Title:
Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung für ein Werkzeuggerät
Kind Code:
U1


Abstract:

Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung (2) für ein Werkzeuggerät (4)
mit einem Brauchflüssigkeitsabgang (18), einem Schmutzflüssigkeitszugang (28) und einem Speichervolumen, das einen mit dem Brauchflüssigkeitsabgang (18) strömungsmässig verbindbaren Brauchflüssigkeitsbereich (10) und einen über den Schmutzflüssigkeitszugang (28) beschickbaren Schmutzflüssigkeitsbereich (12) aufweist, wobei der Brauchflüssigkeitsbereich (10) vom Schmutzflüssigkeitsbereich (12) getrennt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Brauchflüssigkeitsbereich (10) und der Schmutzflüssigkeitsbereich (12) in einem gemeinsamen Speicherraum (7) vorgesehen und durch ein in seiner Position veränderliches Trennelement voneinander getrennt sind.




Application Number:
DE202006021233U
Publication Date:
02/03/2014
Filing Date:
10/12/2006
Assignee:
Hilti Aktiengesellschaft (Schaan, LI)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE212463CN/A



Attorney, Agent or Firm:
ter Meer, Nicolaus, Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 81679, München, DE
Claims:
1. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung (2) für ein Werkzeuggerät (4)
mit einem Brauchflüssigkeitsabgang (18), einem Schmutzflüssigkeitszugang (28) und einem Speichervolumen, das einen mit dem Brauchflüssigkeitsabgang (18) strömungsmässig verbindbaren Brauchflüssigkeitsbereich (10) und einen über den Schmutzflüssigkeitszugang (28) beschickbaren Schmutzflüssigkeitsbereich (12) aufweist, wobei der Brauchflüssigkeitsbereich (10) vom Schmutzflüssigkeitsbereich (12) getrennt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Brauchflüssigkeitsbereich (10) und der Schmutzflüssigkeitsbereich (12) in einem gemeinsamen Speicherraum (7) vorgesehen und durch ein in seiner Position veränderliches Trennelement voneinander getrennt sind.

2. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement in Abhängigkeit eines brauchflüssigkeitsseitigen Füllstandes zu einem schmutzflüssigkeitsseitigen Füllstand in seiner Position veränderlich ist.

3. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement wenigstens bereichsweise permeabel ist.

4. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement durch ein wenigstens bereichsweise flexibles Behältnis (14) gebildet ist.

5. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Brauchflüssigkeitsabgang (18) in das Behältnis (14) ragt.

6. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (14) über den Schmutzflüssigkeitszugang (28) beschickbar ist.

7. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (14) herausnehmbar in der übrigen Flüssigkeitsfördervorrichtung (2) gehalten ist.

8. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (14) durch ein Wegwerfbehältnis gebildet ist.

9. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (14) einen schwimmfähigen Boden (36) aufweist.

10. Mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (14) durch einen Sack gebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine als mobile Einheit ausgebildete Flüssigkeitsfördervorrichtung für ein Werkzeuggerät, wie ein Trenn-, Bohr- oder Schleifgerät mit den Merkmalen gemäss dem Oberbegriff von Schutzanspruch 1. Dabei dient die Flüssigkeitsfördervorrichtung zur Zuführung von Spül- oder Kühlflüssigkeit und zum Abtransport von Schmutzflüssigkeit, die an dem Werkzeuggerät im Betrieb beispielsweise in Form von Schlammwasser anfällt. Hierzu weist die Flüssigkeitsfördervorrichtung einen Brauchflüssigkeitsabgang, einen Schmutzflüssigkeitszugang und ein Speichervolumen auf, das einen mit dem Brauchflüssigkeitsabgang strömungsmässig verbindbaren Brauchflüssigkeitsbereich und einen mit dem Schmutzflüssigkeitszugang strömungsmässig verbindbaren Schmutzflüssigkeitsbereich aufweist. Dabei ist der Brauchflüssigkeitsbereich vom Schmutzflüssigkeitsbereich getrennt.

Derartige mobile Flüssigkeitsfördervorrichtungen haben den Vorteil, dass sie leicht zu transportieren sind, wodurch eine flexible Bereitstellung von Kühlflüssigkeit mit einer gleichzeitigen Schmutzflüssigkeitsbeseitigung ermöglicht wird.

Aus der DE 212 463 ist eine als mobile Einheit ausgebildete Flüssigkeitsfördervorrichtung für Gesteinsbohrmaschinen bekannt. Diese weist einen Behälter mit einem Speichervolumen auf, das durch eine Filterwand in einen Schmutzwasserbereich und einen Brauchwasserbereich unterteilt ist. Aus dem Brauchwasserbereich kann somit zur Kühlung und zum Spülen dienendes Brauchwasser zu der Gesteinsbohrmaschine gepumpt werden. Anschliessend gelangt das mit Schlamm versetzte Brauchwasser über einen Schlauch als Schmutzwasser in den Schmutzwasserbereich des Behälters.

Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist jedoch, dass häufig keine geeignete Porengrösse des Filters gefunden werden kann, die einerseits eine ausreichende Qualität des durch die wiederkehrende Filterung zur Verfügung gestellten Brauchwassers sicher stellt, durch die aber gleichzeitig ein Zusetzen des Filters und ein daraus resultierender Brauchwassermangel vermieden werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer mobilen Flüssigkeitsfördervorrichtung die genannten Nachteile zu vermeiden und die Menge und Qualität der zur Verfügung stehenden Brauchflüssigkeit zu erhöhen.

Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch, eine mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung mit den Merkmalen von Schutzanspruch 1 gelöst, wobei der Brauchflüssigkeitsbereich und der Schmutzflüsgkeitsbereich in einem gemeinsamen Speicherraum vorgesehen und durch ein in seiner Position veränderbares Trennelement voneinander getrennt sind. Hierdurch ist es möglich zu Beginn des Betriebes das wenigstens annähernd vollständige Speichervolumen zur Speicherung von frischer Brauchflüssigkeit zu nutzen, während der Schmutzflüssigkeitsbereich im Wesentlichen erst mit dem tatsächlichen Anfall von Schmutzflüssigkeit im Betrieb aufgebaut wird. Hierdurch kann das in mobilen Flüssigkeitsfördervorrichtungen zur Verfügung stehende, begrenzte Speichervolumen optimal genutzt werden, wobei zu Beginn des Betriebes das gesamte Speichervolumen zur Aufnahme von Brauchflüssigkeit, die beispielsweise durch Trinkwasser gebildet sein kann, bereit steht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Trennelement in Abhängigkeit eines brauchflüssigkeitsseitigen Volumenanteils zu einem schmutzflüssigkeitsseitigen Volumenanteil in seiner Position veränderlich. Hierdurch wird das Speichervolumen im Betrieb zu jedem Zeitpunkt in Abhängigkeit vom jeweiligen Anteil der Brauchflüssigkeit beziehungsweise der Schmutzflüssigkeit gleichmässig aufgeteilt.

Vorteilhafterweise ist das Trennelement wenigstens bereichsweise permeabel. Hierdurch ist es möglich, einen Teil der verbrauchten Brauchflüssigkeit aus dem Schmutzflüssigkeitsbereich durch Filterung wiederzugewinnen.

Vorteilhafterweise ist das Trennelement durch ein wenigstens bereichsweise flexibles Behältnis gebildet. Ein solches flexibles Behältnis ermöglicht eine besonders einfache volumenabhängige Aufteilung des Speichervolumens in den Brauchflüssigkeitsbereich und den Schmutzflüssigkeitsbereich.

Dabei ist es günstig, wenn in dem Behältnis der Brauchflüssigkeitsabgang angeordnet ist. Hierdurch kann das Behältnis zur Speicherung der Brauchflüssigkeit genutzt werden, während an der übrigen Flüssigkeitsfördervorrichtung, insbesondere an einem Boden, ein Grundablass vorgesehen werden, der eine besonders komfortable Entsorgung der Schmutzflüssigkeit aus dem Speichervolumen, beispielsweise in einen Abwasserkanal, ermöglicht.

Alternativ hierzu kann das Behältnis vorteilhafterweise von dem Schmutzflüssigkeitszugang beschickt werden. Hierdurch ist der Schmutzflüssigkeitsbereich von der übrigen Flüssigkeitsfördervorrichtung weitestgehend getrennt, woraus eine geringere Verschmutzung derselben resultiert.

Vorteilhafterweise ist das Behältnis herausnehmbar in der übrigen Flüssigkeitsfördervorrichtung gehalten, wodurch die Flüssigkeitsfördervorrichtung alternativ auch als reine Spülflüssigkeitszuführvorrichtung oder Schmutzflüssigkeitsabführvorrichtung beziehungsweise als Zwischenspeicher zum Durchpumpen von Spülflüssigkeit zum Bohrgerät oder von Schmutzflüssigkeit zu einer Abwassereinrichtung, wie einem Abwasserkanal, genutzt werden kann.

Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn das Behältnis durch ein Wegwerfbehältnis gebildet ist, so dass beispielsweise die Schmutzflüssigkeit zusammen mit dem Behältnis entsorgt werden kann.

Zudem ist es günstig, wenn das Behältnis einen schwimmfähigen Boden aufweist, um dieses in einer vorbestimmten Weise innerhalb des Speichervolumens positionieren zu können. Auf diese Weise können beispielsweise Störungen an Zu- oder Abläufen des Speichervolumens verhindert werden.

Dabei ist es günstig, wenn das Behältnis durch einen Sack gebildet ist, um die Herstellungskosten für das Behältnis möglichst gering zu halten.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Anordnung aus einer Flüssigkeitsfördervorrichtung und eines Werkzeuggerätes,

2 eine Ansicht der Anordnung nach 1, zu Beginn eines Betriebes,

3 eine Ansicht der Anordnung nach 1 gegen Ende eines Betriebes,

4 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Anordnung aus einer alternativen Flüssigkeitsfördervorrichtung und des Werkzeuggerätes nach 1 zu Beginn eines Betriebes,

5 eine Ansicht der Anordnung nach 4 während eines Betriebes,

6 eine Ansicht der Anordnung nach 4 gegen Ende eines Betriebes,

7 eine Ansicht der Anordnung gemäss den 1 bis 3 in einem Durchpumpbetrieb und

8 eine Ansicht der Anordnung gemäss den 4 bis 6 in einem Durchpumpbetrieb.

1 zeigt eine mobile Flüssigkeitsfördervorrichtung 2, die zur Versorgung eines Werkzeuggerätes 4 in Form eines Diamant-Kernbohrgerätes mit einer Brauchflüssigkeit B, wie insbesondere Wasser, dient. Die relativ saubere Brauchflüssigkeit B wird dabei beispielsweise zum Spülen oder zum Kühlen eines betreffenden Werkzeuges beziehungsweise des Arbeitsbereiches verwendet. Gleichzeitig dient die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 zum Abtransport einer im Betrieb des Werkzeuggerätes 4 anfallenden Schmutzflüssigkeit S, die sich im Wesentlichen aus der Brauchflüssigkeit B und im Betrieb abgetragenen Materialpartikeln M zusammensetzt.

Hierzu weist die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 einen durch einen Deckel 6 verschliessbaren und einen Speicherraum 7 ausbildenden Speicherbehälter 8 auf, in dem sowohl ein Brauchflüssigkeitsbereich 10 wie auch ein Schmutzflüssigkeitsbereich 12 vorgesehen ist. Als Trennelement zur Trennung beider Bereiche 10, 12 dient dabei ein flexibles Behältnis 14 in Form eines Sackes, der im Speicherbehälter 8 gehalten und in dem der Brauchflüssigkeitsbereich 10 aufgenommen ist.

In das Behältnis 14 hinein ragt eine Schwimmerentnahme 16 eines insgesamt mit 18 bezeichneten Brauchflüssigkeitsabganges, der mit einer Ableitpumpe 20 in Form einer Druckpumpe verbunden ist. Mittels dieser Ableitpumpe 20 wird im Betrieb die Brauchflüssigkeit B aus dem Brauchflüssigkeitsbereich 10 über eine Versorgungsleitung 22 dem Werkzeuggerät 4 zugeführt, wie durch Pfeile dargestellt.

Nach Durchlaufen eines Arbeitsbereiches 24 des Werkzeuggerätes 4, wird die hierbei anfallende Schmutzflüssigkeit S über eine Entsorgungsleitung 26, von dem Arbeitsbereich 24 abtransportiert, wie durch Pfeile dargestellt. Hierzu ist die Entsorgungsleitung 26 mit einem Schmutzflüssigkeitszugang 28 verbunden, der in den Schmutzflüssigkeitsbereich 12 mündet. Der gesamte Speicherraum 7 und somit auch der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 ist mittels einer Saugpumpe 30 evakuierbar. Durch den hierbei entstehenden Unterdruck wird im Betrieb die Schmutzflüssigkeit S über den Schmutzflüssigkeitszugang 28 in den Schmutzflüssigkeitsbereich 12 transportiert.

Die Steuerung der beiden Pumpen 20, 30 erfolgt dabei im Betrieb über eine Steuerungseinrichtung 32, an der auch ein Stromversorgungskabel 34 des Werkzeuggerätes 4 angeschlossen ist.

2 zeigt die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 vor Beginn eines Betriebes. Zu diesem Zeitpunkt ist das Behältnis 14 mit der relativ sauberen Brauchflüssigkeit B, beispielsweise in Form von Brauch- oder Trinkwasser, voll befüllt. Dabei liegt ein Schwimmboden 36 des Behältnisses 14, der beispielsweise aus einem Luftporen aufweisenden und gegenüber dem übrigen Behältnis 14 relativ biegesteifen Material gebildet ist, an einem Behälterboden 38 des Speicherbehälters 8 an. Der Brauchflüssigkeitsbereich 10 nimmt hierbei den nahezu vollständigen Speicherraum 7 des Speicherbehälters 8 ein, während der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 ein minimales Volumen und noch keine Schmutzflüssigkeit S aufweist.

Mit Einschalten des Werkzeuggerätes 4 wird über die Steuerungseinrichtung 32 auch die Ableitpumpe 20 gestartet, die nun die Brauchflüssigkeit B aus dem Brauchflüssigkeitsbereich 10 über die Versorgungsleitung 22 dem Werkzeuggerät 4 zuführt. Ferner wird mittels der Steuereinrichtung 32 auch die Saugpumpe 30 gestartet, die im Speicherraum 7 einen Unterdruck erzeugt. Als Folge hiervon wird die Schmutzflüssigkeit S, die im Arbeitsraum 14 entsteht, zum Schmutzflüssigkeitszugang 28 geleitet, über den nun der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 beschickt wird.

Entsprechend der Darstellung in 1 füllt sich im Betrieb der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 zunehmend, während das Volumen der Brauchflüssigkeit B im Brauchflüssigkeitsbereich 10 fortschreitend abnimmt. Dieser gegenläufig zum abnehmenden brauchflüssigkeitsseitigen Füllstand zunehmende schmutzflüssigkeitsseitige Füllstand im Schmutzflüssigkeitsbereich 12 führt zu einem fortschreitenden Aufschwimmen des Schwimmbodens 36.

Dieser Vorgang hält solange an, bis der Brauchflüssigkeitsbereich 10, gemäss der Darstellung in 3, vollständig entleert ist. Dabei schwimmt das Behältnis 14 in Folge der Auftriebswirkung des Schwimmbodens 36 auf der Schmutzflüssigkeit S, die nun den Speicherraum 7 nahezu vollständig befüllt. In diesem Zeitpunkt weist der Brauchflüssigkeitsbereich 10 ein minimales Volumen auf.

Vor einem weiteren Betrieb der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 muss nun zunächst die Schmutzflüssigkeit S entleert werden. Dies erfolgt über einen Grundablass 40, der am Behälterboden 38 vorgesehen ist und über den die Schmutzflüssigkeit S beispielsweise einer Entsorgungseinrichtung 42, wie beispielsweise einem Abwasserkanal, zugeführt werden kann.

4 bis 6 zeigen eine alternative Ausführungsform der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2, die im Wesentlichen mit der Ausführungsform nach 1 bis 3 übereinstimmt. Gleiche Elemente beziehungsweise Elemente mit gleicher Funktion sind daher entsprechend bezeichnet.

Der wesentliche Unterschied besteht bei dieser Ausführungsform in der Ausführung und Anordnung des Brauchflüssigkeitsabganges 18 und des Schmutzflüssigkeitszuganges 28. Hierbei ist der Schmutzflüssigkeitszugang 28 derart angeordnet, dass nun das Behältnis 14 durch denselben beschickt werden kann. Somit ist bei dieser Ausführungsform der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 innerhalb des Behältnisses 14 angeordnet, während das übrige Volumen des Speicherraumes 7 als Brauchflüssigkeitsbereich 10 genutzt wird.

4 zeigt die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 wiederum vor Beginn eines Betriebes. Zu diesem Zeitpunkt ist der Brauchflüssigkeitsbereich 10 mit der relativ sauberen Brauchflüssigkeit B voll befüllt. Das Behältnis 14, das zu diesem Zeitpunkt noch leer ist, schwimmt dagegen durch die Auftriebswirkung des Schwimmbodens 36 oben auf der Brauchflüssigkeit B. Der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 weist somit ein minimales Volumen auf.

Mit Einschalten des Werkzeuggerätes 4 wird über die Steuerungseinrichtung 32 auch die Ableitpumpe 20 gestartet, die nun wiederum die Brauchflüssigkeit B aus dem Brauchflüssigkeitsbereich 10 über die Versorgungsleitung 22 dem Werkzeuggerät 4 zuführt. Der Brauchflüssigkeitsabgang 18 ist hierzu bei dieser Ausführungsform benachbart zum Behälterboden 38 angeordnet.

Ferner wird mittels der Steuereinrichtung 32 auch die Saugpumpe 30 gestartet, die im Speicherraum 7 einen Unterdruck erzeugt. Als Folge hiervon wird die Schmutzflüssigkeit S, die im Arbeitsraum 14 entsteht, zum Schmutzflüssigkeitszugang 28 transportiert, über den nun der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 im Behältnis 14 beschickt wird.

Entsprechend der Darstellung in 5 füllt sich im Betrieb das Behältnis 14 beziehungsweise der Schmutzflüssigkeitsbereich 12 zunehmend, während das Volumen der Brauchflüssigkeit B im übrigen Speicherraum 7, das heisst im Brauchflüssigkeitsbereich 10, fortschreitend abnimmt. Dieser gegenläufig zum brauchflüssigkeitsseitigen Füllstand zunehmende schmutzflüssigkeitsseitige Füllstand im Behältnis 14 führt zu einem fortschreitenden Absinken des Schwimmbodens 36.

Dieser Vorgang hält solange an, bis der Brauchflüssigkeitsbereich 10, gemäss der Darstellung in 6, nahezu vollständig entleert ist. Dabei liegt der Schwimmboden 36 des Behältnisses 14 infolge des hohen schmutzflüssigkeitsseitigen Füllstandes gegenüber dem minimalen Füllstand im Brauchflüssigkeitsbereich 10 am Behälterboden 38 an. In diesem Zeitpunkt weist der Brauchflüssigkeitsbereich 10 ein minimales Volumen auf.

Wie insbesondere aus den 5 und 6 zu entnehmen ist, kann das Behältnis 14 an einem oberen Ende 44 einen permeablen Bereich 46 aufweisen. Dieser enthält Poren, die so dimensioniert sind, dass die in der Schmutzflüssigkeit S enthaltene Brauchflüssigkeit B in diesem Bereich 46 aus dem Schmutzflüssigkeitsbereich 12 austreten kann, während die Materialpartikel M zum grössten Teil im Behältnis 14 zurückgehalten werden. Hierbei wird ein gewisser Druckunterschied zwischen der Schmutzflüssigkeit S und der Brauchflüssigkeit B genutzt, der sich aufgrund der Auftriebswirkung des Schwimmbodens 36 in Verbindung mit einer gewissen Biegesteifheit des Behältnisses 14 und insbesondere bei sehr niedrigem Pegel der Brauchflüssigkeit B einstellt. Auf diese Weise wird ein Teil der anfallenden Schmutzflüssigkeit S gefiltert und kann zur Wiederbefüllung des Brauchflüssigkeitsbereiches 10 genutzt werden.

Zur Entsorgung der im Schmutzflüssigkeitsbereich 12 gesammelten Schmutzflüssigkeit S ist das Behältnis 14 herausnehmbar in der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 gehalten und durch ein Wegwerfbehältnis, wie beispielsweise ein Einwegsack, gebildet. Das Behältnis 14 kann somit zusammen mit der enthaltenen Schmutzflüssigkeit S von der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 entfernt und entsorgt werden. Anschliessend kann ein neues Behältnis 14 in die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 eingesetzt und der Brauchflüssigkeitsbereich 10 mit neuer Brauchflüssigkeit B befüllt werden.

Das herausnehmbare Behältnis 14 hat zudem den Vorteil, dass die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 nach einem einfachen Umbau zum Durchpumpen von Brauchflüssigkeit B oder von Schmutzflüssigkeit S genutzt werden kann, wie in den 7 und 8 dargestellt.

7 zeigt die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 in der Ausführungsform gemäss den 1 bis 3, wobei das Behältnis 14 entfernt und an dem Brauchflüssigkeitsabgang 18 die Schwimmerentnahme 16 durch ein Ansaugrohr 48 ersetzt wurde, das nahezu bis zum Behälterboden 38 reicht. Ferner ist die Versorgungsleitung 22 nun nicht mehr mit dem Werkzeuggerät 4 sondern mit der Entsorgungseinrichtung 42 verbunden.

Im Betrieb der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 wird in diesem Fall mittels der Saugpumpe 30 ein Unterdruck im Speicherraum 7 erzeugt, infolge dessen die am Arbeitsbereich 14 anfallende Schmutzflüssigkeit S über die Entsorgungsleitung 26 angesaugt wird. Anschliessend wird die auf diese Weise in den als Zwischenspeicher fungierenden Speicherraum 7 transportierte Schmutzflüssigkeit S mit Hilfe der Ableitpumpe 20, die hierfür durch eine schmutzwassertaugliche Pumpe gebildet ist, über die Versorgungsleitung 22 zu der Entsorgungseinrichtung 42 gepumpt.

8 zeigt die Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 in der Ausführungsform gemäss den 4 bis 6, wobei das Behältnis 14 wiederum entfernt und die Entsorgungsleitung 26 nun nicht mehr mit dem Arbeitsbereich 14 sondern mit einer Versorgungseinrichtung 50, beispielsweise in der Form eines Trinkwasseranschlusses verbunden ist.

Im Betrieb der Flüssigkeitsfördervorrichtung 2 kann in diesem Fall mittels der Saugpumpe 30 ein Unterdruck im Speicherraum 7 erzeugt werden, um den Zulauf von Brauchflüssigkeit B aus der Versorgungseinrichtung 50 zu unterstützen. Anschliessend wird die auf diese Weise in den als Zwischenspeicher fungierenden Speicherraum 7 transportierte Brauchflüssigkeit B mit Hilfe der Ableitpumpe 20, über die Versorgungsleitung 22 zu dem Werkzeuggerät 4 gepumpt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 212463 [0003]