Title:
Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs
Kind Code:
A1


Abstract:
The invention relates to a method for operating an internal combustion engine (1), especially of a motor vehicle, during which a mixture of air and fuel is fed from a tank to a combustion chamber via an activated carbon filter and via a tank ventilating valve (2). The tank ventilating valve (2) is controlled and/or regulated according to a tank outgassing model (10) and/or to an activated carbon filter model (10).



Inventors:
ESTEGHLAL GHOLAMABAS (DE)
MALLEBREIN GEORG (DE)
Application Number:
DE19936166A
Publication Date:
02/08/2001
Filing Date:
07/31/1999
Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19648688A1N/A1998-05-28
DE19701353C1N/A1998-03-12
DE4434517C2N/A1997-04-30
DE3822300A1N/A1990-01-04



Foreign References:
GB2293660A1996-04-03
50484921991-09-17
EP08186211998-01-14
EP08103671997-12-03
EP07501081996-12-27
WO1999014482A11999-03-25
JPH09329044A1997-12-22
JPH01172049A1989-07-06
JPS6430508A1989-02-01
JPH094524A1997-01-07
Claims:
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff aus einem Tank über ein Aktivkohlefilter und über ein Tankentlüftungsventil (2) einem Brennraum zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankentlüftungsventil (2) in Abhängigkeit von einem Tankausgasungmodell (10, 102) gesteuert und/oder geregelt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Abweichung (fkakormt) ein Vorhersagewert (khctev) für die zu erwartende Kohlenwassserstoffkonzentration am Ort des Tankentlüftungsventils (2) ermittelt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abweichung (fkakormt) aus dem Produkt eines von einer Lambdaregelung (8) erzeugten ersten Gemischkorrekturwerts (frm) und einer Lambdaabweichung eines Lamdaistwerts (lamsoni) von einem Lambdasollwert (lamsons) ermittelt wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorhersagewert (khctev) mittels einer Verzögerungseinheit (104) vorab um die Gastransportzeit von dem Aktivkohlefilter zu dem Tankentlüftungsventil (2) verzögert wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorhersagewert (khctev) mit einer Abweichung (dkhc) verknüpft wird, die aus der Abweichung (fkakormt) mittels einer Integration (101) ermittelt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankausgasungsmodell (10, 102) einen Wert für die Tankausgasung (mkausg) erzeugt, der abhängig ist von der integrierten Abweichung (fkakormt).

7. Verfahren insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankentlüftungsventil (2) in Abhängigkeit von einem Aktivkohlefiltermodell (10, 103) gesteuert und/oder geregelt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert für die Tankausgasung (mkausg) dem Aktivkohlefiltermodell (10, 103) eingegeben wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivkohlefiltermodell (10, 103) aus dem Wert für die Tankausgasung (mkausg) und aus einem aktuellen Gasmassenstrom (mste) eine Kohlenwasserstoffkonzentration (khcakf) am Ausgang des Aktivkohlefilters ermittelt.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Aktivkohlefiltermodell (10, 103) die Speicherkapazität und/oder die Desorptionsfähigkeit des Aktivkohlefilters berücksichtigt wird.

11. Steuerelelement, insbesondere Read-Only-Memory oder Flash-Memory, für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, auf dem ein Programm abgespeichert ist, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 geeignet ist.

12. Steuergerät für eine Brennkraftmaschine (1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei der ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff aus einem Tank über ein Aktivkohlefilter und über ein Tankentlüftungsventil (2) einem Brennraum zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankentlüftungsventil (2) durch das Steuergerät in Abhängigkeit von einem Tankausgasungmodell (10, 102) steuer- und/oder regelbar ist.

13. Brennkraftmaschine (1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei der ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff aus einem Tank über ein Aktivkohlefilter und über ein Tankentlüftungsventil (2) einem Brennraum zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankentlüftungsventil (2) durch ein Steuergerät in Abhängigkeit von einem Tankausgasungmodell (10, 102) steuer- und/oder regelbar ist.

Description:
Stand der Technik Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff aus einem Tank über ein Aktivkohlefilter und über ein Tankentlüftungsventil einem Brennraum zugeführt wird. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Steuergerät für eine Brennkraftmaschine und eine Brennkraftmaschine insbesondere für ein Kraftfahrzeug. Bei Fahrzeugen mit benzingetriebenen Motoren fällt im Kraftstofftank je nach Kraftstofftemperatur, Kraftstoffsorte und Außendruck eine unterschiedliche Menge von Kraftstoffdampf an. Dieser Kraftstoffdampf wird bei heutigen Benzin-Einspritzmotoren zunächst in einem Aktivkohlefilter aufgefangen und dann in dafür vorgesehenen Tankentlüftungsphasen über ein elektrisch ansteuerbares Tankentlüftungsventil dem in den Motor angesaugten Luftstrom zugemischt. Die derart funktionierende Tankentlüftung hat dabei insbesondere die Aufgabe, das gesamte Verbrennungsgemisch auf dem gewünschten Fettigkeitsgrad zu halten, und zwar möglichst unabhängig davon, wie weit das Aktivkohlefilter mit Kohlenwasserstoffen gesättigt ist. Dazu wird die eingespritzte Kraftstoffmenge bei geöffnetem Tankentlüftungsventil entsprechend reduziert. Aus einer Bilanz des aktuellen Gasmassenstroms über das Tankentlüftungsventil, des aktuellen, vom Motor benötigten Kraftstoffstrom sowie des aktuellen Lambdawerts und der durch die Lambdaregelung bereits erfolgten Gemischkorrektur kann eine aktuelle Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergasstroms ä auch Beladung genannt ä adaptiert werden und die eingespritzte Kraftstoffmenge aufgrund dieser aktuellen Kohlenwasserstoffkonzentration korrigiert bzw. gesteuert und/oder geregelt werden. Diese Adaption der Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergasstroms kann nicht beliebig schnell geschehen, da die Verzögerungszeit der Strecke zwischen dem jeweiligen Einspritzventil und der Lambdasonde im Abgasstrom, die maximale Adaptionsgeschwindigkeit begrenzt. Während des Adaptionsprozesses verändert sich die aktuelle Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergasstroms so lange, bis der Lambdaregler auf seinen Neutralwert g = 1 gelaufen ist bzw. bis die Gemischabweichung zu Null geworden ist. In der Praxis ist der physikalische Kohlenwasserstoffkonzentrationsverlauf nicht stetig. Insbesondere treten Konzentrationssprünge auf, wenn die Aktivkohlefilterung keine ausreichende Pufferung besitzt und sich der Regeneriergasmassenstrom z. B. nach Regenerierpausen schnell ändert. In diesem Fall ist mit sprungartigen vorübergehenden Abweichungen vom stöchiometrischen Luft-Kraftstoffverhältnis, d. h. vom Wert g = 1 zu rechnen. Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine zu schaffen, das die bei schnellen Änderungen des Regeneriergasmassenstroms sich einstellenden Sprünge berücksichtigen kann. Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Tankentlüftungsventil in Abhängigkeit von einem Tankausgasungmodell gesteuert und/oder geregelt wird. Diese Aufgabe wird ebenfalls bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Tankentlüftungsventil in Abhängigkeit von einem Aktivkohlefiltermodell gesteuert und/oder geregelt wird. Die Aufgabe wird weiterhin bei einem Steuergerät bzw. einer Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art auf entsprechende Weise gelöst. Bei der den Korrekturwert zur Korrektur der Einspritzmenge berechnenden Regelung für die Berücksichtigung des aktuellen Kohlenwasserstoffanteils im Regeneriergasstrom ist ein die Kohlenwasserstoffgasproduktion im Tank adaptierendes Tankausgasungsmodell und/oder ein Modell des Aktivkohlefilters vorgesehen, um mit Hilfe des Tankausgasungsmodells und/oder des Modells des Aktivkohlefilters die Kohlenwasserstoffkonzentration am Ort des Tankentlüftungsventils vorherzusagen und aufgrund dieser Vorhersage den Korrekturwert selbst nach Regenerierpausen sicher und schnell zu erzeugen, so dass Lambdaabweichungen bei dynamischem Motorbetrieb soweit reduziert werden können, dass sie auch von einem sensiblen Fahrer nicht wahrnehmbar sind. Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Form eines Steuerelements, das für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, vorgesehen ist. Dabei ist auf dem Steuerelement ein Programm abgespeichert, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. In diesem Fall wird also die Erfindung durch ein auf dem Steuerelement abgespeichertes Programm realisiert, so dass dieses mit dem Programm versehene Steuerelement in gleicher Weise die Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Programm geeignet ist. Als Steuerelement kann insbesondere ein elektrisches Speichermedium zur Anwendung kommen, beispielsweise ein Read-Only-Memory oder ein Flash-Memory. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der Zeichnung. Fig. 1 zeigt schematisch in Form von Funktionsblöcken eine Übersicht eines ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Regelungsverfahrens ausführenden Systems mit Tankentlüftung, Fig. 2 zeigt schematisch Funktionsblöcke des das Tankausgasungsmodell und das Modell des Aktivkohlefilters enthaltenden Funktionsblocks 10 gemäß Fig. 1, und Fig. 3 zeigt schematisch ein zur Berechnung des Aktivkohlefiltermodells dienendes Volumenstrommodell. Das Ausführungsbeispiel beschreibt das erfindungsgemäße Steuerungs- und/oder Regelungsverfahren beispielhaft für einen Kraftfahrzeug-Benzinmotor mit Direkteinspritzung, und das Verfahren weist eine Kombination eines Aktivkohlefiltermodells mit einem Tankausgasungsmodell auf. In der in Fig. 1 schematisch dargestellten Systemübersicht wird einem Benzinmotor 1 durch (nicht gezeigte) Einspritzventile eine unter Einsatz des erfindungsgemäßen Regelungsverfahrens ermittelte Einspritzmenge rk eingespritzt, die als Funktion einer Vorsteuerung rlp, eines Lambdasollwerts (lamsbg), einer Ausgangsgröße fr einer mit einer Lambdasonde 7 im Abgasrohr 6 des Benzinmotors 1 verbundenen Lambdaregelung 8 und eines Korrekturterms rkte eines Tankentlüftungssystems 9 berechnet wird. In einem von einem (nicht gezeigten) Benzintank über ein (ebenfalls nicht gezeigtes) Aktivkohlefilter führenden Rohr ist ein elektrisch ansteuerbares Tankentlüftunsventil (TEV) 2 vorgesehen, welches in den Tankentlüftungsphasen mit einem Signal tateout beaufschlagt wird. Der Regeneriergasstrom durch das TEV 2 wird dem vom Benzinmotor 1 angesaugten Luftstrom in einem Ansaugrohr 4 stromabwärts von einer Drosselklappe beigemischt. In einem Abgasrückführungsrohr 5 ist außerdem ein Abgasrückführventil 3 vorgesehen. Im Tankentlüftungssystem 9 berechnet ein Block 11 einen gewünschten Spülstrom, der in Form des Signals mstesoll einem Block 12 zugeführt wird, der das für die Tankentlüftungsphasen durch das Tankentlüftungsventil 2 benötigte Tastverhältnis des Signals tateout berechnet und dieses Signal tateout an das TEV 2 ausgibt. Der vom Tankentlüftungssystem 9 ausgegebene Korrekturterm rkte zur Korrektur bzw. zur Regelung der eingespritzten Kraftstoffmenge rk wird in einem Funktionsblock 13 aus dem Istmassenstrom mste des TEV 2 und der aktuellen Kohlenwasserstoffkonzentration oder Beladung ftead des Regeneriergasstroms berechnet. Für die Berechnung des Korrekturterms rkte im Funktionsblock 13 gilt:rkte = mste/(nmot ô KUMSRL) ô ftead,worinmste einen TEV-Istmassenstrom,ftead eine Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergases mit einem Wertebereich von (0. . .30),nmot eine Motordrehzahl undKUMSRL eine Umrechnungskonstante für die Luftmasse in relative Füllung sind. In einem Funktionsblock 10 manifestieren sich die Funktionen eines erfindungsgemäß vorgesehen Tankausgasungsmodells 102 sowie eines Aktivkohlefiltermodells 103, wie sie nachstehend anhand der Fig. 2 näher erläutert werden. Eingangsgröße des Funktionsblocks 10 ist ein mit fkakormt bezeichnetes Produkt aus einem Lambdaregelwert frm und der relativen Lambdaabweichung eines Lambdaistwerts (lamsoni) von einem Lambdasollwert (lamsons). Fig. 2 zeigt Details des Funktionsblocks 10, der einen "Beobachter" für die Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergases bildet und als wesentliche Komponenten das Tankausgasungsmodell 102, welches eine Adaption der Kohlenwasserstoffgasproduktion im Tank bewirkt, und das Aktivkohlefiltermodell 103 aufweist, welches das Verhalten eines Aktivkohlefilters modellhaft nachbildet. Zunächst wird aus der, wie zuvor geschildert, berechneten Eingangsgröße fkakormt in einem einen Integrator bildenden Funktionsblock 101 eine schnelle Adaption einer Kohlenwasserstoffkonzentrationsabweichung ausgeführt und ein entsprechender Adaptionswert dkhc ausgegeben. Der aus dem Tankausgasungsmodell 102, dem Aktivkohlefiltermodell 103 und einer Verzögerungseinheit 104 bestehende Zweig erzeugt einen Vorhersagewert khctev für die am TEV 2 zu erwartende Kohlenwasserstoffkonzentration. Dabei verzögert die Verzögerungseinheit 104 den Vorhersagewert khcakf des Aktivkohlefiltermodells um die Gastransportzeit vom Aktivkohlefilter zum Tankentlüftungsventil 2. Der verzögerte Vorhersagewerte khctev wird mit dem im Integrationsblock 101 erzeugten schnellen Adaptionswert dkhc der Kohlenwasserstoffkonzentration zu der den Ausgangswert des Funktionsblocks 10 darstellenden Beladung ftead, d. h. der Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergases, verknüpft. Dies wird wie folgt ausgeführt:ftead = FUMRBRK ô khcobs,mitkhcobs = dkhc + khctevwobeiFUMRBRK (Umrechnungsfaktor) = 30,khctev die Kohlenwasserstoffkonzentration aus dem Aktivkohlefiltermodell 103, unddkhc die nötige verbleibende Gemischkorrektur angeben. Somit ist der Ausgangswert ftead des Funktionsblocks 10 das Produkt einer Kohlenwasserstoffkonzentration im Bereich 0 . . .1 mit einem Umrechnungsfaktor FUMRBRK = 30. khcobs wird aus der Summe des schnellen Adaptionswerts dkhc und des vom Verzögerungsglied 104 ausgegebenen Wert khctev berechnet. Insbesondere hat der die Kohlenwasserstoffkonzentration des Regeneriergasstroms am TEV 2 vorhersagende Block 10 folgende Funktionsweise: Eine aktuelle Abweichung zwischen einer physikalischen Kohlenwasserstoffkonzentration und einer in der Tankentlüftungsfunktion errechneten Kohlenwasserstoffkonzentration ftead bewirkt einen Gemischkorrekturfaktor fkakormt * 1,0. Beispielsweise sei ftead zu klein. Dann ist fkakormt < 1,0, da die Kohlenwasserstoffmenge durch das TEV 2 zu wenig berücksichtigt wird. Dann steigt dkhc an. Durch die integrierende Funktion des die Ausgasung adaptierenden Tankausgasungsmodells 102 steigt dessen Ausgangsgröße mkausg bei positivem Wert dkhc. Dies bewirkt, dass die Ausgangsgröße khcakf des Aktivkohlefiltermodells 103 und dann der durch das Verzögerungsglied 104 verzögerte Wert khctev bei gleichem Spülstrom auch steigen. Die zur Berechnung des Einspritzkorrekturterms rkte im Funktionsblock 13 herangezogene Ausgangsgröße ftead des Funktionsblocks 10 steigt so lange an, bis der echte Wert der Kohlenwasserstoffkonzentration erreicht ist. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich der Kohlenwasserstoffkonzentrationsverlauf voraussagen. Es existiert sozusagen eine Vorsteuerung für die Kohlenwasserstoffkonzentration. Dadurch sind Lambdafehler während der Tankentlüftung deutlich kleiner. Die Funktion des Aktivkohlefiltermodells 103 bewirkt, dass, wenn z. B. nach einer längeren Spülpause die Tankentlüftung erneut das TEV 2 aufsteuert, die Einspritzzeit von Anfang an deutlich stärker reduziert wird als ohne ein Aktivkohlefiltermodell. Wenn kein Aktivkohlefiltermodell eingebaut wäre, wäre in diesem Fall eine gewisse Lambdaabweichung detektierbar. Nachstehend wird bezogen auf die Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel des Aktivkohlefiltermodells 103 beschrieben. Dabei stellt die Fig. 3 ein Volumenstrommodell des Aktivkohlefilters dar. Eingangsgrößen in das Aktivkohlefiltermodell 103 sind:ä÷vom TEV 2 abgesaugter Massenstrom msteä÷Ausgasmassenstrom mkausg. Ausgangsgröße ist die Kohlenwasserstoffkonzentration khcakf am Ausgang des Aktivkohlefilters. Zu dem in Fig. 3 gezeigten Volumenstrommodell eines Akivkohlefilters gelten folgende Bemerkungen zu Bezeichnungen und Umrechnungen:Volumenstrom Kraftstoffdampfstrom aus Tank:mkausg/(ro_Kr - ftho)Volumenstrom Luftmassenstrom in TEV:mste/(ro_Lu - ftho)Volumenstrom ungepuffert von rechts nach links TEV:mkugep/(ro_Kr - ftho)Volumenstrom rechte Kammer in Kohle:mkgepu/(ro_Kr - ftho)Volumenstrom (Kohlenwasserstoff + Luft) linke Kammer aus Kohle: vgestero_Kr:Normdichte Kraftstoffdampf bei 0 Grad Celsius und 1013 mbarro_Lu:Normdichte Luft bei 0 Grad Celsius und 1013 mbarftho:Faktor Temperatur und DichtekompensationEs gelte ro_Kr = 2 - ro_Lu Das Aktivkohlefilter wird unterteilt in eine Kohlehälfte und eine Lufthälfte. Die Lufthälfte wird wiederum unterteilt in eine rechte Hälfte (Zufluss aus Tank) und eine linke Hälfte (Abfluss Richtung TEV).Volumenstrombilanz rechte Kammer Aus dem Tank ausströmender Kraftstoffdampf wird zu einem Teil direkt Richtung TEV 2 abgesaugt (mkugep). Der andere Teil (mkgepu) wirë |04171DEA119936166 DE010116 d zunächst von der Kohle absorbiert und erhöht dort die Kohlenwasserstoffkonzentration. Wenn man berücksichtigt, dass "mkugep/ro_Kr_norm - ftho" nicht größer als "mste/ftho" werden darf, lässt sich somit die Volumenstrombilanz der rechten Seite aufstellen:Berechnung: mkugepBerechnung: mkgepuVolumenstrombilanz der linken Kammer Bemerkung: bei mste wird mit der Dichte ro_Lu_norm gerechnet, da mste auf Luft bezogen ist.Spülmassenstrom Kraftstoffdampf aus der Kohle (mksp) Der Spülvolumenstrom vgeste setzt sich zusammen aus Luft und Kraftstoffdampf. Von Interesse ist nur der Kraftstoffdampfstrom mksp, zunächst muss aber der gesamte Volumenstrom betrachtet werden:vgeste = vlste + vkste(Gesamter Teilchenstrom = Luftstrom + Proportio­nalanteil Kraftstoffdampfstrom) Bemerkung: Wie unten beschrieben, unterscheidet man zwischen einem Proportionalanteil des Kraftstoffmassenstroms und einem Desorbtionsanteil. Der Desorbtionsanteil kann auch negativ werden (KAKFAD hat negative Werte).vlste = (1 ä khcch) - vgeste(Luftvolumenstrom in Abhängigkeit von der Beladung der Kohle)vkste = khcch - vgeste(proportionaler Kraftstoffvolumenstrom in Abhängigkeit von der Beladung der Kohle)DesorbtionsgleichungKraftstoffbilanz Kohle/Verlust-Kraftstoffmkcakfh = mkgepu ä mksp(von Kohle aufgenommener HC-Massenstrom = hineinströmender Massenstrom ä ausströmender Massenstrom)Verlust beim Überlaufen des Aktivkohlefilters Wenn das Aktivkohlefilter voll ist, dann ist mkcakfh = Null. Die Differenz wird als Kohlenwasserstoffverlust gebucht: mkverlte. Im Gegensatz zu bisherigen Konzepten ist der Kohlenwasserstoffkonzentrationsverlauf am Ausgang des Aktivkohlefilters voraussagbar. Damit ist eine Vorsteuerung für die Kohlenwasserstoffkonzentration geschaffen. Lambdafehler während der Tankentlüftung werden deutlich kleiner. Bei der Benzin-Direkteinspritzung werden Abweichungen zwischen Istmoment und Fahrerwunschmoment weitgehend vermieden. Der Puffergrad, die Speicherkapazität und die Desorbtionsfreudigkeit der Aktivkohle sind Applikationsparameter. Damit kann das Modell an alle üblichen Aktivkohlefilter angepasst werden. Die Wirkung des bei einem erfindungsgemäßen Regelungsverfahren eingesetzten Aktivkohlefiltermodells lässt sich bei niedrigen Drehzahlwerten und voll beladenem Aktivkohlefilter während der Tankentlüftungsphasen durch Beobachtung der Einspritzzeit und des Tastverhältnisses tateout des TEV 2 z. B. mit Hilfe eines Oszilloskops beobachten, wenn vorher die Luftmasse des Motors erfasst und eine Basiseinspritzzeit berechnet wurde. Die Abweichung der wirklichen Einspritzzeit von der berechneten Einspritzzeit ist ein Maß für die Korrektur der Tankentlüftung mit Hilfe des Aktivkohlefiltermodells. Der Massenstrom durch das Tankentlüftungsventil ist zu erfassen. Die im Steuergerät adaptierte Beladung ist jetzt der Proportionalitätsfaktor zwischen Massenstrom und Einspritzreduktion. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren muss dieser Proportionalitätsfaktor bei positiven Lastsprüngen kleiner werden. Der obige Funktionsnachweis der Funktion des Aktivkohlefilters durch Beobachtung der Einspritzzeit und des Tastverhältnisses am TEV 2 lässt sich besonders bei Fahrzeugen mit einem ungepufferten Aktivkohlefilter durchführen.