Title:
Druckvorrichtung zum Bedrucken der Innenwand einer Lochung eines Werkstücks
Kind Code:
U1


Abstract:

Druckvorrichtung (1) zum Bedrucken einer Innenwand (2) einer in einem Werkstück (3) vorgesehenen Lochung (4), mit einem Druckklischee (5), das einen Aufnahmebereich (6) für ein Druckmedium aufweist, mit einem Übertragungselement (9) zum Übertragen des Druckmediums von dem Druckklischee (5) auf die Innenwand (2) des Werkstücks (3), wobei das Übertragungselement (9) an seinem Außenumfang eine Trägerfläche (10) für das Druckmedium hat, mit einer Positioniereinrichtung, mittels der das Druckklischee (5) und das Übertragungselement (9) zumindest in eine Übertragungsstellung und in eine Übergabestellung relativ zueinander positionierbar sind, wobei in der Übertragungsstellung die Trägerfläche (10) des Übertragungselements (9) zur Aufnahme des Druckmediums in dem Aufnahmebereich (6) angeordnet und in der Übergabestellung zur Übergabe des Druckmediums an die Innenwand (2) von dem Aufnahmebereich (6) beabstandet ist, mit einer Aufweiteinrichtung, mittels welcher der Außenumfang des Übertragungselements (9) zum Übertragen des Druckmediums von der Trägerfläche (10) auf die Innenwand (2) der Lochung (3) aufweitbar ist, dadurch...




Application Number:
DE202008004108
Publication Date:
05/29/2008
Filing Date:
03/25/2008
Assignee:
MUEHLHAEUSER ALEXANDER (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10242489A1N/A2004-03-25



Attorney, Agent or Firm:
Huwer, A., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw. (Freiburg, 79098)
Claims:
1. Druckvorrichtung (1) zum Bedrucken einer Innenwand (2) einer in einem Werkstück (3) vorgesehenen Lochung (4), mit einem Druckklischee (5), das einen Aufnahmebereich (6) für ein Druckmedium aufweist, mit einem Übertragungselement (9) zum Übertragen des Druckmediums von dem Druckklischee (5) auf die Innenwand (2) des Werkstücks (3), wobei das Übertragungselement (9) an seinem Außenumfang eine Trägerfläche (10) für das Druckmedium hat, mit einer Positioniereinrichtung, mittels der das Druckklischee (5) und das Übertragungselement (9) zumindest in eine Übertragungsstellung und in eine Übergabestellung relativ zueinander positionierbar sind, wobei in der Übertragungsstellung die Trägerfläche (10) des Übertragungselements (9) zur Aufnahme des Druckmediums in dem Aufnahmebereich (6) angeordnet und in der Übergabestellung zur Übergabe des Druckmediums an die Innenwand (2) von dem Aufnahmebereich (6) beabstandet ist, mit einer Aufweiteinrichtung, mittels welcher der Außenumfang des Übertragungselements (9) zum Übertragen des Druckmediums von der Trägerfläche (10) auf die Innenwand (2) der Lochung (3) aufweitbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (9) im Wesentlichen hutförmig ausgestaltet ist.

2. Druckvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (9) an in einer Axialrichtung (18) zueinander beabstandeten Lagerstellen (19, 20) an einer Halterung gelagert ist, und dass die Lagerstellen mittels einer Verstellvorrichtung in Axialrichtung (18) relativ zueinander bewegbar sind.

3. Druckvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (9) mit Hilfe der Positioniereinrichtung in Axialrichtung (18) derart auf das Druckklischee (5) zu bewegbar ist, dass die Trägerfläche (10) des Übertragungselements (9) mit dem Druckklischee (5) in Kontakt gerät.

4. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (9) eine Innenhöhlung (21) mit einer Öffnung aufweist, und dass eine erste Lagerstelle (19) an einem die Öffnung umgrenzenden Randbereich des Übertragungselements (9) und eine zweite, relativ zu der ersten Lagerstelle (19) in Axialrichtung (18) bewegbare Lagerstelle (20) an einer von der Öffnung beabstandeten Stelle der Innenwandung des Übertragungselements (9), vorzugsweise am Boden der Innenwandung angeordnet ist.

5. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Außenquerschnitt des Übertragungselements (9), ausgehend von der Trägerfläche (10) zu der am weitesten vorstehenden Stelle des Übertragungselements (9) verjüngt.

6. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung eine Schiebeführung mit einer in einer Lagerhülse (23) in Axialrichtung (18) verschiebbar angeordneten Kolbenstange (24) aufweist, dass die Lagerhülse (23) ortsfest zu der ersten Lagerstelle (19) angeordnet und die Kolbenstange (24) mit der zweiten Lagerstelle (20) verbunden ist oder direkt an dieser angreift.

7. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Halterung ein Rückstellelement angeordnet ist, mittels dem die Lagerstellen (19, 20) in Axialrichtung in eine Ausgangslage vorgespannt sind.

8. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement eine Schraubenfeder (27) oder Spiralfeder ist, die auf der Kolbenstange (24) etwa koaxial zu dieser angeordnet ist und mit ihrem einen Ende gegen die Lagerhülse (23) und mit ihrem anderen Ende gegen die Kolbenstange (24) abgestützt ist.

9. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhöhlung (21) zum pneumatischen und/oder hydraulischen Aufweiten des Übertragungselements (9) mit einem Fluidanschluss (31) verbunden ist.

10. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuereinrichtung aufweist, die derart mit der Aufweiteinrichtung und der Positioniereinrichtung in Steuerverbindung steht, dass die Innenhöhlung (21) mit einem Überdruck beaufschlagt ist, während die Trägerfläche (10) in dem Aufnahmebereich (6) des Druckklischees (5) positioniert ist.

11. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt der Kolbenstange (24) in Axialrichtung (18) von einem Durchtrittskanal (30) durchsetzt ist, und dass die Innenhöhlung (21) über den Durchtrittskanal (30) mit dem Fluidanschluss (31) verbunden ist.

12. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (6) für das Druckmedium etwa ringförmig ausgestaltet ist und in Übertragungsstellung etwa konzentrisch zum Übertragungselement (9) und/oder zur Kolbenstange (24) angeordnet ist.

13. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der die Öffnung umgrenzende Randbereich des Übertragungselements (9) formschlüssig mit einer Flanschplatte (26) verbunden ist, und dass die Flanschplatte (26) lösbar mit einem die Lagerhülse (23) und die Kolbenstange (24) haltenden Trägerteil (25) verbunden ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Druckvorrichtung zum Bedrucken einer Innenwand einer in einem Werkstück vorgesehenen Lochung, mit einem Druckklischee, das einen Aufnahmebereich für ein Druckmedium aufweist, mit einem Übertragungselement zum Übertragen des Druckmediums von dem Druckklischee auf die Innenwand des Werkstücks, wobei das Übertragungselement an seinem Außenumfang eine Trägerfläche für das Druckmedium hat, mit einer Positioniereinrichtung, mittels der das Druckklischee und das Übertragungselement zumindest in eine Übertragungsstellung und in eine Übergabestellung relativ zueinander positionierbar sind, wobei in der Übertragungsstellung die Trägerfläche des Übertragungselements zur Aufnahme des Druckmediums in dem Aufnahmebereich angeordnet und in der Übergabestellung zur Übergabe des Druckmediums an die Innenwand von dem Aufnahmebereich beabstandet ist, mit einer Aufweiteinrichtung, mittels welcher der Außenumfang des Übertragungselements zum Übertragen des Druckmediums von der Trägerfläche auf die Innenwand der Lochung aufweitbar ist. Dabei wird unter einem Druckmedium insbesondere eine Druckfarbe, ein Lack, ein Wachs, ein Gleitmittel, ein Klebstoff oder dergleichen Beschichtungsmittel. verstanden.

Eine derartige Druckvorrichtung zum Bedrucken der Innenwand einer Bohrung in einem Hubkolben für einen Verbrennungsmotor ist aus DE 102 42 489 A1 bekannt. Die Druckvorrichtung hat als Übertragungselement eine Druckwalze, die auf einer an einer Halterung drehbar gelagerten Hohlwelle angeordnet ist. An ihren voneinander beabstandeten axialen Endbereichen hat die Druckwalze Lagerstellen, an denen sie an ihrer Innenseite mit dem Außenumfang der Hohlwelle fest verbunden ist. Zwischen den Lagerstellen hat die Hohlwelle eine Innenhöhlung, an der die Innenwand der Druckwalze radial von der Hohlwelle beabstandet ist. Die Innenhöhlung ist zum radialen Hufweiten der Druckwalze über einen durch die Hohlwelle verlaufenden Druckluftkanal mit Druckluft beaufschlagbar. Unter der Druckwalze ist ein Druckklischee positionierbar. Das Druckklischee hat einen die Form eines Druckbilds aufweisenden Aufnahmebereich, in dem ein Druckmedium, wie z. B. eine Farbe oder ein Lack, angeordnet ist. Zur Aufnahme des Druckmediums wird das Druckklischee unter der Druckwalze positioniert und danach wird die Innenhöhlung der Druckwalze derart mit Druckluft beaufschlagt, dass sich die Druckwalze aufweitet und mit einer an ihrem Außenumfang angeordneten Trägefläche an das Druckklischee angedrückt wird. Gleichzeitig wird die Druckwalze auf dem Druckklischee abgewälzt, sodass sie über ihren gesamten Umfang mit dem Druckklischee in Kontakt gerät. Danach wird die Druckluft abgelassen und das Druckklischee wird von der Druckwalze entfernt. Dann wird die Druckwalze in Axialrichtung in die Bohrung des Hubkolbens eingeführt, ohne mit der Trägerfläche mit der zu bedruckenden Innenwand der Bohrung in Berührung zu geraten. Nachdem die Druckwalze in der Bohrung positioniert ist, wird sie erneut mit Druckluft beaufschlagt. Dabei weitet sich der Durchmesser der Trägerfläche derart auf, dass das daran anhaftende Druckmedium auf die Innenwand der Bohrung übertragen wird. Anschließend wird die Druckluft abgelassen und die Druckwalze wird in Axialrichtung aus der Bohrung entnommen, ohne das die Trägerfläche mit der bedruckten Innenwand der Bohrung in Berührung gerät. Obwohl sich die Druckvorrichtung in der Praxis bewährt hat, weist sie dennoch Nachteile auf. So ist sie für das Bedrucken der Innenwand einer Sacklochbohrung nur bedingst geeignet, weil die Hohlwelle beidseits relativ weit über die Enden der Druckwalze übersteht, so dass diese nicht oder nur mit Abstand zum Boden des Sacklochs in diesem positionierbar ist. Da die Druckwalze relativ große Querschnittsabmessungen erfordert, hat sich außerdem das Bedrucken keiner Bohrungen als schwierig erwiesen.

Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Druckvorrichtung der eingangs genanten Art zu schaffen, die das Bedrucken der Innenwand eines Sacklochs und/oder einer Lochung mit kleinen Querschnittsabmessungen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Übertragungselement im Wesentlichen hutförmig ausgestaltet ist. In vorteilhafter Weise ist es durch die hutförmige Ausgestaltung des Übertragungselements möglich, dieses relativ weit in die Sacklochung einzuführen, um deren Innenwand zu bedrucken oder zu beschichten.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist das Übertragungselement an in einer Axialrichtung zueinander beabstandeten Lagerstellen an einer Halterung gelagert, wobei die Lagerstellen mittels einer Verstellvorrichtung in Axialrichtung relativ zueinander bewegbar sind. Das Druckmedium kann dann auf einfache Weise in der Übertragungsstellung von dem Aufnahmebereich des Druckklischees auf die Trägerfläche des Übertragungselements übertragen werden, indem das Übertragungselement aus einer von dem Druckklischee beabstandeten Ausgangsstellung derart auf das Druckklischee zu bewegt wird, dass sich die Lagerstellen aufeinander zu bewegen und die Trägerfläche des Übertragungselements mit dem Druckklischee in Kontakt gerät. Dabei verformt sich das Übertragungselement derart elastisch, dass es sich in seiner Länge verkürzt und mit der an seinem Umfang angeordneten Trägerfläche in dem das Druckmedium aufweisenden Aufnahmebereich positioniert wird.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Übertragungselement mit Hilfe der Positioniereinrichtung in Axialrichtung derart auf das Druckklischee zu bewegbar, dass die am weitesten vorstehende Stelle des Übertragungselements mit dem Druckklischee in Kontakt gerät. Das Druckmedium kann dann auf einfache Weise in der Übertragungsstellung von dem Aufnahmebereich des Druckklischees auf die Trägerfläche des Übertragungselements automatisch übertragen werden.

Vorteilhaft ist, wenn das Übertragungselement eine Innenhöhlung mit einer Öffnung aufweist, wobei eine erste Lagerstelle an einem die Öffnung umgrenzenden Randbereich des Übertragungselements und eine zweite, relativ zu der ersten Lagerstelle in Axialrichtung bewegbare Lagerstelle an einer von der Öffnung beabstandeten Stelle der Innenwandung des Übertragungselements, vorzugsweise am Boden der Innenwandung angeordnet ist. Das hutförmige Übertragungselement kann dann kompakte Abmessungen aufweisen. Beim Positionieren des hutförmigen Übertragungselements gegen das Druckklischee wird ein Ausweichen der am weitesten vorstehenden Stelle des Übertragungselements quer zur Axialrichtung vermieden. Das Druckmedium kann dadurch mit großer Präzision auf die Trägerfläche aufgebracht werden.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung verjüngt sich der Außenquerschnitt des Übertragungselements, ausgehend von der Trägerfläche zu der am weitesten vorstehenden Stelle des Übertragungselements hin. Das Übertragungselement kann dann besser in eine zu bedruckende Lochung eingeführt oder aus dieser entfernt werden, ohne mit der Innenwand der Lochung in Berührung zu geraten.

Die Verstellvorrichtung weist bevorzugt eine Schiebeführung mit einer in einer Lagerhülse in Axialrichtung verschiebbar angeordneten Kolbenstange auf, wobei die Lagerhülse ortsfest zu der ersten Lagerstelle angeordnet und die Kolbenstange mit der zweiten Lagerstelle verbunden ist oder direkt an dieser angreift. Die Druckvorrichtung ermöglicht dann einen einfache Aufbau.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist an der Halterung ein Rückstellelement angeordnet, mittels dem die Lagerstellen in Axialrichtung in eine Ausgangslage vorgespannt sind. Das hutförmige Übertragungselement stellt sich dann – nachdem es durch Positionieren gegen das Druckklischee verformt und danach von diesem entfernt wurde – wieder in seine Ausgangsform zurück. Dadurch wird beim Einführen des Übertragungselements in die zu bedruckende Lochung zuverlässig vermieden, dass das Übertragungselement und/oder das an dessen Trägerfläche anhaftende Druckmedium aufgrund einer radialen Deformation des Übertragungselements mit der Innenumfangswand der Lochung in Berührung gerät.

Vorteilhaft ist, wenn das Rückstellelement eine Schrauben- oder Spiralfeder ist, die auf der Kolbenstange etwa koaxial zu dieser angeordnet ist und mit ihrem einen Ende gegen die Lagerhülse und mit ihrem anderen Ende gegen die Kolbenstange abgestützt ist. Das hutförmige Übertragungselement kann dann noch kompaktere Querschnittsabmessungen aufweisen.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Innenhöhlung zum pneumatischen und/oder hydraulischen Aufweiten des Übertragungselements mit einem Fluidanschluss verbunden. Dabei erfolgt das Aufweiten des hutförmigen Übertragungselements vorzugsweise mit Hilfe von Druckluft.

Vorteilhaft ist, wenn die Druckvorrichtung eine Steuereinrichtung aufweist, die derart mit der Aufweiteinrichtung und der Positioniereinrichtung in Steuerverbindung steht, dass die Innenhöhlung mit einem Überdruck beaufschlagt ist, während die Trägerfläche in dem Aufnahmebereich des Druckklischees positioniert ist. Das Druckmedium kann dann besser und schneller vom Druckklischee an das Übertragungselement abgegeben werden.

Zweckmäßigerweise ist zumindest ein Abschnitt der Kolbenstange in Axialrichtung von einem Durchtrittskanal durchsetzt, wobei die Innenhöhlung über den Durchtrittskanal mit dem Fluidanschluss verbunden ist. Die Druckluft oder dergleichen Fluid kann dann durch die Kolbenstange hindurch in die Innenhöhlung geleitet und aus dieser abgelassen werden.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Aufnahmebereich für das Druckmedium etwa ringförmig ausgestaltet und in Übertragungsstellung etwa konzentrisch zum Übertragungselement und/oder zur Kolbenstange angeordnet. Dadurch ist es möglich, nur einen vorbestimmten ringförmigen Teilbereich der Innenwand einer Lochung mit dem Druckmedium zu beschichten. Die Druckvorrichtung kann dann beispielsweise dazu verwendet werden, eine Bohrung, in die ein Bolzen eingesetzt werden soll, mit einem Gleitmittel zu beschichten, wobei das Gleitmittel nur an einem zur Öffnung der Bohrung benachbarten ringförmigen Bereich der Innenwand aufgebracht wird, damit es bei Einsetzen des Bolzens nicht aus der Öffnung herausgedrückt wird.

Zweckmäßigerweise ist der die Öffnung umgrenzende Randbereich des Übertragungselements formschlüssig mit einer Flanschplatte verbunden, wobei die Flanschplatte lösbar mit einem die Lagerhülse und die Kolbenstange haltenden Trägerteil verbunden ist. Das Übertragungselement kann dann zusammen mit der Flanschplatte auf einfache Weise beispielsweise von einem Druckkopf demontiert und gegen ein entsprechendes Ersatzteil ausgetauscht werden, wenn das Übertragungselement nach längerer Betriebsdauer einmal verschlissen sein sollte.

Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

1 eine Seitenansicht einer Tampon-Druckvorrichtung,

2 eine Aufsicht auf die Druckvorrichtung,

3 eine Vorderansicht der Druckvorrichtung,

4 eine Aufsicht auf ein Druckklischee,

5 eine Seitenansicht des Druckklischees,

6 einen Längsschnitt durch einen Druckkopf, der ein hutförmiges Übertragungselement aufweist, das an einem Druckklischee positioniert ist, wobei das Übertragungselement hier aufgeblasen ist,

7 einen Längsschnitt durch den Druckkopf, wobei in der linken Hälfte der Zeichnung das Übertragungselement des Druckkopfs in Ausgangsstellung und in der rechten Hälfte der Zeichnung das Übertragungselement in einer Arbeitsstellung dargestellt ist, in welcher der Durchmesser des Übertragungselements erweitert ist,

8 einen Längsschnitt durch den Druckkopf bei in Übertragungsstellung befindlichem Übertragungselement,

9 einen Längsschnitt durch den an der Lochung eines Werkstücks positionierten Druckkopf, wobei sich das Übertragungselement in der Ausgangsstellung befindet, und

10 eine Darstellung ähnlich 9, wobei jedoch das Übertragungselement aufgeweitet und gegen die Innenwand der Lochung positioniert ist.

Eine in 1 bis 3 im Ganzen mit 1 bezeichnete Druckvorrichtung zum Bedrucken einer Innenwand 2 einer in befindlichen Werkstück 3 vorgesehenen Lochung 4 hat ein etwa plattenförmiges Druckklischee 5. In 4 ist erkennbar, dass das Druckklischee 5 einen etwa ringförmigen Aufnahmebereich 6 aufweist, der gegenüber der dazu benachbarten Oberfläche des Druckklischee 5 vertieft angeordnet und mit einem Druckmedium beladen ist.

Das Druckmedium ist bevorzugt ein Gleitmittel für ein in die Lochung 4 einzusetzendes Bauteil, wie z. B. eine Achse, und kann insbesondere ein Wachs sein. Das Werkstück 3 ist an einer Halterung 7 fixiert, die beispielsweise an einem Roboter angeordnet sein kann.

Wie in 4 besonders gut erkennbar ist, weist die Druckvorrichtung 1 einen Druckkopf 8 auf, an dem ein hutförmiges Übertragungselement 9 angeordnet ist, das dazu dient, das Druckmedium von dem Aufnahmebereich 6 des Druckklischees 5 auf die Innenwand 2 des Werkstücks 3 zu übertragen. Das Übertragungselement 9 ist rotationssymmetrisch zu einer Längsmittelachse ausgestaltet. Es sind aber auch andere Ausgestaltungen denkbar, bei denen das Übertragungselement 9 an eine beliebige, zu bedruckende Innenkontur formangepasst ist und beispielsweise oval oder mehreckig ausgebildet ist. Das Übertragungselement 9 besteht aus einem elastisch verformbaren Werkstoff, beispielsweise aus Gummi.

An seinem Außenumfang hat das Übertragungselement 9 eine etwa ringförmig umlaufende Trägerfläche 9, an der das Druckmedium anhaften kann. Das Übertragungselement 9 und das Druckklischee 5 sind mit Hilfe einer Positioniereinrichtung aufeinander zu- und voneinander wegbewegbar.

In 3 ist erkennbar, dass die Positioniereinrichtung eine Führung 12 aufweist, die mit einem Basisteil 13, wie z. B. einem Maschinengehäuse fest verbunden ist. An der Führung 12 ist ein Schlittenteil 14, welches das Druckklischee 5 trägt, in Richtung eines Doppelpfeils 15 auf den Druckkopf 8 zu und von diesem weg verschiebbar gelagert. Zum Positionieren des Schlittenteils 14 entlang der Führung 12 steht dieses mit einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten Positionierantrieb in Antriebsverbindung. Der Positionierantrieb kann einen Elektromotor und/oder einen Pneumatik- bzw. Hydraulikzylinder aufweisen.

Mit Hilfe der Positioniereinrichtung ist das Druckklischee 5 in eine Ausgangsstellung und eine Übertragungsstellung positionierbar. In der Ausgangsstellung ist der Aufnahmebereich 6 des Druckklischees 5 unter einer Abgabeeinrichtung für das Druckmedium angeordnet, die einen mit dem Druckmedium befüllten Vorratsbehälter 16 und in der Zeichnung nicht näher dargestellte Mittel zum Abgeben des Druckmediums an den Aufnahmebereich 6 aufweist.

Außerdem hat die Abgabeeinrichtung ein Rakel, das derart an dem Verschiebeweg des Druckklischees 5 positioniert ist, dass beim Verstellen des Druckklischees 5 von der Ausgangsstellung in die Übertragungsstellung überschüssiges Druckmedium von der Oberfläche des Druckklischees 5 abgerakelt wird.

Die Positioniereinrichtung hat außerdem eine Verstelleinrichtung 17, mittels welcher der Druckkopf 8 zur Übertragung des in dem Aufnahmebereich 6 befindlichen Druckmediums auf die Trägerfläche 10 des Übertragungselements 9 quer zur Richtung des Doppelpfeils 15 in einer Axialrichtung 18 auf den Aufnahmebereich 6 zu- und von diesem wegbewegbar ist. In der in 1 dargestellten Ausgangsstellung ist das Übertragungselement 9 von dem Druckklischee 5 beabstandet und in der Übertragungsstellung kommt das Übertragungselement 9 an dem Druckklischee 5 zu Anlage (8).

In 6 ist erkennbar, dass das Übertragungselement 9 an einer ersten Lagerstelle 19 und an einer zweiten Lagerstelle 20, die unterhalb der ersten Lagerstelle 19 angeordnet ist, gelagert ist. Die Lagerstellen 19, 20 sind mit Hilfe einer noch näher zu beschreibenden Verstellvorrichtung in Axialrichtung 18 relativ zueinander verschiebbar.

Deutlich ist erkennbar, dass das Übertragungselement 9 eine Innenhöhlung 21 mit einer Öffnung aufweist, und dass die erste Lagerstelle 19 an einem die Öffnung umgrenzenden Randbereich 22 des Übertragungselements 9 und die zweite Lagerstelle 20 unterhalb der Öffnung am Boden der Innenwandung des Übertragungselements 9 angeordnet ist.

Die Verstellvorrichtung weist eine Schiebeführung mit einer in einer Lagerhülse 23 in Axialrichtung 18 verschiebbar angeordneten Kolbenstange 24 auf Die Lagerhülse 23 ist fest mit einem Trägerteil 25 des Druckkopfs 8 verbunden und konzentrisch zum Übertragungselement 9 angeordnet. Die Kolbenstange 24 verläuft in Axialrichtung 18 und ragt in Richtung des Bodens des Übertragungselements 9 aus der Lagerhülse 23 heraus. An ihrem freien Ende ist die Kolbenstange 24 an der zweiten Lagerstelle 19 gegen den Boden des Übertragungselements 9 abgestützt. Die erste Lagerstelle 19 ist an einer Flanschplatte 26 angeordnet, die lösbar mit dem Trägerteil 25 verbunden ist.

Auf der Kolbenstange 24 ist als Rückstellelement eine in der Zeichnung nur schematisch dargestellte Schraubenfeder 27 angeordnet, die an ihrem einen Ende gegen die Lagerhülse 23 und an ihrem anderen Ende gegen einen an der Außenmantelfläche der Kolbenstange 24 vorgesehenen kragenförmigen Vorsprung 24 abgestützt ist. In einem dem Vorsprung 24 zugewandten Endabschnitt der Lagerhülse 23 ist die Innenwand der Lagerhülse 23 durch einen ringförmigen Schlitz radial von der Kolbenstange 24 beabstandet. In diesen Schlitz greift die Schraubenfeder 27 ein. An ihrem vom Übertragungselement 9 entfernten Ende hat die Kolbenstange 24 einen Anschlag 29, der zum Begrenzen des Verstellwegs der Kolbenstange 24 gegen die Lagerhülse 23 positionierbar ist.

Die Kolbenstange 24 ist in Axialrichtung 18 von einem Durchtrittskanal 30 durchsetzt, der die Innenhöhlung mit einem Fluidanschluss 31 verbindet, an dem eine Druckluftquelle anschließbar ist. Wie in 7 erkennbar ist, kann die Innenhöhlung 21 des Übertragungselements 9 über den Durchtrittskanal 30 derart mit einem Überdruck beaufschlagt werden, dass sich das Übertragungselement 9 in radialer Richtung aufweitet und zumindest im Bereich der Trägerfläche 10 seinen Durchmesser vergrößert.

Nachdem der Druckkopf 8 mit Hilfe der Positioniereinrichtung gemäß 6 mit dem Übertragungselement 9 an dem Aufnahmebereich 6 des Druckklischees 5 positioniert wurde, wird die Innenhöhlung 21 mit der Druckluftquelle verbunden und der Druckkopf 8 weiter in Axialrichtung 18 auf das Druckklischee 5 zu bewegt, um ihn in Übertragungsstellung zu bringen. Durch einen Vergleich von 6 mit In 8 ist erkennbar, dass sich dabei die Kolbenstange 24 in der Lagerhülse 23 verschiebt. Die Schraubenfeder 27 wird gespannt und die Lagerstellen 19, 20 bewegen sich aufeinander zu. Gleichzeitig wird das Übertragungselement 9 derart elastisch verformt, dass die Trägerfläche 10 in dem Aufnahmebereich 6 des Druckklischees 5 an diesem zur Anlage kommt. Dabei wird das in dem Aufnahmebereich 6 befindliche Druckmedium zumindest teilweise an die Trägerfläche 10 abgegeben.

Der Druckkopf 8 wird nun mittels der Positioniereinrichtung in Axialrichtung 18 vom Druckklischee 5 wegbewegt und der Überdruck in der Innenhöhlung 21 wird abgelassen. Die Schraubenfeder 27 entspannt sich, bis die Kolbenstange 24 mit dem Anschlag 29 an der Lagerhülse zur Anlage kommt. Dabei nimmt das Übertragungselement 9 wieder die in 6 dargestellte Ausgangslage ein.

Nachdem das Übertragungselement 9 von dem Druckklischee 5 abgehoben wurde, wird dieses entsprechend dem Doppelpfeil 15 in Richtung seiner Ausgangslage zurückbewegt und danach wird der Druckkopf 8 zum Übertragen des an der Trägerfläche 10 anhaftenden Druckmediums auf die Innenwand 2 der Lochung 4 in die Übertragungsstellung gebracht. Dazu wird der Druckkopf 8 in Axialrichtung auf das Werkstück 3 zu bewegt, um das Übertragungselement 9 derart in der Lochung 4 zu positionieren, dass seine Trägerfläche 10 der Innenwand der Lochung 4 zugewandt ist. Der Außenquerschnitt des Übertragungselements 9 und die Querschnittsabmessungen der Lochung 4 sind derart aufeinander abgestimmt, das beim Einführen des Übertragungselements 9 in die Lochung 2 eine Berührung des an der Trägerfläche 19 anhaftenden Druckmediums mit der Innenwand 2 vermieden wird.

Nachdem das Übertragungselement 9 in die Übertragungsstellung gebracht wurde, wird die Innenhöhlung 21 über den Durchtrittskanal 30 derart mit Überdruck beaufschlagt, dass sich das Übertragungselement 9 aufweitet und das an seiner Trägerfläche 10 anhaftende Druckmedium mit der Innenwand 2 in Berührung gerät. Dabei wird das Druckmedium zumindest teilweise auf die Innenwand 2 übertragen (8).

Nun wird der Überdruck aus der Innenhöhlung 21 entfernt, um die Aufweitung des Übertragungselements 9 rückgängig zu machen. Danach wird das Übertragungselement 9 durch entsprechendes Positionieren des Druckkopfs 8 in Axialrichtung 18 aus der Innenhöhlung 2 entnommen, ohne mit der Innenwand 2 in Berührung zu geraten. Dann wird der Druckkopf in die Ausgangsstellung zurückbewegt.

Erwähnt werden soll noch, dass die Druckvorrichtung eine automatische Reinigungseinrichtung 32 aufweist, die ein Reinigungsband 33 hat, das derart an dem Übertragungselement 9 positionierbar ist, dass zumindest die Trägerfläche 10 mit dem Reinigungsband 33 in Kontakt gerät. Zum Reinigen des Übertragungselements 9 wird das Reinigungsband 33 anstelle des Druckklischees 5 unter dem Übertragungselement 9 positioniert, um danach den Druckkopf 8 auf das Reinigungsband 33 zuzubewegen. Die Bewegung des Druckkopfs 8 entspricht dabei im Wesentlich der Bewegung des Druckkopfs 8 beim Aufnehmen des Druckmediums aus dem Aufnahmebereich 6 des Druckklischees 5.

Die Positioniereinrichtung, die Druckluftquelle und gegebenenfalls die Reinigungseinrichtung 32 sind mit einer in der Zeichnung nicht näher dargestellten Steuereinrichtung verbunden.