Title:
Locally metallized printed film, e.g. for design samples, comprises a printed film with selected areas coated with adhesive to which the metallization is applied
Kind Code:
U1


Abstract:
A printed film has an adhesive coating applied to one side by means of a carrier film. The adhesive is radiated through a mask with the required pattern so that certain areas are hardened while the adhesive remains active in others. Metallization is then applied to the adhesive areas by a thermo-transfer process, by cold pressing or by hot pressing.



Application Number:
DE202006006836U
Publication Date:
07/13/2006
Filing Date:
04/28/2006
Assignee:
JODL Verpackungen Gesellschaft m.b.H. (Lenzing, AT)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR (Dortmund)
Claims:
1. Teilmetallisierter Folienandruck, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit wenigstens einem, ggf. transparenten Aufdruck in wenigstens einer Farbe versehene transparente Folie in wenigstens einem Bereich mit einer klebrigen Beschichtung versehen ist, und dass auf diesen wenigstens einen, mit einer klebrigen Beschichtung versehenen Bereich eine Metallisierung aufgebracht ist.

2. Folienandruck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie mit einer beidseitig klebrigen Laminatfolie beschichtet ist, welche außerhalb des mittels der klebrigen Beschichtung mit der Metallisierung versehenen Bereiches, ggf. durch Belichten, ausgehärtet ist.

3. Folienandruck nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laminatfolie in dem nicht zu belichtenden Bereich durch einen Film abgedeckt ist, der in dem nicht zu belichtenden Bereich lichtundurchlässig ist.

4. Folienandruck nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Film in dem lichtundurchlässigen Bereich schwarz ist.

5. Folienandruck nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Laminatfolie einseitig mit einer vor dem Auflegen des Films abziehbaren Schutzfolie belegt ist.

6. Folienandruck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallisierung im Thermotransferverfahren aufgebracht ist.

7. Folienandruck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallisierung im Kaltprägeverfahren aufgebracht ist.

8. Folienandruck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallisierung im Heißprägeverfahren aufgebracht ist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen teilmetallisierten Folienandruck.

Beim Herstellen bedruckter Folien, die zum Teil metallisiert sind, um in bestimmten Bereichen durch extrem hohen Glanzgrad einen Metallic-Effekt aufzuweisen, ist es für das Präsentieren von Entwürfen für solche teilmetallisierten Folien nicht hinreichend, irgendein Muster vorzulegen, sondern es hat sich als notwendig erwiesen, ein Druckbild mit dem gewünschten Metallic-Effekt zu präsentieren.

Da eine Produktion von Mustern solcher teilmetallisierter Folien sehr kostenintensiv ist, wird als Muster bislang ein Folienandruck erstellt. Die herkömmlichen Folienandrucke können jedoch Metallic-Effekte, also Bereiche mit extrem hohem Glanzcharakter, nicht wiedergeben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Folienandruck anzugeben, der in vorgesehenen Bereichen einen Metallic-Effekt hat, so dass ein dem Endprodukt entsprechendes Muster ohne die kostenintensive Produktion eines üblichen Musters mit Metallic-Effekt herstellbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Folienandruck, der die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.

Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung umfasst in einer Ausführungsform ein Laminieren transparenter (digital oder analog) bedruckter Folien mit metallisierten Transferfolien. Die Metallisierung (Metallicschicht) kann auch auf andere Art und Weise aufgebracht werden. Beispielsweise kann das Thermotransferverfahren, das Kaltprägeverfahren oder das Heißprägeverfahren angewendet werden. Durch Vorsehen einer nur bereichsweise klebrigen Laminatfolie wird von dieser Transferfolie die Metallisierung nur partiell aufgetragen, so dass (wenigstens ein) teilmetallisierter Bereich entsteht. Der erfindungsgemäße, teilmetallisierte Folienandruck gibt den Glanzgrad von Fertigprodukten mit Metallic-Effekt sehr gut wieder, so dass Kunden ein im Aussehen dem Endprodukt entsprechendes Muster vorgelegt werden kann.

Der Ablauf des Herstellens eines als Muster dienenden erfindungsgemäßen Folienandruckes mit wenigstens einem metallisierten Bereich kann beispielhaft wie folgt beschrieben werden:

  • A) Herstellen einer bedruckten transparenten Folie ("Cromalin", eingetragener Markennahme von Du Pont):
    (= analoges Cromalin)
    Schritt 1:
    Bereitstellen einer Trägerfolie.
    Schritt 2:
    In einer Laminiereinrichtung Aufbringen einer einseitig mit Schutzfolie belegten (beidseitig klebrigen) Laminatfolie auf die Trägerfolie.
    Schritt 3:
    Abziehen der Schutzfolie.
    Schritt 4:
    Auflegen eines Films mit wenigstens einem lichtundurchlässigen (schwarzen) Bereich, in dem eine erste Farbe aufzubringen ist.
    Schritt 5:
    Belichten, um den wenigstens einen nicht abgedeckten Bereich der Laminatfolie auszuhärten.
    Schritt 6:
    Entfernen des in Schritt 4 aufgelegten Films.
    Schritt 7:
    Auftragen von Pulver mit der ersten Farbe, diese Pulver haften auf dem wenigstens einen klebrig gebliebenen (in Schritt 5 nicht belichteten) Bereich an der Laminatfolie.
  • B) Wiederholen der Schritte 2 bis 7 für jede im Folienandruck enthaltene Farbe.
  • C) Aufbringen einer bereichsweisen Metallisierung:
    Schritt 8:
    In einer Laminiereinrichtung Aufbringen einer einseitig mit Schutzfolie belegten (beidseitig klebriger) Laminatfolie auf die nach A) und B) erhaltene Folie.
    Schritt 9:
    Abziehen der Schutzfolie.
    Schritt 10:
    Auflegen eines Films mit wenigstens einem lichtundurchlässigen (schwarzen) Bereich, in dem eine Metallisierung herzustellen ist.
    Schritt 11:
    Belichten, um den wenigstens einen, nicht abgedeckten Bereich der Laminatfolie auszuhärten.
    Schritt 12:
    Entfernen des in Schritt 10 aufgelegten Films.
    Schritt 13:
    Aufbringen einer einseitig mit Schutzfolie belegten (beidseitig klebrigen) Laminatfolie auf die Rückseite einer metallbeschichteten (z.B. Aluminium) Transferfolie in einer Laminiereinrichtung.
    Schritt 14:
    Abziehen der Schutzfolie von der Laminatfolie.
    Schritt 15:
    Aufbringen der in Schritt 13 und 14 erhaltenen, mit Laminatfolie belegten, metallisierten Transferfolie auf die nach Schritt 12 erhaltene Folie in einer Laminiervorrichtung unter Anwenden von Druck und Wärme.
    Schritt 16:
    Abziehen der Transferfolie, wobei die Metallbeschichtung auf dem (wenigstens einen) in Schritt 11 nicht belichteten (klebrig bleibenden) Bereich der Laminatfolie haften bleibt, so dass ein in wenigstens einem vorgesehenen Bereich metallisierter und daher in diesem Bereich einen Metallic-Effekt aufweisender Folienandruck erhalten wird.

Beim Herstellen erfindungsgemäßer Folienandrucke kann im Einzelnen beispielsweise wie folgt vorgegangen werden:
Ausgegangen wird bevorzugt von analog oder digital bedruckter Folie, z.B. Cromalin (Cromalin ist ein eingetragener Markenname der Firma Du Pont), die nur teilweise weiß hinterlegt ist. Auf die Rückseite des Cromalins wird eine Laminatfolie, z.B. eine Laminatfolie C4-BX, aufgebracht. Anschließend wird diese Laminatfolie durch einen Film teilweise abgedeckt und belichtet. Jene Bereiche der Laminatfolie, die durch lichtundurchlässige (z.B. schwarze) Bereiche des Films abgedeckt waren, härten nicht aus und bleiben somit klebrig. Im Anschluss wird eine silbern (z.B. mit Aluminium) metallisierte Transferfolie (Luxor/Alufin PPS-X-Schichtstärke 2μ) über eine weitere Laminatfolie (klebrig) unter Anwenden von Druck und Wärme aufgebracht. Die Metallschicht der so aufgebrachten Transferfolie bleibt nur auf den vorher abgedeckt gewesenen und klebrig gebliebenen Stellen der auf das Cromalin aufgebrachten Laminatfolie haften. Damit entsteht ein Folienandruck, auf dessen Rückseite bereichsweise ein Metallic-Effekt vorliegt, indem Bereiche mit hohem Glanzgrad vorliegen.

Im Ergebnis liegt ein Folienandruck vor, der einem Endprodukt mit Metallic-Effekt sehr nahe kommt und als Kundenmuster verwendet werden kann.

Die im Rahmen der Erfindung verwendbaren Materialien können beispielsweise folgende sein:

Laminatfolie:
Diese ist eine beidseitig klebrige (einseitig mit einer Schutzfolie belegte) Folie, die durch Belichten ausgehärtet werden kann. Beispielsweise können folgende Folien eingesetzt werden: C4-BX (Hersteller: Du Pont) und DP-TS B2 775 × 56 (Hersteller: Du Pont).

Transferfolie:
Bei der Transferfolie handelt es sich um eine Folie, welche mit einer Metallicschicht, beispielsweise einer silberfarbenen Schicht aus Aluminium, belegt ist. Die Dicke der Beschichtung kann in der Größenordnung von 2μ liegen. Diese Metall-Beschichtung der Transferfolie kann durch Anwenden von Druck und Wärme auf ein anderes Medium (im Vorliegenden auf klebrige Bereiche der Laminatfolie auf dem Cromalin) übertragen werden.

Beispielsweise kann als Transferfolie verwendet werden:
Transferfolie Luxor/Alufin PPS-X (Hersteller: Leonhard Kurz GmbH & Co. KG), welche als Folienmaterial eine Folie aus Polyester und eine silberfarbene Beschichtung aus Aluminium aufweist.

Cromalin:
Ein Cromalin ist im Vorliegenden ein mehrfarbiger Folienandruck, der in Farbanzahl und Erscheinung dem späteren Duckergebnis entspricht. Das Herstellen dieses mehrfarbigen Folienandruckes kann entweder analog oder digital erfolgen, wobei wie folgt vorgegangen werden kann:

Analoges Cromalin:
Eine Laminatfolie wird auf eine Trägerfolie aufgebracht, mit einem Film teilweise abgedeckt und dann belichtet. Die abgedeckten Bereiche bleiben nach dem Belichten klebrig, der Rest härtet aus. Anschließend wird ein Farbpulver aufgetragen, welches an den klebrigen Stellen haften bleibt. Dieser Vorgang wird für jede im herzustellenden Folienandruck vorkommende Farbe wiederholt.

Digitales Cromalin:
Bei diesem Verfahren werden die Farben, ähnlich wie bei einem Laserdruck, auf eine Trägerfolie aufgedruckt, so dass in einem Vorgang eine mehrfarbige Vorlage erstellt werden kann.

Metallisierter Folienandruck:
Die Transferfolie (Luxor/Alufin PPS-X) wird auf die Laminatfolie (DP-TS B2 775 × 56) aufgebracht. Auf der Rückseite des Cromalin wird die Laminatfolie (C4-BX) aufgetragen, durch einen Film partiell abgedeckt und belichtet, wobei die von lichtundurchlässigen Bereichen des Films abgedeckten Bereiche nicht aushärten, also klebrig bleiben. Hierauf wird der Verbund aus Laminat und Transferfolie mittels Druck und Temperatur aufgetragen. Schließlich wird der Verbund aus Laminat und Transferfolie vom Cromalin abgezogen, wobei die Metallschicht der Transferfolie am Cromalin haften bleibt und den gewünschten Metallic-Effekt in den vorgesehenen Bereichen ergibt.

In der Praxis kann für das Herstellen eines Folienandruckes, der als Muster einem Kunden des Herstellers bedruckter Folien vorgelegt werden kann (Musterandruck), beispielsweise wie folgt vorgegangen werden:
In einem Gespräch mit dem Kunden wird entschieden, wie das Endprodukt, das partiell metallisiert sein soll, aussehen soll. Um dem Kunden den Metallic-Effekt und das Aussehen des fertigen Produktes bereits vor der Serienfertigung ohne den Aufwand der Musterherstellung, wie bei einer Serienanfertigung, vermitteln zu können, wird ein teilmetallisierter Folienandruck hergestellt.

Der Kunde, bzw. dessen Werbeagentur, übermittelt die produktspezifischen Daten. Alle Druckfarben werden, um nicht lasierend zu erscheinen, weiß unterlegt. Um einen Metallicglanz zu erreichen, müssen die Buntfarben direkt, also ohne weiß, auf die Metallicfolie aufgedruckt werden.

Nach erfolgter Prüfung und Abstimmung der Bereiche, welche metallisch erscheinen sollen, werden die Daten, so weit nicht bereits von der Werbeagentur geschehen, in die einzelnen Druckfarben aufgeteilt.

Für jede Farbe wird nun jeweils ein Film (mit den entsprechend vorgesehenen lichtundurchlässigen Bereichen) erstellt, und ein weiterer Film, welcher alle bedruckten Bereiche beinhaltet – dieser wird in weiterer Folge für die Metallicschicht benötigt.

Zur Herstellung eines analogen Cromalins wird auf eine Trägerfolie eine Laminatfolie (z.B. Type C4-BX) aufgebracht. Dies geschieht in einem Laminator. Hier werden die beiden Folien zwischen zwei Rollen zusammengepresst, danach wird die Schutzfolie von der Laminatfolie C4-BX von Hand aus abgezogen. Anschließend wird ein Film der ersten Druckfarbe auf die klebrige Laminatfolie gelegt. Beim Belichten härten die nicht abgedeckten (= am Film transparenten) Bereiche der Laminatfolie aus, der Rest bleibt klebrig. Auf die klebrigen Bereiche wird Farbpulver aufgetragen, danach wird die nächste Laminatfolie C4-BX auf gepresst. Dieser Vorgang muss nun für jede Farbe wiederholt werden, bis das gesamte Druckbild fertiggestellt ist.

Beim erfindungsgemäßen Folienandruck kann beispielsweise eine (farbig) bedruckte Folie, das wie eben beschrieben hergestellte Cromalin, verwendet werden.

Im Laminator wird eine weitere Laminatfolie auf die Rückseite des Cromalins auf gepresst und die Schutzfolie abgezogen. Anschließend wird ein Film für die Metallicbeschichtung, der in den nicht zu belichtenden Bereichen der Laminatfolie lichtundurchlässig (z.B. schwarz) ist, darübergelegt und wiederum belichtet.

Parallel dazu wird eine weitere Laminatfolie (DP-TS B2 775 × 56) mit einer silbern beschichteten Transferfolie Luxor/Alufin PPS-X im Laminator verbunden.

Dieser Verbund wird auf die partiell klebrige Rückseite des Cromalins (es sind dies die zuvor nicht belichteten Bereiche der auf die Rückseite des Cromalins auf gepressten Laminatfolie) wiederum im Laminator aufgebracht und anschließend von Hand wieder abgezogen.

Auf den zuvor klebrigen Stellen der Laminatfolie bleibt die ca. 2μ dicke Metallbeschichtung haften (sie löst sich von der Transferfolie) und ergibt den gewünschten Metallic-Effekt in den hiefür vorgesehenen Bereichen.

Zusammenfassend kann der erfindungsgemäße Folienandruck wie folgt beschrieben werden:
Ein einem Kunden als Muster präsentierbarer, teilmetallisierter Folienandruck kann wie folgt hergestellt werden:
Es wird auf eine bedruckte, transparente Folie eine Laminatfolie aufgebracht und diese belichtet, wobei die Bereiche, in welchen die bedruckte, transparente Folie zu metallisieren ist, durch schwarze Bereiche eines aufgelegten Films abgedeckt werden. Auf die so mit klebrigen Bereichen versehene bedruckte, transparente Folie wird eine metallbeschichtete Transferfolie, die mit einer beidseitig klebrigen Laminatfolie belegt ist, unter Anwenden von Druck und Wärme in einer Laminiervorrichtung aufgelegt. Anschließend wird die Transferfolie abgezogen, wobei die Metallisierung sich in den Bereichen von der Transferfolie löst, in welchen die auf die bedruckte, transparente Folie aufgebrachte Laminatfolie nicht belichtet worden, also klebrig geblieben ist. Somit bleibt in diesen Bereichen die Metallisierung auf der bedruckten, transparenten Folie haften, so dass ein in diesen Bereichen einen Metallic-Effekt aufweisender Folienandruck erhalten wird.