Title:
Drahtloses Kommunikationssystem zum Steuern der Sendeleistung eines Signalisierungskanals auf der Abwärtsstrecke auf der Grundlage von Übertragungsfehlerstatistiken bei verbesserter Aufwärtsstrecke
Kind Code:
U1


Abstract:

Drahtloses Kommunikationssystem zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals (Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke bei verbesserter Aufwärtsstrecke), wobei das System aufweist:
(a) eine Funknetzsteuerung (RNC);
(b) mindestens eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU) zum Berechnen und Melden von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC;
(c) mindestens einen Node B zum Berechnen von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC; und
(d) mindestens einen DL-EU-Signalisierungskanal, der in Verbindung mit der WTRU und dem Node B steht, wobei der Node B über den DL-EU-Signalisierungskanal Signale an die WTRU sendet und die RNC einen Sendeleistungszusatz des DL-EU-Signalisierungskanals anpaßt, der verwendet werden soll, um den Sendeleistungspegel der von dem Node B gesendeten Signale auf der Basis von EU-Übertragungsfehlerstatistiken, die in Schritt (b) und (c) gemeldet werden, zu bestimmen.




Application Number:
DE202005006885U
Publication Date:
08/25/2005
Filing Date:
04/29/2005
Assignee:
InterDigital Technology Corp. (Wilmington, Del., US)



Attorney, Agent or Firm:
VOSSIUS & PARTNER (München)
Claims:
1. Drahtloses Kommunikationssystem zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals (Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke bei verbesserter Aufwärtsstrecke), wobei das System aufweist:
(a) eine Funknetzsteuerung (RNC);
(b) mindestens eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU) zum Berechnen und Melden von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC;
(c) mindestens einen Node B zum Berechnen von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC; und
(d) mindestens einen DL-EU-Signalisierungskanal, der in Verbindung mit der WTRU und dem Node B steht, wobei der Node B über den DL-EU-Signalisierungskanal Signale an die WTRU sendet und die RNC einen Sendeleistungszusatz des DL-EU-Signalisierungskanals anpaßt, der verwendet werden soll, um den Sendeleistungspegel der von dem Node B gesendeten Signale auf der Basis von EU-Übertragungsfehlerstatistiken, die in Schritt (b) und (c) gemeldet werden, zu bestimmen.

2. System nach Anspruch 1, wobei die RNC einen Sendeleistungsversatz für eine Quittungsnachricht (ACK-Nachricht) und/oder eine Nichtquittungsnachricht (NACK-Nachricht) anpaßt, die in einem Signal enthalten ist, das von dem Node B ansprechend darauf, daß der Node B dedizierte EU-Kanalübertragungen (E-DCH-Kanalübertragungen) von der WTRU empfängt, über den DL-EU-Signalisierungskanal an die WTRU gesendet wird.

3. System nach Anspruch 2, wobei die EU-Übertragungsfehlerstatistiken bestimmt werden, indem die Anzahl von EU-Medienzugriffssteuerungsfehlern (EU-MAC-e-Fehlern) der WTRU, die von der WTRU erkannt werden, von der Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU, die von dem Node B erkannt werden, subtrahiert wird.

4. System nach Anspruch 3, wobei die MAC-e-Fehler der WTRU auftreten, wenn die die Anzahl von Wiederholungssendungen eine vorbestimmte Wiederholungsübertragungsgrenze überschreitet.

5. System nach Anspruch 3, wobei die MAC-e-Fehler der WTRU auftreten, wenn die EU-Übertragungsdaten ablaufen, bevor sie erfolgreich übertragen sind.

6. System nach Anspruch 2, wobei die EU-Übertragungsfehlerstatistiken bestimmt werden, indem die Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU, die von der WTRU erkannt werden, von der Anzahl von Funkverbindungssteuerungs-Wiedergewinnungsanforderungen (RLC-Wiedergewinnungsanforderungen) für die WTRU subtrahiert wird.

7. System nach Anspruch 2, wobei die Sendeleistung für die NACK-Nachricht höher eingestellt wird als die Sendeleistung für die ACK-Nachricht.

8. System nach Anspruch 5, wobei die RNC einen Sendeleistungszusatz für EU-Kanalzuweisungsinformationen, die von dem Node B ansprechend auf eine Kanalzuweisungsanforderung von der WTRU signalisiert werden, anpaßt.

9. System nach Anspruch 8, wobei die EU-Übertragungsfehlerstatistiken auf der Grundlage der Anzahl von Malen bestimmt werden, die der Node B dabei scheitert, EU-Übertragungen von der WTRU zu empfangen, nachdem die EU-Kanalzuweisungsinformationen gesendet wurden.

10. System nach Anspruch 8, wobei die EU-Übertragungsfehlerstatistiken auf der Grundlage der Anzahl von Malen bestimmt werden, die der Node B eine EU-Übertragungen empfängt, die nicht konsistent mit den EU-Kanalzuweisungsinformationen ist.

11. System nach Anspruch 8, wobei die EU-Übertragungsfehlerstatistiken auf der Grundlage der Anzahl von Malen bestimmt werden, in denen die WTRU dabei scheitert, innerhalb einer angegebenen Zeitspanne Kanalzuweisungsinformationen von dem Node B zu empfangen.

12. System nach Anspruch 1, wobei die Sendeleistung des DL-EU-Signalisierungskanals für eine spezifische WTRU unter Bezug auf die Sendeleistung für einen dedizierten physikalischen DL-Steuerkanal (DPCCH) für die spezifische WTRU bestimmt wird.

13. Drahtloses Kommunikationssystem zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals (Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke bei verbesserter Aufwärtsstrecke), wobei das System aufweist:
(a) eine Funknetzsteuerung (RNC);
(b) mindestens eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU) zum Berechnen von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC;
(c) mindestens einen Node B; und
(d) mindestens einen DL-EU-Signalisierungskanal, der in Verbindung mit der WTRU und dem Node B steht, wobei der Node B über den DL-EU-Signalisierungskanal Signale an die WTRU sendet und die RNC einen Sendeleistungszusatz des DL-EU-Signalisierungskanals anpaßt, der verwendet werden soll, um den Sendeleistungspegel der von dem Node B gesendeten Signale auf der Basis von EU-Übertragungsfehlerstatistiken, die von der WTRU an die RNC gemeldet werden, zu bestimmen.

14. Drahtloses Kommunikationssystem zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals (Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke bei verbesserter Aufwärtsstrecke), wobei das System aufweist:
(a) eine Funknetzsteuerung (RNC);
(b) mindestens eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU);
(c) mindestens einen Node B zum Berechnen von EU-Übertragungsfehlerstatistiken und Melden der Statistiken an die RNC; und
(d) mindestens einen DL-EU-Signalisierungskanal, der in Verbindung mit der WTRU und dem Node B steht, wobei der Node B über den DL-EU-Signalisierungskanal Signale an die WTRU sendet und die RNC einen Sendeleistungszusatz des DL-EU-Signalisierungskanals anpaßt, der verwendet werden soll, um den Sendeleistungspegel der von dem Node B gesendeten Signale auf der Basis von EU-Übertragungsfehlerstatistiken, die von dem Node B an die RNC gemeldet werden, zu bestimmen.

15. Drahtloses Kommunikationssystem, das aufweist:
(a) eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU); und
(b) einen Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke (DL) bei verbesserter Aufwärtsstrecke (EU), der dafür bestimmt ist, mit der WTRU zu kommunizieren, wobei der Leistungspegel des DL-EU-Signalisierungskanals auf dem Leistungspegel eines aktuellen dedizierten DL-Steuerkanals basiert.

16. System nach Anspruch 15, wobei der Leistungspegel des DL-EU-Signalisierungskanals auf dem aktuellen dedizierten DL-Steuerkanal-Leistungspegel und einem anfänglichen Leistungszusatz basiert.

17. System nach Anspruch 16, das ferner aufweist:
(a) einen Node B; und
(b) eine Funknetzsteuerung (RNC), wobei die RNC den Leistungszusatz basierend auf den EU-Übertragungsfehlerstatistiken anpasst, die von der WTRU und/oder dem Node B berechnet und an die RNC gemeldet werden.

18. Drahtloses Kommunikationssystem, das aufweist:
(a) mehrere drahtlose Sende/Empfangseinheiten (WTRUs);
(b) eine Funknetzsteuerung (RNC); und
(c) einen Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke (DL) mit verbesserter Aufwärtsstrecke (EU), der von den WTRUs gemeinsam genutzt wird, wobei der Leistungspegel des DL-EU-Signalisierungskanals auf einem gemeinsamen DL-Signalisierungsleistungspegel basiert, der anfänglich von der RNC festgelegt wird.

19. System nach Anspruch 18, wobei der Leistungspegel des DL-EU-Signalisierungskanals auf dem von der RNC anfänglich festgelegten gemeinsamen DL-Signalisierungsleistungspegel und einem Leistungszusatz basiert.

20. System nach Anspruch 19, wobei das System ferner einen Node B umfaßt und die RNC den Leistungszusatz basierend auf EU-Übertragungsfehlerstatistiken anpaßt, die mindestens von einer der mehreren WTRUs und/oder dem Node B berechnet und an die RNC gemeldet werden.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein drahtloses Kommunikationssystem, das eine drahtlose Sende/Empfangseinheit (WTRU), mindestens einen Node B und eine Funknetzsteuerung (RNC) umfaßt. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung ein System zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals (Signalisierungskanal auf der Abwärtsstrecke bei verbesserter Aufwärtsstrecke) auf der Grundlage von EU-Übertragungs- und Ablaufsteuerinformations-Empfangsfehlerstatistiken, die von der WTRU und/oder dem Node B an die RNC gemeldet werden, so daß DL-E-DCH-Signalisierungskanäle (verbesserte dedizierte Signalisierungskanäle auf der Abwärtsstrecke) zuverlässiger sind.

Verfahren zur Verbesserung der Abdeckung auf der Aufwärtsstrecke (Uplink; UL), des Durchsatzes und der Übertragungslatenz werden gegenwärtig im Release 6 des 3GPP (3rd Generation Partnership Project = Partnerschaftsprojekt der dritten Generation) untersucht. Um diese Ziele zu erreichen, übernimmt der Node B die Verantwortung für die Ablaufsteuerung und die Zuweisung von Ressourcen auf der Aufwärtsstrecke an WTRUs. Der Node B kann, selbst wenn die RNC die grobe Gesamtsteuerung behält, auf einer kurzfristigen Basis effizienter als die RNC Entscheidungen fällen und UL-Funkressourcen verwalten.

In einer WTRU und dem Node B wird eine neue Medienzugriffssteuerungsfunktion/Einheit (MAC-Funktionseinheit) für die verbesserte Aufwärtsstrecke (EU), die MAC-e genannt wird, erzeugt, um die Sendung und den Empfang der E-DCH-Übertragungen zu bewerkstelligen. Um den EU richtig zu unterstützen, müssen Informationen, wie etwa Kanalzuweisungen, Übertragungsrückmeldungen (d.h. Quittung (ACK) oder Nicht-Quittung (NACK)) und andere Rückmeldungsinformationen (wie etwa ein Leistungssteuerbefehl oder die Kanalqualität) über einen DL-EU-Signalisierungskanal effizient und zuverlässig an die WTRU gesendet werden.

Die Leistungssteuerung auf dem gemeinsam genutzten DL-EU-Signalisierungskanal ist wesentlich, um den richtigen Betrieb des DL-EU-Signalisierungskanals zu unterstützen. Die Leistungssteuerung verringert die Gesamtstörung und führt daher zur effizienteren Nutzung von Funkressourcen.

Die vorliegende Erfindung ist ein System zum Steuern der Sendeleistung von mindestens einem DL-EU-Signalisierungskanal, so daß die E-DCH-DL-Signalisierung effizient und zuverlässig an die WTRU zugestellt wird. Für die DL-Signalisierung, die für spezifische WTRUs bestimmt ist, basiert die Sendeleistung von DL-EU-Signalisierungskanälen auf der aktuellen dedizierten DL-Steuerkanalleistung plus einem Leistungszusatz. Für die DL-Signalisierung, die für mehrere WTRUs gemeinsam ist, basiert die Sendeleistung von DL-EU-Signalisierungskanälen auf einer Leistung, die von der RNC festgelegt wird, plus einem Leistungszusatz. Die RNC überwacht EU-Übertragungsfehlerstatistiken, die von dem Node B und der WTRU gemeldet werden, um die Statistiken für NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen zu schätzen.

Der Node B meldet die Statistiken über EU-Übertragungsfehler an dem Node B an die RNC, und die WTRU meldet die Statistiken über EU-Übertragungsfehler an der WTRU an die RNC. Die RNC paßt dann das NACK-ACK-Leistungsverhältnis entsprechend den geschätzten Statistiken für NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen an. Der Node B berechnet Statistiken über den fehlgeschlagen Empfang von Ablaufsteuerinformationen (d.h. Kanalzuweisungsinformationen) durch Ermitteln, wann die WTRU keine EU-Übertragungen beginnt, nachdem der Node B Kanalzuweisungsinformationen an die WTRU gesendet hat, oder die Datenrate/Frequenz von E-DCH-Übertragungen nicht die gleiche ist wie in den Kanalzuweisungsinformationen angegeben.

Die WTRU kann ebenfalls Statistiken für den fehlgeschlagenen Empfang von Ablaufsteuerinformationen berechnen, indem sie ermittelt, wann es innerhalb einer angegebenen Zeitspanne folgend auf die Anforderung keine Antwort auf EU-Kanalzuweisungsanforderungen gibt. Die RNC überwacht Statistiken für den fehlgeschlagenen Empfang von Ablaufsteuerinformationen, die von der WTRU und dem Node B gemeldet werden, um Statistiken über Ablaufsteuerinformationsempfangsfehler zu schätzen. Die RNC paßt den Leistungszusatz des Ablaufsteuerinformationsfelds auf der Basis der Statistiken über die Ablaufsteuerinformationsempfangsfehler an.

Ein detaillierteres Verständnis der Erfindung kann aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform erhalten werden, die beispielhaft gegeben wird und die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen zu verstehen ist, wobei:

1 ein Blockschaltbild eines drahtlosen Kommunikationssystems gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

2 ein Signalisierungsdiagramm zwischen Komponenten des Systems von 1 zur Implementierung der Sendeleistungssteuerung auf einem DL-EU-Signalisierungskanal gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

3 ein Flußdiagramm eines Verfahrens zur Implementierung der Sendeleistungssteuerung auf einem DL-EU-Signalisierungskanal ist; und

4 ein Flußdiagramm eines Verfahrens zur Implementierung der Sendeleistungssteuerung auf einem DL-EU-Signalisierungskanal ist.

Der Begriff "WTRU" umfaßt hier im weiteren ein Benutzergerät (UE), eine Mobilstation, eine feste oder mobile Teilnehmereinheit, einen Funkrufempfänger oder jede andere Art von Vorrichtung, die fähig ist, in einer drahtlosen Umgebung zu arbeiten, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Wenn hier im weiteren darauf Bezug genommen wird, umfaßt der Begriff "Node B" eine Basisstation, eine Standortsteuerung, einen Zugangspunkt oder jede andere Art von Schnittstellenvorrichtung in einer drahtlosen Umgebung, ist jedoch nicht darauf beschränkt.

Die Merkmale der vorliegenden Erfindung können in eine integrierte Schaltung (IC) eingebaut werden oder in einer Schaltung konfiguriert werden, die eine Vielzahl von Verbindungsbestandteilen aufweist.

1 ist ein Blockschaltbild eines drahtlosen Kommunikationssystems 100 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das System 100 weist eine WTRU 102, mindestens einen Node B 104 und eine RNC 106 auf. Die RNC 106 steuert den gesamten EU-Betrieb, indem sie EU-Parameter für den Node B 104 und die WTRU 102, wie etwa den anfänglichen Sendeleistungspegel, die maximal zulässige EU-Sendeleistung oder die verfügbaren Kanalressourcen pro Node B, konfiguriert. Zwischen der WTRU 102 und dem Node B 104 sind ein dedizierter physikalischer Steuerkanal (DPCCH) 114, ein E-DCH 108, ein UL-EU-Signalisierungskanal 112 und ein DL-EU-Signalisierungskanal 110 aufgebaut.

Für E-DCH-Übertragungen sendet die WTRU 102 entweder über den E-DCH 108 oder den UL-EU-Signalisierungskanal 112 eine E-DCH-Zuweisungsanforderung an den Node B 104. Ansprechend darauf sendet der Node B 104 über einen DL-EU-Signalisierungskanal 110 Kanalzuweisungsinformationen an die WTRU 102. Nachdem EU-Funkressourcen an die WTRU 102 zugewiesen sind, sendet die WTRU 102 Daten über den E-DCH 108. Ansprechend auf die E-DCH-Übertragungen sendet der Node B 104 eine ACK oder NACK für den hybriden automatische Wiederholungsaufforderungsbetrieb (H-ARQ-Betrieb) über den DL-EU-Signalisierungskanal 110.

Wenn die WTRU 102 von der RNC 106 derart konfiguriert ist, daß sie auf dem E-DCH 108 arbeitet, wird der Leistungszusatz jedes Informationsfelds (z.B. ACK/NACK, Ablaufsteuerinformationen, etc.), der über den DL-EU-Signalisierungskanal 110 gesendet wird, ebenfalls von der RNC 106 konfiguriert und über die Iub/Iur 118 an den Node B 104 signalisiert. Diese anfänglichen Leistungszusätze werden von der RNC 106 basierend auf der erforderlichen Fehlerwahrscheinlichkeit von Informationsfeldern bestimmt. Während des Betriebs des E-DCH 108 müssen die Leistungszusätze der Informationsfelder in dem DL-EU-Signalisierungskanal 110 entsprechend der tatsächlich wahrgenommenen Dienstqualität des DL-EU-Signalisierungskanals 110 angepaßt werden.

Für die DL-Signalisierung, die für spezifische WTRUs 102 bestimmt ist, basiert die Sendeleistung des/der DL-EU-Signalisierungskanals/kanäle 110 auf der aktuellen dedizierten DL-Steuerkanalleistung plus einem Leistungszusatz. Für die DL-Signalisierung, die für mehrere WTRUs 102 gemeinsam ist, basiert die Sendeleistung der DL-EU-Signalisierungskanäle 110 auf einem Leistungspegel, die von der RNC 106 festgelegt wird, plus einem Leistungszusatz.

Für jede WTRU 102 wird die Sendeleistung des DL-EU-Signalisierungskanals 110 getrennt gesteuert. Die Sendeleistung des DL-EU-Signalisierungskanals 110 für eine spezifische WTRU 102 wird als die Sendeleistung des dedizierten physikalischen DL-Steuerkanals (DPCCH) 114 der WTRU 102 plus eines Leistungszusatzes bestimmt. In diesem Sinn wird die Leistung des DPCCH als Referenz verwendet. Die Sendeleistung des DPCCH der WTRU 102 wird wie im Release 99/4/5 der universellen mobilen Telekommunikationsdienste (UMTS) gesteuert.

Abhängig von den Informationen (d.h. ACK/NACK, Rückmeldung über die Kanalqualität, Ablaufsteuerinformationen, etc.), die von dem Node B 104 gesendet werden sollen, werden verschiedene Leistungszusätze verwendet. Für das ACK/NACK-Informationsfeld wird ein höherer Leistungszusatz verwendet, um die NACK zu senden, als um die ACK zu senden, weil die NACK-zu-ACK-Fehlinterpretation ein ernsthafteres Problem verursacht als die ACK-zu-NACK-Fehlinterpretation.

2 ist ein Signalisierungsdiagramm eines Verfahrens 200, das durch das System 100 zur Implementierung der Sendeleistungssteuerung auf einem DL-EU-Signalisierungskanal 110 gemäß der vorliegenden Erfindung implementiert wird. Die RNC 106 sendet eine Anfangskonfiguration für die Leistungszusätze für den DL-EU-Signalisierungskanal 110 an den Node B 104 (Schritt 202). Die RNC 106 überwacht fehlgeschlagene MAC-e-Übertragungen und/oder Statistiken für den fehlgeschlagenen Empfang von Kanalzuweisungsinformationen, die von der WTRU 102 und/oder dem Node B 104 gemeldet werden, um die Fehlerwahrscheinlichkeit für den Empfang und die Sendung auf dem DL-EU-Signalisierungskanal 110 abzuschätzen (Schritte 204, 206). In Schritt 207 schätzt die RNC 106 die Statistiken für die NACK-zu-ACK-Fehlinterpretation auf der Basis der gemeldeten Statistiken für fehlgeschlagene MAC-e-Übertragungen ab. Wenn die Schätzung der Statistiken der NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen höher als ein Schwellwert ist, paßt die RNC 106 das NACK-ACK-Leistungsverhältnis (d.h. das Verhältnis der Leistungszusätze) für den DL-EU-Signalisierungskanal 110 entsprechend an. Auf der Grundlage der Statistiken für den fehlgeschlagenen Empfang der Kanalzuweisungsinformationen, die von der WTRU 102 und dem Node B 104 empfangen werden, paßt die RNC 106 den Leistungszusatz für das Ablaufsteuerinformationsfeld entsprechend an (Schritt 208). Auf diese Weise wird der richtige Betrieb des EU aufrechterhalten, und Funkressourcen werden effizient genutzt.

3 ist ein Flußdiagramm eines Verfahrens 300 zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals. Die WTRU 102 wird für den EU-Betrieb konfiguriert (Schritt 302). Die WTRU 102 bestimmt, ob es Daten gibt, die über den E-DCH 108 gesendet werden sollen (Schritt 304). Wenn es zu sendende Daten gibt, sendet die WTRU 102 entweder über den E-DCH 108 oder den UL-EU-Signalisierungskanal 112 eine Kanalzuweisungsanforderung an den Node B 104 (Schritt 306). Der Node B 104 empfängt die Anforderung und sendet über den DL-EU-Signalisierungskanal 110 Kanalzuweisungsinformationen an die WTRU 102 (Schritt 308).

Nach dem Senden der Kanalzuweisungsanforderung überwacht die WTRU 102 den DL-EU-Signalisierungskanal 110 bezüglich Kanalzuweisungsinformationen. Der Node B 104 überwacht auch E-DCH-Übertragungen nach dem Senden der Kanalzuweisungsinformationen über den DL-EU-Signalisierungskanal 110 (Schritt 310).

Die an die WTRU 102 gesendeten Kanalzuweisungsinformationen können nicht erfolgreich zugestellt werden. Die Folge der fehlgeschlagenen Übertragung der Kanalzuweisungsinformationen hängt von der Art ab, wie die Zuweisung durchgeführt wird. Bei der deterministische Zuweisung sendet die WTRU 102 überhaupt nicht. Bei der statistischen Zuweisung kann die WTRU 102 entweder überhaupt nicht senden oder sie kann die Daten mit einer Rate und/oder einem Dauerhaftigkeitsniveau senden, wie es in den Kanalzuweisungsinformationen angegeben ist.

Die deterministische Zuweisung ist die Zuweisung, bei der die maximale zugewiesene Sendeleistung und/oder die Datenrate angegeben ist und bei der die WTRU 102 jederzeit senden kann, solange ihre Sendeleistung und/oder ihre Datenrate das Maximum nicht überschreitet. Die statistische Zuweisung ist die Zuweisung, bei der neben der angegebenen maximalen zugewiesenen Sendeleistung und/oder Datenrate auch ein Dauerhaftigkeitsniveau (Wahrscheinlichkeit) angegeben wird. Die WTRU 102 kann entsprechend dem Dauerhaftigkeitsniveau von Zeit zu Zeit senden, oder sie kann zu jeder beliebigen Zeit mit einer Sendeleistung und/oder Datenrate senden, die durch das Dauerhaftigkeitsniveau bestimmt ist.

Der Node B 104 berechnet und meldet Statistiken über den fehlgeschlagenen Empfang von Ablaufsteuerinformationen, indem er ermittelt, wenn die WTRU 102 keine EU-Übertragungen beginnt, nachdem der Node B 104 die Kanalzuweisungsinformationen gesendet hat, oder die Datenrate/Frequenz von E-DCH-Übertragungen nicht die gleiche ist wie in den Kanalzuweisungsinformationen angegeben (Schritt 312). Dies kann auf einem empfangenen Leistungsschwellwert basieren. Die WTRU 102 kann auch Statistiken für den fehlgeschlagenen Empfang von Ablaufsteuerinformationen berechnen und melden, indem sie ermittelt, wenn es innerhalb einer angegebenen Zeitspanne folgend auf die Sendung der Kanalzuweisungsanforderung keine Antwort auf EU-Kanalzuweisungsanforderungen gibt (Schritt 312).

Wenn die Statistik für die fehlgeschlagene Übertragung von Kanalzuweisungsinformationen höher als ein vorbestimmter Schwellwert ist, erhöht die RNC 106 den Sendeleistungszusatz des Ablaufsteuerinformationsfelds auf dem DL-EU-Signalisierungskanal 110 (Schritt 314). Die RNC 106 signalisiert den angepassten Leistungszusatz über die Iub/Iur 118 an den Node B 104.

4 ist ein Flußdiagramm eines Verfahrens 400 zum Steuern der Sendeleistung eines DL-EU-Signalisierungskanals 110. Nachdem die WTRU 102 in Schritt 402 für den EU-Betrieb konfiguriert wurde und Kanalzuweisungsinformationen empfangen hat, sendet die WTRU 102 Daten über den E-DCH 108 (Schritt 404). Der Node B 104 empfängt und dekodiert die Daten. Der Node B 104 sendet dann entsprechend den dekodierten Daten Rückmeldungsinformationen (d.h. ACK oder NACK) an die WTRU 102 (Schritt 406).

Die WTRU 102 und/oder der Node B 104 berechnen Statistiken für MAC-e-Fehler und melden diese an die RNC 106, um das ACK-NACK-Leistungsverhältnis (d.h. das Verhältnis der Leistungszusätze) anzupassen (Schritt 408). Gemäß einer Ausführungsform meldet die WTRU 102 die Anzahl von MAC-e-Fehlern an der WTRU 102, welche die Anzahl von Datenblöcken ist, die nicht erfolgreich übertragen werden. Ein MAC-e-Fehler tritt auf, wenn ein Datenblock an der MAC-e aufgrund von Gründen, wie etwa daß eine maximale Anzahl von Wiederholungsübertragungen oder eine maximale Verzögerung eines Datenblocks erricht ist, nicht erfolgreich übertragen wird. Der Node B 104 meldet die Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU 102 am Node B 104, welche die Anzahl von Datenblöcken ist, die an der MAC-e in dem Node B 104 nicht erfolgreich empfangen werden.

Manchmal kann ein Datenblock, den die WTRU 102 als erfolgreich übertragen interpretiert, tatsächlich nicht erfolgreich an dem Node B 104 empfangen werden, weil ein NACK des Datenblocks an der WTRU 102 als ein ACK fehlinterpretiert wird. Die RNC 106 bestimmt die Anzahl von NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen der WTRU 102 als die Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU 102, die von dem Node B 104 gemeldet werden, minus der Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU 102, die von der WTRU 102 gemeldet werden.

Alternativ kann die RNC 106 die Anzahl von NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen bestimmen, indem sie die Anzahl von Funkverbindungssteuerungs-Wiedergewinnungsanforderungen (RLC-Wiedergewinnungsanforderungen) für E-DCH-Daten für die WTRU 102 an der RNC 106 ausnutzt, welche von der RNC 106 intern gesammelt oder berechnet werden kann. Ein Datenblock, den die WTRU 102 als erfolgreich übertragen interpretiert, kann aufgrund von NACK-zu-ACK-Fehlinterpretation später eine RLC-Wiedergewinnungsanforderung für die Daten haben. Die RNC 106 bestimmt die Anzahl von NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationen der WTRU 102 als die Anzahl von RLC-Wiedergewinnungsanforderungen von E-DCH-Daten für die WTRU 102 an der RNC 106 minus der Anzahl von MAC-e-Fehlern der WTRU 102, die von der WTRU 102 gemeldet werden.

MAC-e-Fehlerstatistiken der WTRU 102 an der WTRU 102 werden über RRC-Verfahren an die RNC 106 gemeldet, und MACe-Fehlerstatistiken der WTRU 102 an dem Node B 104 werden über die Iub/Iur 118 an die RNC 106 gemeldet.

Wenn die NACK-zu-ACK-Fehlinterpretationswahrscheinlichkeit höher as ein vorbestimmter Schwellwert ist, erhöht die RNC 106 das Leistungsverhältnis für die NACK-ACK-Leistungszusätze (Schritt 410). Mit höheren Leistungszusätzen wird die NACK zuverlässiger an die WTRU zugestellt. Die RNC 106 signalisiert angepaßte Leistungszusätze für ACK und NACK (oder das Leistungsverhältnis zwischen ACK und NACK) über die Iub/Iur 118 an den Node B 104, und der Node B 104 verwendet die Leistungszusätze/das Verhältnis zur Einstellung der Sendeleistung des DL-EU-Signalisierungskanals.