Title:
Laufwerk für eine Schiebetür
Kind Code:
U1


Abstract:

Laufwerk (1) für eine Schiebetür zur Führung eines Türflügels der Schiebetür in einer Laufschiene, wobei das Laufwerk (1) an dem Türflügel befestigbar ist, mit einem Laufwerksrahmen (3) und mit einer an einem Rollenbock (5) gelagerten Laufrolle (7), wobei der Rollenbock (5) an dem Laufwerksrahmen (3) über ein Verstellsystem (21) in einer Verstellebene (23) gegenüber dem Laufwerksrahmen (3) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (5) eine erste Hauptfläche (11) aufweist, die parallel zu der Verstellebene (23) und einer zweiten Hauptfläche (13) an dem Laufwerksrahmen (3) zugewandt angeordnet ist, wobei zur Feststellung des Rollenbocks (5) gegenüber dem Laufwerksrahmen (3) eine Befestigungsvorrichtung (31) die erste Hauptfläche (11) gegen die zweite Hauptfläche (13) drückt und über eine reibschlüssige Verbindung fixiert.




Application Number:
DE202013005586U
Publication Date:
09/22/2014
Filing Date:
06/21/2013
Assignee:
Gebr. Willach GmbH, 53809 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011012286A1N/A2012-08-30
DE1559927B1N/A1970-03-19



Foreign References:
AT511004B12014-01-15
GB2225049A1990-05-23
WO2012016689A12012-02-09
Attorney, Agent or Firm:
von Kreisler Selting Werner - Partnerschaft von Patentanwälten und Rechtsanwälten mbB, 50667, Köln, DE
Claims:
1. Laufwerk (1) für eine Schiebetür zur Führung eines Türflügels der Schiebetür in einer Laufschiene, wobei das Laufwerk (1) an dem Türflügel befestigbar ist, mit einem Laufwerksrahmen (3) und mit einer an einem Rollenbock (5) gelagerten Laufrolle (7), wobei der Rollenbock (5) an dem Laufwerksrahmen (3) über ein Verstellsystem (21) in einer Verstellebene (23) gegenüber dem Laufwerksrahmen (3) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (5) eine erste Hauptfläche (11) aufweist, die parallel zu der Verstellebene (23) und einer zweiten Hauptfläche (13) an dem Laufwerksrahmen (3) zugewandt angeordnet ist, wobei zur Feststellung des Rollenbocks (5) gegenüber dem Laufwerksrahmen (3) eine Befestigungsvorrichtung (31) die erste Hauptfläche (11) gegen die zweite Hauptfläche (13) drückt und über eine reibschlüssige Verbindung fixiert.

2. Laufwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellsystem (21) in horizontaler Richtung zumindest teilweise neben der Drehachse der Laufrolle (7) angeordnet ist.

3. Laufwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (5) plattenförmig ausgebildet ist.

4. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwerksrahmen (3) einen ersten plattenförmigen Abschnitt (15) aufweist, der die zweite Hauptfläche (13) bildet.

5. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellebene (23) parallel zu dem Türflügel verläuft.

6. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrolle (7) an dem Rollenbock (5) auf der von der ersten Hauptfläche (11) abgewandten Seite und der ersten Hauptfläche (11) gegenüberliegend angeordnet ist.

7. Laufwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrolle auf einer Achse (9) gelagert ist und die Achse (9) den Rollenbock (5) durchdringt, wobei die Achse (9) in der ersten Hauptfläche (11) versenkt angeordnet ist.

8. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellsystem (21) stufenlos einstellbar ist.

9. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwerksrahmen (3) unterhalb des ersten plattenförmigen Abschnitts (15) und unterhalb des Rollenbocks (5) einen zweiten plattenförmigen Abschnitt (17) aufweist.

10. Laufwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite plattenförmige Abschnitt einen abgekanteten Bereich aufweist, der einen Flansch (19) zur Verbindung des Laufwerksrahmens (3) mit dem Türflügel bildet.

11. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (5) um einen Drehpunkt verschwenkbar an dem Laufwerksrahmen (3) gelagert ist.

12. Laufwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellsystem (21) in horizontaler Richtung zwischen dem Drehpunkt und der Laufrolle (7) angeordnet ist.

13. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellsystem (21) einen Exzenter (25) aufweist, der zwischen dem Laufwerksrahmen (3) und dem Rollenbock (5) wirkt.

14. Laufwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (25) in dem Rollenbock (5) gelagert ist.

15. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rollenbock (5) eine Aushängesicherung (37) angeordnet ist.

16. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (31) im Bereich der Aushängesicherung (37) und/oder im Bereich der Laufrolle (7) an dem Rollenbock (5) angreift.

17. Schiebetür mit einem Laufwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16.

18. Schiebetür nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk (1) an einer Stirnfläche eines Türflügels der Schiebetür befestigt ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Laufwerk für eine Schiebetür zur Führung eines Türflügels der Schiebetür in einer Laufschiene.

Bekannte Schiebetüren weisen einen oder mehrere Türflügel auf, die über in Laufschienen verfahrbare Laufwerke geführt werden. Die Laufwerke werden in die Laufschiene eingehängt und weisen Laufrollen auf, die auf einer Laufbahn der Laufschiene abrollen.

Insbesondere bei Türflügeln, an denen mehrere Laufwerke angeordnet sind, oder auch bei Schiebetüren, die aus mehreren Türflügeln bestehen, ist es häufig notwendig, eine Feinjustierung der Höhe der Schiebetür vorzunehmen. Dazu weisen bekannte Schiebetüren Höhenverstellsysteme auf, die vor dem Einhängen der Schiebetür in die Laufschiene oder im eingehängten Zustand der Schiebetür verstellt werden können.

Aus der DE 10 2011 012 286 A1 der Anmelderin ist ein derartiges Laufwerk für eine Schiebetür bekannt, das einen Laufwerksrahmen und eine an einem Rollenbock gelagerte Laufrolle aufweist. Der Rollenbock ist als Achse ausgeführt und ist über ein Versteilsystem in einer Verstellebene gegenüber dem Laufwerksrahmen verstellbar. Der Laufwerksrahmen umfasst eine Kante des Schiebetürflügels, wobei der Schiebetürflügel im in die Laufschiene eingesetzten Zustand des Laufwerks in die Laufschiene hineinragt. Das Versteilsystem ist bei dem vorbekannten Laufwerk in für derartige Laufwerke vorteilhafter Weise von der Unterseite her bedienbar.

Das vorbekannte Laufwerk ist jedoch für Schiebetüren, die eine größere Stärke als eine Glasschiebetür besitzen, nur bedingt geeignet, da die Größe des Laufwerks mit zunehmender Stärke des Schiebetürflügels ebenfalls zunimmt. Auch für Schiebetüren, die im eingehängten Zustand des Laufwerks nicht in die Laufschiene hineinragen sollen, ist das vorbekannte Laufwerk und insbesondere ein Verstellsystem, das von der Unterseite des Laufwerks her verstellbar ist, nur sehr eingeschränkt einsetzbar.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Laufwerk der eingangs genannten Art zu schaffen, das einen kompakten Aufbau besitzt und flexibel für unterschiedliche Arten von Schiebetüren einsetzbar ist. Dabei soll insbesondere ein Verstellsystem zur Verstellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen auf konstruktiv einfache Art und Weise bereitgestellt werden.

Die Erfindung ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Das erfindungsgemäße Laufwerk für eine Schiebetür zur Führung eines Türflügels der Schiebetür in einer Laufschiene, wobei das Laufwerk an dem Türflügel befestigbar ist, beispielsweise oberhalb des Türflügels, weist einen Laufwerksrahmen und eine an einem Rollenbock gelagerte Laufrolle auf. Der Rollenbock ist an dem Laufwerksrahmen über ein Verstellsystem in einer Verstellebene gegenüber dem Laufwerksrahmen verstellbar. Der Rollenbock weist eine erste Hauptfläche auf, die parallel zu der Verstellebene und einer zweiten Hauptfläche an dem Laufwerksrahmen zugewandt angeordnet ist, wobei zur Feststellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen eine Befestigungsvorrichtung die erste Hauptfläche gegen die zweite Hauptfläche drückt und über eine reibschlüssige Verbindung fixiert.

Eine derartige Ausgestaltung des Laufwerks ermöglicht in vorteilhafter Weise, dass das Verstellsystem sehr kompakt ausgebildet ist, da zur Verstellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerk die erste Hauptfläche parallel zu der zweiten Hauptfläche verschoben werden kann. Durch die Befestigungsvorrichtung kann sichergestellt werden, dass der Rollenbock in einer gewünschten Position festgestellt werden kann, wobei die Mittel zur Feststellung des Rollenbocks auf konstruktiv einfache Art und Weise geschaffen werden. Durch das Vorsehen einer ersten und zweiten Hauptfläche, die zur Verstellung parallel zueinander verschoben werden, kann das Laufwerk sehr kompakt ausgestaltet werden. Ein kompakt ausgestaltetes Laufwerk hat den Vorteil, dass die Laufschiene, in die das Laufwerk zur Führung eines Türflügels zur Schiebetür laufen soll, schmal und somit in ästhetisch vorteilhafter Weise ausgestaltet sein kann.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Verstellsystem in horizontaler Richtung zumindest teilweise neben der Drehachse der Laufrolle angeordnet ist. Das Vorsehen des Verstellsystems in horizontaler Richtung neben der Drehachse der Laufrolle führt zu einem sich in horizontaler Richtung lang erstreckenden Laufwerk, wobei das Laufwerk in vertikaler Richtung schmal ausgestaltet werden kann. Da die Laufschiene in horizontaler Richtung verläuft, beeinflusst ein derart ausgebildetes Laufwerk die Größe der Laufschiene nicht.

Der Rollenbock kann plattenförmig, vorzugsweise als flache Platte, ausgebildet sein. Eine derartige Ausgestaltung ist in herstellungstechnischer Sicht günstig, wobei darüber hinaus die erste Hauptfläche auf einfache Art und Weise geschaffen werden kann. Darüber hinaus kann der Rollenbock durch die plattenförmige Ausgestaltung sehr schmal ausgebildet werden, wodurch das Laufwerk eine kompakte Ausgestaltung bekommen kann.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Laufwerksrahmen einen ersten plattenförmigen Abschnitt aufweist, der die zweite Hauptfläche bildet. Durch das Vorsehen eines ersten plattenförmigen Abschnitts an dem Laufwerksrahmen, der die zweite Hauptfläche bildet, kann die zweite Hauptfläche auf einfache Art und Weise geschaffen werden, wobei gleichzeitig der Laufwerksrahmen in diesem Bereich kompakt ausgestaltet ist. Insbesondere beim Zusammenwirken des ersten plattenförmigen Abschnitts des Laufwerksrahmens mit einem plattenförmig ausgestalteten Rollenbock kann ein Laufwerksrahmen geschaffen werden, der in dem Bereich des Rollenbocks in eine Richtung orthogonal zu der Verstellebene sehr kompakt ausgestaltet ist. Dadurch kann das erfindungsgemäße Laufwerk in Laufschienen, die einen schmalen Querschnitt aufweisen und ästhetisch ansprechend sind, verwendet werden.

Die Verstellebene kann parallel zu dem Türflügel verlaufen.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Laufrolle an dem Rollenbock auf der von der ersten Hauptfläche abgewandten Seite und der ersten Hauptfläche gegenüberliegend angeordnet ist. Dadurch kann die Laufrolle in vorteilhafter Weise gegenüber dem Laufwerksrahmen verstellt werden, indem die erste Hauptfläche beim Verstellen parallel zu der zweiten Hauptfläche verschoben wird. Gleichzeitig wird erreicht, dass eine sehr kompakte Ausgestaltung des Laufwerks in vertikaler Richtung möglich ist.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die Laufrolle auf einer Achse gelagert ist und die Achse den Rollenbock durchdringt, wobei die Achse in der ersten Hauptfläche versenkt angeordnet ist. Über eine derartige Achse lässt sich die Laufrolle in vorteilhafter Weise an dem Rollenbock lagern, wobei der Rollenbock sehr klein ausgebildet sein kann. Durch die versenkte Anordnung der Achse in der Hauptfläche kann gewährleistet werden, dass beim Verstellen des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen die erste Hauptfläche entlang der zweiten Hauptfläche verschoben und eine Feststellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen über die Befestigungsvorrichtung durch eine reibschlüssige Verbindung zwischen der ersten und der zweiten Hauptfläche möglich ist.

Das Verstellsystem kann stufenlos einstellbar sein.

Das Laufwerk kann eine Koppelvorrichtung aufweisen, über die das Laufwerk in eine Einzugsvorrichtung eingreifen kann. Die Koppelvorrichtung ist vorzugsweise an dem Laufwerksrahmen angeordnet und kann in eine Richtung orthogonal zu der Verstellebene verstellbar ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Laufwerksrahmen unterhalb des ersten plattenförmigen Abschnitts und unterhalb des Rollenbocks einen zweiten plattenförmigen Abschnitt aufweist. Durch den zweiten plattenförmigen Abschnitt kann der Laufwerksrahmen in diesem Bereich sehr schmal ausgestaltet sein, so dass der Laufwerksrahmen mit Laufschienen verwendet werden kann, die an ihrer Unterseite lediglich einen schmalen Schlitz aufweisen. Nach dem Einsetzen des Laufwerks durchdringt das Laufwerk mit dem Bereich des zweiten plattenförmigen Abschnitts die Laufschiene, so dass sich der zweite plattenförmige Abschnitt in dem Schlitz der Laufschiene befindet.

Der zweite plattenförmige Abschnitt kann einen abgekanteten Bereich aufweisen, der einen Flansch zur Verbindung des Laufwerksrahmens mit dem Türflügel bildet.

Der Laufwerksrahmen lässt sich somit auf herstellungstechnisch einfache Art und Weise herstellen, indem der Laufwerksrahmen beispielsweise aus einer ausgestanzten Platte besteht und lediglich Abkantungen oder Bohrungen vorgesehen sein müssen. Insbesondere in Verbindung mit einem plattenförmigen Rollenbock lässt sich somit das Laufwerk auf einfache Art und Weise und kostengünstig herstellen.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der Rollenbock über einen Drehpunkt verschwenkbar an dem Laufwerksrahmen gelagert ist. Dazu kann beispielsweise eine Drehachse an dem Laufwerksrahmen vorgesehen sein. Durch eine derartige Lagerung lässt sich eine Verstellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen in einer Verstellebene auf konstruktiv einfache und kompakte Weise schaffen, wobei die Verstellung durch die parallele Bewegung der ersten und zweiten Hauptflächen zueinander möglich ist.

Dabei kann vorgesehen sein, dass das Verstellsystem in horizontaler Richtung zwischen dem Drehpunkt und der Laufrolle angeordnet ist. Dadurch kann über eine kleine Verstellung des Verstellsystems die Laufrolle gegenüber dem Laufwerksrahmen in der Verstellebene um einen relativ großen Betrag verschoben werden.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass das Verstellsystem einen Exzenter aufweist, der zwischen dem Laufwerksrahmen und dem Rollenbock wirkt. Über einen derartigen Exzenter lässt sich die Verstellung des Rollenbocks gegenüber dem Laufwerksrahmen auf besonders vorteilhafte Weise vornehmen. Der Exzenter kann beispielsweise an dem Rollenbock gelagert sein.

An dem Rollenbock kann eine Aushängesicherung angeordnet sein. Da die Aushängesicherung in die Laufschiene eingreift, hat die Anordnung der Aushängesicherung an dem Rollenbock den Vorteil, dass diese somit stets in Bezug auf die Laufrolle, die ebenfalls in die Laufschiene eingreift, die gleiche relative Position behält. Somit kann das Verstellsystem des Laufwerks auch nach Eingreifen der Aushängesicherung in die Laufschiene verstellt werden, ohne dass die Aushängesicherung anschließend verstellt werden muss.

Die Befestigungsvorrichtung kann im Bereich der Aushängesicherung und/oder im Bereich der Laufrolle an dem Rollenbock angreifen. Da über die Laufrolle und/oder die Aushängesicherung die Gewichtskraft auf die Laufschiene übertragen wird, wird durch eine derartig ausgestaltete Befestigungsvorrichtung sichergestellt, dass die zwischen dem Rollenbock und den Laufwerksrahmen gebildete reibschlüssige Verbindung zuverlässig wirkt, indem die Befestigungsvorrichtung in den Bereichen eingreift, in denen der Krafteintrag in den Laufwerksrahmen erfolgt.

Die Erfindung betrifft ferner eine Schiebetür mit einem erfindungsgemäßen Laufwerk.

Bei der erfindungsgemäßen Schiebetür kann vorgesehen sein, dass das Laufwerk an einer Stirnfläche eines Türflügels der Schiebetür, vorzugsweise der oberen Stirnkante, befestigt ist. Die Befestigung kann vorzugsweise in eine Richtung orthogonal zu dem Türflügel mittig an dem Türflügel erfolgen. Für die Befestigung des Laufwerks an der Schiebetür kann der durch den zweiten plattenförmigen Abschnitt gebildete Flansch dienen.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische, perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Laufwerks,

2 eine schematische Seitenansicht des in 1 gezeigten Laufwerks,

3 eine Schnittdarstellung des in 1 gezeigten Laufwerks.

In den 13 ist ein erfindungsgemäßes Laufwerk für eine Schiebetür dargestellt. Das Laufwerk dient zur Führung eines Türflügels der Schiebetür in einer Laufschiene. Der Türflügel der Schiebetür und die Laufschiene sind in den Figuren nicht dargestellt.

Das Laufwerk 1 besteht aus einem Laufwerksrahmen 3 und einem Rollenbock 5. Auf dem Rollenbock 5 ist eine Laufrolle 7 auf einer Achse 9 gelagert. Über die Laufrolle 7 kann das Laufwerk 1 auf einer Laufbahn der Laufschiene abrollen.

Der Rollenbock 5 ist plattenförmig ausgebildet und weist eine erste Hauptfläche 11 auf. Die erste Hauptfläche 11 ist einer zweiten Hauptfläche 13 an dem Laufwerksrahmen 3 zugewandt angeordnet. Die zweite Hauptfläche 13 wird durch einen ersten plattenförmigen Abschnitt 15 des Laufwerksrahmens 3 gebildet.

Unterhalb des ersten plattenförmigen Abschnitts 15 weist der Laufwerksrahmen 3 einen zweiten plattenförmigen Abschnitt 17 auf, der einen abgekanteten Bereich besitzt, der einen Flansch 19 bildet. Über den Flansch 19 kann das Laufwerk 1 mit einer Stirnfläche des Türflügels der Schiebetür verbunden werden.

Zwischen dem Rollenbock 5 und dem Laufwerksrahmen 3 wirkt ein Versteilsystem 21, über das der Rollenbock in einer Verstellebene 23 gegenüber dem Laufwerksrahmen 3 verstellbar ist. Die Verstellebene 23 kann beispielsweise parallel zu dem Türflügel verlaufen, so dass über das Versteilsystem eine Höhenverstellung des Türflügels vorgenommen werden kann. Das Versteilsystem 21 ist stufenlos einstellbar und weist einen Exzenter 25 auf, der in dem Rollenbock 5 gelagert ist und ein Langloch 27 in dem ersten plattenförmigen Abschnitt 15 des Laufwerksrahmens 3 durchdringt. Dadurch ist das Versteilsystem auf der von dem Rollenbock 5 abgewandten Seite des Laufwerksrahmens 3 bedienbar.

Der Rollenbock 5 ist über eine Drehachse 29 verschwenkbar an dem Laufwerkrahmen 3 gelagert. Über ein Verdrehen des Exzenters 25 der Verstellsystem 21 wird der Rollenbock 5 um die Drehachse 29 verschwenkt, wobei die erste und die zweite Hauptfläche 11, 13 parallel zueinander verschoben werden. Über eine Befestigungsvorrichtung 31 kann der Rollenbock 5 gegenüber dem Laufwerksrahmen 3 festgestellt werden. Die Befestigungsvorrichtung 31 besteht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus drei Befestigungsschrauben 33, die in die erste Hauptfläche 11 des Rollenbocks 5 geschraubt sind und den Laufwerksrahmen 3 durch Langlöcher 35 durchdringen. Durch Verschrauben der Befestigungsschrauben 33 wird die erste Hauptfläche 11 gegen die zweite Hauptfläche 13 gedrückt und es wird eine reibschlüssige Verbindung hergestellt.

An dem Rollenbock 5 ist eine Aushängesicherung 37 angeordnet, die im in die Laufschiene eingesetzten Zustand des Laufwerks 1 in die Laufschiene eingreift und ein Aushängen des Laufwerks 1 aus der Laufschiene verhindert.

Ferner ist an dem Laufwerksrahmen 3 eine Koppelvorrichtung 39 angeordnet, die in eine in der Laufschiene angeordnete Einzugsvorrichtung, beispielsweise eine Federdämpfervorrichtung, eingreifen kann, so dass das Laufwerk 1 und somit der Schiebetürflügel über die Einzugsvorrichtung in eine Endposition gezogen werden kann.

Die Hauptkörper des Rollenbock 5 und des Laufwerksrahmen 3 sind aus einer ausgestanzten Platte gebildet, die lediglich Abkantungen und Bohrungen aufweist. In die Bohrungen können die Drehachse 9 der Laufrolle 7, der Exzenter 25, die Drehachse 29 des Rollenbocks 5 sowie die Befestigungsschrauben 33 der Befestigungsvorrichtung 31 eingesetzt werden. Weitere Bohrungen dienen für die Aushängesicherung 37, die Koppelvorrichtung 39 sowie die Befestigung des Laufwerks an dem Türflügel.

Das erfindungsgemäße Laufwerk 1 lässt sich somit sehr kompakt und herstellungstechnisch auf sehr einfache Weise und somit kostengünstig herstellen. Durch den zweiten plattenförmigen Abschnitt 17 ist das Laufwerk 1 im unteren Bereich in einer Richtung orthogonal zu der Verstellebene 23 sehr schmal ausgestaltet, so dass das Laufwerk 1 mit dem zweiten plattenförmigen Abschnitt 17 in vorteilhafter Weise einen schmalen Schlitz einer Laufschiene durchdringen kann. Dadurch kann die Laufschiene in ästhetisch ansprechender Weise gestaltet werden, wobei lediglich ein schmaler Schlitz an der Unterseite der Laufschiene einen Zugang zu dem Innenraum der Laufschiene ermöglicht. Dieser ist auch im Hinblick auf mögliche Verschmutzungen, die an das Laufwerk 1 oder in die Laufschiene gelangen können, von Vorteil.

Das erfindungsgemäße Laufwerk 1 kann über den Flansch 19 in vorteilhafter Weise auch an Schiebetüren mit einer großen Stärke, wie beispielsweise Holzschiebetüren, befestigt werden.

Die Befestigungsvorrichtung 31 greift mit den Befestigungsschrauben 33 am Rollenbock im Bereich der Laufrolle 3 und der Aushängesicherung 37 an. Da über die Aushängesicherung 37 und die Laufrolle 7 eine Kraftübertragung auf die Laufschiene erfolgt, ist eine derartige Anordnung der Befestigungsschrauben 33 von Vorteil, da in dem Bereich der Kraftübertragung die Befestigungsvorrichtung wirkt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011012286 A1 [0004]