Title:
Beleuchtungseinrichtung an einem Klavier oder Flügel oder einer Orgel
Kind Code:
U1


Abstract:

Beleuchtungseinrichtung an einem Klavier oder Flügel oder einer Orgel, die lösbar montiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an einer Seite einer Leiste (16) mehrere LED (18, 19, 20) befestigt sind, dass die Leiste (16) an der gegenüberliegenden oder benachbarten Seite zumindest an beabstandeten Orten mindestens zwei ferromagnetische Bereiche oder Permanentmagnetkörper (15) aufweist und dass mindestens zwei Saugnäpfe (11, 12, 13) vorgesehen sind, die an der der Saugbefestigung gegenüberliegenden Seite einen Magneten oder einen ferromagnetischen Körper (14) aufweisen.




Application Number:
DE202015106888U
Publication Date:
01/15/2016
Filing Date:
12/17/2015
Assignee:
Wachsmann, Felix, 42651 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202007000454U1N/A2007-03-29
DE202006005408U1N/A2006-06-22



Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Vomberg & Schart, 42653, Solingen, DE
Claims:
1. Beleuchtungseinrichtung an einem Klavier oder Flügel oder einer Orgel, die lösbar montiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an einer Seite einer Leiste (16) mehrere LED (18, 19, 20) befestigt sind, dass die Leiste (16) an der gegenüberliegenden oder benachbarten Seite zumindest an beabstandeten Orten mindestens zwei ferromagnetische Bereiche oder Permanentmagnetkörper (15) aufweist und dass mindestens zwei Saugnäpfe (11, 12, 13) vorgesehen sind, die an der der Saugbefestigung gegenüberliegenden Seite einen Magneten oder einen ferromagnetischen Körper (14) aufweisen.

2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (16) aus mehreren Teilstücken besteht, die über jeweilige Steckverbindungen wiederholt lösbar miteinander verbindbar sind.

3. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (16) vorzugsweise über eine lösbare Steckverbindung mit einem Dimmer (22) verbunden ist.

4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die LED (18, 19, 20) der Leiste (16) über eine Netzspannungsverbindung (21) oder mittels einer Batterie oder einer Mehrzahl von Batterien mit Strom versorgbar sind.

5. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (16) einen sich über ihre gesamte Länge erstreckenden ferromagnetischen Metallkörper oder Permanentmagneten (15) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung an einem Klavier, Flügel oder einer Orgel, die lösbar montiert ist.

Handelsübliche Flügel oder Klaviere sowie insbesondere in Kirchen installierte Orgeln verfügen generell nicht über eine Beleuchtungseinrichtung, wenn man von älteren Klaviermodellen absieht, die einen oder zwei angeschraubte Kerzenhalter besitzen. Soweit solche Kerzenhalter nicht als reine optische Applikationen dienten, ist jedenfalls das Kerzenlicht regelmäßig zu schwach, um in einem abgedunkelten Raum die Tastatur und/oder das auf einen Notenständer abgelegte Notenblatt hinreichend zu beleuchten.

In der DE 20 2006 005 408 U1 ist daher eine Klavierlampe vorgeschlagen worden, die aus einer Vielzahl von Lichtquellen, die in einer Leiste angeordnet sind, besteht. Diese Beleuchtungseinrichtung ist in das jeweilige Instrument integriert, beispielsweise in die Unterseite des oberen Klappdeckels oder in einen Notenhalter. Die Beleuchtungseinrichtung ist in einer Nut fest eingebaut. Solche Beleuchtungseinrichtungen haben sich jedoch nicht durchgesetzt.

Somit steht der Klavierspieler in abgedunkelten Räumen häufig vor dem Problem, die Noten auf einem Notenblatt schlecht lesen zu können. Insbesondere ungeübte Pianisten fühlen sich zudem bei einer unbeleuchteten Tastatur unsicher, weshalb Stehlampen oder ähnliches zur Notenblatt- und/oder Tastaturbeleuchtung herbeigeschafft werden müssen, welche die freie Sicht auf den Pianisten bei einem musikalischen Vortrag behindern.

In der DE 20 2007 000 454 U1 wird daher eine LED-Leiste zum Aufsatz-Notenpult vorgeschlagen, die mit LED-Leuchten bestückt ist und mittels Einsteckvorrichtungen befestigt werden kann. Der Nachteil einer solchen LED-Leiste, die bei nicht vorhandenem Stromanschluss auch mittels Batterien gespeist werden kann, besteht darin, dass beim Aufschieben und Festklemmen der Leiste auf einem Notenständer eines Klaviers, eines Flügels oder einer Orgel leicht Beschädigungen in Form von Kratzspuren entstehen können.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die lösbar an Tasteninstrumenten wie Klavier, Flügel, Orgel oder ähnlichem leicht befestigt werden kann, ohne dass an den Befestigungsorten Beschädigungen entstehen. Die Beleuchtungseinrichtung soll zudem leicht transportierbar sein, insbesondere kompakt und gewichtsarm.

Diese Aufgabe wird durch die Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß sind in oder an einer Seite einer Leiste mehrere LED befestigt. Ferner besitzt die Leiste an der gegenüberliegenden oder benachbarten Seite zumindest an beabstandeten Orten mindestens zwei ferromagnetische Bereiche oder Permanentmagnetkörper und schließlich mindestens zwei Saugnäpfe, die an der der Saugbefestigung gegenüberliegenden Seite einen Magneten oder einen ferromagnetischen Körper aufweisen. Die Saugnäpfe dienen als Befestigungsmittel an der glatten Musikinstrumentoberfläche, die zumeist lackiert ist. Die Saugnäpfe können leicht handhabbar befestigt und wieder gelöst werden, ohne dass eine Gefahr einer Oberflächenbeschädigung, beispielsweise am Klavierlack, besteht. Die Saugnäpfe besitzen auf der gegenüberliegenden Seite einen Magneten oder einen ferromagnetischen Bereich, der mit einem Magneten an einer Leiste einen Magnetschluss ermöglicht. Das magnetische „Pendant“, um eine Magnetbefestigung zu ermöglichen, befindet sich im Kopfbereich der Saugnäpfe oder auf oder an der mit Leuchtdioden bestückten Leiste. Diese Leiste kann ein entsprechendes magnetisches Element an beabstandeten Orten oder vorzugsweise über die gesamte Leistenlänge besitzen. Die letztgenannte Ausbildung hat den Vorteil, dass die Magnetbefestigung an beliebigen Orten der Leiste vorgenommen werden kann, so dass je nach Haftgrund (am Tasteninstrument) für die Saugnäpfe optimal Befestigungsorte gefunden werden können. Je nach Länge der LED-Leiste werden zwei oder mehr Saugnäpfe mit entsprechenden Magnet-Elementen verwendet.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht die Leiste aus mehreren Teilstücken, die über jeweilige Steckverbindungen wiederholt lösbar miteinander verbindbar sind. Diese Ausführungsvariante ermöglicht es, aus kleinen Teilstücken eine hinreichend lange Leiste zusammenzubauen. Die Steckverbindungen sind so ausgebildet, dass dort für die Stromzufuhr benötigte Spannungs-Kontakte enthalten sind.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Leiste, vorzugsweise ebenfalls über eine lösbare Steckverbindung, mit einem Dimmer verbunden sein, womit es möglich ist, die Leuchtstärke auf das gewünschte Maß einzustellen. Die auf der Leiste vorhandenen LED können entweder über eine Netzspannungsverbindung oder mittels einer Batterie oder einer Mehrzahl von Batterien mit Strom versorgt werden.

Leuchtdioden verfügen inzwischen über eine hohe Lichtstärke und lassen sich stromsparend betreiben. Leuchtdioden sind zudem stoß- und schlagfest und besitzen eine vergleichsweise lange Lebensdauer. Anders als Glühbirnen oder sonstige Leuchten benötigen LED nur einen geringen Bauraum.

Weitere Details und Ausführungsformen werden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen

1 eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung, die an einem Tasteninstrument wie einem Klavier befestigt ist,

2 eine vergrößerte Darstellung eines Saugnapfes mit einem Magneten und

3 eine Detaildarstellung einer Leiste mit drei LED.

Wie aus 1 ersichtlich, werden an der Oberfläche eines Klaviers drei Saugnäpfe 11, 12, 13 befestigt, die jeweils in ihrem Kopfbereich einen ferromagnetischen Körper 14 aufweisen. In der Leiste 15 sind einzelne Permanentmagnete angeordnet.

Werden diese Permanentmagnete in die Nähe eines ferromagnetischen Köpers 14 gebracht, kommt es aufgrund der wirksamen magnetischen Anziehungskraft zu einem Magnetschluss, der eine stabile, aber lösbare Magnetverbindung zwischen den Saugnapfköpfen und einer Leiste 16 ermöglicht. Alternativ hierzu besteht die Möglichkeit, im Kopfbereich der Saugnäpfe 11, 12, 13 Permanentmagnete anzuordnen und die Leiste 15 als ferromagnetischen Körper auszubilden, nämlich als einen sich über die gesamte Länge erstreckende Metallleiste 15, die mit einem lichttransparenten Kunststoffkörper 17 verbunden ist. In diesem Fall kann die Metallleiste 15 entweder mit dem Kunststoffkörper 17 verklebt sein oder derart verbunden sein, dass die Metallleiste 15 in den Kunststoffkörper 17 zum Beispiel durch Einschweißen integriert ist.

Die Leiste 16 weist mehrere LED auf, die in 3 mit den Bezugszeichen 18, 19 und 20 gekennzeichnet sind. Diese LED sind über entsprechende Strompfade, vorzugsweise in Form einer Parallelschaltung, mit einer Stromquelle verbunden, die entweder aus einer oder mehreren Batterien oder einer Netzspannungs-Steckdose bestehen kann. Im letztgenannten Fall muss selbstverständlich über einen Transformator die Netzspannung auf den Niederspannungswert, in dem die LED betrieben werden sollen, transformiert werden. Exemplarisch ist daher eine Leitung 21 als gemeinsame Stromzufuhr angedeutet. Vorzugsweise ist noch ein Dimmer 22 zwischengeschaltet, der die Regelung der Leuchtstärke ermöglicht.

In einer vorzugsweisen Ausführung ist die LED-Leiste in mehrere Teilstücke, von denen hier fünf exemplarisch dargestellt sind, zerlegbar. Die Länge der Teilstücke richtet sich im Wesentlichen danach, wie kompakt die Beleuchtungseinrichtung transportiert werden soll. Bei Längenteil-Maßen unter 30 cm können die Lichtleistenteilstücke problemlos in einem Aktenkoffer transportiert werden, insbesondere zusammen mit den Notenblättern.

Die einzelnen Teilstücke sowie der Dimmer und die Verbindungsleitung 21 werden über Plug-in-Verbindung miteinander gekoppelt, die eine leichte Handhabbarkeit ermöglichen.

Die verwendeten Saugnäpfe bestehen aus einem elastischen Kunststoff. Gegenüber der für die Saugbefestigung vorgesehenen Seite besitzt der Saugnapf einen Kopf, in dem ein ferromagnetischer Körper 14 oder ein Magnet eingeschweißt ist.

Beim Transport können die Saugnäpfe (je nach Länge der Leiste 16) in der gewünschten benötigte Anzahl zusammen mit den Teilstücken, die später zu einer Leiste 16 zusammengesteckt werden, und dem Dimmer 22 sowie einem Batterieteil oder einer Stromverbindung mit Transformator problemlos in üblichen Koffern, Taschen oder ähnlichem transportiert werden. Im Bedarfsfall, nämlich bei schlecht ausgeleuchteten Tastaturen und/oder Notenständer, werden zunächst die Teilstücke der Leiste 16 zusammengesteckt, der Dimmer 22 am Ende aufgesteckt und schließlich die Stromverbindung 21 angeschlossen. Über den Dimmer 22, der einen (nicht dargestellten) Regler besitzt, kann die Funktionsfähigkeit der Leiste geprüft und die gewünschte Helligkeit eingestellt werden. Anschließend werden nacheinander die mindestens zwei mitgeführten Saugnäpfe auf der Oberfläche des Tasteninstruments befestigt und schließlich die Leiste 16 an der Kopfseite der Saugnäpfe 11 angelegt, so dass es zwischen dem Magneten 14 und der ferromagnetischen Leiste 15 zu einem Magnetschluss kommt. Die Anzahl der Saugnäpfe 11 richtet sich im Wesentlichen nach der Länge der Leiste 16, dem Gewicht der Leiste 16, der Magnetstärke und der über die Saugnäpfe herstellbaren Haftkraft an der Oberfläche eines Klaviers oder eines sonstigen Tasteninstruments. Verwendet man ausnahmslos gewichtsarme Teile, können bereits zwei Saugnäpfe 11 zur Lichtleistenbefestigung ausreichen.

Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung besteht darin, dass sie leicht transportabel ist und ohne größeren Aufwand montiert oder demontiert werden kann. Eine Saugnapfbefestigung lässt sich ohne Spuren zu hinterlassen wieder entfernen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202006005408 U1 [0003]
  • DE 202007000454 U1 [0005]