Title:
Interior decoration wall/ceiling polystyrene strip is coated in transparent lacquer incorporating light-refractive or reflecting particles
Kind Code:
U1


Abstract:
A decorative strip is presented at the horizontal interface between a building inner wall and the ceiling. The strip is made of foam polystyrene or extruded polystyrene whose visible surface is coated in transparent lacquer incorporating light-refractive or reflecting particles. The lacquer is applied by e.g. inkjet printer, sieve printer or tampon print process.



Inventors:
Scheidt, Eckard von (DE)
Application Number:
DE202006013796
Publication Date:
02/22/2007
Filing Date:
09/08/2006
Assignee:
SCHEIDT ECKARD VON (DE)



Attorney, Agent or Firm:
Brose und Kollegen (Starnberg, 82319)
Claims:
1. Zierprofilleiste (10) aus expandierbarem Polystyrol geschäumt oder aus Polystyrol extrudiert, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf der nach dem Einbau der Leiste (10) sichtbaren Fläche (12) ganz oder teilweise mit einem Klarlack beschichtet ist, der lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen enthält.

2. Zierprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klarlack mittels Tintenstrahldruck, Siebdruck oder Tampondruck aufgebracht ist.

3. Zierprofilleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff oder Metallfolie hergestellt sind.

4. Zierprofilleiste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff durch Aufdampfen oder Aufspattern von Metall, vorzugsweise Aluminium, verspiegelt sind.

5. Zierprofilleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen Hologramme enthalten.

6. Zierprofilleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen verspiegelt sind und die Verspiegelung durch feine Streifen oder Gitter unterbrochen ist.

7. Zierprofilleiste (10) aus expandierbarem Polystyrol geschäumt oder aus Polystyrol extrudiert, dadurch gekennzeichnet, dass dem Polystyrol bereits vor der Verarbeitung zur Leiste lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen zugegeben worden sind.

8. Zierprofilleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff oder Metallfolie hergestellt sind.

9. Zierprofilleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff durch Aufdampfen oder Aufspattern von Metall, vorzugsweise Aluminium, verspiegelt sind.

10. Zierprofilleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen Hologramme enthalten.

11. Zierprofilleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen verspiegelt sind und die Verspiegelung durch feine Streifen oder Gitter unterbrochen ist.

12. Zierprofilleiste (10) aus expandierbarem Polystyrol geschäumt oder aus Polystyrol extrudiert, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Einbau der Leiste (10) sichtbare Fläche (12) ganz oder teilweise mit einem Klebstoff beschichtet ist, auf den lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen aufgebracht sind.

13. Zierprofilleiste nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff mittels Tintenstahldruck, Siebdruck oder Tampondruck oder im Klebergieß- oder Spritzverfahren aufgebracht ist.

14. Zierprofilleiste nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff oder Metallfolie hergestellt sind.

15. Zierprofilleiste nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff durch Aufdampfen oder Aufspattern von Metall, vorzugsweise Aluminium, verspiegelt sind.

16. Zierprofilleiste nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen Hologramme enthalten.

17. Zierprofilleiste nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen verspiegelt sind und die Verspiegelung durch feine Streifen oder Gitter unterbrochen ist.

18. Zierprofilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder 12 bis 17 mit einem Relief auf der sichtbaren Fläche (12), dadurch gekennzeichnet, dass lediglich die erhabenen Teile des Reliefs mit dem Klarlack bzw. dem Klebstoff beschichtet sind.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zierprofilleiste aus expandierbarem Polystyrol geschäumt oder aus Polystyrol extrudiert.

Solche Zierprofilleisten dienen der Verzierung von Bauwerken, insbesondere werden sie gerne im Übergang von Wand zu Decke angebracht. Diese Leisten sind bisher üblicherweise aus unbehandeltem Polystyrol hergestellt worden und wurden nach der Montage, wie die übrigen Bereiche des Bauwerkes, mit Farbe beschichtet (gestrichen). Soweit es bisher aus ästhetischen Gründen gewünscht wurde, dass die Leisten auch eigene Verzierungen tragen, war bisher lediglich das Kaschieren der Leisten mit Dekorfolien bekannt. Des Weiteren ist es aus der DE 203 18 029 U1 bekannt, solche Leisten auf der nach dem Einbau der Leiste sichtbaren Fläche ganz oder teilweise zu bedrucken. Auch solche bedruckten Leisten gemäß dem Stand der Technik konnten jedoch auf die Dauer nicht die ästhetischen Bedürfnisse des Verbrauchers befriedigen. Von daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die eingangs genannten Zierprofilleisten dergestalt weiterzuentwickeln, dass diese auch gemäß wesentlich höherer ästhetischer Anforderungen gestaltet werden können, d.h. die technischen Grundlagen zu legen, um dem Designer solcher Leisten völlig neue gestalterische Möglichkeiten zu eröffnen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass solche Leisten auf der nach dem Einbau der Leiste sichtbaren Fläche ganz oder teilweise mit einem Klarlack beschichtet sind, der lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen zugegeben worden sind.

Ebenso kann die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst werden, dass dem Polystyrol, welches der Herstellung der oben genannten Zierprofilleisten dient, bereits vor der Verarbeitung zur Leiste lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen enthält.

Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Aufgabe auch mittels der oben genannten Zierprofilleisten gelöst werden, wobei die nach dem Einbau der Leiste sichtbare Fläche ganz oder teilweise mit einem Klebstoff beschichtet ist, auf den lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen aufgebracht sind.

Es ist dabei besonders bevorzugt, den Klarlack oder den Klebstoff mittels Tintenstrahldruck, Siebdruck oder Tampondruck oder im Klebergieß- oder Spritzverfahren aufzubringen.

Es ist weiter bevorzugt, die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff oder Metallfolie herzustellen.

Vorzugsweise können die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff bestehen und durch Aufdampfen oder Aufspattern von Metall, vorzugsweise Aluminium, verspiegelt sein.

Ein besonders interessanter optischer Eindruck kann erzeugt werden, wenn die Teilchen Hologramme enthalten oder durch das Zerschneiden oder Zerstanzen größerer holografischer Folien hergestellt sind.

Eine starke farbige Lichtstreuung in die Regenbogenfarben kann erzielt werden, wenn die Teilchen verspiegelt sind und die Verspiegelung durch feine Streifen oder Gitter unterbrochen ist. Auf diese Weise wirken die Teilchen als optische Gitter und zerlegen einfallendes Licht je nach Einfallswinkel und Winkel des Beobachters in verschiedene Regenbogenfarben, wodurch weitere neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet werden.

Zusätzliche gestalterische Freiheiten ermöglicht eine Technik, bei der die Zierprofilleisten mit einem Relief auf der sichtbaren Fläche versehen sind, und lediglich die erhabenen Teile des Reliefs mit dem Klarlack oder dem Klebstoff beschichtet sind.

Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Zierprofilleiste und

2 eine weitere erfindungsgemäße Zierprofilleiste.

1 zeigt eine relativ einfache Zierprofilleiste 10 mit einer glatten Oberfläche 12, die nach dem Einbau der Leiste sichtbar bleibt. Erfindungsgemäß ist diese Oberfläche 12 ganz oder teilweise mit einem Klarlack beschichtet, der lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen enthält. Alternativ kann diese Oberfläche 12 mit einem Klebstoff beschichtet sein, auf den entsprechende lichtbrechende oder lichtreflektierende Teilchen aufgebracht sind.

Um letztere Ausführungsform herzustellen, wird die sichtbare Fläche 12 der Leiste 10 ganz oder teilweise mit dem Klebstoff beschichtet und sodann die entsprechenden Teilchen durch Aufstreuen, Aufblasen, elektrostatische Anziehung oder durch Eintauchen der Leiste in ein Bett aus den entsprechenden Teilchen aufgebracht.

Der Klarlack oder der Klebstoff können dabei erfindungsgemäß mittels Tintenstrahldruck, Siebdruck oder Tampondruck auf die sichtbare Fläche 12 der Leiste 10 aufgebracht sein.

Erfindungsgemäß können die Teilchen aus farbigem oder eingefärbtem Glas, farbigem oder eingefärbtem Kunststoff oder einer geeigneten Metallfolie hergestellt sein. Vorzugsweise werden die Teilchen dabei aus entsprechenden Kunststoff- oder Metallfolien, die gegebenenfalls vorher angefärbt worden sind, ausgestanzt, vorzugsweise in einer Wabenform. Die Größe der Teilchen kann dabei bei einem Durchmesser zwischen 0,1 und 10 mm liegen.

Besonders bevorzugte optische Effekte werden dem Gestalter ermöglicht, wenn die Teilchen, die aus farbigem oder eingefärbtem Glas oder Kunststoff bestehen, durch Aufdampfen oder Aufspattern (Ionenzerstäubung im Vakuum) von Metall, vorzugsweise Aluminium, verspiegelt sind. Die Verspiegelung kann dabei nach der Herstellung der Teilchen erfolgen, vorzugsweise erfolgt sie jedoch vor dem Zerstanzen der entsprechenden Folien.

Als Metallfolie kann Aluminiumfolie, bei anderen Farbwünschen aber auch Messing- oder Kupferfolie dienen.

Besonders interessante Effekte eröffnen sich dem Designer, wenn die Teilchen Hologramme enthalten. Zu diesem Zweck können heute im Handel erhältliche Folien, die ein Hologramm oder eine holografische Darstellung tragen, entsprechend zur Herstellung der Teilchen zerstanzt werden.

Weitere, sehr interessante optische Effekte eröffnen sich dem Designer, wenn die entsprechenden Teilchen verspiegelt sind und die Verspiegelung durch feine Streifen oder Gitter unterbrochen ist. Dabei wirkt dann jedes Teilchen wie ein optisches Gitter bzw. Prisma und zerlegt das einfallende Licht winkelabhängig in die Regenbogenfarben, wodurch sich weitere interessante Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die entsprechenden Gitter können einen 90°-Winkel, aber auch einen spitzeren Winkel der einzelnen Unterbrechungen zueinander aufweisen. Als Unterbrechungen kann entweder die Verspiegelung selbst unterbrochen (also erst gar nicht flächig aufgebracht) oder nach dem Aufbringen wieder in feinen Streifen entfernt worden sein oder entsprechende Unterbrechung wird durch einen zusätzlichen Aufdruck dunkler Farbe auf die Verspiegelung erzeugt.

Weitere besondere gestalterische Möglichkeiten ergeben sich, wenn die Zierprofilleiste 10 auf der sichtbaren Fläche 12 mit einem Relief versehen ist und lediglich die erhabenen Teile des Reliefs mit dem Klarlack oder dem Klebstoff beschichtet sind. Dann werden auch nur dort die entsprechend reflektierenden oder glitzernden Teilchen aufgebracht, was weitere vorteilhafte gestalterische Möglichkeiten eröffnet.

Alternativ können die entsprechenden oben beschriebenen Teilchen bereits vor der Verarbeitung des Polystyrols zur Leiste 10 dem Materialgemisch beigegeben worden sein. Auf diese Weise lassen sich auch sehr schöne gestalterische Effekte erzielen, ohne dass ein zusätzlicher Fertigungsschritt oder sogar mehrere Fertigungsschritte, wie das Aufbringen des Klarlacks, das Aufbringen des Klebstoffs und danach das Aufbringen der Teilchen, erforderlich würde. Eine solcherart ausgerüstete erfindungsgemäße Zierprofilleiste kann vielmehr aus dem entsprechend mit den lichtbrechenden oder lichtreflektierenden Teilchen vermischten Polystyrol in gleicher Weise hergestellt werden, wie bisher weiße oder einfarbige Polystyrolleisten.

Die vorliegende Erfindung eröffnet also erstmals dem Gestalter von Zierprofilleisten völlig neue gestalterische Möglichkeiten und weist damit einen erheblichen technischen Fortschritt auf.