Title:
Handleuchte für Restauratoren
Kind Code:
U1


Abstract:

Handleuchte zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten umfassend
a) ein Gehäuse (102),
b) eine erste Gruppe von Weißlicht-LEDs (108), welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs (108) auf einem 1 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 50 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist,
c) eine zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs (110), welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs (110) auf einem 4,5 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 20–30 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist,
d) mindestens eine UV-LED (112) zur Emission von Strahlung im Bereich von 320 nm bis 390 nm.




Application Number:
DE202007013972
Publication Date:
11/06/2008
Filing Date:
10/05/2007
Assignee:
ConExLite GbR (vertretungsberechtigte Gesellschafter: Melanie Dropmann, 45145 Essen
Tobias Fischer, 45145 Essen) (Essen, 45145, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Buchenau, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw. (Köln, 50667)
Claims:
1. Handleuchte zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten umfassend
a) ein Gehäuse (102),
b) eine erste Gruppe von Weißlicht-LEDs (108), welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs (108) auf einem 1 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 50 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist,
c) eine zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs (110), welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs (110) auf einem 4,5 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 20–30 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist,
d) mindestens eine UV-LED (112 ) zur Emission von Strahlung im Bereich von 320 nm bis 390 nm.

2. Handleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Steuereinheit sowie ein Anschluss für eine externe Leuchte (150) zur Emission von Licht mit Wellenlängen zwischen 400 nm und 550 nm vorgesehen ist.

3. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ferner ein portabler Energiespeicher zur Energieversorgung vorgesehen ist.

4. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gruppe von Weißlicht-LEDs (108) insgesamt 12 LEDs umfasst.

5. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs (110) insgesamt 12 LEDs umfasst.

6. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte mindestens drei UV-LEDs (112) umfasst.

7. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-LEDs (112) im wesentlichen jeweils den gleichem Abstand zum Mittelpunkt der Abstrahlfläche (104) aufweisen.

8. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Weißlicht-LEDs (108) in vier Reihen sechs LEDs angeordnet sind.

9. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Weißlicht-LEDs (108, 110) in gleichem Abstand zueinander angeordnet sind.

10. Handleuchte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass Weißlicht-LEDs (110) der zweiten Gruppe kreuzförmig angeordnet sind, und zwar insbesondere in der ersten und vierten Reihe an den Positionen 3 und 4 und in der zweiten und dritten Reihe an den Positionen 2 bis 5.

11. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs (108, 110, 112) und/oder die Steuereinheit und/oder der portable Energiespeicher innerhalb des Gehäuses (102) angeordnet sind.

12. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) Mittel zum Schutz vor dem Eindringen von Staub und/oder vor dem Eindringen von Spritzwasser und/oder Strahlwasser aufweist.

13. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus Aluminium, gefertigt ist.

14. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) eine im wesentlichen quaderförmige Außenkontur aufweist.

15. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) eine im wesentlichen glattflächige Außenkontur aufweist.

16. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (102) ein Griff (120) angeordnet ist.

17. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalter zur Aktivierung der ersten Gruppe von Weißlicht-LEDs (108), der zweiten Gruppe von Weißlicht-LEDs (110), der UV-LEDs (112) und ggf. der Steuereinheit für die externe Leuchte (150) vorgesehen ist.

18. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerelement zur Steuerung der Lichtleistung vorgesehen ist.

19. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein Gewicht von weniger als 2 kg, vorzugsweise weniger als 1,5 kg, aufweist.

20. Handleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtemperatur der ersten Gruppe von Weißlicht-LEDs (108) und/oder der zweiten Gruppe von Weißlicht-LEDs (110) im Bereich von 5000 K bis 5800 K liegt, insbesondere, dass die Farbtemperatur zwischen 5300 und 5500 K liegt.

21. Kombination einer Handleuchte (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Leuchte (150) umfassend mehrere Blaulicht-LEDs (154) zur Emission von Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 550 nm, insbesondere zwischen 460 nm und 480 nm.

22. Kombination nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaulicht-LEDs (154) derart angeordnet sind, dass diese in mindestens zwei, vorzugsweise drei Ebenen angeordnet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Handleuchte zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten.

Restauratoren benötigen zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten unterschiedliche Leuchten, um die Restaurierungsobjekte nach verschiedenen Kriterien untersuchen zu können. In der Praxis werden regelmäßig eine Vielzahl von einzelnen Leuchten eingesetzt, wie beispielsweise leistungsstarke Flächenstrahler, Spotstrahler zur gezielten Ausleuchtung kleinerer Flächen aus großen Entfernungen oder UV-Leuchten zur Sichtbarmachung von Fluoreszenzen. Die meisten der bekannten Leuchten werden mit Leuchtstoff- bzw. UV-Röhren betrieben.

In der täglichen Praxis werden die vorstehend genannten Leuchten häufig im Wechsel benötigt. Ferner sind die bekannten leistungsstarken Restauratorenlampen sehr schwer. Die Verwendung der bekannten Leuchte kostet daher zum einen aufgrund des häufig erforderlichen Wechsels viel Zeit. Außerdem erfordert das Handling der bekannten Leuchten erhebliche körperliche Kondition und Muskelkraft des Restaurators.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Handleuchte zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten zur Verfügung zu stellen, welche das Inspizieren und Bearbeiten von Restaurierungsobjekten erleichtert.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1 bzw. 21.

Demzufolge umfasst eine erfindungsgemäße Handleuchte zur Inspektion und Bearbeitung von Restaurierungsobjekten:

  • a) ein Gehäuse,
  • b) eine erste Gruppe von Weißlicht-LEDs, welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs auf einem 1 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 50 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist,
  • c) eine zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs, welche derart angeordnet und dimensioniert sind, dass mit diesen Weißlicht-LEDs auf einem 4,5 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 20–30 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux beleuchtbar ist und
  • d) mindestens eine UV-LED zur Emission von Strahlung im Bereich von 320 nm bis 390 nm.

Die erfindungsgemäße Handleuchte weist also unterschiedliche LEDs auf, welche die vorstehend beschriebenen technischen Anforderungen erfüllen. Die Verwendung der ausgewählten LED-Typen ermöglicht es, eine kompakte Handleuchte speziell für den Restauratorenbedarf zu konzipieren. Die erfindungsgemäße Leuchte weist eine Vielzahl von Funktionen auf und weist dennoch eine handliche Baugröße und ein niedriges Gewicht auf. Der Restaurator muss daher nicht mehr zwischen einzelnen Leuchten wechseln und kann die Leuchte aufgrund ihres niedrigen Gewichts auch längere Zeiträume bequem halten. Er spart somit Kraft und Zeit. Die Handleuchte lässt sich mit einem Gewicht von weniger 2 kg, vorzugsweise sogar weniger als 1 kg herstellen. Dies ermöglicht auch körperlich schwächeren Restauratoren ein bequemes und dauerhaftes Halten der Leuchte.

Vorzugsweise ist mit der ersten Gruppe von Weißlicht-LEDs auf einem 1 m entfernten Objekt eine kreisförmige Fläche mit einem Durchmesser von 50 cm an jeder Stelle mit einer Beleuchtungsstärke von 750 Lux beleuchtbar. Besonders bevorzugt ist eine Beleuchtung in dem beschriebenen Bereich mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 1000 Lux möglich. Die genannten bevorzugten und besonders bevorzugten Beleuchtungsstärken gelten auch für die zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs. Die Verwendung von LEDs ist besonders vorteilhaft, da diese, aufgrund ihrer kleinen Abmessungen, in einem kompakten Gehäuse angeordnet werden können und es ermöglichen, unterschiedliche Funktionen in nur einer Handleuchte zu integrieren. LEDs sind stoß- und vibrationsfest und bei Verwendung von LEDs besteht keine Ex- bzw. Implosionsgefahr. Mit LEDs ist der Betrieb auch bei extrem niedrigen und hohen Umgebungstemperaturen möglich. Die mindestens eine UV-LED zur Emission von Strahlung im Bereich von 320 nm bis 390 nm emittiert vorzugsweise nur Strahlung im Bereich von 360 nm bis 370 nm, besonders bevorzugt Strahlung in einem engen Bereich um 365 nm. Der weitere Vorteil beim Einsatz von UV-LEDs, im Vergleich zu bisherigen Leuchtstofflampen, liegt darin, dass LEDs praktisch keine Vorwärmzeit benötigen, um ihre volle Strahlungsleistung abzugeben.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform weist die Handleuchte eine Steuereinheit sowie einen Anschluss für eine externe Leuchte zur Emission von Licht mit Wellenlängen zwischen 400 nm und 550 nm auf. In diesem Fall kann mit der erfindungsgemäßen Handleuchte eine weitere externe Leuchte zur Abgabe von Blaulicht angesteuert und mit Energie versorgt werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, dass der Anschluss für die externe Leuchte mit der externen Leuchte verbunden wird. Dies hat den Vorteil, dass die weitere externe Leuchte zur Emission von Licht mit Wellenlängen zwischen 450 nm und 550 nm keine eigene Energieversorgung und somit auch kein für die Energieversorgung zusätzliches Gewicht aufweist. Die externe gewichtsminimierte Leuchte kann dann über die Steuereinheit und den Anschluss betrieben werden. In einer bevorzugten Ausführungsform emittiert die externe Leuchte Licht mit Wellenlängen zwischen 460 nm und 480 nm, in einer besonders bevorzugten Ausführungsform Licht in einem Bereich um 470 nm.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Handleuchte weist diese einen portablen Energiespeicher zur Energieversorgung auf. Ein solcher Energiespeicher, zum Beispiel in Form eines Akkumulators, hat den Vorteil, dass die Handleuchte unabhängig von einer Netzstromversorgung betrieben werden kann.

In einer speziellen Ausführungsform umfasst die erste Gruppe von Weißlicht-LEDs und die zweite Gruppe von Weißlicht-LEDs insgesamt 12 LEDs. Es hat sich herausgestellt, dass mit 12 solcher LEDs sowohl das eingangs genannte Merkmal b) als auch das Merkmal c) verwirklicht werden können. Dabei ist es möglich, die vorstehend genannten Merkmale mit jeweils 12 LEDs oder mit insgesamt 12 LEDs zu erreichen.

Sofern die gleichen 12 LEDs verwendet werden sollen, muss durch entsprechende verstellbare Fokussierungsoptiken gewährleistet werden, dass das Licht bündel- bzw. streubar ist. Sofern jeweils 12 LEDs eingesetzt werden, können die Merkmale b) bzw. c) durch fest installierte Optiken realisiert werden. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass kein Verstellmechanismus erforderlich ist. Die Umstellung zwischen Flächenstrahler (Merkmal b)) und Spotstrahler (Merkmal c)) erfolgt dann durch einfaches Aktivieren bzw. Deaktivieren der entsprechenden Gruppe von Weißlicht-LEDs.

Wenn die erfindungsgemäße Leuchte mindestens 3 UV-LEDs umfasst, kann ein für die Inspektion von Restaurierungsobjekten sinnvoller Nahbereich bestrahlt werden.

Bevorzugt werden die UV-LEDs mit einem im wesentlichen gleich großen Abstand zum Mittelpunkt der Abstrahlfläche angeordnet. Dies erleichtert es, mit der Handleuchte die die UV-Strahlen auf die zu inspizierende Fläche zu richten, da dazu lediglich die Leuchte zentriert über dem zu bestrahlenden Bereich positioniert werden muss.

Wenn die erste Gruppe von Weißlicht-LEDs jeweils 12 LEDs umfasst, ist es vorteilhaft, die Weißlicht-LEDs in vier Reihen à 6 LEDs anzuordnen. Diese Anordnung erlaubt eine effiziente Beleuchtung und eine gute Ausnutzung des Gehäusebauraums. Eine besonders homogene Lichtverteilung ergibt sich, wenn jeweils benachbarte Weißlicht-LEDs der gleichen Gruppe in konstantem Abstand zueinander angeordnet sind.

Gemäß einer bevorzugten Anordnung sind die Weißlicht-LEDs der zweiten Gruppe kreuzförmig angeordnet, und zwar in der ersten und vierten Reihe an den Positionen 3 und 4 und in der zweiten und dritten Reihe an den Positionen 2 bis 5.

Vorzugsweise werden sämtliche LEDs und/oder die Steuereinheit und/oder der portable Energiespeicher innerhalb des Gehäuses angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass diese Bauteile vor äußeren Einflüssen, insbesondere vor mechanischer Beschädigung, geschützt sind.

Besonders bevorzugt ist ein Gehäuse, welches Mittel zum Schutz vor dem Eindringen von Staub und/oder vor dem Eindringen von Spritzwasser und/oder Strahlwasser aufweist. Die Verwendung eines solchen Gehäuses stellt sicher, dass die innerhalb des Gehäuses angeordneten Komponenten auch bei Verwendung in feuchten und/oder sehr staubigen Umfeldern keinen Schaden nehmen. Eine erfindungsgemäße Handleuchte kann in diesem Fall bedenkenlos auch auf Baustellen oder bei unbeständiger Witterung im Freien angewendet werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist das Gehäuse aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus Aluminium gefertigt. Metallische Werkstoffe bieten den Vorteil, dass etwaige Wärme gut und unmittelbar an die Umgebung abgeleitet und damit eine Aufheizung des Gehäuse Inneren vermieden wird. Aluminium hat ferner den Vorteil, dass es eine niedrige Dichte aufweist und daher im Vergleich zu anderen metallischen Werkstoffen ein niedriges Gewicht aufweist. Ferner ist Aluminium korrosionsbeständig. Sofern Kosten eingespart werden sollen, könnte auch ein Metall mit höherer Dichte verwendet werden. Um das Gewicht der Handleuchte weiter zu reduzieren, könnte statt Aluminium auch Magnesium oder ein anderer Werkstoff mit niedrigerer Dichte verwendet werden. Da die LEDs sehr effizient sind und somit nur wenig Wärme produzieren, ist es auch möglich, als Werkstoff für das Gehäuse einen Kunststoff zu wählen.

Insbesondere wenn die LEDs, die Steuereinheit und der portable Energiespeicher innerhalb des Gehäuses angeordnet sind und das Gehäuse eine im wesentlichen quaderförmige Außenkontur aufweist, kann die erfindungsgemäße Handleuchte kippsicher auf jeder glatten Fläche abgelegt werden.

Wenn die erfindungsgemäße Handleuchte ferner ein Gehäuse mit einer im wesentlichen glattflächigen Außenkontur aufweist, kann diese sehr gut gereinigt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist an dem Gehäuse ein Griff angeordnet, welcher das Greifen und Halten der Handleuchte erleichtert. Der Griff ist vorzugsweise an der Rückseite des Gehäuses, auf der gegenüberliegenden Seite der Abstrahlfläche angeordnet.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist ein Schalter zur Aktivierung der ersten Gruppe von Weißlicht-LEDs, der zweiten Gruppe von Weißlicht-LEDs, der UV-LEDs und ggf. der Steuereinheit für die externe Leuchte vorgesehen. Vorzugsweise wird für den Schalter ein Drehschalter verwendet, dessen Position bereits anzeigt, welche Funktion der Handleuchte aktiviert ist.

Wenn ein Steuerelement zur Steuerung der Lichtleistung vorgesehen ist, kann die Lichtleistung für jeden Verwendungszweck der Handleuchte entsprechend angepasst werden. Dies hat den Vorteil, dass die Verwendungszeit der erfindungsgemäßen Handleuchte mit einem Akkumulator oder sonstigen Energiespeicher deutlich verlängert werden kann. Die technische Umsetzung dieses Steuerelements erfolgt vorzugsweise mit einem Schaltregler.

Um die erfindungsgemäße Handleuchte auch längere Zeit ohne zusätzliche Hilfsmittel manuell halten zu können, weist diese ein Gewicht weniger als 2 kg, bevorzugt weniger als 1,5 kg, besonders bevorzugt weniger als 1 kg auf.

In einer vorteilhaften Ausführungsform liegt die Farbtemperatur der ersten Gruppe von Weißlicht-LEDs (108) und/oder der zweiten Gruppe von Weißlicht-LEDs (110) im Bereich von 5000 K bis 5800 K liegt, bevorzugt zwischen 5300 und 5500 K und besonders bevorzugt in einem engen Bereich um 5400 K. Im einem engen Bereich um die Farbtemperatur von 5400 K wird eine für die Inspektion von Restaurierungsobjekten besonders geeignete Farbwiedergabe erzielt.

Die Erfindung betrifft auch die Kombination einer erfindungsgemäßen Handleuchte mit einer Leuchte umfassend mehrere Blaulicht-LEDs zur Emission von Licht mit Wellenlängen zwischen 400 nm und 550 nm, bevorzugt zwischen 460 nm und 480 nm und besonders bevorzugt in einem engen Bereich um 470 nm.

Vorzugsweise kann die Kombination aus der erfindungsgemäßen Handleuchte und einer Leuchte mit mehreren Blaulicht-LEDs mit nur einem Energiespeicher und einer in der erfindungsgemäßen Handleuchte vorgesehenen Steuereinheit und einem Anschluss betrieben werden.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kombination ist die externe Leuchte mit mehreren Blaulicht-LEDs auch unabhängig von der erfindungsgemäßen Handleuchte mit einem Akkumulator betreibbar. Dies hat den Vorteil, dass die erfindungsgemäße Handleuchte und die mehrere Blaulicht-LEDs umfassende Leuchte unabhängig voneinander betreibbar sind.

Vorzugsweise sind die Blaulicht-LEDs in der externen Leuchte derart angeordnet, dass diese in mindestens 2 vorzugsweise 3 Ebenen angeordnet sind.

Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Handleuchte im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf die Vorderseite einer erfindungsgemäßen Handleuchte,

2 eine Draufsicht auf die Rückseite einer erfindungsgemäßen Handleuchte sowie

3 den Innenraum einer externen Blaulicht-Einheit ohne Bodenelement sowie

4 eine Seitenansicht der in 3 gezeigten Blaulicht-Einheit mit Bodenelement.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Handleuchte 100 mit deren Gehäuse 102, insbesondere der Gehäusefläche auf der Abstrahlseite. In der Mitte der Gehäusefläche ist eine Abstrahlfläche 104 angeordnet. Die Abstrahlfläche 104 wird durch eine mit der Gehäusefläche auf der Abstrahlfläche bündig abschließenden transparenten Scheibe 106 gebildet. Die transparente Scheibe 106 kann aus Kunststoff, Glas oder einem anderen transparenten Werkstoff bestehen. Der Werkstoff muss aber die in den UV-LEDs verwendete Wellenlänge ohne Einschränkung durchdringen lassen, um eine sinnvolle Untersuchung durchführen zu können.

Hinter der transparenten Scheibe 106 sind zwölf Weißlicht-LEDs 108 einer ersten Gruppe, zwölf Weißlicht-LEDs 110 einer zweiten Gruppe und 3 UV-LEDs 112 angeordnet. Die Weißlicht-LEDs 108, 110 sind in vier (in 1 vertikal von unten nach oben verlaufenden) Reihen angeordnet, wobei die Weißlicht-LEDs 108 der ersten Gruppe in der ersten und vierten Reihe an den Positionen 1, 2, 5 und 6 und in den Reihen zwei und drei an den Positionen 1 und 6 angeordnet sind. Der Abstand zweier benachbarter LEDs voneinander ist jeweils konstant und beträgt vorzugsweise 1 bis 5 cm.

Die UV-LEDs 112 sind zwischen den Weißlicht-LEDs so angeordnet, dass der Abstand zum Mittelpunkt 114 der Abstrahlfläche 106 jeweils gleich groß ist.

2 zeigt die der Abstrahlfläche gegenüberliegende rückseitige Fläche der in 1 gezeigten Handleuchte 100. An dieser rückseitigen Fläche ist entlang der Längsachse der Handleuchte 100 ein Griff 120 angeordnet. Der Griff 120 weist im Längsschnitt ein U-förmiges Profil auf. Seine Länge beträgt ca. 15 cm, so dass die Handleuchte 100 bequem mit einer Hand gegriffen und gehalten werden kann.

Auf der Rückseite des Gehäuses 102 ist ferner ein Bedienfeld 122 angeordnet. Das Bedienfeld 122 umfasst einen ersten Drehschalter 124, welcher die Positionen 0 (Aus), F (Flächenstrahler), P (Punkt- bzw. Spotstrahler), U (UV-Strahler) und B (Blaulicht-Strahler) aufweist. Über den ersten Drehschalter 124 kann die gewünschte Betriebsart der Leuchte 100 gewählt werden. Ferner weist das Bedienfeld 122 einen zweiten Drehschalter 126 auf. Mit dem zweiten Drehschalter 126 kann die Lichtleistung der Handleuchte eingestellt werden. Mit Ausnahme der hervorstehenden Drehschalter 124, 126 und des Griffs 120 weist das Leuchtengehäuse eine im wesentlichen glattflächige Kontur auf. Dadurch ist die Handleuchte 100 insbesondere auf der in 1 gezeigten Vorderseite gut zu reinigen.

Die in den 1 und 2 gezeigte Handleuchte 100 weist ferner einen Akkumulator (nicht gezeigt), einen Anschluss (nicht gezeigt) und eine Steuereinheit (nicht gezeigt) für eine Blaulicht-Einheit sowie ein Netzanschlusskabel (nicht gezeigt) auf. Der Akkumulator und der Anschluss bzw. die Steuerung für die Blaulicht-Einheit sind zusammen mit den LEDs 108, 110, 112 innerhalb des Gehäuses angeordnet und somit vor äußeren Einflüssen geschützt.

Die Höhe der in den 1 und 2 gezeigten Handleuchte 100 (ohne Griff und Drehschalter), d. h. der Abstand der vorderen in 1 gezeigten Fläche von der hinteren in 2 gezeigten Fläche des Gehäuses, beträgt ca. 3 cm. Das Gewicht der in den 1 und 2 gezeigten Handleuchte 100 beträgt ca. 1 kg.

Die 3 und 4 zeigen eine Blaulicht-Einheit 150, welche wahlweise über den Anschluss und die Steuereinheit der Handleuchte 100 oder über einen separaten Akkumulator oder über ein Netzstromkabel betrieben werden kann. Für den Betrieb über ein Netzstromkabel oder über den Anschluss der Handleuchte 100 weist die Blaulicht-Einheit 150 ein Anschlusskabel 152 auf. Bei Betrieb der Blaulicht-Einheit 150 über einen separaten Akkumulator wird dieser Akkumulator in das Gehäuse der Blaulicht-Einheit 150 eingeschoben und über einen in der Blaulicht-Einheit vorgesehenen Schaltregler mit den Blaulicht-LEDs 154 verbunden.

Wie in 3 gezeigt, weist die Blaulicht-Einheit 150 insgesamt sechs Blaulicht-LEDs 154 auf, wobei zwei Blaulicht-Einheiten 154 an der Deckwand und jeweils zwei Blaulicht-LEDs 154 an den Seitenlängswänden der Blaulicht-Einheit 150 angeordnet sind.

Wie der in 4 gezeigten Seitenansicht der Blaulicht-Einheit 150 zu sehen, weist die Blaulichteinheit eine im wesentlichen quaderförmige Grundform auf. Sie besteht aus dem in 3 von innen gezeigten Grundkörper 156 und einem in 4 zu erkennenden, im wesentlichen flachen Bodenelement 158.

Die Blaulicht-Einheit 150 kann beispielsweise dazu verwendet werden, die aus Restaurierungsobjekten entnommenen Proben in mit einem flüssigen, lichthärtbaren Kunststoff befüllten Formen auszuhärten. Diese Formen werden dann auf dem Bodenelement 158 angeordnet und durch Bestrahlung mit den Blaulicht-LEDs 154 ausgehärtet.

100
Handleuchte
102
Gehäuse
104
Abstrahlfläche
106
transparente Scheibe
108
Weißlicht-LED der ersten Gruppe
110
Weißlicht-LED der zweiten Gruppe
112
UV-LED
114
Mittelpunkt der Abstrahlfläche
120
Griff
122
Bedienfeld
124
erster Drehschalter
126
zweiter Drehschalter
150
Blaulicht-Einheit
152
Anschlusskabel
154
Blaulicht-LED
156
Grundkörper
158
Bodenelement