Title:
Stirnlampe
Kind Code:
U1


Abstract:

Stirnlampe mit zumindest einer Beleuchtungseinheit, einem Gurt (5) aus einem Textilmaterial, Schaumstoff oder einem ähnlichen atmungsaktiven, flexiblen Material und zumindest einem an diesem Gurt befestigten Anschlussstück (10), welches zur, vorzugsweise lösbaren, Anbringung der Beleuchtungseinheit und/oder von Zubehörteilen (15) einer Beleuchtungseinheit ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bereich der Befestigung des Anschlussstücks (10) auf dem Gurt (5) eine Tragschicht (30) aufgebracht ist, die flächig mit dem Gurt (5) verbunden ist, und auf welcher das Anschlussstück (10) flächig befestigt ist.




Application Number:
DE202008005616
Publication Date:
07/10/2008
Filing Date:
04/22/2008
Assignee:
Richard Wolf GmbH (Knittlingen, 75438, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Wilcken & Vollmann (Lübeck, 23554)
Claims:
1. Stirnlampe mit zumindest einer Beleuchtungseinheit, einem Gurt (5) aus einem Textilmaterial, Schaumstoff oder einem ähnlichen atmungsaktiven, flexiblen Material und zumindest einem an diesem Gurt befestigten Anschlussstück (10), welches zur, vorzugsweise lösbaren, Anbringung der Beleuchtungseinheit und/oder von Zubehörteilen (15) einer Beleuchtungseinheit ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bereich der Befestigung des Anschlussstücks (10) auf dem Gurt (5) eine Tragschicht (30) aufgebracht ist, die flächig mit dem Gurt (5) verbunden ist, und auf welcher das Anschlussstück (10) flächig befestigt ist.

2. Stirnlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit und/oder ein Zubehörteil (15) ein zum am Gurt (5) angebundenen Anschlussstück (10) passendes Gegenanschlussstück (35) aufweist.

3. Stirnlampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (10) als Teil eines Druckverschlusses (10, 35) ausgebildet ist.

4. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (10) eine Anschlussfläche aufweist, welche als Dual-Lock-Verschluss ausgestaltet ist.

5. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschicht (30) eine Kunststoffschicht, insbesondere eine Kunststofffolie, ist, welche an den Gurt (5) angeschmolzen ist.

6. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschicht (30) stoffschlüssig mit einem Anschlussstück (10) verbunden, vorzugsweise verklebt, ist.

7. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zubehörteil (15) Teil einer Versorgungseinheit zur Energieversorgung der Beleuchtungseinheit ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Stirnlampe.

Zum Beispiel bei verschiedenen ärztlichen Untersuchungen kommen Stirnlampen zum Einsatz. Diese Stirnlampen werden mittels eines Textil- oder Schaumstoffgurtes am Kopf eines untersuchenden Anwenders befestigt.

Es ist bekannt, Gurt und Lampe mit einem Klettverschluss zu verbinden. Eine solche Anbindung einer Lampe an einen Gurt weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. Zum einen muss dazu eine Anschlussseite des Klettverschlusses an dem Gurt befestigt werden. Regelmäßig geschieht dies durch das Aufnähen des Anschlusses. Eine solche Naht allerdings beeinträchtigt deutlich die Haltbarkeit des Gurtes, da eine Naht eine punktuelle bzw. lineare Belastung des Gurtes zur Folge hat. So bilden die durch die Naht bedingten Löcher eine Schwachstelle des Gurtes, welche unter Belastung wie eine Sollbruchstelle wirkt. Ferner beeinträchtigen die Nähte den Tragekomfort. Die durch den Gurt hindurch tretenden Nähte gelangen mit der Haut des Anwenders in Kontakt, was Hautreizungen, beispielsweise Druck- oder Reibstellen, zur Folge hat.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Stirnlampe zu schaffen, welche eine verbesserte Haltbarkeit und einen größeren Tragekomfort ermöglicht und dabei einfach und kostengünstig herzustellen ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Stirnlampe mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

Die erfindungsgemäße Stirnlampe weist zumindest eine Beleuchtungseinheit, einen Gurt aus einem Textil- oder Schaumstoffmaterial oder einem ähnlichen atmungsaktiven, flexiblen Material und zumindest ein an diesem Gurt befestigtes Anschlussstück auf. Dieses Anschlussstück ist zur, vorzugsweise lösbaren, Anbringung der Beleuchtungseinheit und/oder von Zubehörteilen einer Beleuchtungseinheit ausgebildet. Das Anschlussstück ist dazu, insbesondere flächig auf einer Tragschicht befestigt bzw. mit dieser verbunden. Die Tragschicht ist im Bereich der Befestigung des Anschlussstücks auf den Gurt aufgebracht und steht Idealerweise über ihre gesamte, zumindest aber über einen wesentlichen Teil ihrer Fläche mit dem Gurt in Verbindung, bzw. ist an diesem fixiert. Vorzugsweise ist die Tragschicht dazu auf der Oberfläche des Gurtes flächig aufgeschmolzen. Mittels dieser Tragschicht ist das Anschlussstück flächig an dem Gurt angebunden. Die Tragschicht sorgt für den sicheren Halt auf dem Material bzw. der zum Teil faserigen oder porösen Oberfläche des Gurtes und stellt an ihrer dem Gurt abgewandten Seite eine vorzugsweise glatte und plane Fläche bereit, auf welcher sich das Anschlussstück, bspw. mittels Kleben, sicher befestigen lässt. Auf diese Weise kann eine festere Verbindung als bei direkter Befestigung des Anschlussstückes auf dem Gurtmaterial erreicht werden. Auf diese Weise wird ferner eine punktuelle oder lineare Belastung des Gurtes vermieden. Die flächige Anbindung trägt daher vorteilhaft zu einer größeren Haltbarkeit des Gurtes bei, da die Haltekräfte zum Halten der Beleuchtungseinheit oder des Zubehörs von der gesamten Anbindungsfläche aufgenommen werden können. Weiterhin vorteilhaft lässt sich die Tragschicht einseitig auf den Gurt aufbringen. Typischerweise handelt es sich dabei um die Außenseite des Gurtes. Daher kann die der Haut zugewandte Seite unverändert bleiben. Hautreizungen, etwa durch Nähte, werden entsprechend wirksam vermieden.

Vorzugsweise weist die Beleuchtungseinheit eine Glühlampe oder eine oder mehrere LEDs als Lichtquellen auf. Alternativ kann die Beleuchtung auch über einen Lichtleiter von einer entfernten Lichtquelle erfolgen.

Bevorzugt weist die Beleuchtungseinheit und/oder ein Zubehörteil ein Gegenanschlussstück auf, welches zu dem Anschlussstück passt, das am Gurt angebunden ist. Auf diese Weise wird die Beleuchtungseinheit und/oder das Zubehörteil an dem Gurt befestigt, indem das Gegenanschlussstück an das Anschlussstück angeschlossen wird. Dabei wird vorzugsweise eine lösbare Verbindung zwischen Anschluss- und Gegenanschlussstück geschaffen, so dass beispielsweise die Beleuchtungseinheit von dem Gurt abgenommen werden kann.

Ferner bevorzugt ist bei der Stirnlampe das Anschlussstück als Teil eines Druckverschlusses ausgebildet. Ein Druckverschluss bietet zur Verbindung von Anschlussstück und Gegenanschlussstück insbesondere den Vorteil, dass ein Eingriff von Anschluss- und Gegenanschlussstück haptisch und akustisch wahrnehmbar ist, etwa durch ein klickendes Geräusch oder ein ruckartiges Einrasten der Anschlussstücke. Diese Rückkopplung ist gerade für eine sichere Befestigung der Beleuchtungseinheit wichtig, da diese bspw. so erfolgen kann,, dass der Gurt bereits an den Kopf des Anwenders angebracht ist und die Beleuchtungseinheit nachfolgend so arretiert wird, dass diese für eine optimale Ausleuchtung sorgt. Daher erfolgt die Anbringung der Beleuchtungseinheit durch den Anwender in aller Regel ohne visuelle Rückkopplung.

Vorzugsweise weist das Anschlussstück eine Anschlussfläche auf, welche als Dual-Lock-Verschluss ausgestaltet ist. Das Gegenanschlussstück weist zweckmäßigerweise eine korrespondierende Gegenanschlussfläche des Dual-Lock-Verschlusses auf. Der Dual-Lock-Verschluss ist dabei eine spezielle Art eines Druckverschlusses. Bei diesem Druckverschluss sind Anschlussfläche und Gegenanschlussfläche mit pilzförmigen Noppen versehen. Wenn die beiden Anschlussflächen aufeinander zu bewegt werden, gleiten die Köpfe der pilzförmigen Noppen aneinander vorbei. Dieser Vorgang ist dadurch unterstützt, dass die Pilzköpfe auf ihren von den Pilzstämmen abgewandten Seiten abgerundet sind, während sie auf denjenigen Seiten, an welchen sie mit den Pilzstämmen verbunden sind, im Wesentlichen flächig ausgebildet sind. Nachdem die Pilzköpfe aneinander vorbei geglitten sind, sind die Anschlussfläche und die Gegenanschlussfläche formschlüssig miteinander verbunden, indem deren Pilzköpfe einander an ihren flächigen Seiten hintergreifen. Gelöst wird diese Verbindung vorzugsweise durch schälende Bewegung. Sowohl das Verschließen als auch das Lösen des Verschlusses sind akustisch und haptisch deutlich wahrnehmbar. Meist sind solche Druckverschlüsse aus Polypropylenstreifen gefertigt. Dual-Lock-Verschlüsse sind über die Wahl der Köpfchenzahl pro Fläche in ihrer Haltekraft frei spezifizierbar und gleichzeitig ähnlich einfach und schnell öffen- und schließbar wie Klettverschlüsse. Im Gegensatz zu Klettverschlüssen weisen sie allerdings eine größere Haltekraft und kaum Verschleiß auf. Ferner weisen sie eine geringere Tendenz zur Verschmutzung auf.

Weiter bevorzugt ist bei der Stirnlampe die Tragschicht eine Kunststoffschicht, insbesondere eine Kunststofffolie, welche an den Gurt angeschmolzen ist. Durch das Anschmelzen wird eine gute Verbindung mit dem textilen Material bzw. mit dem Schaumstoff des Gurtes erreicht. So kann das Kunststoffmaterial in das textile Material oder Schaummaterial des Gurtes eindringen und mit diesem zur Bildung einer festen Verbindung ineinander greifen. Gleichzeitig kann ein solcher Kunststoff, insbesondere als Folie, derart flexibel sein, dass er sich mit dem Material des Gurtes bewegen und verformen kann. So wird ein Ablösen oder Brechen bei Bewegung verhindert. Entsprechend wird eine gute flächige Kraftverteilung realisiert. Ferner ist eine Kunststoffschicht, insbesondere wenn sie als Kunststofffolie ausgestaltet ist, mit sehr geringem Gewicht realisierbar. Die vom Gurt abgewandte Fläche der Kunststoffschicht kann dabei im Wesentlichen so ausgestaltet sein, wie es für die Anbindung des Anschlussstücks geeignet ist, beispielsweise als glatte Fläche, auf welcher eine feste Klebeverbindung mit dem Anschlussstück realisiert werden kann.

Vorzugsweise ist bei der Stirnlampe die Tragschicht stoffschlüssig mit einem Anschlussstück verbunden. Bevorzugt ist sie verklebt. Über die stoffschlüssige Verbindung ist das Anschlussstück mit dem Gurt fest verbunden, so dass sich die Anbindung der Beleuchtungseinheit oder des Zubehörs an den Gurt gegebenenfalls nur entlang der lösbaren Verbindung von Anschlussstück und Gegenanschlussstück löst, nicht aber an der Verbindung von Anschlussstück und Tragschicht. Insbesondere ermöglicht die Anordnung der Tragschicht ein handelsübliches Befestigungssystem, wie einen Druckverschluss bzw. Dual-Lock-Verschluss aufzukleben. Diese werden am Markt als zuschneidbare Ware, z. B. als Band angeboten und sind bereits mit angebrachter Klebstoffschicht versehen. Solche Klebstoffschichten können problemlos auf die Tragschicht aufgeklebt werden und finden in dieser einen tragfähigen Grund für eine feste Klebeverbindung.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist bei der Stirnlampe ein Zubehörteil eine Versorgungseinheit zur Energieversorgung der Beleuchtungseinheit. Beispielsweise können als Versorgungseinheit Akkus oder Batterien auf dieselbe Art und Weise, vorzugsweise lösbar, an den Gurt angebunden werden wie die Beleuchtungseinheit.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben. In diesen zeigen:

1 eine schematische Draufsicht auf ein Kopfband einer Stirnlampe und

2 einen schematischen Längsschnitt durch das Kopfband gemäß 1 im Bereich eines angebrachten Batteriefachs.

Die Stirnlampe weist einen Gurt 5 auf, an welchem sich ein Anschlussstück 10 zur lösbaren Anbringung einer Beleuchtungseinheit (her nicht gezeigt) befindet. Daneben ist an dem Gurt 5 auch ein Batteriefach 15 als Zubehörteil angebracht, in welchem eine Batterie (hier nicht gezeigt) zur Energieversorgung der Lampe eingelegt werden kann. Der Gurt besteht dabei aus einem Gewebe und kann um den Kopf des Anwenders geschnallt werden.

Dazu ist ein Ende des Gurtes derart umgeschlagen, dass es eine Öse für eine Schnalle 20 bildet. Durch diese Schnalle 20 kann das der Schnalle 20 ferne Ende 25 des Gurtes 5 geführt werden, um den Gurt 5 am Kopf des Anwenders zu befestigen. Zu diesem Zweck ist das Ende 25 des Gurtes 5 an einer Seite als eine Anschlussseite eines Klettverschlusses ausgestaltet, die flächig verteilte Haken aufweist. Dieses Ende 25 des Gurtes 5 kann nach der Durchführung durch die Schnalle 20 an das Gewebe des Gurtes 5 angelegt werden. Die Schlaufenseite des Klettverschlusses wird dabei durch den Gurt 5 selbst gebildet, an dessen Oberfläche die Schlaufen durch die Fasern des Gewebes gegeben sind.

Zur Anbindung der Lampe an den Gurt 5 ist das Anschlussstück 10 auf eine Kunststoffschicht 30 geklebt, die als dünne Folie auf das Gewebe des Gurtes 5 aufgeschmolzen ist. Damit bildet die Kunststoffschicht 30 eine Tragschicht zur Befestigung des Anschlussstücks 10 an dem Gurt.

Auf identische Weise ist ein Anschlussstück 10 zur Anbringung des Batteriefachs 15 am Gurt 5 befestigt. Die Kunststoffschichten 30 sind hier durch Thermotransferfolien/-bänder realisiert. Bei diesen handelt es sich um äußerst dünne Kunststoffpads, die durch Erhitzen auf Gewebe oder Schaumstoffe aufgebracht werden, indem der Kunststoff schmilzt und sich homogen mit der Oberfläche des Gewebes oder des Schaumstoffes verbindet. An der dem Gurt 5 abgewandten Seite bildet sich dabei eine glatte Fläche, welche einen tragfähigen Untergrund für eine Klebverbindung zur Befestigung des Anschlussstückes 10 bildet. Das Anschlussstück 10 ist auf die Oberfläche der Kunststoffschicht 30 aufgeklebt.

An die Lampe und das Batteriefach 15 sind zur lösbaren Anbringung Gegenanschlussstücke 35 angeklebt, welche zu den Anschlussstücken 10 passend ausgestattet sind. Die Anbindung der Lampe und des Batteriefachs 15 an den Gurt 5 erfolgt lösbar über die Verbindung der Anschlussstücke 10 mit den Gegenanschlussstücken 35.

Bei den Anschlussstücken 10 sowie den Gegenanschlussstücken 35, welche mit der Lampe und mit dem Batteriefach 15 verbunden sind, handelt es sich um Anschlussseiten eines Dual-Lock-Verschlusses. Dabei ist die Haltekraft über die Noppendichte und über die Größe der sich berührenden Flächen jeweils geeignet gewählt. Zweckmäßigerweise ist die Haltekraft so spezifiziert, dass einerseits die Haltekraft für die Beleuchtungseinheit bzw. das Zubehör genügend groß für einen sicheren Halt ist. Auf der anderen Seite ist die Haltekraft so klein gewählt, dass der Anwender diese ohne große Schwierigkeiten und ohne Schaden für die Lampe bzw. die Batterie 15 und die Anschlussstücke bzw. die Kunststoffschicht 30 zur Anbindung der Anschlussstücke an den Gurt 5, sowie den Gurt 5 selbst abnehmen kann.

5
Gurt
10
Anschlussstück
15
Batteriefach als Zubehörteil
20
Schnalle
25
Ende des Gurtes
30
Kunststoffschicht als Tragschicht
35
Gegenanschlussstück