Title:
Dochtlose Fackel
Kind Code:
U1


Abstract:

Dochtlose Fackel bestehend aus einem einteiligen, brennbaren, transparenten Stab aus Kunststoff.




Application Number:
DE202009013185
Publication Date:
12/17/2009
Filing Date:
09/30/2009
Assignee:
W. Max Wirth GmbH (Braunschweig, 38122, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
GRAMM, LINS & PARTNER GbR (Braunschweig, 38122)
Claims:
1. Dochtlose Fackel bestehend aus einem einteiligen, brennbaren, transparenten Stab aus Kunststoff.

2. Fackel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen der sich gegenüberliegenden Enden (1, 2) des Stabes unterschiedlich groß sind.

3. Fackel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (2) des Stabes im Winkel α abgeschrägt ist.

4. Fackel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α zumindest etwa 45° beträgt.

5. Fackel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab quaderförmig ist.

6. Fackel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab im Querschnitt quadratisch ist.

7. Fackel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab aus Acrylglas besteht.

8. Fackel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L) des Stabes sehr viel größer ist als seine Breite (B).

9. Fackel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L) mindestens um den Faktor 20 größer ist als die Breite (B).

10. Fackel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (3) des Stabes poliert sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine dochtlose Fackel. Fackeln sind in der Regel Beleuchtungskörper in Form eines Stockes, der mit brennbarem Material versehen oder umwickelt ist. An seinem oberen Ende wird er angezündet, von wo aus er allmählich nach unten abbrennt. Am unteren Ende wird die Fackel mit der Hand gehalten oder in eine Halterung gesteckt. Als Partybeleuchtung werden Fackeln vielfach in die Erde gesteckt um Teilbereiche eines Grundstückes zu erhellen.

Die sicherlich älteste Form einer dochtlosen Fackel bestand aus einem Holzstab, dessen oberes Ende mit Pech oder verdicktem Öl bestrichen war, und die als Leuchtmittel eingesetzt wurde. Fackeln werden heutzutage nur noch in seltenen Fällen als Leuchtmittel verwendet, sondern sind eher für spezielle Anwendungen vorgesehen. Als Signalmittel werden Magnesiumfackeln benutzt, die aus einem mit Magnesium gefüllten Metallrohr bestehen, das an seinem einen Ende einen hitzebeständigen Plastikgriff aufweist und die über eine extrem hohe Leuchtstärke verfügen.

Als Partyfackeln werden nicht nur Wachs-, sondern auch Pechfackeln verwendet, die an einem Ende angesteckt und mit dem anderen Ende in den Boden eingesteckt werden können. Wachsfackeln sind in der Regel nicht dochtlos. Pechfackeln rußen und verbreiten einen unangenehmen Geruch. Optisch ansprechend sind diese Fackeln in der Regel nur durch ihre farbliche Gestaltung. Obwohl Metallrohre optisch gut gestaltet werden können, sind Magnesiumfackeln als Partyfackeln nicht geeignet, da sie zu hell sind und eine zu kurze Brenndauer besitzen. Außerdem sind diese Fackeln sehr teuer.

Von dieser Problemstellung ausgehend soll eine dochtlose Fackel geschaffen werden, die optisch ansprechend ist, gute Brenneigenschaften aufweist und kostengünstig herstellbar ist.

Die Problemlösung erfolgt dadurch, dass die dochtlose Fackel aus einem einteiligen, brennbaren, transparenten Stab aus Kunststoff besteht.

Durch die einteilige und transparente stabförmige Ausgestaltung der Fackel ist diese durch ihre neuartige Form attraktiv gestaltet. Der Stab kann poliert sein, so dass er durch Lichteinfall von außen und unterschiedliche Blickrichtungen ein besonderes Farbenspiel bewirkt. Der angezündete Stab brennt langsam und vollständig ab.

Wenn die Flächen der sich gegenüberliegenden Enden des Stabes unterschiedlich groß sind, kann das im Querschnitt kleinere Ende leicht in den Boden gerammt werden, so dass die Fackel ohne eine besondere Halterung verwendet werden kann.

Der Stab kann im Querschnitt jede Form haben. Bevorzugt ist der Stab im Querschnitt rechteckig, insbesondere quadratisch, oder rund.

Wenn ein Ende des Stabes, bevorzugt im Winkel von zumindest in etwa 45°, abgeschrägt ist, ist die Fläche dieses Endes größer als das gegenüberliegende Ende. Gleichzeitig ist das Ende keilförmig ausgestaltet, was das Eintreiben der Fackel in den Erd- oder Sandboden erleichtert.

Eine besonders ansprechende Gestaltung ergibt sich, wenn der Stab aus Acrylglas besteht. Acrylglas hat außerdem den Vorteil, dass es geruchsfrei nahezu und rückstandsfrei verbrennt. Außerdem entsteht kein oder kaum Qualm.

Das Aussehen der Fackel hängt stark von ihren Abmaßen ab. Wenn die Länge des Stabes sehr viel größer ist als seine Breite, vorzugsweise um den Faktor 20 bis über 30, ergibt sich ein edles Aussehen, auch wenn die Fackel (noch) nicht brennt.

Wenn der Stab im Querschnitt polygonal ausgebildet ist, sind seine Seitenflächen vorzugsweise poliert, was die Optik weiter verbessert.

Transparent im Sinne der Erfindung bedeutet vorzugsweise durchsichtig. Es kann aber auch eingefärbter Kunststoff verwendet werden.

Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend näher beschrieben werden. Es zeigt:

1 – eine Seitenansicht der Fackel;

2 – die Ansicht der Fackel gemäß Sichtpfeil II nach 1;

3 – die Draufsicht der Fackel.

Die Fackel besteht aus einem einteiligen, transparenten Acrylglasstab, der im Querschnitt polygonal oder rund und im gezeigten Ausführungsbeispiel quadratisch ist. Das untere Ende 2 des Stabes ist im Winkel α abgeschrägt, damit der Stab leicht in den Erd- oder Sandboden eingerammt werden kann, wenn die Fackel als Partyfackel Verwendung finden soll. Der Winkel α beträgt vorzugsweise 45°. Die Seitenflächen 3 des Stabes sind poliert, damit die Fackel einen optisch ansprechenden Eindruck macht. Am oberen Ende 1 wird die Fackel angesteckt.

Acrylglas, wie es beispielsweise unter der Bezeichnung Plexiglas® im Handel erhältlich ist, ist hervorragend als Werkstoff für die Fackel geeignet. Acrylglas ist hochtransparent und lässt sich leicht verarbeiten. Um die Brenneigenschaften der Fackel sicherzustellen, sollte gegossenes Acrylglas verwendet werden. Dieses verbrennt nahezu rückstandsfrei mit einer schönen Flamme. Die Brenndauer der Fackel wird im Wesentlichen beeinflusst von der Länge L des Stabes. Diese ist etwa um den Faktor 20 bis 25 größer als die Breite B des Stabes. Bevorzugte Längen L sind 750 mm bis 1500 mm. Die Querschnittsfläche beträgt bevorzugt 10 mm × 10 mm bis 30 mm × 30 mm. Die Herstellung der Fackel ist einfach, wenn die Stäbe aus einer gegossenen Platte herausgesägt werden. Hierzu eignen sich als Ausgangsmaterial insbesondere Abfälle bzw. Reste, die in Acrylglasplatten verarbeitenden Betrieben anfallen.