Title:
Blasvorrichtung für einen Bogenausleger einer Verarbeitungsmaschine
Kind Code:
U1


Abstract:

Blasluftvorrichtung für einen Bogenausleger einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Druckmaschine, mit mindestens einem länglichen Luftführungsrohr für eine Blasluftbeaufschlagung von abzulegenden Bögen, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) zur Einstellung seines Rohrverlaufs in sich richtungsverstellbar ausgebildet ist.




Application Number:
DE202007010689
Publication Date:
10/18/2007
Filing Date:
08/01/2007
Assignee:
MAN Roland Druckmaschinen AG (Offenbach, 63075, DE)
International Classes:



Claims:
1. Blasluftvorrichtung für einen Bogenausleger einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Druckmaschine, mit mindestens einem länglichen Luftführungsrohr für eine Blasluftbeaufschlagung von abzulegenden Bögen, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) zur Einstellung seines Rohrverlaufs in sich richtungsverstellbar ausgebildet ist.

2. Blasluftvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) mehrere, reihenförmig angeordnete, einzelne Rohrabschnitte (16) aufweist, die gelenkig miteinander verbunden sind.

3. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) an seinem einen Stirnende eine Luftaustrittsöffnung (24) aufweist.

4. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) an seinem anderen Stirnende eine Lufteintrittsöffnung (25) aufweist.

5. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an das eine Stirnende eine Blasdüse (26) angeschlossen ist.

6. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (26) eine Runddüse oder eine Flachdüse ist.

7. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrabschnitte (16) dieselbe Form aufweisen.

8. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrabschnitte (16) jeweils einen ersten und einen zweiten Endbereich (17, 18) aufweisen, wobei der erste Endbereich (17) eines Rohrabschnitts (16) mit dem zweiten Endbereich (18) des folgenden Rohrabschnitts (16) ein Gelenk (19) bildet.

9. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Endbereich (17, 18) eines Rohrabschnitts (16) einstückig mit einem zwischen den Endbereichen liegenden Mittelbereich (34) des Rohrabschnitts (16) ausgebildet ist.

10. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (19) ein Kugelgelenk ist.

11. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere Luftführungsrohre (15), die von einem Luftverteiler (29) ausgehen.

12. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsrohr (15) oder jedes Luftführungsrohr (15) zum Ein- und Ausschalten der Luftführung und/oder zur Einstellung des Luftvolumenstroms eine Schalteinrichtung (28) und/oder eine Stelleinrichtung (28) aufweist.

13. Blasluftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Blasrohr (10), das in seiner Mantelfläche mindestens eine Blasöffnung (11) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Blasvorrichtung für einen Bogenausleger einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Druckmaschine, mit mindestens einem länglichen Luftführungsrohr für eine Blasluftbeaufschlagung von abzulegenden Bögen.

Eine Blasluftvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE 196 31 814 C1 bekannt. Sie besitzt eine Baugruppe miteinander verbundener Blasrohre, deren Mantelflächen jeweils mit Blasluftöffnungen versehen ist, aus denen Blasluft austritt, die die Bogenablage unterstützt. Die bekannte Blasluftvorrichtung hat sich bewährt. Dennoch ist ein gelegentlicher Bogenstau nicht auszuschließen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Blasluftvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die die Gefahr eines Bogenstaus weiter vermindert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Luftführungsrohr zur Einstellung seines Rohrverlaufs in sich richtungsverstellbar ausgebildet ist. Hierdurch lässt sich das Luftführungsrohr individuell im Hinblick auf seinen Rohrverlauf und damit bezüglich der Position und Richtung des austretenden Blasluftstroms einstellen, um insbesondere ein punktuelles Niederdrücken von sich bildenden Erhöhungen im Bogenmaterial beim Ablegen der Bögen zu vermeiden. D.h., besteht die Gefahr, dass sich derartige Erhöhungen im Bogenmaterial bilden könnten, so sorgt das individuell einstellbare Luftführungsrohr für ein individuelles Geblasen einer derartigen Erhöhung mit der Folge, dass sich die Erhöhung nicht ausbildet, sodass das Bogenmaterial mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verbessert abgelegt werden kann. Die Erfindung umfasst selbstverständlich die Möglichkeit, dass mehr als ein Luftführungsrohr vorgesehen ist, sodass eine entsprechende Anzahl von vorzugsweise im Wesentlichen punktuellen Bereichen eines abzulegenden Bogens jeweils mit mindestens einem Blasluftstrahl beblasen werden kann. Die so gebildete „gelenkige" Blasluftvorrichtung, die mindestens ein Luftführungsrohr aufweist, ermöglicht im Bereich des Bogenformats die individuelle Positionierung und Richtungseinstellung von mindestens einem Blasluftstrahl. In diesem Zusammenhang ist es möglich, dass zusätzlich zu dem mindestens einen verstellbar ausgebildeten Luftführungsrohr eine positionsfeste Beblasung gemäß dem Gegenstand der DE 196 31 814 C1 oder eine entsprechende feststehende Beblasung durchgeführt wird. Da das Luftführungsrohr in sich richtungsverstellbar ausgebildet ist, weist es eine entsprechende Flexibilität auf und kann daher auch als Luftführungsschlauch bezeichnet werden. Bevorzugt ist das Luftführungsrohr aus einer Vielzahl von Modulen zusammengesetzt, die gelenkig miteinander verbunden sind, sodass insgesamt ein Gelenkschlauch vorliegt.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Luftführungsrohr mehrere, reihenförmig angeordnete, einzelne Rohrabschnitte aufweist, die gelenkig miteinander verbunden sind. Die gelenkige Verbindung der einzelnen Rohrabschnitte sorgt dafür, dass der Rohrverlauf in gewünschter Weise eingestellt werden kann.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn das Luftführungsrohr an seinem einen Stirnende eine Luftaustrittsöffnung aufweist. Das Luftführungsrohr wird entlang seiner Längserstreckung von Luft durchströmt, die – anders als beim Gegenstand der DE 196 31 814 C1 – nicht aus der Mantelfläche des Rohres austritt, sondern aus dem Stirnende, d.h., die Position und Richtungseinstellung des Stirnendes bestimmt die Position und Richtung des austretenden Blasluftstroms.

Entsprechend der vorstehend erläuterten Lage der Luftaustrittsöffnung ist insbesondere vorgesehen, dass das Luftführungsrohr an seinem anderen Stirnende eine Lufteintrittsöffnung aufweist. Die Luft tritt demgemäß in die Lufteintrittsöffnung ein, durchsetzt das Luftführungsrohr entlang seiner Längserstreckung und tritt am gegenüberliegenden Stirnende aus der erwähnten Luftaustrittsöffnung aus. Die austretende Luft bildet den Blasluftstrahl zur Beaufschlagung der abzulegenden Bögen, wobei es bevorzugt auch möglich ist, dass die Luft nicht direkt aus dem Stirnende austritt, sondern unter Zwischenschaltung einer Blasdüse. Diese befindet sich demzufolge am entsprechenden Ende des Luftführungsrohrs und führt zu einem individuell gestalteten Blasluftstrahl. Wird als Blasluftdüse insbesondere eine Runddüse verwendet, so weist der Blasluftstrahl einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Bevorzugt ist die Blasdüse als Flachdüse ausgebildet, sodass der austretende Blasluftstrahl als Flachstrahl ausgebildet ist, der besonders geeignet ist, die erwähnten Erhöhungen im Bogenmaterial durch Niederdrücken zu vermeiden.

Es ist vorteilhaft, wenn die Rohrabschnitte dieselbe Form aufweisen. Somit lassen sich gleichgestaltete Rohrabschnitte zum Luftführungsrohr zusammensetzen, wobei die Anzahl der verwendeten Rohrabschnitte die Länge des Luftführungsrohrs bestimmt. Derartige gleichgestaltete Rohrabschnitte benötigen bei ihrer Herstellung lediglich ein Werkzeug, beispielsweise nur eine Form, in der die Rohrabschnitte, insbesondere aus Kunststoff, gefertigt werden.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die Rohrabschnitte jeweils einen ersten und einen zweiten Endbereich aufweisen, wobei der erste Endbereich eines Rohrabschnitts mit dem zweiten Endbereich des folgenden Rohrabschnitts ein Gelenk bildet. Der erste Endabschnitt kann beispielsweise als Vorsprung ausgebildet sein, der von dem zweiten, als Aufnahme ausgebildeten Endbereich zur Ausbildung eines Gelenks verschwenkbar aufgenommen wird.

Zur Vereinfachung der Anordnung ist vorgesehen, dass der erste und/oder der zweite Endbereich eines Rohabschnitts einstückig mit einem zwischen den Endbereichen liegenden Mittelbereich des Rohrabschnitts ausgebildet ist. Jeder Rohrabschnitt ist daher einstückig ausgebildet. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Gelenk ein Kugelgelenk ist. In einem solchen Falle ist der Vorsprung mit einer Kugelstruktur beziehungsweise Kugelbereichstruktur versehen und die Aufnahme besitzt eine Aufnahmehöhlung, die der Formgebung der Kugelstruktur angepasst ist, derart, dass ein gelenkiges Verstellen mit einer entsprechenden Schwergängigkeit zum Vermeiden eines nicht gewollten Verstellens ermöglicht ist, ein selbsttätiges Vereinzeln der Rohrabschnitte jedoch nicht erfolgen kann.

Wie bereits erwähnt, ist es denkbar, dass mehrere Luftführungsrohre vorgesehen sind. Diese können bevorzugt von einem Luftverteiler ausgehen. Dem Luftverteiler wird Luft zugeführt, die über ihn auf die einzelnen Luftführungsrohre verteilt wird.

Es ist vorteilhaft, wenn das Luftführungsrohr oder jedes Luftführungsrohr zum Ein- und Ausschalten der Luftführung und/oder zur Einstellung des Luftvolumenstroms eine Schalteinrichtung und/oder eine Stelleinrichtung aufweist. Damit lässt sich die Blasluft jedes Luftführungsrohrs ein- und ausschalten beziehungsweise auf einen entsprechenden Volumenstrom einstellen.

Schließlich ist es vorteilhaft, wenn mindestens ein Blasrohr vorgesehen ist, das in seiner Mantelfläche mindestens eine Luftaustrittsöffnung aufweist. Dieses Blasrohr wird in Kombination mit dem mindestens einen erfindungsgemäßen Luftführungsrohr eingesetzt, wobei das an seiner Mantelfläche mindestens eine Luftaustrittsöffnung aufweisende Blasrohr starr ist und ortsfest oder verstellbar angeordnet ist, also keine individuelle Einstellung des aus der Luftaustrittsöffnung austretende Luftstroms oder eine begrenzte Einstellung ermöglicht. Das erfindungsgemäße Luftführungsrohr hingegen kann individuell zur Positionierung und Richtungseinstellung des zugehörigen Blasluftstromes eingestellt werden.

Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und zwar zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Blasluftvorrichtung,

2 ein Luftführungsrohr, das aus Modulen zusammengesetzt ist und einen Gelenkschlauch der Blasluftvorrichtung bildet und

3 einen Luftverteiler der Blasluftvorrichtung mit mehreren, davon ausgehenden Luftführungsrohren.

Die 1 zeigt eine Blasluftvorrichtung 1, die im Bereich eines lediglich schematisch angedeuteten Bogenauslegers 2 einer nicht näher dargestellten Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine, derart angeordnet ist, dass abzulegende Bögen von oben her mit Blasluft beaufschlagt werden, um die Bögen schnell sowie reproduzierbar und damit staufrei als Stapel abzulegen. Die Bögen werden mittels einer nicht dargestellten Transporteinrichtung zur Ablage angeliefert, wobei sie nacheinander zwischen seitlichen Bogenführungen 3 gelangen und in dieser Zone von der Blasluftvorrichtung 1 im Bereich ihrer Oberseite beblasen werden.

Die Blasluftvorrichtung 1 weist eine an sich bekannte, im Wesentlichen flächig wirkende Blaseinrichtung 5 sowie eine punktuell wirkende, einstellbare, erfinderische Blaseinrichtung 6 auf. Die Blaseinrichtung 5 besitzt zwei Führungen 7, 8, an denen mittels Haltern 9 Blasrohre 10 derart gehalten sind, dass sie in einer parallelen Ebene oberhalb der Ablagefläche des Bogenauslegers 2 beabstandet zueinander verlaufen. Die Blasrohre 10 weisen an ihren Mantelflächen Blasöffnungen 11 auf, wobei eine Vielzahl von axial zueinander beabstandeten Blasluftöffnungen 11 an jedem Blasrohr 10 vorgesehen sind, sodass eine entsprechende Anzahl von Blasluftströmen 12 nach unten austritt. Der Einfachheit halber sind in der 1 nur einige der Blasluftströme 12 eingezeichnet. Wie der 1 zu entnehmen ist, können die Blasöffnungen 11 mit verlagerbaren Klemmstücken 13 bei Bedarf verschlossen werden, die auf die Blasrohre 10 aufgeklipst sind. Die einzelnen Blasöffnungen 11 der Blasrohre 10 sind über von den Klemmstücken 13 gebildeten Abdeckungen verschließbar und das jeweilige gesamte Blasrohr 10 um die Rohrachse nach links und rechts drehbar. Es kann auch quer und/oder in Richtung der Längserstreckung verschiebbar und in einer gewählten Stellung fixierbar sein. Die Versorgung der Blasrohre 10 mit Blasluft erfolgt über Lufteintrittsöffnungen 14, die an eine nichtdargestellte Druckluftquelle angeschlossen sind.

Die Blaseinrichtung 6 weist mehrere Luftführungsrohre 15 auf, wobei jedes Luftführungsrohr 15 zur Einstellung seines Rohrverlaufs in sich richtungsverstellbar ausgebildet ist, derart, dass eine selbsttragende, positionshaltende Eigensteifigkeit vorliegt. Jedes Luftführungsrohr 15 weist mehrere, reihenförmig angeordnete, einzelne Rohrabschnitte 16 auf, die als gleichgestaltete Module ausgebildet sind und die gelenkig miteinander verbunden sind, sodass ein entsprechender, beispielsweise bogenförmiger Rohrverlauf eingestellt werden kann, sowie er aus der 1 bei den einzelnen Luftführungsrohren 15 ersichtlich ist.

Gemäß 2 weist jeder Rohrabschnitt einen ersten Endbereich 17 und einen zweiten Endbereich 18 auf, wobei der erste Endbereich 17 eines Rohrabschnitts 16 mit dem zweiten Endbereich 18 des folgenden Rohrabschnitts 16 ein Gelenk 19 bildet. Der erste Endbereich 17 ist als Vorsprung 20, der zweite Endbereich 18 ist als Aufnahme 21 ausgebildet, wobei der Vorsprung 20 in die Aufnahme 21 gelenkartig eingreift. Der erste Endbereich 17 bildet vorzugsweise eine Kugelstruktur auf und der zweite Endbereich 18 eine die Kugelstruktur formangepasst aufnehmende Aufnahmehöhlung. Dies alles führt dazu, dass die einzelnen Rohrabschnitte 16 relativ zueinander gelenkartig verstellt werden können, sodass – gemäß 1 – individuelle Zonen beziehungsweise punktförmige Bereiche in der Ablagefläche des Bogenauslegers 2 mit Blasluft erreicht werden können. Der erste Endbereich 17 jedes Rohrabschnitts 16 ist mit seinem zugehörigen zweiten Endbereich 18 einstückig über einen Mittelbereich 34 verbunden.

Jedes Luftführungsrohr 15 weist an seinem einen Stirnende 22 eine Luftaustrittsöffnung 24 und an seinem anderen Stirnende 23 eine Lufteintrittsöffnung 25 auf. Insbesondere ist vorgesehen, dass an das eine Stirnende 22 eine Blasdüse 26 angeschlossen ist, die als Runddüse oder als Flachdüse ausgebildet sein kann. Im Falle einer bevorzugten Flachdüse wird ein Blasluftstrahl in Form eines Flachstrahls 27 erzeugt. Aufgrund der Positions- und Richtungsverstellbarkeit der Luftführungsrohre 15 ist – wie in 1 ersichtlich – eine individuelle Verstellung in X, Y- und Z-Richtung möglich, sodass individuelle punktförmige oder zonenförmige Bereiche des abzulegenden Bogenmaterials mit Blasluft beaufschlagt werden können, um beispielsweise punktförmige Erhöhungen im Bogenmaterial zu beaufschlagen und dadurch niederzudrücken, wodurch Bogenstaus vermieden werden.

Die Stirnenden 23 der Luftführungsrohre 15 sind über Schalteinrichtungen und/oder Stelleinrichtungen 28 an einen Luftverteiler 29 angeschlossen, der einen Zuluftanschluss 30 aufweist, an den eine Pneumatikquelle/Druckluftquelle gemäß Pfeil 31 angeschlossen ist. Der Luftverteiler 29 ist an einem entsprechenden, nicht dargestellten Halter gehalten. Die zugeführte Luft wird mittels des Luftverteilers 29 den einzelnen Luftführungsrohren 15 zugeführt, wobei mittels der jeweiligen Schalteinrichtung und/oder Stelleinrichtung eine Freigabe oder Absperrfunktion beziehungsweise eine Luftvolumenstromeinstellung durchgeführt wird. Die verstellbaren Luftführungsrohre 15 werden derart platziert, dass die abzulegenden Bögen so bestromt werden, dass eine ungestörte, staufreie, reproduzierbare Bogenablage möglich ist.

Die 3 verdeutlicht den Aufbau des Luftverteilers 29, der einen Verteilerblock 32 aufweist, der beispielsweise als Würfel, Vierkant-Prisma, Vielkant-Prisma (zum Beispiel Sechskant-Prisma), Zylinder, Pyramide, Kegel, Pyramidenstumpf, Kegelstumpf und/oder Kugel ausgeführt beziehungsweise zusammengesetzt sein kann. An den Flächen beziehungsweise Kanten des geometrischen Körpers werden die entsprechenden Ein- beziehungsweise Ausgänge positioniert. Mittels einer Handhabe 33 der jeweiligen Schalteinrichtung 28 beziehungsweise Stelleinrichtung 28kann die manuelle Bedienung der Schalteinrichtung beziehungsweise Stelleinrichtung 28 erfolgen. Alternativ ist auch denkbar, dass eine motorische, also automatische, insbesondere mit der Maschinensteuerung gekuppelte Verstellung erfolgen kann.

Die erfindungsgemäße, gelenkige Blasluftvorrichtung ist – wie bereits erwähnt wurde – im Bereich des Bogenformats derart positionierbar, dass insbesondere ein punktuelles Niederdrücken von Erhöhungen im Bodenmaterial mittels Blasluft bewirkt wird. Damit wird das Bogenmaterial mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verbessert abgelegt.

Die erfindungsgemäße, gelenkige Blasluftvorrichtung weist mindestens ein als Gelenkschlauch ausgebildetes Luftführungsrohr 15 auf, das bevorzugt endseitig eine Düse besitzt. Bevorzugt setzt sich jedes Luftführungsrohr 15 aus gleichartigen Modulen zusammen, die über kugelgelenkartige Gelenke gelenkig miteinander verbunden sind. Die Anordnung ist vorzugsweise derart getroffen, dass die einzelnen Module axial miteinander verrastet werden können und auch – wenn eine kürzere Längsausdehnung gewünscht ist – entsprechend durch Zugbeaufschlagung voneinander entrastbar sind. Die einzelnen Gelenke weisen eine derartige Verstell-Schwergängigkeit auf, dass der Gelenkschlauch seine Positionierung zum Bogenformat beibehält und auch Richtungsstabilität gewährleistet. Die Länge des jeweiligen Luftführungsrohrs/Gelenkschlauchs ist von der Anzahl der Module bestimmt und abhängig vom Bogenformat und dem Ort der Anbringung an der Auslegevorrichtung.

1
Blasluftvorrichtung
2
Bogenausleger
3
Bogenführung
4
Bogenführung
5
Blaseinrichtung
6
Blaseinrichtung
7
Führung
8
Führung
9
Halter
10
Blasrohr
11
Blasöffnung
12
Blasluftstrom
13
Klemmstück
14
Lufteintrittsöffnung
15
Luftführungsrohr
16
Rohrabschnitt
17
erster Endbereich
18
zweiter Endbereich
19
Gelenk
20
Vorsprung
21
Aufnahme
22
ein Stirnende
23
anderes Stirnende
24
Luftaustrittsöffnung
25
Lufteintrittsöffnung
26
Blasdüse
27
Flachsstrahl
28
Schalteinrichtung und/oder Stelleinrichtung
29
Luftverteiler
30
Zuluftanschluss
31
Pfeil
32
Verteilerblock
33
Handhabe
34
Mittelbereich