Title:
Gelenkleitung
Kind Code:
U1


Abstract:

Gelenkleitung für insbesondere unter Druck stehende Fluide, mit wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen Leitungsabschnitten (1, 5), welche unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar sind, umfassend:
(a) wenigstens einen ersten Leitungsabschnitt (1) mit einem am Außenumfang seines einen Endes angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt (3);
(b) wenigstens einen zweiten Leitungsabschnitt (5) mit
– einer am Innenumfang seines einen Endes angeordneten Ringfläche (7), welche zumindest abschnittsweise komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) ist und deren Durchmesser sich von außen nach innen verjüngt, um als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) zu dienen, wobei der maximale, äußere Innendurchmesser dieser Ringfläche (7) kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1), und
– einem am Außenumfang seines einen, mit der innenseitigen Ringfläche (7) versehenen Endes angeordneten Außengewinde (8); sowie
(c) wenigstens eine Mutter (11) zum Festlegen des zweiten Leitungsabschnittes...




Application Number:
DE202012002799U
Publication Date:
03/21/2013
Filing Date:
03/20/2012
Assignee:
Bestdo e.K., 75335 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
LICHTI Patentanwälte, 76227, Karlsruhe, DE
Claims:
1. Gelenkleitung für insbesondere unter Druck stehende Fluide, mit wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen Leitungsabschnitten (1, 5), welche unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar sind, umfassend:
(a) wenigstens einen ersten Leitungsabschnitt (1) mit einem am Außenumfang seines einen Endes angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt (3);
(b) wenigstens einen zweiten Leitungsabschnitt (5) mit
– einer am Innenumfang seines einen Endes angeordneten Ringfläche (7), welche zumindest abschnittsweise komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) ist und deren Durchmesser sich von außen nach innen verjüngt, um als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) zu dienen, wobei der maximale, äußere Innendurchmesser dieser Ringfläche (7) kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1), und
– einem am Außenumfang seines einen, mit der innenseitigen Ringfläche (7) versehenen Endes angeordneten Außengewinde (8); sowie
(c) wenigstens eine Mutter (11) zum Festlegen des zweiten Leitungsabschnittes (5) an dem ersten Leitungsabschnitt (1), mit
– einer am Innenumfang ihres einen, dem zweiten Leitungsabschnitt (5) abgewandten Endes angeordneten Ringfläche (12), welche zumindest abschnittsweise komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) ist und deren Durchmesser sich von außen nach innen verjüngt, um als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) zu dienen, wobei der äußere Innendurchmesser dieser Ringfläche (12) kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1), und
– einem am Innenumfang ihres anderen, dem mit der innenseitigen Ringfläche (12) versehenen Ende entgegengesetzten Endes angeordneten Innengewinde (13), welches zu dem Außengewinde (8) des zweiten Leitungsabschnittes (5) komplementär ist,
so dass der erste Leitungsabschnitt (1) und der zweite Leitungsabschnitt (5) durch Anziehen der Mutter (11) gegen den zweiten Leitungsabschnitt (5) und unter Zwischenanordnung des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der kreistonnenförmige Abschnitt (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) aus einem anderem Material gefertigt ist als die hierzu komplementären Ringflächen (7, 12) des zweiten Leitungsabschnittes (5) und der Mutter (11), wobei das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) eine um wenigstens 10 HV verschiedene Vickers-Härte gegenüber dem Material der Ringflächen (7, 12) des zweiten Leitungsabschnittes (5) und der Mutter (11) aufweist.

2. Gelenkleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) eine um wenigstens 20 HV, insbesondere um wenigstens 30 HV, verschiedene Vickers-Härte gegenüber dem Material der Ringflächen (7, 12) des zweiten Leitungsabschnittes (5) und der Mutter (11) aufweist.

3. Gelenkleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) weicher ist als das Material der Ringflächen (7, 12) des zweiten Leitungsabschnittes (5) und der Mutter (11).

4. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Leitungsabschnitt (5) und die Mutter (11) jeweils aus demselben Material, insbesondere einstückig, gefertigt sind.

5. Gelenkleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Leitungsabschnitt (5) und die Mutter (11) aus demselben Material gefertigt sind.

6. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Leitungsabschnitt (1) einstückig gefertigt ist oder an seinem dem kreistonnenförmigen Abschnitt (3) entgegengesetzten Ende aus einem anderen Material, insbesondere aus dem des ersten Leitungsabschnittes (5) und/oder der Mutter (11), gefertigt ist.

7. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das weichere Material aus der Gruppe Aluminium, Kupfer und deren Legierungen, insbesondere Messing, gewählt ist.

8. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das härtere Material aus der Gruppe der Stähle einschließlich Edelstahl gewählt ist.

9. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
– im Bereich der am Innenumfang des einen Endes des zweiten Leitungsabschnittes (5) angeordneten Ringfläche (7) und/oder
– im Bereich der am Innenumfang des einen Endes der Mutter (11) angeordneten Ringfläche (12)
wenigstens eine Umfangsnut (17, 15) vorgesehen ist, welche einen Dichtring (18, 16) aufnimmt, welcher die Ringfläche(n) (7, 12) gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt (3) des ersten Leitungsabschnittes (1) abdichtet.

10. Gelenkleitung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die den Dichtring (18, 16) aufnehmende Umfangsnut (17, 15) die Ringfläche (7, 12) begrenzt.

11. Gelenkleitung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die den Dichtring (18, 16) aufnehmende Umfangsnut (17, 15) die Ringfläche (7, 12) an ihrem dem jeweiligen einen Ende des zweiten Leitungsabschnittes (5) und/oder der Mutter (11) entgegengesetzten, inneren Ende begrenzt.

12. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (18, 16) aus einem nachgiebigen, insbesondere elastischen Material gefertigt ist.

13. Gelenkleitung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Dichtrings (18, 16) den Querschnitt der Umfangsnut (17, 15) übertrifft, so dass der Dichtring (18, 16) unter Kompression desselben in der Umfangsnut (17, 15) aufgenommen ist.

14. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich der am Innenumfang des einen Endes der Mutter (11) angeordneten Ringfläche (12) eine einen Dichtring (16) aufnehmende Umfangsnut (15) vorgesehen ist.

15. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der zweite Leitungsabschnitt (5) als auch die Mutter (11) an ihrem Außenumfang zumindest abschnittsweise mit einem Mehrkantprofil (10, 14), insbesondere mit einem Sechskantprofil, versehen sind.

16. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Leitungsabschnitt (1) an seinem anderen, dem mit dem am Außenumfang angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt (3) versehenen Ende entgegengesetzten, Ende mit einem Befestigungsabschnitt (19) zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist.

17. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Leitungsabschnitt (5) an seinem anderen, dem mit der am Innenumfang angeordneten Ringfläche (7) versehenen Ende entgegengesetzten, Ende mit einem Befestigungsabschnitt (20) zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist.

18. Gelenkleitung nach Anspruch 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass
– an dem Befestigungsabschnitt (19) wenigstens eines ersten Leitungsabschnittes (1) ein Befestigungsabschnitt (20) wenigstens eines weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5)
und/oder
– an dem Befestigungsabschnitt (20) wenigstens eines zweiten Leitungsabschnittes (5) ein Befestigungsabschnitt (19) wenigstens eines weiteren, ersten Leitungsabschnittes (1)
festgelegt ist.

19. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (19) des ersten Leitungsabschnittes (1) ein Gewinde (21), insbesondere ein Innengewinde, und der Befestigungsabschnitt (20) des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5) ein Gewinde, insbesondere ein Außengewinde, aufweist, um den ersten Leitungsabschnitt (1) mit dem weiteren, zweiten Leitungsabschnitt (5) zu verschrauben.

20. Gelenkleitung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander verschraubten Gewinde (21, 22) des ersten Leitungsabschnittes (1) und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5) ferner miteinander verklebt sind.

21. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Befestigungsabschnitt (19) des ersten Leitungsabschnittes (1) als auch der (20) des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5) je einen Zylinderabschnitt (23, 24) aufweist, welche miteinander verpresst sind.

22. Gelenkleitung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der innere Zylinderabschnitt (24) der miteinander verpressten Zylinderabschnitte (23, 24) des ersten Leitungsabschnittes (1) und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5) wenigstens eine Umfangsnut (25) aufweist, welche insbesondere zur Aufnahme eines Klebers dient.

23. Gelenkleitung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander verpressten Zylinderabschnitte (23, 24) des ersten Leitungsabschnittes (1) und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (5) ferner miteinander verklebt sind.

24. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mehrzahl an ersten (1) und zweiten Leitungsabschnitten (5) aufweist, welche an ihren einen Enden einerseits mittels je einer Mutter (11) miteinander verbunden sind, während die andererseits an ihren anderen, entgegengesetzten Enden, gegebenenfalls unter zusätzlichem Einsatz von Klebern, miteinander verschraubt oder verpresst sind.

25. Gelenkleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Druckfestigkeit von wenigstens 100 bar, insbesondere von wenigstens 150 bar, aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Gelenkleitung für insbesondere unter Druck stehende Fluide, mit wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen Leitungsabschnitten, welche unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar sind, umfassend:

  • (a) wenigstens einen ersten Leitungsabschnitt mit einem am Außenumfang seines einen Endes angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt;
  • (b) wenigstens einen zweiten Leitungsabschnitt mit
    – einer am Innenumfang seines einen Endes angeordneten Ringfläche, welche zumindest abschnittsweise komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes ist und deren Durchmesser sich von außen nach innen verjüngt, um als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes zu dienen, wobei der maximale, äußere Innendurchmesser dieser Ringfläche kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes, und
    – einem am Außenumfang seines einen, mit der innenseitigen Ringfläche versehenen Endes angeordneten Außengewinde; sowie
  • (c) wenigstens eine Mutter zum Festlegen des zweiten Leitungsabschnittes an dem ersten Leitungsabschnitt, mit
    – einer am Innenumfang ihres einen, dem zweiten Leitungsabschnitt abgewandten Endes angeordneten Ringfläche, welche zumindest abschnittsweise komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes ist und deren Durchmesser sich von außen nach innen verjüngt, um als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes zu dienen, wobei der äußere Innendurchmesser dieser Ringfläche kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes, und
    – einem am Innenumfang ihres anderen, dem mit der innenseitigen Ringfläche versehenen Ende entgegengesetzten Endes angeordneten Innengewinde, welches zu dem Außengewinde des zweiten Leitungsabschnittes komplementär ist,
so dass der erste Leitungsabschnitt und der zweite Leitungsabschnitt durch Anziehen der Mutter gegen den zweiten Leitungsabschnitt und unter Zwischenanordnung des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar sind.

Derartige Gelenkleitungen sind bekannt und finden vornehmlich in Leitungssystemen von Kühl- und/oder Schmiermitteln, beispielsweise von Werkzeugmaschinen, Verwendung. Sie sind üblicherweise aus rostfreiem Stahl gefertigt und umfassen eine Mehrzahl an ersten und zweiten Leitungsabschnitten, welche an ihren jeweiligen einen Enden einerseits über die an dem kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes anliegende, innere Ringfläche des zweiten Leitungsabschnittes miteinander verbunden sind, wobei der kreistonnenförmige Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes dadurch gegen die innere Ringfläche des zweiten Leitungsabschnittes fixiert ist, dass die mit dem zweiten Leitungsabschnitt verschraubte Mutter den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes mit ihrer innenseitigen Ringfläche gegen die innenseitige Ringfläche des zweiten Leitungsabschnittes presst, wobei die Dichtigkeit dieser Verbindung durch die an den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes anliegenden, inneren Ringflächen sowohl des zweiten Leitungsabschnittes als auch der Mutter gewährleistet ist, welche zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt komplementär sind, d. h. die Innenkontor dieser beiden Ringflächen ist zumindest an einem Umfangsbereich derselben komplementär zur Außenkontur des kreistonnenförmigen Abschnittes. Andererseits können die ersten bzw. zweiten Leitungsabschnitte an ihren jeweils entgegengesetzten Enden (d. h. an ihren dem kreistonnenförmigen Abschnitt bzw. der inneren Ringfläche entgegengesetzten Enden) mit einem jeweils weiteren zweiten bzw. ersten Leitungsabschnitt verbunden sein, was gemäß dem Stand der Technik mittels einer Schraubverbindung geschieht.

Der Vorteil solcher Gelenkleitungen besteht insbesondere in ihrer hohen Flexibilität hinsichtlich eines praktisch frei wählbaren Leitungsverlaufes, indem ein jeweiliger zweiter Leitungsabschnitt mit seiner inneren Ringfläche unter einen individuell gewünschten Winkel in Bezug auf einen jeweiligen ersten Leitungsabschnitt an dessen äußerem kreistonnenförmigen Abschnitt ausgerichtet und nach Ausrichten durch Anziehen der Mutter an diesem fixiert werden kann.

Nachteilig ist indes die begrenzte Druckfestigkeit gegenüber im Innern der Gelenkleitung geführter Fluide, so dass den Einsatzgebieten gattungsgemäßer Gelenkleitung insoweit Grenzen gesetzt sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einer Gelenkleitung der eingangs genannten Art auf einfache und kostengünstige Weise zu einer gegenüber dem Stand der Technik erhöhten Druckfestigkeit zu verhelfen, um ihr zusätzliche Einsatzgebiete zu erschließen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Gelenkleitung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass zumindest der kreistonnenförmige Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes aus einem anderem Material gefertigt ist als die hierzu komplementären Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter, wobei das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes eine um wenigstens 10 HV verschiedene Vickers-Härte gegenüber dem Material der Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter aufweist.

Aufgrund der unterschiedlichen Härten einerseits der mittels der Mutter gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes verspannten Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter, andererseits des kreistonnenförmigen Abschnittes, lässt sich die Dichtigkeit dieser Gelenkverbindung um ein Mehrfaches erhöhen, wobei es gleichfalls möglich ist, die Mutter fester gegen den zweiten Leitungsabschnitt anzuziehen, bis das weichere Material seine plastische Verformungsgrenze erreicht hat oder diese gar zumindest geringfügig übertrifft. Der Gelenkleitung erschließen sich auf diese Weise zusätzlich zu ihrem bekannten Einsatz in Kühl- und/oder Schmiermittelleitungssystemen beliebige weitere Verwendungsmöglichkeiten überall dort, wo unter einem hohen Druck stehende Fluide entlang individueller Leitungsverläufe transportiert werden müssen.

In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes eine um wenigstens 20 HV, insbesondere um wenigstens 30 HV, verschiedene Vickers-Härte gegenüber dem Material der Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter aufweist.

Darüber hinaus kann es in diesem Zusammenhang von Vorteil sein, wenn das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes weicher ist als das Material der Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter, so dass die radial äußeren Elemente (Mutter und zweiter Leitungsabschnitt), welche zudem während der Montage der Gelenkleitung dem Angriff von Werkzeugen standzuhalten haben, aus dem härteren Material gebildet sind.

Der zweite Leitungsabschnitt und die Mutter können vorzugsweise jeweils aus demselben Material, insbesondere einstückig, gefertigt sein, wobei sind der zweite Leitungsabschnitt und die Mutter ferner insbesondere aus demselben Material gefertigt sein können.

Der erste Leitungsabschnitt kann gleichfalls einstückig gefertigt sein, oder er kann insbesondere dann, wenn sein kreistonnenförmiger Endabschnitt aus einem weicheren Material gefertigt sein soll, an seinem dem kreistonnenförmigen Abschnitt entgegengesetzten Ende aus einem anderen Material, insbesondere aus dem des ersten Leitungsabschnittes und/oder der Mutter, gefertigt sein.

Die Materialien des ersten und zweiten Leitungsabschnittes sowie der Mutter sollten grundsätzlich eine hohe Beständigkeit gegenüber chemischem und mechanischem Angriff besitzen, wobei sich beispielsweise rostfreie Stähle, Edelstahl und dergleichen anbieten. Sofern insbesondere unterschiedlich harte Materialien der aneinander anliegenden und im Montagezustand gegeneinander verspannten Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes und der Mutter bzw. des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes vorgesehen sind, kann das weichere Material vorzugsweise aus der Gruppe Aluminium, Kupfer und deren Legierungen, insbesondere Messing (Kupfer/Zink), gewählt sein. Das demgegenüber härtere Material kann vorzugsweise, wie bereits angedeutet, aus der Gruppe der Stähle einschließlich Edelstahl gewählt sein.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann

  • – im Bereich der am Innenumfang des einen Endes des zweiten Leitungsabschnittes angeordneten Ringfläche und/oder
  • – im Bereich der am Innenumfang des einen Endes der Mutter angeordneten Ringfläche
wenigstens eine Umfangsnut vorgesehen sein, welche einen Dichtring aufnimmt, welcher die Ringfläche(n) gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes abdichtet. Auf diese Weise lässt sich die Druckfestigkeit der Gelenkleitung weiter erhöhen, indem der in der Umfangsnut aufgenommene Dichtring für eine zusätzliche Abdichtung der im Montagezustand gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes verspannten inneren Ringflächen des zweiten Leitungsabschnittes bzw. der Mutter sorgt, aber gleichwohl während der Montage (d. h. vor dem Anziehen der Mutter gegen den zweiten Leitungsabschnitt) eine beliebige Ausrichtung des zweiten Leitungsabschnittes gegenüber dem ersten Leitungsabschnitt unter einem jeweils gewünschten Winkel zueinander nicht beeinträchtigt.

Die den Dichtring aufnehmende Umfangsnut des zweiten Leitungsstückes und/oder der Mutter kann vorzugsweise die jeweilige Ringfläche begrenzen, so dass sich – in Axialrichtung bzw. in Leitungsrichtung betrachtet – an die ihrerseits zur Abdichtung gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt des ersten Leitungsabschnittes dienende Ringfläche die für eine zusätzliche, verbesserte Dichtigkeit sorgende Umfangsnut mit dem Dichtring anschließt.

Hierbei kann es von Vorteil sein, wenn die den Dichtring aufnehmende Umfangsnut die Ringfläche an ihrem dem jeweiligen einen Ende des zweiten Leitungsabschnittes und/oder der Mutter entgegengesetzten, inneren Ende begrenzt, d. h. die mit dem Dichtring versehene Umfangsnut ist an einem weiter innen liegenden Bereich angeordnet als die hieran nach außen anschließende Ringfläche. Dies hat einerseits aus Montagegründen, aber auch hinsichtlich der Dichtfunktion als günstig erwiesen.

Der Dichtring kann vorzugsweise aus einem nachgiebigen, insbesondere elastischen, Material gefertigt sein, wie beispielsweise aus einem elastomeren Kunststoffmaterial, z. B. Gummi, aber auch aus einem relativ weichen Metall, wie weichen Stählen oder dergleichen.

In diesem Fall kann es von Vorteil sein, wenn der Querschnitt des Dichtrings den Querschnitt der Umfangsnut übertrifft, so dass der Dichtring unter Kompression desselben in der Umfangsnut aufgenommen ist und auf diese Weise eine noch bessere Dichtwirkung zu entfalten vermag.

Während grundsätzlich auch nur der zweite Leitungsabschnitt oder sowohl die Mutter als auch der zweite Leitungsabschnitt mit einer solchen, einen Dichtring aufnehmenden, inneren Umfangsnut ausgestattet sein können, kann in bevorzugter Ausführung vorgesehen sein, dass zumindest im Bereich der am Innenumfang des einen Endes der Mutter angeordneten Ringfläche eine solche, einen Dichtring aufnehmende Umfangsnut vorgesehen ist. Folglich ist jedenfalls an der äußeren Verbindungsstelle des kreistonnenförmigen Abschnittes des ersten Leitungsabschnittes eine verbesserte Dichtigkeit sichergestellt.

Hinsichtlich einer einfachen Montage der erfindungsgemäßen Gelenkleitung kann zweckmäßigerweise ferner vorgesehen sein, dass sowohl der zweite Leitungsabschnitt als auch die Mutter an ihrem Außenumfang zumindest abschnittsweise mit einem Mehrkantprofil, insbesondere mit einem Sechskantprofil, versehen sind.

Wie bereits angedeutet, kann die erfindungsgemäße Gelenkleitung vorzugsweise eine Mehrzahl an ersten und zweiten Leitungsabschnitten umfassen, welche je nach gewünschtem Leitungsverlauf dieselbe oder auch unterschiedliche Längen aufweisen können. Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht in diesem Zusammenhang vor, dass der erste Leitungsabschnitt an seinem anderen, dem mit dem am Außenumfang angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt versehenen Ende entgegengesetzten, Ende mit einem Befestigungsabschnitt zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist, Dementsprechend sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung des Weiteren vor, dass der zweite Leitungsabschnitt an seinem anderen, dem mit der am Innenumfang angeordneten Ringfläche versehenen Ende entgegengesetzten, Ende mit einem Befestigungsabschnitt zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist. Folglich lässt sich sowohl der erste als auch der zweite Leitungsabschnitt an seinem jeweiligen zweiten Ende (d. h. demjenigen Ende, welches entgegengesetzt der gelenkigen Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Leitungsabschnitt angeordnet ist) mit einem weiteren Leitungsabschnitt oder auch beispielsweise anderen Elementen, wie einer Düse, einem Arbeitsgerät etc., z. B. starr, verbinden.

Im Falle einer Gelenkleitung mit mehreren gelenkig miteinander verbundenen ersten und zweiten Leitungsabschnitten, d. h. mit mehreren ”Gelenken”, kann in bevorzugter Ausführung vorgesehen sein, dass

  • – an dem Befestigungsabschnitt wenigstens eines ersten Leitungsabschnittes ein Befestigungsabschnitt wenigstens eines weiteren, zweiten Leitungsabschnittes
    und/oder
  • – an dem Befestigungsabschnitt wenigstens eines zweiten Leitungsabschnittes ein Befestigungsabschnitt wenigstens eines weiteren, ersten Leitungsabschnittes
festgelegt ist. Folglich können die jeweiligen ersten und zweiten Leitungsabschnitte an ihren jeweiligen zweiten Enden (d. h. an denjenigen Ende, welche entgegengesetzt der gelenkigen Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Leitungsabschnitt angeordnet sind) wiederum mit einem zweiten bzw. einem ersten Leitungsabschnitt verbunden sein, an deren den Befestigungsabschnitten entgegengesetzten Enden folglich wiederum eine innere Ringfläche bzw. ein äußerer kreistonnenförmiger Abschnitt angeordnet ist, über welche sie in der vorstehend erläuterten Weise mit je einem zusätzlichen weiteren ersten bzw. zweiten Leitungsabschnitt mithilfe der Mutter gelenkig verbunden sein können usw.

Bei einer solchen Ausgestaltung kann der Befestigungsabschnitt des ersten Leitungsabschnittes beispielsweise ein Gewinde, insbesondere ein Innengewinde, und der Befestigungsabschnitt des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes ebenfalls ein Gewinde, insbesondere ein Außengewinde, aufweisen, um den ersten Leitungsabschnitt mit dem weiteren, zweiten Leitungsabschnitt (bzw. den zweiten Leitungsabschnitt mit dem weiteren, ersten Leitungsabschnitt) zu verschrauben. Um für eine größtmögliche Dichtigkeit zu sorgen, ist es möglich, dass die miteinander verschraubten Gewinde des ersten Leitungsabschnittes und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (bzw. des zweiten Leitungsabschnittes und des weiteren, ersten Leitungsabschnittes) ferner miteinander verklebt sind, was durch Auftragen eines Klebers vor dem Verschrauben der beiden Gewinde aneinander und anschließendes Aushärten des Klebers, wenn die Gewinde aneinander verschraubt worden sind, geschehen kann.

Stattdessen ist es auch möglich, dass sowohl der Befestigungsabschnitt des ersten Leitungsabschnittes als auch der des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (bzw. des zweiten Leitungsabschnittes und des weiteren, ersten Leitungsabschnittes) je einen Zylinderabschnitt aufweist, welche miteinander verpresst sind. Wenigstens eine oder insbesondere beide der im verpressten Montagezustand einander anliegenden Mantelflächen solcher Zylinderabschnitte können dabei mit geeigneten Oberflächenkonturen, wie Vorsprüngen, Vertiefungen etc., versehen sein, um im verpressten Zustand dauerhaften einem hohen Innendruck standhalten zu können.

Darüber hinaus kann es auch im Falle einer solchen Pressverbindung zweckmäßig sein, wenn zumindest der innere Zylinderabschnitt der miteinander verpressten Zylinderabschnitte des ersten Leitungsabschnittes und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes (bzw. des zweiten Leitungsabschnittes und des weiteren, ersten Leitungsabschnittes) wenigstens eine Umfangsnut aufweist, welche insbesondere zur Aufnahme eines Klebers dient, bevor die beiden Zylinderabschnitte miteinander verpresst werden. Demnach sieht eine vorteilhafte Ausführung einer derartigen Pressverbindung vor, dass die miteinander verpressten Zylinderabschnitte des ersten Leitungsabschnittes und des weiteren, zweiten Leitungsabschnittes ferner miteinander verklebt sind.

Wie bereits erwähnt, kann eine erfindungsgemäße Gelenkleitung nur ein, aber insbesondere auch mehrere ”Gelenke” umfassen, wobei sie im letztgenannten Fall insbesondere eine Mehrzahl an ersten und zweiten Leitungsabschnitten aufweist, welche an ihren einen Enden (d. h. an ihren mit dem äußeren kreistonnenförmigen Abschnitt bzw. mit der inneren Ringfläche versehenen Enden) einerseits mittels je einer Mutter miteinander verbunden sind, während die andererseits an ihren anderen, entgegengesetzten Enden, gegebenenfalls unter zusätzlichem Einsatz von Klebern, miteinander verschraubt oder verpresst sind.

Die erfindungsgemäße Gelenkleitung weist in jedem Fall eine gegenüber dem Stand der Technik erheblich verbesserte Druckfestigkeit auf, welche wenigstens 100 bar, insbesondere wenigstens 150 bar, betragen kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Dabei zeigen:

1 eine Seitenansicht eines mittels einer Mutter an dem kreistonnenförmigen Abschnitt eines ersten Leitungsabschnittes verspannten zweiten Leitungsabschnitt, wobei an dem dem kreistonnenförmigen Abschnitt entgegengesetzten Ende des ersten Leitungsabschnittes ein weiterer zweiter Leitungsabschnitt mit dessen seiner inneren Ringfläche entgegengesetztem Ende starr festgelegt ist, in Explosionsdarstellung;

2 eine der Seitenansicht gemäß 1 entsprechende Schnittansicht derselben Ausführungsform in Explosionsdarstellung;

3 eine der 2 entsprechende Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform in Explosionsdarstellung;

4 eine der 2 entsprechende Schnittansicht der Ausführungsform gemäß 1 und 2 im montierten Zustand der Leitungsabschnitte und der Mutter; und

5 eine Detailansicht des Ausschnittes V gemäß 4 der in 1 und 2 gezeigten Ausführungsform.

In 1 und 2 ist ein Abschnitt einer im Übrigen nicht gänzlich dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gelenkleitung in Seitenansicht (1) bzw. in entsprechender Schnittansicht (2), jeweils in Explosionsdarstellung wiedergegeben. Wie aus 1 und 2 ersichtlich, umfasst die Gelenkleitung einen (bzw. insbesondere mehrere) erste(n) Leitungsabschnitt(e) (1), welcher mit einer axialen Durchgangsbohrung (2) (siehe 2) zum Durchfluss eines Druckfluides versehen ist. Der erste Leitungsabschnitt 1 weist am Außenumfang seines einen, in den Figuren rechten Endes einen kreistonnenförmigen Abschnitt 3 auf, dessen Symmetrieachse mit seiner Längsmittelachse zusammenfällt. An seinem anderen, dem kreistonnenförmige Abschnitt 3 entgegengesetzten, in den Figuren linken Ende besitzt der erste Leitungsabschnitt 1 einen Leitungsstutzen 4, welcher beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine im Wesentlichen kreiszylindrische Form aufweist und sich unmittelbar an den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 anschließt.

Der kreistonnenförmigen Abschnitt 1 des ersten Leitungsabschnittes 1 bildet die ”Gelenkkugel” einer gelenkigen Verbindung desselben mit einem zweiten Leitungsabschnitt 5, welcher – wie insbesondere aus 2 ersichtlich – seinerseits mit einer axialen Durchgangsbohrung 6 versehen ist, welche mit derjenigen 2 des ersten Leitungsabschnittes 2 fluchtet und sich in Richtung seines einen, dem ersten Leitungsabschnitt 1 zugewandten, in den Figuren linken Endes radial aufweitet. Wie auch den 4 und 5 zu entnehmen ist, weist der zweite Leitungsabschnitt 5 am Innenumfang seines einen (linken) Endes, d. h. im Bereich des äußeren Endes der radial aufgeweiteten Durchgangsbohrung 6, eine Ringfläche 7 auf, welche etwa komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 ausgestaltet ist und deren Innendurchmesser sich von außen nach innen verjüngt. Der Krümmungsradius der konvexen Außenfläche des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 entspricht folglich im Wesentlichen dem Krümmungsradius der inneren Ringfläche 7, wobei der maximale, äußere (linke) Innendurchmesser der Ringfläche 7 des zweiten Leitungsabschnittes 5 kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 des ersten Leitungsabschnittes 1, so dass die Ringfläche 7 auf diese Weise als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 zu wirken vermag, wenn sie axial (in den Figuren von rechts nach links) gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 angedrückt wird. An seinem einen, mit der innenseitigen Ringfläche 7 versehenen (linken) Ende ist der zweite Leitungsabschnitt 5 ferner mit einem Außengewinde 8 ausgestattet, welches, wie im nachfolgenden Absatz noch näher erläutert, zum Festlegen desselben an dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 mittels einer Mutter 11 dient. An seinem anderen, der innenseitigen Ringfläche 7 entgegengesetzten, in den Figuren rechten Ende besitzt der zweite Leitungsabschnitt 5 einen Leitungsstutzen 9, welcher beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wiederum eine im Wesentlichen kreiszylindrische Form aufweist und zumindest an einem Abschnitt desselben – hier an seinem Mittelabschnitt – mit einem äußeren Mehrkantprofil 10, beispielsweise einem Sechskantprofil, ausgestattet ist, um den Angriff von Werkzeugen, wie Schraubenschlüsseln, zu ermöglichen und den zweiten Leitungsabschnitt 5 mittels der Mutter 11 an dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 zu verspannen.

Wie bereits angedeutet, umfasst die Gelenkleitung ferner einer Mutter 11, welche zum Festlegen des zweiten Leitungsabschnittes 5 an dem ersten Leitungsabschnitt 1 dient. Wie insbesondere den 2, 4 und 5 zu entnehmen ist, besitzt die Mutter 11 eine am Innenumfang ihres einen, dem zweiten Leitungsabschnitt 5 abgewandten, in den Figuren linken Endes eine Ringfläche 12, welche – ähnlich wie die innere Ringfläche 7 des zweiten Leitungsabschnittes 5 – im Wesentlichen komplementär zu dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 ausgebildet ist und deren Innendurchmesser sich gleichfalls von außen nach innen (in den Figuren von links nach rechts) verjüngt, um ihrerseits als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 zu dienen. Der Krümmungsradius der konvexen Außenfläche des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 entspricht folglich im Wesentlichen dem Krümmungsradius der inneren Ringfläche 12, wobei der äußere (linke) Innendurchmesser der Ringfläche 12 der Mutter 11 kleiner ist als der maximale Außendurchmesser des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 des ersten Leitungsabschnittes 1, so dass die Ringfläche 12 auf diese Weise als Dichtfläche gegen die Außenseite des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 zu wirken vermag, wenn sie axial (in den Figuren von links nach rechts) gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 angedrückt wird. Am Innenumfang ihres anderen, dem mit der innenseitigen Ringfläche 12 versehenen Ende entgegengesetzten, in den Figuren rechten Endes weist die Mutter 11 ein Innengewinde 13 auf, welches zu dem Außengewinde 8 des zweiten Leitungsabschnittes 5 komplementär ist, um die Mutter 11 mit dem zweiten Leitungsabschnitt 2 verschrauben zu können. Der Außenumfang der Mutter 11 ist zu diesem Zweck seinerseits mit einem Mehrkantprofil 14, wie beispielsweise einem Sechskantprofil versehen.

Wie insbesondere aus den 4 und 5 hervorgeht, sind der erste Leitungsabschnitt 1 und der zweite Leitungsabschnitt 5 durch Anziehen der Mutter 8 gegen den zweiten Leitungsabschnitt 5, d. h. durch Verschrauben des Innengewindes 13 der Mutter 11 mit dem Außengewinde 8 des zweiten Leitungsabschnittes 5 unter Zwischenanordnung des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 des ersten Leitungsabschnittes 1, unter einem gewünschten Winkel zueinander fixierbar, indem die Längsmittelachse der aus dem mit der Mutter 11 zunächst nur lose verschraubten zweiten Leitungsabschnitt 5 gebildeten Einheit vor dem endgültigen Festschrauben aneinander unter dem gewünschten Winkel in Bezug auf die Längsmittelachse des ersten Leitungsabschnittes 1 angeordnet wird, wobei sie entlang der Oberfläche der kreistonnenförmigen verschwenkt werden kann. Ist der gewünschte Winkel erreicht (in den Figuren ist lediglich ein Winkel von 0° dargestellt, d. h. die Längsmittelachse des ersten Leitungsabschnittes 1 fluchtet mit den des zweiten Leitungsabschnittes 5 und der Mutter 11), wird die Mutter 11 endgültig gegen den zweiten Leitungsabschnitt 5 angezogen, so dass die Ringfläche 12 der Mutter 11 sowie die Ringfläche 7 des zweiten Leitungsabschnittes 5 von entgegengesetzten Seiten gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 angedrückt werden und jeweils als Dichtfläche gegen letzteren dienen.

Um die Dichtigkeit einer solchen Verbindung zu erhöhen und der Gelenkleitung eine Druckfestigkeit von über etwa 100 bar oder vorzugsweise gar über etwa 150 bar zu verliehen, sind erfindungsgemäß verschiedene Maßnahmen getroffen. So ist zum Einen, wie den 2, 4 und 5 zu entnehmen ist, im Bereich der am Innenumfang des einen, dem zweiten Leitungsabschnitt 5 abgewandten, in den Figuren linken Endes der Mutter 11 angeordneten Ringfläche 12 eine den Innenquerschnitt dieser Ringfläche 12 lokal erweiternde Umfangsnut 15 angeordnet, welche einen Dichtring 16 aufnimmt, welcher die Ringfläche 12 der Mutter 11 zusätzlich zu deren Ringfläche 12 gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 abdichtet. Die Umfangsnut 15 kann dabei vorzugsweise an einem solchen axialen Bereich der Mutter 11 angeordnet sein, dass sie die Ringfläche 12 an einem axialen Ende derselben begrenzt, so dass zwei in Axialrichtung nebeneinander angeordnete Dichtungsbereiche geschaffen sind, nämlich einerseits die gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 anliegende Ringfläche 12 der Mutter 11, andererseits deren in ihre innere Umfangsnut 15 eingebrachter Dichtring 16. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel begrenzt die den Dichtring 16 aufnehmende Umfangsnut 15 die Ringfläche 12 der Mutter 11 am inneren Ende dieser Ringfläche (d. h. an der dem einen, in den Figuren linken Ende der Mutter entgegengesetzten Ende der Ringfläche 12), so dass der Dichtring 16 beim Anpressen der Mutter 11 gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 anlässlich des Verschraubens der Mutter 11 mit dem zweiten Leitungsabschnitt 5 unter Andruck gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 komprimiert wird, wenn die Ringfläche 12 der Mutter 11 an dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 zur Anlage gelangt. Zu diesem Zweck ist der Dichtring 16 zweckmäßig aus einem nachgiebigen, insbesondere elastischen Material, wie beispielsweise Gummi, gefertigt und übertrifft sein Querschnitt vorzugsweise den der Umfangsnut 15.

Wie lediglich in den 4 und 5 strichliniert angedeutet ist, kann alternativ oder zusätzlich zu dem in die Umfangsnut 15 der Mutter 11 eingebrachten Dichtring 16 auch der zweite Leitungsabschnitt 5 mit einer entsprechenden Umfangsnut 17 im Bereich der am Innenumfang seines einen, dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 zugewandten, in den Figuren linken Endes angeordneten Ringfläche 7 ausgestattet sein, wobei die Umfangsnut 17 gleichfalls zur Aufnahme eines Dichtrings 18 dient. Hinsichtlich des Materials eines solchen Dichtrings 18 und seines Querschnittes sowie seiner axialen Anordnung in Bezug auf die Ringfläche 7 (hier: wiederum an deren innerem Ende) gilt das oben in Bezug auf den Dichtring 16 der Mutter gesagte.

Zum anderen ist zur Erhöhung der Dichtigkeit einer solchen Verbindung vorgesehen, dass zumindest der kreistonnenförmige Abschnitt 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 aus einem anderen Material gefertigt ist als die hierzu komplementären, zur Abdichtung gegen den kreistonnenförmigen Abschnitt 3 vorgesehenen Ringflächen 7, 12 des zweiten Leitungsabschnittes 5 bzw. der Mutter 11, wobei das Material des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 eine um wenigstens 10 HV verschiedene, vorzugsweise geringere, Vickers-Härte aufweist als das Material der Ringflächen 7, 12 des zweiten Leitungsstückes 5 bzw. der Mutter 11 bzw. – sofern das zweite Leitungsstück 5 und die Mutter 11, wie beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der Fall, einstückig gefertigt sind – als das Material des zweiten Leitungsabschnittes 5 bzw. der Mutter 11 insgesamt.

Als weicheres Material des kreistonnenförmigen Abschnittes 3 des ersten Leitungsabschnittes 1 kommen beispielsweise korrosionsbeständige Kupfer-/Zinklegierungen (Cu/Zn, Messing) in Betracht, welche gegebenenfalls mit geringen Anteilen an weiteren Legierungsbestandteilen versetzt sein können, wie z. B. Blei (Pb) oder dergleichen. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Legierung enthält ca. 58 bis 63 Mass.-% Kupfer (Cu), ca. 34 bis 40 Mass.-% Zink (Zn) und ca. 1,5 bis 2,5 Mass.-% Blei (Pb). Als weitere Legierungsbestandteile können beispielsweise Nickel (Ni), Eisen (Fe), Zinn (Sn) und/oder Aluminium (Al), jeweils mit einem Anteil von kleiner 0,5 Mass.-% vorgesehen sein. Die Vickers-Härte beträgt je nach Legierungsanteilen zwischen etwa 80 und etwa 120 HV. Als Materialien des zweiten Leitungsabschnittes 5 und der Mutter 11 einschließlich deren Ringflächen 7, 12 kommen in diesem Fall beispielsweise korrosionsfeste Stähle mit einer demgegenüber um wenigstens 10 HV, vorzugsweise um wenigstens 20 HV und insbesondere um wenigstens 30 HV, höheren Härte in Betracht, wobei lediglich exemplarisch ein Stahl erwähnt sei, welcher neben Eisen (Fe) etwa 0,08 Mass.-% Kohlenstoff (C), 1,1 Mass.-% Mangan (Mn), 0,07 Mass.-% Phosphor (P), 0,3 Mass.-% Schwefel (S), 9,25 Mass.-% Blei (Pb) und gegebenenfalls Silicium (Si) in einem Anteil von kleiner 0,05 Mass.-% enthält und je nach Bearbeitung eine Vickers-Härte von etwa 115 bis etwa 170 HV besitzt. Der erste Leitungsabschnitt 1 kann im Übrigen einstückig gefertigt sein, oder sein – weicherer – kreistonnenförmiger Abschnitt 3 ist an den aus einem anderen Material gefertigten Leitungsstutzen 4 angefügt, beispielsweise mit diesem verschweißt, wobei in letzterem Fall das Material des Leitungsstutzens 4 des ersten Leitungsabschnittes 1 insbesondere dem Material des zweiten Leitungsabschnittes 5 sowie der Mutter 11 entsprechen kann.

Die Gelenkleitung, welche – wie weiter oben erwähnt – in ihrer Gesamtheit nicht zeichnerisch wiedergegeben ist – kann selbstverständlich eine Mehrzahl an ersten 1 und zweiten Leitungsabschnitten 5 aufweisen, welche an ihren einen Enden jeweils mittels je einer Mutter 11 auf die vorstehend beschriebene Weise unter einem gewünschten Winkel miteinander verbunden sind. Dabei können die ersten 1 und zweiten Leitungsabschnittes 5 je nach gewünschtem Leitungsverlauf von identischem oder auch verschiedenem Aufbau sein, wobei sie in letzterem Fall insbesondere eine unterschiedliche axiale Länge aufweisen können, indem beispielsweise ihr Leitungsstutzen 4, 9 unterschiedlich lang ausgebildet sein kann.

Wie wiederum aus 1, 2 und 4 ersichtlich, kann bei einer solchen Gelenkleitung vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der erste Leitungsabschnitt 1 an seinem anderen (dem mit der an seinem Außenumfang angeordneten kreistonnenförmigen Abschnitt 3 versehenen Ende entgegengesetzten und in den Figuren linken) Ende mit einem Befestigungsabschnitt 19 zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist, während der zweite Leitungsabschnitt 5 an seinem anderen (dem mit der an seinem Innenumfang angeordneten Ringfläche 7 versehenen Ende entgegengesetzten und in den Zeichnungen linken) Ende seinerseits mit einem Befestigungsabschnitt 20 zum Festlegen eines weiteren Leitungsabschnittes versehen ist. In den 1, 2 und 4 ist dies exemplarisch anhand des ganz links gezeigten, weiteren Leitungsabschnittes 5 gezeigt, welcher im vorliegenden Fall dem in 1, 2 und 4 ganz rechts gezeigten zweiten Leitungsabschnitt 5 identisch entspricht und an seinem an seinem Leitungsstutzen 9 angeordneten Befestigungsabschnitt 20 starr mit dem an dem Leitungsstutzen 9 des ersten Leitungsabschnittes 1 angeordneten Befestigungsabschnitt 19 verbunden werden kann. Während der Befestigungsabschnitt 19 des ersten Leitungsabschnittes 1 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Innengewinde 21 aufweist (siehe 2), weist der Befestigungsabschnitt 20 des weiteren zweiten Leitungsabschnittes 5 ein hierzu komplementäres Außengewinde 22 auf (siehe ebenfalls 2), um den ersten 1 mit dem weiteren zweiten Leitungsabschnitt 5 zu verschrauben (siehe 1 und 4, bei welchen der erste 1 mit dem zweiten Leitungsabschnitt 5 bereits verschraubt worden ist). Beim Verschrauben sollte freilich darauf geachtet werden, dass zuvor die Mutter 11 derart, dass ihre innere Ringfläche 12 mit dem kreistonnenförmigen Abschnitt 3 des ersten Leitungselementes 1 in Anlage gebracht werden kann, lose auf die mit den Befestigungsabschnitten 19, 20 versehene Leitungsstutzen 4, 9 aufgebracht wird, so dass sie unverlierbar zwischen dem ersten 1 und dem (in den Figuren linken) weiteren zweiten Leitungsabschnitt 5 gehalten ist, um sie hernach gegen den (in den Figuren rechten) zweiten Leitungsabschnitt 5 verschrauben zu können. Um für eine größtmögliche Dichtigkeit der Schraubverbindung 21, 22 des ersten 1 mit dem weiteren zweiten Leitungsabschnitt 5 an ihren Befestigungsabschnitten 19, 20 zu sorgen, kann diese zusätzlich verklebt sein, was mittels Aufbringen eines geeigneten Klebers auf wenigstens eines der Gewinde 21, 22 vor dem Verschrauben geschehen kann. Derartige, zum dauerhaften Sichern und Abdichten von Schraubverbindungen geeignete Kleber sind bekannt, wobei beispielhaft auf einen unter dem Handelsnamen ”LOCTITE®” der Henkel KGaA kommerziell erhältlichen Kleber verwiesen sei.

Der in den Figuren links gezeigte, weitere zweite Leitungsabschnitt 5 kann an seinem linken Ende wiederum auf die weiter oben erläuterte Weise gelenkig mit einem weiteren ersten Leitungsabschnitt 1 (nicht gezeigt) verbunden sein usw. Entsprechend kann der in den Figuren rechte zweite Leitungsabschnitt 5 an seinem rechten Ende wiederum starr mit einem weiteren ersten Leitungsabschnitt 1 (ebenfalls nicht gezeigt) verbunden sein usw., je nach dem, wie viele erste 1 und zweite Leitungsabschnitte 5 die Gelenkleitung umfassen soll.

Der in 3 dargestellte Ausschnitt einer Gelenkleitung unterscheidet sich von dem gemäß 1, 2, 4 und 5 schließlich lediglich in der Art der starren Verbindung des ersten Leitungsabschnittes 1 mit dem weiteren zweiten Leitungsabschnitt 5 (in 3 links), wobei die Befestigungsabschnitte 19, 20 nicht mit Gewinden versehen sind, sondern jeweils in Form eines Zylinderabschnittes 23, 24 ausgebildet sind, welche miteinander verpresst werden können, um gleichfalls für eine starre, dichte Verbindung des ersten Leitungsabschnittes 1 mit dem weiteren zweiten Leitungsabschnitt 5 zu sorgen. Der jeweils innere Zylinderabschnitt einer solchen Pressverbindung – beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der Zylinderabschnitt 24 des zweiten Leitungsabschnittes 5 – kann in diesem Fall mit einer oder mehreren Umfangsnut(en) 25 ausgestaltet sein, welche vornehmlich zur Aufnahme eines Klebers dienen kann, um die miteinander verpressten Zylinderabschnitte unter maximaler Dichtigkeit zusätzlich miteinander zu verkleben. Als möglicher Kleber kommt beispielsweise ein solcher gemäß der oben erwähnten, verklebten Gewindeverbindung in Betracht.