Title:
Musikinstrument mit Tonhöhenkorrektur
Kind Code:
U1


Abstract:

Musikinstrument (10) mit einer Eingabeeinrichtung (12) zur Erzeugung von Eingabetonsignalen (16) einer Eingabetonfolge (34) und mit einer Auswerteeinrichtung (18) zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen (26) einer Ausgabetonfolge (40),
dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (18) dazu ausgebildet ist:
a) Die Eingabetonsignale (16) nacheinander mit auf einem Datenträger (20) gespeicherten aufeinander folgenden Datentonsignalen (24) einer Datentonfolge (38) zu vergleichen;
b) Bei gleicher Tonhöhe eines Eingabetonsignals (16) mit dem verglichenen Datentonsignal (24) das Eingabetonsignal (16) als Ausgabetonsignal (26) auszugeben;
c) Bei unterschiedlicher Tonhöhe des Eingabetonsignals (16) mit dem Datentonsignal (24) entweder kein Ausgabetonsignal (26) oder das Eingabetonsignal (16) mit der Tonhöhe des Datentonsignals (24) als Ausgabetonsignal (26) auszugeben.




Application Number:
DE202015104861U
Publication Date:
09/21/2015
Filing Date:
09/14/2015
Assignee:
MUSIC STORE professional GmbH, 51103 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102006028330A1N/A2008-01-03
DE4041766A1N/A1991-09-12



Attorney, Agent or Firm:
Kohler Schmid Möbus Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, 70565, Stuttgart, DE
Claims:
1. Musikinstrument (10) mit einer Eingabeeinrichtung (12) zur Erzeugung von Eingabetonsignalen (16) einer Eingabetonfolge (34) und mit einer Auswerteeinrichtung (18) zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen (26) einer Ausgabetonfolge (40),
dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (18) dazu ausgebildet ist:
a) Die Eingabetonsignale (16) nacheinander mit auf einem Datenträger (20) gespeicherten aufeinander folgenden Datentonsignalen (24) einer Datentonfolge (38) zu vergleichen;
b) Bei gleicher Tonhöhe eines Eingabetonsignals (16) mit dem verglichenen Datentonsignal (24) das Eingabetonsignal (16) als Ausgabetonsignal (26) auszugeben;
c) Bei unterschiedlicher Tonhöhe des Eingabetonsignals (16) mit dem Datentonsignal (24) entweder kein Ausgabetonsignal (26) oder das Eingabetonsignal (16) mit der Tonhöhe des Datentonsignals (24) als Ausgabetonsignal (26) auszugeben.

2. Musikinstrument nach Anspruch 1, bei dem das Musikinstrument (10) in Form eines Tasteninstruments, insbesondere in Form einer elektronischen Orgel, eines elektronischen Pianos, eines elektronischen Flügels, eines Keyboards oder eines elektronischen Akkordeons, ausgebildet ist.

3. Musikinstrument nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Auswerteeinrichtung (18) zumindest für einen Teil der Eingabeeinrichtung (12) derart überbrückbar ist, dass das Ausgabetonsignal (26) unabhängig von der Tonhöhe des Eingabetonsignals (16) stets dem Eingabetonsignal (16) entspricht.

4. Musikinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Musikinstrument (10) den Datenträger (20) aufweist und/oder dazu ausgebildet ist, über eine Internetverbindung auf den Datenträger (20) zuzugreifen.

5. Musikinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Musikinstrument (10) dazu ausgebildet ist, auf eine Erkennungseinrichtung (32) zuzugreifen, die dazu ausgebildet ist, die Eingabetonsignale (16) zu analysieren und zumindest eine den Eingabetonsignalen (16) entsprechende Datentonfolge (38) auszuwählen.

6. Musikinstrument nach Anspruch 5, bei dem das Musikinstrument (10) die Erkennungseinrichtung (32) aufweist und/oder dazu ausgebildet ist, über eine Internetverbindung auf die Erkennungseinrichtung (32) zuzugreifen.

7. Musikinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Musikinstrument (10) eine Anzeige (22) zur Darstellung zumindest von Teilen zumindest einer Datenfolge (38) und/oder der mit der Datentonfolge (38) korrelierten Musikstückbezeichnung aufweist.

8. Musikinstrument nach Anspruch 7, bei dem die Anzeige (22) dazu ausgebildet ist, zumindest Teile von mehreren Datentonfolgen (38) und/oder mit den Datentonfolgen (38) korrelierte Musikstückbezeichnungen darzustellen.

9. Musikinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Musikinstrument (10) dazu ausgebildet ist, die Eingabetonsignale (16), die Datentonsignale (24) und/oder die Ausgabetonsignale (26) zu modulieren, insbesondere zu transponieren.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Musikinstrument mit einer Eingabeeinrichtung zur Erzeugung von Eingabetonsignalen einer Eingabetonfolge und mit einer Auswerteeinrichtung zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen einer Ausgabetonfolge.

Es ist bekannt, elektronische Musikinstrumente mit einer Eingabeeinrichtung zur Erzeugung von Eingabetonsignalen einer Eingabetonfolge vorzusehen. Beispielsweise sind elektronische Klaviere mit einer Eingabeeinrichtung in Form einer Klaviatur bekannt geworden, auf der Eingabetonfolgen, d. h. Melodien spielbar sind. Solche Musikinstrumente weisen eine Auswerteeinrichtung zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen einer Ausgabetonfolge auf, wobei die Ausgabetonsignale mit den Eingabetonsignalen korreliert sind. Mit anderen Worten wird die auf dem Musikinstrument gespielte Melodie in der Auswerteeinrichtung verändert, beispielsweise verstärkt und/oder mit einem Hall versehen.

Aus der DE 10 2006 028 330 A1 ist darüber hinaus ein Verfahren zum Transponieren oder Stimmen von Eingabetonsignalen einer Eingabetonfolge bekannt geworden.

Weiterhin offenbart die DE 40 41 766 A1 eine Vorrichtung zum Erlernen eines Musikinstruments. Eine optische Anzeige zeigt dabei die korrekte zu spielende Taste des Musikinstruments, bzw. den korrekten zu spielenden Bund einer Gitarre an. Wird dennoch ein falscher Ton gespielt, wird die gedrückte Taste blockiert, bzw. bei falschem Spielrhythmus eine mechanische Rhythmuskorrektur vorgenommen. Darüber hinaus ist aus der diskutierten Druckschrift eine „mechanische Klangverschönerung” bekannt geworden, bei der eine Spule des bekannten Musikinstruments die Schwingung in der Eigenfrequenz einer angeschlagenen Seite unterstützt.

Weiterhin ist es von der Musiksoftware „Melodyne” des Anbieters Celemony Software GmbH bekannt geworden, die Tonhöhe einzelner gespielter und gespeicherter Noten eines Musikstückes nachträglich zu verändern.

Schließlich sind Programme zur Melodieerkennung, wie beispielsweise das Programm „Melodyhound” der Musikenzyklopädie „Musipedia” bekannt geworden. Derartige Melodieerkennungsprogramme sind dazu ausgebildet, aus Teilen gespielter Eingabetonfolgen ein Musikstück aus mehreren hinterlegten Musikstücken zu identifizieren.

Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Problemstellung zu Grunde, ein Musikinstrument zu schaffen, das bereits beim Spielen des Musikinstruments „live” eine signifikante Fehlerkorrektur ermöglicht. Ein solches Musikinstrument soll sowohl Anfängern als auch erfahrenen Musikern, die jedoch mit einem bestimmten Musikstück nicht vertraut sind, helfen, das Musikstück selbstständig, jedoch nahezu fehlerfrei zu spielen. Dabei soll das gespielte Musikstück, d. h. die Ausgabetonfolge, nicht unmittelbar in Form eines auf einem Datenträger hinterlegten Musikstücks abgespielt werden. Vielmehr soll der das Musikinstrument spielende Musiker „Herr der Geschehens” bleiben und dem Musikstück seine persönliche Note verleihen können. Weiterhin soll das Musikinstrument lediglich dann einen Ton, d. h. ein Ausgabetonsignal, erzeugen, wenn der Musiker tatsächlich die Eingabeeinrichtung des Musikinstruments, beispielsweise eine Klaviaturtaste, betätigt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Musikinstrument bereit zu stellen, das ein selbstbestimmtes aber dennoch weitestgehend fehlerfreies Spielen des Musikinstruments ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Musikinstrument mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch ein Musikinstrument mit einer Eingabeeinrichtung zur Erzeugung von Eingabetonsignalen einer Eingabetonfolge und mit einer Auswerteeinrichtung zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen einer Ausgabetonfolge, wobei die Auswerteeinrichtung dazu ausgebildet ist:

  • a) Die Eingabetonsignale nacheinander mit auf einem Datenträger gespeicherten aufeinanderfolgenden Datentonsignalen einer Datentonfolge zu vergleichen;
  • b) bei gleicher Tonhöhe eines Eingabetonsignals mit dem verglichenen Datentonsignal das Eingabetonsignal als Ausgabetonsignal auszugeben;
  • c) bei unterschiedlicher Tonhöhe des Eingabetonsignals mit dem Datentonsignal entweder kein Ausgabetonsignal oder das Eingabetonsignal mit der Tonhöhe des Datentonsignals als Ausgabetonsignal auszugeben.

Die Auswerteeinrichtung des Musikinstruments kennt folglich die richtige zu spielende Tonfolge. Die richtige zu spielende Tonfolge ist auf einem Datenträger gespeichert und als Datentonfolge bezeichnet. Die Datentonfolge besteht aus einzelnen Datentonsignalen, die den Tönen der Tonfolge entsprechen. Die Auswerteeinrichtung vergleicht nunmehr die korrekten Datentonsignale mit den tatsächlich gespielten Eingabetonsignalen. Entspricht die Tonhöhe des Eingabetonsignals dem zu spielenden Datentonsignal, wird die Tonhöhe des Eingabetonsignals nicht verändert und das Eingabetonsignal wird als Ausgabetonsignal ausgegeben. Weicht demgegenüber die Tonhöhe des Eingabetonsignals von der Tonhöhe des Datentonsignals ab, kommt es zu einem Eingriff der Auswerteeinrichtung in das Ausgabetonsignal.

In diesem Fall wird in einer ersten Variante kein Ausgabetonsignal ausgegeben. Das Ausgabetonsignal wird somit solange blockiert, bis der Musiker das korrekte Eingabetonsignal erzeugt. Im Falle eines Musikinstruments in Form eines Tasteninstruments wird das Ausgabetonsignal somit erst dann gespielt, wenn der Musiker die korrekte Taste betätigt. Diese Variante hat den didaktisch positiven Effekt, dass der Musiker das korrekte Spielen des Musikstückes erlernt.

In einer zweiten Variante wird das Ausgabetonsignal nicht blockiert, sondern das Ausgabetonsignal wird mit der Tonhöhe des Datentonsignals versehen. Die Auswerteeinrichtung korrigiert somit lediglich die Tonhöhe des Eingabetonsignals, belässt jedoch die Tondauer, den Anschlag, die Lautstärke und andere persönliche Einflüsse des Musikers.

Die Eingabetonsignale, die Datentonsignale und die Ausgabetonsignale liegen in Form elektrischer Signale vor.

Bevorzugt liegen die Eingabetonsignale, die Datentonsignale und die Ausgabetonsignale in Form digitaler elektrischer Signale vor. In diesem Fall kann das Musikinstrument dazu ausgebildet sein, analoge Eingabesignale, die von einem Musiker am Musikinstrument erzeugt werden, in digitale Eingabetonsignale und digitale Ausgabetonsignale des Musikinstruments in analoge Ausgabesignale umzuwandeln. Die analogen Ausgabesignale können dann an einem Lautsprecher in Form von Ausgabetönen ausgegeben werden. Der Lautsprecher kann dabei am Musikinstrument oder außerhalb des Musikinstruments vorgesehen sein.

Digitale Eingabe-, Daten- und Ausgabetonsignale können in Form von Datenpaketen vorliegen. Ein solches Datenpaket kann beispielsweise den Aufbau „00 36 60” haben. Die ersten beiden Zahlen geben dabei den Kanal (hier Kanal 00), die nächsten beiden Zahlen die Tonhöhe (hier die Tonhöhe 36) und die letzten beiden Zahlen die Lautstärke bzw. Dynamik (hier die Dynamik 60) an. Ein Eingabetonsignal mit den Werten „00 36 60” bedeutet somit, dass auf Kanal 00 die Note 36 mit der Dynamik 60 gespielt wird. Sobald der Musiker das Musikinstrument nicht mehr betätigt, liegt im vorliegenden Beispiel das Eingabetonsignal „00 36 00” vor, d. h. das Eingabetonsignal hat die Dynamik „00”. Es soll also letztlich kein Ton ausgegeben werden.

Angenommen, das Datentonsignal weist nun das „korrekte” Datenpaket „00 34 50” auf, so stimmen weder die gespielte Tonhöhe (36/34) noch die gespielte Dynamik (60/50) des Eingabetonsignals mit dem hinterlegten Datentonsignal überein.

Erfindungsgemäß wird nun die Tonhöhe korrigiert, nicht aber die Dynamik. Das Ausgabetonsignal kann nun in der ersten erfindungsgemäßen Variante die Form „00 36 00” aufweisen, d. h. es wird im Ergebnis kein Ton ausgegeben. In der zweiten erfindungsgemäßen Variante kann das Ausgabetonsignal die Form „00 34 60” aufweisen, d. h. die Tonhöhe wird geändert, nicht aber die Dynamik.

Das erfindungsgemäße Musikinstrument weist vorzugsweise eine Wahlmöglichkeit, beispielsweise einen Schalter auf, durch die eine der beiden zuvor diskutierten Varianten – Blockade des Ausgabetonsignals oder Tonhöhenkorrektur des Ausgabetonsignals – ermöglicht wird.

Zusammenfassend ermöglicht das beschriebene Musikinstrument einem Musiker, ein Musikstück mit Noten korrekter Tonhöhe wiederzugeben, ohne auf ein unmittelbares „Playback” ausweichen zu müssen.

Das Musikinstrument kann in Form einer elektronischen Gitarre, einer elektronischen Geige, eines elektronischen Schlagzeugs oder eines anderen elektronischen Musikinstruments bzw. eines zumindest teilweise elektronischen Musikinstruments ausgebildet sein. Bevorzugt ist das Musikinstrument jedoch in Form eines Tasteninstruments, insbesondere in Form einer elektronischen Orgel, eines elektronischen Pianos, eines elektronischen Flügels, eines Keyboards, oder eines elektronischen Akkordeons ausgebildet.

Die Auswerteeinrichtung ist vorzugsweise zumindest für einen Teil der Eingabeeinrichtung derart umgehbar, dass das Eingabetonsignal unabhängig von der Tonhöhe des Eingabetonsignals stets dem Eingabetonsignal entspricht. Mit anderen Worten kann ein Musiker hierdurch zumindest für einen Teil der Eingabeeinrichtung die Tonhöhenfehlerkorrektur abschalten. Beispielsweise kann ein Musiker den mit tiefen Tönen korrespondierenden Teil der Eingabeeinrichtung derart überbrücken, dass der Musiker Bassläufe improvisieren kann. Weiterhin kann die Auswerteeinrichtung derart ausgebildet sein, das sie zweitweise vollständig überbrückbar ist, um dem Musiker vollständig freie Improvisationen zu ermöglichen.

Das Musikinstrument kann einen Datenträger aufweisen, in dem die Datentonsignale der Datentonfolge gespeichert sind. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Musikinstrument dazu ausgebildet sein, über eine Internetverbindung auf einen Online-Datenträger zuzugreifen, in dem Datentonsignale hinterlegt sind.

Das Musikinstrument kann dazu ausgebildet sein, ein zu spielendes Musikstück, d. h. eine Datentonfolge unmittelbar durch einen Musiker am Musikinstrument auszuwählen. Alternativ oder zusätzlich dazu, kann das Musikinstrument dazu ausgebildet sein, auf eine Erkennungseinrichtung zuzugreifen die dazu ausgebildet ist, die Eingabetonsignale zu analysieren und zumindest eine den Eingabetonsignalen entsprechende Datentonfolge auszuwählen. Hierdurch kann die Erkennungseinrichtung am Spielen einiger Eingabetonsignale erkennen, welches Musikstück der Musiker spielen möchte. Die Erkennungseinrichtung kann dabei dazu ausgebildet sein, im Falle mehrerer möglicher Musikstücke dem Musiker mehrere Musikstücke zur Auswahl vorzuschlagen.

Die Erkennungseinrichtung kann Teil des Musikinstruments sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Musikinstrument dazu ausgebildet sein, über eine Internetverbindung auf die Erkennungseinrichtung zuzugreifen.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann das Musikinstrument eine Anzeige aufweisen, auf der zumindest Teile zumindest einer Datenfolge beziehungsweise der mit der Datenfolge korrelierten Musikstückbezeichnung darstellbar sind. Hierdurch erhält der Musiker eine Rückmeldung, ob die geladene Datentonfolge tatsächlich dem von ihm gewünschten Musikstück entspricht.

Weiter bevorzugt kann die Anzeige dazu ausgebildet sein, zumindest Teile von mehreren Datentonfolgen und/oder mit den Datentonfolgen korrelierten Musikstückbezeichnungen darzustellen. Der das Musikinstrument spielende Musiker kann dadurch eine Auswahl aus mehreren Musikstücken treffen.

Weiter bevorzugt kann das Musikinstrument dazu ausgebildet sein, die Eingabetonsignale, die Datentonsignale und/oder die Ausgabetonsignale zu modulieren. Beispielsweise können die Ausgabetonsignale mit einem Hall versehen und/oder transponiert werden, bevor sie an einen Lautsprecher ausgegeben werden.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Musikinstrument dazu ausgebildet, Begleittonsignale, beispielsweise Begleittonsignale die mit Begleitakkorden korrespondieren, auszugeben, wobei die Begleittonsignale in ihrer Tonhöhe entsprechend den Ausgabetonsignalen angepasst werden. Spielt ein Musiker beispielsweise an Stelle eines „c” ein „cis” so wird entweder das Ausgabetonsignal blockiert, bis der Musiker tatsächlich ein „c” spielt und es wird solange auch kein Begleitakkord ausgegeben oder die Tonhöhe des Ausgangssignals wird auf ein „c” angepasst und ein C-Begleitakkord ausgegeben.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Erzeugung von Ausgabetonsignalen einer Ausgabetonfolge in einem Musikinstrument mit einer Eingabeeinrichtung zur Erzeugung von Eingabetonsignalen einer Eingabetonfolge und mit einer Auswerteeinrichtung zur Erzeugung der Ausgabetonsignale der Ausgabetonfolge mit den Verfahrensschritten:

  • a) Sukzessives Vergleichen der Eingabetonsignale mit auf einem Datenträger gespeicherten aufeinanderfolgenden Datentonsignalen einer Datentonfolge;
  • b) Ausgabe des Eingabetonsignals als Ausgabetonsignal bei gleicher Tonhöhe eines Eingabetonsignals mit dem verglichenen Datentonsignal;
  • c) Bei unterschiedlicher Tonhöhe des Eingabetonsignals mit dem Datentonsignal entweder keine Ausgabe eines Ausgabetonsignals oder Ausgabe des Eingabetonsignals mit der Tonhöhe des Datentonsignals als Ausgabetonsignal.

Wie zuvor beschrieben, kann die Datentonfolge durch eine Erkennungseinrichtung ausgewählt werden, wobei die Wahl der Datentonfolge anhand einer Analyse der Erkennungseinrichtung zumindest einiger Eingabetonsignale erfolgt. Weiterhin können die Eingabetonsignale, die Datentonsignale und/oder die Ausgabetonsignale moduliert, insbesondere transponiert werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt sowie aus den Ansprüchen.

Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Musikinstruments;

2a die Darstellung einer in das Musikinstrument gemäß 1 eingegebenen Eingabetonfolge;

2b eine Darstellung einer Datentonfolge des Musikinstruments gemäß 1; und

2c eine Ausgabetonfolge des Musikinstruments gemäß 1.

1 zeigt ein Musikinstrument 10. Das Musikinstrument 10 ist in Form eines elektronischen Tasteninstruments ausgebildet. Es weist eine Eingabeeinrichtung 12 in Form einer Klaviatur auf. Die Eingabeeinrichtung 12 weist mehrere Tasten auf, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich eine erste Taste 14a und eine zweite Taste 14b mit einem Bezugszeichen versehen sind. Wird durch einen Musiker (nicht gezeigt) eine der Tasten 14a, 14b betätigt, so generiert die Eingabeeinrichtung 12 ein Eingabetonsignal 16 (hier dargestellt durch einen Pfeil). Mehrere aufeinander folgende Eingabetonsignale 16 bilden eine Eingabetonfolge. Die Eingabetonsignale 16 werden an eine Auswerteeinrichtung 18 übermittelt.

Das Musikinstrument 10 weist einen Datenträger 20 auf. Auf dem Datenträger 20 ist eine Vielzahl von Datentonfolgen gespeichert. Die Datentonfolgen entsprechen jeweils einem auf dem Musikinstrument 10 spielbaren Musikstück. Die Datentonfolgen und/oder die mit den Datentonfolgen korrespondierenden Musikstückbezeichnungen können auf einer Anzeige 22 des Musikinstruments 10 zumindest teilweise dargestellt werden. Da die Anzeige 22 optional ist, ist sie – wie alle anderen optionalen Merkmale in 1 – gestrichelt dargestellt. Der Musiker kann nun anhand der Darstellung auf der Anzeige 22 ein Musikstück bzw. eine Datentonfolge auswählen.

Die Datentonfolge weist mehrere aufeinander folgende Datentonsignale 24 auf. Die Datentonsignale 24, die letztlich den einzelnen zu spielenden Tönen entsprechen, sind in 1 durch einen Pfeil dargestellt. Die Datentonsignale 24 werden – ebenso wie die Eingabetonsignale 16 – in die Auswerteeinrichtung 18 eingespeist. Die Auswerteeinrichtung 18 vergleicht nun sequenziell die Eingabetonsignale 16 mit den Datentonsignalen 24. Nun sind zwei Möglichkeiten denkbar:

  • 1. Die Tonhöhe des Eingabetonsignals 16 entspricht der Tonhöhe des Datentonsignals 24. In diesem Fall gibt die Auswerteeinrichtung 18 ein Ausgabetonsignal 26 (dargestellt durch einen Pfeil) aus. Das Ausgabetonsignal 26 entspricht dabei dem Eingabetonsignal 16.
  • 2. Die Tonhöhe des Eingabetonsignals 16 unterscheidet sich von der Tonhöhe des Datentonsignals 24. Die Auswerteeinrichtung 18 kann nun dazu ausgebildet sein, kein Ausgabetonsignal 26 zu erzeugen. Mit anderen Worten wird erst dann ein Ausgabetonsignal 26 durch die Auswerteeinrichtung 18 ausgegeben, wenn der Musiker die richtige Taste 14a, 14b betätigt, sodass die Tonhöhe des Eingabetonsignals 16 mit der Tonhöhe des Datentonsignals 24 übereinstimmt. Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Auswerteeinrichtung 18 dazu ausgebildet sein, bei sich unterscheidender Tonhöhe des Eingabetonsignals 16 vom Datentonsignal 24 zwar das Eingabetonsignal 16 als Ausgabetonsignal 26 auszugeben, allerdings mit der Tonhöhe des Datentonsignals 24. In diesem Fall wird die Tonhöhe des Eingabetonsignals 16 korrigiert.

Das Ausgabetonsignal 26 kann unmittelbar an einen Lautsprecher 28 ausgegeben werden. Der Lautsprecher 28 kann Teil des Musikinstruments 10 oder Teil einer externen Vorrichtung sein. Alternativ zur direkten Ausgabe an dem Lautsprecher 28 kann das Ausgabetonsignal 26 – wie in 1 dargestellt – durch eine Moduliereinrichtung 30 moduliert werden. Die Moduliereinrichtung 30 kann dem Ausgabetonsignal 26 beispielsweise einen Hall und/oder einen Begleitakkord beifügen. Weiter beispielhaft kann die Moduliereinrichtung 30 das Ausgabetonsignal 26 transponieren.

Das Eingabetonsignal 16 kann weiterhin einer Erkennungseinrichtung 32 zugeführt werden. Die Erkennungseinrichtung 32 kann – ebenso wie der Datenträger 20 – Teil des Musikinstruments 10 sein. Alternativ dazu kann das Musikinstrument 10 über eine Internetverbindung auf die Erkennungseinrichtung 32 und/oder den Datenträger 20 zugreifen.

Die Erkennungseinrichtung 32 ist dazu ausgebildet, die Eingabetonsignale 16 zu analysieren und eine Melodie zu erkennen, d. h. einer Datentonfolge zuzuordnen. Der Musiker muss hierdurch die Datentonfolge, d. h. das Musikstück, nicht selbst auswählen, sondern das Musikinstrument 10 „erkennt” anhand einiger gespielter Noten das von dem Musiker gespielte Lied.

Die Tonhöhenkorrektur des Musikinstruments 10 wird nachfolgend beispielhaft anhand der 2a, 2b und 2c erläutert:
2a zeigt eine Eingabetonfolge 34. Anhand der ersten vier gespielten Noten, die in 2a durch eine geschweifte Klammer 36 eingefasst sind, ist für die Erkennungseinrichtung 32 analysierbar, dass es sich um die Melodie „Hänschen klein” handelt. Gemäß 2a wird angenommen, dass der Musiker den fünften gestrichelt umrahmten Ton falsch spielt. Anstelle der gespielten Viertelnote „a” hätte der Musiker eine Achtelnote „g” spielen sollen.

2b zeigt demgegenüber die richtige Tonfolge, d. h. die Datentonfolge 38. In der Datentonfolge 38 ist der fünfte Ton der Datentonfolge 38 korrekt als Achtelnote „g” hinterlegt. Im vorliegenden Beispiel der Eingabetonfolge 34 (siehe 2a) entspricht somit weder die Tonhöhe, noch die Tondauer des Eingabetonsignals 16 (siehe 1) bei der fünften gespielten Note dem korrespondierenden Datentonsignal 24 (siehe 1). Mit anderen Worten hat der Musiker gemäß 1 die Taste 14a lang angeschlagen, anstatt die Taste 14b kurz anzuschlagen.

2c zeigt die von der Auswerteeinrichtung 18 (siehe 1) ausgegebene Ausgabetonfolge 40. Aus 2c ist ersichtlich, dass das Ausgabetonsignal 26 (siehe 1) im Fall der fünften gespielten Note zwar bezüglich der Tonhöhe, nicht aber bezüglich der Tondauer korrigiert wurde. Hierdurch kann der Musiker die Melodie sicher spielen, wobei ihm Raum für rhythmische Interpretationen verbleibt und kein reines „Playback” gespielt wird.

Zusammenfassend betrifft gemäß einer Zusammenschau der 1 und 2b die Erfindung ein Musikinstrument 10. Das Musikinstrument 10 weist eine Eingabeeinrichtung 12 und eine Auswerteeinrichtung 18 auf. Die Auswerteeinrichtung 18 vergleicht die von der Eingabeeinrichtung 12 kommenden Tonsignale 16 mit hinterlegten Datentonsignalen 24. Bei einer Abweichung der Tonhöhe der Eingabetonsignale 16 von der Tonhöhe der Datentonsignale 24 wird kein Ausgabetonsignal 26 ausgegeben. Alternativ dazu kann das Musikinstrument 10 dazu ausgebildet sein, bei einer Abweichung der Tonhöhe der Eingabetonsignale 16 von der Tonhöhe der Datentonsignale 24 die Tonhöhe der Ausgabetonsignale 26 an die Tonhöhe der Datentonsignale 24 anzupassen. Die Datentonsignale 24 sind – Datentonfolgen 38 korrespondierend – auf einem Datenträger 20 hinterlegt. Bevorzugt weist das Musikinstrument 10 eine Erkennungseinrichtung 32 auf, die anhand der Eingabetonsignale 16 die zu spielende Datentonfolge 38 erkennt und auswählt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102006028330 A1 [0003]
  • DE 4041766 A1 [0004]