Title:
Tür
Kind Code:
U1


Abstract:

Tür mit einem bezüglich einer sich vorzugsweise etwa in Schwererichtung erstreckenden Gelenkachse (A) gelenkig an einem Rahmen (10) befestigten Flügel (20), wobei ein an dem Flügel (20) befestigtes Flügelgelenkelement (200) bezüglich der Gelenkachse (A) gelenkig mit einem am Rahmen befestigten Rahmengelenkelement (100) verbunden ist und bei geschlossener Tür ein Dichtungselement zwischen Rahmen (10) und Flügel (20) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelgelenkelement (200) und/oder das Rahmengelenkelement (100) ein an dem Flügel (20) und/oder Rahmen (10) angebrachtes, sich etwa parallel zur Gelenkachse (A) erstreckendes und bei geschlossener Tür am Rahmen (10) bzw. Flügel (20) anliegendes Dichtungselement (24, 140) überbrückt.




Application Number:
DE202014007033U
Publication Date:
10/23/2014
Filing Date:
08/28/2014
Assignee:
Hörmann KG Brockhagen, 33803 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331, München, DE
Claims:
1. Tür mit einem bezüglich einer sich vorzugsweise etwa in Schwererichtung erstreckenden Gelenkachse (A) gelenkig an einem Rahmen (10) befestigten Flügel (20), wobei ein an dem Flügel (20) befestigtes Flügelgelenkelement (200) bezüglich der Gelenkachse (A) gelenkig mit einem am Rahmen befestigten Rahmengelenkelement (100) verbunden ist und bei geschlossener Tür ein Dichtungselement zwischen Rahmen (10) und Flügel (20) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelgelenkelement (200) und/oder das Rahmengelenkelement (100) ein an dem Flügel (20) und/oder Rahmen (10) angebrachtes, sich etwa parallel zur Gelenkachse (A) erstreckendes und bei geschlossener Tür am Rahmen (10) bzw. Flügel (20) anliegendes Dichtungselement (24, 140) überbrückt.

2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelgelenkelement (200) und/oder das Rahmengelenkelement (100) eine zum Aufnehmen eines sich in Richtung der Gelenkachse (A) erstreckenden Gelenkbolzens ausgelegte Gelenkhülse (110, 210), einen zum Befestigen am Flügel (20) bzw. Rahmen (10) ausgelegten, in einer im Wesentlichen parallel zur Gelenkachse (A) verlaufenden Ebene angeordneten Befestigungslappen (120, 220) sowie einen die Gelenkhülse (110, 210) mit dem Befestigungslappen (210, 220) verbindenden und das Dichtungselement (24, 140) überbrückenden Überbrückungsabschnitt aufweist.

3. Tür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Befestigungslappen (220) ausgehend von dem Überbrückungsabschnitt (230) einerseits mit einem Anlageabschnitt (222) in Richtung auf einen das Dichtungselement aufweisenden Dichtungsabschnitt (22) des Flügels (20) bzw. Rahmens (10) und andererseits mit einem Befestigungsabschnitt (224) in die dazu entgegengesetzte Richtung erstreckt, wobei der Anlageabschnitt (222) vorzugsweise mit seinem dem Befestigungsabschnitt (224) abgewandten Rand am Dichtungsabschnitt (22) anliegt.

4. Tür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (24) in einem von dem Überbrückungsabschnitt (220), dem Dichtungsabschnitt (22) und vorzugsweise dem Anlageabschnitt (222) begrenzten Kanal (250) angeordnet ist, wobei es vorzugsweise einerseits am Dichtungsabschnitt (22) und andererseits am Überbrückungsabschnitt (230) anliegt.

5. Tür nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Überbrückungsabschnitt (120, 220) einen ersten, sich ausgehend von der Gelenkhülse etwa parallel zum Befestigungslappen (120, 220) erstreckenden Hülsenbereich (232) und einen sich ausgehend von dem der Gelenkhülse (110, 210) abgewandten Rand des Hülsenbereichs (132, 232) in einer quer, insbesondere senkrecht dazu verlaufenden Richtung auf den Befestigungslappen (120, 220) erstreckenden Lappenbereich (134, 234) aufweist.

6. Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen den dem Lappenbereich (134, 234) und dem Hülsenbereich (132, 232) des Flügel- und/oder Rahmengelenkelements (100, 200) bei geschlossener Tür, vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Dichtung (130; 230) in einer in dem Rahmen und/oder Flügel gebildeten Mulde (16) aufgenommen ist.

7. Tür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulde (16) zumindest teilweise mit einem dichtenden Material (130, 230) ausgekleidet ist, an das der Übergang zwischen dem Lappenbereich (134, 234) und dem Hülsenbereich (132, 232) bei geschlossener Tür in Anlage gelangt.

8. Tür nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkhülse (110, 210) auf einer Seite des Rahmens (10) in einem Raum angeordnet ist, in dem der Flügel (20) beim Öffnen ausschwingt.

9. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Dichtungselement (14, 24) durchgehend über die gesamte Höhe des Rahmens (10) erstreckt und bei geschlossener Tür oberhalb und unterhalb der Gelenkelemente (100, 200) zwischen Rahmen (10) und Flügel (20) angeordnet ist.

10. Gelenkanordnung für eine Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Rahmengelenkelement und einem Flügelgelenkelement, wobei mindestens eines der Gelenkelemente zur Ausbildung eines von einem am Flügel und/oder Rahmen angeordneten Dichtungsstreifen ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Tür mit einem bezüglich einer sich vorzugsweise in Schwererichtung erstreckenden Gelenkachse gelenkig an einem Rahmen befestigten Flügel, wobei ein an dem Flügel befestigtes Flügelgelenkelement bezüglich der Gelenkachse gelenkig mit einem an dem Rahmen befestigten Rahmengelenkelement verbunden ist und bei geschlossener Tür ein Dichtungselement zwischen Rahmen und Flügel angeordnet ist.

Derartige Türen werden nicht nur als Zimmertüren im Gebäudeinneren sondern auch als Zugangstüren zu einem Gebäude verwendet, wie etwa als Haustüren oder Hallentüren. Die Erfindung kann im Zusammenhang mit den genannten Einsatzzwecken eingesetzt werden. Bei allen genannten Einsatzzwecken, insbesondere bei Außentüren, mit denen eine Öffnung zwischen einem Gebäudeinnenraum und einem Gebäudeaußenraum verschlossen werden kann, werden regelmäßig Dichtungsanordnungen eingesetzt, mit denen bei geschlossener Tür, also dann, wenn der Flügel im Rahmen aufgenommen ist, ein Übergang zwischen Flügel und Rahmen abgedichtet werden kann. Dabei kommen regelmäßig solche Dichtungsanordnungen zum Einsatz, welche zwei Dichtungselemente aufweisen, von denen eines einen Übergang zwischen Flügel und Rahmen auf der Außenseite, das andere einen Übergang zu dem Flügel und Rahmen auf der Innenseite, also der dem Gebäudeinnenraum zugewandten Seite der Tür, sicherstellt. Insbesondere bei nach außen öffnenden Türen, bei denen die Gelenkelemente an der Außenseite des Rahmens, also des feststehenden Teils der Tür, angebracht sind, werden häufig wenig zufriedenstellende Dichtungseigenschaften beobachtet.

Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Tür bereitzustellen, mit der auch bei nach außen öffnendem Flügel zufriedenstellende Dichtungseigenschaften erreicht werden können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung der bekannten Türen gelöst, die im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß das Flügelgelenkelement und/oder das Rahmengelenkelement ein an dem Flügel und/oder Rahmen angebrachtes, sich etwa parallel zur Gelenkachse erstreckendes und bei geschlossener Tür am Rahmen bzw. Flügel anliegendes Dichtungselement überbrückt.

Diese Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, daß bei herkömmlichen Dichtungsanordnungen das auf der Seite der Tür, auf der auch die Gelenkelemente angebracht sind, angeordnete Dichtungselement bei der Montage der Gelenkelemente unterbrochen werden muss, um eine lagerichtige und dauerhafte Befestigung der Gelenkelemente zu ermöglichen. Ferner erfolgt die Unterbrechung herkömmlicher Dichtungselemente üblicherweise auch vor dem Hintergrund, daß die Dichtungselemente zur Sicherstellung ihrer Funktionstauglichkeit nicht übermäßig gequetscht werden dürfen. Die Unterbrechung der Dichtungselemente erfolgt zwar regelmäßig im Rahmen der Montage der Türen durch Fachpersonal und unter Verwendung geeigneter Schablonen, dennoch kommt es dabei häufig zu einem zu großzügigen Beschnitt des Dichtungsmaterials, was zu den beobachteten Mängeln führt. Bei Einsatz erfindungsgemäßer Türen ist es nicht mehr erforderlich, das Dichtungselement vor der Montage der Gelenkelemente zu beschneiden, weil es von dem entsprechenden Gelenkelement überbrückt wird. Eine Montage der Gelenkelemente kann also ohne unzulässige Kompression des Dichtungselements und unter Vermeidung eines vorherigen Beschnitts desselben erfolgen. Dadurch kann erreicht werden, daß die Türen selbst im Bereich einer Außendichtung optimale Dichtungseigenschaften erhalten.

Bei erfindungsgemäßen Türen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn mindestens ein das Dichtungselement überbrückende Gelenkelement, also das Flügelgelenkelement und/oder das Rahmengelenkelement eine zum Aufnehmen eines sich in Richtung der Gelenkachse erstreckenden Gelenkbolzens ausgelegte Gelenkhülse, ein zum Befestigen des Gelenkelements am Flügel bzw. Rahmen ausgelegten, sich im Wesentlichen in einer etwa parallel zur Gelenkachse verlaufenden Ebene angeordneten Befestigungslappen sowie eine die Gelenkhülse mit dem Befestigungslappen verbindende und das Dichtungselement überbrückenden Überbrückungsabschnitt aufweist. Dabei kann der Befestigungslappen in einer sich parallel zur Gelenkachse und senkrecht zur Flügelebene in der Schließstellung der Tür erstrecken und an einer entsprechend verlaufenden Begrenzungsfläche des Rahmens und/oder des Flügels befestigt, insbesondere verschraubt sein.

Zur beschädigungsfreien Überbrückung des Dichtungselements hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn sich der Befestigungslappen ausgehend von dem Überbrückungsabschnitt einerseits mit einem Anlageabschnitt in Richtung auf einen das Dichtungselement aufweisenden Dichtungsabschnitt des Flügels bzw. des Rahmens und andererseits mit einem Befestigungsabschnitt in die dazu entgegengesetzte Richtung erstreckt, wobei der Anlageabschnitt vorzugsweise mit seinem dem Befestigungsabschnitt abgewandten Rand am Dichtungsabschnitt anliegt. Bei dieser Konstruktion kann das Dichtungselement einen von dem Überbrückungsabschnitt, dem Dichtungsabschnitt und vorzugsweise dem Anlageabschnitt begrenzten Kanal durchlaufen, wobei die Abmessungen des Kanals so ausgelegt sein können, daß das Dichtungselement einerseits am Dichtungsabschnitt und andererseits am Überbrückungsabschnitt anliegt und so ohne Quetschung eine zufriedenstellende Abdichtung im Bereich des Überbrückungsabschnitts des Gelenkelements sicherstellt.

Bei herkömmlichen Gelenkanordnungen ist zur Aufnahme des Dichtungselements ein entsprechender Dichtungsabschnitt am Flügel oder Rahmen vorgesehen, der insgesamt von einem dem Überbrückungsabschnitt entsprechenden Bauteil des Gelenkelements überbrückt ist. Dann kann die Gelenkhülse außerhalb des Rahmens und auch bei geschlossener Tür außerhalb des Flügels angeordnet sein. Dazu hat es sich bei erfindungsgemäßen Türen als zweckmäßig erwiesen, wenn der Überbrückungsabschnitt einen ersten sich ausgehend von der Gelenkhülse etwa parallel zum Befestigungslappen erstreckenden Hülsenbereich und einem sich ausgehend von dem der Gelenkhülse abgewandten Rand des Hülsenbereichs in einer quer, insbesondere senkrecht dazu verlaufenden Richtung in Richtung auf den Befestigungslappen erstreckenden Lappenbereich aufweist. Die Bereitstellung des Lappenbereichs am Übergangsabschnitt ermöglicht eine Überbrückung des Dichtungsabschnitts des Flügels oder des Rahmens, während die Bereitstellung des Hülsenbereichs eine Anordnung der Gelenkhülse außerhalb des Rahmens und des Flügels ermöglicht.

Weiter verbesserte Dichtungseigenschaften lassen sich bei erfindungsgemäßen Türen erreichen, wenn der Übergang zwischen dem Lappenbereich und dem Hülsenbereich des Überbrückungsabschnitts bei geschlossener Tür vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Dichtung in einer in dem Rahmen und/oder Flügel gebildeten Mulde aufgenommen ist. Schon durch die Aufnahme des Überbrückungsbereichs in der Mulde wird eine Art von Labyrinthdichtung bereitgestellt, welche mit einer Dichtung weiter verbessert werden kann.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Mulde zumindest teilweise mit einem dichtenden Material ausgekleidet, an das der Übergang zwischen dem Lappenbereich und dem Hülsenbereich des Übergangsabschnitts bei geschlossener Tür in Anlage gelangt.

Wie vorstehend bereits angesprochen hat es sich im Rahmen der Erfindung als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die Gelenkhülse auf einer Seite des Rahmens in einem Raum angeordnet ist, in den der Flügel beim Öffnen ausschwingt.

Eine besonders wirkungsvolle Dichtung kann erreicht werden, wenn das Dichtungselement durchgehend über die gesamte Höhe des Rahmens erstreckt und bei geschlossener Tür oberhalb und unterhalb der Gelenkelemente zwischen Rahmen und Flügel angeordnet ist, wobei es zweckmäßigerweise bei geschlossener Tür sowohl an Rahmen als auch am Flügel anliegt. Bei einer weiter verbesserten Ausführungsform der Erfindung ist die Dichtungsanordnung so ausgeführt, daß sie den Rahmen und/oder den Flügel zweiseitig, insbesondere dreiseitig umläuft.

Wie den vorstehenden Erläuterungen erfindungsgemäßer Türen zu entnehmen ist, zeichnet sich eine zur Herstellung solcher Türen geeignete Gelenkanordnung im Wesentlichen dadurch aus, daß sie ein Flügelgelenkelement und ein Rahmengelenkelement aufweist, von denen mindestens eines einen Überbrückungsabschnitt umfasst, der zur Ausbildung eines Kanals zur Aufnahme eines Dichtungsstreifens ausgebildet ist. Dazu kann der Überbrückungsabschnitt einen Lappenbereich und einen Hülsenbereich im vorstehend bezeichneten Sinn aufweisen, wobei der Lappenbereich in einen Befestigungslappen übergeht, der einerseits des Lappenbereichs einen Anlageabschnitt und andererseits des Lappenbereichs einen Befestigungsabschnitt umfasst.

Nachstehend wir d die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten Bezug genommen wird, erläutert: In der Zeichnung zeigt:

1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Tür,

2 eine Draufsicht auf die Tür gemäß 1,

3 eine Schnittdarstellung der Tür gemäß 1 längs der Schnittebene A-A,

4 eine Schnittdarstellung der in 1 dargestellten Tür längs der Schnittebene B-B, sowie

5 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Tür.

Die in der Zeichnung dargestellte Tür umfasst einen Rahmen 10 und einen bezüglich einer in Schwererichtung verlaufenden Gelenkachse gelenkig damit verbundenen Flügel 20. Zur gelenkigen Verbindung des Rahmens mit dem Flügel ist eine Gelenkanordnung mit einem am Rahmen 10 befestigten Rahmengelenkelement 100 und einem am Flügel 20 befestigten Flügelgelenkelement 200 vorgesehen. Jedes der Gelenkelemente 100 und 200 weist eine außerhalb des Rahmens und des Flügels freiliegende Gelenkhülse auf. Die Gelenkhülsen der Gelenkelemente 100 und 200 fluchten miteinander, so daß sie einen beide Gelenkhülsen 110 und 210 durchsetzenden, in Schwererichtung verlaufenden Gelenkbolzen aufnehmen können. Wie besonders deutlich in 3 zu erkennen ist, weist das Rahmengelenk 100 eine außerhalb des Rahmens 10 und des Flügels 20 freiliegende Gelenkhülse 110 auf, an die sich ein Überbrückungselement 120 anschließt, das in einen Befestigungslappen 120 übergeht. Der Befestigungslappen 120 erstreckt sich etwa parallel zur Gelenkachse A und senkrecht zur Flügelebene in der in 3 erkennbaren Schließstellung der Tür.

Der Überbrückungsabschnitt 130 weist ein von der Gelenkhülse 110 ausgehenden Hülsenbereich 132 auf. Der Hülsenbereich 132 erstreckt sich etwa parallel zum Befestigungslappen 120. An dem der Hülse 110 abgewandten Rand des Hülsenbereichs 132 schließt sich ein etwa rechtwinklig dazu verlaufender Lappenbereich 134 an, der in den Befestigungslappen 120 übergeht. Wie in der Zeichnung erkennbar ist das Gelenkelement 100 als Ganzes mit Hilfe von Befestigungsschrauben an dem Rahmen 10 befestigt. Zwischen dem Lappenbereich 134, einer dem Überbrückungsabschnitt 130 zugewandten Mulde in dem Rahmen 100 und dem Befestigungslappen 120 ist ein Kanal 250 gebildet, in dem ein Dichtungskörper 140 aufgenommen ist. Mit Hilfe der Dichtung 140 ist der Übergang zwischen Rahmen 10 und Flügel 20 im Bereich des Rahmengelenkelements 100 abgedichtet. Zusätzlich weist der Flügel 20 zum Erhalt einer ausreichenden Dichtung an seiner der Gelenkhülse 110 zugewandten Rand einen Dichtungsabschnitt 22 auf, der mit einer den Dichtungsstreifen 24 aufnehmenden Nut ausgestattet ist. Der Dichtungsstreifen 24 liegt bei geschlossener Tür an der dem Dichtungsabschnitt 22 der Tür zugewandten Begrenzungsfläche des Lappenbereichs 134 des Überbrückungsabschnitts 130 des Rahmengelenkelements 100 an.

Gemäß 4 weist das Flügelgelenkelement 200 eine Hülse 210 auf, die über einen Überbrückungsabschnitt 230 mit einem Befestigungslappen 220 verbunden ist. Ebenso wie der Überbrückungsabschnitt 130 des Rahmengelenkelements 100 umfasst der Überbrückungsabschnitt 230 des Flügelgelenkelements 200 einen ausgehend von der Gelenkhülse 210 sich etwa parallel zum Befestigungslappen 220 erstreckenden Hülsenbereich 232 sowie einen sich ausgehend von dem der Gelenkhülse 210 abgewandten Rand des Hülsenbereichs 232 in einer etwa senkrecht dazu verlaufenden Ebenen in Richtung auf den Befestigungslappen 220 erstreckenden Lappenbereich 234. An seinem dem Hülsenbereich 232 abgewandten Rand geht der Lappenbereich 234 in den Befestigungslappen 220 über. Im Unterschied zu dem Befestigungslappen 120 des Rahmengelenkelements umfasst der Befestigungslappen 220 des Flügelgelenkelements ein sich ausgehend von dem Lappenbereich 234 in Richtung auf den Dichtungsabschnitt 22 des Flügels erstreckenden Anlageabschnitt 222 sowie einen sich ausgehend von dem Lappenbereich 234 in eine dem Dichtungsabschnitt 22 abgewandte Richtung erstreckender Befestigungsabschnitt 224.

Der Anlageabschnitt 222 liegt bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung mit seinem dem Befestigungsabschnitt 224 abgewandten Rand an dem Dichtungsabschnitt 22 des Flügels 20 an. Zwischen dem Anlageabschnitt 222, dem Dichtungsabschnitt 22, dem Lappenbereich 234 des Überbrückungsabschnitts und dem Hülsenbereich 232 des Überbrückungsabschnitts ist ein vom Dichtungselement 24 durchlaufender Kanal gebildet. Das Dichtungselement 24 liegt an der dem Dichtungsabschnitt 22 des Flügels zugewandten Begrenzungsfläche des Lappenbereichs 234 an. Der Übergang zwischen dem Hülsenbereich 232 und dem Lappenbereich 234 des Überbrückungsabschnitts 230 ist in der in 4 dargestellten Schließstellung, in der der Flügel 20 im Rahmen 10 aufgenommen ist, in eine Mulde 16 des Rahmens 10 aufgenommen. Die Mulde 16 ist mit einem Dichtungsmaterial 240 ausgelegt, mit dem der Übergang zwischen der Mulde 16 und dem Überbrückungsabschnitt 230, namentlich dem Lappenbereich 234 des Überbrückungsabschnitts 230, abgedichtet ist. Der Dichtungsstreifen 230 geht in den Dichtungsstreifen 130 über. Die Mulde 16 erstreckt sich über die gesamte Höhe der Gelenkanordnung, wie besonders deutlich in 5 zu erkennen ist.

Der Rahmen 10 weist an seinem dem Flügel zugewandten Rand ebenfalls einen Dichtungsabschnitt 12 mit einer eine Dichtung 14 aufnehmenden Nut auf. Bei geschlossener Tür liegt die Dichtung 14 an der dem Dichtungsabschnitt 12 zugewandten Begrenzungsfläche des Rahmens 20 an. An dem dem Rahmen 10 zugewandten Rand des Flügels 20 ist auf der dem Dichtungsabschnitt 12 zugewandten Seite eine Mulde 26 vorgesehen, in der der Dichtungsabschnitt 12 bei geschlossener Tür zu liegen kommt. Es wird so eine fluchtende Anordnung der inneren Begrenzungsfläche von Flügel und Rahmen ermöglicht.

Insgesamt wird durch die beschriebene Anordnung mit Hilfe des Dichtungsstreifens 24, der Dichtung 140 und der Dichtung 240 sowie des Dichtungsstreifens 14 eine zufriedenstellende Abdichtung des Übergangs zwischen Flügel und Rahmen sichergestellt.

Wie der vorstehenden Erläuterung einer bevorzugten Ausführungsform zu entnehmen ist, zeichnet sich eine erfindungsgemäße Gelenkanordnung im Wesentlichen dadurch aus, daß sie zur Ausfüllung eines Dichtungsstreifens aufnehmenden Kanals ausgelegt ist.

Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung erläuterte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr ist auch an solche Ausführungsformen gedacht, bei denen die Gelenkhülsen aus mehreren ineinandergreifenden Abschnitten bestehen, zwei, drei oder mehr Gelenkanordnungen vorgesehen sind und/oder auf einen dichtende Auskleidung der Mulde verzichtet wird.

Bezugszeichenliste

10
Rahmen
20
Flügel
22
Dichtungsabschnitt
24
Dichtungsstreifen
100
Rahmengelenkelement
110
Gelenkhülse
120
Überbrückungselement
130
Überbrückungsabschnitt
132, 232
Hülsenbereich
134, 234
Lappenbereich
140
Dichtungskörper
200
Flügelgelenkelement
210
Gelenkhülse
220
Befestigungslappen
222
Anlageabschnitt
224
Befestigungsabschnitt
240
Dichtungsmaterial
16, 26
Mulde
A
Gelenkachse
250
Kanal