Title:
EINSATZSTEUERUNG UND VERFAHREN ZUR ZUWEISUNG EINER ROLLE EINES VERFOLGERFAHRZEUGS
Kind Code:
T5


Abstract:

Ein Verfahren (250) und eine Einsatzsteuerung (102) zur Zuweisung von Rollen zu Respondereinheiten (104) bei einer Verdächtigenverfolgung. Das Verfahren (250) und die Steuerung umfassen das Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, und das Identifizieren einer ersten Respondereinheit (402) als Verfolgereinheit (134) zur Verfolgung des Verdächtigen. Als Reaktion auf einen Neubewertungsauslöser bestimmen das Verfahren (250) und die Einsatzsteuerung (102) die Neubewertung des Einsatzes der Verfolgereinheit (134). Die Neubewertung kann beispielsweise auftreten, wenn die Verfolgereinheit (134) vom Verkehr (406) blockiert oder anderweitig von dem Verdächtigen getrennt wird. Als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser werden die Respondereinheiten (104) betreffende kennzeichnende Daten (200) empfangen. Die kennzeichnenden Daten (200) werden dann zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten (104) zur Verfolgereinheit (134) bewertet. Wenn die zweite Respondereinheit (404) einen höheren Eignungsgrad als die erste Respondereinheit (402) aufweist, wird die zweite Respondereinheit (404) als Verfolgereinheit (134) eingewechselt. embedded image




Inventors:
Nakfour, Juana E., Ill. (Hawthorn Woods, US)
Miller, Trent J., Ill. (West Chicago, US)
Proctor, Lee M., Ill. (Cary, US)
Application Number:
DE112016005034T
Publication Date:
07/26/2018
Filing Date:
10/03/2016
Assignee:
Motorola Solutions, Inc. (Ill., Chicago, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Schumacher & Willsau Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80335, München, DE
Claims:
Verfahren zur Zuweisung von Rollen zu Respondereinheiten bei einer Verdächtigenverfolgung, wobei das Verfahren umfasst:
Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wobei die Verdächtigenverfolgung eine Verfolgung eines Verdächtigen umfasst;
Identifizieren einer ersten Respondereinheit unter den Respondereinheiten als Verfolgereinheit zur Verfolgung des Verdächtigen;
Bestimmen einer Neubewertung des Einsatzes der Verfolgereinheit als Reaktion auf einen Neubewertungsauslöser;
Empfangen kennzeichnender Daten zu den Respondereinheiten über einen Einsatzprozessor als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser;
Bewerten der kennzeichnenden Daten durch den Einsatzprozessor zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten, die Verfolgereinheit zu sein; und
Einsetzen einer zweiten Respondereinheit als die Verfolgereinheit durch den Einsatzprozessor auf der Grundlage der Eignungsgrade.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, umfasst: Empfangen einer von einem Benutzer eingegebenen Benachrichtigung, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, von einer der Respondereinheiten.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, umfasst:
Empfangen, von einer der Respondereinheiten, von Einsatzdaten, die zumindest ein aus der aus Sirenenstatusdaten, Blaulichtstatusdaten, Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten, Fahrzeugbeschleunigungsdaten, Benutzersprachdaten, Bilddaten, Videodaten und audiovisuellen Auswertungsdaten bestehenden Gruppe ausgewähltes Element umfassen; und
Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, auf der Grundlage der Einsatzdaten.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die kennzeichnenden Daten empfangene Einsatzdaten umfassen, die Sensordaten und Responderinformationsdaten umfassen.

Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin umfasst: Identifizieren eines Teils der Respondereinheiten als verfügbare Respondereinheiten als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser.

Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Identifizieren eines Teils der Respondereinheiten als verfügbare Respondereinheiten umfasst:
Verwenden einer geschätzten Position des Verdächtigen:
Empfangen von Einsatzdaten, die Positionsdaten der Respondereinheiten umfassen;
Identifizieren der Respondereinheiten innerhalb einer vorgegebenen Entfernung von der geschätzten Position des Verdächtigen als verfügbare Respondereinheiten.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bewerten der kennzeichnenden Daten zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten, die Verfolgereinheit zu sein, die Berechnung einer Bewertungsziffer für jede der Respondereinheiten auf der Grundlage zumindest eines aus der aus dem Fortbewegungsmittel, der maximalen Geschwindigkeit, der aktuellen Geschwindigkeit, dem Defensivpotential, dem Fahrzeugzustand, dem verbleibenden Kraftstoff, dem Fahrzeugfabrikat, dem Fahrzeugmodell, der Fahrzeuggröße, der Fahrzeugausrüstung, der Entfernung von dem Verdächtigen, der Erfahrung des Fahrzeugführers, den Fähigkeiten des Fahrers/Fahrzeugführers, der Zeiteinheit in der Schicht und den Umgebungsparametern bestehenden Gruppe ausgewählten Elements umfasst.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Einsetzen der zweiten Respondereinheit als die Verfolgereinheit anhand der Eignungsgrade umfasst:
Übermitteln einer Benachrichtigung von der Bestimmung zum Verfolger an die zweite Respondereinheit zur Anzeige, dass die zweite Respondereinheit die Verfolgereinheit ist; und
Übermitteln einer Benachrichtigung von der Bestimmung zum Unterstützer an die erste Respondereinheit zur Anzeige, dass die erste Respondereinheit eine Unterstützereinheit ist.

Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin umfasst: Schätzen einer Position des Verdächtigen auf der Grundlage von Einsatzdaten, die Positionsdaten von der Verfolgereinheit umfassen.

Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin umfasst:
Bestimmen potentieller Routen für die Verfolgereinheit;
Identifizieren einer ersten Gruppe der Respondereinheiten als Unterstützereinheiten;
Bestimmen priorisierter Abfangpunkte auf der Grundlage der potentiellen Routen;
Zuordnen jedes priorisierten Abfangpunkts zu einer der Unterstützereinheiten zur Bildung mehrerer Paare aus Unterstützereinheiten und priorisierten Abfangpunkten; und
Übermitteln von Navigationsanweisungen zum priorisierten Abfangpunkt des Paars an die Unterstützereinheit des Paars für jedes der Paare.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei der ersten Respondereinheit ein erstes Fortbewegungsmittel zugeordnet ist und der zweiten Respondereinheit ein zweites Fortbewegungsmittel zugeordnet ist, das sich von dem ersten Fortbewegungsmittel unterscheidet, wobei das erste Fortbewegungsmittel und das zweite Fortbewegungsmittel aus einer Gruppe ausgewählt wird, bestehend aus: zu Fuß, Motorrad, zu Pferd, Fahrzeug und unbemanntes Luftfahrzeug.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Einsetzen der zweiten Respondereinheit als Verfolgereinheit anhand der Eignungsgrade zumindest ein Element umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die besteht aus:
Erteilen von Priorität in Bezug auf die Dienstqualität über ein Kommunikationsnetzwerk an die zweite Respondereinheit;
Erteilen von Priorität in Bezug auf eine Ampelsteuerung an die zweite Respondereinheit;
Hervorheben von Informationen zur zweiten Respondereinheit auf einer Anzeige der Verfolgungsinformationen; und
Steuern einer Kamera der zweiten Respondereinheit.

Einsatzsteuerung, die umfasst:
einen Transceiver;
einen mit dem Transceiver gekoppelten Einsatzprozessor; und
einen mit dem Einsatzprozessor gekoppelten Speicher, der Anweisungen enthält, die, bei der Ausführung durch den Einsatzprozessor eine Reihe von Funktionen ausführen, die umfassen:
Bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wobei die Verdächtigenverfolgung die Verfolgung eines Verdächtigen umfasst;
Identifizieren einer ersten Respondereinheit unter den Respondereinheiten als Verfolgereinheit zur Verfolgung des Verdächtigen;
Bestimmen einer Neubewertung der Bestimmung zur Verfolgereinheit als Reaktion auf einen Neubewertungsauslöser;
Empfangen kennzeichnender Daten zu den Respondereinheiten als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser;
Bewerten der kennzeichnenden Daten zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten, die Verfolgereinheit zu sein; und
Einsetzen einer zweiten Respondereinheit als die Verfolgereinheit auf der Grundlage der Eignungsgrade.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei das Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, das Empfangen einer von einem Benutzer eingegebenen Benachrichtigung, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, von einer der Respondereinheiten umfasst.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei das Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, umfasst:
Empfangen, von einer der Respondereinheiten, von Einsatzdaten, die zumindest ein aus der aus Sirenenstatusdaten, Blaulichtstatusdaten, Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten, Fahrzeugbeschleunigungsdaten, Benutzersprachdaten, Bilddaten, Videodaten und audiovisuellen Auswertungsdaten bestehenden Gruppe ausgewähltes Element umfassen; und
Bestimmen, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, auf der Grundlage der Einsatzdaten.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei der Speicher weiterhin Anweisungen umfasst, die, wenn sie von dem Einsatzprozessor ausgeführt werden, eine Reihe weiterer Funktionen ausführen, die umfassen: Identifizieren eines Teils der Respondereinheiten als verfügbare Respondereinheiten als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 16, wobei das Identifizieren der Respondereinheiten als verfügbare Respondereinheiten umfasst:
Verwenden einer geschätzten Position des Verdächtigen;
Empfangen von Einsatzdaten, die Positionsdaten der Respondereinheiten umfassen;
Identifizieren der Respondereinheiten innerhalb einer vorgegebenen Entfernung von der geschätzten Position des Verdächtigen als verfügbare Respondereinheiten.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei das Einsetzen der zweiten Respondereinheit als Verfolgereinheit anhand der Eignungsgrade umfasst
Übermitteln einer Benachrichtigung von der Bestimmung zum Verfolger an die zweite Respondereinheit, um anzuzeigen, dass die zweite Respondereinheit die Verfolgereinheit ist; und
Übermitteln einer Benachrichtigung von der Bestimmung zum Unterstützer an die erste Respondereinheit, um anzuzeigen, dass die erste Respondereinheit eine Unterstützereinheit ist.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei der Speicher weiterhin Anweisungen enthält, die, wenn sie durch den Einsatzprozessor ausgeführt werden, eine Reihe weiterer Funktionen ausführen, die umfassen: Schätzen einer Position des Verdächtigen auf der Grundlage von Einsatzdaten, die Positionsdaten von der Verfolgereinheit umfassen.

Einsatzsteuerung nach Anspruch 13, wobei der Speicher weiterhin Anweisungen enthält, die, wenn sie von dem Einsatzprozessor ausgeführt werden, eine Reihe weiterer Funktionen ausführen, die umfassen:
Bestimmen potentieller Routen für die Verfolgereinheit;
Identifizieren einer ersten Gruppe von Respondereinheiten als Unterstützereinheiten;
Bestimmen priorisierter Abfangpunkte auf der Grundlage der potentiellen Routen;
Zuordnen jedes priorisierten Abfangpunkts zu einer der Unterstützereinheiten zur Bildung mehrerer Paare aus Unterstützereinheit und priorisiertem Abfangpunkt; und
hinsichtlich jedes der Paare, Übermitteln von Navigationsanweisungen zu dem priorisierten Abfangpunkt des Paars an die Unterstützereinheit des Paars.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die Strafverfolgungsbehörden von Rechtssystemen auf der ganzen Welt werden gelegentlich in die Verfolgung eines Verdächtigen verwickelt. So kann beispielsweise ein Polizeibeamter potentielle Verkehrsordnungswidrigkeiten wie ein Fahrzeug, das mit einer höheren Geschwindigkeit als einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit fährt, beobachten und dem Fahrzeugführer durch Einschalten des Blaulichts und der Sirene des Polizeifahrzeugs signalisieren, an der Fahrbahnseite zu halten. Im Allgemeinen fährt der Fahrzeugführer auf die Fahrbahnseite und hält kurz darauf an, so dass der Polizeibeamte auf den Fahrer zugehen und ihn auf die potentielle Ordnungswidrigkeit ansprechen kann. In einigen Fällen folgt der Fahrzeugführer den Anweisungen des Polizeibeamten, an die Fahrbahnseite zu fahren, jedoch nicht und flieht stattdessen. In derartigen Fällen kann eine Verdächtigenverfolgung vorkommen, bei der der Polizeibeamte das Fahrzeug des fliehenden Verdächtigen verfolgt oder ihm nachfährt. Weitere Polizeibeamte können sich ebenfalls an der Verfolgung beteiligen.

Obwohl das angeführte Beispiel ein Verkehrsdelikt betrifft, kann ein Verdächtiger aus verschiedenen Gründen fliehen, und ein Polizeibeamter kann den Verdächtigen verfolgen. So kann der Polizeibeamte den Verdächtigen beispielsweise als wegen einer früheren Straftat gesuchte Person erkennen, oder der Polizeibeamte kann Zeuge werden, wie der Verdächtige eine kriminelle Handlung begeht.

Unabhängig vom Anlass schließt die Verdächtigenverfolgung im Allgemeinen die Verfolgung eines Verdächtigen, der dem Polizeibeamten zu entgehen versucht, durch einen Polizeibeamten ein. Eine Verdächtigenverfolgung kann auch zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd, mit einem Fahrzeug oder einem anderen Fortbewegungsmittel oder einer Kombination dieser erfolgen (z.B. ein Verdächtiger zu Fuß und ein verfolgender Polizeibeamter in einem Fahrzeug). An einer Verdächtigenverfolgung kann auch eine unbemannte Drohne beteiligt sein.

Verdächtigenverfolgungen stellen eine Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden und die Öffentlichkeit dar. So kann ein fliehender Verdächtiger beispielsweise ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit und unberechenbar fahren, wodurch andere Fahrzeuge und Fußgänger dem Risiko eines Unfalls und der Verletzung ausgesetzt werden. Die Koordination der Verfolgung eines Verdächtigen durch mehrere Polizeibeamte stellt aufgrund der sich kontinuierlich verändernden Variablen der Verfolgung wie der Position des Verdächtigen, der Position und Anzahl der beteiligten Polizeibeamten, des Verkehrs und der Umgebungsbedingungen eine Herausforderung dar. Eine weitere Herausforderung ist die unklare Rollenverteilung der verschiedenen beteiligten Polizeibeamten, die die Effizienz und die Erfolgsrate bei der Ergreifung des Verdächtigen beeinträchtigen kann.

Dementsprechend besteht Bedarf an einer verbesserten Einsatzsteuerung und einem Verfahren zur Zuweisung der Rollen von Polizeibeamten bei einer Verdächtigenverfolgung und der Bereitstellung einer koordinierten Verfolgungsstrategie für die Polizeibeamten zur Verbesserung der Sicherheit, Effizienz und Effektivität von Verdächtigenverfolgungen.

Figurenliste

Die beiliegenden Figuren, in denen identische oder funktional ähnliche Elemente über die einzelnen Ansichten durchgehend durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, sind zusammen mit der nachstehenden genauen Beschreibung in die Beschreibung aufgenommen und bilden einen Teil dieser und dienen der weiteren Veranschaulichung von Ausführungsformen von Konzepten, die die beanspruchte Erfindung einschließen, und erläutern unterschiedliche Prinzipien und Vorteile dieser Ausführungsformen.

  • 1 zeigt ein Verfolgungseinsatzsystem gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 2 zeigt eine Respondereinheit des Verfolgungseinsatzsystems gemäß 1 gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 3 zeigt einen externen Datenserver des Verfolgungseinsatzsystems gemäß 1 gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 4 zeigt eine Einsatzsteuerung des Verfolgungseinsatzsystems gemäß 1 gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 5 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Zuweisung von Rollen zu Respondereinheiten bei einer Verdächtigenverfolgung und zur Koordination einer Verdächtigenverfolgungsstrategie gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 6 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Identifikation eines Verfolgerfahrzeugs gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 7 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Bereitstellung einer koordinierten Verfolgungsstrategie gemäß einigen Ausführungsformen.
  • 8 ist ein Verfolgungsdiagramm, das eine koordinierte Verfolgungsstrategie gemäß einigen Ausführungsformen darstellt.
  • Die 9A und 9B sind Verfolgungsdiagramme, die das Ersetzen einer Verfolgereinheit bei einer Verdächtigenverfolgung gemäß einigen Ausführungsformen darstellen.

Für Fachleute ist ersichtlich, dass die Elemente in den Figuren auf Einfachheit und Deutlichkeit ausgelegt und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt sind. Die Abmessungen einiger der Elemente in den Figuren können beispielsweise in Bezug auf andere Elemente übertrieben dargestellt sein, um zum besseren Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beizutragen.

Die Bestandteile der Vorrichtung und des Verfahrens sind in den Zeichnungen, wo es zweckmäßig ist, durch herkömmliche Symbole dargestellt, wobei nur die spezifischen Einzelheiten gezeigt sind, die zum Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung relevant sind, um die Offenbarung nicht mit Details zu überfrachten, die für durchschnittliche Fachleute mit Unterstützung der vorliegenden Beschreibung sofort offenkundig sind.

GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einer Ausführungsform wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Zuweisung von Rollen zu Respondereinheiten bei einer Verdächtigenverfolgung bereitgestellt. Das Verfahren umfasst die Bestimmung, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wobei die Verdächtigenverfolgung die Verfolgung eines Verdächtigen umfasst. Das Verfahren umfasst ferner die Identifikation einer ersten Respondereinheit unter den Respondereinheiten als Verfolgereinheit zur Verfolgung des Verdächtigen und die Bestimmung der Neubewertung des Einsatzes der Verfolgereinheit als Reaktion auf einen Neubewertungsauslöser. Das Verfahren umfasst auch das Empfangen kennzeichnender Daten zu den Respondereinheiten durch einen Prozessor als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser. Das Verfahren umfasst ferner die Bewertung der kennzeichnenden Daten durch den Prozessor zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten zur Verfolgereinheit. Der Prozessor setzt anhand der Eignungsgrade eine zweite Respondereinheit an die Stelle der Verfolgereinheit.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird durch die Erfindung eine Einsatzsteuerung bereitgestellt, die einen Transceiver, einen mit dem Transceiver gekoppelten Prozessor und einen mit dem Prozessor gekoppelten Speicher umfasst. Der Speicher enthält Anweisungen, die bei der Ausführung durch den Prozessor eine Reihe von Funktionen ausführen. Die Reihe von Funktionen umfasst die Bestimmung, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wobei die Verdächtigenverfolgung die Verfolgung eines Verdächtigen umfasst, und die Identifikation einer ersten Respondereinheit unter den Respondereinheiten als Verfolgereinheit zur Verfolgung des Verdächtigen. Das Verfahren umfasst ferner die Bestimmung einer Neubewertung des Einsatzes der Verfolgereinheit als Reaktion auf einen Neubewertungsauslöser, und das Empfangen kennzeichnender Daten zu den Respondereinheiten durch einen Prozessor als Reaktion auf den Neubewertungsauslöser. Das Verfahren umfasst auch eine Bewertung der kennzeichnenden Daten zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der Respondereinheiten zur Verfolgereinheit durch den Prozessor und ferner das Einwechseln einer zweiten Respondereinheit als Verfolgereinheit auf der Grundlage der Eignungsgrade durch den Prozessor.

1 zeigt ein Verfolgungseinsatzsystem 100, das eine Einsatzsteuerung 102, Respondereinheiten 104 und externe Datenserver 106 umfasst, die durch ein Kommunikationsnetzwerk 108 verbunden sind. Die Einsatzsteuerung 102 umfasst einen Einsatzprozessor 110, der ein elektronischer Prozessor ist, einen Einsatzspeicher 112 und einen Einsatz-Transceiver 114. Der Einsatzprozessor 110, der Einsatzspeicher 112 und der Einsatz-Transceiver 114 sind über einen Einsatzkommunikationsbus 116 gekoppelt. Der Einsatzspeicher 112 ist ein nicht flüchtiger Speicher, in dem Anweisungen gespeichert werden, die von dem Einsatzprozessor 110 empfangen und ausgeführt werden, um die hier beschriebene Funktionalität der Einsatzsteuerung 102 durchzuführen. Der Einsatz-Transceiver 114 ermöglicht der Einsatzsteuerung 102 die Kommunikation mit anderen Vorrichtungen, die die Respondereinheiten 104 und die externen Datenserver 106 umfassen, über das Kommunikationsnetzwerk 108. Bei einigen Ausführungsformen ist die Einsatzsteuerung 102 ein Anwendungsserver oder in einen (nicht dargestellten) Anwendungsserver integriert.

Das Kommunikationsnetzwerk 108 kann ein überregionales Telekommunikationssystemnetzwerk oder ein anderes Weitverkehrsnetz (WAN), das ein öffentliches oder privates Netzwerk umfasst, oder eine Kombination aus privaten und öffentlichen Netzwerken sein. Das Kommunikationsnetzwerk 108 kann Festnetztelefonleitungen, Mobilfunknetzwerke, terrestrische Mobilfunknetzwerke, Nahverkehrsdatennetzwerke, Weitverkehrsnetzwerke und/oder jeden anderen Kommunikationsnetzwerktyp umfassen. Das Kommunikationsnetzwerk 108 kann eine oder mehrere Verbindungen zum öffentlichen Telekommunikationsnetzwerk (PSTN) und dem Internet umfassen oder aufweisen. Das Kommunikationsnetzwerk 108 kann Netzwerkverkehr schalten oder weiterleiten, der Sprachtelefonate (z.B. Funktelefon- und Festnetzanrufe), digitale und analoge Funkkommunikationen, Internet-Protokoll-Telefonie (VolP), Nachrichten über Kurznachrichtendienste (SMS) und Nachrichten über Multimedianachrichtendienste (MMS) (hier gemeinsam als „Textnachrichten“ bezeichnet), Transmission Control Protocol/Internet Protocol Datenverkehr (TCP/IP-V) und dergleichen umfasst.

Jede der Respondereinheiten 104 ist im Allgemeinen einer menschlichen Einsatzkraft (z.B. einem Polizeibeamten) und einem Fortbewegungsmittel (z.B. zu Fuß, Fahrrad, Fahrzeug, Hubschrauber, unbemanntes Luftfahrzeug, Pferd und dergleichen) zugeordnet. Die Respondereinheit 104 kann beispielsweise eine von einem Polizeibeamten zu Fuß getragene oder in oder in der Nähe eines Armaturenbretts eines Einsatzfahrzeugs (z.B. eines KFZ, eines Geländefahrzeugs (SUV) oder eines LKW) integrierte Vorrichtung sein. Obwohl sich die vorliegende Beschreibung allgemein auf die Beteiligung von Polizeibeamten an einer Verdächtigenverfolgung bezieht, denen eine Respondereinheit zugeordnet ist, können andere menschliche Einsatzkräfte als Polizeibeamte an der Verfolgung beteiligt sein oder eine Respondereinheit zugewiesen bekommen.

Ein Beispiel der Respondereinheit 104 ist in 2 detaillierter dargestellt. Bei einigen Ausführungsformen können eine oder mehrere der Respondereinheiten 104 verglichen mit der in 2 gezeigten zusätzliche, weniger oder modifizierte Elemente umfassen. Gemäß 2 umfasst die Respondereinheit 104 einen Prozessor 120, der ein elektronischer Prozessor ist, einen Speicher 124, einen Transceiver 126, Benutzereingabevorrichtungen 128, Sensoren 130, eine Kamera 132, einen Laserentfernungsmesser 133 und eine Einheit mit Sprechtaste (PTT-Einheit) 13, die über einen Kommunikationsbus 136 gekoppelt sind. Der Speicher 124 ist ein nicht flüchtiger Speicher, in dem Anweisungen gespeichert werden, die durch den Prozessor 120 empfangen und ausgeführt werden, um die hier beschriebene Funktionalität der Respondereinheit 104 auszuführen. In dem Speicher 124 können auch Einsatzdaten 125 gespeichert werden, die audiovisuelle Daten von der Kamera 132, audiovisuelle Auswertungsdaten einer Softwareanalyse der audiovisuellen Daten, Entfernungsdaten von dem Laserentfernungsmesser 133, Sensordaten von den Sensoren 130, Responderinformationsdaten und andere Einsatzdaten umfassen. Die Einsatzdaten 125 können beispielsweise ein oder mehrere aus Sirenenstatusdaten, Blaulichtdaten, Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten, Fahrzeugbeschleunigungsdaten, Benutzersprachdaten, Bilddaten, Videodaten, audiovisuelle Auswertungsdaten oder beliebige weiteren Daten umfassen, die mit dem Betrieb der Respondereinheit 104 im Zusammenhang stehen und von denen einige nachstehend genauer beschrieben werden. Der Transceiver 126 ermöglicht der Respondereinheit 104 über das Kommunikationsnetzwerk 108 die Kommunikation mit anderen Vorrichtungen, beispielsweise der Einsatzsteuerung 102.

Die Benutzereingabevorrichtungen 128 können beispielsweise Tastaturen, Touchscreens, Schalter und weitere Eingabekomponenten umfassen, die der Respondereinheit 104 den Empfang von Benutzereingaben ermöglichen. Wie dargestellt, umfassen die Benutzereingabevorrichtungen 128 beispielsweise eine Verdächtigenverfolgungstaste 135. Wenn die Verdächtigenverfolgungstaste 135 gedrückt wird, gibt die Respondereinheit 104 ein Signal an die Einsatzsteuerung 102 aus, das anzeigt, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Dementsprechend empfängt die Einsatzsteuerung 102 gemäß diesem Beispiel eine von einem Benutzer eingegebene Benachrichtigung, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist.

Die Sensoren 130 umfassen einen oder mehrere Sensoren, die Sensordaten erzeugen, die als Teil der Einsatzdaten 125 gespeichert werden. Der Prozessor 120 kann auf die Einsatzdaten 125 zugreifen. Die Sensoren 130 können beispielsweise einen oder mehrere der folgenden umfassen: einen globalen Positionierungssatellitenempfänger (GPS-Empfänger), der Positions- und Bewegungsdaten zu der Respondereinheit 104 liefert, Beschleunigungsmesser, die Bewegungsdaten längs einer oder mehrerer Achsen der Respondereinheit 104 liefern, Kraftstoffstandsensoren, die Daten liefern, die einen Kraftstoffstand eines der Respondereinheit 104 zugeordneten Fahrzeugs angeben, Geschwindigkeitssensor(en), die Daten liefern, die eine Geschwindigkeit eines der Respondereinheit 104 zugeordneten Fahrzeugs angeben, Blaulichtsensor(en), die Daten liefern, die angeben, ob das Blaulicht eines der Respondereinheit 104 zugeordneten Fahrzeugs eingeschaltet ist, und Sirenensensor(en), die Daten liefern, die angeben, ob eine Sirene eines der Respondereinheit 104 zugeordneten Fahrzeugs eingeschaltet ist. Einige dieser Sensoren können (z.B. zum Zeitpunkt der Herstellung oder über eine Installation durch Dritte) getrennt von einer Respondereinheit 104 in einem der Respondereinheit 104 zugeordneten Einsatzfahrzeug installiert werden, jedoch getrennt von der Respondereinheit 104. In diesen Fällen kann die Respondereinheit 104 zum Empfangen der Sensordaten mit einem Fahrzeugkommunikationsnetzwerk (z.B. einem Controller Area Network Bus (CAN-Bus)) gekoppelt werden.

Die Kamera 132 kann sowohl eine Bild- als auch eine Videoaufnahmevorrichtung und eine Tonaufnahmevorrichtung umfassen, die eines oder mehrere aus Standbilddaten, Audiodaten, Textdaten und Videodaten liefern, die allgemein als audiovisuelle Daten bezeichnet werden und als Teil der Einsatzdaten 125 in dem Speicher 124 gespeichert werden können und auf die der Prozessor 120 zugreifen kann. Der Prozessor 120 führt eines oder mehrere aus einer Bild-, Audio-, Text- und Videoanalysesoftware aus, um die audiovisuellen Daten zu analysieren und Auswertungsdaten zu liefern. Die Analyse kann beispielsweise zur Erkennung der Fahrzeuge Verdächtiger über eine Nummernschilderkennung, zur Erkennung eines rücksichtslosen Fahrverhaltens der Fahrzeuge Verdächtiger, zum Schätzen eines Abstands zu Fahrzeugen Verdächtiger und zur Erfassung von Audiobefehlen über Spracherkennung verwendet werden. Die Ergebnisse der Analyse der audiovisuellen Daten können allgemein als audiovisuelle Auswertungsdaten bezeichnet werden. Genauer können die Ergebnisse der Analyse der Audiodaten als Audioanalytik, die Ergebnisse der Analyse der Textdaten als Textanalytik und die Ergebnisse der Analyse der Video- und Bilddaten als Videoanalytik bezeichnet werden. Die Einsatzdaten 125 können die unverarbeiteten audiovisuellen Daten, die bei der Analyse der audiovisuellen Daten erzeugten audiovisuellen Auswertungsdaten oder beides umfassen.

Der Laserentfernungsmesser 133 umfasst einen Lasersender und -detektor, der zum Messen eines Abstands und einer relativen Geschwindigkeit zwischen dem Laserentfernungsmesser 133 und einem Objekt wie einem Fahrzeug eines Verdächtigen verwendet wird. Dementsprechend kann der Laserentfernungsmesser 133 eingesetzt werden, um dem Prozessor 120 Entfernungsdaten und relative Geschwindigkeitsdaten zu liefern, die eine Entfernung und eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Respondereinheit 104 und dem Verdächtigen angeben.

Die Einheit 134 mit Sprechtaste (Push-to-Talk-Einheit) ermöglicht einem Benutzer (z.B. einem Polizeibeamten) die Kommunikation mit weiteren Respondereinheiten 104 und der Einsatzsteuerung 102. Die Einheit 134 mit Sprechtaste umfasst ein Mikrofon 140 und eine Sprechtaste 142. Als Reaktion auf ein Drücken der Sprechtaste 142 wird das Mikrofon 140 eingeschaltet und von dem Mikrofon aufgenommene Klänge 140 werden über einen Kommunikationskanal an Empfängereinheiten (z.B. weitere Respondereinheiten 104 und die Einsatzsteuerung 102) gesendet. Die Audiodaten, die im Allgemeinen Sprachdaten des Benutzers umfassen, können ebenfalls als Teil der Einsatzdaten 125 gespeichert und durch den Prozessor 120 analysiert werden, der die Analysesoftware ausführt, wie vorstehend in Bezug auf die audiovisuellen Daten beschrieben.

Die Einsatzdaten 125 können ferner Responderinformationsdaten wie das Fortbewegungsmittel der Respondereinheit 104 (z. B. fahrzeugbasiert, personenbasiert, fahrradbasiert, hubschrauberbasiert, unbemannt-fahrzeugbasiert), besondere Eigenschaften der Einsatzkraft oder des Polizeibeamten (z. B. Alter, Trainingszustand, allgemeine Gesundheit, Fähigkeiten und Erfahrungsniveau), die maximale Geschwindigkeit des Fahrzeugs, den Wartungszustand des Fahrzeugs, den Fahrzeughersteller, das Fahrzeugmodell und weitere die Respondereinheit 104 betreffende Informationen umfassen.

3 zeigt ein Beispiel des externen Datenservers 106 genauer. Bei einigen Ausführungsformen können einer oder mehrere der externen Datenserver 106 im Vergleich zu dem in 3 Gezeigten zusätzliche, weniger oder modifizierte Elemente umfassen. Der externe Datenserver 106 erfasst, speichert und liefert Umgebungsdaten 148 an die Einsatzsteuerung 102. Der externe Datenprozessor 106 umfasst einen Serverprozessor 150, der ein elektronischer Prozessor ist, einen Serverspeicher 152 und einen Server-Transceiver 154. Der Serverprozessor 150, der Serverspeicher 152 und der Server-Transceiver 154 sind durch einen Server-Kommunikationsbus 155 verbunden. Der externe Datenserver 106 ist mit einer oder mehreren Umgebungsdatenquellen 156 verbunden, die aufgenommene Umgebungsdaten 148 an den Serverspeicher 152 liefern, der ein nicht flüchtiger Speicher ist. Die Umgebungsdatenquellen 156 umfassen beispielsweise eine oder mehrere Umgebungsvorrichtungen 158, Umgebungskameras 160 und Umgebungssensoren 162. Die Umgebungsdaten 148 umfassen unterschiedliche Informationen, die eine oder mehrere der folgenden umfassen: Ampeldaten, Topographiedaten, Straßenzustands- und -statusdaten und Wetterdaten.

Die Umgebungsvorrichtungen 158 umfassen beispielsweise Ampelsteuerungen, die Ampelstatus- und Verkehrsinformationen liefern und über Anforderungen von der Einsatzsteuerung 102 oder den Respondereinheiten 104 gesteuert werden können. Die Umgebungskameras 160 umfassen beispielsweise auf verschiedene Straßen gerichtete Digitalkameras zur Bereitstellung von Bilddaten der Straßen, die von dem Serverprozessor 150 analysiert werden können, um Verkehrs-, Wetter- und Straßenzustandsdaten bereitzustellen. Die Umgebungssensoren 162 umfassen beispielsweise Verkehrssensoren, die Verkehrsdaten liefern, Wettersensoren, die Wetterdaten (z.B. Temperatur- und Niederschlagspegel) liefern, und Lichtsensoren, die eine Menge an Tageslicht angeben. Bei einigen Beispielen sind einer oder mehrere der externen Datenserver 106 öffentliche Datenquellen, die von staatlichen Stellen (z.B. dem Verkehrsministerium) oder Drittparteien unterhalten und aktualisiert werden.

4 zeigt ein Beispiel der Einsatzsteuerung 102 genauer. Bei einigen Ausführungsformen kann die Einsatzsteuerung 102 verglichen mit dem in 3 Gezeigten zusätzliche, weniger oder modifizierte Elemente umfassen. In dem Einsatzspeicher 112 werden Daten aus verschiedenen Quellen zur Verwendung in den hier beschriebenen Systemen und Verfahren gespeichert, die kennzeichnende Daten 200 und die Position 202 eines Verdächtigen umfassen. Die kennzeichnenden Daten umfassen empfange Umgebungsdaten 204 und empfange Einsatzdaten 206. Die empfangen Umgebungsdaten 204 werden von den externen Datenservern 106 empfangen und umfassen die Umgebungsdaten 148. Die empfangen Einsatzdaten 206 werden von den Respondereinheiten 104 empfangen und umfassen die Einsatzdaten 125. Der Einsatzspeicher 112 umfasst ferner mehrere Module, die beispielsweise Anweisungssegmente zur Ausführung durch den Einsatzprozessor 110 zur Durchführung der Funktionalität der hier beschriebenen Module sind. Genauer umfasst der Einsatzspeicher 112 ein Modul 210 zur Erfassung einer Verdächtigenverfolgung, ein Modul 212 zur Identifikation einer Respondereinheit, ein Modul 214 zur Erfassung eines Neubewertungsauslösers und ein Modul 216 zur Erzeugung einer koordinierten Verfolgungsstrategie. Die Daten und Blöcke des Speichers 112 werden nachstehend genauer beschrieben.

Die Einsatzsteuerung 102 kann ferner eine Anzeige 217 umfassen. Der Prozessor 110 kann die Anzeige 217 so steuern, dass sie Informationen zu einer Verdächtigenverfolgung sowie weitere Informationen in dem Einsatzspeicher 112 (z.B. die kennzeichnenden Daten 200 oder die Position 202 des Verdächtigen) anzeigt. In einigen Fällen ist die Anzeige 217 Teil einer anderen Datenverarbeitungsvorrichtung, die direkt oder über ein Netzwerk mit der Einsatzsteuerung 102 verbunden ist.

5 zeigt ein Verfahren 250 zur Zuweisung von Rollen zu Respondereinheiten bei einer Verdächtigenverfolgung und zur Koordination einer Verdächtigenverfolgungsstrategie für mehrere Respondereinheiten. Das Verfahren 250 kann zur effizienten Gefangennahme eines fliehenden Verdächtigen bei gleichzeitiger Reduzierung der Gelegenheiten zu Personen- und Sachschäden angewendet werden. Das Verfahren 250 wird unter Bezugnahme auf das Verfolgungseinsatzsystem 100 beschrieben, obwohl bei einigen Ausführungsformen andere Systeme und Komponenten zur Implementierung des Verfahrens 250 verwendet werden können. Das Verfahren 250 umfasst die Bestimmung, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, durch die Einsatzsteuerung 102 (Block 252). Der Einsatzprozessor 110, der das Modul 210 zur Erfassung einer Verdächtigenverfolgung ausführt, bestimmt beispielsweise auf der Grundlage einer Analyse von Daten von den Respondereinheiten 104 wie den empfangen Einsatzdaten 206, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Genauer kann der Einsatzprozessor 110 anhand des Empfangs von Einsatzdaten 125, die Sirenenstatusdaten und Blaulichtstatusdaten umfassen, von einer der Respondereinheiten 104, und Bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, auf der Grundlage der Einsatzdaten 125, bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Die Sirenenstatusdaten können beispielsweise angeben, ob die Sirene eines Einsatzfahrzeugs eingeschaltet ist, und die Blaulichtstatusdaten können angeben, ob das Blaulicht des Einsatzfahrzeugs eingeschaltet ist. Die zur Bestimmung verwendeten Einsatzdaten 125 können auch die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und die Richtung des Einsatzfahrzeugs angeben. Als ein Beispiel kann der Einsatzprozessor 110 diese empfangen Daten analysieren und bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wenn eine eingeschaltete Sirene und ein eingeschaltetes Blaulicht angezeigt werden und die Geschwindigkeit des Einsatzfahrzeugs über eine vorgegebene Zeitspanne einen vorgegebenen Schwellenwert übersteigt.

Der Einsatzprozessor 110 kann beispielsweise auch unter Verwendung zusätzlicher Techniken bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Der Einsatzprozessor 110 kann als Reaktion auf das Drücken der Verdächtigenverfolgungstaste 135 der Respondereinheit 104 durch einen Polizeibeamten eine Verfolgungsmeldung von der Respondereinheit 104 empfangen.

Überdies kann der Einsatzprozessor 110 durch eine Audioverarbeitungsanalyse von über das Mikrofon 140 der Einheit 134 mit Sprechtaste empfangenen Audioaufnahmen bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Ein Polizeibeamter kann beispielsweise einen vorgegebenen Ausdruck wie „Verfolgung eines Verdächtigen“ oder „10-50“ verwenden, während er die Sprechtaste 142 drückt. Der Ausdruck wird von dem Mikrofon 140 aufgenommen und als Audiodaten an die Einsatzsteuerung 102 gesendet, die (z. B. innerhalb des Moduls 210 zur Erfassung einer Verdächtigenverfolgung) die Spracherkennungssoftware zur Erkennung des vorgegebenen Ausdrucks verwendet. Bei Erkennung des vorgegebenen Ausdrucks bestimmt der Einsatzprozessor 110, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. In einigen Fällen bestimmt der Einsatzprozessor 110 sowohl auf der Grundlage der Erkennung des vorgegebenen Ausdrucks als auch anhand der Bestimmung, dass das Blaulicht und die Sirene eingeschaltet sind, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist.

Bei einigen Ausführungsformen bestimmt der Einsatzprozessor 110 auf der Grundlage der Bestimmung, dass das Blaulicht und die Sirene eingeschaltet sind, und weiterhin der Bestimmung, dass einem Fahrzeug eines Verdächtigen gefolgt wird, auf der Grundlage von Bild- oder Videodaten von der Kamera 132, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. So kann beispielsweise eine Bildanalysesoftware auf der Grundlage einer Nummernschilderkennung anzeigen, dass sich ein bestimmtes Fahrzeug über eine bestimmte Zeitspanne in den Bildrahmen befindet, während Blaulicht und Sirene eingeschaltet sind.

Bei einigen Ausführungsformen bestimmt der Einsatzprozessor 110 auf der Grundlage von Informationen, die von dem Fortbewegungsmittel der Respondereinheit 104 abhängen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist. Wenn die Respondereinheit 104 beispielsweise einem Beamten zu Fuß zugeordnet ist, kann der Einsatzprozessor 110 bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, wenn die von dem Beschleunigungsmesser oder einem GPS-Empfänger unter den Sensoren 130 ausgegebenen Sensordaten angeben, dass der Polizeibeamte rennt. Der Einsatzprozessor 110 kann auf der Grundlage der Bestimmung, dass der Polizeibeamte rennt, in Kombination mit einer weiteren Angabe, wie der Erfassung eines bestimmten von dem Polizeibeamten bei gedrückter Sprechtaste 142 gemäß 2 ausgesprochenen Ausdrucks (z.B. „Verfolgung“) über eine Audiosoftwareanalyse zu der Feststellung gelangen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist.

Nach der Bestimmung, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, fährt die Einsatzsteuerung 102 mit der Identifikation einer Verfolgereinheit fort (Block 254). Die Verfolgereinheit ist eine einer an einer Verdächtigenverfolgung beteiligten Respondereinheiten 104 zugewiesene Kennzeichnung. Bei einigen Ausführungsformen kann die Einsatzsteuerung 102 die Respondereinheit 104, die in Block 252 die Bestimmung, dass die Verdächtigenverfolgung im Gange ist, veranlasst hat, als Verfolgereinheit identifizieren. Anders ausgedrückt wird bei diesen Ausführungsformen zunächst generell die dem Polizeibeamten, der einen fliehenden Verdächtigen als erster identifiziert und die Verfolgung eingeleitet hat, zugeordnete Respondereinheit 104 als Verfolgereinheit identifiziert. Als Teil der Identifikation kann die Einsatzsteuerung 102 eine Benachrichtigung an die Respondereinheit 104 senden, dass sie zur Verfolgereinheit bestimmt wurde.

Ist die Respondereinheit 104 einmal zur Verfolgereinheit bestimmt, kann ihr in einem oder mehreren Systemen Priorität eingeräumt werden. Der Verfolgereinheit kann beispielsweise in Bezug auf die Dienstqualität (QoS) über Kommunikationsnetzwerke oder in Bezug auf eine Ampelsteuerung Priorität eingeräumt werden. Hinsichtlich der Priorität in Bezug auf die Dienstqualität kann das Kommunikationsnetzwerk 108 als ein Beispiel zur Verbesserung oder Steigerung der Wahrscheinlichkeit einer ungestörten, schnellen Kommunikation zwischen der Verfolgereinheit und der Einsatzsteuerung 102 oder weiteren Respondereinheiten 104 über das Kommunikationsnetzwerk 104 bezogen auf eine Unterstützereinheit eine zusätzliche Bandbreite oder weitere Ressourcen zur Verfügung stellen. Hinsichtlich der Ampelsteuerung kann die Respondereinheit 104, die die Verfolgereinheit ist, der Einsatzeinheit 102 Fahrtrichtungsinformationen zur Verfügung stellen, und die Einsatzeinheit 102 kann mit den mit einem Ampelnetzwerk verbundenen externen Datenservern 106 kommunizieren, um das Ampelnetzwerk zu steuern. Die Einsatzeinheit 102 kann beispielsweise Befehle an das Ampelnetzwerk ausgeben, so dass die Ampeln, denen sich die Verfolgereinheit nähert, der Verfolgereinheit das Wegerecht einräumen (d.h. auf grün schalten). Bei einigen Ausführungsformen kann die zur Verfolgereinheit bestimmte Respondereinheit 104 über eine lokale Funkfrequenzkommunikation (RF-Kommunikation) direkt mit einer Ampel kommunizieren, um zu befehlen, dass eine Ampel der Verfolgereinheit das Wegerecht einräumt, und eine Verfolgereinheitidentifikation in den Befehl einbinden. Dagegen kann einem ähnlichen Befehl von einer der Respondereinheiten 104, die nicht zur Verfolgereinheit bestimmt sind, eine niedrigere Priorität eingeräumt werden, oder er kann von der Ampel ignoriert werden.

Das Verfolgungseinsatzsystem 100 kann der Verfolgereinheit auch auf andere Weise eine höhere Priorität zuweisen. So kann beispielsweise die Anzeige 217, die Verfolgungsinformationen (z.B. die geschätzte Position des Verdächtigen auf einer Karte, die beteiligten Respondereinheiten 104 oder die verstrichene Dauer der Verfolgung) anzeigen kann, so gesteuert werden, dass sie Informationen zur Verfolgereinheit basierend auf ihrer Bestimmung zur Verfolgereinheit anzeigt oder hervorhebt. Dagegen können Informationen zu den anderen Respondereinheiten 104 auf der Anzeige 217 optisch weniger auffällig oder überhaupt nicht dargestellt sein. Durch diese Hervorhebung wird den Informationen zur leichteren Aufnahme durch Polizeikräfte, die die Verdächtigenverfolgung überwachen, Priorität eingeräumt. Die Anzeige 217 kann beispielsweise den Kraftstoffstand, die Geschwindigkeit und weitere anhand der empfangenen Einsatzinformationen 206 gewonnene Informationen zur Verfolgereinheit zeigen, während ähnliche Informationen zu den anderen Respondereinheiten 104 nicht oder in einer kleineren Schrift oder optisch weniger auffällig angezeigt werden.

Gemäß einem weiteren Beispiel kann die Einsatzsteuerung 102 die Anzeige 217 so steuern, dass sie eine Karte mit einer Echtzeitabbildung oder einer Nahezu-Echtzeitabbildung der Verdächtigenverfolgung bereitstellt. Die Abbildung der Verdächtigenverfolgung umfasst eine Karte, die die Position und die Fahrtrichtung der Respondereinheiten 104, die an der Verfolgung beteiligt sind, und des fliehenden Verdächtigen darstellt. Diese Positions- und Fahrtrichtungsinformationen zu den Respondereinheiten 104 können Teil der empfangen Einsatzdaten 206 sein, die der Einsatzsteuerung 102 zur Verfügung gestellt werden, und die Position des Verdächtigen und die Fahrtrichtung können beispielsweise unter Verwendung von Daten von der Verfolgereinheit geschätzt werden, wie nachstehend (z. B. unter Bezugnahme auf 6) genauer beschrieben. Auf der Karte kann die Respondereinheit 104, die zur Verfolgereinheit bestimmt ist, unter Verwendung einer anderen Farbe oder Grafikgröße als für die anderen Respondereinheiten 104 hervorgehoben werden.

Die Einsatzsteuerung 102 kann ferner von der Verfolgereinheit gelieferte Daten in einem anhand der empfangen kennzeichnenden Daten 200 geführten Ereignisprotokoll hervorheben. In dem Ereignisprotokoll können über den Verlauf einer Verdächtigenverfolgung die Zeit, die Position, die beteiligten Respondereinheiten und weitere Informationen aus den kennzeichnenden Daten 200 aufgezeichnet werden. Innerhalb des Ereignisprotokolls können mehr Informationen von der Verfolgereinheit protokolliert werden als von den anderen an der Verdächtigenverfolgung beteiligten Respondereinheiten 104, oder die Informationen von der Verfolgereinheit können in Bezug auf die Informationen von der anderen Respondereinheit 104 durch eine andere Schrift oder eine andere Kennzeichnung hervorgehoben werden.

Bei einigen Ausführungsformen kann die Respondereinheit 104, die eine Benachrichtigung empfängt, dass sie zur Verfolgereinheit bestimmt wurde, der Respondereinheit 104 zugeordnete Vorrichtungen steuern. Die zur Verfolgereinheit bestimmte Respondereinheit 104 kann beispielsweise die Aufnahme audiovisueller Daten der Verfolgung durch die Kamera 132 ermöglichen oder eine Erhöhung der Auflösung der bereits aufgenommenen audiovisuellen Daten durch die Kamera 132 vorgeben. Ähnlich kann die Respondereinheit bei der Aufhebung der Bestimmung zur Verfolgereinheit die Kamera 132 abschalten oder die Kamera 132 zur Aufnahme audiovisueller Daten mit einer geringeren Auflösung zurückführen. Bei einigen Ausführungsformen kann die Respondereinheit 104, als Reaktion auf eine Bestimmung zur Verfolgereinheit, audiovisuelle Daten (z. B. von der Kamera 132) an die Einsatzsteuerung 102 liefern oder die audiovisuellen Daten über das Kommunikationsnetzwerk 108 an andere Respondereinheiten 104 senden.

Bei einigen Ausführungsformen berücksichtigt die Einsatzsteuerung 102 mehrere Faktoren, bevor sie einer der Respondereinheiten 104 die Kennzeichnung Verfolgereinheit zuweist. 6 zeigt ein Verfahren 260 zur Identifikation einer Verfolgereinheit, das zur Implementierung von Block 254 des Verfahrens 250 verwendet werden kann. Der Einsatzprozessor 110 kann bei der Ausführung des Moduls 212 zur Identifikation einer Respondereinheit beispielsweise das Verfahren 260 implementieren, um eine Verfolgereinheit zu identifizieren. In Block 262 empfängt die Einsatzsteuerung 102 die kennzeichnenden Daten 200, die entweder die empfangenen Einsatzdaten 206 von den Respondereinheiten 104 oder die empfangenen Umgebungsdaten 204 von den externen Datenservern 106 oder beides umfassen.

In Block 264 wird die Position 202 des Verdächtigen (4), die ein oder mehrere Elemente unter einer Position, einer Geschwindigkeit und einer Fahrtrichtung des Verdächtigen umfasst, für den Verdächtigen geschätzt. Es kann auf eines oder mehrere Elemente unter der Position, der Geschwindigkeit und der Fahrtrichtung des Verdächtigen Bezug genommen werden, und dies kann als Position 202 des Verdächtigen gespeichert werden. Anfangs können die Position, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung der Respondereinheit 104, die die Bestimmung der Verdächtigenverfolgung (Block 254) initiiert hat, stellvertretend für die Position 202 des Verdächtigen verwendet werden. Bei weiteren Durchläufen des Blocks 264 während der gleichen Verdächtigenverfolgung können die Position, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung der aktuell als Verfolgereinheit identifizierten Respondereinheit 104 als Position 202 des Verdächtigen verwendet werden. Dementsprechend schätzt die Einsatzsteuerung 102 bei einigen Ausführungsformen eine Position des Verdächtigen auf der Grundlage von Positionsdaten von der Verfolgereinheit oder einer anderen der Respondereinheiten 104, die die Verdächtigenverfolgung initiiert haben.

Bei einigen Ausführungsformen wird die Position 202 des Verdächtigen auf der Grundlage zusätzlicher, von einer der Respondereinheiten 104 gelieferter Informationen bestimmt. Eine der Respondereinheiten 104 in der Nähe eines Verdächtigen kann beispielsweise eine Zielbestimmungsvorrichtung (z. B. den Laserentfernungsmesser 133) verwenden, die von einem zugehörigen Polizeibeamten ausgerichtet und ausgelöst wird, um die Messungen der relativen Entfernung und Geschwindigkeit zwischen dem Fahrzeug des Verdächtigen und der Respondereinheit bereitzustellen. Die Bestimmung der relativen Entfernung und Geschwindigkeit kann der Einsatzsteuerung 102 zusätzlich zu den Positions-, Geschwindigkeits- und Fahrtrichtungsdaten der Respondereinheit 104 zur Verfügung gestellt werden, und die Einsatzsteuerung 102 kann unter Verwendung dieser Informationen eine präzisere Position 202 des Verdächtigen berechnen.

Bei einigen Ausführungsformen stellt die Videoanalysesoftware der Respondereinheit 104, wie z. B. eine automatische Nummernschilderkennungssoftware (ALPR-Software) oder eine Analysesoftware, die unverwechselbare optische Kennzeichen eines Fahrzeugs identifizieren kann, um ein bestimmtes Fahrzeug eines Verdächtigen von anderen Fahrzeugen zu unterscheiden, der Einsatzsteuerung 102 eine Bestimmung der relativen Entfernung und Geschwindigkeit zur Verfügung. Bei einigen Ausführungsformen arbeitet die Videoanalysesoftware so in Verbindung mit dem Laserentfernungsmesser 133, dass die Videoanalysesoftware ein Fahrzeug eines Verdächtigen (z. B. anhand des Nummernschilds oder eines unverkennbaren Kennzeichens des Fahrzeugs) identifiziert und der Laserentfernungsmesser 133 eine relative Entfernung und Geschwindigkeit zum identifizierten Fahrzeug eines Verdächtigen liefert. Die Bestimmung der relativen Entfernung und Geschwindigkeit kann der Einsatzsteuerung 102 zusätzlich zu den Positions-, Geschwindigkeits- und Fahrtrichtungsdaten der Respondereinheit 104 zur Verfügung gestellt werden, und die Einsatzsteuerung 102 kann unter Verwendung dieser Informationen eine präzisere Position 202 des Verdächtigen berechnen.

Bei einigen Ausführungsformen liefert die Videoanalysesoftware, die Videos von einer festen Straßenkamera (z.B. an einer mautpflichtigen Straße), einem unbemannten Luftfahrzeug oder beidem analysiert, Informationen zur Position des Fahrzeugs des Verdächtigen. So kann beispielsweise eine automatische Nummernschilderkennungsoftware (ALPR-Software), die Videos von einer festen Straßenkamera analysiert, ein Nummernschild des Fahrzeugs des Verdächtigen erfassen. Das Kombinieren dieser Erfassung mit einer bekannten Position der festen Straßenkamera zeigt der Einsatzsteuerung 102, dass sich das Fahrzeug eines Verdächtigen an der Position der festen Straßenkamera befindet. Die automatische Nummernschilderkennungssoftware (ALPR-Software) kann auch das Nummernschild eines Fahrzeugs eines Verdächtigen in einem von einer Kamera an einem unbemannten Luftfahrzeug (z.B. einer Drohne) aufgenommenen Video erfassen. Die Erfassung in Kombination mit den Positions- und Kamerarichtungsinformationen von dem unbemannten Luftfahrzeug zeigen der Einsatzsteuerung 102 eine geschätzte Position des Fahrzeugs des Verdächtigen.

In Block 266 bestimmt die Einsatzsteuerung 102 einen Teil der Respondereinheiten 104, der zur Verfolgung des Verdächtigen zur Verfügung steht. Die Respondereinheiten 104, die zur Verfügung stehen, sind eine Untergruppe der Respondereinheiten 104 und werden als verfügbare Respondereinheiten 267 bezeichnet (siehe 1). Die verfügbaren Respondereinheiten 267 können diejenigen Respondereinheiten 104, die bereits an der Verfolgung des Verdächtigen beteiligt sind, sowie diejenigen Respondereinheiten 104 umfassen, die sich in der Nähe des Verdächtigen befinden. Die Einsatzsteuerung 102 kann beispielsweise die jüngsten Positionsdaten unter den empfangenen Einsatzdaten 206, die zu jeder der Respondereinheiten 104 empfangen wurden (aus Block 262), und die Position 202 des Verdächtigen (aus Block 264) vergleichen und eine Entfernung zwischen jeder Respondereinheit 104 und der Position 202 des Verdächtigen bestimmen. Hinsichtlich jeder Respondereinheit 104, die um weniger als eine vorgegebene Entfernung von der Position 202 des Verdächtigen entfernt ist, werden diese Respondereinheiten 104 als verfügbare Respondereinheiten 267 betrachtet. Dementsprechend umfasst die Identifikation der verfügbaren Respondereinheiten 267 bei diesem Beispiel die Verwendung einer geschätzten Position des Verdächtigen (der Position 202 des Verdächtigen), das Empfangen der Einsatzdaten 125, die Positionsdaten der Respondereinheiten 104 umfassen, und die Identifikation eines Anteils der Respondereinheiten 104 innerhalb einer vorgegebenen Entfernung zu der geschätzten Position des Verdächtigen als verfügbare Respondereinheiten 267.

Die Einsatzdaten 125 können auch angeben, ob eine Respondereinheit 104 gegenwärtig an einer anderen Aktivität (z.B. der Verkehrskontrolle eines anderen Fahrzeugs) beteiligt ist. In diesem Fall können die beschäftigten Respondereinheiten 104 als nicht verfügbare Respondereinheiten betrachtet werden, obwohl sie sich innerhalb der vorgegebenen Entfernung zur Position 202 des Verdächtigen befinden.

Überdies werden auch die Respondereinheiten 104, die bereits an der Verfolgung des Verdächtigen beteiligt sind, jedoch nicht als Verfolgereinheit identifiziert werden, ebenfalls als verfügbare Respondereinheiten 267 betrachtet. Die Einsatzsteuerung 102 kann beispielsweise bestimmen, dass bestimmte der Respondereinheiten 104 bereits an der Verdächtigenverfolgung beteiligt sind, indem sie bestimmt, dass die Respondereinheiten 104 aktuell an einer Verdächtigenverfolgung beteiligt sind (siehe z. B. Block 252) und sich innerhalb einer bestimmten Entfernung zur Position 202 des Verdächtigen befinden. Diese Respondereinheiten 104 werden dann als zumindest einige der verfügbaren Respondereinheiten 267 identifiziert.

In Block 268 bewertet die Einsatzsteuerung 102 die kennzeichnenden Daten 200 zur Bestimmung eines Eignungsgrads jeder der verfügbaren Respondereinheiten 267 zur Verfolgereinheit. Bei der Bewertung der kennzeichnenden Daten 200 zur Bestimmung eines Eignungsgrads berechnet die Einsatzsteuerung 102 eine Bewertungsziffer für jede der verfügbaren Respondereinheiten 267. Die Bewertungsziffer ist eine anhand verschiedener Faktoren berechnete Größe oder Einstufung, die nachstehend genauer beschrieben ist. In Block 270 wird die verfügbare Respondereinheit 267 mit dem höchsten Eignungsgrad (d. h. der höchsten Bewertungsziffer) als Verfolgereinheit identifiziert. Die anderen verfügbaren Respondereinheiten 267 werden als Unterstützereinheiten identifiziert.

Die von der Einsatzsteuerung 102 für jede verfügbare Respondereinheit 267 berechnete Bewertungsziffer basiert auf einem oder mehreren der folgenden Beispielfaktoren: Fortbewegungsmittel, maximale Geschwindigkeit, aktuelle Geschwindigkeit, Defensivpotential, Fahrzeugzustand, verbleibender Kraftstoff, Fahrzeugfabrikat, Fahrzeugmodell, Fahrzeuggröße, Fahrzeugausrüstung, Abstand zum Verdächtigen, Erfahrung des Fahrzeugführers, Fähigkeiten des Fahrers/Fahrzeugführers, Zeitenheit in der Schicht und Umgebungsparameter (z.B. Ampelstatus, Topographie, Straßenbedingungen und -zustand und Wetter). Wenn beispielsweise die Entfernung zwischen einem Verdächtigen und (a) einer ersten der Respondereinheiten 104 und (b) einer zweiten der Respondereinheiten 104 annähernd übereinstimmt, die erste der Respondereinheiten 104 jedoch über mehr Kraftstoff, eine höhere Höchstgeschwindigkeit und einen erfahreneren Fahrer verfügt, weist die Einsatzsteuerung 102 der ersten der Respondereinheiten 104 eine höhere Bewertungsziffer zu, und sie wird als Verfolgereinheit identifiziert. Allgemein resultiert eine höhere Bewertungsziffer aus einer geringeren Entfernung zu dem Verdächtigen, mehr Kraftstoff, einer höheren Höchstgeschwindigkeit, einem besseren Zustand, einem neueren Fahrzeug bzw. einer neueren Einheit und mehr Erfahrung. Überdies resultiert eine höhere Bewertungsziffer aus weniger Hindernissen in der Umgebung zwischen der Respondereinheit 104 und dem Verdächtigen, wie weniger rote Ampeln, ein geringerer Höhenunterschied, weniger Verkehr, weniger gefährliche (z.B. vereiste) Straßen und weniger unfreundliches Wetter.

Erneut bezugnehmend auf 5 stellt die Einsatzsteuerung 102 nach der Identifikation einer der Respondereinheiten 104 als Verfolgereinheit einer Auswahl an Respondereinheiten 104, die die Verfolgereinheit und eine oder mehrere der verfügbaren Respondereinheiten 267 umfasst, eine koordinierte Verfolgungsstrategie zur Verfügung (Block 280). Der Einsatzprozessor 110 kann bei der Ausführung des koordinierten Verfolgungsstrategiemoduls 216 beispielsweise Block 280 implementieren, um die koordinierte Verfolgungsstrategie zur Verfügung zu stellen. Die Bereitstellung der koordinierten Verfolgungsstrategie kann das Übermitteln einer Benachrichtigung von einer Verfolgerkennzeichnung an die Verfolgereinheit und Anweisungen zur Fortsetzung der Verfolgung des Verdächtigen umfassen. Die Bereitstellung der koordinierten Verfolgungsstrategie kann ferner die Übermittlung einer Benachrichtigung von einer Unterstützerkennzeichnung an eine oder mehrere der verfügbaren Respondereinheiten 267 sowie Navigationsanweisungen zu einem jeder derartigen Respondereinheit 104 eigenen Abfangpunkt umfassen. 4 zeigt eine von der Einsatzsteuerung 102 erstellte und in dem Speicher 112 gespeicherte koordinierte Verfolgungsstrategie 290, die den Respondereinheiten 104 über das Kommunikationsnetzwerk 108 zur Verfügung gestellt werden kann.

7 zeigt ein Verfahren 300 zur Bereitstellung der koordinierten Verfolgungsstrategie 290, das zur Implementierung von Block 280 gemäß 5 verwendet werden kann. Das Verfahren 300 wird unter Bezugnahme auf das Verfolgungsdiagramm 302 gemäß 8 beschrieben. Das Verfolgungsdiagramm 302 zeigt ein Verfolgerfahrzeug 304, ein erstes Unterstützerfahrzeug 306, ein zweites Unterstützerfahrzeug 308 und ein Fahrzeug eines Verdächtigen 310. Das Fahrzeug eines Verdächtigen 310 wurde von der Einsatzsteuerung 102 beispielsweise in Block 252 des Verfahrens 250 (5) als Fahrzeug eines Verdächtigen identifiziert. Das Verfolgerfahrzeug 304 enthält eine der Respondereinheiten 104, die beispielsweise unter Verwendung des Verfahrens 260 als Verfolgereinheit identifiziert wurde.

Erneut bezugnehmend auf 7 bestimmt die Einsatzsteuerung 102 potentielle Routen für das Verfolgerfahrzeug 304 (Block 312). Für die Bestimmung nutzt die Einsatzsteuerung 102 beispielsweise Kartenlesesoftware und die empfangenen Positions-, Geschwindigkeits- und Fahrtrichtungsinformationen in den von der Respondereinheit 104 des Verfolgerfahrzeugs 304 bereitgestellten empfangenen Einsatzdaten 206. Die potentiellen Routen können entsprechend der Wahrscheinlichkeit der Befahrung eingestuft werden, die beispielsweise auf Ampelinformationen zu den Routen, erlaubten Höchstgeschwindigkeiten auf den Routen, Anzahl an Fahrspuren der Routen, dem Verkehr entlang der Routen und weiteren Informationen aus den empfangenen Umgebungsdaten 204 basiert, die von den externen Datenservern 106 empfangen werden. Als Beispiel wird eine kürzere Route mit weniger Verkehr im Allgemeinen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gefahren als eine längere Route mit mehr Verkehr. Die potentiellen Routen werden stellvertretend für die potentiellen Routen des Fahrzeugs des Verdächtigen 310 verwendet. Dementsprechend kann Block 312 auch als Bestimmung potentieller Routen für das Fahrzeug eines Verdächtigen 310 auf der Grundlage der Bestimmung potentieller Routen für das Verfolgerfahrzeug 304 beschrieben werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Einsatzsteuerung 102 in Block 312 potentielle Routen für das Fahrzeug eines Verdächtigen 310 auf der Grundlage einer geschätzten Position des Verdächtigen bestimmen (siehe Block 264 gemäß 6), die wiederum auf den empfangenen Positions-, Geschwindigkeits- und Fahrtrichtungsinformationen zu dem Verfolgerfahrzeug 304 basieren kann.

Gemäß FIG. 8 fährt das Verfolgerfahrzeug 304 entlang einer anfänglichen Straße 314, und in Block 312 können zwei potentielle Routen bestimmt werden: eine erste Route 316, die bei Erreichen der T-Kreuzung 318 nach links führt, und eine zweite Route 320, die bei Erreichen der T-Kreuzung 318 nach rechts führt.

Erneut bezugnehmend auf 7 identifiziert die Einsatzsteuerung 102 Unterstützereinheiten (Block 322), die das erste Unterstützerfahrzeug 306 und das zweite Unterstützerfahrzeug 308 umfassen. Die unterstützenden Einheiten werden beispielsweise durch Auswählen sämtlicher oder einer Gruppe der verfügbaren Respondereinheiten 267 aus Schritt 266 (6) als Unterstützereinheiten identifiziert. Die ausgewählte Gruppe verfügbarer Respondereinheiten 267 kann eine vorgegebene Anzahl der nächsten oder anderweitig zur Beteiligung an der Verdächtigenverfolgung geeignetsten der verfügbaren Respondereinheiten 267 sein.

In Block 324 verwendet die Einsatzsteuerung 102 ein oder mehrere Elemente aus der Position, der Geschwindigkeit und der Fahrtrichtung der Verfolgereinheit zur Bestimmung eines priorisierten Abfangpunkts entlang der in Block 312 bestimmten potentiellen Routen der Verfolgereinheit. Gemäß 7 bestimmt die Einsatzsteuerung 102 beispielsweise einen ersten Abfangpunkt 330 und einen zweiten Abfangpunkt 332, wobei der erste Abfangpunkt 330 beispielsweise basierend auf Informationen von externen Datenservern 106, die angeben, dass der Verdächtige mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der ersten Route 316 folgt, eine höhere Priorität aufweist. Weitere von der Einsatzsteuerung 102 bei der Priorisierung eines Abfangpunkts berücksichtigte Faktoren können Umweltbedingungen wie den Verkehr, Baustellen, den Straßenzustand, den Bevölkerungsgrad der Umgebung und die Gefahr umfassen. Die Einsatzsteuerung 102 wird im Allgemeinen einem Abfangpunkt mit weniger Verkehr, weniger Baustellen, klareren Straßenverhältnissen, einer geringeren Bevölkerungsdichte, einem geringeren Risiko und einer höheren Wahrscheinlichkeit des Befahrens durch den Verdächtigen einen höheren Prioritätsgrad zuweisen.

In Block 335 ordnet die Einsatzsteuerung 102 dann jedem priorisierten Abfangpunkt eine der in Block 322 identifizierten unterstützenden Einheiten zu. Bei der Zuordnung jedes priorisierten Abfangpunkts übermittelt die Einsatzsteuerung 102 eines oder mehrere aus einer Benachrichtigung von der Bestimmung zum Unterstützer an jede Unterstützereinheit, Navigationsanweisungen zu dem zugeordneten priorisierten Abfangpunkt an jede Unterstützereinheit und eine Abfangaktion an jede Unterstützereinheit (Block 336). Gemäß 8 ordnet die Einsatzsteuerung 102 beispielsweise basierend auf der relativen Nähe der unterstützenden Einheiten zu den jeweiligen Abfangpunkten beispielsweise der ersten unterstützenden Einheit 306 den ersten Abfangpunkt 330 und der zweiten unterstützenden Einheit 308 den zweiten Abfangpunkt 332 zu. Die Zuordnung durch die Einsatzsteuerung 102 kann auch auf weiteren Informationen wie dem Fortbewegungsmittel der Respondereinheit, dem Verkehr auf der Route zum Abfangpunkt, Baustellen auf der Route zum Abfangpunkt, Straßenbedingungen auf der Route zum Abfangpunkt, Bevölkerungszentren, Gefahren, Fähigkeiten der Einsatzkraft und Erfahrung der Einsatzkraft basieren. Im Allgemeinen wird beispielsweise der Abfangpunkt mit der höchsten Priorität mit höherer Wahrscheinlichkeit einem Polizeibeamten zugeordnet, der über mehr Erfahrung und größere Fähigkeiten verfügt, ein schnelleres Auto fährt, sich in der Nähe des Abfangpunkts befindet und auf der Route zum Abfangpunkt auf weniger Verkehr trifft. Verschiedene weitere Faktoren können berücksichtigt werden, wie z. B. die vorstehend beschriebenen, zur Berechnung eines Eignungsgrads von Respondereinheiten zur Bestimmung der Bestimmung einer Respondereinheit zur Verfolgereinheit verwendeten (siehe Blöcke 268 und 270 gemäß 6).

Die Einsatzsteuerung 102 übermittelt ferner zusammen mit jeweiligen Navigationsanweisungen zum ersten Abfangpunkt 330 und zum zweiten Abfangpunkt 332 eine Benachrichtigung von der Bestimmung zum Unterstützer an jede unter der ersten unterstützenden Einheit 306 und der zweiten unterstützenden Einheit 308. Die Navigationsanweisungen können sowohl eine Wegbeschreibung (z.B. 1 Meile geradeaus, dann links abbiegen) als auch Geschwindigkeitsvorschläge (z.B. 75 Meilen/Stunde bis zum Linksabbiegen, dann 45 Meilen/Stunde) umfassen, um der unterstützenden Einheit die Ankunft an dem ihr zugewiesenen Abfangpunkt vor dem Fahrzeug eines Verdächtigen 310 zu ermöglichen. Ist einer unterstützenden Einheit einmal ein Abfangpunkt zugewiesen, kann die Unterstützereinheit auch als Abfangeinheit bezeichnet werden.

Zusätzlich zu Navigationsanweisungen zum priorisierten Abfangpunkt kann die an jede Unterstützereinheit gesendete koordinierte Verfolgungsstrategie 290 ferner eine Abfangaktion zur Implementierung durch die Respondereinheit beim Eintreffen an dem Abfangpunkt umfassen. Beispielhafte Abfangaktionen können das Errichten einer Barrikade, das Räumen von Fußgängern und die Errichtung einer geräumten Zone umfassen.

Bei einigen Ausführungsformen wird einer oder mehreren unterstützenden Einheiten zusammen mit Navigationsanweisungen oder Positionsinformationen für die Verfolgereinheit anstelle einer Wegbeschreibung zu einem Abfangpunkt eine Aufforderung übermittelt, der Verfolgereinheit zu folgen.

Erneut bezugnehmend auf 5 bestimmt die Einsatzsteuerung 102 nach der Übermittlung der koordinierten Verfolgungsstrategie 290, ob ein Neubewertungsauslöser aufgetreten ist (Block 340). Der Einsatzprozessor 110, der das Modul 214 zur Erfassung eines Neubewertungsauslösers ausführt, kann beispielsweise Block 340 implementieren, um die Bestimmung vorzunehmen. Die Einsatzsteuerung 102 empfängt periodisch (z.B. mehrmals pro Sekunde, einmal pro Sekunde oder einmal alle paar Sekunden) Daten von der als Verfolgereinheit identifizierten Respondereinheit 104, die einen Teil der empfangen Einsatzdaten 206 bilden und aktualisieren. Die Einsatzsteuerung 102 analysiert die empfangen Daten, um einen oder mehrere der Faktoren der Verfolgereinheit zu überwachen, die in Block 268 bei der Berechnung der Bewertungsziffer verwendet wurden, wie die Entfernung zum Verdächtigen, den verfügbaren Kraftstoff, die aktuelle Geschwindigkeit, den Zustand des Fahrzeugs und Umgebungsparameter. Wenn beispielsweise eine Veränderung eines dieser Faktoren erfasst wird, die einen dem Faktor zugeordneten Schwellenwert für die Veränderung überschreitet, bestimmt die Einsatzsteuerung 102, dass ein Neubewertungsauslöser aufgetreten ist.

Erfasst die Einsatzsteuerung 102 als ein Beispiel, dass die Verfolgereinheit erheblich langsamer geworden ist oder dass ein Abstand zwischen der Verfolgereinheit und dem Verdächtigen erheblich zugenommen hat, kann die Einsatzsteuerung 102 bestimmen, dass ein Neubewertungsauslöser aufgetreten ist.

Bei einigen Ausführungsformen kann der Neubewertungsauslöser zusätzlich zur oder anstelle der Auslösung einer Neubewertung auf der Grundlage einer Veränderung in den empfangen Einsatzdaten 206 von der als Verfolgereinheit identifizierten Respondereinheit 104 auf der Grundlage einer Veränderung der Einsatzdaten 206 von den als Unterstützereinheiten identifizierten Respondereinheiten 104 oder periodisch in bestimmten Zeitintervallen eintreten.

Wenn ein Neubewertungsauslöser aufgetreten ist, kehrt die Einsatzsteuerung 102 zu Block 254 des Verfahrens 250 zurück, um erneut eine Verfolgereinheit zu identifizieren. Dementsprechend überwacht die Einsatzsteuerung 102 an einer Verdächtigenverfolgung beteiligte Respondereinheiten 104 und aktualisiert die als Verfolgereinheit identifizierte Respondereinheit 104 in geeigneter Weise. Diese Überwachung und Aktualisierung ermöglicht das Ersetzen von Respondereinheiten 104 als Verfolgereinheit auf der Grundlage sich verändernder Bedingungen bei der Verdächtigenverfolgung. Allgemein ermöglicht die Überwachung und Aktualisierung die Identifikation der geeigneteren Respondereinheit 104 als Verfolgereinheit, auf der die koordinierte Verfolgungsstrategie basiert.

Wenn in Block 340 bestimmt wird, dass kein Neubewertungsauslöser aufgetreten ist, kehrt die Einsatzsteuerung 102 zu Block 280 zurück, um die koordinierte Verfolgungsstrategie unter Umständen zu aktualisieren. Die koordinierte Verfolgungsstrategie kann sich beispielsweise ändern, wenn der Verdächtige die Route wechselt. Die Einsatzsteuerung 102 kann eine Schleife zwischen den Blöcken 254, 280 und 340 wiederholen, bis ein Verdächtiger gefasst ist oder die Verdächtigenverfolgung eingestellt wird, wobei das Verfahren 250 an diesem Punkt endet.

Gemäß den 9A und 9B sind jeweils ein anfängliches Verfolgungsdiagramm 400a und ein Übergabeverfolgungsdiagramm 400b dargestellt. Die Diagramme umfassen ein erstes Einsatzfahrzeug 402, ein zweites Einsatzfahrzeug 404, Verkehr 406 und das Fahrzeug 310 eines Verdächtigen. Sowohl das erste Einsatzfahrzeug 402 als auch das zweite Einsatzfahrzeug 404 umfassen eine der Respondereinheiten 104. Die Einsatzsteuerung 102 führt Block 252 des Verfahrens 250 (5) aus, um zu bestimmen, dass eine Verdächtigenverfolgung im Gange ist, und sie führt Block 254 aus, um das erste Einsatzfahrzeug 402 als Verfolgereinheit und das zweite Einsatzfahrzeug 404 als Unterstützereinheit zu identifizieren. Genauer kann die Einsatzsteuerung 102 bei der Ausführung von Block 254 das Verfahren 260 gemäß 6 implementieren und kennzeichnende Daten bewerten, um zu bestimmen, dass das erste Einsatzfahrzeug 402 einen höheren Eignungsgrad als das zweite Einsatzfahrzeug 404 aufweist.

Ein Teil der von der Einsatzsteuerung 102 zu dem von dem anfänglichen Verfolgungsdiagramm 400a repräsentierten Zeitpunkt empfangenen kennzeichnenden Daten 200 und die daraus resultierende berechnete Bewertungsziffer zur Eignung sind nachstehend in Tabelle I aufgelistet. Tabelle I

RespondereinheitErste Respondereinheit 402Zweite Respondereinheit 404Geschwindigkeit80 Meilen/Stunde (Bewertungsziffer = 1)90 Meilen/Stunde (Bewertungsziffer = 1)Dauer der Beteiligung an der VerfolgungZwei Minuten (Bewertungsziffer = 1)Eine Minute (Bewertungsziffer = 1)Auswertung Video auf dem ArmaturenbrettNummernschild des Verdächtigen im Sichtfeld erfasst, geschätzte Entfernung 30 Fuß (Bewertungsziffer = 10)Kein Nummernschild erfasst (Bewertungsziffer = 0)Auswertung SprechtastenaudioEinsatzkraft meldet sich bei der Verfolgung (Bewertungsziffer = 10)Einsatzkraft meldet sich in unterstützender Rolle (Bewertungsziffer = 5)Gesamtbewertungsziffer227

In der Tabelle sind in der linken Spalte Beispiele von Typen kennzeichnender Daten (z.B. Geschwindigkeit) aufgelistet, und Beispielwerte (z.B. 80 Meilen/Stunde) für die Typen kennzeichnender Daten sind für die erste Respondereinheit 402 in der zweiten Spalte und für die zweite Respondereinheit 404 in der dritten Spalte aufgelistet. Für jeden Beispielwert mit Ausnahme der Identität der Respondereinheiten in der ersten Zeile sind auch Beispielwerte für die Bewertungsziffer (z. B. Bewertungsziffer = 1) angegeben. Die aufgelisteten Typen kennzeichnender Daten sind beispielhaft, und diese und andere Daten können den kennzeichnenden Daten 200 entnommen werden (4). Bei einigen Ausführungsformen umfassen die Typen kennzeichnender Daten zusätzlich einen oder mehrere der in Tabelle I aufgelisteten Typen unter anderem einen oder mehrere der folgenden: Fortbewegungsmittel der Respondereinheit (z. B. zu Fuß, mit einem Fahrzeug, mit einem Motorrad, zu Pferd, mit dem Fahrrad, per Hubschrauber, per unbemanntem Luftfahrzeug, etc.), Höchstgeschwindigkeit, aktuelle Geschwindigkeit, Defensivpotential (z. B. verstärkte Stoßstangen), Status (z. B. normaler Betrieb oder beschädigt), verbleibender Kraftstoff, Zeiteinheit in der Schicht (d. h. Einsatzkraft erschöpft), Entfernung zum Verdächtigen, Fahrzeugfabrikat, Fahrzeugmodell, Fahrzeuggröße, Fahrzeugausrüstung, Erfahrung des Fahrers/Fahrzeugführers, Fähigkeiten des Fahrers/Fahrzeugführers (z. B. auf der Grundlage des Bestehens von Zulassungsprüfungen oder der Ausbildung) und Umgebungsparameter (z. B. Ampelstatus, Topographie, Straßenbedingungen und - zustand, Verkehr, Baustellen und Wetter).

Ferner kann die Auswertung des Armaturenbrettvideos mehrere Bewertungsziffern beitragende Elemente wie die Erfassung des Nummernschilds, die Entfernung vom Verdächtigen (die z. B. mittels des Laserentfernungsmessers 133 gemessen wird, in Verbindung mit einer Angabe eines Polizeibeamten, dass sich der Verdächtige in Sichtweite befindet) umfassen. Überdies kann die Auswertung der Sprechtasten-Tonaufnahme mehrere Bewertungsziffern beitragende Elemente umfassen, beispielsweise, ob ein Polizeibeamter den fliehenden Verdächtigen zu Anfang gemeldet hat, ob sich ein Polizeibeamter zur Unterstützung bei der Verdächtigenverfolgung gemeldet hat, ob ein Polizeibeamter einen anderen vorgegebenen Ausdruck verwendet hat, der für den Eignungsgrad relevant ist (z. B. „Ich bin verletzt“), die Häufigkeit, mit der ein Polizeibeamter eine mündliche Angabe der Position des Verdächtigen liefert, die Zeit seit der letzten mündlichen Meldung der Position des Verdächtigen oder ob der Polizeibeamte ein hohes Stressniveau in seiner oder ihrer Stimme zeigt.

Das Übergabeverfolgungsdiagramm 400b gemäß 9B zeigt einen späteren Zeitpunkt bei der Verdächtigenverfolgung als das anfängliche Verfolgungsdiagramm 400a. Im Laufe der Verdächtigenverfolgung wurde das erste Einsatzfahrzeug 402 durch den Verkehr 406 aufgehalten. Gleichzeitig hat das zweite Einsatzfahrzeug 404 den Verkehr 406 umgangen und ist näher an das Fahrzeug 310 des Verdächtigen gelangt. Die Einsatzsteuerung 102, die die von den Respondereinheiten 402 und 404 zur Verfügung gestellten kennzeichnenden Daten 200 überwacht, bestimmt auf der Grundlage der Veränderung eines oder mehrerer der Parameterwerte in den kennzeichnenden Daten 200, dass ein Neubewertungsauslöser eingetreten ist (Block 340, 5). Wird beispielsweise das Nummernschild des Verdächtigen von der ersten Respondereinheit 402 nicht mehr erfasst, bestimmt die Einsatzsteuerung 102, dass eine Neubewertungsauslöser eingetreten ist. Daraufhin kehrt die Einsatzsteuerung 102 zu Block 254 (5) zurück, um die Verfolgereinheit erneut zu identifizieren. Zur Identifikation der Verfolgereinheit implementiert die Einsatzsteuerung 102 erneut das Verfahren 260 gemäß 6. In diesem Fall veranlasst die Bewertung der kennzeichnenden Daten die Einsatzsteuerung 102 jedoch zu der Bestimmung, dass das erste Einsatzfahrzeug 402 einen niedrigeren Eignungsgrad als das zweite Einsatzfahrzeug 404 aufweist. Die von der Einsatzsteuerung 102 empfangen kennzeichnenden Daten 200 und die berechnete Bewertungsziffer für die Eignung zu dem durch das Übergabeverfolgungsdiagramm 400b repräsentierten Zeitpunkt sind beispielsweise nachstehend in Tabelle II aufgelistet. Wie im Zusammenhang mit Tabelle I angemerkt, sind die Einzelheiten in Tabelle II, die die Typen kennzeichnender Daten, die zugeordneten Werte und die zugeordneten Bewertungsziffern umfassen, lediglich beispielhaft; bei einigen Ausführungsformen werden andere Typen, Werte und Bewertungsziffern verwendet. Tabelle II

RespondereinheitErste Respondereinheit 402Zweite Respondereinheit 404Geschwindigkeit80 Meilen/Stunde (Bewertungsziffer = 1)90 Meilen/Stunde (Bewertungsziffer = 1)Dauer der Beteiligung an der VerfolgungSieben Minuten (Bewertungsziffer = 1)Eine Minute (Bewertungsziffer = 1)Auswertung Video auf dem ArmaturenbrettKein Nummernschild erfasst (Bewertungsziffer = 0)Nummernschild des Verdächtigen im Sichtfeld erfasst, geschätzte Entfernung 30 Fuß (Bewertungsziffer = 10)Gesamtbewertungsziffer212

Dementsprechend setzt die Einsatzsteuerung 102 auf der Grundlage der aktualisierten Eignungsgrade (d. h. der Bewertungsziffern) das zweite Einsatzfahrzeug 404 an die Stelle der Verfolgereinheit.

Die Beispielverfolgungsdiagramme gemäß den 8, 9A und 9B betreffen Fahrzeuge. Wie vorstehend ausgeführt, können die Respondereinheiten 104 jedoch Polizeibeamten zu Fuß oder mit anderen Transportmitteln wie zu Pferd, mit dem Fahrrad oder über ein unbemanntes Luftfahrzeug zugeteilt sein. Dementsprechend sind die hier beschriebenen Systeme und Verfahren ähnlich auf Verdächtigenverfolgungen anwendbar, die andere Fortbewegungsmittel einschließen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd, mittels eines unbemannten Luftfahrzeugs oder Kombinationen dieser umfassen. An einer bestimmten Verdächtigenverfolgung können Respondereinheiten beteiligt sein, die das gleiche Fortbewegungsmittel nutzen (z. B. ausschließlich Fahrzeuge oder Polizeibeamte zu Fuß), doch sie kann auch Respondereinheiten mit unterschiedlichen Kombinationen von Fortbewegungsmitteln umfassen. So kann eine Verdächtigenverfolgung beispielsweise eine erste Respondereinheit, die einem ersten Fortbewegungsmittel zugeordnet ist (z. B. zu Fuß, mit dem Motorrad, zu Pferd, in einem Fahrzeug oder mittels eines unbemannte Luftfahrzeugs) und eine zweite Respondereinheit umfassen, der, wenn sie an die Stelle der Verfolgereinheit tritt (z. B. bei einer nachfolgenden Ausführung des Blocks 254 gemäß 5), ein zweites Fortbewegungsmittel zugeordnet sein kann, das sich von dem ersten Fortbewegungsmittel unterscheidet (z. B. eine andere zu Fuß, mit einem Motorrad, zu Pferd, in einem Fahrzeug oder einem unbemannten Luftfahrzeug).

In der vorstehenden Beschreibung wurden spezifische Ausführungsformen beschrieben. Dem durchschnittlichen Fachmann erschließt sich jedoch, dass verschiedene Modifikationen und Veränderungen vorgenommen werden können, ohne von dem nachstehend in den Ansprüchen dargelegten Rahmen der Erfindung abzuweichen. Dementsprechend sind die Beschreibung und die Figuren eher in einem veranschaulichenden als in einem einschränkenden Sinn zu verstehen, und sämtliche derartigen Modifikationen sind als in den Rahmen der vorliegenden Lehre aufgenommen gedacht.

Der Nutzen, die Vorteile, die Problemlösungen und jedes Element, das das Eintreten oder eine stärkere Ausprägung eines Nutzens, eines Vorteils oder einer Lösung erbringen kann, dürfen nicht als ausschlaggebende, erforderliche oder entscheidende Merkmale oder Elemente eines oder sämtlicher Ansprüche ausgelegt werden. Die Erfindung wird ausschließlich durch die beiliegenden Ansprüche definiert, die sämtliche während der Anhängigkeit der vorliegenden Anmeldung vorgenommenen Abänderungen und sämtliche Äquivalente der vorliegenden Ansprüche wie ausgefertigt einschließen.

Überdies können in der vorliegenden Druckschrift relationale Begriffe wie erste und zweite, obere und untere und dergleichen ausschließlich zur Unterscheidung zwischen einer Einheit oder Handlung von einer anderen Einheit oder Handlung verwendet werden, ohne dass notwendigerweise eine tatsächliche derartige Beziehung oder Reihenfolge unter diesen Einheiten oder Handlungen erforderlich oder impliziert ist. Die Begriffe „umfasst,“ „umfassen,“ „weist auf”, „weisen auf,” „schließt ein“, „schließen ein,“ „enthält“, „enthalten“ oder jedwede Abänderung dieser sollen eine nicht ausschließende Aufnahme dergestalt abdecken, dass ein Prozess, ein Verfahren, ein Element oder eine Vorrichtung, die eine Auflistung von Elementen umfassen, aufweisen, einschließen, enthalten, nicht nur diese Elemente umfassen, sondern andere Elemente umfassen können, die nicht ausdrücklich aufgeführt oder einem derartigen Prozess, einem derartigen Verfahren, einem derartigen Gegenstand oder einer derartigen Vorrichtung inhärent sind. Ein Element, dem ein „umfasst etwas“, „weist etwas auf”, „schließt etwas ein“, „enthält etwas“, nachgestellt ist, schließt ohne weitere Einschränkungen die Existenz zusätzlicher identischer Elemente in dem Prozess, dem Verfahren, dem Gegenstand oder der Vorrichtung nicht aus, die das Element umfassen, aufweisen, einschließen, enthalten. Die Begriffe „ein“ und „eine“ sind als eines oder mehrere definiert, sofern hierin nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Die Begriffe „im Wesentlichen“, „grundsätzlich“, „ca.“, „um“ oder jede andere Version dieser sind als nahe an definiert, wie von durchschnittlichen Fachleuten verstanden, und bei einer nicht einschränkenden Ausführungsform ist der Begriff als innerhalb von 10 % definiert, bei einer anderen Ausführungsform als innerhalb von 5 %, bei einer weiteren Ausführungsform als innerhalb von 1 % und bei einer anderen Ausführungsform als innerhalb von 0,5 %. Der Begriff „gekoppelt“ ist in der hier verwendeten Form als verbunden definiert, wenn auch nicht notwendigerweise direkt und nicht notwendigerweise mechanisch. Eine Vorrichtung oder Struktur, die in einer bestimmten Weise „konfiguriert“ ist, ist zumindest in dieser Weise konfiguriert, kann jedoch auch auf eine Weise konfiguriert sein, die nicht aufgelistet ist.

Es wird gewürdigt werden, dass zur Implementierung einiger, der meisten oder sämtlicher Funktionen des Verfahrens und/oder der Vorrichtung, die hier beschrieben sind, in Verbindung mit bestimmten Schaltungen, die keine Prozessoren sind, einige Ausführungsformen aus einen oder mehreren gattungsmäßigen oder fachspezifischen Prozessoren (oder „Verarbeitungsvorrichtungen“) wie Mikroprozessoren, digitalen Signalprozessoren, maßgefertigten Prozessoren und feldprogrammierbaren Gatteranordnungen (FPGAs) und einzigartigen gespeicherten Programmanweisungen (die sowohl Software als auch Firmware umfassen) bestehen können, die den einen oder die mehreren Prozessoren steuern. Alliterierend können einige oder sämtliche Funktionen mittels einer Zustandsmaschine, in der keine gespeicherten Programmanweisungen vorgesehen sind, oder mittels einer oder mehrerer anwendungsspezifischer integrierter Schaltungen (ASICs) implementiert werden, bei denen jede Funktion oder einige Kombinationen bestimmter der Funktionen als kundenspezifische Logik implementiert sind. Selbstverständlich kann eine Kombination der beiden Ansätze verwendet werden.

Überdies kann eine Ausführungsform zur Ausführung eines Verfahrens wie hier beschrieben und beansprucht als computerlesbares Speichermedium implementiert sein, auf dem ein computerlesbarer Code zur Programmierung eines Computers (der z.B. einen Prozessor umfasst) gespeichert ist. Beispiele derartiger computerlesbarer Speichermedien umfassen eine Festplatte, eine CD-ROM, eine optische Speichervorrichtung, eine magnetische Speichervorrichtung, ein ROM (einen Festspeicher), ein PROM (einen programmierbaren Festspeicher), ein EPROM (einen überschreibbaren programmierbaren Festspeicher), ein EEPROM (einen elektrisch überschreibbaren programmierbaren Festspeicher) und einen Flash-Speicher, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Ferner ist zu erwarten, dass durchschnittliche Fachleute unabhängig von der Möglichkeit erheblichen Aufwands und zahlreicher Gestaltungsoptionen, die beispielsweise durch die verfügbare Zeit, neueste Technologie und wirtschaftliche Erwägungen motiviert sein können, mit minimalem Versuchsaufwand leicht in der Lage sein werden, derartige Softwareanweisungen, Programme und ICs zu erstellen, wenn sie sich von den hier offenbarten den Konzepten und Prinzipien leiten lassen.

Die Zusammenfassung der Offenbarung soll es dem Leser ermöglichen, die Besonderheit der technischen Offenbarung rasch festzustellen. Sie wird in dem Verständnis eingereicht, dass sie nicht zur Auslegung oder Einschränkung des Rahmens und der Bedeutung der Ansprüche verwendet wird. Zudem geht aus der vorstehenden genauen Beschreibung hervor, dass zum Zwecke der Straffung der Offenbarung unterschiedliche Merkmale im Zusammenhang mit verschiedenen Ausführungsformen zusammengefasst wurden. Dieses Verfahren der Offenbarung darf nicht so ausgelegt werden, als spiegele es die Absicht wieder, die beanspruchten Ausführungsformen erforderten mehr Merkmale als in jedem Anspruch ausdrücklich angegeben. Wie die folgenden Ansprüche zeigen, besteht der erfinderische Gegenstand vielmehr in weniger als sämtlichen Merkmalen einer einzelnen offenbarten Ausführungsform. Daher werden die folgenden Ansprüche hiermit in die genaue Beschreibung aufgenommen, wobei jeder Anspruch eigenständig für einen getrennt beanspruchten Gegenstand steht.