Title:
Capsule for examining gastrointestinal tracts in medical technology, has acid resistant casing, and light source, which is supplied by battery and magnetically activated switch, which is provided in housing for switching on of light source
Kind Code:
U1


Abstract:
The capsule has a light source (13), which is supplied by a battery (11). The battery and the light source are arranged in a hermetically sealed casing (10). The casing is formed partly translucent and is acid resistant. A magnetically activated switch (12) is provided in the housing for switching on the light source. A control logic (14) controls the light source with an interruption signal. An independent claim is also included for an arrangement comprising a capsule.



Application Number:
DE202007002478
Publication Date:
05/24/2007
Filing Date:
02/20/2007
Assignee:
Mack, Michael (Ritterhude, 27721, DE)



Attorney, Agent or Firm:
Hansen, J., Dipl.-Geophys., Pat.-Anw. (Stade, 21680)
Claims:
1. Vom Menschen schluckbare Kapsel (1) mit einer Batterie (11) und von der Batterie (11) versorgten Lichtquelle (13), wobei die Batterie (11) und die Lichtquelle (13) in einem hermetisch dichten Gehäuse (10) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (10) ein magnetisch aktivierbarer Schalter (12) zum Einschalten der Lichtquelle (13) vorgesehen ist und das Gehäuse (10) wenigstens teilweise lichtdurchlässig ausgestaltet ist.

2. Kapsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) säureresistent und geschmacksneutral ist.

3. Kapsel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungslogik (14) in der Kapsel (1) enthalten ist, mit der die Lichtquelle (13) mit einem Signal ansteuerbar ist.

4. Kapsel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal aus einem oder mehreren Einzelsignalen besteht, die nach einer vorgegebenen Wiederholungsrate erneut abgegeben werden.

5. Kapsel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Einzelsignale Blitz-, Blink- und/oder Unterbrechungssignale sind.

6. Kapsel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle (13) ein oder mehrere Lichtdioden vorgesehen sind.

7. Kapsel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass farbige Leuchtdioden vorgesehen sind.

8. Kapsel nach Anspruch 3 und 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungslogik (14) für jede Leuchtdiode getrennte, mit unterschiedlichen Signalen ansteuerbare, Ausgänge aufweist.

9. Kapsel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der magentisch aktivierbare Schalter (12) ein REED-Kontakt oder ein magnetoresistiver Sensor mit zugeordneter Auswerteschaltung ist.

10. Anordnung mit einer Kapsel nach einem der vorangehenden Ansprüche und einer Aufnahme für die Kapsel, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahme (2) ein Dauermagnet (21) angeordnet ist, der den magnetisch aktivierbaren Schalter (12) in inaktiven Zustand schaltet und hält.

11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (2) als Aufbewahrungs- oder Schutzhülle für die Kapsel (1) ausgebildet ist.

12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahme (2) eine erste Induktionsspule (22) und im Gehäuse (10) eine zweite Induktionsspule (15) zur Leistungsübertragung zum Wiederaufladen der Batterie (11) vorgesehen sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine vom Menschen schluckbare Kapsel mit einer Batterie und von der Batterie versorgten Lichtquelle, wobei die Batterie und die Lichtquelle in einem hermetisch dichten Gehäuse angeordnet sind. Ferner betrifft die Erfindung eine Anordnung mit einer derartigen Kapsel und einer Aufnahme für die Kapsel.

Derartige Kapseln sind im Bereich der Medizintechnik für Untersuchungen des Magen-/Darm-Traktes bekannt. Die bekannten Kapseln enthalten eine elektronische Minikamera, die während der Reise durch den Magen-/Darm-Trakt über einen längeren Zeitraum Bilder aus dem Körperinneren aufnehmen. Ferner ist in der Kapsel ein Sender enthalten, der die aufgenommenen Digitalbilder an Empfangsantennen außerhalb des Körpers sendet. Zur Objektbeleuchtung ist ein Blitzlichtgerät in der Kapsel enthalten. Die gesamte Elektronik wird versorgt von einer in der Kapsel angeordneten Batterie. Nach Abschluss der Reise durch den Körper wird die Kapsel auf normalem Wege ausgeschieden und entsorgt. Diese Vorrichtung ist für die medizinische Anwendung sehr komplex ausgestattet und folglich teuer.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kapsel mit Lichtquelle anzugeben, die bedarfsweise einschaltbar ist und einen nach außen sichtbaren Lichteffekt erzeugt. Die Kapsel soll kostengünstig und ggf. wiederverwendbar sein.

Gelöst wird die Aufgabe mit einer Kapsel gemäß Anspruch 1. Durch das Vorsehen eines magnetisch aktivierbaren Schalters im Gehäuse der Kapsel kann die Lichtquelle durch geeignete magnetische Maßnahmen von außen eingeschaltet werden, ohne dass das hermetisch dichte Gehäuse Durchbrechungen aufweisen muss. Die von der Lichtquelle erzeugten Lichteffekte können über das wenigstens teilweise lichtdurchlässig ausgestaltete Gehäuse in der Umgebung wahrgenommen werden. Beispielsweise kann die Kapsel in Bars oder Restaurants in aktiviertem Zustand in Getränken, insbesondere Cocktails oder in Speisen, als besonderer Überraschungseffekt ausgegeben werden.

Wenn das Gehäuse säureresistent und geschmacksneutral ist, kann die Kapsel gefahrlos von einer Person verschluckt werden. Die Kapsel wird nach Durchwandern des Magen-/Darm-Traktes auf normalem Wege ausgeschieden und entsorgt.

Dadurch, dass eine Steuerungslogik in der Kapsel enthalten ist, mit der die Lichtquelle mit einem Signal ansteuerbar ist, können in der Steuerungslogik vorgegebene Lichtsignale von der Lichtquelle abgegeben werden. Bevorzugt besteht das Signal aus einem oder mehreren Einzelsignalen, die nach einer vorgegebenen Wiederholungsrate erneut abgegeben werden. Es können somit optische Morsesignale, sowie beliebige Taktsequenzen oder dergleichen erzeugt werden. Entsprechend sind das/die Einzelsignale Blitz-, Blink- und/oder Unterbrechungssignale.

Dadurch, dass als Lichtquelle ein oder mehrere Lichtdioden vorgesehen sind, wird eine besonders effiziente Lichterzeugung bereitgestellt. Dabei können auch farbige Leuchtdioden vorgesehen werden.

Wenn die Steuerungslogik für jede Leuchtdiode getrennte, mit unterschiedlichen Signalen ansteuerbare, Ausgänge aufweist, können bei mehreren Leuchtdioden jeweils unterschiedliche Signale ausgegeben werden, so dass beispielsweise verschiedenfarbige Leuchtdioden mit unterschiedlichen Takten belegt sind, was besonders attraktive Lichteffekte erzeugen kann.

Wenn der aktivierbare Schalter als REED-Kontakt ausgebildet ist, wird eine besonders einfache Schaltung erreicht. Insbesondere sollte der REED-Kontakt als Öffner ausgebildet sein, so dass bei Einwirkung eines künstlichen Dauermagnetfeldes der Kontakt zwischen Batterie und Lichtquelle nicht geschlossen ist, sich die Kapsel also im Ruhezustand befindet. Wenn ein magnetoresistiver Sensor mit zugeordneter Auswerteschaltung verwendet wird, kann die Empfindlichkeit der Kapsel auf magnetische Veränderungen erhöht werden, wobei es denkbar ist, dass die Auswerteschaltung bei jeder Annäherung eines Magneten jeweils zwischen der Ruhestellung mit ausgeschalteter Lichtquelle und der aktivierten Stellung bzw. umgekehrt mit eingeschalteter Lichtquelle wechselt.

Dadurch, dass in einer Anordnung mit einer Kapsel und einer Aufnahme ein Dauermagnet angeordnet ist, der den magnetisch aktivierbaren Schalter in inaktiven Zustand schaltet und hält, wird ein unerwünschter Stromverbrauch bei der Lagerung und/oder Nichtverwendung der Kapsel vermieden.

Wenn die Aufnahme als Aufbewahrungs- oder Schutzhülle für die Kapsel ausgebildet ist, wird die Kapsel zudem bei Nichtgebrauch sicher und geschützt aufbewahrt.

Dadurch, dass in der Aufnahme eine erste Induktionsspule und im Gehäuse eine zweite Induktionsspule zur Leistungsübertragung zum Wiederaufladen der Batterie vorgesehen sind, kann eine wiederaufladbare Batterie innerhalb des hermetisch dichten Gehäuses ohne elektrische Verbindung wieder aufgeladen werden.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben.

Darin zeigt:

1 eine erfindungsgemäße Kapsel in einer Schnittsdarstellung und

2 die in 1 dargestellte Kapsel eingesteckt in einer Aufnahme.

In 1 ist eine vom Menschen schluckbare Kapsel 1 in einem Längsschnitt dargestellt. Die Kapsel 1 weist ein hermetisch dichtes Gehäuse 10 aus einem säureresistenten, geschmacksneutralen und lichtdurchlässigen Kunststoff auf. Im Gehäuse 10 ist eine Batterie 11 zur Stromversorgung angeordnet. Die Batterie 11 kann auch als wiederaufladbare Batterie (Akkumulator) ausgebildet sein. Zum Wiederaufladen kann eine leitungsfreie Leistungsübertragung mittels Induktionsspulen vorgesehen werden.

Ferner ist im Gehäuse 10 ein magnetisch aktivierbarer Schalter 12, beispielsweise ein REED-Kontakt oder ein magnetoresistiver Sensor mit zugeordneter Auswerteschaltung, vorgesehen. Weiter ist eine Lichtquelle 13, beispielsweise eine oder mehrere Leuchtdioden, im Gehäuse 10 angeordnet. Die Batterie 11 ist über den magnetisch aktivierbaren Schalter 12 mit der Lichtquelle 13 elektrisch verbunden. Zwischen magnetisch aktivierbaren Schalter 12 und Lichtquelle 13 ist ergänzend eine Steuerungslogik 14 vorgesehen, die die Lichtquelle 13 mit einem vorgebbaren Taktsignal in ständiger Wiederholung versorgt.

In 2 ist die Kapsel 1 aufgenommen in einer teils geschnitten dargestellten Aufnahme oder Hülle 2 wiedergegeben. Die Aufnahme 2 enthält einen Dauermagneten 21, der dem im Gehäuse 10 der Kapsel 1 angeordneten magnetisch aktivierbaren Schalter 12 zugeordnet ist. Ferner ist bedarfsweise eine erste Induktionsspule 22 in der Aufnahme 2 angeordnet, die mit der zweiten Induktionsspule 15 in der Kapsel 1 zusammenwirken kann.

Wenn die Kapsel 1 in die Aufnahme 2 vollständig eingesteckt wird, liegt der magnetisch aktivierbare Schalter 12 im Gehäuse 10 der Kapsel 1 dem Dauermagneten 21 in der Aufnahme 2 unmittelbar gegenüber. Entsprechend schaltet der magnetisch aktivierbare Schalter 12, beispielsweise ein REED-Kontakt, der als Öffner ausgebildet ist, in inaktiven Zustand. Weder die Lichtquelle 13 noch die Steuerungslogik 14 wird somit mit Spannung versorgt.

Ferner ist die zweite Induktionsspule 15 in der Kapsel 1 bei vollständigem Einschieben der Kapsel 1 in die Aufnahme 2 so angeordnet, dass sie der ersten Induktionsspule 22 in der Aufnahme 2 zugeordnet ist und mit dieser in Wechselwirkung treten kann. Entsprechend kann über die beiden Induktionsspulen 15, 22 eine drahtlose Leistungsübertragung erfolgen, so dass eine in der Kapsel 1 angeordnete wiederaufladbare Batterie aufgeladen werden kann, ohne dass das hermetisch dichte Gehäuse zu öffnen ist.

Bei Bedarf kann die Kapsel 1 aus der Aufnahme 2 entnommen werden. Dabei schaltet der magnetisch aktivierbare Schalter 12, beispielsweise ein REED-Kontakt in Öffnerausführung, in Abwesenheit des Einflusses des Dauermagneten 21 in seine Schließstellung und aktiviert somit die Steuerungslogik 14 und in der Folge die Lichtquelle 13. Die Kapsel 1 beginnt somit mit den erwünschten Lichteffekten. Die Kapsel 1 kann nun am gewünschten Einsatzort, beispielsweise in einem Getränk oder in einer Speise eingelegt werden und somit einen besonderen optischen Effekt hervorrufen. Aufgrund der Ausgestaltung der Kapsel 1 kann die Kapsel gefahrlos von einer Person verschluckt werden. Die Kapsel durchläuft unbeschadet den menschlichen Magen-/Darm-Trakt und wird auf natürlichem Wege ausgeschieden und entsorgt. Wird die Kapsel von der Person nicht verschluckt, kann sie nach Reinigung und Wiederaufladen der Batterie 11 selbstverständlich wiederverwertet werden.

1
Kapsel
10
Gehäuse
11
Batterie, Akkumulator
12
magnetisch aktivierbarer Schalter, REED-Kontakt
13
Lichtquelle, LED
14
Steuerungslogik
15
zweite Induktionsspule
2
Aufnahme, Hülle
21
Dauermagnet
22
erste Induktionsspule