewegt sich das Griffelement 16 und der an diesen angeordnete Haltearm 24 in Richtung des Pfeils 17 auf den beweglichen Spannarm 20 zu. Durch die Beweglichkeit des Plättchens 34 in der Aufnahme ist es hierbei möglich, das Griffelement 16 frei in Richtung des Pfeils 17 auf dem Zugelement 18 zu verschieben, um den Haltearm 24 und den beweglichen Spannarm 20 ohne eine Betätigung des Handhebels 32 an das ortsfeste Klemmobjekt 10 heran zu bewegen.

Wie der Darstellung der 3 weiterhin entnommen werden kann, umfasst der Handhebelmechanismus 22 weiterhin ein Bremselement 35, welches ähnlich dem Eingriffselement 34 als Plättchen mit einer vorzugsweise ebenfalls scharfkantigen Durchtrittsöffnung für das Zugelement 18 ausgestaltet ist, dass in einer weiteren Aufnahme im Gehäuse 16a des Griffelements 16 verschwenkbar aufgenommen ist. Das Bremselement 35 wird hierbei durch eine Zugfeder 35a an seinem der Aufnahme gegenüberliegenden Ende vom Eingriffselement 34 weg gedrängt, so dass das Bremselement 35 auf dem Zugelement 18 in der Durchtrittsöffnung desselben verkantet und und hierdurch eine Bewegung des stabförmigen Zugelements 18 im Griffelement 16 entgegen der Richtung des Pfeils 17 verhindert. Hierdurch wird es ermöglicht, dass das Griffelement 16 nach dem Loslassen des Handhebles 22 nicht wieder im Giffelement 16 zurück bewegt wird, bzw. die zwischen dem beweglichen Spannarm 20 und dem Haltearm 24 am Griffelement 16 erzeugte Klemmkraft durch ein erneutes Betätigen des schwenkbaren Handhebels 32 bei Bedarf erhöht werden kann, wenn der Haltearm und der Spannarm am ortsfesten Klemmobjekt 10 anliegen.

Wie der Darstellung der 3 weiterhin entnommen werden kann, sind dem Bremselement 35 Entriegelungsmittel 36 zugeordnet, welche beispielsweise als ein dargestellter Stößel mit außenliegendem Drucknopf ausgeführt sein können, der zur Aufhebung der zwischen dem Griffelement 16 und dem beweglichen Spannarm 20 wirkenden, vom Bremselement 35 erzeugten Klemmkraft auf das Bremselement 35 wirkt und dieses entgegen der von der Feder 35a vom Zugelement 18 ausgeübten Zugkraft verdreht. Alternativ kann es ebenfalls möglich sein, dass anstelle einer Zugfeder 35a eine Druckfeder eingesetzt wird, die das Bremselement 35 in der gleichen Richtung wie das Plättchen 34 verschwenkt, wobei die Entriegelungsmittel 36 in diesem Falle einen Zugstab umfassen, über den der der Aufnahme gegenüberliegende Teil des Bremselements 35 zum Lösen der Verriegelung in Richtung des Pfeils 17 bewegbar ist. In entsprechender Weise besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass die Entriegelungsmittel nicht auf das Bremselement 35 sondern alternativ auf das Eingriffselement 34 wirken, um dieses außer Eingriff mit dem stangenförmigen Zugelement 18 zu bringen.

Wie der Darstellung der 3 weiterhin entnommen werden kann, ist im beweglichen Spannarm 20 eine Klemmsicke 26 gebildet, die vorzugsweise dreieckförmig ausgebildet ist, um das erfindungsgemäße Stativ 1 auch an runden Klemmobjekten mit einem kleinen Durchmesser, wie beispielsweise dünnen Bäumen oder Geländer- oder Zaunsprossen, befestigen zu können,

Um hierbei eine zusätzliche Verdrehsicherung zu schaffen, ist in der Klemmsicke 26 ein dornartiges Eingriffselement angeordnet, das vorzugsweise als eine in 3 angedeutete Madenschraube 27 ausgeführt ist, die bei Bedarf vorzugsweise von Hand mehr oder weniger tief in eine Gewindebohrung der Klemmsicke 26 eingetreten werden kann.

Um die Ausziehlänge der Stativstange 2 zu vergrößern, umfasst diese wenigstens einen ersten und einen zweiten teleskopartig ineinander einschiebbaren Stangenabschnitt 2a, 2b, die durch eine Klemmeinrichtung 30, beispielsweise eine auf dem äußeren Stangenabschnitt 2a angeordnete Klemmschelle, die durch eine Klemmschraube zusammengezogen werden kann, in einer gewünschten Position relativ zueinander arretiert werden können.

Schließlich kann am Griffelement 16 zusätzlich zu der hülsenartigen Führung 12 eine in 1 angedeutete, um einen Winkel von 90° zu dieser gedrehte weitere hülsenartige Führung 38 befestigt sein, in der die Stativstange 2 alternativ geführt werden kann.

Bezugszeichenliste

1
Schnellklemmstativ
2
Stativstange
2a
äußerer Stangenabschnitt
2b
innerer Stangenabschnitt
4
Aufnahmeadapter
6
zu haltender Gegenstand
8
Klemmeinrichtung/Schnellspannzwinge
10
ortsfestes Klemmobjekt, an dem das Stativ befestigt wird
12
hülsenartige Führung
13
Doppelpfeil
14
Arretiereinrichtung
16
Griffelement
16a
Gehäuse des Griffelements
17
Pfeil der Vorschubrichtung angibt
18
stabförmiges Zugelement
20
beweglicher Spannarm
22
Handhebelmechanismus
24
Haltearm am Griffelement
26
Klemmesicke
27
dornartiges Eingriffselement
30
Klemmeinrichtung
32
verschwenkbarer Handhebel
32a
nockenartiger Abschnitt des Handhebels
33
Druckfeder, die auf Eingriffselement wirkt
34
Eingriffselement
35
Bremselement
35a
Feder
36
Entriegelungsmittel
38
weitere hülsenartigen Führung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 69569 [0004]
  • DE 8324394 U1 [0005]
  • DE 39171473 [0013]