Title:
Begrenzung einer Ablenkung durch in einem Fahrzeug befindliche tragbare Geräte
Kind Code:
T5


Abstract:

Es wird ein Verfahren zur Verwaltung von Kommunikationen tragbarer Geräte in einem Fahrzeug mittels eines bordeigenen Routersystems offenbart. Das bordeigene Routersystem beinhaltet eine Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen, die zur Bestimmung einer zu einem tragbaren Gerät gehörigen Benutzerklasse verwendet werden, welche zum Verwalten einer Verbindung mit einem drahtlosen Zugangspunkt verwendet wird. Die Out-of-Band-Schnittstelle empfängt eine Abfrage von einem tragbaren Gerät über eine erste Kommunikationsverbindung. Die Abfrage beinhaltet Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes und ein Anfordern der Netzwerkanmeldedaten zu einer zweiten Kommunikationsverbindung mit einem drahtlosen Zugangspunkt. Ein Benutzertyp wird basierend auf einem Standort der Out-of-Band-Schnittstelle und einer eindeutigen Kennung bestimmt. Es werden Netzwerkanmeldedaten abgerufen, die zu dem bestimmten Benutzertyp gehören. Die Netzwerkanmeldedaten werden dem tragbaren Gerät über die erste Kommunikationsverbindung zur Verfügung gestellt. Ein Zugang zu der zweiten Kommunikationsverbindung wird basierend auf dem Benutzertyp und/oder der Fahrzeugstatusinformation eingeschränkt. embedded image




Inventors:
Yoganathan, Sivashankar (CA, Camarillo, US)
Kaygee, Anand Ganesan (CA, Camarillo, US)
Dipperstein, Michael David (CA, Camarillo, US)
Soto, Roy Lujan (CA, Camarillo, US)
Application Number:
DE112016004849T
Publication Date:
06/28/2018
Filing Date:
10/21/2016
Assignee:
YAZAKI CORPORATION (Tokyo, JP)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Dendorfer & Herrmann Patentanwälte Partnerschaft mbB, 80331, München, DE
Claims:
Verfahren, umfassend:
Zuordnen einer jeweiligen einer Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen in einem Fahrzeug zu einem unterschiedlichen Benutzertyp einer Mehrzahl von Benutzertypen, wobei eine jeweilige der Out-of-Band-Schnittstellen für eine Verwendung in einer Kommunikation bezeichnet ist, die bezüglich eines ersten drahtlosen Kommunikationssubsystems im Fahrzeug out-of-band ist;
Empfangen einer Nachricht von einem tragbaren Gerät über eine spezielle Schnittstelle der Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen, wobei die Nachricht angibt, dass das tragbare Gerät um Zugang zum ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem nachsucht; und
Bestimmen eines Zugangsniveaus zum ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem, das dem tragbaren Gerät zu gewähren ist, und zwar basierend auf einem Benutzertyp, welcher der speziellen Schnittstelle zugehörig ist.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die spezielle Schnittstelle zu einem Ort eines Fahrers in dem Fahrzeug gehört und der Benutzertyp, welcher der speziellen Schnittstelle zugehörig ist, ein Fahrer ist.

Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend:
Empfangen von Fahrzeugstatusinformation von einem Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem.

Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Fahrzeugstatusinformation Information beinhaltet, die mindestens eines betrifft von: Geschwindigkeit, Beschleunigung, Drehzahl, Kraftstofffüllstand, Sitzbelegung, Sitzgurtstatus, Warnblinkstatus, Fahrzeugalarm, Erkennung eines in der Nähe befindlichen Objektes oder Kollisionserkennung.

Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem konfiguriert ist, die Fahrzeugstatusinformation bei einer Änderung der Fahrzeugstatusinformation, die einen spezifizierten Schwellenwert übersteigt, zu senden.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bestimmen des Zugangsniveaus weiter auf Fahrzeugstatusinformation basiert.

Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend:
Empfangen der Netzwerkanmeldedaten von dem tragbaren Gerät über einen drahtlosen Zugangspunkt des ersten drahtlosen Kommunikationssubsystems; und
Einrichten einer Kommunikationsverbindung zwischen dem tragbaren Gerät und dem drahtlosen Zugangspunkt.

Verfahren nach Anspruch 7, wobei eine Kommunikation über die Kommunikationsverbindung ansprechend darauf gestattet wird, dass die Fahrzeugstatusinformation angibt, dass der Fahrzeugstatusschwellenwert nicht erreicht ist.

Verfahren nach Anspruch 7, wobei eine Kommunikation über die Kommunikationsverbindung ansprechend darauf eingeschränkt wird, dass die Fahrzeugstatusinformation angibt, dass der Fahrzeugstatusschwellenwert erreicht ist, falls der Benutzertyp, welcher der speziellen Schnittstelle zugehörig ist, ein Fahrer ist.

Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend:
dem tragbaren Gerät wird eine eindeutige Kennung über eine Out-of-Band-Schnittstelle der Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen zur Verfügung gestellt;
Empfangen der eindeutigen Kennung von dem tragbaren Gerät über das erste drahtlose Kommunikationssubsystem;
wobei das Bestimmen des Zugangsniveaus des tragbaren Gerätes weiter auf der eindeutigen Kennung basiert.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen mindestens eines von einer Nahfeldkommunikationsschnittstelle, einer SMS-Schnittstelle (SMS = Short Message Service = Kurznachrichtendienst), einer Bluetooth-Schnittstelle oder einer ZigBee-Schnittstelle beinhalten.

Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Statusschwellenwert überschritten wird, falls das Fahrzeug fährt, ein Sitz belegt ist oder ein Objekt innerhalb einer vordefinierten Entfernung von Fahrzeug erkannt wird.

Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend:
Aktualisieren eines Systems zur Verwaltung von tragbaren Geräten durch Senden einer Nachricht an das System zur Verwaltung von tragbaren Geräten, wobei die Nachricht Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes beinhaltet, wobei die Nachricht das System zur Verwaltung von tragbaren Geräten veranlasst, eines durchzuführen von:
falls die Identifikationsinformation nicht mit irgendeinem Geräteprofil in einem Geräteprofil-Datensatz übereinstimmt, Erzeugen eines neuen Geräteprofils basierend auf der Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes; oder
falls die Identifikationsinformation mit einem Geräteprofil in dem Geräteprofil-Datensatz übereinstimmt, Aktualisieren des Geräteprofils basierend auf der Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes.

Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend:
Durchführen einer Abfrage an ein Subsystem zur Verwaltung von tragbaren Geräten, um Information betreffend das tragbare Gerät aus einem Geräteprofil in einem Geräteprofil-Datensatz abzurufen; und
ansprechend auf die Abfrage, Empfangen entweder der Information betreffend das tragbare Gerät oder einer Nachricht, die angibt, dass die Information nicht zur Verfügung steht.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Nachricht Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes und eine Anforderung von Netzwerkanmeldedaten zu einem ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem über einen im Fahrzeug befindlichen drahtlosen Zugangspunkt beinhaltet.

Verfahren, umfassend:
Empfangen einer Abfrage von einem tragbaren Gerät über eine geringe Reichweite aufweisende drahtlose Schnittstelle einer Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen, die sich in einem Fahrzeug befinden, wobei jede von der Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen zur Verwendung bei einer Kommunikation bezeichnet ist, die bezüglich eines ersten drahtlosen Kommunikationssubsystems in dem Fahrzeug out-of-band ist,
wobei mindestens eine geringe Reichweite aufweisende drahtlose Schnittstelle zu einem Fahrerbereich des Fahrzeugs gehört und einem Fahrer des Fahrzeugs zugehörig ist;
Bestimmen eines Benutzertyps, und zwar durch Durchführen eines von:
ansprechend darauf, dass die Abfrage über die mindestens eine von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen empfangen wird, die dem Fahrerbereich zugehörig sind, Klassifizieren des Benutzertyps als Fahrer; oder
ansprechend darauf, dass die Abfrage nicht über die mindestens eine von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen empfangen wird, die dem Fahrerbereich zugehörig sind, Klassifizieren des Benutzertyps als Passagier;
Abrufen von Netzwerkanmeldedaten, die dem Benutzertyp zugehörig sind;
dem tragbaren Gerät werden die Netzwerkanmeldedaten über die geringe Reichweite aufweisende drahtlose Schnittstelle bereitgestellt; und
Bestimmen eines Zugangsniveaus zu dem ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem, das dem tragbaren Gerät zu gewähren ist, und zwar basierend auf einem Benutzertyp, welcher der geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstelle zugehörig ist.

Verfahren nach Anspruch 16, wobei die Abfrage Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes und eine Anforderung von Netzwerkanmeldedaten zu einem ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem über einen im Fahrzeug befindlichen drahtlosen Zugangspunkt beinhaltet.

Verfahren nach Anspruch 16, weiter umfassend:
Empfangen von Fahrzeugstatusinformation von einem On-Board-Diagnosesystem, das mit einer Mehrzahl von Sensoren verbunden ist, die konfiguriert sind, eine Mehrzahl von Fahrzeugparametern zu melden.

Verfahren nach Anspruch 18, wobei die Fahrzeugstatusinformation beinhaltet:
Geschwindigkeit, Beschleunigung, Drehzahl, Kraftstofffüllstand, Sitzbelegung, Sitzgurtstatus, Warnblinkstatus, Fahrzeugalarminformation, Information über Erkennung eines in der Nähe befindlichen Objektes, Kollisionserkennungsinformation, oder eine beliebige Kombination von diesen.

Verfahren nach Anspruch 16, weiter umfassend:
Bereitstellen eines weiteren einem Passagier zugehörigen Satzes von Anmeldedaten an ein weiteres tragbares Gerät, das mit einer weiteren geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstelle in einem Passagierbereich des Fahrzeugs drahtlos verbunden ist, wobei es der weitere Satz von Anmeldedaten dem weiteren tragbaren Gerät ermöglicht, sich mit dem ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem zu verbinden.

Verfahren nach Anspruch 16, wobei die Fahrzeugstatusinformation angibt, dass ein Statusschwellenwert erreicht ist, und der Benutzertyp als Passagier bestimmt ist; und wobei das Zugangsniveau des weiteren tragbaren Gerätes so bestimmt ist, dass es einen ersten Satz von Einschränkungen aufweist.

Verfahren nach Anspruch 16, wobei die Fahrzeugstatusinformation angibt, dass ein Statusschwellenwert erreicht ist, und der Benutzertyp als der Fahrer bestimmt ist; und wobei das Zugangsniveau des tragbaren Gerätes so bestimmt ist, dass es einen zweiten Satz von Einschränkungen aufweist.

Verfahren nach Anspruch 16, weiter umfassend:
dem tragbaren Gerät wird eine eindeutige Kennung über eine geringe Reichweite aufweisende drahtlose Schnittstelle der Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen bereitgestellt;
Empfangen der eindeutigen Kennung von dem tragbaren Gerät über das erste drahtlose Kommunikationssubsystem;
wobei das Bestimmen des Zugangsniveaus des tragbaren Gerätes weiter auf der empfangenen eindeutigen Kennung basiert.

Bordeigenes Routersystem, aufweisend:
eine Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen, die sich in einer Mehrzahl von Bereichen in einem Fahrzeug befinden und konfiguriert sind, mit einem tragbaren Gerät zu kommunizieren, wobei sich ein Gebiet, das einem Fahrer des Fahrzeugs zugehörig ist, unter der Mehrzahl von Gebieten befindet;
einen drahtlosen Zugangspunkt (AP), der konfiguriert ist, mit dem tragbaren Gerät über ein WLAN (drahtloses lokales Netzwerk) zu kommunizieren; und
mindestens einen Prozessor, der konfiguriert ist zum:
Zuordnen einer jeweiligen der Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen zu einem unterschiedlichen Benutzertyp einer Mehrzahl von Benutzertypen, wobei eine jeweilige der geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen für eine Verwendung in einer Kommunikation bezeichnet ist, die bezüglich eines ersten drahtlosen Kommunikationssubsystems im Fahrzeug out-of-band ist;
Empfangen einer Nachricht von einem tragbaren Gerät über eine spezielle, geringe Reichweite aufweisende drahtlose Schnittstelle der Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen, wobei die Nachricht angibt, dass das tragbare Gerät um Zugang zum ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem nachsucht; und
Bestimmen eines Zugangsniveaus zum ersten drahtlosen Kommunikationssubsystem, das dem tragbaren Gerät zu gewähren ist, und zwar basierend auf einem Benutzertyp, welcher der speziellen, geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstelle zugehörig ist.

Bordeigenes Routersystem nach Anspruch 24, wobei das Bestimmen des Zugangsniveaus weiter auf Fahrzeugstatusinformation basiert.

Bordeigenes Routersystem nach Anspruch 24, weiter aufweisend:
ein Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem, das mit einer Mehrzahl von Sensoren verbunden ist, die konfiguriert sind, eine Mehrzahl von Fahrzeugparametern an ein Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem zu melden.

Bordeigenes Routersystem nach Anspruch 24, weiter aufweisend:
ein Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem, das konfiguriert ist, die Fahrzeugstatusinformation bei einer Änderung der Fahrzeugstatusinformation zu senden, die einen spezifizierten Schwellenwert übersteigt.

Bordeigenes Routersystem nach Anspruch 24, wobei die Mehrzahl von geringe Reichweite aufweisenden drahtlosen Schnittstellen mindestens eines von einer Nahfeldkommunikationsschnittstelle, einer SMS-Schnittstelle (SMS = Short Message Service = Kurznachrichtendienst), einer Bluetooth-Schnittstelle oder einer ZigBee-Schnittstelle beinhalten.

Description:
VERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNG(EN)

Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der provisorischen US-Patentanmeldung Nr. 62/245,754 mit dem Titel „System andMethodfor Limiting Driver Distraction from Portable Devices Brought into the Vehicle“ („System und Verfahren zur Begrenzung einer Ablenkung durch in ein Fahrzeug gebrachte tragbare Geräte“), die am 23. Oktober 2015 eingereicht wurde und deren Offenbarung hiermit durch Bezugnahme vollinhaltlich in das vorliegende Dokument aufgenommen wird.

TECHNISCHES GEBIET

Mindestens ein Ausführungsbeispiel des hier eingeführten Verfahrens betrifft drahtlose Kommunikation, und insbesondere eine Begrenzung einer Ablenkung eines Fahrers eines Fahrzeugs durch im Fahrzeug befindliche tragbare Geräte.

HINTERGRUND

Eine Verwendung von tragbaren Kommunikationsgeräten (z. B. Telefone, Computer, Tablets) durch einen Fahrer eines Fahrzeugs kann zu einer Ablenkung des Fahrers und einem erhöhten Sicherheitsrisiko führen. Tragbare Geräte, wie beispielsweise Smartphones und Tablet-Computer, weisen Anwendungen und/oder Betriebssystemfunktionen auf, die eingehende Gespräche und Textnachrichten eines jeglichen tragbaren Gerätes in einem Fahrzeug unterschiedslos einschränken.

Figurenliste

  • 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Out-of-Band-Kommunikation zwischen einem bordeigenen Routersystem und einem tragbaren Gerät darstellt.
  • 2 ist ein Blockdiagramm, das ein bordeigenes Routersystem darstellt, das konfiguriert ist, einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden.
  • 3 ist eine Darstellung eines bordeigenen Routersystems, das eine Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen aufweist, die verwendet werden, um einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden.
  • 4 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses, um einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden.
  • 5 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zur Dienstabwicklung von Out-of-Band-Kommunikationsnachrichten.
  • 6 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zur Dienstabwicklung von Out-of-Band-Kommunikationsanfragen.
  • 7 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zur Verwaltung von Fahrzeugstatusinformation.
  • 8 ist ein Blockdiagramm eines Computersystems, das verwendet werden kann, um Merkmale einiger Ausführungsbeispiele der offenbarten Technik zu implementieren.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Eine Verwendung von tragbaren Kommunikationsgeräten (z. B. Telefone, Computer, Tablets) durch einen Fahrer eines Fahrzeugs kann zu einer Ablenkung des Fahrers und zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko führen. Um eine Ablenkung eines Fahrers zu minimieren, ist es wichtig, das tragbare Gerät des Fahrers zwischen allen tragbaren Geräten in dem Fahrzeug zu identifizieren und die Netzwerkkommunikation des tragbaren Gerätes des Fahrers zu verwalten. Herkömmliche tragbare ,smarte‘ Geräte, wie beispielsweise Smartphones und Tablet-Computer, weisen Anwendungen und/oder Betriebssystemfunktionen auf, die versuchen, eine Ablenkung des Fahrers durch eine Verwaltung von eingehenden Anrufen und Textnachrichten zu begrenzen. Jedoch fehlt bei diesen Lösungsansätzen die Fähigkeit, tragbare Geräte, die dem Fahrer gehören, von tragbaren Geräten von Passagieren zu unterscheiden. Als Ergebnis ist es möglich, dass alle im Fahrzeug befindlichen tragbaren Geräte so verwaltet werden, als würden sie dem Fahrer des Fahrzeugs gehören, was zu Benutzerunzufriedenheit und einem Fehlen von effektiven Lösungsansätzen für die Ablenkung des Fahrers führt.

Das hier eingeführte Verfahren kann Probleme lösen, die durch herkömmliche Verfahren aufgeworfen werden, und zwar dadurch, dass drahtlose Kommunikationen mit einem tragbaren Gerät basierend darauf verwaltet werden, dass bestimmt wird, ob das tragbare Gerät durch einen ersten Benutzertyp oder einen zweiten Benutzertyp betrieben wird. Das hier eingebrachte Verfahren beinhaltet ein IVRS (= In-Vehicle Router System = bordeigenes Routersystem), das eine Mehrzahl von Out-of-Band-Kommunikationsschnittstellen beinhaltet, die einer Benutzerklasse zugehörig sind (z. B. einem ersten Benutzertyp oder einem zweiten Benutzertyp) und konfiguriert sind, mit tragbaren Geräten zu kommunizieren. Eine Out-of-Band-Kommunikation ist eine Kommunikation auf einem Kanal, der separat von demjenigen ist, welcher für ein drahtloses Kommunikationssubsystem in dem Fahrzeug verwendet wird. Beispielsweise kann eine Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen für eine Verwendung auf einem Kommunikationskanal ausgewiesen sein, der Out-of-Band bezüglich eines Kommunikationskanals ist, welcher von einem drahtlosen Zugangspunkt eines drahtlosen Kommunikationssubsystems in einem Fahrzeug verwendet wird. Ansprechend auf eine Kommunikation zwischen einem tragbaren Gerät und einer Out-of-Band-Schnittstelle führt das bordeigene Routersystem eine Klassifizierung eines Benutzers des tragbaren Gerätes als Benutzer vom ersten Typ (z. B. ein Fahrer) oder Benutzer vom zweiten Typ (z. B. ein Passagier) durch. Das bordeigene Routersystem verwaltet eine Kommunikation mit einem tragbaren Gerät basierend auf der bestimmten Klassifizierung des Benutzers (z. B. Fahrer oder Passagier). Gewisse Rechte oder Einschränkungen können für einen Benutzer einer speziellen Klasse vorgesehen sein.

Das IVRS kann eine geringe Reichweite aufweisende Out-of-Band-Kommunikation, wie beispielsweise eine Nahfeld-Kommunikation (NFC) oder andere geringe Reichweite aufweisende Kommunikationsverfahren, verwenden, um den tragbaren Geräten, beispielsweise Smartphones, Tablet-Computern, Wearable-Geräten oder dergleichen, Netzwerkzugangs-und Dienstdetails zur Verfügung zu stellen. Ein IVRS weist mehrere Out-of-Band-Kommunikationsmodule auf, die sich an verschiedenen Positionen im Fahrzeug befinden. Ein tragbares Gerät fordert einen Zugang zu bordeigenen Diensten dadurch an, dass es mit dem IVRS über ein Out-of-Band-Kommunikationsmodul kommuniziert. Die Dienstanforderung des tragbaren Gerätes enthält Information, die das tragbare Gerät gegenüber dem IVRS eindeutig identifiziert. Das IVRS liefert dem tragbaren Gerät im Gegenzug Details des bordeigenen Netzwerkzugangs und der Dienste. Die Kombination aus eindeutigen Details des tragbaren Gerätes, zusammen mit der Position des Out-of-Band-Kommunikationsmoduls ermöglicht dem IVRS (1) ins Fahrzeug gebrachte tragbare Geräte zu aufzufinden und anzumelden und (2) geeignete Dienst- und Konnektivitätsbeschränkungen basierend auf den Geräteattributen, dem angemeldeten Standort des Geräts und dem Echtzeit-Fahrzeugstatus einzurichten.

1 ist ein Blockdiagramm, das eine Out-of-Band-Kommunikation zwischen einem IVRS (bordeigenes Routersystem) 100 und einem tragbaren Gerät 110 darstellt. Das IVRS 100 beinhaltet ein drahtloses Kommunikationssubsystem 102 (z. B. ein Wi-Fi-Subsystem), ein Steuerungs-Subsystem 104, ein Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 106 und eine Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 (z. B. ein Nahfeldkommunikations-Antennen-Pad).

Das IVRS 100 und das tragbare Gerät stellen eine drahtlose Verbindung (z. B. eine sichere Nahfeld-Kommunikationsverbindung) über die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 her. Das IVRS 100 stellt dem tragbaren Gerät 110 die Details des Drahtlosnetzwerks über die drahtlose Verbindung zur Verfügung. Die Details des Drahtlosnetzwerks können einen SSID (SSID = Service Set Identifier = ,Kennung eines WLAN-Netzwerks') und einen PSK (PSK = Pre-shared Key = ,vorher vereinbarter Schlüssel‘) beinhalten. Das tragbare Gerät 110 kann sich mit dem drahtlosen Netzwerksubsystem unter Verwendung der Netzwerkanmeldedaten verbinden, die über die Drahtlosverbindung zum IVRS empfangen wurden. Das Steuerungssubsystem 104 verwaltet Kommunikationen des Out-of-Band-Subsystems 106 und des drahtlosen Kommunikationssubsystems 102.

Bei einem Ausführungsbeispiel verwendet die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 eine Nahfeld-Kommunikation (NFC). NFC ist ein geringe Reichweite aufweisendes Drahtloskommunikationsverfahren mit einer typischen Kommunikationsreichweite zwischen 0 cm und 20 cm. Das IVRS 100 kann eine NFC für eine sichere Out-of-Band-Kommunikation mit tragbaren Geräten verwenden. Das IVRS 100 kann die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 verwenden, um über eine Nahfeld-Kommunikationsverbindung Informationen mit einem tragbaren Gerät sicher auszutauschen. Das IVRS 100 kann identifizierende Information von dem tragbaren Gerät 110 anfordern. Das tragbare Gerät 110 sendet identifizierende Information (z. B. eine Seriennummer des tragbaren Gerätes 110) an das IVRS 100 über die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108. Das tragbare Gerät 110 kann Netzwerkanmeldedaten über die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 anfordern. Die IVRS 100 stellt dem tragbaren Gerät 110 Netzwerkanmeldedaten über die Out-of-Band-Kommunikationsschnittstelle 108 zur Verfügung. Das IVRS kann die Netzwerkanmeldedaten beispielsweise ansprechend darauf zur Verfügung stellen, dass das tragbare Gerät Identifizierungsinformation liefert, das tragbare Gerät 110 Netzwerkanmeldedaten anfordert, das IVRS das tragbare Gerät 110 aus einer Liste von autorisierten Geräten als autorisiertes Gerät identifiziert, oder ansprechend auf eine beliebige Kombination aus diesen. Das tragbare Gerät 110 kann die Netzwerkanmeldedaten verwenden, um sich mit dem drahtlosen Kommunikationssubsystem 102 zu verbinden.

2 ist ein Blockdiagramm, das ein IVRS (bordeigenes Routersystem) 200 darstellt, das konfiguriert ist, einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden.

Bei dem ersten Benutzertyp kann es sich um Benutzer handeln, die als Fahrer eines Fahrzeugs identifiziert sind. Bei der zweiten Klasse von Benutzern kann es sich um Benutzer handeln, die als Passagier eines Fahrzeugs identifiziert sind. Es werden verschiedene Klassen betrachtet, einschließlich weiterer Benutzerbezeichnungen sowie Geräten, die keiner speziellen Benutzerbezeichnung zugehörig sind. Ausführungsbeispiele sollten nicht als eingeschränkt auf Passagiere und Fahrer verstanden werden.

Das IVRS 200 kann ein zentrales Fahrzeugsteuerungs-Subsystem 212, ein Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem 214, ein Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssubsystem 216, ein für tragbare Geräte dienendes Verwaltungssubsystem 218, ein Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206 (z. B. das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 106) und eine Mehrzahl von Out-of-Band-Kommunikationsgeräten beinhalten.

Das Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssubsystem 216 verwaltet das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206 und ein In-Band-Kommunikationssubsystem (z. B. das Drahtloskommunikationssubsystem 102). Das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206 verwaltet Kommunikationen zwischen der Mehrzahl von Out-of-Band-Kommunikationsgeräten und einem oder mehreren tragbaren Geräten (z. B. dem tragbaren Gerät 230, dem tragbaren Gerät 232, dem tragbaren Gerät 234 und dem tragbaren Gerät 236).

Die Mehrzahl von Out-of-Band-Kommunikationsgeräten können eine Fahrerschnittstelle 220, eine erste Passagierschnittstelle 222, eine zweite Passagierschnittstelle 224 und eine beliebige Anzahl von N-ten Passagierschnittstellen 226 beinhalten. Die Fahrerschnittstelle 220 befindet sich in der Nähe eines Fahrersitzes in einem Fahrzeug. Die Anzahl von in einem Fahrzeug befindlichen Passagierschnittstellen kann basierend auf der Gestaltung des Fahrzeugs variieren. Beispielsweise kann eine größere Anzahl von Passagierschnittstellen in einem Bus oder Flugzeug vorhanden sein als ein einer Limousine. Bei einigen Ausführungsbeispielen ist eine Schnittstelle in der Nähe eines jeden Passagiersitzes vorhanden, und weitere Ausführungsbeispiele beinhalten Schnittstellen, die für eine gemeinsame Nutzung durch Passagiere vorgesehen sind. 2 zeigt die erste Passagierschnittstelle 222, die zweite Passagierschnittstelle 224 und eine beliebige Anzahl von N-ten Passagierschnittstellen 226, die sich nicht in der Nähe des Fahrersitzes befinden. Beispielsweise kann sich die erste Passagierschnittstelle 222 in der Nähe eines vorderen Passagiersitzes befinden. Die zweite Passagierschnittstelle 224 und eine beliebige Anzahl von N-ten Passagierschnittstellen können sich in der Nähe des/der hinteren Passagiersitze(s) befinden.

Das IVRS weist dem einen oder den mehreren tragbaren Geräten basierend auf Kommunikationen zwischen dem einen oder den mehreren tragbaren Geräten und dem Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206 eine Klassifizierung zu. Beispielsweise kommuniziert das tragbare Gerät 230 mit der Fahrerschnittstelle 220, und das IVRS bezeichnet das tragbare Gerät 230 als durch einen ersten Benutzertyp betrieben (z. B. einem Fahrer). Bei einem anderen Beispiel kommuniziert das tragbare Gerät 232 mit einer ersten Passagierschnittstelle 222, und das IVRS bezeichnet das tragbare Gerät 232 als durch einen zweiten Benutzertyp betrieben (z. B. einem Passagier). Es wird eine Klassenbezeichnung verwendet, um autorisierte Kommunikationen zu bestimmen, die für tragbare Geräte gestattet sind. Beispielsweise kann eine Kommunikation von dem tragbaren Gerät 230, das als Fahrergerät bezeichnet ist, durch das IVRS während einer Dauer eines speziellen Fahrzeugstatus eingeschränkt sein (z. B. bei Bestimmung, dass ein Fahrzeug sich in Bewegung befindet).

3 ist eine Darstellung eines bordeigenen Routersystems, das eine Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen aufweist (z. B. eine Fahrerschnittstelle 320, eine Passagierschnittstelle 322, eine Passagierschnittstelle 324 und eine Passagierschnittstelle 326), die verwendet werden, um einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden. Die Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen weisen jeweils einen Kommunikationsbereich auf (z. B. Out-of-Band-Kommunikationsbereiche 340, 342, 344 und 346). Falls beispielsweise eine Out-of-Band-Schnittstelle ein Nahfeld-Kommunikationsgerät ist, kann sich der Kommunikationsbereich der Out-of-Band-Schnittstelle im Bereich von ca. 0 cm bis ungefähr 20 cm und Bereiche zwischen diesen erstrecken. Jede Out-of-Band-Schnittstelle der Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen befindet sich in einem separaten Gebiet eines Fahrzeugs, derart, dass sich die Kommunikationsbereiche der Out-of-Band-Schnittstellen nicht überlappen. Da der Kommunikationsbereich der einen Out-of-Band-Schnittstelle sich nicht mit dem einer anderen Out-of-Band-Schnittstelle überlappt, ist es unwahrscheinlich, dass ein tragbares Gerät mit zwei Out-of-Band-Schnittstellen gleichzeitig kommuniziert. Ein Anordnen der Out-of-Band-Schnittstellen in separaten Gebieten des Fahrzeugs und ein Einschränken eines Kommunikationsbereichs der Out-of-Band-Schnittstellen vergrößert eine Wahrscheinlichkeit, dass sich ein tragbares Gerät in einem Gebiet eines Fahrzeugs befindet, dem eine spezielle Out-of-Band-Schnittstelle zugehörig ist.

Ein Out-of-Band-Kommunikationsbereich (z. B. der Out-of-Band-Kommunikationsbereich 340) ist kleiner als ein In-Band-Kommunikationsbereich (z. B. der Drahtlosnetzwerk-Kommunikationsbereich 348). Jedes In-Band-Kommunikationsgerät befindet sich innerhalb eines Drahtlosnetzwerk-Kommunikationsbereiches 348. Somit kann sich ein tragbares Gerät, das Anmeldedaten eines Drahtlosnetzwerks von einer Out-of-Band-Schnittstelle empfängt, sich mit dem Drahtlosnetzwerk verbinden, ohne dass es sich relativ zur Position des Fahrzeugs bewegen braucht.

Bei einem Ausführungsbeispiel weist das Fahrzeug ein IVRS auf, das mit mehreren Nahfeld-Kommunikationsmodulen (NFC-Modulen) ausgerüstet ist (z. B. der Fahrerschnittstelle 220 und der Passagierschnittstelle 222), die unter der Bezeichnung NFC-Pads bekannt sind und die an verschiedenen Orten im Fahrzeug angeordnet sind. Mindestens ein NFC-Pad ist immer in der Nähe des Fahrers vorhanden. Fahrzeuginsassen bringen häufig mindestens ein tragbares elektronisches Gerät in das Fahrzeug mit. Tragbare elektronische Geräte, die mit NFC ausgerüstet sind, können einen Netzwerkzugang und weitere IVRS-Dienste dadurch anfordern, dass sie mit dem IVRS über ein NFC-Pad kommunizieren. Wenn ein tragbares Gerät einen Dienst von IVRS anfordert, sendet es Information über sich selbst an das IVRS. Derartige Information kann beinhalten, ist jedoch nicht eingeschränkt auf, eine Wi-Fi-MAC-Adresse (MAC = Media Access Control = „Medienzugriffssteuerung“), eine Bluetooth-MAC-Adresse, eine Nummer eines Mobiltelefons und eine IMEI-Nummer (IMEI = International Mobile Equipment Identity). Das IVRS stellt seinerseits dem tragbaren Gerät Netzwerk- und Dienst-Details zur Verfügung. Diese Netzwerk- und Dienst-Details können beispielsweise den Namen des drahtlosen Netzwerkes (SSID) (SSID = Service Set Identifier) und Passwort (PSK) (PSK = Pre-shared Key = „vorher vereinbarter Schlüssel“). Das tragbare Gerät kann dann die Netzwerkzugangsdetails verwenden, um sich mit dem bordeigenen Drahtlosnetzwerk zu verbinden. Das IVRS kann die empfangenen Details des tragbaren Gerätes zusammen mit dem Standort des von dem tragbaren Gerät verwendeten NFC-Pad zum Initiieren einer Kommunikation verwenden, um die Netzwerkaktivität des tragbaren Gerätes zu verwalten.

4 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses, um einen ersten Benutzertyp von einem zweiten Benutzertyp zu unterscheiden. Ein Out-of-Band-Kommunikationssubsystem (z. B. das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206) kann eine Reihe von Funktionen durchführen, die beinhalten: Ermöglichen einer Kommunikation zwischen dem IVRS und tragbaren Geräten, Identifizieren des Standorts einer Out-of-Band-Schnittstelle (z. B. eines NFC-Pad), von dem das tragbare Gerät die Kommunikation initiiert hat, und Bereitstellen der Details des tragbaren Gerätes und der Standortinformation der Out-of-Band-Schnittstelle an das PDMS (Portable Device Management Subsystem = Subsystem zur Verwaltung tragbarer Geräte). Insbesondere kann das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem des IVRS horchen, ob eine Abfrage von einem tragbaren Gerät vorliegt (Schritt 402), eine Abfrage von dem tragbaren Gerät empfangen (Schritt 404), Bestimmen, ob eine Abfrageinformation von dem tragbaren Gerät gültig ist (Entscheidung 406), eine Fehlernachricht an das tragbare Gerät senden, falls eine Abfrage ungültig ist (Schritt 408), eine Out-of-Band-Schnittstelle aus einer Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen identifizieren (Schritt 410), Netzwerkanmeldedaten, die zu der identifizierten Out-of-Band-Schnittstelle gehören, von einem NCMS (Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssystem) abrufen (Schritt 412), eine Nachricht, welche die Identifikationsdaten des tragbaren Gerätes sowie Daten beinhaltet, die zu der identifizierten Out-of-Band-Schnittstelle gehören, an das PDMS (Portable Device Management Subsystem = Subsystem zur Verwaltung tragbarer Geräte) senden (Schritt 414), und die Netzwerkanmeldedaten dem tragbaren Gerät zur Verfügung stellen (Schritt 416).

Wenn ein tragbares Gerät in den Kommunikationsbereich einer der im IVRS vorhandenen Out-of-Band-Schnittstellen (z. B. einem NFC-Pad) kommt, initiiert das tragbare Gerät eine Netzwerk- und Dienstabfrage. Die Abfrage enthält Information betreffend das tragbare Gerät, wie beispielsweise die Wi-Fi-MAC-Adresse, die Bluetooth-MAC-Adresse, die IMEI-Nummer, und die Nummer eines Mobiltelefons, und den Namen des Eigentümers des tragbaren Gerätes. Falls die Abfrage des tragbaren Gerätes gültig ist, bestimmt das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem (z. B. das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem 206) den Standort des NFC-Pad. Das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem sendet eine Abfrage, die den Standort des NFC-Pad enthält, an das Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssubsystem (NCMS) (z. B. das NCMS 216). Das NCMS hat Zugang zu einem Konfigurationsdatensatz, in dem Information über das Netzwerk und vom System bereitgestellte Dienste, zusammen mit dem Standort des NFC-Pad, an dem diese zur Verfügung stehen, vorgehalten werden. Beispielsweise kann ein NFC-Pad, das dem Fahrer zugehörig ist, Zugang zu Details des Bluetooth-Netzwerks haben, die der Hauptkonsole zugehörig sind, hingegen haben den Passagieren der hinteren Sitze zugehörige NFC-Pads möglicherweise keinen Zugang zu Details des Bluetooth-Netzwerks, die der Hauptkonsole zugehörig sind. Sobald das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem die Antwort vom NCMS empfängt, bereitet das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem eine Antwortnachricht vor, welche Netzwerkzugangs- und Dienstdetails enthält. Die Antwortnachricht wird dann zurück an das tragbare Gerät gesendet. Das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem sendet auch eine Nachricht, welche die vom tragbaren Gerät empfangene Information und den Standort des NFC-Pad enthält, an das PDMS (z. B. das PDMS 218). Sobald die gesamten Informationen das IVRS durchlaufen haben, kann das tragbare Gerät die von dem Out-of-Band-Kommunikationssubsystem empfangenen Netzwerkzugangs- und Dienstdetails verwenden, um auf die Netzwerke und Dienste des IVRS zuzugreifen.

5 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zur Dienstabwicklung von Out-of-Band-Kommunikationsnachrichten. Ein PDMS (Portable Device Management Subsystem = Subsystem zur Verwaltung tragbarer Geräte) (z. B. das PDMS 218) pflegt einen aktuellen Datensatz des tragbaren Gerätes durch Verarbeiten von Nachrichten, die von dem Out-of-Band-Kommunikationssubsystem und dem Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssubsystem (NCMS) (z. B. dem NCMS 216) empfangen wurden. Das PDMS führt eine Dienstabwicklung von Anfragen, die von anderen Subsystemen einschließlich des NCMS kommen, nach Details von tragbaren Geräten durch.

Das PDMS empfängt eine Nachricht von dem Out-of-Band-Kommunikationssubsystem (Schritt 502). Die Nachricht beinhaltet Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes, wie beispielsweise die Wi-Fi-MAC-Adresse, die Bluetooth-MAC-Adresse, die IMEI-Nummer, und die Nummer eines Mobiltelefons, und den Namen des Eigentümers des tragbaren Gerätes. Das PDMS bestimmt, ob für das tragbare Gerät bereits ein Geräteprofil in einem Geräteprofildatensatz vorhanden ist (Entscheidung 504). Falls bereits ein Eintrag besteht (Entscheidung 504, Ja), führt das PDMS eine Aktualisierung des Geräteprofils mit jeglicher neuen Information durch (Schritt 508). Falls kein Geräteprofil existiert oder ein Geräteprofil, das der Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes entspricht, nicht anderweitig gefunden wird (Entscheidung 504, Nein), erzeugt das PDMS ein neues Geräteprofil basierend auf der Identifikationsinformation des tragbaren Gerätes im Geräteprofildatensatz (Schritt 506). Der Geräteprofildatensatz (DPD) erlaubt es weiteren Subsystemen, wie beispielsweise dem NCMS, eine Abfrage nach Gerätedetails in einem Geräteprofil aus einer Mehrzahl von Geräten durchzuführen.

6 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses für eine Dienstabwicklung von Out-of-Band-Kommunikationsanfragen. Das PDMS kann eine Dienstabwicklung von Abfragen von anderen Subsystemen durchführen, einschließlich beispielsweise Abfragen vom NCMS. Das PDMS kann eine Abfrage vom NCMS empfangen (Schritt 602), bestimmen, ob die Abfrage mit einem Parameter des Geräteprofildatensatzes übereinstimmt (z. B. ob die Geräteinformation mit einem Geräteprofil übereinstimmt) (Entscheidung 604), eine Nachricht an das NCMS senden, die angibt, dass keine Daten verfügbar sind, falls keine Übereinstimmung festgestellt wird (Schritt 606), und zu dem angefragten Parameter gehörige Information senden, falls eine Übereinstimmung festgestellt wird (Schritt 608).

Eine Abfrage von dem NCMS kann auf jeglichem Parameter des Geräteprofildatensatzes basieren. Das NCMS kann eine Abfrage nach einem einzelnen Gerät oder nach einer Gruppe von Geräten durchführen. Beispielsweise kann es eine Abfrage nach einer Liste aller Wi-Fi-Geräte oder nach einem Gerät durchführen, das einem speziellen Gebiet zugehörig ist, beispielsweise durch Bereitstellen eines Standortes eines NFC-Pad.

Wenn das PDMS eine Abfrageaufforderung von dem NCMS empfängt, sucht es nach Geräten, die den Kriterien genügen. Falls die Suche erfolgreich ist (Entscheidung 604, Ja), wird eine Nachricht mit dem angefragten Parameter (z. B. Gerätedetails) formuliert und an das NCMS als Antwort gesendet. Falls bei der Suche keine Übereinstimmung identifiziert werden kann (Entscheidung 604, Nein), wird eine Fehlernachricht zurück an das NCMS gesendet, die angibt, dass kein Gerät die Suchkriterien erfüllt.

7 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zur Verwaltung von Fahrzeugstatusinformation. Ein Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem kann die Fahrzeugstatusinformation verwalten. Das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem ist verantwortlich dafür, eine Echtzeit-Fahrzeugstatusinformation zu empfangen und zu verarbeiten und dem NCMS mitzuteilen, eine Verwaltung einer Netzwerkaktivität von verbundenen Geräten durchzuführen.

Das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem kann Fahrzeugstatusinformationen von einem On-Board-Diagnosesystem empfangen, das konfiguriert ist, Daten von einer Mehrzahl von Sensoren abzurufen, um einen Status von verschiedenen Fahrzeugsubsystemen anzugeben (z. B. Fahrzeuggeschwindigkeit, Drehzahl, Kraftstofffüllstand, Sitzbelegung, Sitzgurtstatus, Objekterkennung, Einsatz von Airbags etc.) (Schritt 702), kann bestimmen ob es irgendwelche ungeklärten Bedingungen in dem Fahrzeugstatus-Datensatz gibt (Entscheidung 704), einen weiteren Eintrag aus dem Fahrzeugstatus-Datensatz abrufen, falls ungeklärte Bedingungen vorhanden sind (Schritt 706), Bestimmen, ob ein Fahrzeugstatus-Schwellenwert erreicht ist (Entscheidung 708) und Fahrzeugstatusinformation an das NCMS senden, falls ein Fahrzeugstatus-Schwellenwert erreicht ist (Schritt 710).

Fahrzeugdaten, die von OBD-II-Information (OBD = On-Board-Diagnose) und proprietärer Fahrzeughersteller-Statusinformation stammen, sind Beispiele für Typen von Datenelementen, die in der Echtzeit-Fahrzeugstatusinformation enthalten sein können. Das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem analysiert diese Information basierend auf vorkonfigurierten Schwellenwerten. Beispielsweise könnte ein Schwellenwerk ein numerischer Wert sein, der aus einem Bereich von möglichen Werten ausgewählt ist, beispielsweise eine Geschwindigkeit oberhalb 0 Meilen pro Stunde, eine Drehzahl von mehr als 1000, einer Erkennung eines Gegenstandes innerhalb eines Meters vom Fahrzeug entfernt etc. Bei einem weiteren Beispiel kann ein Schwellenwert auf einer Erkennung eines Ereignisses basieren, beispielsweise darauf, dass ein Fahrersitz als belegt erkannt wird, ein Fahrersitzgurt als eingeklinkt erkannt wird, ein Einsatz eines Airbags erkannt wird, oder eine Kollision erkannt wird. Falls ein Schwellenwert überschritten wird, sendet das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem Nachrichten an das NCMS, um die Netzwerkaktivitäten von tragbaren Geräten zu verwalten, die mit dem bordeigenen Netzwerk verbunden sind. Der Fahrzeugstatus-Datensatz (VSD) enthält Information, die erforderlich ist, die aktuellen Fahrzeugbedingungen auf umsetzbare Netzwerkverwaltungsaktivitäten zu übersetzen. Ein VSD kann Fahrzeugparameter, jeweilige Schwellenwerte und einen vordefinierten Fahrzeugstatus beinhalten.

Bei einem Ausführungsbeispiel wird eine Drehzahl (U/min), zusammen mit weiterer Fahrzeugstatusinformation, wie beispielsweise Sitzsensor, Sitzgurt, und/oder Bremspedalposition, verwendet, um eine Fahrzeugbewegung zu bestimmen, um zu gewährleisten, dass ein Netzwerk- und Dienstzugang für alle tragbaren Geräte in korrekter Weise verwaltet werden, sogar wenn sich das Fahrzeug vorübergehend in einem stationären Zustand befindet. Derartige stationäre Zustände können vorliegen, wenn das Fahrzeug an einem Verkehrssignal gehalten hat, oder in einem Verkehrsstau.

Im Folgenden sind beispielhafte Fahrzeugstatus-Datensätze dargestellt:

  • Bsp. 1: Fahrzeugparameter: Fahrzeuggeschwindigkeit
    Schwellenwert: 10 mph
    Status: fahrend
  • Bsp. 2: Fahrzeugparameter: geparkt
    Schwellenwert: keiner
    Status: Fahrzeug geparkt
  • Bsp. 3: Fahrzeugparameter: Fahrersitzsensor
    Status: Insasse erkannt
  • Bsp. 4: Fahrzeugparameter: Fahrersitzgurt
    Status: angeschnallt
  • Bsp. 5: Fahrzeugparameter: Drehzahl (U/min)
    Schwellenwert: 2000
    Status: fahrend

Ein Beispiel dafür, wann das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem eine einen VSD enthaltende Nachricht an das NCMS senden könnte, tritt auf, wenn das Fahrzeug während einer Schwellenwertdauer eine Schwellenwert-Geschwindigkeit überschreitet. Wenn das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem bestätigt, dass der Drehzahlschwellenwert des Fahrzeugs überschritten ist, der Status des Fahrersitzgurtes „angelegt“ ist und der Fahrersitzsensor die Präsenz eines Fahrers erkannt hat, kann er das NCMS informieren, Netzwerkzugangsbeschränkungen anzuwenden. In ähnlicher Weise wird, wenn sich die Drehzahl des Fahrzeugs unterhalb eines Schwellenwertes befindet und das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem das NCMS zuvor informiert hat, Einschränkungen zur Anwendung zu bringen, es dann das NCMS informieren, eine Lockerung (oder Aufhebung) der Netzwerkzugangseinschränkungen durchzuführen. In ähnlicher Weise wird, falls das Fahrzeugstatus-Überwachungssystem Fahrzeugwarnmeldungen empfängt, es eine hohe Priorität aufweisende Nachricht an das NCMS senden, die den Fahrzeugalarmstatus anzeigt.

Wie später noch beschrieben wird, können verschiedene Arten von Einschränkungen und/oder weiteren vordefinierten Aktionen in Bezug auf tragbare Geräte basierend auf Fahrzeugstatusinformation angewendet oder ergriffen werden.

Bei einem Ausführungsbeispiel kann ein Netzwerkkonnektivitäts-Verwaltungssubsystem (NCMS) (z. B. ein NCMS 216), die Netzwerkaktivität des IVRS verwalten, einen Zugang zu den IVRS-Diensten steuern und einen Zugang zum IVRS-Netzwerk steuern.

Das NCMS hat Zugang zu einem Netzwerk- und Dienstkonfigurationsdatensatz für alle Netzwerke und Dienste, die den Fahrzeuginsassen mittels tragbarer Geräte zur Verfügung gestellt werden können. Bei dem Netzwerk kann es sich um ein WLAN (drahtloses lokales Netzwerk) handeln (z. B. Wi-Fi-LAN, Wi-Fi-Direct und/oder ein Bluetooth-Netzwerk). Das Netzwerk kann drahtgebundene Verbindungen bereitstellen, z. B. einen USB-Bus (USB = Universal Serial Bus) (z. B. USB 2.0, USB 3.0 etc.) oder einen proprietären Computer-Bus (z. B. Lightning®). Der Konfigurationsdatensatz enthält auch Information von Diensten, die an verschiedenen Orten im Fahrzeug zur Verfügung stehen. Beispiele für derartige Dienste sind ein Internetzugang, ein DLNA-Dienst (DLNA = Digital Living Network Alliance), ein Unterhaltungs-Streaming-Dienst, eine Hauptkonsolen-Navigationsverwaltung und eine Hauptkonsolen-Unterhaltungsverwaltung. Für jedes der Netzwerke kann der Konfigurationsdatensatz mit Netzwerkzugangsparametern und dem Standort von NFC-Pads konfiguriert sein, an denen die Details mit einem tragbaren Gerät geteilt werden können. In ähnlicher Weise kann für jeden der Dienste der Konfigurationsdatensatz mit Dienstdetails und dem Standort von NFC-Pads konfiguriert sein, an denen die Details mit einem tragbaren Gerät geteilt werden können.

Im NCMS wird ein vordefinierter Satz von Aktionen vorgehalten, die es basierend auf der Fahrzeugstatusinformation ergreifen kann. Das NCMS empfängt die aktuelle Statusinformation des Fahrzeugs von dem Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem, sowie angeschlossene Geräte betreffende Information von dem PDMS. Basierend auf der Fahrzeugstatusinformation kann das NCMS beispielsweise eine Interaktion eines Passagiergerätes mit der Hauptkonsole eines fahrenden Fahrzeugs verbieten. Das NCMS kann den Standort des NFC-Pad verwenden, den ein tragbares Gerät zum Initiieren eines Zugangs zum IVRS-Netzwerk verwendet, um zu bestimmen, welche Aktionen zu ergreifen sind. Beispiele der Aktionen, die ergriffen werden können, beinhalten: Anwenden einer Einschränkung betreffend eine Konnektivität zwischen tragbaren Geräten im Fahrzeug, Anwenden von Einschränkungen betreffend einen Zugang auf bordeigene Unterhaltungsdienste, Informieren des Betriebssystems der tragbaren Geräte, um sprach- und textbasierte Anwendungskonnektivität zu verwalten, Informieren des Mobilfunkanbieters, um Anrufe, SMS-Nachrichten und eine Datenkonnektivität zu verwalten, und Anwenden einer Netzwerkverkehr-Priorisierung.

Bei einem Ausführungsbeispiel identifiziert das IVRS Details einer Drahtlosverbindung, die einem tragbaren Gerät basierend auf dem Standort der Out-of-Band-Schnittstelle (z. B. eines NFC-Pad), von dem aus eine Verbindungsanfrage initiiert wurde, zur Verfügung zu stellen sind. Ein tragbares Gerät nimmt Kontakt mit einem NFC-Pad auf, wodurch eine Kommunikationsverbindung (z. B. eine NFC-Verbindung) mit dem Out-of-Band-Kommunikationssubsystem initiiert wird. Das Out-of-Band-Kommunikationssubsystem leitet die geeigneten Drahtlosnetzwerk- und Dienstdetails an das tragbare Gerät basierend auf dem Standort des NFC-Pad weiter. Ein Drahtlosnetzwerk für einen ersten Benutzertyp kann sich von dem eines Drahtlosnetzwerks für einen zweiten Benutzertyp unterscheiden. Falls beispielsweise ein tragbares Gerät einem Fahrer zugehörig ist, können Drahtlosnetzwerk-Anmeldedaten, die an das tragbare Gerät gesendet werden, die eines ersten WLAN sein (z. B. ein 5-Gigahertz-Band), und falls ein anderes tragbares Gerät einem Passagier zugehörig ist, können die Drahtlosnetzwerk-Anmeldedaten, die an das weitere tragbare Gerät gesendet werden, die eines zweiten WLAN sein (z. B. ein 2,4-Gigahertz-Band). Information, die an ein tragbares Gerät gesendet wird, kann Netzwerkdetails, um sich mit dem NCMS über das Drahtlosnetzwerk zu verbinden, um einen Netzwerkzugang zu erhalten, und eine eindeutige zufallsgenerierte Kennung beinhalten, die dem NCMS über das Drahtlosnetzwerk zur Verfügung zu stellen ist.

Während die Out-of-Band-Verbindung (z. B. die NFC-Anbindung) aktiv gehalten wird, stellt das tragbare Gerät eine drahtlose Netzwerkverbindung zum NCMS her und stellt dem NCMS die eindeutige Kennung sowie die Gerätedetails des tragbaren Gerätes zur Verfügung, welche Wi-Fi-MAC, Bluetooth-MAC, IMEI-Nummer etc. beinhalten können.

Wenn das NCMS die Client-Verbindungsanfrage des tragbaren Gerätes über das Drahtlosnetzwerk empfängt und die eindeutige zufallsgenerierte Kennung empfängt, kann sie den Standort des NFC-Pad auf die Drahtlosnetzwerk-Konfigurationsdetails des tragbaren Gerätes abbilden. Eine auf dem tragbaren Gerät befindliche Anwendung kann dann die NFC-Verbindung und die NCMS-Verbindung beenden. Das NCMS wird dann dem tragbaren Gerät den geeigneten Netzwerk- und Dienstzugang gewähren.

Einige Ausführungsbeispiele beinhalten einen optionalen zusätzlichen Schritt einer SMS-Validierung. Falls die auf dem tragbaren Gerät laufende Anwendung dem NCMS als Teil der Details des tragbaren Gerätes eine IMEI-Nummer (IMEI = International Mobile Equipment Identity) zur Verfügung stellt, kann das NCMS auch eine SMS-Nachricht an das tragbare Gerät senden, das einen zweiten eindeutigen zufallsgenerierten Datenschlüssel enthält.

Eine auf dem tragbaren Gerät laufende Anwendung kann die SMS empfangen und den eindeutigen zufallsgenerierten Datenschlüssel an das NCMS über die drahtlose Netzwerkverbindung weiterleiten. Das NCMS empfängt den zweiten eindeutigen zufallsgenerierten Datenschlüssel und benachrichtigt das tragbare Gerät über eine erfolgreiche Validierung des Zugangs.

Das NCMS verwaltet die IP-Kommunikation (IP = Internetprotokoll) zwischen allen mit dem IP-Netzwerk des Fahrzeugs verbundenen Geräten. Der Netzwerk- und Dienstzugang werden basierend auf dem Fahrzeugzustand verwaltet (z. B. Fahrumgebung/-zustand). Da sich der Fahrzeugzustand (z. B. Umgebung/Zustand) jederzeit ändern kann, arbeiten das NCMS und das Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem in einer Echtzeitumgebung, wobei der Geräte- und Dienstzugang aller mit dem IVRS verbundenen Geräte verwaltet wird und geeignete Aktionen ergriffen werden, um eine Ablenkung des Fahrers einzuschränken.

Falls die VSD-Nachricht für die aktuelle Fahrzeugumgebung eine Minimierung der Ablenkung eines Fahrers anweist, dann ergreift das NCMS Aktionen, um die Kommunikation des tragbaren Gerätes des Fahrers mit anderen Geräten und Diensten (sowohl im Fahrzeug als auch außerhalb des Fahrzeugs) einzuschränken. Das NCMS kann eine IP-Konnektivität zwischen dem tragbaren Gerät des Fahrers und anderen mit dem IVRS verbundenen Geräten verbieten. Das NCMS kann einen IP-Netzwerkverkehr zwischen einem WAN und mit dem IVRS des Fahrzeugs verbundenen Geräten priorisieren. Als Ergebnis kann das NCMS, sobald es bestimmt, dass eine Ablenkung eines Fahrers minimiert werden soll, einen IP-Verkehr zwischen dem tragbaren Gerät des Fahrers und dem WAN lediglich auf gewisse Typen von Netzwerkverkehr begrenzen. Beispielsweise kann das IVRS IP-Anwendungsdaten begrenzen, die in Bezug zu Internet-Surfen, IP-Telefonie und IP-basierten Chat-Diensten stehen. Jedoch kann es eine kartenbezogene Datenkommunikation zwischen dem tragbaren Gerät des Fahrers und dem WAN erlauben, so dass Navigationsanwendungen funktionieren können.

Falls das VSD einen hohe Priorität aufweisenden Warnstatus anzeigt, beispielsweise einen Unfall, eine Panne des Fahrzeugs etc., dann kann das NCMS ein Audio-/Video-Streaming und andere über die Schnittstellen laufende Daten hoher Bandbreite einschränken und lediglich gestatten, dass ein adäquater IP-Verkehr von dem tragbaren Gerät des Fahrers aus über die WAN-Schnittstelle erfolgt.

In ähnlicher Weise wird, falls ein Fahrzeug nicht fährt, das NCMS gestatten, dass ein tragbares Gerät eines Passagiers ein Streaming eines Videos zur Hauptkonsole durchführt. Wenn jedoch das NCMS eine Nachricht von dem Fahrzeugstatus-Überwachungssubsystem empfängt, die angibt, dass das Fahrzeug fährt, kann das NCMS das an die Hauptkonsole gestreamte Video automatisch blockieren, um eine Ablenkung des Fahrers zu vermeiden.

8 ist ein Blockdiagramm eines Computersystems, das verwendet werden kann, um Merkmale einiger Ausführungsbeispiele der offenbarten Technik zu implementieren. Das Computersystem 20 kann verwendet werden, um jegliche der Entitäten, Komponenten oder Dienste zu implementieren, die in den Beispielen der 1 bis 7 dargestellt sind (sowie jegliche weitere in dieser Beschreibung beschriebene Komponenten). Das Computersystem 20 kann eine oder mehrere Zentralrecheneinheiten („Prozessoren“) 32, einen Speicher 34, Eingabe-/Ausgabevorrichtungen 38, 40 und 42 (z. B. eine Tastatur und Zeigegeräte, Anzeigegeräte), und Netzwerkadapter 26 (z. B. Netzwerkschnittstellen) beinhalten, die an eine Anbindung 22 angeschlossen sind. Die Anbindung 22 ist als abstraktes Gebilde dargestellt, das jegliche von einem oder mehreren separaten physischen Bussen, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, oder beiden repräsentiert, wobei diese durch geeignete Bridges, Adapter oder Steuereinrichtungen verbunden sind. Die Anbindung 22 kann daher beispielsweise beinhalten: einen Systembus, einen PCI-Bus (PCI = Peripheral Component Interconnect) oder einen PCI-Express-Bus, einen Hypertransport- oder einen ISA-Bus (ISA = Industry Standard Architecture), einen SCSI-Bus (SCSI = Small Computer System Interface), einen USB-Bus (USB = Universal Serial Bus), einen IIC-Bus (oder I2C-Bus) oder einen 1394-Bus nach IEEE-Standard, der auch als „Firewire“ bezeichnet wird (IEEE = Institute of Electrical and Electronics Engineers).

Der Speicher 34 ist ein nicht-transitorisches computerlesbares Speichermedium, das Anweisungen speichern kann, die zumindest Teile der beschriebenen Technik implementieren. Außerdem können die Datenstrukturen und Nachrichtenstrukturen gespeichert werden oder über ein Übertragungsmedium, beispielsweise ein Signal auf einer Kommunikationsverbindung, übertragen werden. Verschiedene Kommunikationsverbindungen können verwendet werden, wie beispielsweise das Internet, ein LAN (lokales Netzwerk), ein WAN (Weitverkehrsnetz) oder eine Punkt-zu-Punkt-Einwahlverbindung.

Die im Speicher 34 gespeicherten Anweisungen können als Software 36 und/oder als Firmware implementiert sein, um den/die Prozessor(en) 32 für ein Ausführen der zuvor beschriebenen Aktionen zu programmieren. Bei einigen Ausführungsbeispielen kann derartige Software 36 oder Firmware anfänglich dem Computersystem 20 dadurch zur Verfügung gestellt werden, dass es von einem entfernten System zum Computersystem 20 heruntergeladen wird (z. B. über einen Netzwerkadapter 26).

Die hier eingeführten Techniken beinhalten ein Verfahren und ein System zum Verwalten von Kommunikationen zwischen einem bordeigenen Routersystem sowie einem oder mehreren tragbaren Geräten in einem Fahrzeug. Das bordeigene Routersystem beinhaltet eine Mehrzahl von Out-of-Band-Schnittstellen, die verwendet werden, um eine zu einem tragbaren Gerät gehörige Benutzerklasse zu bestimmen, bevor eine Verbindung mit einem drahtlosen Zugangspunkt (AP) erfolgt. Kommunikationen mit tragbaren Geräten, die unterschiedlichen Benutzerklassen zugehörig sind, können in unterschiedlicher Weise verwaltet werden. Außerdem kann Fahrzeugstatusinformation verwendet werden, um Kommunikationen zwischen dem bordeigenen Routersystem und einem tragbaren Gerät zu verwalten. Ausführungsbeispiele beinhalten, dass ein Benutzergerät eingeschränkt wird, das einer speziellen Benutzerklasse (z. B. einem Fahrer) zugehörig ist, falls ein spezieller Fahrzeugstatus (z. B. fahrend) basierend auf der Fahrzeugstatusinformation bestimmt wird. Ein Verwalten von Kommunikationen basierend auf Benutzerklassen und Fahrzeugzuständen kann eine sichere Kommunikation für spezielle Benutzer bei speziellen Fahrzeugzuständen ermöglichen, während eine riskante Kommunikation für andere Benutzer reduziert wird. Da ein Fahrzeug dynamisch ist und sich dabei die Fahrzeugzustände andauernd ändern, ist dies auch für das bordeigene Routersystem der Fall, und zwar indem Kommunikationseinschränkungen für spezielle Benutzerklassen für unterschiedliche Fahrzeugzustände angepasst werden. Somit kann das bordeigene Routersystem einen sicheren Zugang zu einem bordeigenen drahtlosen Netzwerk bereitstellen, wenn dies die Umstände erlauben, und einen Zugang zu dem bordeigenen drahtlosen Netzwerk in riskanten Situationen verweigern oder beschränken.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • US 62245754 [0001]