Title:
Head-lamp e.g. for medical use, uses first axis of movement of retention device for movement into and out of working position
Kind Code:
U1


Abstract:
A head-mounted lamp has a head-band (2) and a lighting unit (4) which is movably joined to the head-band via a retention device (3). The retention device (3) has a first axis of movement (Y) and at least a second axis of movement (X,Z), these axes of movement (Y;X,Z) are formed so that at least a second axis of movement (X,Z) is used for adjusting the lighting unit relative to the head-band and the first axis of movement (Y) facilitates movement of the light unit (4) into and out of a working position.



Application Number:
DE202007001258
Publication Date:
03/22/2007
Filing Date:
01/27/2007
Assignee:
Richard Wolf GmbH (Knittlingen, 75438, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Wilcken & Vollmann (Lübeck, 23554)
Claims:
1. Stirnlampe mit einem Stirnring (2) und einer Leuchteinheit (4), welche mit dem Stirnring (2) über eine Halteeinrichtung (3) bewegbar verbunden ist, wobei
die Halteeinrichtung (3) eine erste Bewegungsachse (Y) und zumindest eine zweite Bewegungsachse (X, Z) aufweist, bezüglich derer die Leuchteinheit (4) unabhängig voneinander relativ zu dem Stirnring (2) bewegbar ist, und
die Bewegungsachsen derart ausgebildet sind, dass die zumindest eine zweite Bewegungsachse (X, Z) für eine Justage der Leuchteinheit (4) relativ zu dem Stirnring vorgesehen ist und die erste Bewegungsachse (Y) ein Bewegen der Leuchteinheit (4) in eine und aus einer Betriebsposition ermöglicht, ohne die Justage der Leuchteinheit (4) bezüglich des Stirnringes in der Betriebsposition zu verändern.

2. Stirnlampe nach Anspruch 1, bei welcher zwei zweite Bewegungsachsen (X, Z) vorgesehen sind, bezüglich derer die Leuchteinheit (4) relativ zu dem Stirnring (2) unabhängig von einer Bewegung bezüglich der anderen Bewegungsachsen bewegbar ist.

3. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher der Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit (4) bezüglich der ersten Bewegungsachse (Y) in einer anderen Richtung als der Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit (4) bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse (X, Z) gerichtet ist.

4. Stirnlampe nach Anspruch 3, bei welcher der Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit (4) bezüglich der ersten Bewegungsachse (Y) im Wesentlichen normal zu dem Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit (4) bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse (X, Z) gerichtet ist.

5. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchen die erste (Y) und die zumindest eine zweite (X, Z) Bewegungsachse gewinkelt, vorzugsweise normal zueinander gerichtet sind.

6. Stirnlampe nach Anspruch 5, bei welcher zwei zweite Bewegungsachsen (X, Z) vorgesehen sind und alle drei Bewegungsachsen (X, Y, Z) senkrecht zueinander angeordnet sind.

7. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die erste Bewegungsachse (Y) eine Schwenkbewegung der Leuchteinheit (4) relativ zu dem Stirnring (2) und eine zweite Bewegungsachse (X) eine Linearbewegung der Leuchteinheit (4) relativ zu dem Stirnring (2) ermöglicht.

8. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher zwei zweite Bewegungsachsen (X, Z) vorgesehen sind, von denen eine (Z) eine Schwenkbewegung und die andere (X) eine Linearbewegung der Leuchteinheit (4) relativ zu dem Stirnring (2) ermöglicht.

9. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Halteeinrichtung (3) derart ausgebildet ist, dass die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse (Y) kleiner ist als die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse (X, Z), vorzugsweise der beiden zweiten Bewegungsachsen (X, Z).

10. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen der Leuchteinheit (4) bezüglich der ersten Bewegungsachse (Y) in Richtung der aufzubringenden Betätigungskraft für die Bewegung bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse (X, Z), vorzugsweise der beiden zweiten Bewegungsachsen (X, Z) maximal eine Kraftkomponente aufweist, welche kleiner ist als die aufzubringenden Betätigungskraft für die Bewegung bezüglich der zweiten Betätigungsachsen (X, Z).

11. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher der Bewegungsbereich bezüglich der ersten und/oder zweiten Bewegungsachse(n) durch Anschläge (16) begrenzt ist.

12. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher in dem Bewegungsbereich bezüglich der ersten Bewegungsachse (Y) zumindest ein Rastpunkt zum Arretieren der Leuchteinheit (4) in einer vorbestimmten Position, insbesondere der Betriebsposition ausgebildet ist.

13. Stirnlampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Leuchteinheit (4) eine LED als Lichtquelle aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Stirnlampe.

Bekannte Stirnlampen, welche in medizinischen und anderen Bereichen zur Anwendung kommen, sind so konzipiert, dass eine Leuchteinheit an einem Stirnring befestigt ist und das Blickfeld des Anwenders oder einen Teil des Blickfeldes des Anwenders ausleuchtet, wobei bei Bewegung des Kopfes sich der Lichtkegel der Stirnlampe gemeinsam mit dem Blickfeld des Beobachters bewegt.

Problematisch bei den bekannten Stirnlampen ist, dass die Leuchteinheit, um eine bestmögliche/optimierte Deckung von Lichtkegel und Blickfeld des Anwenders zu erreichen, idealerweise in der Nähe der Augen des Anwenders angeordnet werden muss. Dorf beeinträchtigt sie jedoch selber das Blickfeld des Anwenders. Daher hat der Anwender das Bedürfnis, in der Zeit, in der er die Stirnlampe nicht benötigt, die Leuchteinheit aus seinem Blickfeld zu entfernen oder die Stirnlampe komplett abzusetzen. Dies ist bei Untersuchungen, bei welchen die Stirnlampe wechselweise benötigt oder nicht benötigt wird, sehr umständlich. Bei den bekannten Stirnlampen ist es nach dem Absetzen oder nach dem Schwenken der Leuchteinheit aus dem Blickfeld jedes Mal notwendig, die Leuchteinheit wieder neu zu justieren bzw. auszurichten, damit tatsächlich der Bereich ausgeleuchtet wird, welchen der Anwender betrachtet.

Im Hinblick auf diese Probleme ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Stirnlampe zu schaffen, welche es ermöglicht, eine Leuchteinheit auf einfache Weise aus dem Blickfeld des Anwenders zu bewegen und nach der Zurückbewegung eine erneut erforderliche Justage der Leuchteinheit vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch eine Stirnlampe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die erfindungsgemäße Stirnlampe weist einen Stirnring und eine Leuchteinheit auf, wobei die Leuchteinheit mit dem Stirnring über eine Halteeinrichtung bewegbar verbunden ist. Als Stirnring kann ein Stirnband, Stirnreif oder ähnliches dienen. Der Stirnring kann steif oder flexibel ausgebildet und sein Durchmesser vorzugsweise in seiner Größe verstellbar sein, um an unterschiedliche Kopfgrößen angepasst zu werden. Die Leuchteinheit bildet eine lichtemittierende Einheit, welche eine Lichtquelle enthalten kann oder über eine Lichtleiter mit einer externen Lichtquelle verbunden sein kann.

Erfindungsgemäß ist die Halteeinrichtung so ausgebildet, dass sie zumindest zwei Bewegungsachsen, d.h. eine erste und zumindest eine zweite Bewegungsachse aufweist, bezüglich derer die Leuchteinheit relativ zu dem Stirnring bewegbar ist. Dabei sind die Bewegungsachsen so ausgestaltet, dass die Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse unabhängig von der Bewegung bezüglich der zweiten Bewegungsachse und umgekehrt bewegbar ist. D.h. erfindungsgemäß soll die Halteeinrichtung so ausgebildet sein, dass bei einer Bewegung bezüglich einer der Bewegungsachsen keine Bewegung bezüglich einer der übrigen Bewegungsachsen stattfindet. Die erste Bewegungsachse ist allein dazu vorgesehen, die Leuchteinheit aus dem Gesichtsfeld bzw. Blickfeld des Anwenders zu bewegen, während die zumindest eine zweite Bewegungsachse nur der Justage der Leuchteinheit in ihrer Betriebsposition dient. So wird bei Bewegung aus dem Blickfeld heraus die möglicherweise bereits optimierte Justage bezüglich der anderen Bewegungsachse nicht unerwünscht verändert, sodass die Leuchteinheit sehr leicht in und aus einer Betriebsposition bzw. in bzw. aus dem Blickfeld des Anwenders bewegt werden kann, ohne jedes Mal eine neue Justage der Leuchteinheit vornehmen zu müssen. Wenn die Leuchteinheit in die Betriebsposition zurück bewegt wird, ist in der Betriebsposition somit weiterhin die zuvor eingestellte Justage gegeben.

Vorzugsweise sind zwei zweite Bewegungsachsen vorgesehen, bezüglich derer die Leuchteinheit relativ zu dem Stirnring unabhängig von einer Bewegung bezüglich der anderen Bewegungsachsen bewegbar ist. Die Anordnung von zwei zweiten Bewegungsachsen ermöglicht eine größere Einstellbarkeit der Leuchteinheit in verschiedene Richtungen, also eine Zunahme der Freiheitsgrade.

Bevorzugt sind zwei Bewegungsachsen zur Justage der Leuchteinheit vorgesehen, sodass die Leuchteinheit in zwei Richtungen vorzugsweise in Winkel und Höhe justiert werden kann, um sie optimal an die Bedürfnisse des Anwenders anpassen zu können. Die erste Bewegungsachse dient wie beschrieben lediglich dazu, die Leuchteinheit in und aus der Betriebsposition, d.h. in und aus dem Blickfeld des Benutzers zu bewegen. Dabei ist die Halteeinrichtung erfindungsgemäß so ausgebildet, dass beim Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse keine Bewegung bezüglich der zweiten Bewegungsachse bzw. der zweiten Bewegungsachsen ausgeführt wird, sodass die Justage bei Bewegung bezüglich der ersten Bewegungsachse nicht verändert wird. So ist es sehr leicht möglich; die Leuchteinheit aus dem Blickfeld zu bewegen, wenn sie nicht benötigt wird, und, sobald sie wieder benötigt wird, zurückzubewegen, ohne die Leuchteinheit erneut justieren zu müssen.

Weiter bevorzugt ist der erforderliche Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse in einer anderen Richtung als der notwendige Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse oder als die notwendigen Kraftvektoren zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der beiden zweiten Bewegungsachsen gerichtet, wobei zweckmäßigerweise zusätzlich gilt, dass diejenige Komponente des Krafvektors zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse, welche parallel zum Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse ist, kleiner ist als der letztere, oder dass diejenigen Komponenten des Kraftvektors zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse, welche jeweils parallel zu den Kraftvektoren zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der beiden zweiten Bewegungsachsen sind, jeweil kleiner sind als die jeweiligen letzteren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass, wenn die erforderliche Kraft zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse in der entsprechenden Richtung aufgebracht wird, diese Kraft nicht zu einer Bewegung der Leuchteinheit bezüglich der einen oder mehreren zweiten Bewegungsachsen führt. Um diese Bewegungen bezüglich der einen oder mehreren zweiten Bewegungsachsen durchführen zu können, muss eine Kraft bzw. müssen Kräfte in Richtungen aufgebracht werden, welche von der Richtung des Kraftvektors zur Bewegung bezüglich der ersten Bewegungsachse abweichen und welche außerdem vorzugsweise größer sind, als die jeweiligen Parallelkomponenten des Kraftvektors zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse. Durch die unterschiedlichen Kraftrichtungen, ggf. in Verbindung mit den Anforderungen an die Beträge der jeweils parallelen Kraftkomponenten, wird sichergestellt, dass immer nur bezüglich der gewünschten und nicht bezüglich der anderen bzw. der anderen Bewegungsachse Bewegungen durchgeführt werden.

Idealerweise ist der Kraftvektor zur Bewegung der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse im Wesentlichen normal zu dem Kraftvektor zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse gerichtet. Im Fall, dass mehrere zweite Bewegungsachsen vorgesehen sind, ist der Kraftvektor zum Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse vorzugsweise normal zu den Kraftvektoren zum Bewegen bezüglich aller zweiten Bewegungsachsen gerichtet. Bei dieser Ausgestaltung wird am besten sichergestellt, dass durch Krafteinwirkung in der gewünschten Richtung immer nur eine Bewegung bezüglich der gewünschten Bewegungsachse stattfindet. Es müssen diesbezüglich dann vorteilhafterweise keine Bedingungen hinsichtlich der Kraftbeträge berücksichtigt werden.

Weiter bevorzugt sind die erste und zumindest eine zweite Bewegungsachse gewinkelt, vorzugsweise normal zueinander gerichtet. Dies bewirkt, dass die Bewegungen bezüglich der ersten und der zweiten Bewegungsachse in unterschiedlichen Richtungen bzw. Ebenen erfolgen, sodass die Bewegungen unabhängig voneinander durchgeführt werden können.

Besonders bevorzugt sind zwei zweite Bewegungsachsen vorgesehen und es sind alle drei Bewegungsachsen senkrecht zueinander angeordnet. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Bewegungen bezüglich aller drei Bewegungsachsen in unterschiedlichen Richtungen erfolgen, sodass die Bewegungen einander nicht beeinflussen. Durch Anordnung der zwei zweiten Bewegungsachsen im rechten Winkel zueinander wird darüber hinaus eine Justage in zwei Richtungen ermöglicht.

Die erste Bewegungsachse ermöglicht vorzugsweise eine Schwenkbewegung der Leuchteinheit relativ zu dem Stirnring und eine zweite Bewegungsachse ermöglicht vorzugsweise eine Linearbewegung der Leuchteinheit relativ zu dem Stirnring. Um die erste Bewegungsachse kann somit die Leuchteinheit in einer Schwenkbewegung aus einer Betriebsposition in eine Ruheposition verschwenkt werden. Dabei ist die Leuchteinheit in der Betriebsposition vorzugsweise vor der Stirn in Nähe der Augen des Anwenders angeordnet und in einer Ruheposition zur Seite oder nach oben aus dem Gesichtsfeld des Anwenders heraus verschwenkt angeordnet. Die Linearbewegung bezüglich der zweiten Bewegungsachse ermöglicht vorzugsweise eine Positionierung in vertikaler Richtung, d.h. die Leuchteinheit kann in der Höhe bezüglich der Augen des Anwenders verstellt werden, um sie optimal an die Bedürfnisse des Anwenders anpassen zu können. Bei dieser Ausgestaltung ist es so, dass der Kraftvektor zum Verschwenken um die erste Bewegungsachse vorzugsweise in einer anderen Richtung gerichtet ist als der Kraftvektor zur Bewegung entlang der zweiten Bewegungsachse, idealerweise senkrecht/normal zum Kraftvektor zur Bewegung entlang der zweiten Bewegungsachse, sodass eine Bewegung unabhängig voneinander möglich ist, d.h. ein Verschwenken ohne gleichzeitig eine Linearbewegung zu verursachen. Umgekehrt soll eine Linearbewegung möglich sein, ohne gleich ein Verschwenken zu verursachen.

Weiter bevorzugt sind zwei zweite Bewegungsachsen vorgesehen, von denen eine eine Schwenkbewegung und die andere eine Linearbewegung der Leuchteinheit ermöglicht. Wie vorangehend beschrieben erfolgt die Linearbewegung vorzugsweise in vertikaler Richtung. Die zweite zweite Bewegungsachse erstreckt sich vorzugsweise in horizontaler Richtung normal zu der ersten zweiten Bewegungsachse entlang derer die Linearbewegung erfolgt, sodass eine Schwenkbewegung um diese Achse nach oben und unten möglich ist. Auf diese Weise kann der Lichtkegel der Leuchteinheit durch Verschwenken nach oben und unten optimal mit dem Blickfeld des Anwenders in Übereinstimmung gebracht werden. Die erste Bewegungsachse, bezüglicher derer vorzugsweise ebenfalls eine Schwenkbewegung möglich sein soll, erstreckt sich dabei idealerweise normal zu den beiden zweiten Bewegungsachsen, bevorzugt in einer Richtung im Wesentlichen normal zur Stirn des Anwenders. Dies ermöglicht eine Verschwenkbewegung von einer Betriebs- in eine Ruheposition und zurück in einer Ebene im Wesentlichen parallel zur Stirn des Anwenders. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass diese Schwenkbewegung auch die Schwenkbewegung bezüglich der zweiten Bewegungsachse, welche als Schwenkachse ausgebildet ist, unabhängig ist. Die bezüglich der beiden Schwenkachsen aufzubringenden Drehmomente bzw. die Achsen, um welche diese Drehmomente wirken, sind im Wesentlichen normal zueinander gerichtet. Auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Bewegungen bezüglich der drei Bewegungsachsen unabhängig voneinander auszuführen, insbesondere die Leuchteinheit in eine Ruheposition zu verschwenken, ohne die Justage bezüglich der beiden zweiten Schwenkachsen zu verändern.

Weiter bevorzugt ist die Halteeinrichtung derart ausgebildet, dass die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse kleiner ist als die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse, vorzugsweise der beiden zweiten Bewegungsachsen. Wenn die zweiten Bewegungsachsen zur Justage vorgesehen sind, kann mit dieser Ausgestaltung erreicht werden, dass zur Justage immer größere Kräfte erforderlich sind als zum Verschwenken von der Betriebs- in die Ruheposition, sodass sichergestellt wird, dass beim Verschwenken der Leuchteinheit von der Betriebs- in die Ruheposition und zurück die Justage nicht verändert wird. Es ist jedoch bevorzugt, sämtliche Betätigungskräfte möglichst gering zu halten, um eine leichte Bewegbarkeit und damit leichte Bedienbarkeit sicherzustellen.

Weiter bevorzugt weist die aufzubringende Betätigungskraft zum Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse in Richtung der aufzubringenden Betätigungskraft für die Bewegung bezüglich der zumindest einen zweiten Bewegungsachse oder der beiden zweiten Bewegungsachsen maximal eine Kraftkomponente auf, welche kleiner ist als die aufzubringende Betätigungskraft für die Bewegung bezüglich der zweiten Betätigungsachsen. Durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass auch dann, wenn sich die Kraftrichtung, beispielsweise bei der Schwenkbewegung ändert, oder aber die für die unterschiedlichen Bewegungen aufzubringenden Betätigungskräfte von Beginn an nicht normal bzw. senkrecht zueinander ausgerichtet sind, in keiner Kraftrichtung eine Kraft erreicht wird, welche so groß ist, dass eine Bewegung bezüglich der zweiten Schwenkachsen verursacht werden könnte. Dadurch wird ein sicheres Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse möglich, ohne dass die Position der Leuchteinheit bezüglich der zweiten Bewegungsachse bzw. Bewegungsachsen verändert wird. Zumindest sollten die Kräfte zum Bewegen bezüglich der ersten Bewegungsachse über den größten Teil des Verstellweges bezüglich der ersten Bewegungsachse kleiner sein als die in denselben Richtungen gerichteten Betätigungskräfte zur Bewegung der Leuchteinheit bezüglich der zweiten Bewegungsachse bzw. -achsen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Bewegungsbereich bezüglich der ersten und/oder zweiten Bewegungsachse(n) durch Anschläge begrenzt. D.h. der Bereich, in welchem die Leuchteinheit relativ zu dem Stirnring bezüglich der Achsen bewegt werden kann, kann bei zumindest einer der Achsen begrenzt sein. So können beispielsweise durch die Anschläge die Endpositionen der Bewegung bezüglich der ersten Bewegungsachse, welche vorzugsweise eine Betriebs- und eine Ruheposition der Leuchteinheit bilden, begrenzt und markiert werden, sodass die Betriebs- und die Ruheposition für den Benutzer fühlbar sind.

Weiter bevorzugt ist zumindest in dem Bewegungsbereich bezüglich der ersten Bewegungsachse wenigstens ein Rastpunkt zum Arretieren der Leuchteinheit in einer vorbestimmten Position, insbesondere der Betriebsposition ausgebildet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Leuchteinheit leicht vom Benutzer in eine vorbestimmte Betriebsposition durch Bewegung bezüglich der ersten Bewegungsachse gebracht werden kann, wobei diese Betriebsposition erfühlbar ist. Ferner wird durch die Arretierung ein versehentliches Bewegen aus dieser Betriebsposition heraus verhindert. Die Arretierung ist beispielsweise durch ein Rastelement gebildet, sodass eine höhere Anfangskraft überwunden werden muss, um eine Bewegung aus der Arretierung heraus zu ermöglichen. Auch bezüglich der zweiten Bewegungsachse bzw. der zweiten Bewegungsachsen können Arretierungen vorgesehen sein, um die Leuchteinheit in einer justierten Position fixieren zu können und ein Verstellen der Justage beim Bewegen der Leuchteinheit bezüglich der ersten Bewegungsachse zu verhindern.

Besonders bevorzugt weist die Leuchteinheit eine LED als Lichtquelle auf. Dies ermöglicht es, die Leuchteinheit klein und leicht auszubilden. Ferner kann die Leuchtdiode bei geringem Energieverbrauch eine große Lichtleistung abgeben und weist eine lange Haltbarkeit auf.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer in den nachfolgenden Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsform beispielhaft beschrieben. In den Figuren zeigt:

1 schematisch den prinzipiellen Aufbau einer möglichen Ausführungsform einer Stirnlampe gemäß der Erfindung,

2 eine Seitenansicht einer Stirnlampe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung und

3 eine Draufsicht auf die Verstelleinheit der Stirnlampe gemäß 2.

Die in 1 schematisch dargestellte Stirnlampe weist einen Stirnring 2 auf, an welchem über einer Halteeinrichtung 3 eine Leuchteinheit 4 angeordnet ist. Die Leuchteinheit 4 weist eine Lichtquelle 6, beispielsweise eine Glühlampe, LED oder Austrittsfläche eines Lichtleiters, welcher mit einer externen Lichtquelle verbunden ist, auf. Am Stirnring 2 ist ferner eine Energiequelle 8, beispielsweise ein Akku zur Energieversorgung der Lichtquelle angeordnet, welcher bei Verwendung einer externen Lichtquelle entfallen kann.

Die Halteeinrichtung ist so ausgebildet, dass die Leuchteinheit 4 bezüglich dreier Achsen X, Y und Z verstellbar ist, wobei die Y-Achse eine erste Bewegungsachse bildet, welche dazu dient, die Leuchteinheit 4 aus einer Betriebsposition (die in 1 gezeigte Position) in eine Ruheposition zu bewegen, in welcher sie in Höhe des Stirnringes oder oberhalb des Stirnringes in 1 angeordnet ist und somit außerhalb des Blickfeldes eines Anwenders gelegen ist.

Hierzu weist die Halteeinrichtung eine Verstelleinheit 10 auf, in welcher die Bewegungsachsen Y und Z, welche beide als Schwenkachsen ausgebildet sind, integriert sind. Die Y-Achse, welche die erste Bewegungsachse darstellt, erstreckt sich im Wesentlichen normal zur Stirn eines Anwenders. Die Z-Achse, welche eine zweite Bewegungsachse zur Justage der Leuchteinheit darstellt, erstreckt sich normal zur Y-Achse parallel zur Stirn des Anwenders, im Wesentlichen in horizontaler Richtung. Bezüglich dieser Achse kann die Leuchteinheit verschwenkt werden, um den von der Leuchteinheit abgegebenen Lichtkegel mit dem Beobachtungsbereich des Anwenders zur Deckung zu bringen.

In der Verstelleinheit 10 ist ferner eine Aufnahme ausgebildet, in welcher ein Haltearm 14 linear beweglich entlang der X-Achse, welche eine zweite Bewegungsachse bildet, geführt ist. Die zweite Bewegungsachse X dient ebenfalls zur Justage der Leuchteinheit und ermöglicht es, die Leuchteinheit in ihrer Höhe bezüglich des Stirnringes einzustellen, um sie möglichst in Augennähe des Anwenders anordnen zu können. Dabei ermöglicht die Verstellbarkeit in dieser vertikalen Richtung eine an den jeweiligen Anwender angepasste Einstellung.

Durch die Anordnung der Achsen X, Y und Z normal zueinander wird erreicht, dass auch die Kraftrichtungen bzw. Richtungen der Kraftvektoren zum Verstellen der Leuchteinheit 4 bezüglich der Achsen unterschiedlich gerichtet sind. Zum Verschwenken der Leuchteinheit 4 in die Ruheposition aus der in 1 gezeigten Position heraus um die Achse Y, muss zunächst eine im Wesentlichen horizontale Kraft parallel zu der Achse Z aufgebracht werden. Diese Kraft kann jedoch keine Bewegung bezüglich der Achsen X und Z verursachen, sodass die Justage bezüglich dieser Achsen unverändert bleibt. Im weiteren Verlauf der Bewegung um die Achse Y ändert sich die Kraftrichtung von horizontal zu vertikal. Da jedoch der Haltearm 14 mit verschwenkt, kommt es nie dazu, dass die Kraftrichtung entlang der Längsachse des Haltearmes 14, d.h. der Achse X gerichtet ist und sich der Haltearm 14 in der Aufnahme 12 verschieben könnte. Aufgrund des von dem Haltearm 14 gebildeten Hebels kommt es auch nicht zu einem Verschwenken bezüglich der Achse Z, da hierzu in der in 1 gezeigten Lage im Wesentlichen eine Kraft in Richtung der Achse Y, jedoch parallel versetzt auf Höhe der Leuchteinheit 4 aufgebracht werden müsste. Diese Kraft ist normal zu der Anfangskraft für die Bewegung bezüglich der Achse Y gerichtet. Diese Kraft ist immer aber auch normal zu der Kraft für die Bewegung bezüglich der Achse Y, die der Anfangskraft folgt und mit der Bewegung bezüglich der Achse Y permanent ihre Richtung ändert. So kommt es nie dazu, dass die Kraftrichtung für die Bewegung bezüglich der Achse Y entlang der Achse Y gerichtet ist und die Aufnahme 12 innerhalb der Verstelleinheit 10 verschwenkt werden könnte. Insofern kann die Leuchteinheit in die Ruheposition verschwenkt werden, ohne dass die hierzu aufzubringenden Kräfte eine Veränderung der Justage bezüglich der Achsen X und Z verursachen würden.

Anhand von 2 und 3 wird ein konstruktiver Aufbau der Stirnlampe beispielhaft näher erläutert.

Der Haltearm 14 ist in der Aufnahme 12 linear beweglich in Richtung der Achse X geführt. Dabei sind an dem Haltearm 14 Anschläge 16 in Form von Stiften oder Vorsprüngen ausgebildet, welche den möglichen Bewegungsbereich des Haltearmes 14 in der Aufnahme 12 begrenzen und somit den Bewegungsbereich der Leuchteinheit 4 in vertikaler Richtung begrenzen und verhindern, dass der Haltearm 14 vollständig aus der Aufnahme 12 entnommen werden kann.

Die Aufnahme 12 ist an einer Schwenkachse Z in der Verstelleinheit 10 gelagert, sodass ein Verschwenken der Aufnahme 12 um die Achse Z mit dem Haltearm 14 und der Leuchteinheit 4 möglich ist. Ferner ist eine weitere Drehbewegung um die Achse Y möglich, welche dadurch erreicht wird, dass die Verstelleinheit 10 aus einer Grundplatte 18 mit einer darin angebrachten Scheibe 20 gebildet wird. Die Grundplatte 18 ist mit dem Stirnring 2 verbunden. An ihrer dem Stirnring abgewandten Seite ist die Scheibe 20 parallel zur Grundplatte 18 angesetzt, wobei die Scheibe 20 mit der Grundplatte 18 über eine hier nicht gezeigte Drehachse, beispielsweise einen Stift oder Bolzen drehbeweglich um die Achse Y verbunden ist.

Von der Scheibe 20 stehen in einer dem Stirnring 2 abgewandter Richtung zwei Backen 22 vor, zwischen denen eine Ausnehmung 24 gebildet ist. In den Backen 22 ist ein Stift 26 befestigt, welcher sich durch die Ausnehmung 24 quer, d.h. normal zu der Achse Y in Richtung der Achse Z erstreckt. An diesem Stift 26 ist ein Vorsprung 28 der Aufnahme 12, welcher in die Ausnehmung 24 hineinkragt, drehbeweglich gelagert.

Auf diese Weise ist es möglich, die Aufnahme 12 um die Achse Z, d.h. den Stift 26 zu verschwenken. Dabei kann zwischen den Backen 22 und dem Vorsprung 28 eine Klemmwirkung erreicht werden, um durch Reibung eine Mindestbetätigungskraft und Fixierung der Aufnahme 12 in beliebiger Position zu erreichen. D.h. zum Verschwenken um die Achse Z muss eine Mindestkraft aufgebracht werden, um die Reibungskräfte zu überwinden.

2
Stirnring
3
Halteeinrichtung
4
Leuchteinheit
6
Lichtquelle
8
Energiequelle
10
Verstelleinheit
12
Aufnahme
14
Haltearm
16
Anschläge
18
Grundplatte
20
Scheibe
22
Backen
24
Ausnehmung
26
Stift
28
Vorsprung
X, Y, Z
Bewegungsachsen