Title:
Vorrichtung zum Melden einer Funkzugangstechnologiefähigkeit
Kind Code:
U1


Abstract:

Kommunikationsvorrichtung (20) eines drahtlosen Kommunikationssystems (10), das dem 3GPP-Standard zum Melden der Funkzugangstechnologie- bzw. RAT-Fähigkeit (RAT = Radio Access Technology) genügt, wobei die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum Empfangen einer ersten NAS-Nachricht (NAS = Non-Access Stratum), die die Fähigkeit einer ersten Funkzugangstechnologie bzw. RAT über eine zweite RAT (410) aus einem Netzwerk der zweiten RAT anfordert; und gekennzeichnet durch:
Mittel zum Senden einer zweiten NAS-Nachricht einschließlich der Fähigkeitsinformation, die mit der ersten RAT assoziiert ist, über die zweite RAT ansprechend auf die erste NAS-Nachricht (420) an das Netzwerk der zweiten RAT, wobei die erste NAS-Nachricht und die zweite NAS-Nachricht zu einer paketvermittelten Domäne gehören.




Application Number:
DE202009018234
Publication Date:
05/19/2011
Filing Date:
12/11/2009
Assignee:
HTC CORPORATION (Taoyuan, TW)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538, München, DE
Claims:
1. Kommunikationsvorrichtung (20) eines drahtlosen Kommunikationssystems (10), das dem 3GPP-Standard zum Melden der Funkzugangstechnologie- bzw. RAT-Fähigkeit (RAT = Radio Access Technology) genügt, wobei die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum Empfangen einer ersten NAS-Nachricht (NAS = Non-Access Stratum), die die Fähigkeit einer ersten Funkzugangstechnologie bzw. RAT über eine zweite RAT (410) aus einem Netzwerk der zweiten RAT anfordert; und gekennzeichnet durch:
Mittel zum Senden einer zweiten NAS-Nachricht einschließlich der Fähigkeitsinformation, die mit der ersten RAT assoziiert ist, über die zweite RAT ansprechend auf die erste NAS-Nachricht (420) an das Netzwerk der zweiten RAT, wobei die erste NAS-Nachricht und die zweite NAS-Nachricht zu einer paketvermittelten Domäne gehören.

2. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste NAS-Nachricht ein Informationselement mit der angeforderten Mobilstationsinformation bzw. ein „Requested MS Information”-Informationselement aufweist und das „Requested MS Information”-Informationselement einen vorbestimmtes Bit aufweist, das auf einen vorbestimmten Wert eingestellt ist.

3. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das vorbestimmte Bit ein I-RAT-Bit oder eines von drei Reservebits ist und der vorbestimmte Wert 1 ist.

4. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite NAS-Nachricht eine ATTACH COMPLETE Nachricht ist, wenn die erste NAS-Nachricht eine ATTACH ACCEPT Nachricht ist, oder eine ROUTING AREA UPDATE COMPLETE Nachricht ist, wenn die erste Nachricht eine ROUTING AREA UPDATE ACCEPT Nachricht ist.

5. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeitsinformation, die mit der ersten RAT assoziiert ist, eine UECapabilityInformation-Nachricht oder ein Informationselement über die E-UTRA-Fähigkeit des Teilnehmerendgeräts bzw. UE (UE = User Equipment) aufweist.

6. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeitsinformation eine Informationselementidentität, ein Längenanzeigefeld und einen Wertteil aufweist, und/oder wobei die zweite NAS-Nachricht eine ATTACH COMPLETE Nachricht ist, wenn die erste NAS-Nachricht eine ATTACH ACCEPT Nachricht ist, oder eine ROUTING AREA UPDATE COMPLETE Nachricht ist, wenn die erste Nachricht eine ROUTING AREA UPDATE ACCEPT Nachricht ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Melden einer Funkzugangstechnologie bzw. RAT-Fähigkeit (RAT = Radio Access Technology) in einem drahtlosen bzw. Funkkommunikationssystem.

Ein LTE-System (LTE = Long-Term Evolution), welches durch das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) initiiert wurde, wird jetzt als eine weiterentwickelte 3G (dritte Generation) Funkschnittstellen- und Funknetzwerkarchitektur angesehen, die hohe Datenraten, eine niedrige Latenz, eine Datenpaketoptimierung und eine verbesserte Systemleistungsfähigkeit und -abdeckung vorsieht. In dem LTE-System umfasst ein weiterentwickeltes, universelles, landgestütztes Funkzugangsnetzwerk (E-UTRAN = Evolved Universal Terrestrial Radio Access Network) eine Vielzahl von weiterentwickelten Basisstationen bzw. eNBs (eNBs = evolved Node-Bs) und kommuniziert mit einer Vielzahl von mobilen Endgeräten, die auch als Teilnehmerendgeräte bzw. UEs (UE = User Equipment) bezeichnet werden.

Ein UE, das mit einer Mehrmodusfähigkeit ausgestattet ist, unterstützt Funkzugangstechnologien bzw. RATs (RATs = Radio Access Technologies) zusätzlich zu der LTE-Funkzugangstechnologie und besitzt entsprechende Informationen zu der Funkzugangstechnologiefähigkeiten. Eine Übertragungsprozedur der UE-Fähigkeiten, die in dem LTE-System verwendet wird, ermöglicht es dem UE die Informationen der Funkzugangstechnologiefähigkeiten an das E-UTRAN durch Senden einer UECapibilityInformation-Nachricht bzw. einer Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des Teilnehmerendgeräts zu melden. Mit der Information der RAT-Fähigkeiten führt das E-UTRAN eine Ressourcen/Mobilitäts-Management für das UE aus, wobei beispielsweise eine Übergabe zwischen Funkzugangstechnologien bzw. ein inter-RAT-Handover initiiert wird.

Wenn ein UE, das das LTE unterstützt, andere Funkzugangstechnologien verwendet, beispielsweise GSM (Global System for Mobile Communications) oder UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems), kann es erforderlich sein, dass das UE seine LTE-Fähigkeit an das entsprechende Funkzugangsnetzwerk, wie beispielsweise ein GERAN (GSM/EDGE Radio Access Network) oder ein UTRAN (UMTS Terrestrial Radio Access Network), meldet. Gemäß dem Stand der Technik muss das UE ebenfalls die oben erwähnte UECapibilityInformation-Nachricht senden, die es ermöglicht, die Fähigkeiten der verschiedenen Funkzugangstechnologien einschließlich des GSM/UMTS/LTE/CDMA2000 (CDMA = Code Division Multiple Access 2000) zu umfassen. Das UE kann stets die UECapibilityInformation-Nachricht einschließlich des LTE und der anderen Funkzugangstechnologien senden, was zu einer erheblichen Größe der UECapibilityInformation-Nachricht führt. Zusätzlich ist die Information zu den Fähigkeiten der anderen Funkzugangstechnologien außer dem LTE in der UECapibilityInformation-Nachricht nicht erforderlich, wenn die Fähigkeiten der anderen Funkzugangstechnologien gerade durch eine andere Prozedur/Nachricht gemeldet wurden.

Beispielsweise wird die UECapibilityInformation-Nachricht durch ein UE gesendet, welches auf ein UTRAN zugreift, um die LTE-, CDMA2000- und UMTS-Fähigkeiten zu melden. Es wird jedoch kein Interworking bzw. keine Übertragungszusammenarbeit zwischen dem UTRAN und dem CDMA2000 spezifiziert. Auf diese Weise ist die Information zu der CDMA2000-Fähigkeit nicht erforderlich. Zusätzlich hat das UMTS eine Übertragungsprozedur der UE-Fähigkeiten spezifiziert, so dass das UE die GERAN/UMTS-Fähigkeiten meldet. In dieser Situation ist die Information zur UMTS-Fähigkeit in der UECapibilityInformation-Nachricht nicht erforderlich. In dem UMTS-System ist das UE imstande, sämtliche unterstützten Funkzugangstechnoligiefähigkeiten durch eine Nachricht über den Abschluss des RRC-Verbindungsaufbaus (RRC = Radio Resource Control) bzw. RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht der RRC-Verbindungsaufbauprozedur zu melden. In dem Stand der Technik kann die RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht die Information zu den GERAN/UMTS-Fähigkeiten umfassen und die UECapibilityInformation-Nachricht kann ebenfalls die Information zu den GERAN/UMTS-Fähigkeiten zusätzlich zu der Information zu der LTE-Fähigkeit umfassen. Wie erkannt werden kann, findet eine Duplizierung der Information zu der GERAN/UMTS-Fähigkeit statt, was zu einem großen Umfang der RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht führt. Dies verschlechtert bzw. verzögert die Vollendung der RRC-Verbindungsaufbauprozedur und verschlechtert damit die Systemleistungsfähigkeit.

Darüber hinaus spezifiziert der Stand der Technik nicht, wie das UE die E-UTRA-Fähigkeit an ein Kernnetzwerk meldet, welches mit dem UE auf einer NAS-Ebene (NAS = Non-Access Stratum) kommuniziert. Ohne die E-UTRA-Fähigkeit kann das Kernnetzwerk keine Übergabe des UE initiieren, wenn das UE nur die Paketvermittlungsdomäne unterstützt. Wenn ein UE nur GPRS (General Packet Radio Service) unterstützt und nicht GSM (für CS-Dienste) unterstützt, kann kein Übergang von dem GERAN zu dem E-UTRAN für das UE initiiert werden, da das UE die NAS-Nachrichten nicht verwenden kann, um die E-UTRAN-Fähigkeit an ein SGSN (Serving GPRS Support Node) zu senden.

Dies berücksichtigend, zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, eine Vorrichtung vorzusehen, um die Funkzugangsfähigkeiten in einem drahtlosen Kommunikationssystem zu melden, um nicht erforderliche Fähigkeitsmeldungen zu beseitigen und um ein Kernnetzwerk mit Fähigkeitsinformationen für die Handover- bzw. Übergangsvorbereitung zu versorgen.

Dies wird durch eine Vorrichtung zum Melden der Funkzugangsfähigkeiten in einem drahtlosen Kommunikationssystem gemäß Anspruch 1 erreicht. Die abhängigen Ansprüche betreffen entsprechende Weiterentwicklungen und Verbesserungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein schematisches Schaubild eines drahtlosen Kommunikationssystems.

2 ist ein schematisches Schaubild einer Kommunikationseinrichtung gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

3 ist ein Flussdiagramm eines Prozesses gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

4 ist ein Flussdiagramm eines Prozesses gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

5 stellt ein Beispiel eines Übertragungsformats dar, das die E-UTRA-Fähigkeit umfasst.

6 ist ein Beispiel der NAS-Nachricht zum Melden der E-UTRA-Fähigkeit.

7 ist ein Beispiel der NAS-Nachricht zum Melden der E-UTRA-Fähigkeit.

Es sei auf 1 Bezug genommen, welche ein schematisches Schaubild eines drahtlosen Kommunikationssystems 10 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Kurz gesagt umfasst das drahtlose Kommunikationssystem 10 ein Kernnetzwerk 12, ein Funkzugangsnetzwerk 14 und eine Vielzahl von mobilen Vorrichtungen. Das Funkzugangsnetzwerk 14 kann ein Netzwerk der zweiten Generation (2G = Second Generation), z. B. ein GERAN (GSM/EDGE Radio Access Network) oder ein Netzwerk der dritten Generation (3G) außer einem weiterentwickelten 3G-Netzwerk, z. B. ein UTRAN (UMTS Radio Access Network) sein. Das weiterentwickelte 3G-Netzwerk kann als ein LTE-Netzwerk oder ein Netzwerk einer weiteren Veröffentlichungsversion betrachtet werden. Die mobilen Vorrichtungen können Mobiltelefone, Computersysteme etc. sein, die mehrere Funkzugangstechnologien bzw. Multi-RATs (RATs = Radio Access Technologies) unterstützten, und zwar einschließlich GSM/GPRS (General Packet Radio Service)/UMTS/LTE (Long Term Evolution). Da die mobilen Vorrichtungen mehrere Funkzugangstechnologien unterstützen wird die Information zu den Fähigkeiten, die mit den unterstützten Funkzugangstechnologien verbunden ist, in den mobilen Vorrichtungen gespeichert. Die Information zu den Fähigkeiten kann an das Funkzugangsnetzwerk 14 oder das Kernnetzwerk 12 für Ressourcen/inter-RAT-Regelungen gemeldet werden. Die mobile Vorrichtung kommuniziert mit dem Kernnetzwerk 12 über NAS-Nachrichten (NAS = Non-Access Stratum) und kommuniziert mit dem Funkzugangsnetzwerk 14 über RRC-Nachrichten (RRC = Radio Resource Control).

Es sei auf 2 Bezug genommen, welche ein schematisches Schaubild einer Kommunikationsvorrichtung 20 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Die Kommunikationsvorrichtung 20 kann die mobile Vorrichtung sein, die in 1 gezeigt ist, und umfasst einen Prozessor 200, ein computerlesbares Aufzeichnungsmedium 210 und eine Kommunikationsschnittstelleneinheit 220. Das computerlesbare Aufzeichnungsmedium 210 ist irgendeine Datenspeichervorrichtung, die Programmcodes 214 umfasst, die in der Folge durch den Prozessor 200 gelesen und verarbeitet werden. Beispiele des computerlesbaren Aufzeichnungsmediums 210 umfassen SIM-Karten (SIM = Subscriber Identity Module), Festspeicher bzw. ROM-Speicher (ROM = Read-Only Memory), RAM-Speicher (RAM = Random-Access Memory), CD-ROMS, Magnetbänder, Festplatten, optische Datenspeichervorrichtungen und Trägerwellen (wie beispielsweise die Datenübertragung durch das Internet). Die Kommunikationsschnittstelleneinheit 220 ist vorzugsweise ein Funkgerät und tauscht demgemäß drahtlose Signale mit dem Netzwerk gemäß den Verarbeitungsergebnissen des Prozessors 200 aus.

Wenn die Kommunikationsvorrichtung 20, die die LTE-Funkzugangstechnologie unterstützt, mit einem Netzwerk (einem Funkzugangsnetzwerk oder einem Kernnetzwerk) über eine Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie kommuniziert, werden Prozesse, die im Folgenden beschrieben sind, vorgesehen, um die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit zu melden, um es dem Netzwerk zu ermöglichen, welches die Nicht-LTE-Zugangstechnologie verwendet, die E-UTRA-Fähigkeit (E-UTRA = Evolved UMTS Terrestrial Radio Access), die als eine LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit gesehen wird, zu erlangen. Es sei auf 3 Bezug genommen, welche ein Flussdiagramm eines Prozesses 30 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Prozess 30 wird eingesetzt, um die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit auf einer RRC-Ebene für eine mobile Vorrichtung zu melden. Der Prozess 30 kann in den Programmcode 214 kompiliert werden und umfasst die folgenden Schritte:
Schritt 300: Start.
Schritt 310: Beinhalten der Informationen zu den Fähigkeiten, die nur mit der E-UTRA-Funkzugangstechnologie assoziiert sind, in einer Fähigkeitsmeldenachricht der LTE-Funkzugangstechnologie.
Schritt 320: Übertragen der Fähigkeitsmeldenachricht an ein Funkzugangsnetzwerk einer Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie über die Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie.
Schritt 330: Ende.

Gemäß dem Prozess 30 überträgt die mobile Vorrichtung, die mit der Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie arbeitet, die Fähigkeitsmeldenachricht, die keine Fähigkeitsinformationen enthält außer der Information zu der E-UTRA-Fähigkeit, an das Funkzugangsnetzwerk über die Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie. Mit anderen Worten, beinhaltet die mobile Vorrichtung keine Informationen zu Fähigkeiten, die mit Nicht-LTE-Funkzugangstechnologien verbunden, in der Fähigkeitsmeldenachricht. Daher wird eine Größe der Fähigkeitsmeldenachricht begrenzt, so dass die Ausführungseffizienz der Fähigkeitsanfrageprozedur verbessert wird.

Um ferner die Flexibilität der Fähigkeitsmeldung zu berücksichtigen, kann die mobile Vorrichtung Informationen zu Fähigkeiten, die mit Nicht-LTE-Funkzugangstechnologien assoziiert sind, in der Fähigkeitsmeldenachricht umfassen, wenn diese Signale empfängt, die die Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie von dem Netzwerk anzeigen. Das Netzwerk kann die Meldung in eine Rundsendung formen und senden oder in eine dezidierte Nachricht.

Nachdem die mobile Vorrichtung die Fähigkeitsmeldenachricht an das Nicht-LTE-Funkzugangsnetzwerk sendet, wird zusätzlich die Information zur E-UTRA-Fähigkeit an einen eNodeB (evolved Node-B) bzw. einen weiterentwickelten Knoten übertragen. Basierend auf der Information zu der E-UTRA-Fähigkeit kann der weiterentwickelte Knoten bzw. eNodeB einen Übergang zwischen den Funkzugangstechnologien von dem Nicht-LTE- zu dem LTE-Funkzugangsnetzwerk in geeigneter Weise initiieren. Nachdem der Übergang erfolgreich ausgeführt wurde, kann der weiterentwickelte Knoten eine Meldung übertragen, die die Nicht-LTE-Funkzugangstechnologien anzeigt, und die mobile Vorrichtung kann demgemäß entsprechende Nicht-LTE-Fähigkeiten melden.

Darüber hinaus kann die mobile Vorrichtung die Fähigkeitsmeldenachricht erzeugen, wenn eine Fähigkeitsabfrageprozedur, die in den Nicht-LTE-Funkzugangstechnologien verwendet wird, initiiert wird. Die Fähigkeitsmeldenachricht kann eine UECapibilityInformation-Nachricht bzw. eine Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE sein, die auf einer RRC-Ebene des LTE-Systems verwendet wird. Die Fähigkeitsabfrageprozedur kann eine Prozedur für Informationen zu den Fähigkeiten des UE oder eine RRC-Verbindungsaufbauprozedur sein. In der RRC-Verbindungsaufbauprozedur ist die UECapibilityInformation-Nachricht in eine Nachricht über den abgeschlossenen RRC-Verbindungsaufbau bzw. RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht eingekapselt und dann wird die RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht an das Funkzugangsnetzwerk gesendet. In der Prozedur für die Informationen zu den Fähigkeiten des UE ist die Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE in einer UECapibilityInformation-Nachricht eingekapselt, die auf eine Nachricht zur Abfrage der Fähigkeiten des UE bzw. eine UE CAPABILITY ENQUIRY Nachricht gesendet wird, die von dem Funkzugangsnetzwerk (z. B. dem UTRAN) empfangen wird. Und die UECapibilityInformation-Nachricht wird dann an das Funkzugangsnetzwerk gesendet.

Beispielsweise muss eine mobile Vorrichtung, die LTE, GSM, UMTS und CDMA2000 (Code Division Multiple Access 2000) unterstützt, die Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE in anderen Funkzugangsnetzwerken als einem LTE (z. B. GSM/UMTS) senden. Gemäß dem Prozess 30, beinhaltet die mobile Vorrichtung die Information zu der E-UTRA-Fähigkeit in der Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE und beinhaltet keine GSM-, UMTS- oder CDMA2000-Fähigkeiten. Das Netzwerk kann einen Übergang auf das LTE-System vorbereiten oder kann die Mobilität für die mobile Vorrichtung gemäß den Informationen zu der E-UTRA-Fähigkeit verwalten. Der mobilen Vorrichtung wird es jedoch gestattet, die GSM/UMTS/CDMA2000-Fähigkeiten in der Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE zu beinhalten, wenn dieses eine Meldung empfängt, die die GSM/UMTS/CDMA2000-Funkzugangstechnologie anzeigt, und zwar bevor Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE erzeugt wird.

In einem weiteren Beispiel ist die Fähigkeitsmeldenachricht eine RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht oder eine UECapibilityInformation-Nachricht, die auf einer RRC-Ebene des UMTS-Systems verwendet wird. Mit anderen Worten kann der oben erwähnte Nachrichteneinkapselungsschritt ausgelassen werden. In der RRC-Verbindungsaufbauprozedur wird die Information zur E-UTRA-Fähigkeit in eine RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht eingekapselt und dann wird die RRC CONNECTION SETUP COMPLETE Nachricht an das UTRAN gesendet. In der Prozedur für die Informationen zu den Fähigkeiten des UE wird die Information zu der E-UTRA-Fähigkeit in eine UECapibilityInformation-Nachricht eingekapselt, die auf eine Nachricht zur Abfrage der Fähigkeiten des UE bzw. einer UE CAPABILITY ENQUIRY Nachricht antwortet, die von dem UTRAN empfangen wird. Und dann wird die UECapibilityInformation-Nachricht an das UTRAN gesendet.

Es sei auf 4 Bezug genommen, welche ein Flussdiagramm eines Prozesses 40 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Prozess 40 wird verwendet, um die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit auf einer NAS-Ebene für eine mobile Vorrichtung zu melden. Der Prozess 40 kann in den Programmcode 214 kompiliert werden und umfasst die folgenden Schritte:
Schritt 400: Start.
Schritt 410: Empfangen einer paketvermittelten bzw. PS (PS = Packet Switched) NAS-Nachricht (im Folgenden der Einfachheit halber als NM1 bezeichnet), welche die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit über eine Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie abfragt.
Schritt 420: Senden einer paketvermittelten NAS-Nachricht (im Folgenden der Einfachheit halber als NM2 bezeichnet), die Informationen zu der E-UTRA-Fähigkeit beinhaltet über die Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie und zwar ansprechend auf die paketvermittelte NAS-Nachricht NM1.
Schritt 430: Ende.

Gemäß dem Prozess 40 sendet die mobile Vorrichtung, die mit der Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie arbeitet, die paketvermittelte NAS-Nachricht NM2 einschließlich der Informationen zu der E-UTRA-Fähigkeit ansprechend auf die empfangene, paketvermittelte NAS-Nachricht NM1, die die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit abfragt. Die paketvermittelten NAS-Nachrichten NM1 und NM2 sind NAS-Nachrichten, die für die Übertragung von Informationen der Paketvermittlungsdomäne verwendet werden. Mit dem Prozess 40 ist das UE imstande, die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit an das Kernnetzwerk zu melden, welches bestimmen kann ob/wie es eine Übergabe zwischen Funkzugangstechnologien basierend auf der gemeldeten LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit vorbereitet. Zusätzlich überträgt das UE nicht spontan die Information zur E-UTRA-Fähigkeit ohne den Empfang einer paketvermittelten NAS-Nachricht, die die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit abfragt.

Die paketvermittelte NAS-Nachricht NM1 kann ein Informationselement (IE = Information Element) „Abgefragte MS-Information” bzw. „Requested MS information” der GPRS-Funkzugangstechnologie einschließlich eines vorbestimmten Bits, das auf einen vorbestimmten Wert eingestellt ist, umfassen. Das vorbestimmte Bit kann ein I-RAT-Bit (I-RAT = Inter-Radio Access Technology) sein oder eines von drei Ersatzbits in dem Informationselement „Abgefragte MS-Information” und der vorbestimmte Wert ist demgemäß 1. In dieser Situation bestimmt das Kernnetzwerk, dass die mobile Vorrichtung ein Behälterinformationselement der inter-RAT-Informationen anfordert. Die Information zur E-UTRA-Fähigkeit kann eine Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE, d. h. eine RRC-Nachricht des LTE-Systems, sein. Es sei auf 5 Bezug genommen, welche ein Beispiel eines Übertragungsformats darstellt, und zwar einschließlich der Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE oder einem Informationselement der E-UTRA-Fähigkeit. In 5 umfasst das Übertragungsformat eine Informationselementidentität (IEI = Information Element Identity) des UE-Fähigkeitsinformationsbehälters, ein Längenanzeigefeld der Informationsbehälters der Fähigkeiten des UE und einen Wertteil des Informationsbehälters der Fähigkeiten des UE. Die Informationselementidentität des Informationsbehälters der Fähigkeiten des UE wird von dem Kernnetzwerk verwendet, um zu erkennen, dass es sich bei der empfangenen Nachricht um Informationen zu der E-UTRA-Fähigkeit handelt. Der Wertteil des Informationsbehälters der Fähigkeiten des UE ist die Nachricht mit Informationen zu den Fähigkeiten des UE oder das Informationselement zur E-UTRA-Fähigkeit.

Die paketvermittelten NAS-Nachrichten NM1 und NM2 können Nachrichten einer Anschluss- oder Routingbereich-Aktualisierungsprozedur sein, die in dem NAS-Protokoll für GPRS/kombinierte GPRS-Dienste, die den gegenwärtig lokalisierten Routingbereich anschließt oder aktualisiert. Für die Anschlussprozedur sind die paketvermittelten NAS-Nachrichten NM1 und NM2 eine „Anschluss akzeptiert” bzw. ATTACH ACCEPT Nachricht bzw. eine „Anschluss ausgeführt” bzw. ATTACH COMPLETE Nachricht. Für die Aktualisierungsprozedur des Routingbereichs sind die paketvermittelten NAS-Nachrichten NM1 und NM2 eine „Aktualisierung des Routingbereichs akzeptiert” Nachricht bzw. eine ROUTING AREA UPDATE ACCEPT Nachricht bzw. eine „Aktualisierung des Routingbereichs ausgeführt” bzw. ROUTING AREA UPDATE COMPLETE Nachricht. Es sei auf 6 und 7 Bezug genommen, die ein Beispiel einer ATTACH COMPLETE Nachricht bzw. einer ROUTING AREA UPDATE COMPLETE Nachricht darstellen. In 6 und 7 steht „M” für „Mandatory” bzw. „Verpflichtend”, „O” steht für „Optional”, „V” steht für „Value Only” bzw. „Nur Wert” und „TLV” steht für „Type-Length-Value” bzw. „Typlängenwert”. Ein Längenfeld wendet ein Achtbitzeichen als eine Einheit an. Die ATTACH COMPLETE/ROUTING AREA UPDATE COMPLETE Nachricht beinhaltet einen Protokoll-Diskriminator, einen Skip- bzw. Auslassindikator, eine Identität der „Anschluss ausgeführt”-Nachricht bzw. der „Routingbereichsaktualisierung ausgeführt”-Nachricht, eine inter-RAT-Übergabeinformation und ein Informationselement der Information zu den Fähigkeiten des UE, wobei das Informationselement der Information zu den Fähigkeiten des UE die Information zur E-UTRA-Fähigkeit ist. Die Verwendung des Protokoll-Diskriminators, des Auslassindikators, der Identität und der inter-RAT-Übergabeinformation solle aus der Technik gut bekannt sein und eine detaillierte Beschreibung dieser wird weggelassen.

Wenn beispielsweise eine mobile Vorrichtung, die die LTE-Funkzugangstechnologie unterstützt, eine NAS-Nachricht empfängt, die das vorbestimmte Bit in dem Informationselement „Angefragte MS-Information” umfasst, das auf 1 eingestellt ist, sendet die mobile Vorrichtung eine weitere NAS-Nachricht einschließlich der E-UTRA-Funkzugangsfähigkeit an das Kernnetzwerk.

Es sei bemerkt, dass die oben erwähnten Schritte des Prozesses 30, 40 einschließlich der vorgeschlagenen Schritte durch Mittel realisiert werden könnten, die aus Hardware, Firmware, die als eine Kombination aus einer Hardwarevorrichtung und Computeranweisungen und Daten bekannt ist, die sich als schreibgeschützte Software auf der Hardware-Vorrichtung befinden, bekannt ist, oder einem elektronischen System bestehen. Beispiele der Hardware können analoge, digitale und gemischte Schaltungen umfassen, die als Mikroschaltung, Mikrochip oder Siliziumchip bekannt sind. Beispiele des elektronischen Systems können ein Ein-Chip-System bzw. System-on-Chip (SOC), System-in-Package (SiP), Rechnermodule bzw. Computer-on-Module (COM) und die Kommunikationsvorrichtung 20 umfassen.

Zusammenfassend überträgt das Beispiel der vorliegenden Erfindung auf der RRC-Ebene eine Nachricht zur Meldung der LTE-Fähigkeitsmeldenachricht einschließlich Informationen zu der LTE-Fähigkeit ohne das Enthalten von Informationen zu den Fähigkeiten gegenüber anderen Funkzugangsnetzwerken, wenn die LTE-Fähigkeitsmeldenachricht in der Nicht-LTE-Funkzugangstechnologie übertragen werden muss. Auf der NAS-Ebene verwendet das Beispiel der vorliegenden Erfindung paketvermittelte NAS-Nachrichten, um die LTE-Fähigkeit nur dann zu melden, wenn die paketvermittelte NAS-Nachricht, die die LTE-Funkzugangstechnologiefähigkeit abfragt, empfangen wurde. Auf diese Weise wird die nicht erforderliche Meldung von Fähigkeiten vermieden.