Title:
Taucherlampe
Kind Code:
U1


Abstract:

Taucherlampe mit einem wasserdichten Gehäuse, welches an der Seite des Lichtaustritts mit einer Glasscheibe verschlossen ist und eine Lichtquelle sowie einen Elektrizitätsspeicher (Batterie oder Akkumulator) besitzt, wobei die Lichtquelle aus einem auf die Glasscheibe gerichteten hohispiegelartigen Reflektor mit zentraler Spiegelachse und einer zwischen Reflektor und Glasscheibe in einer Lampenhalterung auf der Spiegelachse gehaltene Lampe besteht, dadurch gekennzeichnet, dass Reflektor und/oder Lampenfassung zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstands (Relativabstand) auf der Spiegelachse beweglich geführt sind und dass zur Änderung des Relativabstands zumindest einer von beiden mit einer zur Spiegelachse parallelen Gewindespindel verbunden ist, welche dichtend durch das Gehäuse geführt und auf der Außenseite des Gehäuses mit einer Stelleinrichtung verbunden ist.




Application Number:
DE202008006610
Publication Date:
07/24/2008
Filing Date:
05/15/2008
Assignee:
Schinker, Bernd (Essen, 45277, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Krienen Pfingsten Truskowski Rechts- und Patentanwälte (Remscheid, 42853)
Claims:
1. Taucherlampe mit einem wasserdichten Gehäuse, welches an der Seite des Lichtaustritts mit einer Glasscheibe verschlossen ist und eine Lichtquelle sowie einen Elektrizitätsspeicher (Batterie oder Akkumulator) besitzt, wobei die Lichtquelle aus einem auf die Glasscheibe gerichteten hohispiegelartigen Reflektor mit zentraler Spiegelachse und einer zwischen Reflektor und Glasscheibe in einer Lampenhalterung auf der Spiegelachse gehaltene Lampe besteht, dadurch gekennzeichnet, dass Reflektor und/oder Lampenfassung zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstands (Relativabstand) auf der Spiegelachse beweglich geführt sind und dass zur Änderung des Relativabstands zumindest einer von beiden mit einer zur Spiegelachse parallelen Gewindespindel verbunden ist, welche dichtend durch das Gehäuse geführt und auf der Außenseite des Gehäuses mit einer Stelleinrichtung verbunden ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Taucherlampe nach dem Oberbegriff des Anspruchs, wie sie allgemein bekannt und in Gebrauch ist. Diese Lampen haben den Nachteil, dass man auftauchen, die Lampe demontieren und die Reflektoren wechseln muß, wenn man den Strahl ändern (bündeln oder streuen) will.

Das ist beim Tauchen sehr schwierig, zumal die Lampen nicht geflutet sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Taucherlampe so auszugestalten, dass auch unter Wasser der Strahl verändert werden kann.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen – 1 bis 3 – beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele realisieren die Grundidee der Erfindung, durch eine Stellvorrichtung von Außen die Relativlage des Leuchtkörpers (Lampe) zum Reflektor verstellen zu können, so dass man das gewünschte Strahlverhalten erhält, ohne dass man die Taucherlampe öffnen und/oder Reflektor und/oder Lampenhalterung demontieren, ummontieren oder gegen eine andere Bauart austauschen muß.

Für alle Ausführungsbeispiele gilt:
Das Gehäuse der Taucherlampe ist zylindrisch, vor allem kreiszylindrisch ausgeführt. Es wird durch die Glasscheibe 2 und den abnehmbaren Gehäuseboden 3 wasserdicht verschlossen. Hinter der Glasscheibe 2 sitzt ein hohlspiegelförmiger Reflektor 4, der aus einem spiegelnden Blech gefertigt ist. Auf seiner zentrischer Spiegelachse 15 besitzt der Reflektor 4 einen Durchbruch/Loch 16. In diesem Durchbruch sitzt die Lampe 5 in Lampenfassung 6 an einer Lampenhalterung 7. Die Position der Lampe 5 ist dabei so gewählt, dass die Lampe in oder nahe an dem Brennpunkt des Reflektors liegt. Durch die gewählte Relativlage der Lampe zu dem Reflektor wird der Strahl bestimmt: befindet sich die Lampe im Brennpunkt, entsteht ein nicht streuender Strahl; befindet sich die Lampe – vom Reflektor aus – vor dem Brennpunkt, entsteht ein gebündelter Strahl; befindet sich die Lampe – vom Reflektor aus – hinter dem Brennpunkt, entsteht ein streuender Strahl. Hierauf ist später zurückzukommen.

Das Gehäuse 1 wird im übrigen ausgefüllt durch Batterien oder Akkumulatoren zur Stromversorgung der Lampe. Diese Batterien oder Akkumulatoren sind – zu einem Pack zusammengefasst – zwischen Gehäuseboden 3 und der Batteriehalter 10 untergebracht. Sie können durch Abnehmen des Gehäusebodens 3 aus dem Gehäuse 1 herausgenommen werden.

Dazu ist der Gehäuseboden 3 mittels Bodengewinde 17 in dem Gehäuse abnehmbar eingeschraubt. Der Gehäuseboden 3 weist einen zentrischen Ansatz 18 mit einem Außengewinde auf, dessen Achse mit der Achse des Gehäuses und der Spiegelachse 15 fluchtet. Auf dieses Gewinde ist das Distanzrohr 12 geschraubt. Das Distanzrohr 12 besitzt an seinem anderen Ende ein Außengewinde, auf welches mit einem zentrischen Innengewinde die kreisscheiben-förmige Batteriehalteplatte 10 geschraubt ist. Zwischen Batteriehalteplatte und Gehäuseboden 3 wird das Batteriepack auswechselbar befestigt, wenn der Gehäuseboden aus dem Gehäuse 1 herausgeschraubt ist.

Vom Batteriepack abgewandt, besitzt die Batteriehalteplatte Führungsstifte 8, die parallel zur Spiegelachse 15 ausgerichtet sind. Auf diesen Führungsstiften 8 ist die Lampenhalterung 7 in Richtung der Spiegelachse gleitend geführt, so dass die Führungsstifte 8 einen Verdrehschutz bilden. Durch die axiale Verschiebung der Lampenhalterung 7 wird der Relativabstand zwischen Lampe 5 und Reflektor 4 zur gewünschten Einstellung der Strahlbildung der Taucherlampe verstellt. Es ist ersichtlich, dass der Relativabstand auch dadurch verstellt werden kann,

  • • dass die Lampenhalterung 7 fest und die Halterung des Reflektors axial verschieblich, jedoch drehgesichert im Gehäuse 1 angebracht wird,
  • • oder dass beide, die Lampenhalterung 7 und die Halterung des Reflektors axial verschieblich, jedoch drehgesichert im Gehäuse 1 angebracht werden und beide auf einer gemeinsamen drehbaren Gewindespindel mit jeweils gegensinnigen Gewinden sitzen.

Wesentlich für die Realisierung der Erfindung ist bei allen Ausführungsbeispielen, dass der Relativbewegung zwischen Lampe 5 und Reflektor 4 durch eine Spindel/Stellstange/Gewindespindel 11 von außen eingestellt werden kann, wobei Lampenhalterung 7 oder Reflektor an dem einen Ende der Spindel 11 angebracht sind und die Spindel mit dem anderen Ende den Gehäuseboden 3 durchdringt und ein Stellrad 19 besitzt.

Hierzu ist bei allen Ausführungsbeispielen der zentrische Ansatz 18 des Gehäusebodens 3 sowie das Distanzrohr 12 durchgehend gelocht. In diesem Loch 16 ist die Spindel/Stellstange/Gewindespindel 11 geführt.

  • • In dem Ausführungsbeispiel nach 1 ist die Spindel 11 mit der Lampenhalterung 7 durch eine Befestigungsmutter 9 fest verbunden und daher gemeinsam mit der Lampenhalterung 7 drehgesichert jedoch axial beweglich. Am anderen Ende kämmt die Spindel über eine Gewindepaarung mit einer Stellmutter 13, welche in dem Loch des Ansatzes 18 drehbar geführt und einerseits durch den außen am Gehäuseboden 3 anliegenden Stellknopf 19, andererseits durch die an der freien Stirnfläche des Ansatzes 18 anliegende, auf die Stellmutter 13 aufgeschraubte Gegenmutter 14 axial festgelegt ist. Durch Drehen des Stellknopfes wird Spindel 11 mit der Lampenhalterung 7 axial verschoben und dadurch der Relativabstand zwischen Lampe 5 und Reflektor 4 zur gewünschten Einstellung der Strahlbildung der Taucherlampe verstellt. Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung erlaubt auch die nachträgliche Umrüstung handelsüblicher Taucherlampen.
  • • In dem Ausführungsbeispiel nach 2 ist die Spindel 11 mit der Lampenhalterung 7 durch Sicherungsring 9 drehbar, jedoch gegen relative Axialbewegung gesichert verbunden. Am anderen Ende kämmt die Spindel über eine Gewindepaarung mit dem Ansatz 18. Durch Drehen des Stellknopfes 13 wird Spindel 11 gedreht und mit der Lampenhalterung 7 axial verschoben und dadurch der Relativabstand zwischen Lampe 5 und Reflektor 4 zur gewünschten Einstellung der Strahlbildung der Taucherlampe verstellt.
  • • In dem Ausführungsbeispiel nach 3 ist die Spindel 11 mit der Lampenhalterung 7 durch eine Gewindepaarung verbunden. Die Spindel 11 ist außerhalb des Gehäuses mit dem Stellknopf 19 fest verbunden und in dem Loch des Ansatzes 18 drehbar geführt, jedoch einerseits durch den am Gehäuseboden 3 anliegenden Stellknopf 19 und andererseits durch den an der freien Stirnfläche des Ansatzes 18 anliegenden Stützring 14 axial festgelegt. Durch Drehen des Stellknopfes 19 und der Spindel 11 wird die Lampenhalterung 7 axial verschoben und dadurch der Relativabstand zwischen Lampe 5 und Reflektor 4 zur gewünschten Einstellung der Strahlbildung der Taucherlampe verstellt.

Weitere Alternativen in Form kinematischer Umkehrungen sind denkbar, jedoch weniger einfach zu realisieren.

Zusammenfassung

Eine Taucherlampe mit einem wasserdichten Gehäuse, welches an der Seite des Lichtaustritts mit einer Glasscheibe verschlossen ist und eine Lichtquelle, bestehend aus einem auf die Glasscheibe gerichteten hohispiegelartigen Reflektor mit zentraler Spiegelachse und einer zwischen Reflektor und Glasscheibe in einer Lampenhalterung auf der Spiegelachse gehaltene Lampe, sowie einen Elektrizitätsspeicher (Batterie oder Akkumulator) besitzt, kann von außen unter Wasser zur Veränderung der Bündelung des Lichtstrahls eingestellt werden. Dazu sind Reflektor und/oder Lampenfassung zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstands auf der Spiegelachse beweglich geführt. Zur Änderung des Relativabstands ist zumindest einer von beiden mit einer zur Spiegelachse parallelen Gewindespindel verbunden, welche dichtend durch das Gehäuse geführt und auf der Außenseite des Gehäuses mit einer Stelleinrichtung verbunden ist.

Alle Ausführungsbeispiele weisen die folgenden funktionsgleichen Bauelemente mit Bezugszeichen auf:

1
Gehäuse
2
Glasscheibe
3
Gehäuseboden
4
Reflektor
5
Lampe
6
Lampensockel Lampenfassung
7
Lampenaufnahme, Lampenhalterung
8
Verdrehschutz
9
Befestigungsmutter
10
Batteriehalter
11
Stellstange (Drehbar)
12
Distanzrohr
13
Stellrad, Stellmutter
14
Gegenmutter, Stützring, Sprengring
15
Spiegelachse
16
Loch, Durchbruch
17
Bodengewinde
18
zentrischer Ansatz
19
Stellknopf