Title:
Baugruppe eines Bandes zur um eine Scharnierachse scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen
Kind Code:
U1
Abstract:

Baugruppe (100, 200, 300, 400) eines Bandes, zur um eine Scharnierachse (S) scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen,
mit einem Montageteil (1), welches an einer Montageseite (2) des Flügels oder des Rahmens montierbar ist,
wobei das Montageteil (1) eine sich etwa parallel zur Scharnierachse (S) erstreckende Bohrung (15) mit einer Mittellängsachse (A) aufweist, die mindestens eine seitliche Öffnung (16) umfasst,
mit einem ein Befestigungsteil (18) umfassenden Bandlappen (17), dessen Befestigungsteil (18) sich durch die Öffnung (16) mit Spiel in die Bohrung (15) erstreckt und mindestens eine in der Bohrung (15) angeordnete Verdickung (21) umfasst,
und mit mindestens einem Horizontalverstellmittel (23), mittels welchem das Befestigungsteil (18) um die Mittellängsachse (A) verschwenkbar ist.



Application Number:
DE202012104137U
Publication Date:
02/04/2014
Filing Date:
10/29/2012
Assignee:
Dr. Hahn GmbH & Co. KG, 41189 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE20100622U1N/A2002-05-23
Foreign References:
FR2824864A12002-11-22
Attorney, Agent or Firm:
Kluin, Jörg-Eden, Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 40597, Düsseldorf, DE
Claims:
1. Baugruppe (100, 200, 300, 400) eines Bandes, zur um eine Scharnierachse (S) scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen,
mit einem Montageteil (1), welches an einer Montageseite (2) des Flügels oder des Rahmens montierbar ist,
wobei das Montageteil (1) eine sich etwa parallel zur Scharnierachse (S) erstreckende Bohrung (15) mit einer Mittellängsachse (A) aufweist, die mindestens eine seitliche Öffnung (16) umfasst,
mit einem ein Befestigungsteil (18) umfassenden Bandlappen (17), dessen Befestigungsteil (18) sich durch die Öffnung (16) mit Spiel in die Bohrung (15) erstreckt und mindestens eine in der Bohrung (15) angeordnete Verdickung (21) umfasst,
und mit mindestens einem Horizontalverstellmittel (23), mittels welchem das Befestigungsteil (18) um die Mittellängsachse (A) verschwenkbar ist.

2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Horizontalverstellmittel (23) eine Horizontalverstellschraube (24) umfasst.

3. Baugruppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Horizontalverstellschraube (24) an dem Bandlappen (17) in ihrer Längsrichtung ortsfest gelagert ist und mit einem an dem Montageteil (1) vorgesehenen Gewinde (28) zusammenwirkt.

4. Baugruppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Horizontalverstellschraube (24) an dem Montageteil (1) in ihrer Längsrichtung ortsfest gelagert ist und mit einem an dem Bandlappen (17) vorgesehenen Gewinde (32) zusammenwirkt.

5. Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Vertikalverstellmittel (29) vorgesehen ist, mittels welchem der Bandlappen (17) parallel zur Scharnierachse (S) relativ zu dem Montageelement (1) verlagerbar ist.

6. Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Vertikalverstellmittel (29) eine Vertikalverstellschraube (30, 31) umfasst, die in ein Innengewinde (28) in der Bohrung (15) eingedreht ist und mit der Verdickung (21) des Bandlappens (17) zusammenwirkt.

7. Baugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (15) an beiden Längsenden Innengewinde (28) aufweist und in beiden Längsenden jeweils eine Vertikalverstellschraube (30, 31) vorgesehen ist.

8. Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalverstellmittel (29) mindestens eine Vertikalverstellschraube aufweisen, die in Richtung der Mittellängsachse (A) ortsfest an dem Montageteil (1) gelagert ist und mit einem an der Verdickung vorgesehenen Gewinde zusammenwirkt.

9. Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageteil (1) in einem ersten seitlichen Randbereich (8) mindestens einen Vorsprung (9) zum Eingriff in eine Nut (7) aufweist.

10. Baugruppe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageteil (1) an einem dem ersten Randbereich (8) gegenüberliegenden, zweiten Randbereich (10) mindestens eine erste Durchgangsbohrung (11) mit einer ersten Bohrungslängsachse (B1) aufweist.

11. Baugruppe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageteil (1) an ersten und/oder dem zweiten Randbereich (8, 10) mindestens eine zweite Durchgangsbohrung (13) mit einer zweiten Bohrungslängsachse (B2) aufweist.

12. Baugruppe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bohrungslängsachse (32) schräg zur ersten Bohrungslängsachse (B1) verläuft.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Baugruppe eines Bandes zur um eine Scharnierachse scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen.

Bänder zur um eine Scharnierachse scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen für eine Vielzahl von unterschiedlichen Verwendungszwecken bekannt. Rein beispielhaft seien einfache Scharnierbänder genannt, die keinerlei Verstellmöglichkeiten zur Justierung des Flügels in dem ihn umgebenden Rahmen ermöglichen, und mechanisch und kinematisch komplizierte Bänder, die Einstellmöglichkeiten in mindestens eine Raumrichtung zur Justierung des Flügels in dem Rahmen umfassen, sowie die Verwendung auch in sogenannten „Aufdecksituationen“ ermöglichen, bei denen sich Flügel und Rahmen bei geschlossenem Flügel parallel zur Flügelebene teilweise überlappen, um so beispielsweise eine besonders wirksame Abdichtung zwischen Flügel und Rahmen zu bewirken.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Baugruppe eines Bandes zu schaffen, die eine Justierung des Flügels im Rahmen in zumindest einer Raumrichtung zulässt und sich gleichwohl durch einen konstruktiv einfachen Aufbau und eine einfache und schnelle Montierbarkeit auszeichnet.

Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Baugruppe gelöst. Die erfindungsgemäße Baugruppe umfasst ein Montageteil, welches an einer Montageseite des Flügels oder des Rahmens montierbar ist. Als Montageseite kommt insbesondere die Seite des Rahmens oder des Flügels in Betracht, die im geschlossenen Zustand des Flügels dem jeweils anderen Teil, d.h. dem Rahmen oder dem Flügel gegenüberliegt. In diesem Falle ist das Montageteil bei geschlossenem Flügel nicht sichtbar und dann vor Manipulationen geschützt. Grundsätzlich ist es jedoch auch denkbar, als Montageseite des Flügels oder des Rahmens eine Sichtseite vorzusehen, wie dies bei sogenannten „Aufschraubbändern“ der Fall ist.

Das Montageteil umfasst eine sich etwa parallel zur Scharnierachse erstreckende Bohrung mit einer Mittellängsachse. Die Bohrung weist mindestens eine seitliche Öffnung auf. Ferner umfasst die Baugruppe einen ein Befestigungsteil umfassenden Bandlappen, dessen Befestigungsteil sich durch die Öffnung mit Spiel in die Bohrung erstreckt und mindestens eine in der Bohrung angeordnete Verdickung umfasst. Der Bandlappen kann somit dadurch mit dem Montageteil zusammengefügt werden, indem er von einem Ende der Bohrung mit seiner Verdickung in Richtung der Mittellängsachse in die Bohrung eingeführt oder durch Einbringen durch den Schlitz eingeklippst wird. Im zusammengeügten Zustand ist das Befestigungsteil und damit der gesamte Bandlappen um einen Winkel, der durch das Spiel zwischen dem Befestigungsteil und der Öffnung begrenzt ist, um die Mittellängsachse verschwenkbar. Da die Mittellängsachse im Wesentlichen parallel zur Scharnierachse verläuft, ist durch die Verschwenkung eine Verlagerung der Scharnierachse etwa senkrecht zu ihrer Richtung und damit – wenn die Scharnierachse im montierten Zustand der diese Baugruppe umfassenden Bandes senkrecht verläuft – in horizontaler Richtung möglich. Zum Bewirken der Verstellung umfasst die erfindungsgemäße Baugruppe mindestens ein Horizontalverstellmittel, mittels welchem die Verschwenkbewegung des Befestigungsteils um die Mittellängsachse bewirkbar ist.

Die erfindungsgemäße Baugruppe zeichnet sich somit durch eine minimale Anzahl von Bauteilen aus. Da das Montageteil als von dem Bandlappen und dem Horizontalverstellmittel separates Bauteil ausgebildet ist, muss nur das Montageteil an die Ausbildung des jeweiligen Flügels oder des jeweiligen Rahmens, an welchem die Baugruppe montiert werden soll, angepasst sein. Für unterschiedliche Einbausituationen kann daher stets derselbe Bandlappen und dieselben Horizontalverstellmittel Verwendung finden, was Produktionskosten senkt.

Ein weiterer Vorteil eines eine erfindungsgemäße Baugruppe aufweisenden Bandes besteht darin, dass zur horizontalen Verstellung der gesamte Bandlappen mit dem regelmäßig daran angeformten Scharnierteil verlagert wird, und nicht etwa – wie in einer Vielzahl anderer Ausführungsformen von Bändern – ein die Scharnierachse definierender Bandbolzen innerhalb des Scharnierteils, da hierdurch die bei der letztgenannten Ausgestaltung unabdingbare Relativverschiebung der Scharnierteile von Flügel- und Rahmenbandlappen vermieden wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Horizontalverstellmittel eine Horizontalverstellschraube, die entweder an dem Bandlappen in ihrer Längsrichtung ortsfest gelagert ist und mit einem an dem Montageteil vorgesehenen Gewinde zusammenwirkt, oder an dem Montageteil in ihrer Längsrichtung ortsfest gelagert ist und mit einem an dem Bandlappen vorgesehenen Gewinde zusammenwirkt. Zur Horizontalverstellung muss dann lediglich die Horizontalverstellschraube drehbetätigt werden, wobei die jeweils erzielte Position durch die mindestens eine Horizontalverstellschraube beibehalten wird, sofern eine weitere Drehung der Horizontalverstellschraube unterbunden ist.

Besonders bevorzugt ist eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Baugruppe, bei welcher mindestens ein Vertikalverstellmittel vorgesehen ist, mittels welchem der Bandlappen parallel zur Scharnierachse relativ zu dem Montageelement verlagerbar ist. Durch diese Maßnahme ist mit der erfindungsgemäßen Baugruppe eine Justierung eines Flügels in einem Rahmen in zwei Raumrichtungen möglich.

Das mindestens eine Vertikalverstellmittel umfasst vorzugsweise eine Vertikalverstellschraube, die in ein Innengewinde in der Bohrung eingedreht ist und mit der Verdickung des Bandlappens zusammenwirkt. Ein derartiges Vertikalverstellmittel ist somit sehr einfach und kostengünstig herstellbar.

Besonders bevorzugt weist die Bohrung an beiden Längsenden Innengewinde auf, und an beiden Längsenden ist jeweils eine Vertikalverstellschraube vorgesehen. Zur Vertikalverstellung muss dann lediglich zumindest eine der beiden Vertikalverstellschrauben so drehbetätigt werden, dass sich die Verdickung des Bandlappens mit Spiel zwischen den beiden Vertikalverstellschrauben befindet und durch Drehbetätigung zumindest eine der Vertikalverstellschrauben vertikal in die gewünschte Position, zusammen mit dem Bandlappen, verlagerbar ist.

Die Vertikalverstellmittel können auch mindestens eine Vertikalverstellschraube aufweisen, die in Richtung der Mittellängsachse A ortsfest an dem Montageteil gelagert ist und mit einem an der Verdickung vorgesehenen Gewinde zusammenwirkt. Diese Ausführungsform der Vertikalverstellmittel hat den Vorteil, dass sich bei einer Drehbetätigung der Vertikalverstellschraube deren Position relativ zum Montageteil nicht ändert, wodurch ein gleichbleibender optischer Eindruck, unabhängig von der jeweiligen Justierposition, erzielbar ist.

Besonders bevorzugt ist weiterhin eine Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Baugruppe, bei welcher das Montageteil in einem ersten seitlichen Randbereich mindestens einen Vorsprung zum Eingriff in eine Nut aufweist. Das Montageteil ist dann insbesondere zur Anbringung an Profilen geeignet, die eine hinterschnittene Nut umfassen, beispielsweise eine „C-Nut“. Derart sind vielfach Kunststoffprofile ausgebildet, die sowohl an Rahmen, als auch an Flügeln Verwendung finden können. Aber auch derart ausgestaltete Metall-, beispielsweise Aluminiumprofile sind für diesen Verwendungszweck in unterschiedlichen Ausgestaltungen, jedoch mit C-Nut bekannt.

Zur Montage der Baugruppe wird diese zunächst so angesetzt, dass sich der Vorsprung im Eingriff mit der Nut befindet. Zur vollständigen Befestigung ist an dem Montageteil dann vorzugsweise an einem dem ersten Randbereich gegenüberliegenden, zweiten Randbereich mindestens eine erste Durchgangsbohrung mit einer ersten Bohrungslängsachse vorgesehen. Durch diese Bohrung ist dann eine Befestigungsschraube, beispielsweise eine selbstbohrende Schraube eindrehbar.

Um die Kräfte, die über die Baugruppe in einen Rahmen oder in einen Flügel eingeleitet werden können, ohne dass die mindestens eine erste Befestigungsschraube herausgerissen wird, zu erhöhen, kann zumindest an dem zweiten Randbereich mindestens eine zweite Durchgangsbohrung mit einer zweiten Bohrungslängsachse vorgesehen sein, die vorzugsweise schräg zur ersten Bohrungslängsachse verläuft. Eine durch die zweite Bohrungslängsachse eingedrehte, zweite Befestigungsschraube wird aufgrund dieser Maßnahme bei Belastungen, die beispielsweise in Richtung der ersten Befestigungsschraube angreifen, nicht in ihrer Längsrichtung, sondern schräg zu dieser in einer Richtung belastet, in der sie einen erheblich höheren Widerstand gegen ein Herausreißen bewirkt. Aber auch der erste Randbereich kann zusätzlich oder ausschließlich durch mindestens eine solche Befestigungsschraube befestigt bzw. gesichert werden.

In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baugruppe in an einem Rahmen- oder Flügelprofil montierten Zustand in einer Ansicht der Scharnierachse in einer mittleren Horizontalen Verstellposition, im Bereich eines Horizontalverstellelements teilgeschnitten;

2 dasselbe Ausführungsbeispiel in derselben Ansicht wie in 1, jedoch nicht geschnitten, in einer gemäß der Zeichnung nach rechts verlagerten horizontalen Verstellposition;

3 dasselbe Ausführungsbeispiel in einer 2 entsprechenden Ansicht, jedoch in einer gemäß der Zeichnung nach links verlagerten, horizontalen Verstellposition;

4 dasselbe Ausführungsbeispiel der Baugruppe in einer ersten perspektivischen Einzeldarstellung, mit noch nicht montierten Vertikalverstellmitteln;

5 dasselbe Ausführungsbeispiel in einer zweiten perspektivischen Einzeldarstellung, nun mit montierten Vertikalverstellmitteln;

6 bis 8 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baugruppe in 1 bis 3 entsprechenden Darstellungen;

9 das zweite Ausführungsbeispiel in einer ersten perspektivischen Ansicht mit noch nicht montierten Vertikalverstellmitteln;

10 eine zweite perspektivische Ansicht des zweiten Ausführungsbeispiels, nun mit montierten Vertikalverstellmitteln;

11 bis 13 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baugruppe in 1 bis 3 entsprechenden Darstellungen;

14 eine perspektivische Explosionsdarstellung dieses dritten Ausführungsbeispiels sowie

15 eine 1 entsprechende Ansicht eines vierten, als „Aufschraubband“ ausgebildeten Ausführungsbeispiels.

Das in den 1 bis 5 als Ganzes mit 100 bezeichnete Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baugruppe umfasst ein Montageteil 1, welches an einer Montageseite 2 eines Flügels oder eines Rahmens montierbar ist. In den 1 bis 3 ist das Montageteil 2 an einem Mehrkammerprofil 3 angebracht. Hierbei kann es sich um ein einen Teil eines Rahmens oder eines Flügels bildendes Mehrkammerprofil handeln. Das Montageteil kann aus beliebigem Material mit erforderlichen Eigenschaften gefertigt sein. Insbesondere kann es sich um ein Zinkdruckgussteil oder ein Aluminiumstrangpressteil handeln.

Das in der Zeichnung beispielhaft dargestellte Mehrkammerprofil 3 umfasst zwei voneinander beabstandete Hohlkammern 4, 5, die über Isolierstege 6 verbunden sind.

Das Mehrkammerprofil 3 umfasst eine Nut 7. Das Montageteil 1 weist an einem ersten seitlichen Randbereich 8, der in den 1 bis 3 oben dargestellt ist, einen Vorsprung 9 auf, der in die Nut 7 eingreift.

Ferner weist das Montageteil 1 an einem dem ersten Randbereich gegenüberliegenden zweiten Randbereich 10 (s. 4 und 5) zwei erste Durchgangsbohrungen 11 auf. Diese ersten Durchgangsbohrungen 11 dienen der Aufnahme von ersten Befestigungsschrauben 12, die zur Befestigung in den Rahmen oder den Flügel eindrehbar sind. Ferner umfasst das Montageteil 1 zwei zweite Durchgangsbohrungen 13, die der Aufnahme von zweiten Befestigungsschrauben 14 dienen.

Die ersten Durchgangsbohrungen 11 weisen erste Bohrungslängsachsen B1 auf, die zweiten Durchgangsbohrungen 13 zweite Bohrungslängsachsen B2 (s. 2). Die ersten und zweiten Bohrungslängsachsen B1, B2 verlaufen, wie in 2 deutlich gemacht ist, schräg zueinander. Die ersten und zweiten Befestigungsschrauben 12, 14, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als selbstbohrende Schrauben ausgebildet sind, dringen somit schräg zueinander in das beispielhaft dargestellte Mehrkammerprofil 3 ein, wodurch die Befestigung des Montageteils 1 an dem Mehrkammerprofil zur Einleitung höherer Kräfte in das Mehrkammerprofil geeignet ist.

Das Montageteil 1 umfasst des weiteren eine Bohrung 15, deren Mittellängsachse A sich parallel zu einer Scharnierachse S erstreckt, die von einem Scharnierteil eines Bandlappens definiert wird, wie weiter unten noch genauer beschrieben werden wird.

Die Bohrung 15 umfasst eine seitliche Öffnung 16, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel schlitzförmig ausgebildet und sich über die gesamte Länge des Montageteils erstreckt und in den 1 bis 3 nach unten orientiert ist (s. auch 4 und 5).

Die Baugruppe 100 umfasst des Weiteren einen Bandlappen 17, mit einem Befestigungsteil 18 und einem Scharnierteil 19. Das Scharnierteil 19 dient der Aufnahme eines in der Zeichnung nicht dargestellten Bandbolzens einer Bandbolzenaufnahme 20. Sie weist einen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt auf, dessen Mittelpunkt die Scharnierachse S definiert.

An dem dem Scharnierteil 19 gegenüberliegenden Rand umfasst das Befestigungsteil 18 eine Verdickung 21 (s. auch 6), deren Außenumfang derart an den Innenumfang der Bohrung 15 angepasst ist, dass sie mit nur geringem seitlichem Spiel von der Bohrung aufgenommen wird.

Das Befestigungsteil 18 des Bandlappens 17 erstreckt sich durch die seitliche Öffnung 16 mit seitlichem Spiel, so dass der Bandlappen 17 um die Mittellängsachse A der Bohrung 15 um einen gewissen Winkel, dessen Größe durch die Größe des Spiels bestimmt ist, verschwenkbar ist. Durch diese Verschwenkbarkeit kann die Scharnierachse S auf einer Kreisbahn des Radius R, welcher durch den Abstand zwischen der Mittellängsachse A und der Scharnierachse S bestimmt ist, verlagert werden (s. 3). Wie durch Vergleich von 1, 2 und 3 ersichtlich ist, kann somit die Scharnierachse aus einer in 1 beispielhaft dargestellten Mittelstellung, zu welcher die Scharnierachse S einen Abstand a zu einem seitlichen Rand 22 des Mehrkammerprofils 3 aufweist durch Verschwenken entgegen dem Uhrzeigersinn in eine gemäß 1 bis 3 rechte Extremposition, in welcher die Scharnierachse S zum seitlichen Rand 22 einen Minimalabstand b aufweist (s. 2), sowie durch Verschwenken im Uhrzeigersinn in eine Position, in welcher die Scharnierachse S zum Rand 22 einen Maximalabstand c aufweist, verlagert werden.

Diese Verlagerung wird, da ein Bandlappen in den meisten Fällen so eingebaut wird, dass die Scharnierachse S vertikal verläuft, auch als „Horizontalverstellung“ bezeichnet.

Um die zuvor beschriebene Schwenkbewegung des Bandlappens 17 um die Mittellängsachse A der Bohrung 15 bewirken und den Bandlappen 17 in einer gewünschten Position festlegen zu können, sind Horizontalverstellmittel 23 vorgesehen. Diese umfassen bei dem ersten, in 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils eine Horizontalverstellschraube 24 mit einem flachen Kopf 25, der in einer T-Nut 26 in dem Bandlappen 17 gelagert ist. Die Horizontalverstellschraube 24 ist somit in ihrer Längsrichtung bezüglich des Bandlappens 17 ortsfest, jedoch drehbar gelagert. Ihr Gewindeschaft 27 greift in ein in dem Montageteil 1 vorgesehenes Gewinde 28 ein. Eine Drehbetätigung der Horizontalverstellschraube 24 führt somit – je nach Drehsinn – zu einer Verschwenkung des Bandlappens 17 im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Zumindest in den Endbereichen weist die Bohrung 15 Innengewinde 28 auf. Sie bilden einen Teil von Vertikalverstellmitteln 29, zu denen Vertikalverstellschrauben 30, 31 gehören, die in die Innengewinde 28 eindrehbar sind.

Wie insbesondere 4 und 5 bzw. 9 und 10 (letztere zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baugruppe) verdeutlichen, lässt sich durch Drehbetätigung der Vertikalverstellschrauben 30, 31 der Bandlappen 17 in Richtung der Mittellängsachse A und damit auch in Richtung der Scharnierachse S verlagern. Da – wie bereits zuvor ausgeführt – die Baugruppe üblicherweise so angeordnet ist, dass die Scharnierachse S vertikal verläuft, wird diese Verstellung auch Vertikalverstellung genannt.

Unter Bezugnahme auf 6 bis 10 soll nun ein zweites Ausführungsbeispiel 200 der erfindungsgemäßen Baugruppe erläutert werden. Die Funktionsweise und die Konstruktion entsprechen im Wesentlichen denjenigen des ersten Ausführungsbeispiels 100, so dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen nachfolgend lediglich die Unterschiede erläutert werden sollen.

Wie insbesondere aus 6 erkennbar ist, welche etwa der Darstellung gemäß 1 entspricht, jedoch ohne eingedrehte Vertikalschraube 31, so dass die Kontur der Verdickung 21 sichtbar ist, ist der Kopf 25 der Horizontalverstellschraube 24 nicht in einer T-Nut gelagert. Er liegt hingegen an der Außenfläche des Befestigungsteils 18 an. Die Horizontalverstellschraube 24 durchgreift das Befestigungsteil in einer Bohrung 32, die in vertikaler Verstellrichtung langlochförmig ist (siehe

14). Sie greift mit ihrem Gewindeschaft 27 in ein Innengewinde 33 ein, welches in dem Montageteil 1 vorgesehen ist. Eine Drehbetätigung der Horizontalverstellschraube 24 im Sinne eines Eindrehens führt wiederum zu einer Verschwenkung des Bandlappens 17 um die Mittellängsachse A und somit zu einer Verlagerung der Scharnierachse S auf einer durch den Radius R definierten Kreisbahn (s. 8), entgegen dem Uhrzeigersinn.

Eine Drehbetätigung der Horizontalschraube 24 im Sinne eines Herausdrehens führt zunächst dazu, dass der Kopf 25 von der Außenfläche des Befestigungsteils abgehoben wird, so dass das Befestigungsteil 18 im Umfang des entstandenen Spiels um die Achse A verschwenkt werden kann.

Um das Befestigungsteil 18 im Uhrzeigersinn um die Achse A zwangsverlagern zu können, bis das Befestigungsteil 18 mit seiner Außenfläche wiederum an dem Kopf 25 anliegt, umfasst dieses Ausführungsbeispiel eine zweite Horizontalverstellschraube 34. Sie ist in eine Gewindebohrung 35 in dem Montageteil 1 eingedreht. Ihr Kopf befindet sich auf der Innenseite des Befestigungsteils 18 und ist durch eine Bohrung 36 in dem Befestigungsteil 18 zugänglich. Durch Ansetzen eines in der Zeichnung nicht dargestellten Drehwerkzeugs durch die Bohrung 36 hindurch an den Kopf 37 der Horizontalverstellschraube 34 lässt sich diese so verlagern, dass das Befestigungsteil 18 zwischen den Köpfen 25, 37 der beiden Horizontalverstellschrauben 34 spielfrei aufgenommen und in Verstellrichtung positioniert ist.

Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel müssen zur Horizontalverstellung bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel zwei Horizontalverstellschrauben drehbetätigt werden. Hierdurch ist die Horizontalverstellung zwar geringfügig aufwendiger als bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Allerdings lassen sich die beiden Horizontalverstellschrauben 24, 34 gegen das Befestigungsteil 18 anziehen, so dass sie regelmäßig durch die Klemmkräfte wirksam gegen eine selbsttätige Verstellung geschützt sind.

Unter Bezugnahme auf 11 bis 14 soll nun ein drittes Ausführungsbeispiel 300 der erfindungsgemäßen Baugruppe erläutert werden. Die Funktionsweise und die Konstruktion entsprechen im Wesentlichen denjenigen des zweiten Ausführungsbeispiels 200, so dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen nachfolgend lediglich die Unterschiede zum zweiten Ausführungsbeispiel 200 erläutert werden sollen.

Bei dem dritten Ausführungsbeispiel 300 fehlt die zweite Horizontalverstellschraube 34. Statt dieser wird eine Mehrzahl dünner Distanzelemente 38 vorgehalten, die in einer für die jeweilige Horizontaleinstellung notwendigen Anzahl und Dicke zwischen die einander zugewandten Seiten des Montageelements 1 und des Befestigungsteils 18 eingefügt werden. Die Horizontalverstellschraube 24 wird dann nach Einfügen der Distanzelemente 38 angezogen, so dass die Distanzelemente 38 fest zwischen dem Montageelement 1 und dem Befestigungsteil 18 eingeklemmt sind, wenn die gewünschte Horizontaljustierung erzielt worden ist. Eine Explosionsdarstellung dieses dritten Ausführungsbeispiels 300 gemäß 14 zeigt einen Satz von vier flächenhaften Distanzelementen 38. Sie weisen Aussparungen 39 auf, durch die sich die Horizontalverstellschrauben 24 erstrecken.

Das in 15 dargestellte, vierte Ausführungsbeispiel 400 der erfindungsgemäßen Baugruppe entspricht in seiner Konstruktion und Funktionsweise im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel 100, so dass wiederum auf dessen Beschreibung verwiesen werden soll. Diese Baugruppe ist jedoch als sogenanntes „Aufschraubband“ ausgebildet, welches zur Montage an einer Vorderfläche 40 eines Flügels oder Rahmens vorgesehen ist. Das Montageteil 1 weist daher keinen Vorsprung zum Eingriff in eine Nut auf, sondern es ist plan ausgebildet und umfasst auch in seinem ersten Randbereich 8 erste Befestigungsschrauben 12, die in den Rahmen oder Flügel bzw. ein Rahmen- oder Flügelprofil eindrehbar sind.

Eine Betätigung der Horizontalverstellmittel 23 bewirkt nun nicht mehr – wie bei den Ausführungsbeispielen 100 bis 300 – eine Veränderung der seitlichen Spaltbreiten zwischen Flügel und Rahmen, sondern eine relative Verlagerung der Vorderflächen von Flügel und Rahmen relativ zueinander. Im Falle einer Aufdeckanordnung mit Dichtung kann so der Dichtungsandruck durch die Horizontalverstellmittel beeinflusst werden.

Die in 15 dargestellte „Aufschraubvariante“ ist jedoch keinesfalls darauf beschränkt, nur von außen aufgeschraubt werden zu können. Als Montageseite kommt auch – wie bei den zuvor erläuterten Ausführungsbeispielen – die Seite des Rahmens oder des Flügels in Betracht, die im geschlossenen Zustand des Flügels dem jeweils anderen Teil gegenüberliegt, wenn sie zur Anbringung eines Montageteils mit einer im Wesentlichen ebenen Anlageseite geeignet ist.

Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen ist das Montageteil einstückig dargestellt. Besteht es aus einem wärmeleitenden Material, so kann es eine unvorteilhafte Kältebrücke, die die Wirkung der Isolierstege 6 reduziert, bilden. Um dies zu vermeiden, kann das Montageteil 1 beispielsweise selbst aus einem schlecht wärmeleitenden Material hergestellt sein. Es kann alternativ oder darüber hinaus einen Überzug aus einem schlecht wärmeleitenden Material zumindest in denjenigen Bereichen umfassen, die an dem Flügel oder dem Rahmen anliegen. Darüber hinaus kann es beispielsweise zusätzlich oder alternativ mehrteilig ausgebildet sein in einer Weise, dass die an dem Rahmen oder dem Flügel an verschiedenen Stellen anliegenden Bereiche thermisch voneinander entkoppelt sind.

Bezugszeichenliste

100, 200, 300, 400
Baugruppe
1
Montageteil
2
Montageseite
3
Mehrkammerprofil
4
Hohlkammer
5
Hohlkammer
6
Isolierstege
7
Nut
8
erster Randbereich
9
Vorsprung
10
zweiter Randbereich
11
erste Durchgangsbohrungen
12
erste Befestigungsschrauben
13
zweite Durchgangsbohrung
14
zweite Befestigungsschrauben
15
Bohrung
16
seitliche Öffnung
17
Bandlappen
18
Befestigungsteil
19
Scharnierteil
20
Bandbolzenaufnahme
21
Verdickung
22
seitlicher Rand
23
Horizontalverstellmittel
24
Horizontalverstellschraube
25
Kopf
26
T-Nut
27
Gewindeschaft
28
Innengewinde
29
Vertikalverstellmittel
30
Vertikalverstellschraube
31
Vertikalverstellschraube
32
Bohrung
33
Innengewinde
34
zweite Horizontalverstellschraube
35
Gewindebohrung
36
Bohrung
37
Kopf
38
Distanzelemente
39
Aussparungen
40
Vorderfläche
A
Mittellängsachse
B1
erste Bohrungslängsachse
B2
zweite Bohrungslängsachse
R
Radius
S
Scharnierachse
a, b, c
Abstände