Title:
Bohrgerät
Kind Code:
A1


Abstract:
Das Bohrgerät weist einen der Aufnahme eines Bohrwerkzeuges (2) dienenden Werkzeughalter (10) und eine Kühlmittelleitung (3) zur Zuführung von Kühlmittel zum Bohrwerkzeug (2) aus einem Kühlmittelreservoir auf. Die Kühlmittelleitung (3) weist zwei in Serie zueinander angeordnete Ventile (5, 6) auf, wobei der Querschnitt der Auslaßkanäle (51, 61) beider Ventile (5, 6) reduzierbar ist. Die Reduzierung erfolgt bei einem ersten Ventil (5) mittels eines über einen Betätigungsschalter (12) des Bohrgerätes betätigbaren, elektrischen Magnetschalters (52) und bei einem zweiten Ventil (5) mittels einer manuell betätigbaren Stellschraube (62). Mit Hilfe des ersten Ventils (5) läßt sich die Zufuhr des Kühlmittels unterbrechen und mit Hilfe des zweiten Ventils (6) läßt sich die Menge an Kühlmittel, die die Kühlmittelleitung in Richtung Bohrwerkzeug durchsetzt, regulieren.



Inventors:
OSTERMEIER PETER (DE)
REITBERGER RUDOLF (DE)
Application Number:
DE19810910A
Publication Date:
09/16/1999
Filing Date:
03/13/1998
Assignee:
HILTI AG



Claims:
1. Bohrgerät mit einem der Aufnahme eines Bohrwerkzeuges (2) dienenden Werk­zeughalter (10) und einer Kühlmittelleitung (3) zur Zuführung von Kühlmittel zum Bohrwerkzeug (2) aus einem Kühlmittelreservoir, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitung (3) mit wenigstens einem ersten Ventil (5) zusammenwirkt, das einen Einlaßkanal (50) und einen ersten Auslaßkanal (51) aufweist, wobei der Querschnitt der lichten Weite des ersten Auslaßkanals (51) bis auf Null reduzierbar ist.

2. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitung (3) mit einem zweiten Ventil (6) zusammenwirkt, das zum ersten Ventil (5) in Serie angeordnet ist und einen zweiten Auslaßkanal (61) aufweist, dessen Querschnitt teilweise reduzierbar ist.

3. Bohrgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ventil (5) in Zuführrichtung des Kühlmittels dem zweiten Ventil (6) vorgeschaltet ist.

4. Bohrgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduzierung des Querschnitts der lichten Weite des ersten und des zweiten Auslaßkanals (51, 61) der Ventile (5, 6) mittels jeweils eines versetzbaren Stell­gliedes erfolgt.

5. Bohrgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied des zweiten Ventils (6) mittels einer manuell betätigbaren Stellschraube (62) versetz­bar ist.

6. Bohrgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied des ersten Ventils (5) mittels eines elektrischen Magnetschalters (52) versetzbar ist.

7. Bohrgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Magnetschalters (52) über einen Betätigungsschalter (12) erfolgt.

8. Bohrgerät nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Kühlmittelabfuhrleitung (4) und ein Unterbrechungsglied' das bei nicht aktiviertem Betätigungsschalter (12) den zwischen dem Bohrwerkzeug (2) und dem ersten Ventil (5) liegenden Teil der Kühlmittelleitung (3) mit der Kühlmittelabfuhrleitung (4) verbindet.

9. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitung (3) mit einem Schauglas (7) in Verbindung steht, das dem zweiten Ventil (6) in Zuführrichtung des Kühlmittels nachgeschaltet ist.

10. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Kühlmittelleitung (3) in einer Montageplatte (8) angeordnet ist, die der Aufnahme der beiden Ventile (5, 6) und des Schauglases (7) dient.

Description:
Die Erfindung betrifft ein Bohrgerät mit einer Kühlmittelleitung für Kühlmittel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bei der Herstellung von Bohrungen in einem harten Untergrund wie Beton, Gestein, Stahl oder dergleichen ist es notwendig, der Bearbeitungsstelle eine große Menge an Kühlmittel zum Kühlen des Bohrwerkzeuges und zum Abtransport des Bohrkleins zuzuführen. So ist beispielsweise aus dem DE-GM 82 00 668 ein Bohrgerät bekannt, das zum Zuführen von Kühlmittel mit einer Kühlmittelleitung zusammenwirkt, die im Bereich eines Werkzeughalters in das Innere des Gehäuses des Bohrgerätes mündet, von wo das Kühlmittel in das Innere eines rohrförmigen Trägerkörpers eines Bohrwerk­zeuges gelangt. Die Kühlmittelleitung steht mit einer Pumpe in Verbindung, die in einem Kühlmittelreservoir angeordnet ist und zur Förderung einer der Leistung der Pumpe ent­sprechenden Menge Kühlmittel vor jeder Bohroperation gesondert eingeschaltet und nach jeder Bohroperation wieder gesondert ausgeschaltet werden muß. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bohrgerät zu schaffen, mit dem das Zuführen von Kühlmittel in einfacher und sicherer Weise erfolgt und zudem die der Bearbeitungsstelle zugeführte Kühlmittelmenge bedarfsgerecht einstellbar ist. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Bohrgerät, welches die im kenn­zeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist. Mit Hilfe des ersten Ventils läßt sich die Zufuhr des beispielsweise von einem externen Reservoir unter Druck zugeführten Kühlmittels schnell und sicher unterbrechen. Zweckmäßigerweise wirkt die Kühlmittelleitung mit einem zweiten Ventil zusammen, das zum ersten Ventil in Serie angeordnet ist und einen zweiten Auslaßkanal aufweist, dessen Querschnitt teilweise reduzierbar ist. Dadurch ist es möglich, die dem Bohrwerk­zeug zugeführte Menge an Kühlmittel zu verändern. Damit das zweite Ventil druckfrei gehalten werden kann, wenn sich das Bohrgerät nicht in Betrieb befindet, ist vorteilhafterweise das erste Ventil in Zuführrichtung des Kühl­mittels dem zweiten Ventil vorgeschaltet. Aus handhabungstechnischen Gründen erfolgt vorzugsweise die Reduzierung des Quer­schnitts der lichten Weite des ersten und des zweiten Auslaßkanals der Ventile mittels jeweils eines versetzbaren Stellgliedes. Damit eine Versetzung des Stellgliedes des zweiten Ventils erfolgen kann, unabhängig davon, ob sich das Bohrgerät in Betrieb befindet, ist zweckmäßigerweise das Stellglied des zweiten Ventils mittels einer manuell betätigbaren Stellschraube versetzbar. Aus Gründen einer leichten und einfachen Betätigung des ersten Ventils ist vorzugs­weise das Stellglied des ersten Ventils mittels eines elektrischen Magnetschalters ver­setzbar. Um gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des Bohrgerätes Kühlmittel der Bearbeitungs­stelle zuführen zu können, erfolgt vorzugsweise die Steuerung des Magnetschalters über einen Betätigungsschalter des Bohrgerätes. Damit nach Abschluß eines Überkopfbohrvorganges das im Innern des Bohrwerk­zeuges angesammelte Kühlmittel zurück in das Kühlmittelreservoir gelangen kann, wirkt das Bohrgerät vorteilhafterweise mit einer Kühlmittelabfuhrleitung und einem Unter­brechungsglied zusammen, das bei nicht aktiviertem Betätigungsschalter den zwischen dem Bohrwerkzeug und dem ersten Ventil liegenden Teil der Kühlmittelleitung mit der Kühlmittelabfuhrleitung verbindet. Das Zuführen des Kühlmittels ist kontrollierbar indem vorzugsweise die Kühlmittelleitung mit einem Schauglas in Verbindung steht, das dem zweiten Ventil in Zuführrichtung des Kühlmittels nachgeschaltet ist. Damit die beiden Ventile und das Schauglas montagefreundlich im Bohrgerät aufge­nommen werden können, ist vorteilhafterweise ein Teil der Kühlmittelleitung in einer Montageplatte angeordnet, die der Aufnahme der beiden Ventile und des Schauglases dient. Mit der Kühlmittelleitung kann beispielsweise auch eine Druckausgleicheinrichtung zusammenwirken, mit deren Hilfe der Druck des Kühlmittels konstant und anwendungs­gerecht gehalten werden kann, ein nicht konstanter Kühlmittelleitungsdruck ausgeglichen wird. Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel wiedergeben, näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Bohrgerät mit eingesetztem Bohr­werkzeug, schematisch dargestellt; Fig. 2 ein Schaltschema zur Kühlmittelleitung und Kühlmittel­abfuhrleitung. Das in der Fig. 1 dargestellte Bohrgerät weist ein Gehäuse 1, einen Handgriff 11, einen Betätigungsschalter 12, einen drehbar gelagerten Werkzeughalter 10, ein in dem Werk­zeughalter 10 eingespanntes Bohrwerkzeug 2, eine Kühlmittelleitung 3 sowie eine Kühlmittelabfuhrleitung 4 auf. Die Kühlmittelleitung 3 wirkt mit einem ersten und einem zweiten Ventil 5, 6 sowie einem Schauglas 7 zusammen. Die Kühlmittelleitung 3 mündet im Bereich des Schauglases 7 in das Innere des Gehäuses 1 und von dort über den zentralen Bereich des Werkzeughalters 10 in das Innere des Bohrwerkzeuges 2. Dieses Bohrwerkzeug 2 setzt sich zusammen aus einem Einsteckende 21, einem rohrförmigen Trägerkörper 22 und einem ringförmigen Schneidenbereich 23. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, weist das erste und das zweite Ventil 5, 6 je einen Einlaß­kanal 50, 60 und je einen Auslaßkanal 51, 61 auf. Das erste Ventil 5 ist in Zuführ­richtung des Kühlmittels dem zweiten Ventil 6 in Serie vorgeschaltet. Das erste Ventil 5 weist ein versetzbares Stellglied auf, mit dem der Querschnitt der lichten Weite des Aus­laßkanals 51 gegen Null reduzierbar ist. Der Versetzung des Stellgliedes dient ein Magnetventil 52. Das erste Ventil 5 steht mit einer Kühlmittelabfuhrleitung 4 in Ver­bindung, die in der betätigten Stellung des ersten Ventils 5 den zwischen einem ersten Einlaßkanal 50 des ersten Ventils 5 und dem Bohrwerkzeug 2 liegenden Teil der Kühl­mittelleitung 3 mit der Kühlmittelabfuhrleitung 4 verbindet. Das zweite Ventil 6 weist ein versetzbares Stellglied auf, mit dem der Querschnitt der lichten Weite des Auslaßkanals 61 reduzierbar ist. Der Versetzung des Stellgliedes dient eine manuell betätigbare Stellschraube 62. Das erste Ventil 5 ist beispielsweise als 3/2 Wege-Ventil ausgebildet. Ein Teil der Kühlmittelleitung 3 ist in einer Montageplatte 8 angeordnet, die der Auf­nahme der beiden Ventile 5, 6 und des Schauglases 7 dient.