Title:
Spender mit manuell betätigbarer Ausbringeinrichtung
Kind Code:
A1


Abstract:
Die Erfindung betrifft Spender zur Ausbringung, insbesondere zum Zerstäuben von Medien, bei denen das inbesondere flüssige Medium in einer oder einer geringen Anzahl von Teilchargen durch je einen Betätigungshub eines Betätigungsdrückers durch den Benutzer erfolgt. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Spender so auszubilden, daß sie einerseits gegen versehentliche Betätigung gesichert und andererseits ein möglichst geringes Pack- bzw. Lagervolumen aufweisen. DOLLAR A Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vor jedem Hub der Betätigungsdrücker aus einer Betätigungsendlage in die Betätigungsausgangslage gebracht werden muß.



Inventors:
RITSCHE STEFAN (DE)
Application Number:
DE19940236A
Publication Date:
03/08/2001
Filing Date:
08/25/1999
Assignee:
PFEIFFER ERICH GMBH & CO KG (DE)
Domestic Patent References:
DE19753147A1N/A1999-06-02
DE4412041A1N/A1995-10-12
DE4027670A1N/A1992-03-05



Foreign References:
FR2682305A11993-04-16
EP03118631993-01-07
EP08100361997-12-03
EP06864321995-12-13
EP04527281991-10-23
WO1998030335A11998-07-16
WO1993003857A21993-03-04
WO1991013689A11991-09-19
Other References:
JP 6-171698 A.,In: Patents Abstracts of Japan, M-1677,Sept. 21,1994,Vol.18,No.503
Claims:
1. Spender (1) mit manuell betätigbarer Ausbringeinrichtung insbesondere zum ggf. zerstäubten Ausbringen einer Charge mit einem oder mehreren Hüben, mit einem Betäti­gungsdrücker (5) zur Betätigung der Ausbringeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß vor jedem Hub der Betäti­gungsdrücker (5) aus einer Betätigungsendlage (I) in eine Betätigungsausgangslage (II) gebracht werden muß.

2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spender (1) ein Gehäuse (2) mit daran angeformter Griffläche (3) zur Auflage wenigstens eines Fingers und mit einer Ausbringöffnung (4) aufweist, wobei der Betätigungsdrücker (5) relativbeweglich zur Griffläche (3) im Gehäuse (2) geführt ist.

3. Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung eine Linearbewegung ist.

4. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsendlage (I) durch einen die Hubbewegung des Betätigungsdrückers (5) begrenzenden ersten Anschlag (6) festgelegt ist.

5. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsausgangslage (II) durch einen die der Hubbewegung entgegengesetzte Bewe­gungsrichtung begrenzenden zweiten Anschlag (7) festge­legt ist.

6. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbringeinrichtung aus einer Schubkolbenpumpe (10) besteht, deren Pumpenzylinder (11) der Speicher für ein auszubringendes Medium ist.

7. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenzylinder (11) aus einer zylindrischen Glasampulle (12) besteht, die in eine Hülse (13) eingesetzt ist.

8. Spender nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an Pumpenzylinder (11) und Gehäuse (2) zusammenwir­kende Rastmittel (14a, 14b, 15a, 15b) ausgebildet sind, die eine der Hubbewegung des Pumpenzylinders (11) entgegengesetzte Bewegung des Pumpenzylinders (11) verhindern.

9. Spender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel (14a, 14b, 15a, 15b) bei Erreichen der Betätigungsendlage (I) des Betätigungsdrückers (5) ineinandergreifen.

10. Spender nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an Pumpenzylinder (11) und Betäti­gungsdrücker (5) zusammenwirkende Schleppmittel (16a, 16b) ausgebildet sind, wodurch der Pumpenzylinder bei einem Hub des Betätigungsdrückers (5) mitgeschleppt wird.

11. Spender nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleppmittel (16a, 16b) in Betätigungsausgangslage (2) in Wirkverbindung treten.

12. Spender nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich­net, daß die Schleppmittel (16a, 16b) derart ausgebildet sind, daß die Schleppverbindung bei einer der Hubbewe­gung entgegengesetzten Bewegung gelöst wird.

13. Spender nach einem der Ansprüche 6 bis 12, wobei zwischen Pumpenzylinder (11) und Gehäuse (2) wirkende Rastmittel (14a, 15a, 14b, 15b) zum Verhindern einer Bewegung des Pumpenzylinders entgegen der Hubbewegung ausgebildet sind, wobei zwischen Betätigungsdrücker (5) und Pumpenzylinder (11) wirkende Schleppmittel (16a, 16b) zum Mitschleppen des Pumpenzylinders während der Hubbewegung des Betätigungszylinders ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die pumpenzylinderseitigen Teile der Schleppmittel so ausgebildet sind, daß sie bei einer nachfolgenden Betätigung des Spenders (1) auch als pumpenzylinderseitige Rastmittel dienen.

14. Spender nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Betätigungsdrückers (5) aus der Betätigungsendlage (I) in die Betätigungs­ausgangslage (II) manuell erfolgt.

15. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Betätigungsdrückers (5) aus der Betätigungsendlage (I) in die Betätigungs­ausgangslage (II) mittels eines Kraftspeichers erfolgt.

16. Spender nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher in Betätigungsendlage (1) durch Haltemittel vorgespannt gehalten ist und die Haltemittel durch Betätigen eines Löseelements lösbar sind, wodurch eine Bewegung des Betätigungsdrückers (5) von der Betätigungsendlage (I) in die Betätigungsausgangslage (II) erfolgt.

17. Spender nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei oder vor dem ersten Betätigen des Löseelements eine Originalitätssicherung irreversibel zerstört wird.

18. Spender nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeich­net, daß die Haltemittel lediglich vor dem ersten Betätigen des Löseelements den Kraftspeicher vorgespannt halten.

19. Spender nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseelement und die Haltemittel als zwischen Gehäuse (2) und Betätigungsdrücker (5) beidseitig über Soll­bruchstelle angeordneter Abreißsteg ausgebildet sind.

20. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsdrücker einen recht­eckigen Querschnitt aufweist.

21. Spender nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) in dem Bereich des Betätigungsdrückers einen rechteckigen Querschnitt aufweist.

22. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekenn­zeichnet durch Druckpunktmittel (18), die Sollbruchmate­rialbrücken enthalten, die zwischen dem Gehäuse (2) und dem Pumpenzylinder (11) wirksam sind.

23. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die als Schubkolbenpumpe ausgebilde­te Ausbringeinrichtung einen Kolben (21) aufweist, der von einem durchstechbaren, einen Verschluß für den Pumpenzylinder der Schubkolbenpumpe bildenden Verschluß­stopfen gebildet ist, der vorzugsweise von einem im Ausbringungsabschnitt gelagerten Schaft (22) unrever­sierbar in den Pumpenzylinder hineindrückbar und von einer in den Schaft (22) gehaltenen Nadel (23) durch­stechbar ist.

Description:
Aus der DE 197 53 147 A1 ist ein Spender zur Ausbringung, insbesondere zum Zerstäuben von Medien, insbesondere flüssi­gen Medikamenten, bekannt, der eine Charge des Medikaments in nur einem oder ggf. wenigen Hüben ausgibt. Die Betätigung erfolgt zwischen den Fingern des Benutzers, wobei der Daumen einen Betätigungsdrücker in Betätigungs- und Ausbringrichtung drückt. In der EP-B-0 311 863 ist eine Austragsvorrichtung beschrie­ben, bei der ein Pumpenzylinder und ein nach Art einer Schnappverriegelung ausgebildeter federnder Anschlag so zusammenwirken, daß vor der Ausführung eines Teilhubes ein bestimmter Betätigungsdruck von dem Bediener aufgebracht werden muß, so daß nach Überwinden dieses Druckpunktes der Austrag der Flüssigkeit mit einer bestimmten Mindestkraft und Geschwindigkeit erfolgt. Diese Ausbildung stellt sicher, daß z. B. bei Zerstäubung des Mediums, von Beginn an ausreichender Zerstäubungsdruck vorhanden ist und daß die Pumpe bis zu ihrem Hubende betätigt wird und so den gesamten Inhalt des Medienspeichers, der gleichzeitig den Pumpenzylinder bildet, in einem oder zwei Hüben ausgibt. Solche Einmal- oder Mehr­fachdosierer sind bedeutsam für die Ausgabe von Medikamenten, die bzgl. der Dosierung, Kontaminierung, Konservierung oder weiteren Kriterien besonders kritisch sind.AUFGABE UND LÖSUNG Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Spender so auszubil­den, daß sie einerseits gegen versehentliche Betätigung gesichert und andererseits ein möglichst geringes Pack- bzw. Lagervolumen aufweisen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vor jedem Hub der Betätigungsdrücker aus einer Betätigungsendlage in die Betätigungsausgangslage gebracht werden muß. Dadurch, daß sich der Betätigungsdrücker anfangs in seiner Betätigungsendlage befindet, ist ein versehentliches Betäti­gen des Bestätigungsdrückers nicht möglich. Gleichzeitig wird der Packraum des Spenders um die Länge eines Betätigungshubes des Betätigungsdrückers verringert. Besonders bevorzugt sind dabei Spender, die ein Gehäuse mit daran angeformter Griffläche zur Auflage wenigstens eines Fingers und mit einer Ausbringungsöffnung aufweisen, wobei der Betätigungsdrücker relativ beweglich zur Griffläche im Gehäuse geführt ist. Vorteilhafterweise ist die Relativbewegung zwischen Betäti­gungsdrücker und Gehäuse eine Linearbewegung. Weiter vorteilhaft ist es, wenn die Betätigungsendlage durch einen die Hubbewegung des Betätigungsdrückers begrenzenden ersten Anschlag festgelegt wird. Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn die Betätigungsausgangsla­ge der Hubbewegung durch einen zweiten einen der Hubbewegung entgegengesetzte Bewegungsrichtung begrenzenden Anschlag festgelegt wird. Insbesondere vorteilhaft ist es, derartige Spender mit einer Ausbringeinrichtung zu versehen, die aus einer Schubkolben­pumpe besteht, deren Pumpenzylinder der Speicher für das auszubringende Medium ist, wobei in vorteilhafter Weiterbil­dung der Pumpenzylinder aus einer zylindrischen Glasampulle besteht, die in eine Hülse eingesetzt ist. Die vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung gemäß den Ansprüchen 8 bis 12 betreffen zwischen Pumpenzylinder und Gehäuse wirkende Rast bzw. zwischen Betätigungsdrücker und Pumpenzylinder wirkende Schleppmittel, die eine unerwünschte Bewegung des Pumpenzylinders während einer Bewegung in Gegenrichtung der betätigten Hubbewegung bzw. während eines Hubes der Pumpe verhindert. Gemäß dem Anspruch 13 erfolgt die Bewegung des Betätigungs­drückers aus der Betätigungsendlage in die Betätigungsaus­gangslage durch manuelle Betätigung. Gemäß den Ansprüchen 14 und 15 erfolgt vorteilhafterweise die Bewegung des Betäti­gungsdrückers aus der Betätigungsendlage in die Betätigungs­ausgangslage mittels eines Kraftspeichers wobei der Kraft­speicher vorzugsweise in Betätigungsendlage vorgespannt gehalten wird, wobei die vorgespannte Haltelage durch Betäti­gen eines Löseelements gelöst werden kann und so die Bewegung des Betätigungsdrückers von der Betätigungsendlage in die Betätigungsausgangslage erfolgt. Die weiteren Unteransprüche 16 und 17 betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung. Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh­rungsform der Erfindung auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun­gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Dies geschieht anhand eines Beispiels bei dem die Gesamtcharge in zwei Hüben ausgebracht wird. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Spender vor der ersten Betätigung, die Fig. 3a, 3b bis 7a, 7b zeigen jeweils im Schnittbild wie auch in teilgeschnitte­ner perspektivischer Darstellung eine Abfolge von Stellungen, wie sie sich bei der zweihubigen Betätigung des Spenders ergeben. Im einzelnen zeigt: Fig. 1 eine teilgeschnittene Perspektivdarstellung eines erfindungsgemäßen Spenders vor seiner ersten Betätigung; Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch einen Spender gemäß Fig. 1; Fig. 3a, 3b die Stellung vor der ersten Betätigung; Fig. 4a, 4b die Stellung des Betätigungdrückers in Betäti­gungsausgangslage vor dem ersten Hub; Fig. 5, 5a die Stellung des Betätigungsdrückers in Betätigungsendlage nach dem ersten Hub; Fig. 6, 6a die Stellung des Betätigungsdrückers in Betätigungsausgangslage vor dem zweiten Hub und Fig. 7a, 7b die Stellung des Betätigungsdrückers in Betätigungsendlage nach dem zweiten Hub.BESCHREIBUNG DES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS NACH Fig. 1 UND Fig. 2 Die Fig. 1 zeigt in perspektivischer, teilgeschnittener Darstellung, einen erfindungsgemäßen Spender, bei dem sich der Betätigungsdrücker 5 in der Betätigungsendlage vor dem ersten Hub befindet. Der Spender 1 hat ein Gehäuse 2, an dem Grifflächen 3 zur Auflage wenigstens eines Fingers angeformt sind. Als Ausbringeinrichtung ist in dem Gehäuse 2 eine Schubkolbenpumpe 10 angeordnet. Der Pumpenzylinder 11 der Schubkolbenpumpe 10 wird gebildet aus einer Glasampulle 12, die in einer Hülse 13 gehalten ist. Der Kolben der Schubkol­benpumpe wird vom Schaft 22 beaufschlagt. Die Hülse 13 weist Führungsschienen 26 auf, die in gehäuseseitigen Führungsnuten 25 gleiten und ein Verdrehen der Hülse 13 bzw. ein Verkanten zwischen dem Schaft 22 und dem Pumpenzylinder 11 verhindern. Zur Betätigung der Schubkolbenpumpe 10 dient der Betätigungs­drücker 5, der in axialer Richtung der Schubkolbenpumpe zwischen zwei Endlagen, die durch einen ersten Anschlag 6 und einen zweiten Anschlag 7 definiert sind, am Gehäuse 2 ange­ordnet ist. Der Betätigungsdrücker 5 weist ebenso wie das Gehäuse 2 in dem Bereich unterhalb der Griffläche 3 einen annähernd rechteckigen Querschnitt auf, wodurch eine verdreh­sichere und verkantungsarme Führung des Betätigungsdrückers 5 am Gehäuse 2 erzielt wird. Ferner ermöglicht diese Gestaltung des Betätigungsdrückers 5 eine gute manuelle Betätigbarkeit. Ferner übermittelt sie dem Benutzer auf taktiler Basis Informationen über die Lage des Spenders. Das gehäuseseitige Rastloch 15a bildet in Verbindung mit der hülsenseitigen Rastnocke 14a ein Rastmittel, das eine der Hubbewegung des Pumpenzylinders 11 entgegengesetzte Bewegung des Pumpenzylinders verhindert. Damit die Rastverbindung zwischen Gehäuse 2 und Hülse 13 bei einem Hub des Pumpenzy­linders gelöst werden kann, ist die Rastnocke an einem Federsteg angeformt. Federsteg und Rastnocke sind dabei Teil der Hülse 13. Während der Hubbewegung des Betätigungsdrückers 5 besteht eine Schleppverbindung zwischen dem Mitnehmer 17 des Betäti­gungsdrückers und dem Federsteg 16a, 16b, der an der Hülse 13 ausgebildet ist. Die Schleppverbindung zwischen Mitnehmer 17 und Federsteg 16b besteht während des zweiten Hubes und lediglich solange wie eine die Ausbringeinrichtung betätigen­de Hubbewegung des Betätigungsdrückers 5 erfolgt. An der Hülse 13 sind auch Druckpunktmittel 18 angeformt, wobei zwischen Druckpunktmittel 18 und Hülse 13 eine Sollbruchstel­le besteht. Zweck der Druckpunktmittel 18 ist es, daß die Austragshübe mit jeweils einem vorbestimmten Mindestdruck erfolgen, wobei der Mindestdruck zum einen sicherstellt, daß ein Hub derart durchgeführt wird, daß dabei der Betätigungs­drücker 5 vollständig aus der Betätigungsausgangslage II in die Betätigungsendlage I überführt wird und zum anderen sicherstellt, daß an der Ausbringungsöffnung der erwünschte Sprühnebel austritt und dort geringe Wirkstoffverluste durch Tropfenbildung im Bereich der Ausbringöffnung entstehen. Die Fig. 2 zeigt den Spender von Fig. 1 in einem Querschnitt. Der Spender 1 mit dem Gehäuse 2 und den am Gehäuse 2 ange­formten Grifflächen und der im Gehäuse 2 ausgebildeten Ausbringöffnung 4 dient als Aufnahme der Schubkolbenpumpe 10. Die Schubkolbenpumpe 10 wird aus Pumpenzylinder 11, bestehend aus Hülse 13 und in der Hülse gehaltenen Glasampulle 12, sowie dem den Kolben 21 betätigenden Schaft 22. In dem Schaft 22 ist dabei eine Nadel 23 angeordnet. Der Kolben 21 ist zugleich der Verschlußstopfen der Ampulle 12. Er kann von der Nadel 23 durchstochen werden. An dem Gehäuse 2 ist eine durch einen Absatz im Gehäuse gebildete Scherkante 19 ausgeformt, die dazu dient, die Druckpunktmittel 18 von der Hülse 13 abzuscheren, wenn eine Hubbetätigung des Betätigungsdrückers 5 mit mehr als der erforderlichen Mindestkraft erfolgt. In Bezug auf die Längsachse der Schubkolbenpumpe 10 ist der Betätigungsdrücker 5 axial verschiebbar im Gehäuse 2 gela­gert, wobei die am Gehäuse 2 angeformte Scherkante zugleich als die Betätigungsendlage definierender erster Anschlag 6 zwischen Betätigungsdrücker 5 und Gehäuse 2 bildet. Der die Betätigungsausgangslage sichernde zweite Anschlag 7 ergibt sich durch eine Begrenzung des Verschiebeweges des Betäti­gungsdrückers im Gehäuse. Radial gesehen zwischen Glasampulle 12 und Innenseite des Betätigungsdrückers 5 befindet sich die Hülse 13. Die überdrückbaren Federstege 16a, 16b gleiten entlang der Innenseite des Betätigungsdrückers 5. Zum Her­stellen der Schleppverbindung zwischen Pumpenzylinder 11 mit der Hülse 13 und dem Betätigungsdrücker 5 dient der am Betätigungsdrücker 5 angeformte Mitnehmer 17.BESCHREIBUNG DER FUNKTION ANHAND DER Fig. 3a, 3b BIS Fig. 7a, 7b Die Fig. 3a zeigt den Querschnitt durch einen erfindungsgemä­ßen Spender während die Fig. 3b eine teilgeschnittene Per­spektivdarstellung des Spenders zeigt. Beidesmal befindet sich der Betätigungsdrücker 5 in der Betätigungsendlage I, jedoch hat noch kein Hub stattgefunden, bei dem ein Teil der Charge oder die ganze Charge ausgebracht worden wäre. In dieser dargestellten Stellung ist der Spender 1 gegen verse­hentliches Betätigen geschützt. Ferner weist er einen gerin­gen Plat› ›ƒ15135DEA119940236 DE010213 zbedarf auf und kann so mit geringem Packvolumen verpackt und aufbewahrt werden. Die Betätigungsendlage I des Betätigungsdrückers 5 wird durch den ersten Anschlag 6 zwischen Gehäuse 2 und Betätigungsdrüc­ker 5 definiert. Ferner besteht zwischen Betätigungsdrücker 5 und Hülse 13 des Pumpenzylinders 11 keine Verbindung über Schleppmittel. Die Rastnocke 14b und die innen am Betäti­gungsdrücker 5 anliegenden Federstege 16a, 16b verhindern mit geringer Klemmkraft daß der Betätigungsdrücker aus der Betätigungsendlage ä wie dargestellt ä in die Betätigungsaus­gangslage II, wie sie nachfolgend in Fig. 4a, 4b dargestellt ist, rutscht, ohne daß eine manuelle Betätigung des Betäti­gungsdrückers durch den Benutzer erfolgt. Der Rastnocken 14a der Hülse 13 ist im Rastloch 15a des Gehäuses 2 verrastet, dadurch ist sichergestellt, daß bei einer Bewegung des Betätigungsdrückers 5 aus der Betätigungsendlage I in die Betätigungsausgangslage II ä also einer Bewegung entgegen einem Hub der Schubkolbenpumpe 10 ä keine Bewegung des Pumpenzylinders 11 in die gleiche Richtung erfolgt. Wie aus der Schnittdarstellung der Fig. 3a ersichtlich, ist die Glasampulle 12, die in der Hülse 13 gehalten ist, durch einen Verschlußstopfen hermetisch verschlossen, der gleichzeitig als Kolben 21 der Schubkolbenpumpe 10 dient. Der Kolben 21 weist dabei eine Durchstichstelle für die Nadel 23 auf, welche in dem Schaft 22 angeordnet ist. Die Nadel 23 dient als Ausbringungskanal aus der Glasampulle 12 zu der Ausbring­öffnung 4 im Gehäuse 2, sobald der Kolben 21 durchstochen wird. An dem Gehäuse 2 sind Grifflächen 3 angeformt, die zur Auflage jeweils eines Fingers, beispielsweise des Mittel- und des Zeigefingers dienen, während der Betätigungsdrücker mit dem Daumen betätigt wird, um einen Hub zu erzeugen. Wie aus Fig. 3b ersichtlich dient die Scherkante 19 am Gehäuse 2 nicht nur zur gehäuseseitigen Definition des ersten Anschlags 6 sondern auch dazu, das Druckpunktmittel 18 über die Scher­kante 19 abzuscheren. Durch manuelle Betätigung des Betätigungsdrückers 5 entgegen der Richtung eines Hubes, wie er zur Ausbringung einer Teilcharge, im vorliegenden Fall der Hälfte der Gesamtcharge, dient, wird die in den Fig. 4a und 4b dargestellte Betäti­gungsausgangslage II erreicht. Ein Ausbringungshub ist noch nicht erfolgt, kann nun jedoch jederzeit erfolgen. Noch immer ist die Lage der Hülse 13 bzgl. des Gehäuses 2 durch die in das Rastloch 15a eingreifende Rastnocke 14a der Hülse 13 gesichert, so daß auch weiterhin eine Bewegung des Pumpenzy­linders 11 entgegen der Hubrichtung nicht möglich ist. In der Gleitführung des Betätigungsdrückers 5 im Gehäuse 2 ist ein zweiter Anschlag 7 ausgebildet, der sicherstellt, daß die dargestellte Betätigungsausgangslage II nicht über ein gewisses Toleranzmaß hinaus entgegen der Hubrichtung überfah­ren wird und sich so der Betätigungsdrücker 5 vom Gehäuse 2 trennt. In der Betätigungsausgangslage II greifen die hülsen­seitigen Schleppmittel 16a, die durch einen während des Rückhubes überdrückbaren Federsteg mit einem Nocken gebildet werden, und die betätigungsdrückerseitigen Schleppmittel 17a so aneinander an, daß bei einer Hubbewegung des Betätigungs­drückers 5 der Pumpenzylinder 11 in Richtung auf die Aus­bringöffnung 4 hin bewegt wird. Während einer solchen Bewe­gung wird die Verrastung zwischen dem Rastnocken 14a und dem Rastloch 15a gelöst. Die Hülse 13 gleitet dabei geführt von hülsenseitiger Führungsschiene 26 und gehäuseseitiger Füh­rungsnut 25 verdrehsicher im Gehäuse 2 in Richtung auf die Ausbringöffnung 4. Nicht miteinander in Eingriff befinden sich die Schleppmittel für den zweiten Hub, die von dem Federsteg 16b und dem Mitnehmer 17b gebildet werden. An der Scherkante 19 des Gehäuses 2 liegen die hülsenseitigen Druckpunktmittel 18 an, die bei einer Betätigung der Schub­kolbenpumpe zunächst abgeschert werden müssen. Die Druck­punktmittel 18 stellen sicher, daß eine Betätigung des Betätigungsdrückers nur dann zu einem Hub führt, wenn die Betätigung derart erfolgt, daß eine komplette Hubbewegung, die den Betätigungsdrücker 5 in die Betätigungsendlage I überführt, stattfindet. Die Fig. 5a und Fig. 5b zeigen nunmehr die Stellung, die erreicht wird, wenn ein erster Hub stattgefunden hat. Der Pumpenzylinder 11 der Schubkolbenpumpe 10 wurde in Richtung auf die Ausbringöffnung 4 durch das Zusammenwirken von Federsteg 16a und Mitnehmer 17a bewegt. Die Nadel 23 hat den Kolben 21 durchstochen und bildet einen Ausbringungskanal zur Ausbringöffnung 4 des Gehäuses 2. Nach dem Durchstechen des Kolbens 21 durch die Nadel 23 gelangt der Schaft 22 in Anlage an den Kolben 21 und drückt ihn über den Weg eines Hubes hinweg in Richtung auf den Boden der Glasampulle 12, die in der Hülse 13 gehalten ist. Der Betätigungsdrücker 5 befindet sich wieder in Betätigungsendlage I, wobei sich der über­drückbare Federsteg 16a noch immer in Anlage zum Mitnehmer 17 befindet. Zur Sicherung des Pumpenzylinders 11 vor einer Bewegung entgegen der Hubrichtung und somit auch zur Siche­rung eines Ansaugens von Luft in die Glasampulle 12 hinein verrastet die Rastnocke 14b in dem Rastloch 15b des Gehäuses 2. Ein Eingriff der Rastnocke 14a in das Rastloch 15a findet nicht mehr statt. Mit Erreichen der Betätigungsendlage gelangen die Druckpunktmittel 18 für den zweiten Hub in Anlage an die Scherkante 19 des Gehäuses. Ein Verhindern des Abscherens der Druckpunktmittel 18 für den zweiten Hub an der Scherkante 19 und das Überfahren der Betätigungsendlage I wird durch den ersten Anschlag 6 für den Betätigungsdrücker 5 an dem Gehäuse 2 sichergestellt. Damit ein zweiter Hub der Schubkolbenpumpe 10 stattfinden kann muß der Benutzer des Spenders zunächst den Betätigungsdrücker 5 manuell in die Betätigungsausgangslage II gebracht werden. Die manuelle Betätigung des Betätigungsdrückers 5 zum Ver­bringen des Betätigungsdrückers aus der Betätigungsendlage I in die Betätigungsausgangslage II kann auch durch einen Kraftspeicher, insbesondere einen Federspeicher ersetzt werden; der Kraftspeicher muß in Betätigungsendlage I ge­spannt sein. Um ein bewußtes und gezieltes Verbringen des Betätigungsdrückers in die Betätigungsausgangslage II sicher­zustellen, sind Haltemittel vorzusehen, die die gespannte Lage des Kraftspeichers lösbar festlegen, wobei ein Löseele­ment entweder am Gehäuse 2 oder am Betätigungsdrücker 5 vorzusehen sind, bei deren Betätigen ein Verbringen des Betätigungsdrückers 5 in die Betätigungsausgangslage II erfolgt. Der Kraftspeicher ist idealerweise schon vor dem ersten Verbringen des Betätigungsdrückers 5 in seine Betäti­gungsausgangslage II vorgespannt. Das Löseelement ist dann vorzugsweise selbst als Originalitätssicherung (d. h. nur offensichtlich, meist irreversibel beschädigt betätigbar) ausgebildet oder vor der Betätigung muß eine derartige Originalitätssicherung entfernt werden. Vorteilhaft ist es auch, wenn die Haltemittel nur vor dem ersten Betätigungshub an den Kraftspeicher angreifen, nach jedem Betätigungshub wird dann der Betätigungsdrücker 5 ohne weitere Betätigung des Löseelements wieder in die Betätigungsausgangslage II gebracht. In einfachster Ausbildung sind Haltemittel und Löseelement als sowohl mit Betätigungsdrücker 5 als auch mit Gehäuse 2 über Sollbruchstellen verbundener Abreißsteg ausgebildet. Dieser Abreißsteg muß vor dem Benutzen des Spenders vom Benutzer abgerissen werden, wonach durch die Wirkung des Kraftspeichers der Betätigungsdrücker 5 in Betätigungsausgangslage I verbracht wird. Die Fig. 6a und 6b zeigen nunmehr den Betätigungsdrücker 5 in Betätigungsausgangslage II vor dem zweiten Hub. Bzgl. dem Gehäuse 2 in unveränderter Lage verbleiben die Hülse 13 und die darin gehaltene Glasampulle 12, wobei die Nadel 23, die in dem Schaft 22 angeordnet ist, weiterhin den Kolben 21 durchsetzt und somit einen Ausbringungskanal vom Ampullenin­nenraum hin zur Ausbringungsöffnung 4 des Gehäuses 2 bildet. Die Lage der Hülse 13 im Gehäuse 2 wird durch die Rastnocke 14b, die in das Rastloch 15b eingreift, gesichert, während der Betätigungsdrücker 5 durch den Bediener manuell entgegen der Hubrichtung aus der in Fig. 5a, 5b dargestellten Betäti­gungsendlage I in die Betätigungsausgangslage II verbracht wird. Mit Erreichen der Betätigungsausgangslage II gelangt der Mitnehmer 17 in Eingriff mit dem Federsteg 16b, wodurch ein Schleppmittel für die Hülse 13 mit dem Betätigungs­drücker 5 gebildet wird. Die Druckpunktmittel 18 für den zweiten Hub befinden sich in Anlage mit der am Gehäuse 2 des Spenders 1 ausgebildeten Scherkante 19. Der Federsteg 16a gleitet innen anliegend in dem Gehäuse 2 und befindet sich nicht mehr in Eingriff. Gemäß einer vorzugsweisen, nicht dargestellten Ausführungsform ist es auch möglich, daß der überdrückbare Federsteg 16a, der während des ersten Hubes zum Mitnehmen der Hülse mit der Hubbewegung des Betätigungs­drückers 5 gedient hat, bei einem nachfolgenden Hub als Rastnocke zur Festlegung der Lage der Hülse 13 bzgl. dem Gehäuse 2 dient. Die Fig. 7a und 7b zeigen nunmehr die Betätigungsendlage am Ende des zweiten ä und im dargestellten Ausführungsbeispiel letzten ä Hubes des Betätigungsdrückers 5 und der Schubkol­benpumpe 10. Durch die zweite Betätigung des Betätigungsdrückers werden die Druckpunktmittel 18 (dargestellt in Fig. 6a, 6b) an der Scherkante 19 abgeschert. Dadurch wird sichergestellt, daß auch beim zweiten Hub der Betätigungsdrücker bis zum ersten Anschlag 6 bewegt wird, wodurch die Betätigungsendlage I erreicht ist. Der von der Nadel 23 durchstochene Kolben 21 taucht während der Hubbewegung des Pumpenzylinders 11, bestehend aus Glasampulle 12 und Hülse 13, soweit in die Ampulle 12 ein, daß sie den Grund der Ampulle 12 erreicht. Dabei wird die sich in der Glasampulle befindende zweite Teilcharge des auszubringenden Mediums über die Nadel 23 und die Ausbringöffnung 4 aus dem Spender ausgebracht. Der Pumpenzylinder 11 wird über den Mitnehmer 17, der an dem Betätigungsdrücker 5 ausgebildet, und in Wirkverbindung mit dem überdrückbaren Federsteg 16b ist, mitgeschleppt. Während der Betätigung des Betätigungsdrückers 5 wird auch die Rastverbindung zwischen der Hülse 13 und dem Gehäuse 2 des Spenders 1 gelöst. Ein erneutes Sichern der dargestellten Betätigungsendlage der Hülse 13 im Gehäuse 2 ist nicht mehr erforderlich, wenn der letzte Ausbringungshub durchgeführt wurde. Daher sind in dieser Lage keine Rastnocken, die an der Hülse angeformt sind, mehr im Eingriff mit Rastlöchern, die im Gehäuse 2 des Spenders 1 ausgebildet sind. In Betätigungs­endlage befindet sich jedoch noch immer der Mitnehmer 17 in Berührung mit dem Federsteg 16b, ohne jedoch in der Lage zu sein, eine weitere Hubbewegung durchzuführen. Dies ist schon deshalb unmöglich, weil das Aufsitzen des Kolbens 21 am Boden der Glasampulle 12 eine Axialbewegung in Richtung auf die Ausbringungsöffnung des Gehäuses ebenso verhindert, wie die Anlage des Mitnehmers 17 an dem ersten Anschlag 6. Der Spender 1 wird in der Regel mit dem Daumen am Betäti­gungsdrücker 5 und Zeige- und Mittelfinger an der Griffläche 3 betätigt. Spender, die in einem einzigen Hub oder in einer geringen Anzahl von Teilhüben eine Charge ausbringen und die bis zum ersten Betätigen des Spenders die Charge hermetisch abschließen, enthalten oft Medikamente oder Impfstoffe, die von dem Patienten zur sofortigen Anwendung bereitgehalten werden. So werden z. B. Medikamente auf die Nasenschleimhaut appliziert, weil sie von dort aus am schnellsten und am verträglichsten in den Blutkreislauf gelangen. Insbesondere Medikamente zur Bekämpfung von Migräne und anderen Kopf­schmerzen werden so verabreicht. Die erfindungsgemäße Aus­tragsvorrichtung gestattet es, die einzelnen Teilchargen mit großer Dosiergenauigkeit und Dosierzuverlässigkeit auszuge­ben; falls gewünscht auch in bemessenen, unterschiedlichen Mengen. Die Teilhübe sind wegen des bei der Erst-Betätigung zu durchlaufenden Leerweges unterschiedlich, was bei der Gestaltung insbesondere bei der Bemessung der überdrückbaren Federstege und der Lage der Mitnehmer zu berücksichtigen ist. Neben in die Nase (auf die Nasenschleimhäute) aufzubringende Medikamente eignet sich der Spender auch für Medikamente, die für Augen oder andere paarig oder mehrfach vorkommende Anwendungsorte bestimmt sind. Auch für mehrere aufeinander­folgende Applikationen in Form von Spray oder anderer Aus­gabeform, beispielsweise die Behandlung in Abständen einiger Minuten auf den gleichen Applikationsort, ist der Spender einsetzbar.