Title:
Workplace light especially for the deactivation of explosive charges has a light and at least one activating switch with a time delay before the light is switched on
Kind Code:
U1


Abstract:
A workplace light, especially for the deactivation of explosive charges, comprises a light and at least one switch to activate the light with a time delay unit by means of which the light is switched on only after a given delay after the operation of the switch.



Application Number:
DE202006016375
Publication Date:
01/04/2007
Filing Date:
10/20/2006
Assignee:
MELTRON International Security Services GmbH (Korschenbroich, 41352, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Bonsmann & Bonsmann Patentanwälte (Mönchengladbach, 41063)
Claims:
1. Arbeitsplatzleuchte, insbesondere für den Einsatz bei der Entschärfung von Sprengsätzen, mit einem Leuchtmittel und wenigstens einem Schalter zur Aktivierung der Arbeitsplatzleuchte, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zeitverzögerungsglied vorgesehen ist, durch welches das Leuchtmittel selektiv nach Betätigung des Aktivierungsschalters erst nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitverzögerung eingeschaltet wird.

2. Arbeitsplatzleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitverzögerung 20 Sekunden bis 5 Minuten, vorzugsweise etwa 2 Minuten beträgt.

3. Arbeitsplatzleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivierungsschalter eine Ausschaltposition, eine Position mit verzögerter Aktivierung sowie eine Position mit sofortiger Einschaltung aufweist.

4. Arbeitsplatzleuchte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivierungsschalter derart ausgebildet ist, dass eine versehentliche Aktivierung der Schaltposition mit sofortiger Einschaltung von der ausgeschalteten Schaltposition ausgehend vermieden wird.

5. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieversorgung der Leuchte über einen Akkumulator erfolgt, wobei der Aktivierungsschalter zusätzlich eine Ladestellung aufweist.

6. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel eine oder mehrere Leuchtstoffröhren aufweisen.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsleuchte, insbesondere für den Einsatz bei der Entschärfung von Kampfmitteln, insbesondere von Sprengsätzen, bei denen es sich sowohl um militärische Sprengsätze oder um improvisierte/terroristische Sprengsätze handeln kann (EOD, Explosive Ordnance Disposal bzw. IEDD, Improvised Explosive Devices Disposal).

Derartige Sprengsätze können durch eine Vielzahl verschiedener Mechanismen ausgelöst werden. Ein besonders perfider Auslösemechanismus arbeitet mit einem Lichtsensor (z.B. einer Photozelle), wobei durch das Betreten eines abgedunkelten Raumes und das Einschalten einer Lichtquelle bzw. durch das Freilegen eines verdeckten Sprengsatzes die Explosion gerade dann ausgelöst werden soll, wenn sich eine Person in der Nähe befindet.

Da bei der Entschärfung von Sprengsätzen eine ausreichende Beleuchtung Grundvoraussetzung ist, stellen derartige Auslösemechanismen auch für die Sprengsatzentschärfung ein relativ hohes Risiko dar, da bei einem unbekannten Sprengsatz insbesondere gerade bei nicht ausreichendem Licht zunächst keine Information darüber vorliegt, ob eine Lichtaktivierung des Sprengsatzes zu befürchten ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsplatzleuchte für die Sprengsatzentschärfung bereitzustellen, bei der das Risiko, das durch lichtausgelöste Sprengsätze entsteht, minimiert wird.

Hierzu weist eine erfindungsgemäße Arbeitsplatzleuchte eine Zeitverzögerungsschaltung auf, mittels derer der Einschaltvorgang eines in der Leuchte integrierten Leuchtmittels um eine bestimmte Zeit ab der Betätigung eines Aktivierungsschalters selektiv verzögert werden kann.

Innerhalb dieser Verzögerungszeit kann die unmittelbare Umgebung des Sprengsatzes verlassen werden, so dass Personenschäden bei einer evtl. Auslösung des Sprengsatzes vermieden werden. Besonders geeignet sind Verzögerungszeiten von etwa zwei Minuten, innerhalb derer auch ein größeres Gebäude nach Betätigung des Aktivierungsschalters noch verlassen werden kann. Ist dann nach Aufleuchten der Lampe nichts passiert, kann der Entschärfer an den Ort des Sprengsatzes zurückkehren.

Der Einschaltvorgang wird bevorzugt nur selektiv verzögert, so dass je nach Einsatzzweck auch ein sofortiges Einschalten der Lampe möglich ist.

Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Arbeitsleuchte als portable Akkuleuchte ausgebildet, die als Leuchtmittel ein oder mehrere Leuchtstofflampen aufweist. An dem Gehäuse ist ein Wahlschalter vorgesehen, der bevorzugt als Drehschalter ausgebildet ist, so dass eine versehentliche Betätigung – wie bei einem Kippschalter – vermieden wird.

Der Drehschalter weist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vier Schaltstufen auf, die als "Aus", "Verzögert Ein", "Dauer-Ein" sowie "Akku laden" bezeichnet werden können.

Wenn die Schaltstufen des Schalters um jeweils 90° endlos umlaufend ausgebildet sind, kann zusammen mit einem zeigerbehafteten Bedienknopf eine versehentliche Einschaltung der Arbeitsplatzleuchte vermieden werden.

Die Zeitverzögerung wird in der Lampe durch eine übliche elektronische Schaltung bewirkt, deren Verzögerungsdauer über ein Potentiometer zusätzlich einstellbar sein kann. Die Aktivierung der Zeitverzögerung kann durch ein akustisches Signal oder durch schwach leuchtende LEDs signalisiert werden.