Title:
Funkrufanordnung
Kind Code:
U1


Abstract:

Funkrufanordnung (1) mit einer Funkrufzentrale (20), einer Mehrzahl von Funk-Basisstationen (30, 40, 41, 50–53), die jeweils einer von mehreren verschiedenen und hierarchisch geordneten Alarmgruppen (A1, A2, A3) zugeordnet sind, wobei mindestens eine der Funk-Basisstationen (30) als Master-Funk-Basisstation in direkter Datenverbindung mit der Funkrufzentrale (20) steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkrufanordnung derart konfiguriert ist, dass Netzstatus-Rückmeldungen von mehreren Funk-Basisstationen (50, 51; 52, 53) einer hierarchisch höheren Alarmgruppe (A3) an dieselbe Funk-Basisstation (40; 41) einer tieferen Alarmgruppe (A2) sendbar, dort zwischenspeicherbar und mit der Netzstatus-Rückmeldung dieser Funk-Basisstation (40; 41) zusammen weitersendbar sind.




Application Number:
DE202015103656U
Publication Date:
09/24/2015
Filing Date:
07/13/2015
Assignee:
Swissphone Wireless AG (Samstagern, CH)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT Anwaltspartnerschaft mbB - Patentanwälte Rechtsanwälte, 80336, München, DE
Claims:
1. Funkrufanordnung (1) mit einer Funkrufzentrale (20), einer Mehrzahl von Funk-Basisstationen (30, 40, 41, 5053), die jeweils einer von mehreren verschiedenen und hierarchisch geordneten Alarmgruppen (A1, A2, A3) zugeordnet sind, wobei mindestens eine der Funk-Basisstationen (30) als Master-Funk-Basisstation in direkter Datenverbindung mit der Funkrufzentrale (20) steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkrufanordnung derart konfiguriert ist, dass Netzstatus-Rückmeldungen von mehreren Funk-Basisstationen (50, 51; 52, 53) einer hierarchisch höheren Alarmgruppe (A3) an dieselbe Funk-Basisstation (40; 41) einer tieferen Alarmgruppe (A2) sendbar, dort zwischenspeicherbar und mit der Netzstatus-Rückmeldung dieser Funk-Basisstation (40; 41) zusammen weitersendbar sind.

2. Funkrufanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Netzstatusinformation für jede Funk-Basisstation 1 Bit oder mehrere Bits rückmeldbar sind, insbesondere, dass 3 Bits rückmeldbar sind.

3. Funkrufanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Bit eine Aussendebestätigung der Basisstation darstellt, dass ein zweites Bit eine ”Alarmanfrage” ist, die angibt, ob die Basisstation eine Anfrage für eine Einspeisung eines Alarms in die Funkrufanordnung von einem dezentralen digitalen Alarmgeber (60, 62) erhalten hat, und dass ein drittes Bit ein zusammenfassender Status der jeweiligen Funk-Basisstation ist.

4. Funkrufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese für eine redundante Übermittlung der Netzstatusinformation ausgestaltet ist.

5. Funkrufanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass diese ausgestaltet ist, um nicht benötigten ”slots” zu konfigurieren, um Statusinformation redundant zu übertragen.

6. Funkrufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Funk-Basisstationen derart einstellbar sind, dass mehrere Varianten für die Netzstatus-Rückmeldung vorhanden sind, die je nach Zustand der Funkrufanordnung auswählbar sind.

7. Funkrufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkrufanordnung mehr als eine Master-Basisstation aufweist, welche jeweils über eine Datenverbindung, insbesondere eine TCP/IP-Verbindung, mit der Zentrale (20) verbunden sind, und dass die Funkrufanordnung derart konfiguriert ist, dass die Rückmeldung des Netzstatus auf mehrere und insbesondere alle Master-Basisstationen erfolgt.

8. Funkrufanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Konfiguration der Funkrufanordnung und deren Funk-Basisstationen vorgesehen ist, durch die im Normalfall die Netzstatus-Rückmeldung auf alle Master-Basisstationen durchführbar ist, und dass eine weitere Konfiguration der Funkrufanordnung und deren Funk-Basisstationen vorgesehen, bei welcher die Rückmeldung in jedem Fall auch auf die redundant ausgeführten Master-Basisstation bei der Zentrale durchführbar ist.

9. Funkrufanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart konfigurierbar ist, dass die Netzstatus-Rückmeldung nur für einen begrenzten Bereich (Netzsegment) des Funkrufnetzes durchführbar ist.

Description:
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Funkrufanordnung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.

Hintergrund

Funkrufanordnungen bzw. Funkrufnetze (Paging-Networks) sind bekannt. Sie dienen hauptsächlich zur Übermittlung von Alarm- bzw. Einsatzmitteilungen an Personen von Einsatzkräften, wie zum Beispiel Feuerwehren. Diese Personen tragen einen digitalen Meldeempfänger DME (Pager) auf sich, an welchen die Mitteilungen per Funk ausgesendet und auf dem Pager angezeigt werden. Bekannte Funkrufanordnungen können nach dem POCSAG-Standard arbeiten. Die Datenrate der Übermittlungen ist standardgemäss beschränkt. Bei grossflächigen Funkrufanordnungen (zum Beispiel Rheinland-Pfalz mit ca. 500 Funk-Basisstationen der Funkrufanordnung) benötigt daher eine Netzstatus-Rückmeldung (Broadcast Confirmation) von den Funk-Basisstationen, welche auf bekannte Weise einzeln mit Punkt-zu-Punkt Verbindung abgefragt werden, eine relativ lange Zeit, bis sie in der Zentrale der Funkrufanordnung verfügbar sind.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Funkrufanordnung zu schaffen, bei welcher Rückmeldungen innert geringerer Zeit von den Funk-Basisstationen zur Zentrale übermittelbar sind.

Diese Aufgabe wird bei einer Funkrufanordnung der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Dadurch, dass die Funkrufanordnung derart konfiguriert ist, dass Netzstatus-Rückmeldungen von mehreren Funk-Basisstationen eines hierarchisch höheren Alarmrings an dieselbe Funk-Basisstation eines tieferen Alarmrings sendbar, dort zwischenspeicherbar und mit der Netzstatus-Rückmeldung dieser Funk-Basisstation zusammen weitersendbar sind, ist es möglich, die Netzstatusinformation von allen Funk-Basisstationen sehr rasch bis zur Master-Basisstation zu übermitteln. Diese Übermittlung von mehreren Funk-Basisstationen zu einer Funk-Basisstation kann mehrmals in der Hierarchie der Alarmringe (die man auch als Alarmkreise bezeichnen kann) erfolgen, so dass sich die Netzstatusinformation von vielen Punkten in der Funkrufanordnung zu einem Punkt (der Master-Basisstation) und von dort zur Funkrufzentrale verbreiten kann. Es zeigt sich, dass mit so einer ”Multipunkt zu Punkt”-Konfiguration der Funkrufanordnung – wozu deren Zentrale und die Funk-Basisstationen entsprechend ausgestaltet sein müssen – die Netzstatusinformation viel rascher bis zur Master-Basisstation bzw. zur Funkrufzentrale gelangt. So ist es mit der beanspruchten Ausgestaltung der Funkrufanordnung zum Beispiel möglich, bei 70 Funk-Basisstationen, die auf drei Alarmringe verteilt sind, die Netzstatus-Rückmeldung mit jeweils 3 Bit pro Funk-Basisstation bis zur Master-Funk-Basisstation in ca. 5 bis 8 Sekunden durchzuführen, während die Netzstatus-Rückmeldung durch Einzelabfrage bzw. ”Punkt-zu-Punkt” Rückmeldung mehrere Minuten benötigt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren. Dabei zeigt:

1 schematisch eine Funkrufanordnung nach Stand der Technik;

2 schematisch einen Teil einer Funkrufanordnung mit drei Alarmringen;

3 tabellarisch den Datenfluss bei der Aussendung eines generellen Alarms und der Netzstatus-Rückmeldung bei der Funkrufanordnung von 2;

4 schematisch den Datenfluss für die Netzstatus-Rückmeldung bei einer Funkrufanordnung gemäss der Erfindung;

5 schematisch den Datenfluss der Funkrufanordnung nach 4 mit Angabe der benötigten Zeitfenster (”slots”);

6 eine schematische Darstellung in der Art von 5 mit einer Ausgestaltung der Funkrufanordnung zur redundanten Übermittlung der Netzstatusinformation;

7 ein Beispiel einer Funkrufanordnung mit mehreren Master-Basisstationen; und

8 ein Beispiel, bei welcher die Funkrufanordnung so ausgestaltet ist, dass eine Netzstatus-Rückmeldung nur für einen Teil der Funkrufanordnung bzw. des Netzes erfolgt.

Weg(e) zur Ausführung der Erfindung

1 zeigt eine Funkrufanordnung nach Stand der Technik in schematischer Darstellung. Eine solche Anordnung weist eine Zentrale bzw. eine zentrale Steuerung PNC (Paging Network Controller) auf, die auch als digitaler Alarmgeber (DAG) bezeichnet wird, womit die Alarmmeldungen in die Anordnung eingegeben werden können. Die zentrale Steuerung kann sich zum Beispiel bei einer Einsatzleitzentrale des Dienstes befinden, dessen Angehörige über die Funkrufanordnung alarmiert werden sollen. Die zentrale Steuerung PNC ist über eine Datenverbindung (in diesem Beispiel über eine Datenverbindung mit dem TCP/IP Protokoll) mit einer Funk-Basisstation 0 verbunden, welche als sogenannter ”Master” konfiguriert ist. Die Datenverbindung kann drahtgebunden ausgestaltet sein, zum Beispiel als Ethernet-Leitung, oder sie kann als drahtlose Datenverbindung ausgeführt sein.

Die Funk-Basisstationen werden auch als Digitaler Alarmumsetzer (DAU) bezeichnet. Wie dargestellt, kann die Funkrufanordnung mit mehreren Alarmringen gebildet sein, die hier als Alarmringe 1, 2 und 3 bezeichnet sind. In jedem Alarmring sind mehrere Funk-Basisstationen bzw. digitale Alarmumsetzer (DAU) vorgesehen, die als sogenannter ”Slave” konfiguriert sind. In dem gezeigten Beispiel sind dies die DAUs mit der jeweiligen Identifikations-Nummer (DAU-ID) 1–14. Ferner gehören zu einer Funkrufanordnung die einzelnen Funkrufempfänger (Pager) die in 1 nicht gezeigt sind. Die Alarmierung kann erfolgen, indem eine Alarmmeldung von der Zentrale PNC übertragen und dann vom ”Master” DAU über Funk gleichzeitig an die Pager innerhalb seiner Funkabdeckung und an die ”Slave” DAUs des ersten Alarmrings gesendet wird. Diese ”Slave” DAUs senden die Alarmmeldung wiederum gleichzeitig über Funk an die Pager innerhalb ihrer Funkabdeckung und an die ”Slave” DAUs des nächsten Alarmrings. So breitet sich der Alarm wellenförmig über die ganze von der Funkrufanordnung abgedeckte Region aus. In einer anderen Ausgestaltung wird die Alarmmeldung zunächst über Mitteilungen im sogenannten Transportlayer des POCSAG-Standards an alle Funk-Basisstationen bzw. DAUs gegeben und erst dann erfolgt gleichzeitig und synchron durch alle DAUs die Aussendung der Alarmmeldung über Funk an die Pager. Das Format der Alarmmeldungen und deren Ablauf sind durch den genannten POCSAG-Standard bestimmt. Rückmeldungen von den Funk-Basisstationen zur Zentrale PNC erfolgen nach Stand der Technik jeweils per Funk von jeder Funk-Basisstation zum ”Master”, wie das in der Figur für die Funk-Basisstationen mit den Nummern 12, 14, 3 und 0 (0 = Master) angedeutet ist. Führt man dies zum Beispiel bei einer Funkrufanordnung mit 70 Basisstationen durch, verteilt auf 3 Alarmringe, so benötigt die Abfrage von drei Informationsbits über den Status der jeweiligen Basisstation für die ganze Funkrufanordnung mehrere Minuten.

An Hand der 2 bis 8 werden nun Ausführungsbeispiele einer verbesserten Funkrufanordnung gemäss der Erfindung erläutert. Die grundsätzlichen vorgängigen Erläuterungen zu einer Funkrufanordnung gelten auch für die nachfolgend erläuterten Funkrufanordnungen mit Ausnahme der im Folgenden erläuterten erfindungsgemässen Lösung der Netzstatus-Rückmeldungen.

2 zeigt in schematischer Darstellung den Aufbau eines kleinen Teils einer Funkrufanordnung 1 gemäss der Erfindung. Dabei ist mit 20 ein zentraler digitaler Alarmgeber bzw. die zentrale Steuerung PNC (Paging Network Controller) der Funkrufanordnung bezeichnet und symbolhaft als Rechner mit Tastatur und Bildschirm dargestellt. Diese Steuerung PNC 20 ist mittels einer Datenverbindung 21 mit der Funk-Basisstation 30 verbunden. Über die Datenverbindung 21 werden Alarmmeldungen zu den Funk-Basisstationen gegeben und Statusrückmeldungen von den Funk-Basisstationen gelangen zu der Steuerung PNC 20. Die Funk-Basisstation 30, bzw. der digitale Alarmumsetzer (DAU) 30 ist als ”Master” der Funkrufanordnung 1 ausgestaltet. Es kann sich um ein entsprechend ausgestaltetes Gerät ITC2100-BOS der Herstellerin Swissphone, Schweiz, handeln und ist in 2 symbolhaft als ein solches Gerät dargestellt. Ferner ist ebenfalls symbolhaft ein Pager 22 dargestellt, der zum Empfang und zur Darstellung von Meldungen ausgestaltet ist, was hier nicht näher erläutert wird, da dies dem Fachmann bekannt ist. Da es sich vorliegend um eine nach dem POCSAG-Standard arbeitende Funkrufanordnung handelt, ist der Pager 22 entsprechend zum Empfang von Meldungen im POCSAG-Format ausgestaltet.

Die Funk-Basisstation 30 bildet in diesem Beispiel den ersten Alarmring R1, der mit unterbrochenen, gerundeten Linien teilweise angedeutet ist. Der Begriff ”Alarmring” bedeutet dabei nicht, dass die dazu gehörenden Funk-Basisstationen geometrisch ring- oder kreisförmig in dem geografischen Gebiet angeordnet sind, welches von der Funkrufanordnung abgedeckt ist. Der Begriff ”Alarmring” wird lediglich im Sinne einer Gruppe verwendet und soll aussagen, dass die zu dem Alarmring gehörenden Funk-Basisstationen eine Gruppe bilden und untereinander zur selben Hierarchie gehören. Dies im Gegensatz zur der Gruppe von Funk-Basisstationen eines anderen Alarmrings, die hierarchisch in der Funkrufanordnung über- oder untergeordnet sind. Die Funk-Basisstation 30 kommuniziert über Funk im POCSAG-Standard mit den Funk-Basisstationen 40 und 41 und weiteren nicht dargestellten Basisstationen, die zusammen den Alarmring R2 bilden, der mit unterbrochenen, gerundeten Linien teilweise angedeutet ist. Die Funk-Basisstationen 40, 41, bzw. die digitalen Alarmumsetzer (DAU) 40, 41 und die nicht dargestellten weiteren Funk-Basisstationen des Alarmrings R2 sind als ”Slaves” der Funkrufanordnung ausgestaltet. Es kann sich dabei ebenfalls um entsprechend ausgestaltete Geräte ITC2100-BOS der Herstellerin Swissphone handeln und die ”Slaves” 40, 41 sind in 2 symbolhaft so dargestellt. Zu diesem Alarmring R2 ist kein Funkrufempfänger bzw. Pager dargestellt aber solche Pager sind natürlich in Vielzahl bei den zu alarmierenden Personen und/oder Fahrzeugen vorhanden.

Die Funk-Basisstationen 40, 41 und die weiteren nicht dargestellten Funk-Basisstationen des Alarmrings R2 kommunizieren über Funk im POCSAG-Standard mit den Funk-Basisstationen 50, 51, 52 und 53 und weiteren nicht dargestellten Funk-Basisstationen, die zusammen den Alarmring R3 bilden, der mit unterbrochenen, gerundeten Linien teilweise angedeutet ist. Die Funk-Basisstationen 5053, bzw. die digitalen Alarmumsetzer (DAU) 5053 und die nicht dargestellten weiteren Funk-Basisstationen des Alarmrings R3 sind als ”Slaves” der Funkrufanordnung ausgestaltet. Es kann sich dabei ebenfalls um entsprechend ausgestaltete Geräte ITC2100-BOS der Herstellerin Swissphone handeln und die ”Slaves” 5053 sind in 2 symbolhaft so dargestellt. Zu diesem Alarmring R3 sind nur die beiden Pager 22 dargestellt, solche Pager sind aber bei den zu alarmierenden Personen/Fahrzeugen und somit in Vielzahl vorhanden. Die Funk-Basisstationen 50 und 52 sind bei der gezeigten Funkrufanordnung 1 mit dezentralen digitalen Alarmgebern 60 und 62 verbunden, die die Einspeisung eines Alarms in die Funkrufanordnung unabhängig von dem zentralen digitalen Alarmgeber 20 erlauben. Dies ist eine spezielle Ausgestaltung. Die meisten der Funk-Basisstationen sind nicht mit solchen dezentralen Alarmgebern verbunden.

3 zeigt in tabellarischer Form die zeitliche und örtliche Abfolge (getaktet in ”Zeitfenstern” bzw. ”slots”, wie vom POCSAG-Standard vorgegeben, die in der Tabelle von oben her aufeinander folgen) von Datenflüssen sowohl im Alarmlayer des bei der Funkrufanordnung 1 verwendeten Daten-Protokolls als auch im Transportlayer des Daten-Protokolls. Die Aussendung eines Alarms erfolgt bei der Funkrufanordnung nach 2 in diesem Beispiel an alle Pager, wie dies grundsätzlich bekannt ist. Weiter ist in der Tabelle die Ausführung einer Netzstatus-Rückmeldung gemäss der Erfindung dargestellt, ebenfalls für das Beispiel der Funkrufanordnung gemäss 2. Ersichtlich ist in der ersten Zeile, dass ein Alarm 1 an alle Pager von der Zentrale ausgesendet werden soll. Über den digitalen Alarmgeber 20 bzw. den PNC wird die Alarmmitteilung eingegeben und als Datensatz >>A1>> an die Basisstation 30 bzw. den ”Master” DAU übermittelt, was über die Daten-Verbindung 21 in 2 erfolgt. Dies kann im TCP/IP Datenprotokoll erfolgen. Von der Basisstation 30 aus erfolgt im nächsten Schritt (bzw. Zeitfenster) die Funkübermittlung des Datensatzes an die Basisstationen 40 und 41 (und an die weiteren Funk-Basisstationen des Alarmrings R2) im POCSAG-Format, wobei dies im Transportlayer und mit einer Baudrate von 4'800 erfolgen kann. Dies ist bei dem Datenfluss als –A1-> dargestellt. Im folgenden ”slot” wird auf dieselbe Weise der Datensatz für den Alarm 1 von den Funk-Basisstationen 40, 41 an die Funk-Basisstationen 5053 und die weiteren Funk-Basisstationen des Alarmrings R3 übermittelt, was beim entsprechenden Datenfluss wieder mit -A1-> dargestellt ist. Somit haben nun alle Funk-Basisstationen 30, 40, 41 sowie 5053 die Alarmmitteilung erhalten, die an die Pager 22 ausgesendet werden muss.

Im folgenden Schritt erfolgt simultan die Aussendung des Funkrufs ”Alarm 1” durch alle Funk-Basisstationen 30, 40, 41, 5053 (und die nicht dargestellten Funk-Basisstationen der Funkrufanordnung) an alle Pager 22. Dies im Alarmlayer des POCSAG-Formats und in der Regel mit einer Baudrate von 1'200. Dies ist im entsprechenden ”slot” mit ”_A1_> an Pager 22” dargestellt. Die Pager 22 empfangen die Alarmmeldung und stellen sie dar.

Gemäss der Erfindung ist die Funkrufanordnung 1 mit ihren Funk-Basisstationen so ausgestaltet, dass durch mehrere Funk-Basisstationen eines jeweils äusseren, bzw. hierarchisch ”höheren” Alarmrings deren Netzstatus-Rückmeldung auf eine gemeinsame Funk-Basisstation des anschliessend inneren Alarmrings bzw. hierarchisch tieferen Alarmrings zurück meldbar ist und dies setzt sich fort, bis zu einem ”Master”, der die Netzstatus-Rückmeldungen zur Zentrale meldet. Im Sinne der vorliegenden Terminologie ist also der Alarmring R3 hierarchisch höher als der Alarmring R2 und dieser wieder hierarchisch höher als der Alarmring R1.

In dem vereinfachten Beispiel der 2 und 3 erfolgt in dem auf die Alarmaussendung an die Pager 22 folgenden ”slot” bzw. Zeitfenster eine Netzstatus-Rückmeldung von der Funk-Basisstation 50 im Alarmring R3 auf die Funk-Basisstation 40 im Alarmring R2 und auch eine Netzstatus-Rückmeldung der Funk-Basisstation 52 im Alarmring R3 auf die Funk-Basisstation 41 im Alarmring R2. Diese Netzstatus-Rückmeldungen sind in der 3 mit <------ dargestellt. Da die Funk-Basisstationen 50 und 52 zu verschiedenen Funk-Basisstationen 40 bzw. 41 zurückmelden, kann dies im selben ”slot” bzw. Zeitfenster der getakteten Datenübertragung erfolgen. Im nächsten Schritt erfolgt die Netzstatus-Rückmeldung der Funk-Basisstation 51 im Alarmring R3 ebenfalls auf die Funk-Basisstation 40 im Alarmring R2 und die Netzstatus-Rückmeldung der Funk-Basisstation 53 im Alarmring R3 zur Funk-Basisstation 41 im Alarmring R2. Die Netzstatusmeldungen erfolgen im Transportlayer des POCSAG-Formats und können mit 4'800 Baud erfolgen. Die Funk-Basisstationen 40 bzw. 41 speichern jeweils die Rückmeldungen <------ bzw. die entsprechenden Datenbits. Diese Rückmeldungen sind auch mit der in der Funkrufanordnung bekannten individuellen Adresse der jeweiligen Basisstation verknüpft.

Im nächsten ”slot” dieses Beispiels ist durch die Funk-Basisstation 40 die eigene Netzstatusinformation und die zwischengespeicherte zuvor erhaltene Netzstatusinformation der Funk-Basisstationen 50 und 51 an die Funk-Basisstation 30 meldbar und somit zu einer Funk-Basisstation im nächsttieferen Alarmring R1. Dies ist wieder mit <------ dargestellt. Derselbe Vorgang erfolgt im nächsten ”slot” bzw. Zeitfenster des Takts, indem die Funk-Basisstation 41 ihre eigene Netzstatusinformation und die zuvor empfangene, zwischengespeicherte Netzstatusinformation sowohl der Funk-Basisstation 52 als auch der Funk-Basisstation 53 an die Funk-Basisstation 30 meldet. Dies ist ebenfalls mit <------ dargestellt. Da die empfangende Basisstation 30 in diesem Beispiel zugleich der ”Master” ist, ist die Ausbreitung der Netzstatusinformation von den Funk-Basisstationen zum ”Master” abgeschlossen und der ”Master” 30 meldet im nächsten Zeitfenster seine Netzstatusinformation und die Netzstatusinformationen aller anderen Funk-Basisstationen an die Zentrale 20, was mit <<Status<< dargestellt ist und wieder im TCP/IP Format erfolgen kann. Die Netzstatusinformationen sind jeweils mit der individuellen Adresse der Funk-Basisstationen gekoppelt, so dass in der Zentrale 20 die Zuordnung der einzelnen Netzstatusinformationen zu den Funk-Basisstationen vorhanden ist. Dazu muss die Adresse nicht rückgemeldet werden, da die Zentrale aus der Position der Datenbits und in Kenntnis der Konfiguration der Funkrufanordnung aus der Position der Bits in der Meldung <<Status<< weiss, welche Netzstatus-Bits zu welcher Basisstation gehören. Es kann aber auch eine Adressinformation übertragen werden.

Durch so eine Ausgestaltung der Funkrufanordnung bzw. der Funk-Basisstationen kann von einer ”Multipunkt zu Punkt” Rückmeldung der Netzstatusinformation gesprochen werden. Dies erfolgt wesentlich rascher als die bisher bekannte Rückmeldung. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die entsprechende Ausgestaltung der Funkrufanordnung bzw. der Funk-Basisstationen der Funkrufanordnung die Netzstatus-Rückmeldung bei 70 Funk-Basisstationen verteilt auf drei Alarmringe in ca. 5 bis 8 Sekunden durchführbar ist. Wie erwähnt, würde dieser Vorgang bei einer Einzelabfrage jeder Funk-Basisstation für deren Netzstatusinformation mehrere Minuten dauern.

Als Netzstatusinformation sind bevorzugt für jede Funk-Basisstation 3 Bits rückmeldbar. Ein erstes Bit stellt die Aussendekontrolle dar und gibt zum Beispiel mit dem Wert ”1” die Bestätigung, dass die jeweilige Funk-Basisstation den zuvor erfolgen Alarm tatsächlich ausgesendet hat bzw. gibt mit dem Wert ”0” an, dass dies nicht erfolgt ist. Das zweite Bit kann eine ”Alarmanfrage” (die auch als ”Alarmrequest” bezeichnet wird) sein und angeben, dass die Basisstation eine Anfrage für eine Einspeisung eines Alarms in die Funkrufanordnung von einer der dezentralen digitalen Alarmgeber erhalten hat, wie sie im Beispiel von 2 bei den Funk-Basisstationen 50 und 52 gezeigt sind. Das dritte Bit kann ein zusammenfassender Status (der ein Hardwarestatus und/oder ein Softwarestatus sein kann) der jeweiligen Funk-Basisstation sein und zum Beispiel mit dem Wert ”1” angeben, dass die Funk-Basisstation fehlerfrei arbeitet und mit dem Wert ”0” angeben, dass ein Fehler vorliegt. Die Anzahl von 3 Bits ist ein bevorzugter Wert. Die Netzstatus-Rückmeldung könnte auch nur ein Bit, zwei Bits oder mehr als drei Bits umfassen.

4 zeigt die Ausgestaltung einer Funkrufanordnung mit mehr Funk-Basisstationen bzw. DAUs als beim vorhergehenden Beispiel. Der ”Master” DAU 1 und die ”Slaves” DAU sind nur durch Dreiecke und mit einer Identifikations-Nummer (DAU-ID) symbolisiert und die weiteren Elemente der Funkrufanordnung, so insbesondere die Zentrale (PNC) und die Funkrufempfänger (Pager) sind nicht dargestellt. Weiter sind nur die Netzstatus-Rückmeldungen mit Pfeilen angegeben. Auch bei diesem Beispiel sind erfindungsgemäss alle Funk-Basisstationen und die Funkrufanordnung so ausgestaltet, dass die Netzstatusinformation mit einer Multipunkt zu Punkt Ausbreitung in der Funkrufanordnung zurückmeldbar ist. Alle DAU senden hierarchisch geordnet und es ist auf jedem DAU konfigurierbar, zu welchem Zeitpunkt er sendet, damit sich zwei oder mehr Netzstatus-Rückmeldungen nicht überlagern (eine zeitliche Überlagerung wäre nur bei genügender Distanz der Funk-Basisstationen erlaubt). Die Netzstatus-Rückmeldung beginnt mit der äussersten Hierarchiestufe bzw. im äussersten Alarmkreis (in diesem Beispiel Alarmkreis R3) indem jede Funk-Basisstation in den zur Verfügung stehenden Zeitfenstern (”slots”) die Netzstatusinformation an eine zugeordnete Funk-Basisstation einer hierarchisch tieferen Stufe (in diesem Beispiel Alarmkreis R2) sendet. Es ist auch möglich, dass eine Funk-Basisstation dabei eine Hierarchiestufe ”überspringt” und direkt auf eine noch tiefere bzw. innere Hierarchiestufe (hier R1) sendet. Die DAU auf der hierarchisch tieferen Stufe sind ausgestaltet um alle von ihnen empfangenen Netzstatusinformationen der höheren Stufe zu sammeln und diese zusammen mit ihrer eigenen Netzstatusinformation in ihrem ”slot” weiter an die tiefere Hierarchiestufe abzugeben bzw. schlussendlich zum ”Master” DAU. In 4 ist ersichtlich, dass die DAU Nr. 11 und Nr. 10 im Alarmkreis R3 ihre Netzstatusinformation an den DAU 6 im Alarmkreis R2 abgeben. Die Basisstation Nr. 16 gibt die Netzstatusinformation an die Funk-Basisstation Nr. 9. Die Funk-Basisstationen Nr. 12 und Nr. 7 senden an die Funk-Basisstation Nr. 3 und die Funk-Basisstationen Nr. 13, Nr. 14 und Nr. 8 an die Funk-Basisstation Nr. 4. Alle Funk-Basisstationen des Alarmkreises R1 geben ihre Netzstatusinformation und die zuvor gesammelte Netzstatusinformation der äusseren Alarmkreise an den ”Master” Nr. 1. 5 stellt diese Ausgestaltung der Funkrufanordnung schematisch für die Alarmkreise R1 bis R3 dar, die hier als Level I, II und III bezeichnet sind und gibt die Anzahl der benötigten Takte bzw. ”slots” an.

6 zeigt eine schematische Darstellung der gleichen Art wie 5, wobei die Funkrufanordnung bzw. die Funk-Basisstationen so ausgestaltet sind, dass eine redundante Übermittlung der Netzstatusinformation möglich ist. Es ist nämlich in der Regel so, dass bei der Funkrufanordnung nicht alle ”slots” voll ausgenützt sind. Durch Verteilen der DAUs auf die einzelnen ”slots” können die nicht benötigten ”slots” verwendet werden, um Statusinformation redundant zu übertragen. So kann im gezeigten Beispiel die Aussendung des DAU Nr. 6 einerseits vom DAU Nr. 2 und andererseits vom DAU Nr. 3 gehört werden, der einen nicht genutzten ”Empfangs-slot” aufweist. Durch entsprechende Ausgestaltung der Funkrufanordnung und der Funk-Basisstationen wird die Aussendung der DAU Nr. 15 und Nr. 7 in den zweiten ”slot” verlegt und es wird ”slot” 1 von DAU Nr. 3 frei für den Empfang der Übermittlung von DAU Nr. 6, welche somit redundant übermittelt wird. Für einen redundanten Empfang der DAU Nr. 14, 13, 7 und 12 sind jedoch bei diesem Beispiel keine leeren ”Empfangs-slots” mehr verfügbar. Dies könnte geändert werden, indem die Funkrufanordnung beim Alarmkreis R1, bzw. in dieser Figur bei Level I, einen weiteren ”slot” einfügt. Somit würde ein Takt mehr benötigt bzw. Redundanz geht auf Kosten der Geschwindigkeit.

Die erfindungsgemässe Funkrufanordnung und deren Funk-Basisstationen sind so ausgestaltet, dass für jede Funk-Basisstation das Vorgehen bei der Netzstatus-Rückmeldung einstellbar ist. Dabei muss jeder DAU einstellbar sein, um die Anzahl der Alarmkreise und die Anzahl der ”slots” auf jedem Alarmkreis aufzunehmen. Ferner ist jeder DAU einstellbar, um seinen eigenen Alarmkreis und seinen eigenen ”slot” in diesem Alarmkreis aufzunehmen.

Die Funk-Basisstationen bzw. die Funkrufanordnung können so einstellbar sein, dass mehrere Vorgehensvarianten (die auch als ”Rückmeldeszenarien” bezeichnet werden können) für die Netzstatus-Rückmeldung vorhanden sind, die je nach Zustand der Funkrufanordnung auswählbar sind.

Bei dem in 7 dargestellten Beispiel weist die Funkrufanordnung mehr als einen ”Master” auf, welche ”Master” alle über eine TCP/IP-Verbindung mit der Zentrale (PNC) verbunden sind. In so einem Multimaster-Funkrufnetz kann die Rückmeldung des Netzstatus beschleunigt werden, indem sie auf mehrere und insbesondere alle ”Master” erfolgt, wie im Beispiel von 7 dargestellt, bei welchem die ”Master” die Funk-Basisstationen Nr. 1, Nr. 5 und Nr. 6 sind. Für einen solchen Fall kann eine besondere Konfiguration der Funkrufanordnung und deren Funk-Basisstationen vorgesehen sein, die im Normalfall die Netzstatus-Rückmeldung auf alle ”Master” vornimmt. Als eine weitere Konfiguration der Funkrufanordnung und deren Funk-Basisstationen kann vorgesehen sein, dass die Rückmeldung in jedem Fall auch auf den (redundant ausgeführten) Hauptmaster bei der Einsatzleitzentrale erfolgt. Damit ist eine Rückmeldung auch bei einem defekten ”Master” sichergestellt.

8 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Netzstatus-Rückmeldung zum Teil nur für einen begrenzten Bereich (Netzsegment) des Funkrufnetzes erfolgt. Die Abfrage mittels einer Netzstatus-Rückmeldung der Aussendekontrolle der Funk-Basisstationen erfolgt für sämtliche Funk-Basisstationen, wie erläutert. Die Abfrage von Alarmrequests hingegen muss nicht für alle Funk-Basisstationen erfolgen, sondern nur für diejenigen Funk-Basisstationen, bei denen eine dezentrale Alarmeinspeisung möglich ist, wie dies bei 2 für die Funk-Basisstation 50 und die Funk-Basisstation 52 gezeigt worden ist. Die reduzierte Abfrage kann in einem dafür reservierten Netzsegment mit weniger Funk-Basisstationen erfolgen, damit sie weniger Zeit beansprucht.

Die vorstehend beschriebenen Szenarien für die Netzstatus-Rückmeldung können auch kombiniert werden:

FallAlle ”Master” intaktMindestens ein ”Master” mit FehlerAussendekontrolle und Statusabfrage: Abfrage aller vorhandenen Funk-BasisstationenRückmeldung auf alle ”Master” in der gesamten FunkrufanordnungRückmeldung auf einen Hauptmaster in der gesamten FunkrufanordnungEinspeisung von Alarmen (”request for transmission”): Abfrage spezifischer Funk-Basisstationen (mit dezentraler Alarmeinspeisung)Rückmeldung auf alle ”Master” in einem Netzsegment der FunkrufanordnungRückmeldung auf einen Hauptmaster in einem Netzsegment der Funkrufanordnung

Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.