Title:
Stromkabel
Kind Code:
U1


Abstract:

Stromkabel (1) mit einer Hauptleitung (2), die einen Ends einen Stecker (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromkabel (1) als Stromverteilungskabel (5) ausgebildet ist und zumindest eine Zweigstelle (6) vorgesehen ist, an der aus der Hauptleitung (2) eine Zweigleitung (7) abzweigt, wobei die Zweigleitung (7) an ihrem freien Ende (8) zumindest eine Kupplung (4) aufweist und wobei die Zweigstelle (6) in einen Kunststoffblock (9) eingegossen ist.




Application Number:
DE202015102473U
Publication Date:
07/14/2015
Filing Date:
05/13/2015
Assignee:
Unger, Markus (Wallern im Burgenland, AT)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
BRP Renaud und Partner mbB, 70173, Stuttgart, DE
Claims:
1. Stromkabel (1) mit einer Hauptleitung (2), die einen Ends einen Stecker (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromkabel (1) als Stromverteilungskabel (5) ausgebildet ist und zumindest eine Zweigstelle (6) vorgesehen ist, an der aus der Hauptleitung (2) eine Zweigleitung (7) abzweigt, wobei die Zweigleitung (7) an ihrem freien Ende (8) zumindest eine Kupplung (4) aufweist und wobei die Zweigstelle (6) in einen Kunststoffblock (9) eingegossen ist.

2. Stromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweigleitung (7) an ihrem freien Ende (8) zumindest zwei Kupplungen (4) aufweist.

3. Stromkabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffblock (9) Gummi ist oder Gummi aufweist.

4. Stromkabel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffblock (9) eine quaderförmige Gestalt aufweist.

5. Stromkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Kunststoffblock (9) koppelbare Halteeinrichtung (10) zum Aufhängen des Stromkabels (1) an der Zweigstelle (6) vorgesehen ist.

6. Stromkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (10) ein Drahtbügel ist.

7. Stromkabel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromkabel (1) ein Wechselstromkabel oder ein Drehstromkabel ist.

8. Stromkabel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Zweigstellen (7) mit einem vordefinierten Abstand dazwischen vorgesehen sind.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stromkabel mit einer Hauptleitung, die einen Ends einen Stecker aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gattungsgemäße Stromkabel sind unter dem Begriff "Verlängerungskabel" hinlänglich bekannt und dienen der Überbrückung einer Distanz zwischen einem elektrischen Verbraucher und einer Netzstelle. Sollen dabei zwischen dem eigentlichen Verbraucher und der Netzanschlussstelle weitere elektrische Verbraucher angeschlossen werden, so wird dies üblicherweise über sogenannte Steckdosenleisten bewerkstelligt, an welchen die jeweiligen zwischengeschalteten Verbraucher angeschlossen werden. Je nach elektrischer Leistungsaufnahme der einzelnen elektrischen Verbraucher kann es dabei jedoch unter Umständen recht schnell zu einer Überlastung des Stromkabels kommen. Dies ist insbesondere dann der Fall, sofern beispielsweise elektrische Heizeinrichtungen, wie beispielsweise Heizlüfter, oder andere leistungsstarke Verbraucher angeschlossen werden.

Einen weiteren Nachteil bieten die aus dem Stand der Technik bekannten Stromkabel für den Fall, bei welchem eine stets gleiche Stromverteilungsstruktur hergestellt werden soll, wie die diese beispielsweise im Eventbereich, in der Musikindustrie oder aber auch in Festzelten oder Wochenmärkten Verwendung findet. Überall, wo eine gewisse Anzahl an elektrischen Verbrauchern aufgebaut bzw. vorgehalten und nach einer gewissen Zeit wieder abgebaut werden müssen, wird auf die aus dem Stand der Technik bekannten Stromkabel und die zur Verteilung benutzten Steckdosenleisten zurückgegriffen, wobei insbesondere die Verwendung von Steckdosenleisten in Bierzelten sowie auch in Feuchtbereichen kritisch ist.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für ein Stromkabel der gattungsgemäßen Art eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch einen vereinfachten Aufbau bei standardisierten Einsatzzwecken auszeichnet.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein aus dem Stand der Technik bekanntes Stromkabel mit einer Hauptleitung, die einen Ends einen Stecker aufweist, als Stromverteilungskabel auszubilden und zumindest eine Zweigstelle vorzusehen, an der aus der Hauptleitung eine Zweigleitung abzweigt, wobei die Zweigleitung an ihrem freien Ende zumindest eine Kupplung aufweist und wobei die Zweigstelle in einen Kunststoffblock eingegossen ist. Mit einem derartig ausgebildeten Stromverteilungskabel ist es möglich, einzelne Verbraucher, die jeweils standardisiert, das heißt in bestimmten und vordefinierten Abständen angeordnet bzw. positioniert sind, einfach mit einem elektrischen Netz zu verbinden, wobei das erfindungsgemäß als Stromverteilungskabel ausgebildete Stromkabel zugleich gewährleistet, dass die bislang über Steckdosenleisten realisierten Zweigstellen nunmehr auch spritzwasser- bzw. feuchtigkeitsgeschützt ausgebildet sind. Das erfindungsgemäße Stromverteilungskabel kommt dabei beispielsweise in Bierzelten zum Einsatz, in welchen die Anordnung der elektrischen Verbraucher, wie beispielweise ein Grill bzw. Kühlgeräte stets gleich und dadurch die hierfür erforderliche Stromverteilungsstruktur ebenfalls stets identisch aufgebaut ist. Ist der Platz für die einzelnen elektrischen Verbraucher somit vorbestimmt, kann mit dem erfindungsgemäßen Stromverteilungskabel somit eine äußerst einfache Möglichkeit geschaffen werden, diese schnell und zugleich sicher an ein Stromnetz anzubinden. Von besonderem Vorteil ist dabei, dass die zumindest eine Zweigstelle in einen Kunststoffblock eingegossen und damit sowohl vor Spritzwasser, als auch vor Feuchtigkeit geschützt ist. Zudem ist eine derartig in den Kunststoffblock eingegossene Zweigstelle auch stoßsicher ausgebildet.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist der Kunststoffgummi bzw. weist Gummi auf. Gummi ist ein elektrischer Isolator und ermöglicht zugleich einen feuchtigkeitsdichten Einschluss der Zweigstelle in den Gummiblock, wobei Gummi zudem elastisch ist und dadurch sowohl Stöße als auch andere schlagartige Stoßeinwirkungen – wenn überhaupt – nur gedämpft an die Zweigstelle übermittelt. Durch das Eingießen der Zweigstelle in den Kunststoffblock kann auch eine zuverlässige Fixierung der Zweigleitung an der Hauptleitung erreicht werden, was bei einem bislang erfolgten Einstecken einer Zweigleitung in eine Steckdosenleiste so nicht der Fall war, da der Stecker der Zweigleitung durch Aufbringen eines entsprechenden mechanischen Zugs einfach aus der Steckdosenleiste herausgezogen und damit die elektrische Verbindung unterbrochen werden konnte.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung weist der Kunststoffblock eine quaderförmige Gestalt auf. Durch eine derartige quaderförmige Gestalt kann ein besonders einfach gehaltenes Kunststoffspritzgusswerkzeug verwendet werden, wodurch die Herstellung des erfindungsgemäßen Stromverteilungskabels kostengünstig ist. Selbstverständlich sind auch andere geometrische Formen denkbar.

Zweckmäßig ist eine mit dem Kunststoffblock koppelbare Halteeinrichtung zum Aufhängen des Stromverteilungskabels an der Zweistelle vorgesehen. Durch eine derartige mit dem Kunststoffblock koppelbare Halteeinrichtung kann somit das als Stromverteilungskabel ausgebildete Stromkabel im Bereich der Zweigstelle aufgehangen werden, wodurch dieses beispielsweise nicht entlang eines Bodens verlegt sein muss und dadurch noch geschützter, insbesondere hinsichtlich Spritzwasser und Feuchtigkeit, angeordnet werden kann. Die Halteeinrichtung kann dabei als kostengünstiger aber effektiver Drahtbügel ausgebildet sein, der es erlaubt, den Kunststoffblock und darüber auch das als Stromverteilungskabel ausgebildete Stromkabel an nahezu beliebigen Stellen aufzuhängen, sofern diese einen gewissen Hinterschnitt zum Verhaken des Drahtbügels besitzen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist das Stromverteilungskabel als Wechselstromkabel oder als Drehstromkabel ausgebildet. Bereits diese nicht abschließende Aufzählung lässt erkennen, dass sowohl die Schutzklasse, als auch die mittels des erfindungsgemäßen Stromverteilungskabels übertragbare elektrische Leistung entsprechend den jeweiligen Anforderungen ausgewählt und angepasst werden kann. Dadurch ist der Einsatz des erfindungsgemäßen Stromverteilungskabels sowohl im privaten Bereich als auch im gewerblichen Bereich, insbesondere im Bereich von Festzelten und im Eventbereich, denkbar.

Zweckmäßig weist die Zweigleitung an ihrem freien Ende zumindest zwei Kupplungen auf. Dabei ist selbstverständlich klar, dass an der Zweileitung auch mehr als drei Kupplungen angeordnet sein können, wobei in diesem Fall der Leitungsquerschnitt der Zweigleitung bzw. der Querschnitt der darin verbauten Adern entsprechend groß gewählt werden muss. Hierdurch ist es beispielsweise möglich über eine einzige solche Zweigleitung zwei nebeneinander stehende Kühlschränke mit Strom zu versorgen, so dass in diesem Fall nicht zwei eng benachbart zueinander angeordnete Zweigleitungen vorgesehen werden müssen.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus der Zeichnung und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnung.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Die einzige 1 zeigt ein erfindungsgemäßes, als Stromverteilungskabel ausgebildetes Stromkabel.

Entsprechend der 1, weist ein erfindungsgemäßes Stromkabel 1 eine Hauptleitung 2 auf, die einen Ends einen Stecker 3 besitzt. Erfindungsgemäß ist nun dieses Stromkabel 1 als Stromverteilungskabel 5 ausgebildet und weist zumindest eine Zweigstelle 6 auf, an der aus der Hauptleitung 2 eine Zweigleitung 7 abzweigt, wobei die Zweigleitung 7 an ihrem freien Ende 8 zumindest eine Kupplung 4 aufweist und wobei die Zweigstelle 6 in einen Kunststoffblock 9 eingegossen und dadurch sowohl feuchtigkeitsgeschützt, als auch spritzwassergeschützt und geschützt vor mechanischen Belastungen angeordnet ist. Die Zweigleitung 7, von welchen gemäß der 1 zwei von der Hauptleitung 2 abzweigen, kann an ihrem freien Ende 8 auch mehr als eine Kupplung 4 aufweisen, beispielsweise zwei oder drei Kupplungen 4. Der Kunststoff, in welchen die Zweigstelle 6 eingegossen ist, kann beispielsweise Gummi sein, wodurch auch eine stoßsichere Anordnung der Zweigstelle 6 und insbesondere auch eine innerhalb des Kunststoffblocks 9 eingegossene Verbindung der Hauptleitung 2 mit der jeweiligen Zweigleitung 7 möglich ist.

Betrachtet man die 1, so kann man erkennen, dass der Kunststoffblock eine quaderförmige Gestalt aufweist, wobei selbstverständlich auch denkbar ist, dass dieser eine beliebige andere Gestalt besitzt. Gemäß der 1 ist dabei ein Stromverteilungskabel 5 mit zwei Zweigstellen 6 gezeichnet, wobei selbstverständlich klar ist, dass im Verlauf der Hauptleitung 2 beliebig viele derartige Zweigstellen 6 vorgesehen werden können, insbesondere abhängig von dem jeweiligen Einsatzzweck des erfindungsgemäßen Stromverteilungskabels 5. So ist beispielsweise bei einem Einsatz in einem Festzelt mit dem erfindungsgemäßen Stromverteilungskabel 5 auf äußerst einfache Weise und insbesondere ohne das Zwischenschalten von anfälligen Steckdosenleisten, das Schaffen einer elektrischen Infrastruktur möglich, wobei in derartigen Festzelten, aber auch bei anderen Events, die jeweiligen elektrischen Verbraucher, beispielsweise Kühlgeräte oder Grillgeräte stets gleich positioniert sind, wodurch der Einsatz des erfindungsgemäßen Stromkabels 1 bzw. des erfindungsgemäßen Stromverteilungskabels 5 vorteilhaft ist. Die jeweiligen Zweigstellen 6 können dabei in Abhängigkeit der zu versorgenden elektrischen Verbraucher angeordnet werden.

Betrachtet man die 1 weiter, so kann man erkennen, dass eine mit dem Kunststoffblock 9 koppelbare Halteeinrichtung 10 zum Aufhängen des Stromverteilungskabels 5 an der Zweigstelle 6 an einem beliebigen anderen Bauteil 11 vorgesehen ist. Eine derartige Halteeinrichtung 10 kann beispielsweise als Drahtbügel ausgebildet sein und dadurch äußerst kostengünstig hergestellt werden. Eine derartige Halteeinrichtung 10 ermöglicht es auch, das Stromverteilungskabel 5 im Bereich seiner Zweigstellen 6 aufzuhängen und dadurch sowohl die Zweigstellen 6 als auch beispielsweise die Kupplungen 4 beabstandet zu einem Boden und damit geschützt vor auslaufender Flüssigkeit anzuordnen.

Das gemäß der 1 gezeigte erfindungsgemäße Stromverteilungskabel 5 ist dabei als herkömmliches Wechselstromkabel ausgebildet, wobei es selbstverständlich auch klar ist, dass durch eine entsprechende Anpassung der Hauptund Zweigleitungen 2, 7 und der Stecker und Kupplungen 3, 4 auch eine Drehstromübertragung möglich ist. Hierbei können die jeweils verwendeten Materialien und Schutzklassen entsprechend den jeweiligen Anforderungen frei gewählt werden.

Das erfindungsgemäße als Stromverteilungskabel 5 ausgebildete Stromkabel 1 ist dabei insbesondere für solche Einsatzzwecke besonders geeignet, bei welchen eine standardisierte Anzahl an elektrischen Verbrauchern in stets gleicher Weise und gleicher Position zueinander aufgebaut und mit elektrischer Energie versorgt werden müssen. Hierdurch können insbesondere die in diesem Bereich bislang eingesetzten Verlängerungskabel und Steckdosenleisten, welche nicht nur fehleranfällig sondern auch zum Teil gefährlich hinsichtlich der übertragbaren elektrischen Leistung sind, ersetzt werden. Das erfindungsgemäße Stromverteilungskabel 5 lässt sich dabei mittels entsprechender Kunststoffspritzgusswerkzeuge einfach und kostengünstig herstellen, wobei der Kunststoffblock 9, der die Zweigstelle 6 umschließt, zusätzlich die auf die Zweigleitung 7 und die Hauptleitung 2 einwirkenden Zugkräfte aufzunehmen vermag, so dass diese nicht an eine eigentliche elektrische Kopplungsstelle der Zweigleitung 7 mit der Hauptleitung 2 innerhalb der Zweigstelle 6 weitergeleitet werden.