Title:
Klebeband
Kind Code:
U1


Abstract:

Klebeband (2), insbesondere Wickelband zur Ummantelung von langgestrecktem Gut, vorzugsweise Wickelband zur Ummantelung von Kabelsätzen in Automobilen, mit einem bandförmigen textilen Träger (3), und mit einer wenigstens streifenförmigen Klebstoffbeschichtung (4) auf zumindest einer Seite des Trägers (3), wobei der Träger (3) an wenigstens einem Längsrand (3a, 3b) und/oder Querrand eine Schnittkante aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante zusätzlich verschweißt ist.




Application Number:
DE202015103713U
Publication Date:
07/27/2015
Filing Date:
07/15/2015
Assignee:
certoplast Technische Klebebänder GmbH, 42285 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10329994A1N/A2005-01-20



Foreign References:
WO2012048912A12012-04-19
WO2013024150A22013-02-21
Attorney, Agent or Firm:
Nunnenkamp, Jörg, Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 45127, Essen, DE
Claims:
1. Klebeband (2), insbesondere Wickelband zur Ummantelung von langgestrecktem Gut, vorzugsweise Wickelband zur Ummantelung von Kabelsätzen in Automobilen, mit einem bandförmigen textilen Träger (3), und mit einer wenigstens streifenförmigen Klebstoffbeschichtung (4) auf zumindest einer Seite des Trägers (3), wobei der Träger (3) an wenigstens einem Längsrand (3a, 3b) und/oder Querrand eine Schnittkante aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante zusätzlich verschweißt ist.

2. Klebeband (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante durch ein Trennverfahren gefolgt von einem Schweißvorgang hergestellt ist.

3. Klebebens (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante durch ein kombiniertes Schweiß-/Trennverfahren produziert ist.

4. Klebeband (2) nach Anspruch 3, dass das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren berührungslos, beispielsweise mit Hilfe einer Laserstrahleinheit, erfolgt.

5. Klebeband (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren mechanisch mit einem Schneidmesser (7) vorgenommen wird.

6. Klebeband (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (7) beheizt ist.

7. Klebeband (2) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ultraschalleinheit (7, 8) mit einem als Schallmesser ausgelegten Schneidmesser (7) und gegenüberliegenden Amboss (8) und/oder mit dem Schneidmesser (7) und gegenüberliegenden Schallamboss (8) eingesetzt wird.

8. Vorrichtung zur Herstellung eines Klebebandes (2), insbesondere eines Klebebandes (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einer Vorratseinheit (5), einer Beschichtungseinheit (6) und einer Schneidvorrichtung (7, 8), dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (7, 8) mit einer Kantenschweißeinheit ausgerüstet ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (7, 8) als kombinierte Schweiß-/Trenneinheit (7, 8) ausgebildet ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die kombinierte Schweiß-/Trenneinheit (7, 8) als Ultraschallschneideinheit (7, 8) ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Klebeband, insbesondere Wickelband zur Ummantelung von langgestrecktem Gut, vorzugsweise ein Wickelband zur Ummantelung von Kabelsätzen in Automobilen, mit einem bandförmigen textilen Träger, und mit einer wenigstens streifenförmigen Klebstoffbeschichtung auf zumindest einer Seite des Trägers, wobei der Träger an wenigstens einem Längsrand und/oder Querrand eine Schnittkante aufweist.

Klebebänder und insbesondere Wickelbänder des eingangs beschriebenen Aufbaus kommen typischerweise bei der Ummantelung von Kabelsätzen in Automobilen zum Einsatz, wie dies beispielsweise in der DE 103 29 994 A1 im Detail beschrieben wird. Eine vergleichbare Vorgehensweise bzw. ein entsprechendes Klebeband wird im Rahmen der WO 2012/048912 A1 beschrieben. In beiden Fällen ist der Träger mit einem oder mehreren Klebstoffstreifen ausgerüstet, welche nur einen Bruchteil der Fläche des Trägers bedecken.

Die Herstellung solcher Klebebänder mit streifenförmiger Klebstoffbeschichtung wird beispielsweise in der WO 2013/024150 A2 der Anmelderin beschrieben. Dabei wird typischerweise so vorgegangen, dass zunächst eine Trägerbahn aus dem textilen Material von einer Vorratseinheit abgewickelt und dann einer Beschichtungseinheit zugeführt wird. Mit Hilfe der Beschichtungseinheit werden auf der Trägerbahn in ihrer Längserstreckung ein oder mehrere Klebstoffstreifen durch Beschichten mit einem Kleber erzeugt. Abschließend wird die Trägerbahn in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder geschnitten.

Bei dem Schneidevorgang oder auch nachträglich kann es zu sogenannten Ausfransungen an den betreffenden Längsrändern bzw. Querrändern und damit an den Schnittkanten kommen. Derartige Ausfransungen oder auch ein Fadenausriss beispielsweise bei Trägern aus Vliesen oder Geweben werden manchmal auch erst bei der Verarbeitung, d. h. beim Ummanteln von langgestrecktem Gut, beobachtet. Hieraus können Probleme bei der Herstellung beispielsweise einer Schlauchummantelung mit Hilfe des fraglichen Klebebandes resultieren oder wird schlicht und ergreifend die Verarbeitung erschwert.

Zwar arbeitet der angesprochene Stand der Technik typischerweise mit Rollmessern, die für einen sauberen Schnitt sorgen. Außerdem stellt die Klebstoffbeschichtung oftmals sicher, dass es zu den beschriebenen Ausfransungen nicht kommt, zumindest dann nicht, wenn die Klebstoffbeschichtung bis an den fraglichen Längsrand bzw. Querrand reicht. Allerdings wird in der Praxis zunehmend mit streifenförmigen Klebstoffbeschichtungen gearbeitet, die nicht die gesamte Seite des Trägers erfassen, so dass meistens wenigstens ein Längsrand von der Klebstoffbeschichtung frei ist und folglich die beschriebenen Ausfransungen an diesem Längsrand auftreten können. Hier werden bisher im Stand der Technik keine überzeugenden Lösungen zur Verfügung gestellt.

Aus diesem Grund liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Klebeband so weiter zu entwickeln, dass einwandfreie Längsränder respektive Querränder mit der zugehörigen Schnittkante beobachtet werden und insbesondere die in der Praxis oftmals auftretenden Ausfransungen nicht mehr vorliegen. Außerdem soll eine zur Herstellung des Klebebandes besonders geeignete Vorrichtung angegeben werden.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Klebeband im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante an dem fraglichen Längsrand und/oder Querrand zusätzlich verschweißt ist.

Im Rahmen der Erfindung kommt zunächst einmal ein bandförmiger textiler Träger zum Einsatz, also ein Träger, welcher aus einem textilen Basismaterial hergestellt worden ist. Bei einem solchen textilen Basismaterial handelt es sich um ein Bahnmaterial, welches gewebt, gewirkt, geflochten oder sonst wie zusammengefügt worden ist. Hierzu gehören auch Vliese oder Vliesstoffe. Das heißt, die Erfindung umfasst beispielsweise als Gewebe ausgebildete textile Träger ebenso wie solche aus einem Vliesstoff. Darüber hinaus können auch textile Träger aus einer Maschenware, einem Geflecht, einem Nähgewirke etc. zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus kann der bandförmige textile Träger neben der Klebstoffbeschichtung mit zusätzlichen Beschichtungen ausgerüstet werden, beispielsweise einer Lackbeschichtung, einer Schaumstoffbeschichtung, einer Folienbeschichtung etc. Der fragliche textile Träger ist darüber hinaus und überwiegend aus Kunststofffasern aufgebaut bzw. hergestellt. Grundsätzlich können aber auch Naturfasern wie beispielsweise Baumwollfasern mit verarbeitet werden, solange der gewichtsmäßige Anteil an Kunststofffasern überwiegt. Denn erfindungsgemäß wird so vorgegangen, dass der fragliche Träger zumindest im Bereich der Schnittkante die angesprochene zusätzliche Verschweißung erfährt, wobei in diesem Zusammenhang die im textilen Träger vorhandenen Kunststofffasern auf- oder angeschmolzen werden und auf diese Weise eine mehr oder minder glatte Schnittkante erzeugen, und zwar ohne dass die Gefahr von Fadenausriss oder Ausfransungen besteht. Das An- oder Aufschweißen der fraglichen Kunststofffasern lässt sich besonders einfach realisieren, weil die eingesetzten Kunststoffe typischerweise mit Schmelztemperaturen im Bereich von ca. 100°C bis 300°C ausgerüstet sind.

Der bandförmige textile Träger zur Herstellung des Klebebandes wird im Regelfall aus einer Trägerbahn produziert. Dazu wird die Trägerbahn in Längsrichtung in die einzelnen Klebebändern geschnitten. Folglich handelt es sich bei den Schnittkanten meistens um Längsschnittkanten, d. h. Längsränder des auf diese Weise hergestellten bandförmigen textilen Trägers. Die jeweilige Schnittkante kann dabei vorteilhaft durch ein Trennverfahren gefolgt von einem Schweißvorgang hergestellt werden. Als Trennvorgang sind typische mechanische Trennverfahren denkbar, beispielsweise ein Schnitt mit einem Rollenmesser. Anschließend an dieses Trennverfahren und insbesondere mechanische Trennverfahren wird die fragliche Schnittkante verschweißt, um die bereits beschriebenen Ausfransungen bzw. den Fadenausriss zu vermeiden.

Nach besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Schnittkante durch ein kombiniertes Schweiß-/Trennverfahren hergestellt. In diesem Fall erfolgt die mechanische Trennung einerseits und der Schweißvorgang andererseits zeitgleich in einem kombinierten Herstellungsschritt. Dadurch lässt sich das erfindungsgemäße Klebeband besonders kostengünstig herstellen.

Für das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren schlägt die Erfindung verschiedene Vorgehensweisen vor. So kann das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren berührungslos arbeiten. In diesem Fall ist es denkbar, dass eine Laserstrahleinheit für die Trennung der einzelnen bandförmigen textilen Träger aus der betreffenden Trägerbahn sorgt. Das heißt, die Trägerbahn wird in Längsrichtung mit Hilfe der fraglichen Laserstrahleinheit in die einzelnen Klebebänder geschnitten. Dabei verfügt die fragliche Trägerbahn meistens über die zuvor aufgebrachte streifenförmige Klebstoffbeschichtung, so dass im Anschluss an das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren das gewünschte erfindungsgemäße Klebeband bereits fertig konfektioniert ist und für die unmittelbare weitere Verarbeitung zur Verfügung steht. Grundsätzlich kann die streifenförmige Klebstoffbeschichtung allerdings auch erst nach dem Schneiden der Trägerbahn in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder auf den fraglichen bandförmigen Träger aufgebracht werden.

Bei der für das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren vorteilhaft eingesetzten Laserstrahleinheit handelt es sich im Regelfall um einen Infrarotlaser, der im allgemeinen im Pulsbetrieb arbeitet. Der von dem fraglichen Laser ausgehende Laserstrahl kann mit bewegten Spiegelelementen abgelenkt und über die Trägerbahn geführt werden. Dadurch lassen sich in Längsrichtung die einzelnen bandförmigen Träger bzw. Klebebänder schneiden. Zugleich sorgt der an dieser Stelle vorteilhaft eingesetzte Infrarotlaser dafür, dass die Schnittkanten die gewünschte zusätzliche Verschweißung erfahren. Bei dem eingesetzten Infrarotlaser handelt es sich im Allgemeinen um einen CO2-Laser.

Alternativ oder zusätzlich wird das kombinierte Schweiß-/Trennverfahren mechanisch mit einem Schneidmesser vorgenommen, welches beheizt werden kann. In diesem Fall sorgt das Schneidmesser für die gewünschte mechanische Trennung der einzelnen bandförmigen textilen Träger voneinander ebenso wie dafür, die erzeugten Schnittkanten zu verschweißen. Nach besonders vorteilhafter Ausgestaltung wird jedoch nicht mit einem beheizten Schneidmesser, sondern vielmehr mit einem schwingenden Schneidmesser bzw. einem Schallmesser gearbeitet. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Schallamboss zum Einsatz kommen. Dabei wird typischerweise mit Frequenzen im Ultraschallbereich oberhalb der Hörgrenze gearbeitet.

Tatsächlich greift die Erfindung meistens auf eine Ultraschalleinheit mit dem Schallmesser und gegenüberliegendem Amboss zurück. Grundsätzlich kann auch der Amboss als Schallamboss alternativ oder zusätzlich ausgelegt sein. Das Schallmesser bzw. der Schallamboss wird bei diesem Vorgang in Schwingungen mit einer Frequenz oberhalb von 20 kHz versetzt. Zur Erzeugung der Schwingungen wird meistens mit dem inversen piezoelektrischen Effekt, der Elektrostriktion, gearbeitet. Das heißt, die Ultraschallschneideinheit ist mit einem Hochfrequenzgenerator ausgerüstet, dessen ausgangsseitig erzeugte Wechselspannung an eine Keramik- oder Quarzkristallplatte angeschlossen wird. Als Folge hiervon führt die Keramikoder Quarzkristallplatte die Schwingungen in entsprechender Frequenz aus.

Da die Amplitude der Schwingungen im Regelfall im Mikrometerbereich liegt, sind meistens Sonotroden erforderlich, mit deren Hilfe größere Amplituden erzeugt werden. Die fraglichen Schwingungen liegen dabei typischerweise als mechanische Longitudinalwellen vor, die am freien Ende der Sonotrode reflektiert werden. Die Länge der Sonotrode wird dann so festgelegt, dass sie ein Vielfaches der halben Wellenlänge der Schwingung beträgt, so dass sich insgesamt eine stehende Welle einstellt.

Jedenfalls ist die eingesetzte Ultraschallschneideinheit mit dem Schallmesser und dem gegenüberliegenden Amboss in der Lage, mit gegenüber einem herkömmlich Schnittmesser verringerten Schnittkräften die fragliche Trägerbahn in der beschriebenen Längsrichtung zu schneiden. Außerdem wird zugleich die Schnittkante verschweißt. Im Vergleich zum Laserschneiden treten dabei durchweg weder verbrannte Kanten noch Verbrennungsgase auf. Als Vorteil zum Wasserstrahlschneiden ist zu sagen, dass eine Durchfeuchtung der Trägerbahn ausgeschlossen wird. Hinzu kommt, dass Ultraschallschneideinheiten besonders einfach und kostengünstig realisiert werden können.

In jedem Fall wird die Trägerbahn mit hoher Geschwindigkeit und glatten sowie sauberen Schnitten in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder bzw. bandförmigen Träger unterteilt. Zugleich werden die Schnittkanten verschweißt bzw. mit dem Ultraschall versiegelt respektive verschmolzen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Schneidränder nicht ausfransen. Abgestimmt auf die Anwendung kann mit entsprechenden Sonotroden vertikal, horizontal oder kontinuierlich geschnitten werden.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Klebebandes, wie sie insbesondere im Anspruch 8 ff. näher beschrieben wird. Im Ergebnis wird ein Klebeband und insbesondere Wickelband zur Ummantelung von langgestrecktem Gut geschaffen, welches sich besonders für die streifenförmige Klebstoffbeschichtung auf zumindest einer Seite des Trägers eignet. Denn etwaige mit dem Herstellungsvorgang verbundene Ausfransungen an den Schnittkanten lassen sich ausdrücklich vermeiden. Hierbei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass die jeweilige Schnittkante zusätzlich verschweißt ist bzw. verschweißt wird, weshalb Fadenausriss oder Ausfransungen ausdrücklich verhindert werden können. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung einer lediglich einer Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung eines Klebebandes,

2 einen vergrößerten Ausschnitt aus 1

3 das mit der Vorrichtung gemäß 1 hergestellte Klebeband in einer Aufsicht.

In der 1 ist eine Vorrichtung dargestellt, mit deren Hilfe aus einer Trägerbahn 1 ausgangsseitig ein oder mehrere Klebebänder 2 hergestellt werden. Bei dem Klebeband 2 handelt es sich um ein solches, wie es prinzipiell in Aufsicht in der 3 dargestellt ist. Die Trägerbahn 1 liegt als flächige textile Bahn vor und kann in ihrer Längsrichtung in mehrere der Klebebänder 2 geschnitten werden, wie dies nachfolgend im Detail erläutert wird.

Zu diesem Zweck verfügt das Klebeband 2 in seinem grundsätzlichen Aufbau über einen Träger 3 und wenigstens einen auf den Träger 3 aufgebrachten Klebstoffstreifen 4 bzw. eine streifenförmige Klebstoffbeschichtung 4 auf zumindest einer Seite des Trägers 3. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der 3 ist der Klebstoffstreifen 4 lediglich auf einer Oberseite des Trägers 3 vorgesehen, kann selbstverständlich auch auf der Unterseite oder auch auf beiden Seiten realisiert werden.

Mithilfe der Vorrichtung gemäß der 1 wird die Trägerbahn 1 ausgehend von einer Vorratseinheit 5 zugeführt. Im dargestellten Beispielfall wird die Trägerbahn 1 in einer (einzigen) gezeigten Vorrichtung nach der 1 zunächst beschichtet und dann in die einzelnen Klebebänder 2 geschnitten. Es kann aber auch so vorgegangen werden, dass die Beschichtung einerseits und das Schneiden andererseits in voneinander getrennten Vorrichtung erfolgt.

Jedenfalls handelt es sich bei der Vorratseinheit 5 im Allgemeinen um eine Vorratswickelwolle, auf welcher die Trägerbahn 1 aufgewickelt ist. Bei der Vorratseinheit 5 handelt es sich im Allgemeinen um eine Vorratswickelrolle, auf welcher die Trägerbahn 1 aufgewickelt ist. Bei der Trägerbahn 1 handelt es sich um eine textile Flächenbahn, die vorliegend als Gewebebahn, Vliesstoffbahn etc. ausgebildet ist. Außerdem kann die Trägerbahn 1 zusätzlich zu dem Klebstoffstreifen 4 mit einer weiteren Beschichtung, einer Lackbeschichtung, einer Folienbeschichtung etc. ausgerüstet sein, was im Ausführungsbeispiel jedoch nicht dargestellt ist. Jedenfalls verfügt die Trägerbahn 1 über eine Breite, welche ein Mehrfaches der in der 3 dargestellten Gesamtbreite A des Klebebandes 2 aufweist. Tatsächlich kann die Trägerbahn 1 beispielsweise eine Breite von 3A bis 20A mit A der Breite des Klebebandes 2 betragen.

Ausgehend von der Vorratseinheit 5 wird die Trägerbahn 1 zunächst einer Beschichtungseinheit 6 zugeführt. Dabei mag die Trägerbahn 1 über eine oder mehrere Umlenkrollen geführt werden, bevor die Beschichtungseinheit 6 erreicht und passiert wird. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Beschichtungseinheit 6 um lediglich eine Düse 6, mit deren Hilfe der eine dargestellte Klebstoffstreifen 4 auf den Träger 3 respektive die Trägerbahn 1 aufgebracht wird. Selbstverständlich können auch mehr als eine Düse bei der Beschichtungseinheit 6 realisiert sein.

Man erkennt, dass sich die jeweilige Beschichtungseinheit bzw. Düse 6 quer im Vergleich zur Längserstreckung der Trägerbahn 1 erstreckt. Außerdem wird die Trägerbahn 1 im Bereich der Beschichtungseinheit bzw. Düse 6 vertikal oder nahezu vertikal geführt. Das gilt selbstverständlich nur beispielhaft und ist nicht zwingend. In jedem Fall passiert die Trägerbahn 1 die fragliche Beschichtungseinheit bzw. Düse 6, so dass der aus der Düse 6 jeweils austretende Klebstoff den in der 3 dargestellten Klebstoffstreifen 4 oder mehrere dieser Klebstoffstreifen 4 auf der Trägerbahn 1 erzeugt.

Nachdem zu jedem nachträglich herzustellenden Klebeband 2 der Breite A der in der 3 dargestellt Klebstoffstreifen 4 auf einer Seite des Trägers 3 bzw. die Trägerbahn 1 aufgebracht worden ist, passiert die Trägerbahn 1 mit den mehreren Klebstoffstreifen 4 entsprechend der Anzahl der nachträglich hieraus hergestellten Klebebänder 2 eine Schneidvorrichtung 7, 8. Bei der Schneidvorrichtung 7, 8 handelt es sich um einen Messerbalken, welcher in seiner Längserstreckung und quer zur durchlaufenden Trägerbahn 1 mehrere rotierende Messer 7 trägt.

Mithilfe der rotierenden Messer 7 wird die Trägerbahn 1 in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder 2 geschnitten. Dazu ist jedem rotierenden Messer 7 gegenüberliegend im Vergleich zur mittigen Trägerbahn 1 ein Amboss 8 zugeordnet. Der Amboss 8 mag dabei gegenläufig zum Messer 7 rotieren, wie entsprechende Pfeile in der vergrößerten Darstellung der 2 zeigen. Dadurch kann das rotierende Messer 7 in die Trägerbahn 1 eintauchen und erzeugt im Ausführungsbeispiel an beiden Längsrändern 3a, 3b des auf diese Weise hergestellten bandförmigen textilen Trägers 3 jeweilige Schnittkanten.

Bei der Schneidvorrichtung 7, 8 handelt es sich im Ausführungsbeispiel und erfindungsgemäß um eine kombinierte Schweiß-/Trenneinheit 7, 8. Tatsächlich ist die Schneidvorrichtung 7, 8 zusätzlich mit einer Kantenschweißeinheit ausgerüstet. Zu diesem Zweck handelt es sich bei der kombinierten Schweiß-/Trenneinheit 7, 8 um eine Ultraschallschneideinheit 7, 8, mit deren Hilfe die Trägerbahn 1 nicht nur in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder 2 geschnitten wird, sondern zugleich die Schnittkanten an den zugehörigen Längsrändern 3a, 3b des bandförmigen Trägers 3 verschweißt werden.

Um dies im Detail zu erreichen, ist das jeweils rotierende Schneidmesser 7 der Schneidvorrichtung bzw. kombinierten Schweiß-/Trenneinheit 7, 8 als Ultraschallmesser ausgelegt. Das heißt, das fragliche rotierende Schneidmesser 7 wird in Schwingungen mit einer Frequenz jenseits von 20 kHz versetzt. Dadurch kommt es zu einer minimalen Oberflächenreibung zwischen dem fraglichen Schneidmesser 7 und der Trägerbahn 1. Zugleich sorgt die Schwingung des rotierenden Schneidmessers 7 dafür, dass die Schnittkante an den beiden Längsrändern 3a, 3b verschweißt wird. Hierbei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass die beim Schneidvorgang durch die Schwingung des Schneidmessers 7 zusätzlich zur Verfügung stehende akustische Energie ausreicht, um die jeweilige Schnittkante am Längsrand 3a, 3b zu erwärmen und auf diese Weise für die gewünschte Verschweißung an der betreffenden Schnittkante zu sorgen.

Im dargestellten Beispielfall ist das rotierende Schneidmesser 7 als Schallmesser 7 ausgelegt, vollführt also die Ultraschallschwingungen. Demgegenüber wird der gegenüberliegende Amboss 8 nicht zu Ultraschallschwingungen angeregt. Es kann aber auch mit einem Schallamboss 8 gearbeitet werden. In diesem Fall wird der fragliche Schallamboss 8 in die beschriebenen Schwingungen jenseits der Hörgrenze versetzt. In diesem Fall mag das rotierende Schneidmesser 7 nicht schwingen. Selbstverständlich umfasst die Erfindung auch Varianten dergestalt, dass sowohl mit einem Schallmesser 7 als auch einem Schallamboss 8 gearbeitet wird.

Da die Trägerbahn 1 überwiegend aus Kunststofffasern aufgebaut ist, sorgt diese Erwärmung dafür, dass einzelne Kunststofffasern zumindest anschmelzen, so dass im Bereich der Schnittkante am jeweiligen Längsrand 3a, 3b des bandförmigen Trägers 3 die gewünschte Versiegelung bzw. Verschmelzung beobachtet wird. Dadurch wird verhindert, dass die Schnittkanten an den jeweiligen Längsrändern 3a, 3b ausfransen können, was die anschließende Verarbeitung des solchermaßen hergestellten Klebebandes 2 erleichtert.

Nachdem auf diese Weise die Trägerbahn 1 in Längsrichtung in die einzelnen Klebebänder 2 geschnitten worden ist, können die einzelnen Klebebänder 2 auf eine Vorratseinheit 9 aufgewickelt werden. Hierbei mag es sich um einen sogenannten Wendewickler handeln, der vergleichbar aufgebaut ist und arbeitet, wie dies im Rahmen der WO 2013/024150 A2 der Anmelderin bereits beschrieben wurde.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 10329994 A1 [0002]
  • WO 2012/048912 A1 [0002]
  • WO 2013/024150 A2 [0003, 0036]