Title:
Lock-in amplifier with selectable phase selectivity for very small and distorted signals
Kind Code:
C1


Abstract:
The amplifier has a multiplier for mixing a measurement signal with a reference signal and a devices for non-linear transformation of the measurement signal and reference signal to vary the phase selectivity. At least one transformation device contains a digital signal processor. At least one transformation device contains an analogue component with a non-linear characteristic.



Inventors:
ZUERL KONRAD DR ING (DE)
WEIS ARMIN DIPL PHYS (DE)
HEEL HELMUT (DE)
Application Number:
DE19629555A
Publication Date:
11/13/1997
Filing Date:
07/22/1996
Assignee:
COSMOS MESTECHNIK GMBH, 87634 OBERGUENZBURG, DE
Domestic Patent References:
DE3541165A1N/A
DE4446723A1N/A



Foreign References:
EP0119711
Claims:
1. Lock-In-Verstärker mit einem Multiplizierer zum Mischen eines Meßsignals mit einem Referenzsignal, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Lock-In-Verstärker eine Einrich­tung zur nichtlinearen Transformation des Meß­signals und eine Einrichtung zur nichtlinearen Transformation des Referenzsignals zur Veränderung der Phasenselektivität des Verstärkers aufweist.

2. Lock-In-Verstärker nach Anspruch 1, wobei mindestens eine Transformationseinrichtung einen digitalen Signalprozessor aufweist.

3. Lock-In-Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, wobei min­destens eine Transformationseinrichtung ein analo­ges Bauteil mit nichtlinearer Kennlinie aufweist.

4. Lock-In-Verstärker nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Transformation für beide Signale mathematisch durch identische Formeln beschrieben werden können.

5. Lock-In-Verstärker nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Transformation für beide Signale mathematisch durch unterschiedliche Formeln beschrieben werden können.

6. Lock-In-Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wo­bei eine oder beide der Transformationseinrichtungen eine Quadrierung oder eine höhere Potenzierung des jeweiligen Eingangssignals bewirken.

7. Lock-In-Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wo­bei eine' oder beide der Transformationseinrichtungen die Potenzierung einer Konstante mit dem jeweiligen Eingangssignal bewirken.

8. Lock-In-Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wo­bei die Übertragungsfunktion für eine oder beide der Transformationseinrichtungen durch eine komplexe Größe beschrieben werden kann.

9. Lock-In-Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wo­bei die nichtlinearen Transformationen aus mehreren vor­eingestellten Möglichkeiten wählbar sind.

10. Verwendung des Lock-In-Verstärkers nach einem der An­sprüche 1 bis 9 zur Beeinflussung der Tiefenauflösung bei der photoakustischen Spektroskopie.

11. Verwendung des Lock-In-Verstärkers nach einem der An­sprüche 1 bis 9 zur photoakustischen nichtinvasiven Be­stimmung der Konzentration von Substanzen in tierischem oder menschlichem Gewebe.

12. Verwendung des Lock-In-Verstärkers nach einem der An­sprüche 1 bis 9 zur photoakustischen nichtinvasiven Be­stimmung der Blutzucker-Konzentration.

Description:
Die Erfindung betrifft einen Lock-In-Verstärker mit einer sich von gebräuchlichen Lock-In-Verstärkern unterscheidenden Phasenselektivität insbesondere einen Lock- In-Verstärker mit wählbarer bzw. veränderbarer Phasenselektivität. Lock-In-Verstärker dienen zur selektiven Verstärkung sehr kleiner und gestörter Signale. Dabei wird ausgenutzt, daß bestimmte Kenngrößen des zu messenden Signals, wie Frequenz und Phasenlage gegenüber einem Referenzsignal bekannt sind. Die (im folgenden näher beschriebene) Realisierung dieser Verstärkung, deren wesentlichster Schritt eine Multiplika­tion von Meßsignal und Referenzsignal ist, führt zu einer Abhängigkeit des Verstärkungsfaktors vom Cosinus der Phasen­verschiebung zwischen Meßsignal und Referenzsignal. Bekannte Lock-In-Verstärker bestehen neben Vorverstärkern, Filtern, usw. im wesentlichen aus einem Mischer, d. h. Multi­plizierer, der gemäß den folgenden Gleichungen die Signale des MeßeingangsSMeß = UMeß ± sin(lt)      (1)und des ReferenzeingangsSRef = URef ± sin(lt + d)      (2)miteinander phasenrichtig multipliziert:SMeß ± SRef = UMeß ± URef ± sin(lt) ± sin(lt + d) = 1/2 UMeß ± URef ± (cos dä cos(2lt + d))      (3),wobei d die Phase des Referenzsignals bezogen auf das Meß­signal ist. Die dabei gesuchte Meßgröße UMeß ist ein kon­stanter oder im Vergleich zu sin(lt) zeitlich langsam verän­derlicher Wert. Die bekannte Amplitude URef des Referenz­signals ist hier zeitlich konstant. Liegt, wie hier dargestellt, eine Übereinstimmung der Fre­quenzen von Meßsignal und Referenzsignal vor, so enthält das ermittelte Gesamtsignal nach dem Mischvorgang eine nicht vom lt abhängige, d. h. zeitlich konstante, oder nur langsam ver­änderliche Komponente. Anschließend wird durch einen Tief­paßfilter TP, vgl. Fig. 6, dessen Grenzfrequenz im allgemei­nen variabel ist, nur diese Komponente herausgefiltert. Das Ausgangssignal wird damit zu:SOut = 1/2 UMeß ± URef ± cos d      (4) Das Ausgangssignal ist also proportional zur gesuchten Größe UMeß und zeigt eine cosinusförmige Abhängigkeit von der Pha­senverschiebung zwischen Meßsignal und Referenzsignal. Diese Abhängigkeit wird in Fig. 2 anhand der durchgezogenen Kurve veranschaulicht. Herkömmliche Lock-In-Verstärker benutzen am Referenzeingang des Mischers oft statt eines Sinussignals ein Rechtecksignal gleicher Frequenz. Das Referenzsignal stellt in diesen Fäl­len also eine Überlagerung der Grundschwingung mit ungeraden Harmonischen dar. Damit haben neben der Grundschwingung auch ungerade Harmonische des Meßsignals, d. h. Verzerrungen, einen Anteil an der Bildung des Ausgangssignals. Als weitere Eigenschaft bieten Lock-In-Verstärker oft die Möglichkeit, am Referenzeingang unter Ausschaltung der Grundschwingung nur Harmonische zu verwenden. Dadurch können gezielt harmo­nische Anteile im Meßsignal betrachtet werden. Die interne Erzeugung des nötigen Referenzeingangssignals für den Multi­plizierer erfolgt üblicherweise durch einen PLL- (Phase Locked Loop)-Schaltkreis, d. h. einen Phasenregelkreis, der ein präzises, mit dem externen Referenzsignal phasenstarr gekoppeltes Rechtecksignal ausgibt. Durch diese Eigenschaft ist die Möglichkeit gegeben, zusätzlich zu Beiträgen der Grundschwingung oder unter völliger Nichtbeachtung der Grundschwingung Beiträge von Harmonischen an der Bildung des Ausgangssignals zu betrachten. Wie bereits angedeutet, zeigt das Ausgangssignal eines be­kannten Lock-In-Verstärkers eine cosinusförmige Abhängigkeit von der Phasenverschiebung zwischen Meßsignal und Referenz­signal. Für zahlreiche Anwendungen ist jedoch ein anderer Verlauf dieser Phasenabhängigkeit wünschenswert. Dies kann z. B. für photoakustische Messungen an nicht-gasförmigen Pro­ben zutreffen, bei denen eine selektive Messung von Signa­len, die in bestimmten Tiefenschichten der untersuchten Probe erzeugt wurden, entweder in verstärkten oder in ver­ringertem Maße gewünscht wird. Bei der photoakustischen Spektroskopie tritt ein in einer tieferliegenden Schicht einer nicht-gasförmigen Probe er­zeugtes periodisches thermisches Signal aufgrund der Lauf­zeit der entsprechenden Wärmewelle zeitlich verzögert an der Probenoberfläche auf. Dieses Signal ist also gegenüber dem anregenden periodischen Lichtsignal phasenverschoben. Die phasenselektive Detektion des erzeugten akustischen Signals durch einen Lock-In-Verstärker führt nun zu einer unter­schiedlichen Gewichtung von Signalen, die aus verschieden tiefen Schichten der Probe stammen. Bei einem herkömmlichen Lock-In-Verstärker kann jedoch diese Gewichtung nicht beeinflußt, also z. B. selektiv auf bestimmte Tiefenschichten der untersuchten Probe abgestimmt werden. Eine Änderung der Phasenselektivität bezüglich der Grundschwingung ist nicht möglich. EP 0 119 711 A1 beschreibt einen Lock-In-Verstärker, bei dem vor den Eingang des Multiplizierer ein Frequenzfilter mit optimierter Flankencharakteristik geschaltet ist, so daß in den Signalweg eine Nichtlinearität in der Frequenzdomäne eingebracht wird. Das Referenzsignal wird dabei mit einer definierten Phasenverschiebung beaufschlagt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lock-In-Ver­stärker mit veränderbarer bzw. wählbarer Phasenselektivität bereitzustellen. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche gelöst. Bei der Lösung geht die Erfindung von dem Grundgedanken aus, zur Veränderung der Phasenselektivität von Lock-In-Verstär­kern in die Signalwege des Meßeingangs und des Refe­renzeingangs Einrichtungen zur nicht linearen Transformation der Signale einzufügen. Diese eingefügten Transformationseinrichtungen, d. h. Nicht­linearitäten können z. B. durch digitale Signalprozessoren oder aber auch durch analoge Bauteile mit nichtlinearer Kennlinie verwirklicht werden. Die verwendeten Nichtlineari­täten für beide Signalwege können mathematisch durch identi­sche Formeln, aber auch durch unterschiedliche Formeln be­schrieben werden. Weiterhin können Transformationseinrich­tungen eingesetzt werden, die einerseits eine Quadrierung oder eine höhere Potenzierung (z. B. x2, x3, . . . ) des jewei­ligen Eingangssignals, oder aber andererseits die Potenzie­rung einer Konstante mit dem jeweiligen Eingangssignal (z. B. ex , 10x, . . . ) bewirken. Weiterhin können die nichtlinearen Komponenten derart sein, daß die jeweilige nichtlineare Transformation aus mehreren voreingestellten Möglichkeiten wählbar ist. Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die prinzipielle Funktionsweise eines erfindungsge­mäßen Lock-In-Verstärkers mit Transformationsein­richtungen in beiden Signalwegen, Fig. 2 den Verlauf der Ausgangssignale SOut in Abhängigkeit von der Phasenverschiebung d zwischen Meßsignal und Referenzsignal für den bekannten Lock-In-Verstärker und eine erste und zweite Ausführungsform des erfin­dungsgemäßen Lock- In-Verstärkers, Fig. 3 den Verlauf der Gewichtung in Abhängigkeit von der Gewebetiefe bei Anwendung eines bekannten Lock-In-Verstärkers zur nicht-invasiven photoakustischen Messung, Fig. 4 den Verlauf der Gewichtung in Abhängigkeit von der Gewebetiefe bei Anwendung einer ersten Ausführungs­form des erfindungsgemäßen Lock-In-Verstärkers zur nicht-invasiven photoakustischen Messung, Fig. 5 den Verlauf der Gewichtung in Abhängigkeit von der Gewebetiefe bei Anwendung einer zweiten Ausführungs­form des erfindungsgemäßen Lock-In-Verstärkers zur nicht-invasiven photoakustischen Messung und Fig. 6 die prinzipielle Funktionsweise eines bekannten Lock-In-Verstärkers. Eine Veränderung der Phasenselektivität eines Lock-In-Ver­stärkers wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in beide Signalwege (Meßeingang und Referenzeingang) nicht-lineare Komponenten eingefügt werden. Fig. 1 zeigt dies am Beispiel einer einfachen Schaltungsvariante eines Lock-In-Verstär­kers. Das Meßsignal SMeß und das Referenzsignal SRef durch­laufen jeweils einen Baustein (NL), der eine nicht-lineare Übertragungsfunktion aufweist. Diese nicht-linearen Kompo­nenten können z. B. durch analoge Bausteine mit nicht-li­nearer Kennlinie oder durch digitale Signalprozessoren re­alisiert werden. Die am Ausgang dieser Bausteine anliegenden Signale SMeß,Misch und SRef,Misch dienen als Eingangssignale für den anschließenden Multiplizierer (Mult.). Nach Durch­laufen eines Tiefpasses (TP) liegt das Signal SOut am Aus­gang des Lock-In-Verstärkers an. In einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform sind die Nichtlinearitäten im Meßsignalweg und im Referenzsignalweg identisch und bewirken eine Quadrierung des jeweiligen Sig­nals. An den beiden Eingängen des Mischers liegen dann fol­gende Signale an:SMeß,Misch = SMeß2 = 1/2 UMeß2 (1 ä cos(2lt))      (5)SRef,Misch = SRef2 = 1/2 URef2 (1 ä cos(2lt+2d))      (6). Das am Ausgang des Mischers anliegende Signal ist dann gege­ben durchSMeß,Misch ± SRef,Misch = 1/4 U Meß2 ± URef2 ± (1 ä cos(2lt) ä cos(2lt+2d) + 1/2cos2d + 1/2cos(4lt+2d))      (7). Nach anschließender Tiefpaßfilterung ergibt sich damit das am Ausgang des Lock-In-Verstärkers anliegende Signal SOut zuSOut = 1/4 U Meß2 ± URef2 ± (1 + 1/2cos2d)      (8). Die Phasenabhängigkeit des Ausgangssignales unterscheidet sich von der eines mit einem herkömmlichen Lock-In-Verstär­ker, d. h. ohne Transformationseinrichtungen in den Signalwe­gen erhaltenen Ausgangssignals. Eine Periodizität mit halber Periodenbreite, d. h. proportional zu cos2d, aber auch mit geringerer Modulationstiefe ist die Folge einer Quadrierung der beiden Signale gemäß der ersten Ausführungsform (gestri­chelte Kurve in Fig. 2). In einer zweiten Ausführungsform (strichpunktierte Kurve in Fig. 2) sollen die im Meßsignalweg und im Referenzsignalweg eingefügten Nichtlinearitäten die achte Potenz des jeweili­gen Signales erzeugen. Somit liegen an den beiden Eingängen des Mischers die Signale SMeß,Misch und SRef,Misch gemäß der folgenden Gleichungen (9) und (10) an:SMeß,Misch = SMeß8 = UMeß8 ± 2ä7 ±(35 ä 56cos(2lt) + 28cos(4lt) ä 8cos(6lt) + cos(8lt))      (9)SRef,Misch = SRef8 = URef8 ± 2ä7 ± (35 ä 56cos(2lt+2d) + 28cos(4lt + 4d) ä 8cos(6lt + 6d) + cos(8lt + 8d))      (10). Das vom Mischer ausgegebene SignalSMeß,Misch ± SRef,Misch      (11)wird nach der Tiefpaßfilterung zuSOut = UMeß8 ± URef8 ± 2ä15 ± (2 ± 352 + 562cos2d + 282cos4d + 82cos6d + cos8d)      (12). Fig. 2 zeigt einen Vergleich des Verlaufs der Ausgangssig­nale SOut nach der Tiefpaßfilterung in Abhängigkeit von der Phasenverschiebung zwischen dem Meßsignal und dem Referenz­signal zwischen einem herkömmlichen Lock-In-Verstärker (durchgezogene Kurve) und einem erfindungsgemäßen Lock-In-Verstärker gemäß der ersten Ausführungsform (gestrichelte Kurve) und der zweiten Ausführungsform (strichpunktierte Kurve). Für die Amplituden des Meßsignals und des Referenz­signals wird dabei UMeß = 1 und URef = 1 angenommen. Wie in Fig. 2 deutlich zu erkennen ist, zeigen die Ausgangssignale eines Lock-In-Verstärkers mit Nichtlinearitäten eine Peri­odizität mit halber Periodenbreite und verringerter Modula­tionstiefe gegenüber einem herkömmlichen Lock-In-Verstärker ohne Nichtlinearitäten. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, daß negative Ausgangssignale, die ohne Nichtlineari­tät z. B. für Phasenverschiebungen von 1/4 f bis 3/4 f auf­treten, in den beiden Ausführungsformen nicht auftreten. Weiterhin zeigt die Periodizität des Ausgangssignals SOut der zweiten Ausführungsform (8. Potenz) gegenüber dem Aus­gangssignalverlauf der ersten Ausführungsform (Quadrierung) schmalere Maxima und breitere, näher bei der 0-Linie lie­gende Minima. Wie bereits zu Beginn erläutert, kann der erfindungsgemäße Lock-In-Verstärker vorteilhaft in der photoakustischen Spek­troskopie an nicht gasförmigen Proben, die aus verschieden­artigen, übereinanderliegenden Schichten bestehen, einge­setzt werden. Hier ist z. B. die photoakustische Spektrosko­pie der menschlichen Körperoberfläche zur nichtinvasiven Be­stimmung von Gewebebestandteilen zu nennen. Das bei dieser Spektroskopie im Gasraum über der Probe meßbare akustische Signal gibt den zeitlichen Verlauf der an der Probenoberflä­che vorliegenden Temperatur wieder. Dieses Signal sei durch Absorption der einfallenden Strahlung in einer bestimmten Tiefenschicht der Probe erzeugt. Es weist, bedingt durch die Laufzeit der Wärmewelle vom Entstehungsort zur Probenober­fläche gegenüber der anregenden Einstrahlung eine Phasenver­schiebung auf. Diese Phasenverschiebung ist abhängig von der Tiefe der Gewebeschicht, in der das Signal erzeugt wurde. Durch die prinzipbedingte Phasenselektivität des erfindungs­gemäßen Lock-In-Verstärkers ergibt sich daher eine Tiefenge­wichtung der Signalanteile, die durch eine Veränderung der Phasenselektivität des Lock-In-Verstärkers variiert werden kann. Die Messung kann gezielt auf bestimmte Schichten fo­kussiert werden. Dazu sind die Nichtlinearitäten NL derart ausgestaltet, daß unter mehreren voreingestellten Möglich­keiten ausgewählt werden kann. Der vorstehend erläuterte Effekt kann beispielsweise bei der nichtinvasiven photoakustischen Messung von Blutinhaltsstof­fen Anwendung finden. Dabei kann durch geeignete Wahl von Tiefengewichtungen die Empfindlichkeit der Messung für Signale, die aus der nichtdurchbluteten obersten Haut­schicht, der Epidermis, stammen, minimiert und für Signale aus tieferliegenden, durchbluteten Hautschichten optimiert werden (die Dicke der Epidermis beträgt an geeigneten Stel­len ca. 0,1 mm) . Fig. 3 bis 5 veranschaulichen für diesen Anwendungsfall und für die beschriebenen Ausführungsformen die Gewichtung der in unterschiedlichen Hauttiefen erzeugten Signale bei der Signalverarbeitung im Lock-In-Verstärker. Die sich für eine Einstrahlung mit einer Lichtwellenlänge von g = 633 nm ergebende Strahlungsverteilung in der Haut und die Dämpfung der Wärmewelle auf dem Weg von tieferlie­genden Gewebeschichten an die Hautoberfläche (zugrundege­legte Modulationsfrequenz der Strahlungsintensität: 5 Hz) sind in den gezeigten Gewichtungskurven bereits berücksich­tigt. Wie in Fig. 3 zu sehen ist, treten ohne die Verwendung von Nichtlinearitäten in der Signalverarbeitung positive und negative Gewichtungen von Signalen auf. Für die in diesem Beispiel gewählten Werte von Lichtwellenlänge und Modula­tionsfrequenz entspricht die Grenze zwischen positiver und negativer Gewichtung etwa der Grenze Epidermis/Dermis. In der ersten (Fig. 4) und zweiten (Fig. 5) Ausführungsform mit geeigneten Nichtlinearitäten treten hingegen nur positive Gewichtungen auf. Dabei sind bei dem Lock-In-Verstärker der zweiten Ausführungsform (8. Potenz) die Gewichtungen stärker auf einzelne Tiefenbereiche konzentriert als bei der ersten Ausführungsform (Quadrierung).