Title:
Vorrichtung zum Übertragen der Funkzugangsfähigkeit in einem drahtlosen Kommunikationssystem und zugehörige Kommunikationsvorrichtung
Kind Code:
U1


Abstract:

Kommunikationsvorrichtung (20) zum Übertragen der Funkzugangsfähigkeit, in einem drahtlosen GSM-System (GSM = Global System for Mobile communications), wobei die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum Berücksichtigen der Fähigkeitsinformation (216) der Kommunikationsvorrichtung in einer Funkressourcennachricht; und
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an ein Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems, wenn sich die Fähigkeit für das drahtlosen LTE-Kommunikationssystem (LTE = Long-Term Evolution) der mobilen Vorrichtung verändert, wobei sich die Fähigkeitsinformation (216) der Kommunikationsvorrichtung (20) auf ein drahtloses LTE-Kommunikationssystem bezieht.




Application Number:
DE202009018233
Publication Date:
05/19/2011
Filing Date:
11/19/2009
Assignee:
HTC CORPORATION (Taoyuan, TW)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538, München, DE
Claims:
1. Kommunikationsvorrichtung (20) zum Übertragen der Funkzugangsfähigkeit, in einem drahtlosen GSM-System (GSM = Global System for Mobile communications), wobei die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum Berücksichtigen der Fähigkeitsinformation (216) der Kommunikationsvorrichtung in einer Funkressourcennachricht; und
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (20) Folgendes aufweist:
Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an ein Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems, wenn sich die Fähigkeit für das drahtlosen LTE-Kommunikationssystem (LTE = Long-Term Evolution) der mobilen Vorrichtung verändert, wobei sich die Fähigkeitsinformation (216) der Kommunikationsvorrichtung (20) auf ein drahtloses LTE-Kommunikationssystem bezieht.

2. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeitsinformation (216) zumindest einen Parameter für eine Zugangsschichtfreigabe bzw. eine Access-Stratum-Freigabe, einen Kategorieparameter, Parameter eines Paketdatenkonvergenzprotokolls, Parameter einer Bitübertragungsschicht bzw. einer physischen Schicht, Funkfrequenzparameter und Messparameter umfasst.

3. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkressourcennachricht ein Protokolldiskriminatorinformationselement, ein Auslassindikatorinformationselement, ein Informationselement vom Classmarkveränderungsnachrichtentyp bezogen auf das drahtlose LTE-Kommunikationssystem, und ein Classmark-Informationselement, bezogen auf das drahtlose LTE-Kommunikationssystem, umfasst, wobei das Classmark-Informationselement zumindest einen Parameter für eine Zugangsschichtfreigabe bzw. Access-Stratum-Freigabe, einen Kategorieparameter, Parameter eines Paketdatenkonvergenzprotokolls, Parameter einer physischen Schicht, Funkfrequenzparameter und Messparameter umfasst.

4. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationselement des Classmarkveränderung-Nachrichtentyps einen vorbestimmten Wert von „01100110” einnimmt.

5. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeitsinformation (216 ) durch eine Funkressourcensteuerungs- bzw. RRC-Schicht (RRC = Radio Resource Control) des drahtlosen LTE-Kommunikationssystems interpretierbar ist.

6. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeitsinformation (216) ein „UE-EUTRA-Fähigkeit”-Informationselement aufweist.

7. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an das Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems, wenn sich die Fähigkeit der mobilen Vorrichtung für das drahtlose LTE-Kommunikationssystem verändert, Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an das Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems, wenn sich die Fähigkeit der Kommunikationsvorrichtung (20) für das drahtlose LTE-Kommunikationssystem verändert, durch eine frühe Classmark-Sendeprozedur aufweist.

8. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an das Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems, wenn sich die Fähigkeit der Kommunikationsvorrichtung (20) für das drahtlose LTE-Kommunikationssystem verändert, durch eine frühe Classmark-Sendeprozedur, eine CLASSMARK ENQUIRY Nachricht der frühen Classmark-Sendeprozedur empfängt und die Funkressourcennachricht an das Netzwerk ansprechend auf die CLASSMARK ENQUIRY Nachricht sendet.

9. Kommunikationsvorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die CLASSMARK ENQUIRY Nachricht ein „Classmark Enquiry Mask”-Informationselement umfasst, dessen fünfte bis siebte Bits einen vorbestimmten Wert von „001” oder einen vorbestimmten Wert außer „000” und „111” annehmen.

Description:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Übertragen einer Funkzugangsfähigkeit, die mit einem weiterentwickelten 3G-System, und zwar dem LTE-System (LTE = Long-Term Evolution) assoziiert ist, in einem drahtlosen 2G-Kommunikationssystem, und zwar dem GSM-System (GSM = Global System for Mobile communication).

Das Globale System für mobile Kommunikation (GSM = Global System for Mobile Communikation) ist ein global akzeptierter Standard der zweiten Generation (2G) für digitale, zelluläre Kommunikation. Ein GSM-Netzwerk umfasst ein Schaltsystem (SS = Switching System), ein Basisstationssystem (BSS = Base Station System) und ein Betriebs- und Unterstützungssystem (OSS = Operation and Support System). Ein mobiles Schaltzentrum, das Teil des SS bzw. Schaltsystems ist, führt die Fernsprechschaltfunktionen des Systems, wie beispielsweise eine Übergabe zwischen unterschiedlichen Funkzugangstechnologien bzw. ein inter-RAT-Handover (RAT = Radio Access Technology) aus. Das Basisstationssystem bearbeitet eine Funkschnittstelle zu einer Mobilstation (MS = Mobile Station) und sieht physische Verbindungen und verwandet Steuerfunktionen mit der mobilen Vermittlungsstelle (MSC = Mobile Switching Centre) vor.

Mit der Weiterentwicklung des Telekommunikationssystems wurde ein langfristiges Weiterentwicklungssystem bzw. LTE-System (LTE = Long Term Evolution) als ein weiterentwickelter Standard der dritten Generation (3G) entwickelt, um hohe Datenraten, eine niedrige Latenz, Datenpaketoptimierung und eine verbesserte Systemleistungsfähigkeit und -abdeckung vorzusehen. In dem LTE-System umfasst ein weiterentwickeltes, universelles, landgestütztes Funkzugangsnetzwerk bzw. E-UTRAN (E-UTRAN = Evolved Universal Terrestrial Radio Access Network) eine Vielzahl von weiterentwickelten Basisstationen/Knoten bzw. eNBs (eNBs = evolved Node-Bs) und kommuniziert mit einer Vielzahl von Teilnehmerendgeräten bzw. UEs (UE = User Equipment).

Aufgrund der Nachfrage nach Mehrmodusvorrichtung kann die Mobilstation das LTE-System zusätzlich zu dem GSM-System unterstützen und die Fähigkeitsinformation für jedes unterstützte System ist in dieser gespeichert. Die Fähigkeitsinformation ist hauptsächlich mit den Fähigkeiten des Verbindungsaufbaus, der Messung, der Frequenzabstimmung etc. assoziiert. Wenn die Mobilstation in dem GSM-System betrieben wird, kann das GSM-Netzwerk einen Übergang der Funkzugangstechnologie bzw. ein inter -RAT hin zu dem E-UTRAN für die Mobilstation initiieren. Das GSM-Netzwerk und das E-UTRAN müssen wissen, wie viele EUTRA-Fähigkeiten (die Fähigkeit die mit dem LTE-System verbunden ist) die Mobilstation besitzt, um eine Handover- bzw. Übergangsnachricht zur Konfiguration der Mobilstation während des Übergangs der Funkzugangstechnologie bzw. des inter-RAT zu erzeugen. Wenn die Übergabekonfiguration in geeigneter Weise basierend auf der Information zu der EUTRA-Fähigkeit eingestellt ist, ist die Mobilstation imstande sich erfolgreich mit dem E-UTRAN zu verbinden; andernfalls schlägt der inter-RAT fehl.

Der Stand der Technik sieht jedoch keinen Weg für die Mobilstation in dem GSM-System vor, um die Information zur EUTRA-Fähigkeit an das GSM-Netzwerk zu übertragen, das für die Übertragung der Mobilstationfähigkeiten an das E-UTRAN verantwortlich ist. Ohne die Informationen zur EUTRA-Fähigkeit kann das GSM-Netzwerk keine Übergabe zwischen den Funkzugangstechnologien auf das E-UTRAN für das UE einrichten. Dann kann die UE keine Dienste höherer Dienstgüte bzw. QoS (QoS = Quality of Service) erlangen, die durch das E-UTRAN vorgesehen werden, selbst wenn sich das UE unter der Abdeckung des E-UTRAN befindet.

Dies berücksichtigend, zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, eine Vorrichtung zum Übertragen von Funkzugangsfähigkeiten, die mit dem LTE-System assoziiert sind, in einem drahtlosen GSM-Kommunikationssystem vorzusehen.

Dies wird durch eine Vorrichtung zum Übertragen von Fähigkeitsinformationen erreicht, die sich auf ein drahtloses LTE-Kommunikationssystem in einem drahtlosen GSM-Kommunikationssystem beziehen. Die abhängigen Ansprüche betreffen entsprechende Weiterentwicklungen und Verbesserungen.

Wie aus der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung deutlicher werden wird, weist die Kommunikationsvorrichtung Mittel zum Berücksichtigen der Fähigkeitsinformation der Kommunikationsvorrichtung in einer Funkressourcennachricht und Mittel zum autonomen Senden der Funkressourcennachricht an ein Netzwerk des drahtlosen GSM-Kommunikationssystems auf, wenn sich die Fähigkeit für das drahtlose LTE-Kommunikationssystem (LTE = Long-Term Evolution) der mobilen Vorrichtung verändert, wobei sich die Fähigkeitsinformation der Kommunikationsvorrichtung auf ein drahtloses LTE-Kommunikationssystem bezieht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein schematisches Schaubild eines drahtlosen Kommunikationssystems.

2 ist ein schematisches Schaubild einer Kommunikationsvorrichtung gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

3 ist ein schematisches Schaubild des Programmcodes für das GSM-System gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

4 ist ein Flussdiagramm eines Prozesses gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

5 ist ein schematisches Schaubild des Inhalts der Funkressourcennachricht gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

6 ist ein schematisches Schaubild des Informationselementinhalts gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

Es sei auf 1 Bezug genommen, die ein schematisches Schaubild eines drahtlosen Kommunikationssystems 10 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Kurz gesagt umfasst das drahtlose Kommunikationssystem 10 ein Netzwerk und eine Vielzahl von mobilen Vorrichtungen. In 1 werden das Netzwerk und die mobilen Vorrichtungen lediglich genutzt, um die Struktur des drahtlosen Kommunikationssystems 10 darzustellen. Das drahtlose Kommunikationssystem 10 kann ein drahtloses Kommunikationssystem der zweiten Generation (2G) sein, beispielsweise ein GSM-Kommunikationssystem (GSM = Global System for Mobile Communications). In dem GSM-System wird das Netzwerk als ein GSM/EDGE-Funkzugangsnetzwerk bzw. GERAN (GERAN = GSM/EDGE Radio Access Network) bezeichnet, welches eine Vielzahl von Basisstationen aufweist, wobei die mobilen Vorrichtungen als Mobilstationen (MSs = Mobile Stations) bezeichnet werden. Die Mobilstationen können Vorrichtungen, wie beispielsweise Mobiltelefone, Computersysteme etc. sein. Außerdem kann das Netzwerk und die Mobilstation als ein Sender oder Empfänger betrachtet werden, je nach der Übertragungsrichtung, z. B. für Uplink-Verbindungen (UL), in denen die Mobilstation der Sender und das Netzwerk der Empfänger ist, und für Downlink-Verbindungen (DL), in denen das Netzwerk der Sender und die Mobilstation der Empfänger ist.

Es sei auf 2 Bezug genommen, die ein schematisches Schaubild einer Kommunikationsvorrichtung 20 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Die Kommunikationsvorrichtung 20 können die mobilen Vorrichtungen, die in 1 gezeigt sind, sein und sie umfasst einen Prozessor 200, ein computerlesbares Aufzeichnungsmedium 210 und eine Kommunikationsschnittstelleneinheit 220. Das computerlesbare Aufzeichnungsmedium 210 ist irgendeine Datenspeichervorrichtung, die den Programmcode 214 und die Fähigkeitsinformation 216 umfasst, die danach durch den Prozessor 200 gelesen und verarbeitet wird. Beispiele des computerlesbaren Aufzeichnungsmediums 210 umfassen SIM-Karten (SIM = Subscriber Identity Module), Festspeicher bzw. ROM-Speicher (ROM = Read-Only Memory), RAM-Speicher (RAM = Random-Access Memory), CD-ROMS, Magnetbänder, Festplatten, optische Datenspeichervorrichtungen und Trägerwellen (wie beispielsweise die Datenübertragung durch das Internet). Die Kommunikationsschnittstelleneinheit 220 ist vorzugsweise ein Funkgerät und tauscht demgemäß drahtlose Signale mit dem Netzwerk aus. Die Fähigkeitsinformation 216 offenbart die Betriebsfähigkeit der Kommunikationsvorrichtung 20 für ein weiterentwickeltes, drahtloses Kommunikationssystem der dritten Generation (3G), z. B., ein LTE-System (LTE = Long Term Evolution).

Es sei auf 3 Bezug genommen, die ein schematisches Schaubild des Programmcodes 214 für das GSM-System gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Programmcode 214 umfasst Programmcodes mehrerer Kommunikationsprotokollschichten, welche von der Oberseite zur Unterseite ein Programmcode einer Schicht 1 310, einer Schicht 2 320 und einer Schicht 3 330 sind. Die Schicht 1 310 ist eine Bitübertragungsschicht bzw. physische Schicht (Physical Layer), die mit der Kommunikationsschnittstelleneinheit 220 kooperieren kann, um die Luftschnittstellenkanäle zu verwenden. Die Schicht 2 320 ist eine Sicherungsschicht bzw. Datenverbindungsschicht (Data Link Layer), ein Verbindungszugangsprotokoll auf dem Dm-Kanal (LAP-Dm = Link Access Protocol for Dm channel) zur Realisierung einer Funkverbindung zwischen der Mobilstation und dem Netzwerk. Die Schicht 3 330 umfasst eine Funkressourcen- bzw. RR-(RR = Radio Resource) Verwaltungsunterschicht, welches die RR-Nachrichten und Informationselemente (IEs = Information Elements) nutzt, um Signalinformationen zu übertragen, z. B. Übergangsinformationen und Informationen zur Funkzugangstechnologiefähigkeit, um die Funk/Physisch-Verbindung zu verwalten.

Es sei auf 4 Bezug genommen, die ein Flussdiagramm eines Prozesses 40 gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Prozess 40 wird zum Übertragen der Funkzugangsfähigkeit für eine Mobilstation in einem drahtlosen 2G-Kommunikationssystem eingesetzt. Der Prozess 40 kann in dem Programmcode 214 kompiliert werden und umfasst die folgenden Schritte:
Schritt 400: Start.
Schritt 410: Berücksichtigen der Fähigkeitsinformation der Mobilstation, entsprechend einem weiterentwickelten, drahtlosen 3G-Kommunikationssystem, in einer Funkressourcennachricht.
Schritt 420: Senden der Funkressourcennachricht an ein Netzwerk des drahtlosen 2G-Kommunikationssystems.
Schritt 430: Ende.

Gemäß dem Prozess 40 berücksichtigt die Mobilstation die Information über die weiterentwickelte 3G-Fähigkeit (d. h. die Fähigkeitsinformation 216) in der Funkressourcennachricht und meldet die Fähigkeit an das 2G-Netzwerk durch Senden der Funkressourcennachricht. Die Fähigkeitsinformation ist vorzugsweise durch eine Funkressourcensteuerungs- bzw. RRC-Schicht (RRC = Radio Resource Control) des drahtlosen Kommunikationssystems der weiterentwickelten, dritten Generation interpretierbar. Ferner kann die Mobilstation die Funkressourcennachricht erneut an das 2G-Netzwerk senden, wenn sich die weiterentwickelte 3G-Fähigkeit verändert. Durch den Prozess 40 ist das 2G-Netzwerk mit der Information über die weiterentwickelte 3G-Fähigkeit imstande einen Übergang zwischen den Funkzugangstechnologien bzw. einen inter-RAT-Handover (RAT = Radio Access Technology) zu dem weiterentwickelten 3G-System exakt vorzubereiten, so dass die Mobilstation auf die besseren Dienste von dem weiterentwickelten 3G-Netzwerk zugreifen kann. Beispielsweise überträgt das 2G-Netzwerk die Information zur weiterentwickelten 3G-Fähigkeit der Mobilstation an das weiterentwickelte 3G-Zielnetzwerk vor dem inter-Rat-Handover und gemäß der Information über die weiterentwickelte 3G-Fähigkeit kann das 3G-Zielnetzwerk dadurch eine in geeigneter Weise konfigurierte Handover- bzw. Übergangsnachricht erzeugen.

Es sei bemerkt, dass die oben erwähnten Schritte einschließlich der vorgeschlagenen Schritte durch Mittel realisiert werden könnten, die aus Hardware, Firmware, die als eine Kombination aus einer Hardwarevorrichtung und Computeranweisungen und Daten bekannt ist, die sich als schreibgeschützte Software auf der Hardware-Vorrichtung befinden, bekannt ist, oder einem elektronischen System bestehen. Beispiele der Hardware können analoge, digitale und gemischte Schaltungen umfassen, die als Mikroschaltung, Mikrochip oder Siliziumchip bekannt sind. Beispiele des elektronischen Systems können ein Ein-Chip-System bzw. System-on-Chip (SOC), System-in-Package (SiP), Rechnermodule bzw. Computer-on-Module (COM) und die Kommunikationsvorrichtung 20 umfassen, in der der Prozessor 200 den Programmcode 214 verarbeitet, der in Bezug zu dem Prozess 40 steht, und die verarbeiteten Ergebnisse übertragen die Kommunikationsvorrichtung 20 in einen Zustand, in dem sie imstande ist, erfolgreich auf die drahtlose Zielkommunikation zuzugreifen, die ausreichende Fähigkeitsinformationen von der Kommunikationsvorrichtung 20 erhalten hat.

Für eine Mobilstation, die GSM- und LTE-Systeme unterstützt, ist die GSM-Funkressourcennachricht ein Übertragungsmittel für die EUTRA-Fähigkeitsinformation (EUTRA = Evolved UMTS Terrestrial Radio Access). Es sei auf 5 Bezug genommen, welche ein schematisches Schaubild eines Nachrichteninhalts der GSM-Funkressourcennachricht ist. Die Funkressourcennachricht umfasst einen „Protokoll-Diskriminator der Funkressourcenverwaltung”, einen „Auslassindikator”, einen „EUTRAN-Classmark-Veränderungsnachrichtentyp” und „EUTRAN-Classmark”-Informationselemente. Ein Informationselementkennungs- bzw. IEI-(IEI = Information Element Identifier) Feld wird zum Identifizieren der oben erwähnten Informationselemente verwendet und jedes kann auf die vorbestimmten Werte eingestellt werden, die sowohl der Mobilstation als auch dem 2G-Netzwerk bekannt sind. Das „Auslassindikator”-Informationselement, welches durch 4 Bits repräsentiert wird, wird eingesetzt, um einen Identifizierungsdatenwert entsprechend einem Ziel-E-UTRAN (E-UTRAN = Evolved UMTES Terrestrial Radio Access Network) zu codieren. Der Auslassindikator unterschiedlich von 0000 zeigt an, dass die Funkressourcennachricht ignoriert werden soll. Das Auslassindikatorinformationselement, welches als 0000 codiert ist, zeigt an, dass die Funkressourcennachricht nicht ignoriert werden soll. Das Informationselement des „Funkressourcenverwaltungs-Protokolldiskriminators” wird eingesetzt, um das Schicht 3 Protokoll (Layer 3 protocol) zu identifizieren, zu dem die Funkressourcennachricht gehört. Die Entsprechung zwischen den L3-Protokollen und den Protokolldiskriminatoren ist eindeutig. Der Nachrichtentyp wird eingesetzt, um den Zweck und den Aufbau der Funkressourcennachricht zu identifizieren. Das Informationselement des „EUTRAN-Classmark-Veränderungsnachrichtentyps” umfasst einen vorbestimmten Wert, der durch das GSM-Netzwerk zu identifizieren ist. Der vorbestimmte Wert kann „01100110” sein. Das Informationselement der „EUTRAN-Classmark” umfasst die EUTRA-Fähigkeitsinformation.

Es sei auf 6 Bezug genommen, welche ein schematisches Schaubild des Inhalts des Informationselements der „EUTRAN-Classmark” ist. Das Informationselement der „EUTRAN-Classmark” umfasst ein Informationselementkennungsfeld, ein Längenfeld und eine Wertetafel. Das Längenfeld wird durch ein Achtbitzeichen repräsentiert. Die Wertetafel des Informationselements der „EUTRAN-Classmark” ist die EUTRA-Fähigkeitsinformation.

Die EUTRA-Fähigkeitsinformation kann zumindest einen Zugangsschichtfreigabeparameter, einen UE-Kategorieparameter (UE = User Equipment), Parameter des Paketdatenkonvergenzprotokolls (Packet Data Convergence Protocol), Parameter der Bitübertragungsschicht bzw. der Physical Layer, Funkfrequenzparameter und Messparameter umfassen. Der Zugangsschichtfreigabeparameter bezieht sich auf eine Freigabe der Schichten 1, 2 und 3. Der UE-Kategorieparameter wird verwendet, um eine kombinierte Uplink- und Downlink-Fähigkeit zu definieren, wie beispielsweise die maximale Anzahl der Downlink/Uplink-Transportblockbits, die innerhalb eines Übertragungszeitintervalls bzw. eines TTI (TTI = Transmission Time Interval) empfangen werden, und eine Gesamtpuffergröße der Schicht 2. Der Parameter der physischen Schicht bezieht sich auf die Konfiguration der Antennenauswahlübertragungsdiversität der Uplink-Verbindung der geschlossenen Schleife und die Downlink-Referenzsignale. Der Funkfrequenzparameter definiert welche E-UTRA-Funkfrequenzbänder durch die Mobilstation unterstützt werden. Der Messparameter definiert für jedes unterstützte E-UTRA-Band welche Messlücken erforderlich sind, um Messungen auf jedem unterstützten E-UTRA-Funkfrequenzband und auf jeder unterstützten Bandkombination auszuführen.

Alternativ wird die EUTRA-Fähigkeitsinformation im Wesentlichen basierend auf einem Informationselement der „UE-EUTRA-Fähigkeit” erzeugt, das in einer RRC-Schicht des LTE-Systems verwendet wird, wo inter-RAT-Parameter der EUTRA-Fähigkeitsinformation optional sind. Die GSM-Funkressourcennachricht kann direkt die EUTRA-Fähigkeitsinformation berücksichtigen, und zwar ohne das Informationselement der „EUTRAN-Classmark”

Die Mobilstation kann die Funkressourcennachricht an das 2G-Netzwerk durch eine frühe Classmark-Sendeprozedur senden. In der frühen Classmark-Sendeprozedur sendet die Mobilstation die Funkressourcennachricht einschließlich der weiterentwickelten 3G-Fähigkeit an das 2G-Netzwerk, wenn das 2G-Netzwerk in der Systeminforamtion das frühe Classmarksenden unterstützt. Außerdem kann das 2G-Netzwerk nach der Fähigkeit der Mobilstation durch Senden einer CLASSMARK ENQUIRY Nachricht einschließlich eines Informationselements „Classmark Enquiry Mask”, dessen fünfte und siebte Bits einen vorbestimmten Wert von „001” oder einen vorbestimmten Wert unterschiedlich von „000” und „111” besitzen. Die Werte „000” und „111” sind mit einer UMTS-System-Classmarkveränderung assoziiert. Die Mobilstation sendet die Funkressourcennachricht einschließlich der weiterentwickelten 3G-Fähigkeit an das 2G-Netzwerk ansprechend auf die CLASSMARK ENQUIRY Nachricht.

Zusammenfassend sehen die Beispiele der vorliegenden Erfindung hauptsächlich das Verfahren bzw. Mittel zum Übertragen der Vorrichtungsfähigkeiten, die mit einem drahtlosen System assoziiert sind, an ein anderes drahtloses System vor, und insbesondere zum Übertragen der weiterentwickelten 3G-Fähigkeit an ein 2G-Netzwerk durch eine Funkressourcen- bzw. RR-Nachricht der 2G-Funkzugangstechnologie, so dass das 2G-Netzwerk in geeigneter Weise ein inter-RAT-Handover bzw. einen Übergang zwischen unterschiedlichen Funkzugangstechnologien zu dem weiterentwickelten 3G-System vorbereiten kann, und zwar basierend auf der empfangenen, weiterentwickelten 3G-Fähigkeit.