Title:
Illumination device, has hanging with thermally stable supporting wire provided for candle, where supporting wire penetrates downwardly into candle, and comprises support underneath candle base
Kind Code:
U1


Abstract:
The device (1) has a hanging with a thermally stable supporting wire (4) provided for a candle (2), where the candle has a round-cylindrical shape and a diameter of 3 to 6 centimeters. The supporting wire penetrates into the candle upwards in a close area of an axis having centre of gravity. The supporting wire penetrates downwardly into the candle, where the wire comprises a support underneath a candle base (5), and has a diameter of three or fewer millimeters.



Application Number:
DE202007008206
Publication Date:
08/02/2007
Filing Date:
06/08/2007
Assignee:
Roeting, Claus (Osnabrück, 49084, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Busse, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anw. (Rheine, 48429)
Claims:
1. Beleuchtungseinrichtung (1) mit zumindest einer Kerze (2) und einer Aufhängung für diese, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung ein thermisch stabiles Tragseil (4) für die Kerze (2) umfaßt, das in die Kerze (2) von oben im Nahbereich einer ihren Schwerpunkt umfassenden Achse eindringt.

2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) die Kerze (2) nach unten durchdringt und unterhalb des Kerzenbodens (5) eine Abstützung (6) aufweist.

3. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) einen Durchmesser von drei oder weniger Millimetern aufweist.

4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindringöffnung des Tragseils in die Kerze (2) im Nahbereich eines Kerzendochts (3) liegt.

5. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindringöffnung des Tragseils (4) in die Kerze (2) maximal zehn Millimeter seitlich eines Kerzendochts (3) gelegen ist.

6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) transparent ist.

7. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) glashaltig ist.

8. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) überwiegend aus Silika gebildet ist.

9. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) eine Vielzahl von Filamenten umfaßt.

10. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente einen Durchmesser von 1 bis 10 Mikrometern aufweisen.

11. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragseil (4) eine Temperaturbeständigkeit bis zumindest 1000°C aufweist.

12. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die unterseitige Abstützung (6) der Aufhängung einen Knotenbereich (8) des Tragseils (4) umfaßt.

13. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die unterseitige Abstützung (6) der Aufhängung eine von dem Tragseil (4) durchgriffene Platte (7) umfaßt.

14. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tragseil (4) mit einem Docht (3) verflochten oder anderweitig verbunden ist.

15. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Vielzahl von – insbesondere regelmäßig – nebeneinander aufgehängten Kerzen (2) umfaßt.

16. Verwendung eines temperaturbeständigen Tragseils (4), insbesondere Silikaseils mit mehreren silikahaltigen Filamenten, zur Aufhängung einer Kerze (2) in einem vertikalen Verlauf des Silikaseils (4) von einer oberen Abstützung zu einer oberen Eindringfläche in die Kerze (2) und durch diese hindurch.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung mit zumindest einer Kerze und einer Aufhängung für diese nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, Kerzen derart aufzuhängen, daß diese jeweils mit ihrem unteren Ende in dieses umgreifende Halter eingesteckt sind und diese Halter zum Beispiel über mehrere im Bereich der Halter voneinander beabstandete und nach oben zu einer gemeinsamen oberen Abstützung zusammenlaufende Ketten oder ähnliche Tragelemente hängend gehalten sind. Bei derartigen Aufhängungen treten die Halter und Tragelemente stark in den Vordergrund, was optisch für viele Anwendungen nicht optimal ist, insbesondere dann, wenn die Kerze und ihr Licht eine intensive eigene Wirkung entfalten sollen.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kerzenaufhängung zu ermöglichen, die diesbezüglich deutlich verbessert ist.

Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Beleuchtungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Verwendung eines Silika-Seils mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen wird auf die abhängigen Ansprüche 2 bis 14 verwiesen.

Mit der Erfindung ist eine optisch kaum noch sichtbare Aufhängung geschaffen, die eine oder mehrere Kerzen fast wie frei schwebend erscheinen läßt. Dadurch, daß das Tragseil die Kerze durchdringt und unterhalb des Kerzenbodens eine Abstützung aufweist, ist dennoch ist ein sicherer Halt der Kerze(n) gewährleistet. Mit dem Einsatz eines thermisch stabilen Tragseils, insbesondere mit einer Temperaturbeständigkeit von 1000°C und mehr, kann das Tragseil die Kerze sehr nah an der Flamme und somit bei einer üblichen Eindochtkerze auch sehr nah an ihrer ihren Schwerpunkt umfassenden Achse durchdringen. Selbst eine Berührung der Flamme und des Tragseils sind dann möglich. Damit ergibt sich eine besondere Kippsicherheit der Kerze. Diese kann damit geradlinig, aufrecht-vertikal gehalten sein.

Für eine optische Unauffälligkeit des Tragseils ist es besonders günstig, wenn dieses einen Durchmesser von drei oder weniger Millimetern aufweist.

Die optische Zurücknahme des Tragseils wird weiter verbessert, wenn dieses transparent ist. Eine so aufgehängte Kerze wirkt dann fast wie frei schwebend.

Die gewünschte Temperaturbeständigkeit und gleichzeitige optische Unauffälligkeit läßt sich sicherstellen, wenn das Tragseil glashaltig ist. Auch ein Stahlseil oder Stahldraht ist grundsätzlich als Tragseil möglich, jedoch ist dann eine Transparenz nicht gegeben.

Vorteilhaft ist das Tragseil überwiegend aus temperaturbeständigem Silika gebildet ist, insbesondere für eine gute Stabilität aus einer Vielzahl von Filamenten. Diese können selbst sehr dünn sein und einen Durchmesser von 1 bis 10 Mikrometern aufweisen. Die Herstellung solcher Textil-Glasfäden ist industriell in Maschinen entsprechend der Herstellung textiler Garne und Zwirne möglich.

Die unterseitige Abstützung der Aufhängung kann je nach Gewicht der Kerze unterschiedlich ausgebildet sein, zum Beispiel bei leichten Kerzen nur einen Knotenbereich des Tragseils umfassen.

Für eine größere Stabilität kann die unterseitige Abstützung der Aufhängung auch eine von dem Tragseil durchgriffene Platte umfassen, auf der ein vollständiger Abbrand der Kerze ermöglicht ist. Die Platte muß den Durchmesser der Kerze nicht überragen und kann farblich an diese angepaßt sein.

Ein besonders schöner Effekt, auch zur Beleuchtung großer Räume, ergibt sich, wenn die Beleuchtungseinrichtung eine Vielzahl von – insbesondere regelmäßig – nebeneinander aufgehängten Kerzen umfaßt, zum Beispiel in Kirchenschiffen oder großen Speisesälen.

Eine Verwendung eines Silika-Seils in einer beschriebenen Aufhängung ist separat beansprucht.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt:

1 eine schematische Ansicht einer perspektivisch schräg von oben dargestellten Kerze mit einem Tragseil ihrer Aufhängung,

2 eine schematische Ansicht einer perspektivisch schräg von unten dargestellten Kerze mit einer unterseitigen Abstützung,

3 eine Reihe von erfindungsgemäß aufgehängten Kerzen mit übertrieben breit dargestellten Tragseilen.

Die in 1 dargestellte und insgesamt mit 1 bezeichnete Beleuchtungseinrichtung umfaßt eine Kerze 2, die einen einzigen, zentralen Docht 3 umfaßt. Auch eine Kerze mit mehreren Dochten ist möglich.

Die gezeichnete Kerze 2 hat eine rundzylindrische Gestalt und zum Beispiel einen Durchmesser von 3 bis 6 Zentimetern. Im Nahbereich des Dochts 3, nämlich hier mit einem Abstand von etwa 4 bis 8 Millimetern, dringt ein Tragseil 4 von oben in die Kerze 2 ein, durchdringt diese dann axial und parallel zum Docht 3 und tritt am Boden 5 der Kerze wieder aus, um dort eine Abstützung 6 zu bilden, hier eine Platte 7, unterhalb der das Tragseil 4 verknotet ist. Die unterseitige Abstützung ist dann nicht zwingend, wenn zum Beispiel der Docht 3 oberhalb des Kerzenbodens 5 endet und damit sicherstellt, daß die Kerze nicht vollständig bis unten durchbrennt. Bei einem nicht vollständigen Durchdringen des Tragseils 4 ist zudem die Halterung der Kerze 2 an diesem sicherzustellen, etwa durch ein Umgießen des Tragseils 4 mit Kerzenmaterial oder durch einen Stopkörper an diesem Tragseil 4, der ein Abziehen der Kerze 2 nach unten von dem Tragseil 4 verhindert.

Auch bei einer breiten Kerze 2 ist es günstig, wenn die Eindringöffnung des Tragseils 4 in die Kerze 2 maximal zehn Millimeter seitlich eines Kerzendochts 3 gelegen ist, um dadurch eine vertikale Ausrichtung der Kerze ohne ein Verkippen sicherstellen zu können.

Das Tragseil 4 selbst ist hier transparent und thermisch stabil bis etwa 1000°C. Hierfür ist das Tragseil 4 glashaltig ausgebildet, insbesondere umfaßt es einen hohen Silika-Anteil, hier Silika-Filamente mit einem Durchmesser von wenigen Mikrometern, zum Beispiel 1 bis 10 Mikrometern, insbesondere 6 bis 9 Mikrometern.

Eine Vielzahl solcher Filamente ist in üblicher textilindustrieller Fertigung zu einem Seil zusammengeführt, so daß das Tragseil 4 insgesamt einen Durchmesser von typisch etwa drei oder etwas weniger Millimetern aufweist. Alternativ ist auch ein Stahlseil oder -draht als Tragseil 4 verwendbar, dann ohne den Vorteil der transparenten Ausbildung, die einen nahezu frei schwebenden Eindruck der Kerze 2 hervorruft. Neben der transparenten Ausbildung kann das Tragseil auch zum Beispiel in Farbe einer wand oder Decke eingefärbt sein, zum Beispiel weiß.

Bei einer solchen Temperaturbeständigkeit kann auch ein Verflechten oder anderes Verbinden eines Tragseils 4 mit einem Docht 3 in Betracht kommen. Ebenfalls kann für eine besondere Stabilität eine Ummantelung einer Drahtseele mit Silikafilamenten möglich sein.

Das Tragseil 4 umfaßt zum Beispiel eine oberseitige Öse, über die es an einem Haken an der Decke befestigt ist. Zum Austausch der Kerze 2 kann die vollständige Beleuchtungseinrichtung 1 ausgetauscht werden, die auch in der montierten Version mit dem Tragseil 4 handelbar ist.

Das Tragseil 4 ist insbesondere bei schwereren Kerzen bis zum Boden der Kerze 2 durchgeführt und ermöglicht damit deren vollständigen Abbrand.

Für eine gute Halterung der Kerze 2 an dem Tragseil 4 umfaßt die unterseitige Abstützung 6 der Aufhängung einen Knotenbereich 8 des Tragseils 4 Zusätzlich oberhalb des Knotens 8 oder alternativ kann die unterseitige Abstützung 6 der Aufhängung eine von dem Tragseil durchgriffene Platte 7 oder einen ähnlichen Barrierekörper umfassen. Dieser kann optisch unauffällig in der Farbe der Kerze 2 eingefärbt und kleiner als ihr Durchmesser sein. Auch ein Einlassen der Platte 7 oder des Barrierekörpers in den untersten Bereich der Kerze 2 ist möglich. Zudem ist die Installation eines Tropfschutzes möglich, etwa auch durch eine den Kerzendurchmesser überragende Platte 7.

Wie in 3 sichtbar ist, kann die Beleuchtungseinrichtung 1 eine Vielzahl von – insbesondere regelmäßig – nebeneinander aufgehängten Kerzen 2 umfassen. Deren Tragseile 4 können an einer oberen Schiene oder dergleichen miteinander verbunden sein. Mit einer solchen Anordnung läßt sich etwa ein Kirchenschiff oder ein ähnliches lang erstrecktes Gewölbe sehr stimmungsvoll beleuchten, wobei die Kerzen unter der Decke hängen können, so daß von schräg unten die Tragseile 4 fast nicht sichtbar sind.

Die Verwendung eines an sich bekannten temperaturbeständigen Silikaseils mit mehreren silikahaltigen Filamenten, als Tragseils 4 zur Aufhängung einer Kerze 2 in einem vertikalen Verlauf des Silikaseils von einer oberen Abstützung zu einer oberen Eindringfläche in die Kerze 2 und durch diese hindurch ist ebenfalls Bestandteil der Erfindung.

1
Beleuchtungseinrichtung,
2
Kerze,
3
Docht,
4
Tragseil,
5
Kerzenboden,
6
Abstützung,
7
Platte,
8
Knoten
9
Reihe von Beleuch tungseinrichtungen