Title:
Verfahren zur Beseitigung von Hämoglobinstörungen bei der Analyse medizinischer Proben
Kind Code:
A1


Abstract:
The present invention relates to a process for determining an analyte in a sample containing free haemoglobin by optical bichromatic measurement for a main and a secondary measuring wave length. A secondary measuring wave length of above 475 nm is used containing absorption bands of haemoglobin.



Inventors:
PFITSCHLER ELKE (DE)
WEISHEIT RALPH DR (DE)
Application Number:
DE19622090A
Publication Date:
12/04/1997
Filing Date:
05/31/1996
Assignee:
BOEHRINGER MANNHEIM GMBH, 68305 MANNHEIM, DE



Claims:
1. Verfahren zur Bestimmung eines Analyten in einer freies Hämoglobin enthaltenden Probe durch optische bichroma­tische Messung bei einer Haupt- und einer Nebenmeßwellen­länge, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Nebenmeßwellenlänge von oberhalb 475 nm verwendet, bei der sich Absorptionsbanden von Hämoglobin befinden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Nebenmeßwellenlänge im Bereich von 546 ± 10 nm verwendet.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Nebenmeßwellenlänge im Bereich von 570 ± 10 nm verwendet.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1ä3, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Test durchführt, der auf einer Messung der Zu- oder Abnahme der Konzentration von NADH oder NADPH in der Probe beruht.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Hauptmeßwellenlänge im Bereich von 340 ± 10 nm verwendet.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1ä5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Gehalt eines Analyten bestimmt, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ammoniak, Creatinkinase und Isoenzymen davon und Lactat-Dehydrogenase und Isoenzymen davon.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Bestimmung von Ammoniak durchführt.

8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Bestimmung von Creatinkinase oder/und des Creatinkinase-Isoenzyms CK-MB durchführt.

9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Bestimmung von Lactatdehydrogenase oder/und des Lactatdehydrogenase-Isoenzyms HBDH durchführt.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1ä9, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Probe bestimmt, die ein Blutersatzmittel enthält.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1ä10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestimmung an einer Serum- oder Plasmaprobe durchgeführt wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1ä11, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bestimmung in einem Analyseautomaten durch­führt.

Description:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung eines Ana­lyten in einer freies Hämoglobin enthaltenden Probe, wobei die Bestimmung durch eine optische bichromatische Messung bei ei­ner Haupt- und einer Nebenmeßwellenlänge erfolgt. Insbesondere ist dieses Verfahren zur Bestimmung der Parameter Ammoniak, Creatinkinase und Isoenzymen davon und Lactat-Dehydrogenase und Isoenzymen davon in einer medizinischen Probe, z. B. einer Serum- oder Plasmaprobe, geeignet. Es ist allgemein bekannt, daß durch Hämolyse die Bestimmung einer Vielzahl von Analyten in teilweise erheblichem Maße gestört ist. Um dennoch unverfälschte Meßwerte zu erhalten, wurden in der Vergangenheit unterschiedliche Verfahren zur Hämolyse-Entstörung publiziert. Eines dieser Verfahren besteht darin, daß bei der Messung in automatisierten Analysegeräten neben der ersten Meßwellenlänge (Hauptmeßwellenlänge) häufig eine zweite Meßwellenlänge (Ne­benmeßwellenlänge) benutzt wird, mittels derer der Störeinfluß interferierender Substanzen wie Hämoglobin, Bilirubin und Li­pämie beseitigt oder zumindest minimiert werden kann. Eine Anforderung dabei ist, daß die zu messende Substanz bei der Nebenwellenlänge möglichst wenig absorbiert, die Störsub­stanz dagegen möglichst in gleicher Höhe absorbiert wie bei der Hauptwellenlänge (Praxistechnik: Photometer für die Ärzt­liche Praxis, Deutscher Ärzteverlag 1977, Seiten 41ä42). Im DIA-Letter (Boehringer Mannheim) Nr. 70 (1985) wird er­wähnt, daß die Nebenwellenlänge möglichst nahe der Hauptwel­lenlänge liegen sollte, da in der Regel dann die Störsubstanz bei Haupt- und Nebenwellenlänge ähnliche Extinktionen auf­weist. In Clin Chem 25/6, 951ä959 (1979) wird darauf verwiesen, die Nebenwellenlänge so zu wählen, daß diese nahe des Absorptions­minimums des Chromogens und nahe des Absorptionsmaximums der Störsubstanz liegen sollte. In diesem Zusammenhang wird für die Glucosebestimmung (Hauptwellenlänge 340 nm) eine Neben­wellenlänge von 380 nm empfohlen, da hier die Störsubstanzen ähnlich absorbieren wie bei 340 nm. Kritisch wird dagegen in Eur J Clin Chem Clin Biochem 31/9, 595ä601 (1993) gesehen, UV-Tests mit einer Nebenwellenlänge von 380 nm zu vermessen, da in diesem Fall die Umwandlung von Hb-O¥ in Meth-Hb zu spektralen Veränderungen bei 380 nm und damit zu Fehlmessungen führt. Für Tests, die auf Messung von NAD(P)H-Abnahme oder -Zunahme beruhen, wird deshalb eine Nebenwellenlänge empfohlen, die hinter der sogenannten Soret-Region liegt, wie z. B. 475 nm. Alle zuvor beschriebenen Verfahren beziehen sich auf die Ent­störung von durch Hämolyse verursachten Fehlmessungen. Mit der Bereitstellung von Blutersatzmitteln auf Basis von Hämoglobin stellt sich die Frage nach der Beseitigung von Störungen durch natives oder synthetisches Hämoglobin bzw. Hb-analogen Ver­bindungen noch weit brisanter als bisher. Solche Störungen treten dann nämlich einerseits auch in nicht hämolytischem Probenmaterial und andererseits auch in weit höherem Grad auf als bei nativer Hämolyse, da bei Therapie mit Blutersatzmit­teln der Hb-Gehalt im Blutserum oder -plasma bis zu 2.000 mg/dl betragen kann. Außerdem wurde festgestellt, daß bei der Messung bestimmter Analyten, wie etwa Ammoniak, Creatinkinase und Isoenzymen davon sowie Lactat-Dehydrogenase und Isoenzymen davon die Verwendung einer Nebenmeßwellenlänge von 475 nm oder höher, z. B. bei 480, 505, 600, 660 oder 700 nm, nicht ohne weiteres eine ausreichende Hämoglobinentstörung erzielt. Da diese Para­meter im Rahmen der Herz-Kreislauf- und Notfalldiagnostik sowie der Diagnostik von mit Blutersatzmitteln therapierten Patienten von essentieller Bedeutung sind, war es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfaches Verfahren zur Besei­tigung von Störungen bereitzustellen, die durch natives Hämo­globin oder auf synthetischem Hb- bzw. Hb-analogen Verbindun­gen basierenden Blutersatzmitteln, insbesondere bei Messung der oben genannten Analyten hervorgerufen werden. Gelöst wurde die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch ein Verfahren zur Bestimmung eines Analyten in einer freies Hämoglobin enthaltenden Probe durch optische bichromatische Messung bei einer Haupt- und einer Nebenmeßwellenlänge, wobei daß man eine Nebenmeßwellenlänge von oberhalb 475 nm verwen­det, bei der sich Absorptionsbanden von Hämoglobin befinden. Bevorzugte Nebenmeßwellenlängen für das erfindungsgemäße Ver­fahren liegen im Bereich von 546 ± 10 nm, insbesondere 546 ± 5 nm sowie im Bereich von 570 ± 10 nm und insbesondere 570 ± 5 nm. Am meisten bevorzugt sind die Wellenlängen 546 bzw. 570 nm. Die Auswahl der erfindungsgemäßen Wellenlängen als Nebenmeß­wellenlängen war überraschend, da bei der aus dem Stand der Technik (Boehringer Mannheim/Hitachi-Applikation) bekannten Nebenmeßwellenlänge von 405 nm, bei welcher ebenfalls eine Absorption durch Hämoglobin stattfindet, gerade die größten Störungen durch Hämoglobin erhalten werden. Weiterhin wird in der oben genannten Publikation Eur J Clin Chem Clin Biochem darauf hingewiesen, daß zur Entstörung von Hämoglobin gerade eine Nebenmeßwellenlänge verwendet werden sollte, die hinter der Soret-Region (wo die Hauptabsorptionsbanden von Hämoglobin sind) liegt, so daß es allenfalls naheliegend wäre, als Neben­meßwellenlänge solche Wellenlängen zu wählen, wo sich über­haupt keine Absorptionsbanden von Hämoglobin befinden. Die erfindungsgemäße Entstörungsmethode ist für Verfahren geeignet, bei denen die Bestimmung des Analyten durch optische Messung erfolgt, insbesondere durch optische Messung bei einer Hauptwellenlänge im UV-Bereich. Besonders bevorzugt wird das Verfahren bei Tests durchgeführt, die auf einer Messung der Zu- oder Abnahme der Konzentration von NADH oder NADPH in der Probe beruhen. In diesem Fall verwendet man bevorzugt eine Hauptmeßwellenlänge im Bereich von 340 ± 10 nm. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur Bestimmung beliebiger Proben, in denen freies Hämoglobin vorliegt. Bei­spiele für solche Proben sind hämolytische Serum- oder Plasma­proben oder Proben, die ein Blutersatzmittel enthalten. Bei­spiele für Blutersatzmittel, die im Sinne der vorliegenden Erfindung unter den Begriff "freies Hämoglobin" fallen, sind derivatisierte, polymerisierte, modifizierte oder querver­netzte Derivate von Hämoglobinen, insbesondere von Humanhämo­globin oder Rinderhämoglobin, z. B. DCL-Hämoglobin (Diaspirin­crosslinked-Hämoglobin), sowie rekombinant hergestelltes Hämo­globin. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bestimmt man den Gehalt eines Analyten, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ammoniak, Creatinkinase und Iso­enzymen davon und Lactat-Dehydrogenase und Isoenzymen davon. Die Bestimmung von Ammoniak durch das erfindungsgemäße Ver­fahren erfolgt vorzugsweise nach der enzymatischen UV-Methode (Da Fonseca-Wollheim F., Z.Klin.Chem.Klin.Biochem. 11 (1973) 421). Die Bestimmung der Creatinkinase (CK) erfolgt vorzugsweise nach der "Optimierten Standard-Methode" der Deutschen Gesell­schaft für klinische Chemie (J.Clin.Chem.Clin.Biochem. 15 (1977), 249). Die Bestimmung des Creatinkinase-Isoenzyms CK-MB erfolgt vorzugsweise nach der immunologischen UV-Methode (Würzburg U. et al., Klin. Wschr. 54 (1976), 357). Die Bestimmung von Lactat-Dehydrogenase (LDH) oder des Lactat-Dehydrogenase Isoenzyms (HBDH) (1-Hydroxybutyrat-Dehydrogena­se) erfolgt vorzugsweise nach der "Optimierten Standard-Metho­de" der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie (Z.Klin. Chem.Klin.Biochem. 8 (1970), 658 und 10 (1972), 182). Als Probe wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise eine Serum- oder Plasmaprobe eingesetzt, insbesondere eine humane Serum- oder Plasmaprobe. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens be­steht darin, daß es in einem Analyseautomaten durchgeführt werden kann, z. B. an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 704- oder 717-Analysegerät. Bei derartigen Analysegeräten können ohne weiteres die besonders bevorzugten Nebenmeßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eingestellt werden. Weiterhin wird die Erfindung durch die nachfolgenden Beispiele erläutert:Allgemeine Methoden Ein Teil eines Serumpools wurde mit einer Hämoglobin-haltigen Lösung derart versetzt, daß ein Hämoglobingehalt von 2.000 mg/dl erreicht wurde. Ein anderer, gleich großer Teil des Serumpools wurde mit der äquivalenten Menge einer NaCl-Lösung (154 mmol/l) versetzt. Beide Teile wurden anschließend in unterschiedlichem Verhältnis derart miteinander vermischt, daß eine Hb-Konzentrationsreihe aus 11 Proben entstand, wobei eine Probe kein Hb und die höchste Probe 2.000 mg/dl Hb ent­hielt.Beispiel 1Bestimmung von Ammoniak Die Bestimmung wurde an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 717-Analysegerät durchgeführt. Es wurden folgende Reagenzien ver­wendet:Reagenz 1: 150 mmol/l Triethanolamin-Puffer, pH 8,6; 15 mmol/l a-Ketoglutarat; 1,5 mmol/l ADPReagenz 2: 150 mmol/l Triethanolamin-Puffer; pH 8,6; 15 mmol/l a-Ketoglutarat; 1,5 mmol/l ADP; 0,31 mmol/l NADPH; Ÿ 24 U/ml Glutamat-Dehydrogenase (GLDH). Die Testdurchführung war wie folgt: Zu 20 µl Probe wurden 200 µl Reagenz 1 und nach 5 min 50 µl Reagenz 2 gegeben. Die Bestimmung des Analyten erfolgte nach einer Dauer von weiteren 40 sec. Zur Messung wurden eine Hauptmeßwellenlänge von 340 nm und Nebenmeßwellenlängen von 405 nm, 480 nm, 505 nm, 600 nm, 660 nm und 700 nm (Vergleich) sowie von 546 nm und 570 nm (Erfindung) verwendet. Das Ergebnis dieser Bestimmung ist in Tabelle 1 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Meßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eine deutlich verbesserte Wiederfindung (recovery) als bei den anderen Meßwellenlängen erreicht wurde.Beispiel 2Bestimmung von Creatinkinase Die Bestimmung wurde an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 717-Analysegerät durchgeführt. Es wurden folgende Reagenzien ver­wendet:Reagenz 1: 110 mmol/l Imidazol-Puffer; pH 6,7; 20,5 mmol/l Glucose; 2,05 mmol/l EDTA; 2,5 mmol/l ADP; 6,1 mmol/l AMP; 12 µmol/l Diadenosinpentaphosphat; 2,5 mmol/l NADP; 25 mmol/l N-Acetylcystein; Ÿ 3,1 U/ml Hexokinase (HK); Ÿ 1,8 U/ml Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PäDH)Reagenz 2: 25 mmol/l Imidazol-Puffer; pH 7,5; 20,5 mmol/l Glucose; 2,05 mmol/l EDTA; 61 mmol/l Mg2+; 184 mmol/l Creatinphosphat. Die Testdurchführung war wie folgt: Zu 7 µl Probe wurden 250 µl Reagenz 1 und nach 5 min 50 µl Reagenz 2 gegeben. Die Bestimmung des Analyten erfolgte nach einer Dauer von weiteren 2 min. Zur Messung wurden eine Hauptmeßwellenlänge von 340 nm und Nebenmeßwellenlängen von 405 nm, 480 nm, 505 nm, 600 nm, 660 nm und 700 nm (Vergleich) sowie von 546 nm und 570 nm (Erfindung) verwendet. Das Ergebnis dieser Bestimmung ist in Tabelle 2 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Meßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eine deutlich verbesserte Wiederfindung (recovery) als bei den anderen Meßwellenlängen erreicht wurde.Beispiel 3Bestimmung des Creatinkinase-Isoenzyms CK-MB Die Bestimmung wurde an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 717-Analysegerät durchgeführt. Es wurden folgende Reagenzien ver­wendet:Reagenz 1 : 110 mmol/l Imidazol-Puffer; pH 6,7; 21 mmol/l Glucose; 11 mmol/l Mg2+; 2,1 mmol/l EDTA; 2,4 mmol/l ADP; 6,0 mmol/l AMP; 12 µmol/l Diadeno­sinpentaphosphat; 2,4 mmol/l NADP; 24 mmol/l N-Acetylcystein; Ÿ 3,0 U/ml HK; Ÿ 1,8 U/ml G6P-DH; Antikörper, Hemmkapazität gegen CK-M bis 2000 U/lReagenz 2: 110 mmol/l Imidazol-Puffer; pH 6,7; 21 mmol/l Glucose; 2,1 mmol/l EDTA; 11 mmol/l Mg2+; 186 mmol/l Creatinphosphat. Die Testdurchführung war wie folgt: Zu 12 µl Probe wurden 250 µl Reagenz 1 und nach 5 min 50 µl Reagenz 2 gegeben. Die Bestimmung des Analyten erfolgte nach einer Dauer von weiteren 3 min. Zur Messung wurden eine Hauptmeßwellenlänge von 340 nm und Nebenmeßwellenlängen von 405 nm, 480 nm, 505 nm, 600 nm, 660 nm und 700 nm (Vergleich) sowie von 546 nm und 570 nm (Erfindung) verwendet. Das Ergebnis dieser Bestimmung ist in Tabelle 3 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Meßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eine deutlich verbesserte Wiederfindung (recovery) als bei den anderen Meßwellenlängen erreicht wurde.Beispiel 4Bestimmung von Lactat-Dehydrogenase Die Bestimmung wurde an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 717-Analysegerät durchgeführt. Es wurden folgende Reagenzien ver­wendet:Reagenz 1: 68 mmol/l Phosphat-Puffer; pH 7,5; Ÿ 0,73 mmol/l PyruvatReagenz 2: Ÿ 1,1 mmol/l NADH. Die Testdurchführung war wie folgt: Zu 5 µl Probe wurden 250 µl Reagenz 1 und nach 5 min 50 µl Reagenz 2 gegeben. Die Bestimmung des Analyten erfolgte nach einer Dauer von weiteren 60 sec. Zur Messung wurden eine Hauptmeßwellenlänge von 340 nm und Nebenmeßwellenlängen von 405 nm, 480 nm, 505 nm, 600 nm, 660 nm und 700 nm (Vergleich) sowie von 546 nm und 570 nm (Erfindung) verwendet. Das Ergebnis dieser Bestimmung ist in Tabelle 4 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Meßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eine deutlich verbesserte Wiederfindung (recovery) als bei den anderen Meßwellenlängen erreicht wurde.Beispiel 5Bestimmung des LDH-Isoenzyms HBDH Die Bestimmung wurde an einem Boehringer Mannheim/Hitachi 717-Analysegerät durchgeführt. Es wurden folgende Reagenzien ver­wendet:Reagenz 1: 68 mmol/l Phosphat-Puffer; pH 7,5; 3,7 mmol/l a-OxobutyratReagenz 2: Ÿ 1,1 mmol/l NADH. Die Testdurchführung war wie folgt: Zu 5 µl Probe wurden 250 µl Reagenz 1 und nach 5 min 50 µl Reagenz 2 gegeben. Die Bestimmung des Analyten erfolgte nach einer Dauer von weiteren 60 sec. Zur Messung wurden eine Hauptmeßwellenlänge von 340 nm und Nebenmeßwellenlängen von 405 nm, 480 nm, 505 nm, 600 nm, 660 nm und 700 nm (Vergleich) sowie von 546 nm und 570 nm (Erfindung) verwendet. Das Ergebnis dieser Bestimmung ist in Tabelle 5 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Meßwellenlängen von 546 bzw. 570 nm eine deutlich verbesserte Wiederfindung (recovery) als bei den anderen Meßwellenlängen erreicht wurde.