Title:
Dynamische Taschenlampe mit mechanischem Timer
Kind Code:
U1


Abstract:

Taschenlampe mit Leuchtmittel (1), mit einem von Hand betätigbaren Generator (2) zum Erzeugen von elektrischer Energie für das Leuchtmittel und einem elektrischen Speichermedium (3) zum Speichern von elektrischer Energie für das Leuchtmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenlampe einen Zeitgeber (4) mit Alarmfunktion aufweist.




Application Number:
DE202007004396
Publication Date:
08/07/2008
Filing Date:
03/26/2007
Assignee:
Silit-Werke GmbH & Co KG (Riedlingen, 88499, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser (München, 80802)
Claims:
1. Taschenlampe mit Leuchtmittel (1), mit einem von Hand betätigbaren Generator (2) zum Erzeugen von elektrischer Energie für das Leuchtmittel und einem elektrischen Speichermedium (3) zum Speichern von elektrischer Energie für das Leuchtmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenlampe einen Zeitgeber (4) mit Alarmfunktion aufweist.

2. Taschenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus mindestens zwei Gehäuseteilen (5, 6) besteht, die drehbar miteinander verbunden sind, und der Stator des Generators (2) mit dem vorderen Gehäuseteil (5), und der Rotor des Generators (2) mit dem hinteren Gehäuseteil (6) wirkverbunden ist.

3. Taschenlampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitgeber (4) in dem hinteren Gehäuseteil (6) angeordnet ist und ein auf der äußeren Stirnseite des hinteren Gehäuseteils angeordnetes Bedienelement (7) umfasst, mit dem eine Zeitspanne eingestellt werden kann.

4. Taschenlampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschaltuhr (4) durch Verdrehen des Bedienelements (7) gegen die Kraft einer Feder eingestellt werden kann.

5. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (1), das Speichermedium (3) und ein Schalter (8) zum Steuern der Leuchtfunktion in dem vorderen Gehäuseteil (5) angeordnet sind.

6. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außendurchmesser der Gehäuseteile (5, 6) am Übergang vom vorderen zum hinteren Gehäuseteil im wesentlichen identisch sind und dass das hintere Gehäuseteil (6) zur äußeren Stirnseite hin mit einem vergrößerten Außendurchmesser ausgebildet ist.

7. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das die Gehäuseteile (5, 6) spritzwassergeschützt mit einander verbunden sind.

8. Taschenlampe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (1) eine Leuchtdiode ist.

9. Taschenlampe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Speichermedium (3) ein Kondensator ist.

10. Taschenlampe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenlampe zusätzlich eine Batterie enthält, die wahlweise an Stelle des Speichermediums (3) als Stromquelle für das Leuchtmittel (1) verwendet werden kann.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Taschenlampe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei einer aus der Praxis bekannten Taschenlampe dieser Art wird ein Akkumulator oder Kondensator durch einen manuell über einen Dreh- oder Hebelmechanismus angetriebenen Generator aufgeladen. Mit der gespeicherten elektrischen Energie kann über einen Schalter eine Lampe oder Leuchtdiode betrieben werden.

Taschenlampen dieser Art dienen generell zur gezielten zeitweiligen Ausleuchtung und besitzen den Vorteil, dass weder ein externer Ladevorgang noch ein Batteriewechsel nötig ist. Ein bevorzugtes Einsatzgebiet ist z. B. der Camping-Bereich, in dem eine von stationärer Energieversorgung unabhängige Beleuchtung besonders häufig benötigt wird.

In diesem Bereich ähnlich verbreitet sind auch mobile Kochgeräte, bei denen man zum einen unnötigen Brennstoffverbrauch vermeiden möchte und zum anderen die Kochstelle unter Umständen nicht ständig beaufsichtigen kann. Zur zeitlichen Überwachung kann dann eine herkömmliche Eieruhr mit akustischem Alarm nützlich sein. Es ist jedoch im Camping-Bereich unpraktisch, gerade bei wechselnden oder gleichzeitig ausgeführten Tätigkeiten, eine Vielzahl von Geräten mitführen zu müssen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Taschenlampe mit den Merkmalen des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.

Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass man mit einem für den Außenbereich geschaffenen Hilfsmittel, nämlich der Taschenlampe, zusätzlich eine vorgewählte Zeitspanne überwachen kann und dafür kein zusätzliches Gerät am Körper tragen muss. So kann z. B. ein Kochvorgang beim Camping, aber auch jeder andere denkbare Vorgang, zeitlich überwacht werden

Vorzugsweise besitzt die Taschenlampe ein Gehäuse, das aus mindestens zwei Gehäuseteilen besteht, die drehbar miteinander verbunden sind, und bei dem der Stator des Generators mit dem während des Leuchtbetriebs vom Anwender aus gesehen vorderen Gehäuseteil, und der Rotor des Generators mit dem hinteren Gehäuseteil wirkverbunden ist. Diese Anordnung ermöglicht es, den Generator durch einfaches Verdrehen der beiden Gehäuseteile gegeneinander anzutreiben, wodurch eine kompakte Bauform erzielt wird und auf die Verwendung eines Umlenkmechanismus, wie z. B. bei einem Hebelantrieb, verzichtet werden kann.

Günstigerweise wird der Zeitgeber in dem hinteren Gehäuseteil angeordnet und umfasst ein auf der äußeren Stirnseite des hinteren Gehäuseteils angeordnetes Bedienelement, mit dem eine Zeitspanne eingestellt werden kann. Bei dieser Anordnung befindet sich der Zeitgeber auf der dem Lichtaustritt gegenüberliegenden Stirnseite. Dies ermöglicht eine bedienungsfreundliche, von herkömmlichen Eieruhren bekannte Ausgestaltung des Bedienelements mit einer kreisförmigen Skala.

Vorteilhafterweise lässt sich die Zeitschaltuhr durch Verdrehen des Bedienelements gegen die Kraft einer Feder einstellen. Dadurch kann auf eine elektrische Energieversorgung sowie auf eine damit verbundene Verdrahtung der Zeitschaltuhr verzichtet werden. Dies spart Strom und vereinfacht die Befestigung der Zeitschaltuhr im hinteren Gehäuseteil.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung, bei der das Leuchtmittel, das Speichermedium und ein Schalter zum Steuern der Leuchtfunktion im vorderen Gehäuseteil angeordnet sind. Dadurch wird vermieden, dass sich Strom führende Bauteile während des Generatorbetriebs gegeneinander bewegen.

Zweckmäßigerweise sind die Außendurchmesser der Gehäuseteile am Übergang vom vorderen zum hinteren Gehäuseteil im wesentlichen identisch, wobei das hintere Gehäuseteil zur äußeren Stirnseite hin mit einem vergrößerten Außendurchmesser ausgebildet sein kann. Dies ermöglicht eine ergonomische Formgebung, auch bei Verwendung eines Zeitgebers mit Standardabmessungen.

Die Gehäuseteile sind vorteilhafterweise spritzwassergeschützt mit einander verbunden. Diese Ausgestaltung erhöht die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Erfindung.

Vorteilhafterweise ist das Leuchtmittel als Leuchtdiode ausgeführt. Dadurch lassen sich ein besonders niedriger Stromverbrauch und eine besonders lange Lebensdauer des Leuchtmittels erzielen.

Vorteilhafterweise ist das elektrische Speichermedium ein Kondensator. Damit lässt sich ein ermüdungsfreies Speichermedium von besonders langer Lebensdauer verwirklichen.

Bei einer besonderen Ausgestaltung enthält das vordere Gehäuseteil zusätzlich eine Batterie, die wahlweise an Stelle des Speichermediums als Stromquelle für das Leuchtmittel verwendet werden kann. Dadurch kann die Leuchtfunktion der Taschenlampe auch dann genutzt werden, wenn ein Aufladen nicht oder nicht schnell genug möglich ist, z. B. wenn der Anwender nur eine Hand frei hat.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend erläutert. Es zeigen:

1: Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels.

2: Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel.

Die Taschenlampe gemäß 1 und 2 besteht aus zwei äußerlich im wesentlichen rotationssymmetrischen Gehäuseteilen aus Kunststoff, die um ihre gemeinsame Symmetrieachse gegeneinander verdreht werden können. Dabei ist das vordere Gehäuseteil 5 mit dem Stator des Generators 2 und das hintere Gehäuseteil 6 mit dem Rotor des Generators 2 drehfest verbunden.

Das vordere Gehäuseteil 5 besitzt an seiner außen liegenden Stirnseite eine Reflektorkammer 10, die an der Lichtaustrittsöffnung durch eine Kunststofflinse 9 begrenzt wird. Die innen liegenden Stirnseite 12 hat eine Öffnung 13 zur drehfesten Aufnahme eines Gehäuses 14, in dem der Stator des Generators 2 untergebracht ist. Außerdem beherbergt das vordere Gehäuseteil 5 alle weiteren Strom führenden Komponenten, nämlich die Leuchtdiode 1, den Kondensator 3 und den Schalter 8.

Das hintere Gehäuseteil 6 besitzt an seiner außen liegenden Stirnseite eine Öffnung 16 zur Aufnahme des schematisch dargestellten Zeitgebers 4, und im Inneren eine Öffnung 15 zur drehfesten Aufnahme der Rotorwelle 11 des Generators 2.

Durch Verdrehen der beiden Gehäuseteile 5, 6 gegeneinander wird der Generator 2 über ein nicht dargestelltes Untersetzungsgetriebe angetrieben und speist dabei Gleichstrom in den permanent an den Generator angeschlossenen Kondensator 3. Der Generator 2 ist als Wechselstromgenerator mit Gleichrichter (nicht dargestellt) ausgelegt und kann daher durch schnelles Wechseln der Drehrichtung nahezu kontinuierlich geladen werden. Die erzeugte Spannung kann zusätzlich elektronisch begrenzt werden.

Der Kondensator 3 und der Schalter 8 sind vorzugsweise auf einer gemeinsamen Platine befestigt. Durch Betätigen des Schalters 8, vorzugsweise mit Hilfe eines zusätzlichen, elastischen und abdichtenden Betätigungselements (nicht dargestellt), wird der Stromkreis wechselweise geöffnet oder geschlossen und der Kondensator 3 im Einschaltzustand über die Leuchtdiode 1 entladen.

Die Schaltung und die Bauteile können so ausgelegt werden, dass ein Ladevorgang von 10 s Dauer mit insgesamt 30 wechselseitigen Drehbewegungen zu je 170° anfänglich eine Beleuchtungsstärke etwa 4000 Lux erzeugt, die bei kontinuierlicher Entladung über einen Zeitraum von 8–10 min auf etwa 100 Lux abnimmt.

Da der Kondensator 3 gleichzeitig geladen und entladen werden kann, kann die mit der Zeit nachlassende Beleuchtungsstärke bei Bedarf durch nachträgliches Laden wieder erhöht werden.

Der Zeitgeber 4 umfasst ein Bedienelement 7 in Form eines Drehknopfs und einer Minutenskala 17 zur Einstellung einer Zeitspanne von maximal 60 min. Der Zeitgeber 4 wird zunächst gegen die Kraft einer Feder durch eine volle Umdrehung des Drehknopfs aufgezogen und durch Zurückdrehen des Drehknopfs bis zur gewünschten Zeitspanne gestartet. Nach Ablauf der eingestellten Zeitspanne erzeugt der Zeitgeber 4 einen Klingelton.

Die äußere Formgebung der Taschenlampe beinhaltet einen stufenlosen Übergang zwischen den beiden Gehäusehälften 5, 6. Dadurch kann das vordere Gehäuseteil 5 während des Ladevorgangs in ergonomisch günstiger Weise mit einer Hand gehalten werden, ohne dabei die Drehbewegung des hinteren Gehäuseteils 6 zu behindern. Der zur hinteren Stirnseite hin zunehmende Durchmesser erlaubt zum einen, dass ein Zeitgeber 4 mit Standardabmessungen verwendet werden kann, zum anderen erleichtert der vergrößerte Durchmesser dem Anwender die Drehbewegung während des Ladens. Außerdem ruht die derart geformte Taschenlampe bei vorwärts gerichteter oder leicht nach unten geneigter Handhaltung sicher in der entspannten Hand des Anwenders.

Die Taschenlampe wird durch die Verwendung passgenauer Kunststoffteile und eines abdichtenden elastischen Betätigungselements für den Schalter 8 gegen die bei normaler Außenanwendung übliche Wassereinwirkung, wie z. B. Regentropfen oder Spritzwasser im Campingbereich, geschützt.

Die Taschenlampe kann mit einer nicht dargestellten, zusätzlichen Batterie ausgerüstet werden. Diese wird vorzugsweise in einem Batteriefach in der vorderen Gehäusehälfte 5 untergebracht. In diesem Fall besitzt der Schalter 8 eine zusätzliche Schaltposition, die die Leuchtdiode 1 mit der Batterie elektrisch verbindet, nicht jedoch mit dem Speichermedium 3. Durch Anwählen dieser Schaltposition kann die Leuchtfunktion schnell und unabhängig vom Ladezustand genutzt werden. Der Ladevorgang ist auch während des Batteriebetriebs möglich, so dass bei Bedarf auf Stromversorgung durch das geladene Speichermedium umgeschaltet werden kann.