Title:
Automatische Tür- oder Fensteranlage
Document Type and Number:
Kind Code:
C5

Abstract:

Automatische Tür- oder Fensteranlage
mit mindestens einem Flügel, und
mit einer elektrischen Antriebseinrichtung mit mindestens einem elektrischen Antriebsmotor,
wobei der Flügel über Laufrollen mindestens eines Rollenwagens, in einer ortsfesten oberen horizontalen Laufschiene geführt ist und von dem Antriebsmotor angetrieben ist, der rollenwagenfest angeordnet ist, und wobei eine Abtriebswelle des Antriebsmotors im Bereich einer Drehachse einer Laufrolle angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors (10) über ein zwischengeschaltetes Winkelgetriebe (14) winkelig zur Drehachse der angetriebenen Laufrolle (6a) angeordnet ist,
wobei das Gehäuse des Getriebes (14) des Antriebsmotors (10) einstückig mit dem Körper des Rollenwagens (6) ausgebildet ist. embedded image





Inventors:
Fischbach, Stefan (71229, Leonberg, DE)
Application Number:
DE19880978A
Publication Date:
08/02/2018
Filing Date:
07/15/1998
Assignee:
GEZE GmbH, 71229 (DE)
International Classes:
E05F15/632; E05D15/06; E05F1/16; E05F15/635; H02K7/14; H02K13/00; H01R25/14
Domestic Patent References:
DE3147273A1N/A1983-07-28
DE1036105BN/A
DE2404875A1N/A
DE2502780A1N/A
DE2643905B1N/A
DE2846801A1N/A
DE2904510A1N/A
DE29708147U1N/A
DE3232303C2N/A
DE3854870T2N/A
DE9214915U1N/A
DE9414049U1N/A
Foreign References:
DD227614A1
3211111
1326995
4952855
EP07076821997-03-05
EP05972081994-05-18
WO1992013300A1
WO1995018403A1
WO1997023702A1
WO1997042388A1
WO1998004801A11998-02-05
Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
Automatische Tür- oder Fensteranlage
mit mindestens einem Flügel, und
mit einer elektrischen Antriebseinrichtung mit mindestens einem elektrischen Antriebsmotor,
wobei der Flügel über Laufrollen mindestens eines Rollenwagens, in einer ortsfesten oberen horizontalen Laufschiene geführt ist und von dem Antriebsmotor angetrieben ist, der rollenwagenfest angeordnet ist, und wobei eine Abtriebswelle des Antriebsmotors im Bereich einer Drehachse einer Laufrolle angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors (10) über ein zwischengeschaltetes Winkelgetriebe (14) winkelig zur Drehachse der angetriebenen Laufrolle (6a) angeordnet ist,
wobei das Gehäuse des Getriebes (14) des Antriebsmotors (10) einstückig mit dem Körper des Rollenwagens (6) ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors (10) über ein drehmomentübertragendes Getriebe, insbesondere Zahnradgetriebe, mit der Welle einer Laufrolle (6a) oder der Laufrolle (6a) zusammenwirkt.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors (10) parallel zur Laufrichtung des Rollenwagens (6) angeordnet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (10) zwischen den Drehachsen von Laufrollen (6a) eines Rollenwagens (6) angeordnet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Antriebsmotors (10) einstückig mit dem Körper des Rollenwagens (6) ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zumindest abschnittsweise gebogene Laufschiene (3) vorgesehen ist, wobei axial nebeneinanderliegende angetriebene Laufrollen (6a) durch ein Differentialgetriebe oder dergleichen miteinander verbunden sind, welches unterschiedliche Drehzahlen der axial nebeneinanderliegenden Laufrollen (6a) bei gleichmäßiger Drehmomentübertragung über beide Laufrollen (6a) ermöglicht.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit konstantem Radius gebogene Laufschiene (3) vorgesehen ist, wobei axial nebeneinanderliegende Laufrollen (6a) mit unterschiedlichen Durchmessern ausgebildet sind.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Rollenwagen eine vorzugsweise elektrische Verriegelungseinrichtung zur Verriegelung des Rollenwagens gegenüber der Laufschiene vorgesehen ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenwagen in Verriegelungsstellung gegenüber der Laufschiene verklemmbar ist und/oder dass mindestens zwei Rollenwagen unterschiedlicher Flügel miteinander verhakbar sind.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Flügel mindestens ein zusätzlicher Antrieb zum Anheben und Absenken des Flügels und/oder einer beweglichen Dichtung angeordnet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anheben bzw. Absenken des Flügels eine Abdichtung und/oder Verriegelung des Flügels bewirkt.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stromzuführung für den flügelfest angeordneten Antriebsmotor (10) eine Stromschiene (11) oder ein Schleppkabel oder eine berührungslos, vorzugsweise induktiv arbeitende Einrichtung vorgesehen ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine elektrische Zusatzeinrichtung flügelfest, insbesondere am Rollenwagen (6), oder ortsfest, insbesondere laufschienenfest, angeordnet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Zusatzeinrichtung als Steuerungseinrichtung und/oder Transformator und/oder Notstromversorgungseinrichtung, z. B. Batterie, und/oder Ansteuereinrichtung und/oder Sensor und/oder Lichtschranke und/oder Wegerfassungseinrichtung und/oder Verriegelungseinrichtung und/oder Solarzellen und/oder elektronische Verdunkelungseinrichtung ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stromzuführung zu der elektrischen Zusatzeinrichtung eine berührungslos, vorzugsweise induktiv, arbeitende Einrichtung vorgesehen ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Stromzuführung für den Antriebsmotor (10) dienende Stromschiene (11) zur Daten- und/oder Signalübertragung zwischen den elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer der elektrischen Zusatzeinrichtungen und dem elektrischen Antriebsmotor (10) ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten und/oder Signale zwischen den elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor (10) auf die Versorgungsspannung des Antriebsmotors (10) über eine Übertragungseinrichtung aufmodulierbar sind.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Daten- und/oder Signalübertragung über mindestens eine separate Stromschiene (11) oder eine berührungslos, insbesondere über eine Funkübertragungsstrecke oder dergleichen arbeitende Einrichtung vorgesehen ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung als Mikrochip oder dergleichen ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung im Körper des Rollenwagens (6) integriert ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung im Körper des Rollenwagens (6) eingegossen ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper des Rollenwagens (6) aus Kunststoff oder dergleichen ausgebildet ist.

Automatische Tür- oder Fensteranlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass elektrische Leitungen, Leiterbahnen oder dergleichen im Körper des Rollenwagens (6) eingegossen sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine automatische Tür- oder Fensteranlage mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Aus der EP 0 597 208 A1 ist eine elektromotorisch angetriebene Schiebeflügelanlage bekannt. Bei den Schiebeflügeln handelt es sich um in einer Laufschiene verschiebbar geführte Trennwandelemente, die über jeweils einen separaten Antriebsmotor angetrieben sind. Die Antriebsmotoren sind jeweils auf den Rollenwagen montiert. Die Abtriebswelle des Antriebsmotors ist über einen Riementrieb und ein Planetengetriebe mit einer Welle der Laufrolle getriebemäßig gekoppelt. Die Stromversorgung der flügelfesten Antriebsmotoren erfolgt über Stromabnehmer, die eine an der oberen Innenfläche des Laufschienengehäuses angeordnete Stromschiene abgreifen.

Aus der DE 31 47 273 A1 ist eine Raumtrennwand mit elektromotorisch angetriebenen Wandelementen bekannt. Die Antriebsmotoren und Getriebe sind jeweils innerhalb der Wandelemente angeordnet. Die Wandelemente weisen bei dieser Ausführung somit zwangsläufig undurchsichtige Platten auf, d. h. verglaste Türflügel sind nicht oder zumindest nur mit schwerwiegenden optischen Nachteilen möglich.

Aus der WO 98/04 801 A1 ist ein Türantrieb bekannt, dessen Antriebsmotor als Außenläufermotor ausgebildet ist, d. h. eine mit der Drehachse der Laufrolle fluchtende Abtriebswelle aufweist. Der getriebelose Antriebsmotor weist bei der dargestellten Baugröße eine relativ geringe Leistung auf, d. h. um die für eine schnelle und zuverlässige Bewegung des Türflügels notwendige Leistung aufbringen zu können, muss der Antriebsmotor relativ groß ausgebildet sein.

Aus der EP 0 707 682 B1 ist eine automatische Schiebetüranlage bekannt. Der elektrische Antriebsmotor ist ortsfest im Bereich der Laufschiene gelagert und treibt einen umlaufenden Treibriemen an, der über Mitnehmer mit den Flügeln getriebemäßig gekoppelt ist. An bzw. in den Flügeln sind elektrische Komponenten angeordnet, die über ein zwischen der ortsfesten Stromversorgung dem beweglichen Flügel angeordnetes Schleppkabel mit Strom versorgt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatische Tür- oder Fensteranlage zu schaffen, bei der die Antriebseinrichtung besonders kompakt ausgebildet ist.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Lösung sieht vor, dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors über ein zwischengeschaltetes Winkelgetriebe winkelig zur Drehachse der angetriebenen Laufrolle angeordnet ist, wobei das Gehäuse des Getriebes des Antriebsmotors einstückig mit dem Körper des Rollenwagens ausgebildet ist. Damit wird die Antriebseinrichtung, die einen rollenwagenfest angeordneten Antriebsmotor vorsieht, besonders kompakt.

Bei automatischen Schiebetüranlagen, die mehrere bewegte Flügel aufweisen, kann jeder Flügeljeweils mit mindestens einem eigenen Antriebsmotor versehen sein. In dieser Weise können automatische Schiebetüranlagen ausgestattet sein, die Schiebe- und Festfeldflügel aufweisen, wobei der Schiebeflügel jeweils parallel zum feststehenden Festfeldflügel geführt ist und bei geschlossener Türanlage sich eine geschlossene Türfront ergibt. Besondere Vorteile ergeben sich bei Ausführungen, bei denen eine Vielzahl von Schiebeflügeln vorgesehen sind, die in geschlossener Stellung linear nebeneinander angeordnet sind und eine geschlossene Front bilden, jedoch in geöffneter Stellung in eine z. B. rechtwinklig hierzu angeordnete Parkposition verfahrbar sind, in der die Schiebeflügel parallel zueinander stehen.

Der mit dem Antriebsmotor zusammenwirkende Rollenwagen kann eine oder mehrere in Laufrichtung hintereinander angeordnete Laufrollen oder Laufrollenpaare aufweisen. Jeder Schiebeflügel kann vorzugsweise an seiner oberen horizontalen Kante einen oder mehrerer solcher Rollenwagen aufweisen. Der Rollenwagen kann auch einen Profilkörper aufweisen, der an der Flügelkante angeordnet ist und die Laufrollen trägt.

Die Laufschiene kann aus mehreren vorgefertigten Profilteilen bestehen, welche je nach Einbausituation zusammengefügt, z. B. zusammengesteckt werden können.

Die Laufbahn der Laufschiene und/oder die Lauffläche der angetriebenen Laufrollen ist bzw. sind vorteilhafterweise mit einem reibwerterhöhenden Belag ausgebildet, um einem Schlupf der angetriebenen Laufrollen vorzubeugen. Gleichzeitig kann der reibwerterhöhende Belag auch geräuschdämmende Eigenschaften aufweisen.

Ist die Laufschiene zumindest abschnittsweise gebogen ausgebildet, ist bei Anordnungen mit nebeneinanderliegenden Laufrollen die Verwendung eines Differentialgetriebes oder dergleichen zwischen jeweils nebeneinanderliegenden angetriebenen Laufrollen vorteilhaft. So Ist eine gleichmäßige, schlupffreie Drehmomentübertragung über beide nebeneinanderliegenden Laufrollen gewährleistet. Bei Anordnungen mit mit konstantem Radius gebogener Laufschiene ist ferner die Verwendung von nebeneinanderliegenden Laufrollen mit unterschiedlichem Durchmesser denkbar, um einen schlupffreien Lauf zu erreichen.

Die Stromzuführung für den Antriebsmotor kann über eine Stromschiene oder ein Schleppkabel erfolgen. Die Stromschiene kann im Bereich des Laufschiene angeordnet sein. Es können Stromabnehmer als separate Schleifkontakte vorgesehen sein. Die Stromabnahme kann auch unmittelbar über die Laufrollen erfolgen, wenn die Laufrollen auf den Stromschienen laufen. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Stromübertragung zum Antriebsmotor berührungslos, insbesondere auf induktivem Wege.

Eine Steuerungseinrichtung des Antriebsmotors mitsamt eventueller weiterer zusätzlicher elektrischer Einrichtungen kann flügelfest oder laufschienenfest angeordnet sein. Bei der flügelfesten Anordnung ist es besonders vorteilhaft, wenn die Steuerungseinrichtung bzw. die weiteren elektrischen Einrichtungen auf dem Rollenwagenprofil vorzugsweise zwischen den stirnendseitigen Laufrollen angeordnet sind und in dem Hohlraum der Laufschiene aufgenommen geführt sind, in welchem auch die Laufbahn für die Laufrollen ausgebildet ist. Bei der laufschienenfesten Anordnung sind die betreffenden Einrichtungen vorzugsweise außerhalb der Bewegungsbahn angeordnet, z. B. am stirnendseitigen Ende oder zwischen den Bewegungsbereichen zweier entgegenläufiger Rollenwagen. Die Einrichtungen können innerhalb des Hohlraums des Laufschienenprofils integriert oder außerhalb stirnseitig anschließend in einer Fortsetzung des Profilgehäuses oder in einem separaten Gehäuse angeordnet sein.

Die Daten- und/oder Signalübertragung zwischen elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor kann über eine separate Stromschiene oder über die Stromschiene zur Energieversorgung des Antriebsmotors erfolgen. Im zweiten Falle werden die Daten und/oder Signale zwischen den elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor auf die Versorgungsspannung des Antriebsmotors aufmoduliert. Ebenso ist es denkbar, die Daten- und/oder Signalübertragung zwischen elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor berührungslos auszuführen, insbesondere unter Nutzung einer Funkübertragungsstrecke oder dergleichen. Hierbei kann die Energieübertragung zu der elektrischen Zusatzeinrichtung auf induktivem Wege erfolgen.

Die Weg- und/oder Geschwindigkeitserfassung der beweglichen Flügel kann mittels eines Drehimpulsgebers erfolgen; hierzu ist eine Vorrichtung zur linearen Bewegung des Flügels in eine Drehbewegung erforderlich, z. B. ein umlaufender Riemen mit Riemenscheibe oder ein aufwickelbares Seil mit Seiltrommel oder ein Getriebe. Alternativ ist in einer bevorzugten Ausführungsform auch eine Positions- und/oder Geschwindigkeitsbestimmung der beweglichen Flügel mittels einer als Spannungsteiler ausgebildeten Stromschiene und/oder Laufschiene denkbar, wobei die an einem bestimmten Abschnitt der Stromschiene und/oder der Laufschiene abfallende Spannung zur Weg- und/oder Geschwindigkeitserfassung ausgewertet wird.

Um einen Schlupf der angetriebenen Laufrollen zu erkennen und/oder zu verhindern, insbesondere beim Beschleunigen der Flügel, kann die Steuerungseinrichtung des Antriebsmotors eine Einrichtung zum Erkennen eines Schlupfes der angetriebenen Laufrollen aufweisen, welche beim Auftreten von Schlupf das Drehmoment der angetriebenen Laufrollen reduziert. Denkbar ist auch eine Einrichtung zur Begrenzung der maximalen Drehzahl- und/oder Drehmomentänderung in einer bestimmten Zeiteinheit.

Die Rollenwagen können eine Verriegelungsvorrichtung gegen unbefugtes Bewegen der Flügel aufweisen. Beispielsweise kann die Verriegelung durch eine Verklemmung des Rollenwagens gegenüber der Laufschiene erfolgen; ebenso können die Rollenwagen unterschiedlicher Flügel eine Vorrichtung zur gegenseitigen Verriegelung aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die beweglichen Flügel jeweils einen separaten Antrieb zum Anheben und Absenken des Flügels auf; durch das Anheben bzw. Absenken des Flügels kann neben der Verriegelung auch eine Abdichtung des Flügels erzielt werden.

Die Steuerungseinrichtung kann an zentraler Stelle ortsfest oder beweglich angeordnet sein, wobei die einzelnen Motoren oder Flügel nach einem „Multitasking“-Prinzip angesteuert werden können. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist jeder Motor bzw. jeder angetriebene Flügel eine separate Steuerungseinrichtung auf, welche gegebenenfalls mit den Steuerungseinrichtungen weiterer angetriebener Flügel und/oder mit einer übergeordneten Steuerungseinrichtung zusammenwirken kann. Durch diese Anordnung ist ein äußerst flexibler Betrieb der Türanlage möglich.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine Einrichtung zur Ermittlung der Türparameter, z. B. Endpositionen, Flügelgewicht oder dergleichen vorgesehen, wobei die Türparameter vorzugsweise bei Inbetriebsetzung und/oder nach Einschalten der Versorgungsspannung durch eine sogenannte „Lernfahrt“ ermittelt und die ermittelten Türparameter in einem vorzugsweise nichtflüchtigen Speicher gespeichert werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der angetriebene Rollenwagen mit dem Antriebsmotor und gegebenenfalls mit mindestens einer elektrischen Zusatzeinrichtung wie z. B. Steuerungseinrichtung vorgefertigt geliefert, so dass bei einer Störung schnell der komplette Rollenwagen ausgetauscht werden kann. Der Antriebsmotor und/oder die elektrischen Zusatzkomponenten können insbesondere in den Rollenwagenkörper eingegossen oder am Rollenwagenkörper angegossen sein.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist im oder am Flügel mindestens ein Sensor angeordnet, welcher z. B. einen von der Temperatur, der Windstärke und/oder -richtung, der Lichtstärke, der Feuchtigkeit oder dergleichen abhängigen Betrieb ermöglicht. Ferner können im oder am Flügel angeordnete Solarzellen oder dergleichen die Energieversorgung des Antriebsmotors, der Steuerung und/oder der elektrischen Zusatzkomponenten zumindest teilweise übernehmen. Ebenso ist eine elektronische Verdunkelungseinrichtung denkbar, vorzugsweise im Bereich einer Glasscheibe des Flügels.

Die voranstehende Beschreibung bezieht sich auf die Anwendung der Erfindung bei Antrieben von Schiebetürflügeln und Raumtrennwandflügeln oder dergleichen. Insbesondere bietet sich die Anwendung der Erfindung in Raumtrennwandanlagen oder dergleichen an, wobei vorzugsweise eine Vielzahl von unabhängig voneinander antreibbaren Flügel vorgesehen ist. Es ist jedoch ebenso eine Anwendung bei Rundbogenschiebetüren, Teleskoptüren, Falttüren und Karusselltüren sowie bei entsprechenden Fenstern denkbar.

Besondere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt. Dabei zeigen:

  • 1 eine Frontansicht einer Schiebetüranlage mit zwei angetriebenen Schiebeflügeln und zwei Festfeldflügeln;
  • 2 einen Schnitt entlang Linien A-A in 1:
  • 3 eine 2 entsprechende Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels;
  • 4 eine 2 entsprechende Darstellung eines weiteren abgewandelten Ausführungsbeispiels;
  • 5 eine 2 entsprechende Darstellung noch eines abgewandelten Ausführungsbeispiels;
  • 6 eine Detaildarstellung im Bereich der Laufschiene in 4;
  • 7 eine 2 entsprechende Darstellung eines abgewandelten Ausführungsbeispiels;
  • 8 eine obenseitige Ansicht eines Rollenwagens mit einem Außenläufer-Antriebsmotor;
  • Fig. 9eine obenseitige Ansicht eines Rollenwagens mit zwei Außenläufer-Antriebsmotoren;
  • 10 eine obenseitige Ansicht eines Rollenwagens mit zwei Antriebsmotoren mit Abtriebswelle jeweils parallel zur Bewegungsrichtung des Rollenwagens;
  • 11 eine Frontansicht des in 10 dargestellten Ausführungsbeispiels;
  • 12 eine Frontansicht eines Rollenwagens mit einem Antriebsmotor mit zwei Abtriebswellen parallel zur Bewegungsrichtung des Rollenwagens;
  • 13 eine obenseitige Ansicht eines Rollenwagens mit als Rollenwagenkörper ausgebildetem Antriebsmotor mit zwei Abtriebswellen parallel zur Bewegungsrichtung des Rollenwagens;
  • 14 eine Frontansicht des in 13 dargestellten Ausführungsbeispiels.

Die in 1 dargestellte Schiebetüranlage weist zwei Schiebeflügel 1, 2 auf, die in einer oberen horizontalen Laufschiene 3 verschiebbar geführt sind. Auf beiden Seiten der Türöffnung ist jeweils ein Festfeldflügel 1a, 2a ortsfest angeordnet. Über den Flügeln 1a, 1 und 2a, 2 sind Oberlichtflügel 5 angeordnet. Sämtliche Flügel sind als Glasflügel ausgebildet, die einen Leichtmetallrahmen aufweisen oder auch als rahmenlose Flügel ausgebildet sein können.

Die Laufschiene 3 weist ein Profilgehäuse 3g auf, in welchem als Rollenwagen ein Rollenwagen 6 mit Laufrollen 6a auf Laufbahnen 3a der Laufschiene geführt sind. An den Rollenwagen 6 sind über Aufhängeschrauben 7 die Schiebeflügel 1, 2 aufgehängt. Der Rollenwagen jedes Schiebeflügels weist mindestens einen separaten Antriebsmotor 10 auf, der im Bereich des Rollenwagens 6 angeordnet ist, in dem der Antriebsmotor an dem Rollenwagenkörper befestigt ist oder den Rollenwagenkörper bildet.

An dem Rollenwagenkörper sind die Laufrollen drehbar gelagert. Sie werden über die Abtriebswelle des Antriebsmotors angetrieben. Es reicht aus, wenn eine Laufrolle oder ein Laufrollenpaar des Rollenwagens über den Antriebsmotor angetrieben wird. Weitere Laufrollen 6a des Rollenwagens oder weitere Rollenwagen des selben Schiebeflügels laufen bei der angetriebenen Schiebebewegung mit. Bei speziellen Ausführungen, z. B. Ausführungen für besonders schwere Flügel können mehrere Antriebsmotoren je Flügel vorgesehen sein, d. h. daß mehrere Laufrolle über separate Antriebsmotoren angetrieben werden. Der Rollenwagenkörper, an dem der oder die Antriebsmotoren befestigt sind, kann als Profil ausgebildet sein, das die Laufrollen trägt und mitsamt dem Antriebsmotor/den Antriebsmotoren im Hohlraum des Laufschiene aufgenommen ist.

Bei dem Ausführungsbeispiel in 2 ist der Antriebsmotor 10 als der Rollenwagenkörper ausgebildet und die Abtriebswelle des Antriebsmotors liegt in der Drehachse der Laufrollen. Alternativ kann vorgesehen sein, daß die angetriebene Laufrolle als Läufer eines Außenläufermotors oder Nabenmotors ausgebildet ist.

Bei dem an Ausführungsbeispiel in 3 ist im Bereich der Drehachse der Laufrollen der nicht näher dargestellte Antriebsmotor angekuppelt, z. B. am Rollenwagenkörper montiert oder in der Drehachse der Laufrollen bzw. in der Welle der Laufrollen integriert angeordnet. Entsprechendes gilt für die Ausführungen in den 4 und 5.

Die 3 bis 5 zeigen unterschiedliche Möglichkeiten der Stromzuführung zum Antriebsmotor. In 3 ist eine Stromschiene 11 in einer Längsnut an der Unterseite des Profilgehäuses 3g angeordnet. Die Stromversorgung erfolgt durch Stromabnehmer 12, die parallel zur Aufhängeschraube 7 vom Antriebsmotor aus dem inneren Hohlraum des Profilgehäuses herausgreifen und auf der Stromschiene 11 schleifen. In 5 sind die Stromschienen 11 innerhalb des Hohlraums des Profilgehäuses angeordnet und Stromabnehmer 12 vorgesehen, die innerhalb des Hohlraums vom Antriebsmotor abstehen und an der Stromschiene schleifen.

In 4 sind die Stromschienen 11 jeweils unmittelbar im Bereich der Lauffläche innerhalb des Hohlraums des Profilgehäuses angeordnet. Die Stromabnahme erfolgt unmittelbar über die Laufrollen bzw. über in ihnen integrierte Stromabnehmer, so daß separate Stromabnehmer entfallen.

Eine elektronische Steuerungseinrichtung kann in gleicher Weise wie der Antriebsmotor mit dem Flügel mitlaufend angeordnet sein, indem die Einrichtung auf dem Rollenwagenprofil befestigt ist und vorzugsweise in der Laufschiene aufgenommen geführt ist. Alternativ kann die Steuerungseinrichtung auch laufschienenfest außerhalb der Bewegungsbahn der Schiebeflügel und der Rollenwagen angeordnet sein. Sie kann vorzugsweise innerhalb des Hohlraums der Laufschiene oder anschließend am Stirnende innerhalb oder außerhalb des Profilgehäuses, möglicherweise in einem fluchtenden Profilgehäuse oder in einer Fortsetzung des Profilgehäuses angeordnet sein. Die Einrichtung kann auch zwischen den Bewegungsbereich der Rollenwagen in der Mitte der Laufschiene angeordnet sein.

In entsprechender Anordnung wie die elektronische Steuereinrichtung kann auch eine Zusatzeinrichtung, welche beispielsweise aus Transformator und/oder Notstromversorgung, z. B. Batterie, und/oder Ansteuereinrichtung, z. B. Sensoren, und/oder Lichtschranke und/oder Wegerfassungseinrichtung und/oder Verriegelungseinrichtung besteht, entsprechend im Hohlraum angeordnet sein. Alternativ können die Steuerungseinrichtung und die Zusatzeinrichtung auch außerhalb des Hohlraums am Stirnende der Laufschiene anschließend angeordnet sein.

6 zeit die Stromschiene, angeordnet in einer hinterschnittenen T-Nut der Laufschiene im Bereich der Lauffläche. Die Stromschiene ist in eine in der Nut angeordnete Isolationsschicht 13 eingebettet, die dafür sorgt, daß die Laufschiene von der Stromschiene elektrisch isoliert wird. An der freien Oberseite der Stromschiene 11 läuft der Stromabnehmer 12. In der Ausführung in 6 ist der Stromabnehmer ein in der Laufrolle integriertes Bauteil vorzugsweise ringförmiges Element, welches in einer Ringnut in den Lauffläche der Laufrolle aufgenommen ist und leitend mit dem Antriebsmotor verbunden ist. Die Laufrolle in 6 weist beiderseits der Aufnahmenut des Stromabnehmers tragende Laufflächen auf, die auf den Lauffläche der Laufschiene laufen. Die tragenden Laufflächen sind als ringförmige Außenflächen 6b des tragenden Laufrollenkörpers der Laufrolle ausgebildet.

In speziellen Beispielen kann der Transformator oder dessen Wicklungen in einem separaten Hohlraum oder separaten Hohlräumen des Laufschienengehäuses angeordnet sein.

In 7 sind die Stromschienen in den gegenüberliegenden vertikalen Seitenwandung des Hohlraums angeordnet. Sie wirken mit den stirnseitigen Wellenenden der Laufrollen oder mit entsprechend ausgebildeten Stirnseiten der Laufrollen zusammen. Die Stromschienen in 7 sind vorzugsweise federnd in der Innenwandung gelagert. Es kann eine separate Federeinrichtung hierfür vorgesehen sein oder die Isolationsschicht federnd ausgebildet sein.

In den 8 bis 14 werden verschiedene Ausführungsbeispiele zur Anordnung des Antriebsmotors im Rollenwagen dargestellt. Alle Ausführungsbeispiele weisen vier Laufrollen 6a auf, welche in einem Rollenwagen 6 gelagert sind. Jeweils zwei Laufrollen 6a weisen eine gemeinsame Achse 6c auf, müssen aber nicht unbedingt drehfest auf dieser Achse 6c befestigt sein. Der Rollenwagen 6 weist jeweils eine Aufhängeschraube 7 zur Aufhängung eines Türflügels 1, 2 auf.

8 zeigt einen Rollenwagen 6 mit einem als Außenläufer-Motor ausgebildetem Antriebsmotor 10. Der Ständer 10b des Antriebsmotors 10 ist am Körper des Rollenwagens 6 befestigt und wird an seinen beiden Stirnseiten von jeweils einem drehbaren Außenläufer 10a umgeben, wobei der Außerläufer 10a jeweils in eine der angetriebenen Laufrollen 6a eingreift und mit dieser drehfest verbunden ist. Alternativ kann der Außenläufer 10a aber auch einstückig mit der Laufrolle 6a ausgebildet sein (nicht dargestellt). Die nicht angetriebenen Laufrollen 6a sind mittels der Achse 6c auf herkömmliche Weise im Rollenwagen 6 gelagert.

Das Ausführungsbeispiel in 9 unterscheidet sich vom vorangehenden Ausführungsbeispiel aus 8 lediglich darin, daß anstelle der nicht angetriebenen Laufrollen 6a ein weiterer als Außenläufer-Motor ausgebildeter Antriebsmotor 10 angeordnet ist, so daß alle Laufrollen 6a des Rollenwagens 6 angetrieben sind.

In 10 und 11 wird ein Rollenwagen mit zwei Antriebsmotoren 10 gezeigt, wobei die Abtriebswellen jeweils parallel zur Bewegungsrichtung des Rollenwagens 6 angeordnet sind. Zur Kraftübertragung vom Antriebsmotor 10 zu den angetriebenen Laufrollen 6a ist zwischen der Abtriebswelle des Antriebsmotors 10 und der Achse 6c der angetriebenen Laufrollen 6a jeweils ein als Winkelgetriebe ausgebildetes Getriebe 14 geschaltet. Das Getriebe 14 kann insbesondere als Kegelradgetriebe, Schneckengetriebe oder dergleichen ausgebildet sein.

Das in 12 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt prinzipiell dasselbe Antriebsprinzip wie in 10 und 11. weist aber lediglich einen Antriebsmotor 10 auf, welcher zum Antrieb beider Laufrollenpaare 6a zwei Abtriebswellen an seinen entgegengesetzten Stirnseiten aufweist. Die Abtriebswelle wirken über jeweils ein Getriebe 14 auf jeweils eine Achse 6c der angetriebenen Laufrollen 6a. Soll nur ein Laufrollenpaar 6a angetrieben werden (nicht dargestellt), ist alternativ auch die Verwendung eines Antriebsmotors 10 mit nur einer Abtriebswelle denkbar.

Auch das in den 13 und 14 dargestellte Ausführungsbeispiel arbeitet nach demselben Antriebsprinzip wie die vorangehenden Ausführungsbeispiele der 10 bis 12. Im Unterschied dazu stellt hier die Einheit aus Antriebsmotor 10 und Getriebe 14 den Rollenwagenkörper 6 selbst dar, wobei die Aufhängeschraube 7 direkt am Gehäuse des Antriebsmotors 10 befestigt ist und die Getriebe 14 die Achsen 6c der angetriebenen Laufrollen 6a lagernd aufnehmen.

Bei gegenüber den Beispielen in den Figuren abgewandelten Ausführungsbeispielen sind insbesondere folgende Ausgestaltungen möglich:
Die Laufschiene 3 kann aus mehreren vorgefertigten Profilteilen bestehen, welche je nach Einbausituation zusammengefügt, z. B. zusammengesteckt werden können. Die Laufbahn 3a der Laufschiene 3 und/oder die Lauffläche 6b der angetriebenen Laufrollen 6a ist bzw. sind vorteilhafterweise mit einem reibwerterhöhenden Belag ausgebildet, um einem Schlupf der angetriebenen Laufrollen 6a vorzubeugen Gleichzeitig kann der reibwerterhöhende Belag auch gerauschdämmende Eigenschaften aufweisen.

Ist die Laufschiene 3 zumindest abschnittsweise gebogen ausgebildet, ist bei Anordnungen mit nebeneinanderliegenden Laufrollen 6a die Verwendung eines Differentialgetriebes oder dergleichen zwischen jeweils nebeneinanderliegenden angetriebenen Laufrollen 6a vorteilhaft. So ist eine gleichmäßige, schlupffreie Drehmomentübertragung über beide nebeneinanderliegenden Laufrollen 6a gewahrleistet. Bei Anordnungen mit mit konstantem Radius gebogener Laufschiene 3 ist ferner die Verwendung von nebeneinanderliegenden Laufrollen 6a mit unterschiedlichem Durchmesser denkbar, um einen schlupffreien Lauf zu erreichen.

Bei der Verwendung von Schleifkontakten 12 bei der Stromzuführung für den Antriebsmotor 10 ist die Anordnung mehrerer hintereinander- und/oder nebeneinanderliegender Schleifkontakte 12 pro Pol vorteilhaft, um Unterbrechungen der Energieübertragung vorzubeugen. Ferner können zusätzliche Reinigungsschleifer eingesetzt werden, die während der Bewegung des Flügels 1, 2 an der Stromschiene anhaftende Verunreinigungen entfernen bzw. aufnehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Stromübertragung zum Antriebsmotor 10 berührungslos, insbesondere auf induktivem Wege.

Eine Steuerungseinrichtung des Antriebsmotors 10 mitsamt eventueller weiterer zusätzlicher elektrischer Einrichtungen kann flügelfest oder laufschienenfest angeordnet sein. Bei der flügelfesten Anordnung ist es besonders vorteilhaft, wenn die Steuerungseinrichtung bzw. die weiteren elektrischen Einrichtungen auf dem Rollenwagenprofil 6 vorzugsweise zwischen den stirnendseitigen Laufrollen 6a angeordnet sind und in dem Hohlraum der Laufschiene 3 aufgenommen geführt sind, in welchem auch die Laufbahn 3a für die Laufrollen 6a ausgebildet ist. Bei der laufschienenfesten Anordnung sind die betreffenden Einrichtungen vorzugsweise außerhalb der Bewegungsbahn angeordnet, z. B. am stirnendseitigen Ende oder zwischen den Bewegungsbereichen zweier entgegenläufiger Rollenwagen 6. Die Einrichtungen können innerhalb des Hohlraums des Laufschienenprofils 3 integriert oder außerhalb stirnseitig anschließend in einer Fortsetzung des Profilgehäuses 3g oder in einem separaten Gehäuse angeordnet sein.

Der Antriebsmotor 10 und/oder die elektrischen Zusatzkomponenten, die z. B. als Mikrochip oder dergleichen ausgebildet sein können, können insbesondere in den aus Kunststoff bestehenden Rollenwagenkörper 6 eingegossen oder am Rollenwagenkörper 6 angegossen sein. Der Rollenwagenkörper 6 kann durch ein Spritzverfahren, insbesondere Spritzgußverfahren, hergestellt werden und das Ein- bzw. Angießen der elektrischen Zusatzeinrichtungen durch Spritztechnik, insbesondere Spritzgießtechnik, realisiert werden.

Die Daten- und/oder Signalübertragung zwischen elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor 10 kann über eine separate Stromschiene oder über die Stromschiene 12 zur Energieversorgung des Antriebsmotors 10 erfolgen. Im zweiten Falle werden die Daten und/oder Signale zwischen den elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor 10 auf die Versorgungsspannung des Antriebsmotors 10 aufmoduliert. Ebenso ist es denkbar, die Daten- und/oder Signalübertragung zwischen elektrischen Zusatzeinrichtungen und/oder zwischen einer elektrischen Zusatzeinrichtung und dem elektrischen Antriebsmotor 10 berührungslos auszuführen, insbesondere unter Nutzung einer Funkübertragungsstrecke oder dergleichen. Hierbei kann die Energieübertragung zu der elektrischen Zusatzeinrichtung auf induktivem Wege erfolgen.

Die Weg- und/oder Geschwindigkeitserfassung der beweglichen Flügel 1, 2 kann mittels eines Drehimpulsgebers erfolgen; hierzu ist eine Vorrichtung zur Umwandlung der linearen Bewegung des Flügels 1, 2 in eine Drehbewegung erforderlich, z. B ein umlaufender Riemen mit Riemenscheibe oder ein aufwickelbares Seil mit Seiltrommel oder ein anderes Getriebe, z. B. Zahnradgetriebe. Alternativ ist in einer bevorzugten Ausführungsform auch eine Positions- und/oder Geschwindigkeitsbestimmung der beweglichen Flügel 1, 2 mittels einer als Spannungsteiler ausgebildeten Stromschiene 12 und/oder Laufschiene 3 denkbar, wobei die an einem bestimmten Abschnitt der Stromschiene 12 und/oder der Laufschiene 3 abfallende Spannung zur Weg- und/oder Geschwindigkeitserfassung ausgewertet wird.

Um einen Schlupf der angetriebenen Laufrollen 6a zu erkennen und/oder zu verhindern, insbesondere beim Beschleunigen der Flügel 1, 2, kann die Steuerungseinrichtung des Antriebsmotors 10 eine Einrichtung zum Erkennen eines Schlupfes der angetriebenen Laufrollen 6a aufweisen, welche beim Auftreten von Schlupf das Drehmoment der angetriebenen Laufrollen 6a reduziert. Denkbar ist auch eine Einrichtung zur Begrenzung der maximalen Drehzahl- und/oder Drehmomentänderung in einer bestimmten Zeiteinheit.

Die Rollenwagen 6 können eine Verriegelungsvorrichtung gegen unbefugtes Bewegen der Flügel 1, 2 aufweisen. Beispielsweise kann die Verriegelung durch eine Verklemmung des Rollenwagens 6 gegenüber der Laufschiene 3 erfolgen; ebenso können die Rollenwagen 6 unterschiedlicher Flügel 1, 2 eine Vorrichtung zur gegenseitigen Verriegelung aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die beweglichen Flügel 1, 2jeweils einen separaten Antrieb zum Anheben und Absenken des Flügels 1, 2 auf; durch das Anheben bzw. Absenken des Flügels 1, 2 kann neben der Verriegelung auch eine Abdichtung des Flügels 1, 2 erzielt werden.

Die Steuerungseinrichtung kann an zentraler Stelle ortsfest oder beweglich angeordnet sein, wobei die einzelnen Motoren 10 oder Flügel 1, 2 nach einem „Multitasking“-Prinzip angesteuert werden können. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist jeder Motor 10 bzw. jeder angetriebene Flügel 1, 2 eine separate Steuerungseinrichtung auf, welche gegebenenfalls mit den Steuerungseinrichtungen weiterer angetriebener Flügel 1, 2 und/oder mit einer übergeordneten Steuerungseinrichtung zusammenwirken kann. Durch diese Anordnung ist ein äußerst flexibler Betrieb der Türanlage möglich: Beispielsweise kann eine im Normalbetrieb als Schiebe- oder Teleskoptür mit mehreren gegenläufig angetriebenen Flügeln 1, 2 betriebene Türanlage alternativ als Teleskoptür mit lediglich in einer Richtung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetriebenen Flügeln 1, 2 betrieben werden, wodurch Breite und/oder Position der Durchgangsöffnung dem jeweiligen Bedarf angepaßt werden konnen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die zentrale Steuerungseinrichtung bzw. die einzelnen Steuerungseinrichtung an eine zentrale Leittechnik oder dergleichen des Gebäudes angebunden, vorzugsweise über ein Bus-System oder dergleichen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine Einrichtung zur Ermittlung der Türparameter, z. B. Endpositionen, Flügelgewicht oder dergleichen vorgesehen, wobei die Türparameter vorzugsweise bei Inbetriebsetzung und/oder nach Einschalten der Versorgungsspannung durch eine sogenannte „Lernfahrt“ ermittelt und die ermittelten Türparameter in einem vorzugsweise nichtflüchtigen Speicher gespeichert werden.

Insbesondere bei dem Einsatz in Flucht- und Rettungswegen oder bei Brandschutztüren ist eine zuverlässige Öffnung bzw. Schließung der Tür auch bei Störungen einzelner Komponenten und/oder bei Ausfall der Energieversorgung durch des Netz notwendig. Hierzu ist eine Verwendung mehrerer Antriebsmotoren 10 pro bewegtem Flügel 1, 2 und/oder pro Rollenwagen 6 vorteilhaft, wobei eine Einrichtung zur Selbstdiagnose von Störungen sowie zur optischen und/oder akustischen Meldung von diagnostizierten Störungen eingesetzt werden kann. Ferner ist eine lösbare Kupplung oder dergleichen zur Entkopplung eines blockierten Antriebsmotors 10 oder Getriebes 14 sinnvoll. Ein Akku oder dergleichen kann die Energieversorgung bei Netzausfall übernehmen. Innerhalb des Hohlraums der Laufschiene 3 kann auch ein Hilfsmotor zum Öffnen und/oder Schließen eines Flügels 1, 2 vorgesehen sein, um den Flügel 1, 2 in die sicherheitsrelevante Position bewegen. Der Hilfsmotor kann als mechanischer Kraftspeicher, z. B. Feder, Gummizug oder Gasdruckfeder ausgebildet sein, welcher beim ersten Betätigen des Flügels 1, 2 gespannt wird und sodann arretiert gehalten wird. Die Auslösung erfolgt im Not- oder Störungsfall. Jeder Schiebeflügel 1, 2 kann mit einem separaten Hilfsmotor ausgestattet sein.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der angetriebene Rollenwagen 6 mit dem Antriebsmotor 10 und gegebenenfalls mit mindestens einer elektrischen Zusatzeinrichtung wie z. B. Steuerungseinrichtung vorgefertigt geliefert, so daß bei einer Störung schnell der komplette Rollenwagen 6 ausgetauscht werden kann. Der Antriebsmotor 10 und/oder die elektrischen Zusatzkomponenten können insbesondere in den Rollenwagenkörper 6 eingegossen oder am Rollenwagenkörper 6 angegossen sein.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist im oder am Flügel 1, 2 mindestens ein Sensor angeordnet, welcher z. B. einen von der Temperatur, der Windstärke und/oder -richtung, der Lichtstärke, der Feuchtigkeit oder dergleichen abhängigen Betrieb ermöglicht. Ferner können im oder am Flügel 1, 2 angeordnete Solarzellen oder dergleichen die Energieversorgung des Antriebsmotors 10, der Steuerung und/oder der elektrischen Zusatzkomponenten zumindest teilweise übernehmen. Ebenso ist eine elektronische Verdunkelungseinrichtung denkbar, vorzugsweise im Bereich einer Glasscheibe des Flügels 1, 2.

Zur Steuerung kann die Stromschiene 12 in bestimmten Streckenabschnitten unterschiedlich ausgebildet sein, z. B. abschnittsweise unterschiedlichen elektrischen Widerstand aufweisen, um auf diese Weise ein entsprechendes Bremsverhalten zu realisieren.

Die Anwendung der Erfindung ist hier am Beispiel einer Schiebetür-Anlage gezeigt; alternativ ist die Anwendung der Erfindung jedoch auch in Rundbogentür-, Karusselltür-, Teleskoptür-, Falttüranlagen sowie in Fenstern denkbar. Besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind bei Schiebetüranlagen mit einer Vielzahl von Flügelelementen 1, 2 möglich, die im geschlossenen Zustand eine fluchtende Frontseite bilden und in geöffneter Stellung in eine rechtwinklig hierzu angeordnete Parkposition verfahrbar sind. Die mit separaten Antriebsmotoren 10 ausgestatteten Flügelelemente 1, 2 können jeweils unabhängig voneinander verfahren werden.

Bezugszeichenliste

1
Flügel
1a
Festfeldflügel
2
Flügel
2a
Festfeldflügel
3
Laufschiene
3a
Laufbahn
3g
Profilgehäuse
5
Oberlichtflügel
6
Rollenwagen
6a
Laufrolle
6b
Lauffläche
6c
Achse
7
Aufhängeschraube
10
Antriebsmotor
10a
Außenläufer
10b
Ständer
11
Stromschiene
12
Stromabnehmer
13
Isolationsschicht
14
Getriebe