Title:
Core drilling machine with cylindrical crown pipe
Kind Code:
A1


Abstract:
A plate (18) is positioned on one lengthwise end of the tubular crown (12) and diamond drilling segments (40) attached to the other end. At least one duct extends longitudinally inside the tubular crown walls (14) and conveys carbon dioxide from one lengthwise end to the other for cooling the drilling area. The crown walls has at least two concentric layers (14,30) in the upper surface of which (30) one is the duct.



Inventors:
STEINER WOLFGANG (DE)
Application Number:
DE19810713A
Publication Date:
09/16/1999
Filing Date:
03/12/1998
Assignee:
STEINER, WOLFGANG
International Classes:
Domestic Patent References:
DE1427746A1N/A
DE3017122A1N/A



Claims:
1. Kernbohrvorrichtung mit einem zylindrischen eine Kronen­rohrwandung aufweisenden Kronenrohr (12), an dessen einem Längsende eine Platte (18) angeordnet ist und an dessen anderem offenen Ende Diamant-Bohrsegmente (40) anbringbar sind, gekennzeichnet durch zumindest einen innerhalb der Kronenrohrwandung (14) sich in Längsrichtung erstreckenden Kanal (37), der zum Transport von Kohlendioxid von dem einen Längsende zu dem anderen Längsende zur Kühlung der Bohrstelle ausgebildet ist.

2. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß die Kronenrohrwandung zumindest zwei konzentrisch zueinander liegende Schichten (14, 30) umfaßt, wobei der Kanal (37) in einer Oberfläche zumindest einer Schicht (30) eingebracht ist.

3. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­net, daß die innere Schicht der Kronenrohrwandung von ei­nem Rohrelement (30) gebildet ist, dessen eines der Platte (18) zugewandte Längsende (32) durch eine Bodenplatte (34) geschlossen und dessen anderes Längsende (36) offen ist, wobei zur Ausbildung des Kanals (37) in der äußeren Ober­fläche des Rohrelements (30) eine Nut (37) eingebracht ist.

4. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­net, daß sich die Nut (37) in radialer Richtung in der äu­ßeren Oberfläche der Bodenplatte (34) fortsetzt und in ei­nen in der Bodenplatte (34) vorgesehenen Verteilungsraum (39, 49) mündet.

5. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­net, daß der Verteilungsraum (39) als Vertiefung in der Bodenplatte (34) ausgebildet ist.

6. Kernbohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (37) im Bereich des anderen Längsendes ein Ventil (42) umfaßt.

7. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­net, daß das Ventil (42) als federndes zungenförmiges Ele­ment ausgebildet ist, das das Medium erst ab einem be­stimmten durch die Federkraft bestimmbaren Druck passieren läßt.

8. Kernbohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überdruckventil (60) vorgesehen ist, das zur Ableitung eines zu hohen im Inne­ren (62) des Kronenrohrs (12) herrschenden Drucks ausge­bildet ist.

9. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich­net, daß das Überdruckventil (60) in der Platte (18) des Kronenrohrs (12) angeordnet ist.

10. Kernbohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß eine Absaugeinrichtung (50) vorgesehen ist, die ein Absaugen des aus dem Kanal (37) ausgeströmten Mediums ermöglicht.

11. Kernbohrvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­net, daß die Absaugeinrichtung (50) rohrförmig und auf das Kronenrohr (12) aufsteckbar ausgebildet ist.

12. Kernbohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü­che, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere in Umfangsrich­tung beabstandet zueinander angeordnete Kanäle (37) vorge­sehen sind.

13. Vorrichtung zum Einstecken in ein Kronenrohr, gekennzeich­net durch ein zylindrisches Rohrelement (30), an dessen äußerer Oberfläche zumindest eine in Längsrichtung verlau­fende axiale Nut (37) vorgesehen ist, und eine ein Längs­ende des Rohrelements abschließende Bodenplatte (34), in der in radialer Richtung sich erstreckende radiale Nuten (37) ausgebildet sind, wobei jeweils eine radiale Nut und eine axiale Nut einen Kanal bilden.

14. Verfahren zur Kühlung einer Bohrstelle in Stein oder Be­ton, dadurch gekennzeichnet, daß Kohlendioxid unter Druck durch ein Kronenrohr (12) einer Kernbohrvorrichtung (10) zu der Bohrstelle geführt und an der Bohrstelle entspannt wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid in flüssiger Form zu der Bohrstelle ge­führt wird.

16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich­net, daß das Kohlendioxid von der Bohrstelle abgesaugt wird.

17. Verwendung von Kohlendioxid zur Kühlung einer Bohrstelle, insbesondere einer Betonbohrstelle, die von einer Kern­bohrvorrichtung bearbeitet wird.

Description:
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kernbohrvorrichtung mit einem zylindrischen eine Kronenrohrwandung aufweisenden Kronen­rohr, an dessen einem Längsende eine Platte angeordnet ist und an dessen anderem offenen Ende Diamant-Bohrsegmente anbringbar sind. Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung zum Einstecken in ein Kronenrohr sowie ein Verfahren zur Küh­lung einer Bohrstelle. Kernbohrvorrichtungen der vorgenannten Art sind allgemein be­kannt. Sie bestehen üblicherweise aus einem als Kronenrohr be­zeichneten Rohrelement, an dessen einem Ende eine Platte mit einem Kupplungsstück und an dessen anderem Ende Diamant-Bohrsegmente in Umfangsrichtung beabstandet zueinander angeord­net sind. Die Kernbohrvorrichtung wird über einen Bohrmotor an­getrieben, der mit dem Kupplungsstück verbunden ist, so daß sich die Diamant-Bohrsegmente in den zu bearbeitenden Stein oder Beton schneiden können. Bei sehr harten zu bearbeitenden Materialien, wie beispielsweise armiertem Beton, erhitzt sich die Bohrstelle und die Diamant-Bohrsegmente sehr stark, so daß ohne eine entsprechende Kühlung sehr schnell mit der Zerstörung der Kernbohrvorrichtung zu rechnen ist. Zur Kühlung wird des­halb die Bohrstelle mit Wasser beaufschlagt. Der Einsatz von Wasser führt jedoch insbesondere dann zu großen Problemen, wenn die Bohrarbeiten beispielsweise in einem be­reits fertigen und bewohnten Gebäude durchgeführt werden sol­len. Hierfür sind aufwendige Maßnahmen notwendig, um das Wasser nach der Beaufschlagung der Bohrstelle wieder aufzufangen und abzuführen. Sind die zu bearbeitenden Flächen beispielsweise mehrschichtig aufgebaut oder weisen sie Fugen auf, so kann ein Teil des verwendeten Wassers über vorhandene Zwischenräume oder die Fugen abfließen, was zu nicht unbeträchtlichen Schäden im Gebäude führen kann. Unter diesem Hintergrund besteht die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe darin, eine Kernbohrvorrichtung zu schaffen, die eine Bearbeitung bei hinsichtlich der zur Kühlung erforder­lichen Maßnahmen verringertem Aufwand zuläßt und die konstruk­tiv einfach und damit kostengünstig aufgebaut ist. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird von einer Kernbohrvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die zu­mindest einen innerhalb der Kronenrohrwandung sich in Längs­richtung erstreckenden Kanal aufweist, der zum Transport von Kohlendioxid als Kühlmedium von dem einen Längsende zu dem an­deren Längsende zur Kühlung der Bohrstelle ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß das zur Kühlung eingesetzte Kohlen­dioxid unter hohem Druck sicher bis zur Bohrstelle transpor­tiert werden kann. Dieser Transport des Kohlendioxids bis zur Bohrstelle ist notwendig, da ausströmendes flüssiges Kohlen­dioxid teilweise zu einer weißen Masse von festem Kohlendioxid (Kohlensäureschnee) erstarrt und damit für einen weiteren Transport nicht mehr geeignet ist. Mit der erfindungsgemäßen Kernbohrvorrichtung ist es jedoch möglich, flüssiges Kohlen­dioxid unter Beibehaltung des hohen Drucks von einem Längsende des Kronenrohrs zum anderen Längsende und damit zur Bohrstelle zu transportieren. Dabei sind die notwendigen konstruktiven Maßnahmen insgesamt gesehen deutlich geringer als bei der Küh­lung mit Wasser, da aufwendige Auffangvorrichtungen für das Kühlwasser entfallen können, obgleich in der Kronenrohrwandung ein Kanal ausgebildet werden muß. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfaßt die Kronenbohrwandung zumindest zwei konzentrisch zueinander lie­gende Schichten, wobei der Kanal in einer Oberfläche zumindest einer Schicht eingebracht ist. Dies hat den Vorteil, daß die Ausbildung des Kanals mit einfa­chen technischen Mitteln und damit kostengünstig durchführbar ist. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die in­nere Schicht der Kronenrohrwandung von einem Rohrelement gebil­det, dessen eines der Platte zugewandte Längsende durch eine Bodenplatte geschlossen und dessen anderes Längsende offen ist, wobei zur Ausbildung des Kanals in der äußeren Oberfläche des Rohrelements eine Nut eingebracht ist. Dies hat den Vorteil, daß der Kanal durch Bearbeitung der Ober­fläche des Rohrelements mit sehr einfachen Mitteln eingebracht werden kann, wobei das Rohrelement anschließend ebenfalls in einfacher Art und Weise in das Kronenrohr eingesteckt wird. Die den Kanal bildende Nut läßt sich beispielsweise sehr einfach mit einer Fräsmaschine einbringen. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung setzt sich die Nut in der äußeren Oberfläche der Bodenplatte in radialer Richtung fort und mündet in einen in der Bodenplatte vorgese­henen Verteilungsraum, der vorzugsweise als Vertiefung in der Bodenplatte ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß das Kohlendioxid zentrisch in das Kronenrohr eingebracht werden kann, was mit besonders einfachen Mitteln möglich ist. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfaßt der Kanal im Bereich des anderen Längsendes ein Ventil, wobei das Ventil vorzugsweise als federndes zungenförmiges Element ausge­bildet ist, das das Medium erst ab einem bestimmten durch die Federkraft bestimmbaren Druck passieren läßt. Dies hat den Vorteil, daß es mit konstruktiv einfachen Mitteln möglich ist, das Kohlendioxid möglichst nahe an die Bohrstelle unter Beibehaltung des hohen Drucks zu führen. Stromabwärts des Ventils entspannt sich dann das Kohlendioxid unter Ausbildung von Kohlensäureschnee. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein Überdruckventil vorgesehen, das zur Ableitung eines hohen im Inneren des Kronenrohrs herrschenden Drucks ausgebildet ist. Durch das Überdruckventil läßt sich mit einfachen konstruktiven Mitteln verhindern, daß im Falle beispielsweise beschädigter Kanäle die Bohrkrone aufgrund des hohen Drucks des Kohlen­dioxids aus der Bohrstelle getrieben wird. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist eine Ab­saugeinrichtung vorgesehen, die ein Absaugen des aus dem Kanal ausgeströmten Kohlendioxids ermöglicht. Die Absaugeinrichtung verhindert, daß sich im Bereich der Bohr­stelle zuviel Kohlendioxid ansammelt, was zu einer Gefährdung der Gesundheit der die Bohrvorrichtung bedienenden Person füh­ren könnte. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind mehrere in Umfangsrichtung beabstandet zueinander angeordnete Kanäle vorgesehen. Dies hat den Vorteil, daß sich die Kühlwirkung in Umfangsrich­tung gesehen vergleichmäßigen läßt. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch ei­ne Vorrichtung zum Einstecken in ein Kronenrohr gelöst, wobei die Vorrichtung durch ein zylindrisches Rohrelement gekenn­zeichnet ist, an dessen äußerer Oberfläche zumindest eine in Längsrichtung verlaufende axiale Nut vorgesehen ist, und das eine dessen Längsende abschließende Bodenplatte umfaßt, in der eine sich in radialer Richtung erstreckende radiale Nut ausge­bildet ist, wobei die radiale Nut und die axiale Nut zusammen einen Kanal bilden. Diese Vorrichtung ermöglicht in einfacher Art und Weise eine Nachrüstung von Kronenrohren, die dann zur Kühlung mit Kohlen­dioxid geeignet sind. Das zylindrische Rohrelement läßt sich dabei sehr einfach mit den notwendigen radialen und axialen Nuten versehen und muß anschließend lediglich noch in das Kro­nenrohr eingesteckt werden, wobei die Durchmesser von Kronen­rohr und Rohrelement so dimensioniert sind, daß eine reib­schlüssige und abdichtende Verbindung erzielt wird. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Kühlung einer Bohrstelle in Stein oder Beton ge­löst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß Kohlendioxid unter Druck durch ein Kronenrohr einer Kernbohrvorrichtung zu der Bohrstelle geführt und an der Bohrstelle entspannt wird. Neben der deutlich besseren Kühlwirkung von Kohlendioxid hat dieses Verfahren den Vorteil, daß die sehr aufwendigen Maß­nahmen zum Auffangen des Kühlwassers nicht mehr nötig sind. Das Kühlmedium Kohlendioxid geht nach der Kühlung in die gasförmige Phase über und läßt sich dann über eine Absaugeinrichtung sehr einfach von der Bohrstelle entfernen. Darüber hinaus verursacht das Kühlmedium Kohlendioxid im Gegensatz zu Wasser keinerlei Schäden, was bei Bohrungen in bereits bezogenen Gebäuden von großem Vorteil ist. Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung. Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach­stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines Ausführungs­beispiels mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen: Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer Kernbohr­vorrichtung, und Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Rohrelements, das in ein Kronenrohr einsteckbar ist. In Fig. 1 ist eine Kernbohrvorrichtung mit dem Bezugszeichen 10 gekennzeichnet. Die Kernbohrvorrichtung 10 umfaßt ein Kronen­rohr 12, das sich aus zwei rohrförmigen Längsabschnitten 14 und 16 mit kreisförmigem Querschnitt zusammensetzt. Wie sich aus der Fig. 1 deutlich ergibt, übersteigt sowohl der Durchmesser als auch die Längserstreckung des Längsabschnitts 14 den Durch­messer und die Längserstreckung des Längsabschnitts 16. Beide Längsabschnitte 14,16 sind konzentrisch zueinander angeordnet und über eine ringförmige Bodenplatte 18 verbunden. Während der Längsabschnitt 14 zur Aufnahme des Bohrkerns dient, wird über den Längsabschnitt 16 eine Kopplung mit einem Bohr­motor herbeigeführt, dessen Antriebswelle 20 in Fig. 1 schema­tisch angedeutet ist. Die Kernbohrvorrichtung 10 wird über den Bohrmotor in eine Drehbewegung um die Längsachse L versetzt. Die Kernbohrvorrichtung 10 umfaßt des weiteren ein einen Rohr­mantel 38 aufweisendes Rohrelement 30, dessen eines Längsende 32 durch einen Boden 34 abgeschlossen und dessen anderes Längs­ende 36 offen ist. Die Abmessungen des im Querschnitt kreisför­migen Rohrelements 30 bezüglich Durchmesser und Länge sind so ausgewählt, daß das Rohrelement 30 vollständig von dem Längs­abschnitt 14 des Kronenrohrs 12 aufgenommen wird, wie dies deutlich in Fig. 1 zu erkennen ist. Der Außendurchmesser des Rohrelements 30 entspricht dem Innendurchmesser des Längsab­schnitts 14, so daß eine Preßsitz-Verbindung des Rohrelements 30, d. h. seines Rohrmantels 38, mit dem Längsabschnitt 14 er­zielbar ist. Das Rohrelement 30 wird vorzugsweise in erhitztem Zustand in den Längsabschnitt 14 des Kronenrohrs 12 derart ein­gebracht, daß der Boden 34 des Rohrelements 30 dicht an der Bodenplatte 18 des Kronenrohrs 12 anliegt. Damit entsteht ein Kronenrohr 12, das im Längsabschnitt 14 quasi zweiwandig bzw. zweischichtig aufgebaut ist, wobei die äußere Wand durch den Längsabschnitt 14 des Kronenrohrs 12 und die innere Wand durch das Rohrelement 30 gebildet ist. Die Kernbohrvorrichtung 10 umfaßt des weiteren eine Vielzahl von Diamant-Bohrsegmenten 40, die im Bereich des Längsendes 36 auf den Stirnflächen von Längsabschnitt 14 und Rohrelement 30 aufgebracht, beispielsweise aufgeschweißt sind. Die Anzahl der Diamant-Bohrsegmente 40 hängt im wesentlichen von dem Durchmes­ser des Kronenrohrs 12 ab. Dadurch, daß die Diamant-Bohrsegemente 40 sowohl mit dem Rohrelement 30 als auch mit dem Längsabschnitt 14 verschweißt sind, erhöht sich die Stabilität des zweiwandigen Aufbaus des Kronenrohrs 12 deutlich. Der Aufbau des Rohrelements 30 soll nun anhand der Fig. 2 näher erläutert werden. Das Rohrelement 30 weist eine Vielzahl von Nuten 37 auf, die in die Oberfläche sowohl des Rohrmantels 38 als auch des Bodens 34 eingebracht sind. Die Nuten 37 im Rohrmantel 38 erstrecken sich in Längsrichtung vom Längsende 36 bis zum Längsende 32, wobei die Nuten 37 an ihren Enden randoffen ausgebildet sind. Die Nuten 37 des Rohrmantels 38 sind gleichmäßig über den Umfang verteilt, wobei der Übersichtlichkeit wegen in der Fig. 2 le­diglich wenige Nuten 37 dargestellt sind. Jede Nut 37 des Rohr­mantels 38 setzt sich fort in einer Nut 37 des Bodens 34, wobei sich die Nuten 37 radial erstrecken und in eine mittig angeord­nete Vertiefung 39 münden. Im eingesteckten Zustand des Rohrelements 30 im Längsabschnitt 14 des Kronenrohrs 12 wird die offene Längsseite der Nuten 37 durch die Innenwandung des Längsabschnitts 14 abgedeckt, so daß sich geschlossene Fluidkanäle ergeben. Sie ermöglichen eine Fluidführung von der Vertiefung 39 zum Längsende 36 und damit in den Bereich der Diamant-Bohrsegmente 40. Im Bereich des Längsendes 36 des Rohrelements 30 ist in jeder Nut 37 ein zungenförmiges federndes Element 42 vorgesehen, das mit seinem einen Ende am Nutengrund der Nut 37 fest angebracht ist, während das andere Ende mit der Innenwandung des Längs­abschnitts 14 des Kronenrohrs im eingesetzten Zustand der Rohr­elements 30 zusammenwirkt. Das Element 42 hat die Aufgabe, das vom Längsende 32 kommende Fluid nur bei Überschreiten eines durch die Federkraft vorgebbaren Drucks zum Längsende 36 hin passieren zu lassen, d. h. den Kanal zu öffnen. Im Grundzustand schließt das Element 42 den Kanal zum Längsende 36 hin voll­ständig ab.Diese konstruktiv sehr einfach aufgebaute Kernbohrvorrichtung 10 läßt es nun zu, ein Kühlmedium, nämlich Kohlendioxid, von dem Längsende 32 über die vorgenannten Kanäle bzw. Nuten 37 zu den Diamant-Bohrsegmenten 40 und damit zur Bohrstelle zu trans­portieren. Das Kohlendioxid wird dabei zunächst aus einem Koh­lendioxidspeicher 44 über eine Leitung 46 in die Vertiefung 39 des Bodens 34 geleitet, wobei die Vertiefung 39 mittels einer Abdeckung 48 nach oben hin abgegrenzt ist, so daß sich ein ab­gesehen von den Nuten 37 abgeschlossener Verteilungsraum 49 er­gibt. Das dort ankommende Kohlendioxid strömt anschließend un­ter hohem Druck gleichmäßig über alle Nuten 37 ab. Da die Nuten 37 so dimensioniert werden, daß der Druck des Kohlendioxids bis zum Längsende 36 gehalten wird, läßt sich ein Entstehen von Kohlensäureschnee bedingt durch eine Entspannung des Kohlen­dioxids vermeiden. Dieser Kohlensäureschnee entsteht erst am Ende der Nut 37, d. h. direkt an der Bohrstelle, wo er aufgrund seiner niederen Temperatur eine sehr gute Kühlung bewirkt. Der entstandene Kohlensäureschnee verdampft nach sehr kurzer Zeit und wird dann von der Bohrstelle über eine Absaugeinrich­tung 50 abgesaugt, um eine Gesundheitsgefährdung des Bedienper­sonals der Kernbohrvorrichtung zu verhindern. Die Absaugein­richtung ist in Fig. 1 rein schematisch angedeutet und umfaßt im wesentlichen eine Saugglocke 52, die einerseits dicht an der Außenwandung des Längsabschnitts 14 und andererseits dicht am Boden 54 der Bohrstelle anliegt. Damit ist die Bohrstelle nach außen hin im wesentlichen vollständig abgedichtet. An der Saugglocke 52 ist ein Rohranschluß 56 vorgesehen, der den An­schluß eines Saugrohrs zum Abziehen des Kohlendioxids ermög­licht. Fig. 1 läßt noch erkennen, daß in die Bodenplatte 18 sowie in den Boden 34 zueinander fluchtende Bohrungen 58 eingebracht sind, die zur Aufnahme eines Überdruckventils 60 dienen. Diesem Überdruckventil 60 kommt die Aufgabe zu, einen in einem Innen­raum 62 des Kronenrohrs 12 entstehenden Überdruck abzuführen. Zusammenfassend zeigt sich also, daß die Verwendung von Kohlen­dioxid als Kühlmittel für Bohrstellen insbesondere in Beton ge­genüber dem Kühlmedium Wasser deutliche Vorteile besitzt, da insbesondere der Aufwand zum Auffangen des eingesetzten Kühl­mediums sehr gering ausfällt. Mit der beschriebenen Kernbohr­vorrichtung 10 ist es mit einfachem konstruktivem Aufwand mög­lich, das Kohlendioxid von einem Speicher 44 quasi durch die Wandung des Kronenrohrs 12 zur Bohrstelle zu führen. Bei dem die Kanäle ausbildenden Rohrelement 30 handelt es sich um ein kostengünstiges Drehteil, dessen Oberfläche zur Ausbildung der Kanäle lediglich noch fräsend bearbeitet werden muß, was eben­falls sehr kostengünstig ist. Auch bei dem Kronenrohr 12 handelt es sich um ein kostengünstig herstellbares Drehteil, wobei Kronenrohr 12 und Rohrelement 30 in einem ebenfalls ein­fachen Arbeitsschritt mit einander verbunden werden. Es versteht sich, daß die Ausbildung von Kanälen durch Nuten, die in einem Rohrelement vorgesehen sind, eine der Möglichkeit darstellt, das Kohlendioxid unter Beibehaltung des Drucks zur Bohrstelle zu führen. Selbstverständlich sind auch andere Mög­lichkeiten der Kanalausbildung denkbar.